ANNA
Rösti, Zuckerrohr und Liebe
von Annina Keller
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Erscheinungstermin 07.10.2025 | Archivierungsdatum 10.12.2025
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Zum Inhalt
Geboren im Jahr 1869, wuchs Anna als Bauerntochter inmitten des Emmentals zu einer aussergewöhnlichen jungen Frau heran. Einer Frau, die bald die Aufmerksamkeit von Paul auf sich zog. Sie gefiel ihm...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783037631645 |
| PREIS | 36,90 € (EUR) |
| SEITEN | 240 |
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Renate S, Rezensent*in
Annina Keller hat die Geschichte ihrer Ururgroßmutter Anna recherchiert und ein unglaublich berührendes ,intensives Buch ist entstanden. Anna wurde 1869 in Zäziwil geboren, musste früh am Hof ihrer Eltern mitarbeiten, lernte Köchin in der "Krone ". Statt ihre Liebe zu heiraten, wird sie Mutter von 8 Kindern, erlebt den Krieg, Rückschläge. Trotzdem ist sie so stark, warmherzig und aufgeschlossen.
Schon das Cover hat mich neugierig gemacht, die Sprache ist der Zeit und dem Milieu entsprechend und die Hauptfigur hat mich sehr beeindruckt und inspiriert
Vielen dank an den @wörtersehverlag und @netgalleyde für die zur verfügungstellung des Ebooks
Inhalt
Geboren im Jahr 1869, wuchs Anna als Bauerntochter inmitten des Emmentals zu einer aussergewöhnlichen jungen Frau heran. Einer Frau, die bald die Aufmerksamkeit von Paul auf sich zog. Sie gefiel ihm. Und er, er gefiel ihr. Eigentlich war vieles klar. Doch das Leben sah etwas anderes für sie vor. Sie war dabei, in der »Krone« von Zäziwil Köchin zu werden, als ein Schicksalsschlag alles veränderte: Von einem Moment auf den anderen wurde sie, erst fünfundzwanzig Jahre alt, zur Mutter von acht Kindern, zur Ehefrau des Wirts – und zur Gastgeberin. Anna fand sich in einer Realität wieder, die ihr Herz sich so nie ausgesucht hätte. Aber – sie arrangierte sich, wuchs an den Herausforderungen und wurde sogar glücklich. Der zweite Bruch in ihrem Leben erfolgte fast dreissig Jahre später. Ausgerechnet im Wonnemonat Mai. Wider alle Erwartungen wurde ihr die Möglichkeit geschenkt, ihrem Herzen doch noch zu folgen. Und zwar ans andere Ende der Welt. Das Buch »Anna« erzählt eine bezaubernde Geschichte, wie sie nur das Leben selbst schreiben kann – die Geschichte einer Frau, die aus dem, was war, das Beste machte und aus dem, was kam, das Schönste.
Meinung
Das Buch hat mich von Anfang an fasziniert.
Ich konnte sofort zu Anna eine Verbindung aufbauen. Ich fand es großartig, wie beschrieben wurde wie Anna innerlichen Abschied von Paul genommen hat. Und wie sie ein glückliches Leben zwar ohne Liebe an der Seite verbracht hat.
Ich bin schon immer der Meinung gewesen, das zusammenfindet was zusammengehört. Und das sie nach 30 Jahren endlich ihre Liebe Leben darf.
Für mich ein emotional eingehendes Buch.
Das die erwähnten Gerichte auch als Rezepte gedruckt wurden, fand ich sehr einfallsreich
Große Lese Empfehlung
Ein wunderbares Buch!
Natürlich wussten wir schon, dass das Leben unserer Vorfahren karg und nicht besonders war. Aber wie Annina beseelt aus Annas Sicht erzählt: Grossartig! Wie schön, dass Sie diese Autorin entdeckt haben!
Bewegende Geschichte
Annina Keller erzählt in diesem Roman die Geschichte ihrer Vorfahrin Anna, deren Leben vielleicht nicht ganz so verlaufen ist, wie sie es sich vorgestellt hat.
Geboren am Ende des 19. Jahrhunderts in einem kleinen Ort in der Schweiz, verliebt in Paul, in einer Koch-Lehre beim Wirten im Ort. Gerade als sie mit dem Heiratsantrag von Paul rechnet, kommt ihr das leben in die Quere: Der Wirt/Chef bietet sie, seine Frau und Mutter seiner acht Kinder zu werden. Pflicht? Liebe?
Die Autorin berichtet von den Stationen des einfachen Lebens, bei der sie nie vergessen hat, dankbar für alles zu sein. Sehr guter Sprachstil. Hat mir sehr gut gefallen.
