Gift
Ein Fall für Dora und Rado | Mitreißend: ein ungewöhnliches Ermittler-Duo im modernen Island
von Jón Atli Jónasson
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Erscheinungstermin 29.10.2025 | Archivierungsdatum 28.12.2025
Zum Inhalt
Das tödliche Gift der kalten Insel
Auf einem Lavafeld vor Reykjavík ergießt sich literweise Blut aus einem Lkw auf die Landstraße. Und in einem Filmstudio wird eine schrecklich zugerichtete Leiche gefunden. Chefkommissar Elliði legt den Fall in die Hände der beiden, denen er am meisten vertraut: Dora und Rado. Doch sie haben mit ihren eigenen Dämonen zu tun – Dora kämpft mit ihrer Schmerzmittelsucht, Rado mit seiner Vergangenheit. Während sich ein tödliches Gift im Land verbreitet, begeben sich Dora und Rado auf eine gefährliche Suche.
Der zweite Fall für Dora und Rado, Kriminalpolizei Reykjavík – die eindringliche Krimi-Reihe über das moderne Island.
Soziale Themen, dunkle Verbrechen und ein besonderes Ermittler-Duo: harter Island-Krimi und bestes Nordic Noir vom preisgekrönten Autor Jón Atli Jónasson.
Das tödliche Gift der kalten Insel
Auf einem Lavafeld vor Reykjavík ergießt sich literweise Blut aus einem Lkw auf die Landstraße. Und in einem Filmstudio wird eine schrecklich zugerichtete Leiche...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783651001350 |
| PREIS | 18,00 € (EUR) |
| SEITEN | 256 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Dies ist der zweite Band aus der isländischen Krimi-Reihe um Dora und Rado. Ein Lkw verliert literweise Blut auf einem Lavafeld, eine Leiche wird in einem Filmstudio entdeckt brutal zugerichtet. Chefkommissar Elliði übergibt den Fall an Dora und Rado. Ein tödliches Gift breitet sich im Land aus, die Ermittler geraten in einen Strudel aus Gewalt, Abhängigkeit und düsteren Erinnerungen. Der Roman ist atmosphärisch, hart und rau kein klassischer, wer hat es getan, sondern ein literarischer Krimi mit Tiefgang. Dora und Rado sind gebrochene Menschen mit einer Vergangenheit. Mich haben die beiden Ermittler schnell in den Bann gezogen. Dieses Duo funktioniert so gut, weil ihre Ermittlungen von Misstrauen, Schmerz und einer fast existenziellen Suche nach Wahrheit geprägt ist. Diese Geschichte ist für mich voller Spannungen und die behandelnden Themen allgegenwärtig. Der Roman besticht durch seine Figuren und die düstere Atmosphäre. Ein Buch das man nicht verpassen sollte. Sehr zu empfehlen.
Buchhändler*in 652479
GIFT ist hart und brutal, herausfordernd und anspruchsvoll. Ganz Island scheint suchtkrank zu sein. Die Figuren haben sich weiterentwickelt. Und das gilt nicht nur für Dora und Rado, sondern auch für den Autor.
Die isländische Polizistin Dora hat nach einer schweren Kopfverletzung im Einsatz zusätzlich zu ihren andauernden Beschwerden eine Schmerzmittelabhängigkeit entwickelt, die sie in einer 12-Schritte-Gruppe der Anonymen Alkoholiker zu therapieren versucht. Obwohl sie sichtlich nicht dienstfähig ist, hat ihr früherer Streifenpartner Elliði sie bisher gedeckt und möglichst mit Büroarbeiten beschäftigt. Doras Kollege Radovan/Rado aus dem ersten Band, Sohn serbischer Einwanderer, ist inzwischen in einer neu aufgestellten Einsatzgruppe der Drogenfahndung tätig. Als am Filmset der Studios in Reykjavik ein Rettungssanitäter in einem verschließbaren Abteil einer Raumschiff-Kulisse aufgefunden wird und parallel dazu ein LKW-Fahrer tödlich verunglückt, kreuzen sich Doras und Radovans Wege erneut. Die Ermittlungen bewegen sich auf dünnem Eis, weil einerseits der Tote am Filmset sich als Lebenspartner von Elliði herausstellt, andererseits ein Zusammenhang der Todesfälle mit einer in Island neuen Kombi-Droge aus Fentanyl mit einem Medikament aus der Tierheilkunde vermutet wird. Dora ist kaum noch in der Lage, kritisch zu hinterfragen, ob sie sich als Klientin einer Therapiegruppe Drogensüchtiger nicht aus Fällen des Drogendezernats herauszuhalten hätte.
Sehr ausführlich werden Ereignisse des ersten Bandes referiert, die Rados schwierige Position innerhalb der Polizeibehörde in Erinnerung rufen, der damals mit Ewa aus einer polnisch-stämmigen kriminellen Familie verheiratet war und inzwischen allein erziehender Vater des kleinen Jurek aus dieser Beziehung ist. Im Laufe der Ermittlungen wird es immer unwahrscheinlicher, dass Doras Dienstunfähigkeit weiter gedeckt werden kann. Rado realisiert, dass die isländische Polizei, die bisher öffentlich selten bewaffnet aufgetreten ist, im Kampf gegen Drogen- und Betäubungsmittelkriminalität andere Saiten aufziehen muss und sich nicht mehr darauf verlassen kann, Kriminelle nur selbstbewusst als „große, kräftige Kerle“ zu beeindrucken.
Im zweiten Band der sozialkritischen Nordic-Noir-Serie Jon Atli Jónassons steht Island als Schauplatz einer „Oxycontin-Krise“ im Mittelpunkt, das aus der Sicht der Ermittler und betroffener Medikamentenabhängiger verfolgt werden kann. Wie bereits im ersten Band erlangen Jónassons Leser:innen durch einen Blick auf einen Tatort gegenüber den Ermittlern einen Informationsvorsprung. Da sich der Rückblick auf Doras und Rados Vorgeschichte hinzieht, bleibt für klassische Ermittlertätigkeiten auf nur 250 Seiten wenig Raum. Die Auflösung beschränkt sich größtenteils auf martialische Actionszenen. Rados Loyalitätskonflikt, Doras gesundheitliche Probleme und die aktuelle Situation Islands als Einwanderungsland fügen sich zu einem sozialkritischen Nordic-Noir, der mir etwas zu kurz und zu oberflächlich ausfiel.
3 1/2 Sterne
Der erste Band rund um die Isländer Polizisten Rado und Dora hatte es schon in sich und genau so geht es im zweiten Band weiter: schnell, brutal, extrem spannend. In Island wurde eine neue Droge auf den Markt geworfen, die sehr schnell mehrere Tote fordert. Nach ihrem letzten Fall arbeiten Dora und Rado eigentlich nicht mehr als Team. Als aber der Lebensgefährte von Doras ehemaligem Chef stirbt, bittet der sie, die Ermittlungen aufzunehmen. Parallel dazu kämpft Dora mit einer Medikamentensucht und Rado wird erneut von seiner Vergangenheit eingeholt. Gerade bei Doras Sicht auf die Dinge ist manchmal nicht ganz klar, was sie wirklich sieht, was wirklich existiert, Das ist sehr spannend und sorgt für ein bißchen Grusel.
Beide Protagonisten wachsen dem Leser immer mehr ans Herz, während sie im ersten Band noch etwas unnahbar wirkten. Die Story entwickelt sich schnell und macht überraschende Wendungen. Dabei schießt sie manchmal etwas über das Ziel hinaus. Das Ende ist erneut grandios und lässt die Wartezeit auf einen dritten Band doch sehr lang erscheinen.
Rezensent*in 780093
Island im Drogensumpf
Nordic Noir vom Feinsten – so habe ich von SCHMERZ, dem ersten Fall für Dora und Rado, geschwärmt. Und nun ist es GIFT, das ich gerade zur Seite gelegt habe. Auch dieser zweite Fall für die beiden Ermittler bei der Kriminalpolizei Reykjavik hat es in sich.