Zwischen Pflicht und Sehnsucht
Ein Stück gelebte Geschichte, schlicht und berührend erzählt
Schon zu Beginn spürt man, dass hier eine Geschichte erzählt wird, die aus echtem Leben entstanden ist. Die Sprache ist schlicht und zeitgemäß, sie unterstreicht die Echtheit der Erzählung. Ich konnte mir das Leben im Emmental gut vorstellen, die geschäftige Küche der Krone und den einfachen Rhythmus des Alltags.
Das Leben von Anna, der Ururgroßmutter der Autorin, geboren 1869, gestorben 1944, ist akribisch von Annina Keller recherchiert worden. Sie erzählt die Geschichte einer Frau, die nicht hadert, sondern handelt, und die ihr Leben so meistert, wie es kommt, auch wenn die Entscheidungen oft schwerfallen. Ich habe Anna für ihre Stärke bewundert, aber manchmal hätte ich mir gewünscht, noch tiefer in ihre Gedanken zu blicken. In Momenten, in denen ihr Herz anders wollte als ihr Verstand, blieb sie mir ein wenig zu gefasst. Vielleicht war das aber auch ihre Art, stark zu sein.
Die Autorin erzählt ruhig, ohne Effekthascherei, und lässt somit die Geschichte glaubwürdig wirken. Dass sie auf wahren Begebenheiten beruht, spürt man in jedem Kapitel. Ich fand es beeindruckend, wie Annina Keller das Leben ihrer Vorfahrin mit Achtung und Nähe beschrieben hat.
Was mich besonders berührt hat, ist die Entwicklung dieser Frau, die sich ihrem Schicksal stellt und trotzdem ihren eigenen Weg findet. Ich habe mit ihr gefühlt, auch wenn sie ihre Gefühle selten zeigt.
Für mich ist dies ein ruhiges, warmes Buch über Mut, Pflichterfüllung und das leise Glück, das man sich selbst schafft. Ein lesenswertes Stück Zeitgeschichte, das ohne große Dramatik auskommt und gerade dadurch bewegt. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Grossartig!
Annas Weg als Bauerntochter im Emmental, geboren im Jahr 1869, war vorbestimmt, wie für viele junge Frauen in der damaligen Zeit: Einen Mann finden, heiraten, Kinder kriegen, hart arbeiten. Anna konnte sich dies durchaus vorstellen, und zwar mit Paul, für den ihr Herz schneller schlug. Dann durchkreuzte das Leben ihre Träume, denn der Wirt der „Krone“ in Zäziwil, wo sie arbeitete, verlor seine Frau und stand allein mit den Kindern und dem Gasthaus da. Er bat Anna, von der Küche in die Stube zu wechseln. Anna liess ihr Pflichtbewusstsein über das Herz entscheiden und wurde sodann mit 25 Jahren Ehefrau, Mutter von acht Kindern und Wirtin. Paul war zutiefst enttäuscht und verliess die Schweiz. Es kam erst Jahrzehnte später zu einem Wiedersehen…
Erster Eindruck: Auf dem Cover eine Frau in einer Berner Tracht – gefällt mir. Der Buchtitel mit einem gespiegelten „N“ ist überraschend.
Die Autorin erzählt die Geschichte von ihrer Ururgrossmutter Anna, beginnend im Jahr 1894. Anna war eine starke Frau, die sich immer darin schickte, aus dem Vorhandenen das Beste zu machen. Auch wenn es nicht zu ihren eigenen Gunsten war. Es ist aus heutiger Sicht sehr schwer vorstellbar, den Weg, den Anna eingeschlagen hat, nachzugehen. Als 25-jährige Frau einen achtfachen Vater zu heiraten und somit von jetzt auf gleich Mutter zu sein? Das nenne ich mal ins kalte Wasser springen! Mir hat schier das Herz geblutet, als sie Paul ihre Entscheidung mitteilte – mir taten beide so leid!
„Am liebsten würde er das Leben verfluchen, Fritz eine reinhauen und Anna trotz allem heiraten. Seine liebe Anna.“
Sie schickt sich in ihr neues Leben und wächst an den Herausforderungen. Das Leben mit Fritz ist gut, doch denkt sie trotzdem immer wieder mal an Paul. Es hat sie traurig gemacht, dass er die Schweiz wegen ihr verlassen hat. Aber mit dem Schicksal zu hadern, nützt auch nichts. So vergehen die Jahre. Als Fritz verstirbt, steht plötzlich Paul wieder in der „Krone“ – was will er hier? Er sieht immer noch gut aus; die Jahre im Ausland scheinen ihm nicht geschadet zu haben…
Ich habe das Buch als E-Book gelesen. Dabei hat es einen QR-Code zu einer Website, wo zig Bilder über Anna und ihre Lieben abgebildet sind. Es lohnt sich absolut, diese anzusehen, denn so werden die Protagonisten lebendiger. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und ich sah das Ganze wie eine Gotthelf-Verfilmung vor meinem inneren Auge ablaufen. Ich habe das eine oder andere Mal tief geseufzt, kurz innegehalten, den Kopf geschüttelt oder ein Tränchen unterdrückt und dann schnell weitergelesen. Ich würde wahnsinnig gerne noch viel über Annas Leben, ihre Entscheidungen, ihre Liebe und auch ihren Mut erzählen, aber ich will nicht spoilern. Daher: unbedingt lesen! Von mir gibt es 5 Sterne.
Geboren im Jahr 1869, wuchs Anna als Bauerntochter im Emmental auf. Paul gefiel Anna und er ihr. Alles scheint klar zu sein. Sie wollte in der Krone zu Zäziwil Köchin werden. Doch ein herber Schicksalsschlag veränderte alles. Mit 25 wurde sie Mutter von acht Kindern und die Frau eines Wirtes. Ihr Traum und ihr Leben sollten sich erst dreissig Jahre später erfüllen. Die in diesem Buch wunderbar geschilderte Geschichte habe ich verschlungen. Vielleicht auch deshalb, weil ich aus dieser Gegend stamme und vieles von meinen Grosseltern erzählt bekam. Es ist interessant zu lesen, wie Anna eine zweite Chance erhält, ihrem Herzen zu folgen. Diese Wendung führt sie ans andere Ende der Welt und verleiht der Geschichte eine überraschende Weite. Annina Keller hat hier eine sehr lebensnahe Geschichte aufgezeichnet von Anpassung, Verlust und Hoffnung, die im 19 Jahrhundert nicht selten war. Beeindruckt hat mich auch wie die Kulisse Emmental wunderbar in die Geschichte einfliesst. Ich habe einiges beim Lesen erkannt. Dieses Buch ist grossartig und die Geschichte respektvoll und eindrücklich geschildert. Als Leser wird man schnell von der Geschichte in den Bann gezogen. Dieses Buch gerecht zu rezensieren ist schwer. Ich bin der Überzeugung, dass man es selbst lesen muss, um vieles zu verstehen. Wer Geschichten mit emotionaler Tiefe, historischem Flair und einem Hauch Fernweh lieben, ist dieser Roman eine echte Entdeckung. Von mir gibt es eine 100% Leseempfehlung.
Bärbel K, Rezensent*in
Ende des 19. Jahrhunderts lebt Anna im kleinen Ort Zäziwil in der Schweiz. Sie arbeitet als Köchin in der Krone, dem örtlichen Gasthaus. Kochen ist Annas Leidenschaft und hier kann sie ihr Können zeigen. Aber eines weiß Anna gewiss: ihr Herz gehört Paul, ihn wird sie heiraten. Doch dann stirbt die Wirtin und ihr Mann Fritz ist mit den 8 Kindern und der Wirtschaft überfordert. Er fragt Anna, ob sie nicht in seine Stube ziehen will, sprich ihn heiraten. Auch wenn das Herz etwas anderes sagt, nimmt Anna diese Herausforderung an….
Aus Überliefertem und Erinnerungsstücken aus Annas Leben erzählt die Autorin hier die Lebensgeschichte der fleißigen Anna mit dem so großen Herzen. Auf der einen Seite weiß Anna, dass sie Paul liebt, aber der hat ihr noch keinen Heiratsantrag gemacht. Als Wirtin der Krone hätte sie ein gesichertes Auskommen, wenn das auch mit 8 Kindern und der Wirtschaft ein arbeitsreiches Leben bedeutet. Aber davor schreckt sie nicht zurück. Zudem würde eine Ablehnung von Fritz Antrag ihr Ansehen im Ort arg schädigen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn Annas Leben wird noch viele Herausforderungen für sie bereithalten.
Ich hätte mir gewünscht, dass im Buch Annas Bedenken, ihre Zerrissenheit mehr zum Ausdruck gebracht worden wären. So hat sich Anna nur der neuen Aufgabe gestellt, ohne dass der Leser ihre innere Zerrissenheit erleben konnte. Ich hätte gerne tiefer in ihr Herz geschaut.
Sehr gelungen fand ich, weil es Annas Liebe zum Kochen und Backen so gut vermittelt hat, dass der Leser die angepriesenen Rezepte nachlesen und somit nachkochen kann.
Insgesamt gebe ich 3,5 Lese-Sterne.