Dora wurde bei einem früheren Einsatz angeschossen, seitdem funktioniert ihr Gehirn anders als zuvor. Sie spürt intensiver, ein stechender Schmerz in ihrem Kopf, hinter dem Glasauge, verschwindet nie ganz. Sie kämpft mit Bewusstseinsstörungen, hat surreale Wachträume… um von den Schmerzmitteln loszukommen, holt sie sich Hilfe. Seit zwei Monaten ist sie wieder im Dienst, hat aber keine besonders stressigen Fälle. Was sich bald ändern wird.
Rado ist zur Rauschgiftabteilung gewechselt, er leitet sein Team, das großteils selbständig arbeitet, was für ihn gut passt, da er sich das Sorgerecht für seinen Sohn Jurek mit seiner Ex-Frau teilt.
Joel, ein junger Sanitäter, findet in einer Raumkapsel, die als Kulisse auf dem Filmgelände steht, ein wenig Privatsphäre. Ein Fehler, wie sich bald darauf herausstellt, denn er ist eingeschlossen. Seine Leiche wird entdeckt, furchtbar zugerichtet. An anderer Stelle ist es ein umgekippter LKW am Straßenrand, der eine lange, rote Spur hinter sich hergezogen hat. Aus Kanistern, teilweise explodiert, fließt ebenfalls diese rote Flüssigkeit, der Fahrer liegt tot daneben. Dora ist an der Unfallstelle, sie sieht eine Motorradstreife, beide Polizisten scheinen eineiige Zwillinge zu sein. Später dann ist sich Dora nicht mehr sicher, sie wirklich gesehen zu haben.
Elliði, Dora und Rados ehemaliger Chef, hat eine persönliche Verbindung zu einem dieser Fälle. Er ist zu nah dran, also schließen sich Dora und Rado zusammen. Es gibt weitere Todesfälle, ihre Ermittlungen führen sie tief hinein in den Drogenhandel, in den Drogensumpf, in den Missbrauch von Betäubungsmitteln. Bei den Opfern wurde ein Stoff gefunden, der selbst in kleinen Dosen tödlich ist.
Jón Atli Jónasson hat ein etwas anderes Ermittlerduo erschaffen. Sie sind vielschichtige, sehr individuelle Persönlichkeiten, sie haben es mit hochkriminellen Machenschaften zu tun, bei denen nicht lange gefackelt wird. Die Story um ein tödliches, sich weit verbreitendes Gift ist mitreißend erzählt, die immer mal wieder durchschimmernden privaten Momente passen sich perfekt dem Geschehen an.
GIFT steht dem Vorgängerband in nichts nach, es ist hart, rau und düster, es ist brutal und voller Gewalt. Jón Atli Jónassons Reihe um das Ermittlerduo Dora und Rado hat Suchtpotenzial - spannend und düster bis zum Ende. Und nun hoffe ich sehr, dass die Reihe weitergeht, ich wäre sofort wieder dabei.
Susanne B, Rezensent*in
Drogen, Drogen, Drogen
SCHMERZ von Jón Atli Jónasson hat mich begeistert und auch die Fortsetzung, GIFT, überzeugt auf ganzer Linie. Es handelt sich um den zweiten Band einer Krimi-Reihe, die in Island verortet ist. Im Mittelpunkt stehen Dora und Rado von der Kriminalpolizei Reykjavík. Worum geht es?
Joel wird tot aufgefunden, schrecklich zugerichtet. Er war der Lebensgefährte von Dora und Rados ehemaligem Chef Elliði. Joel hatte ein Drogenproblem. Schon bald gibt es einen weiteren Toten.
Nach ihrem letzten Einsatz versucht Dora, ihre Abhängigkeit von Schmerzmitteln in den Griff zu bekommen, während Rado inzwischen ein Team der Rauschgiftfahndung leitet. Auf Bitten Elliðis tun sie sich zusammen und ermitteln, als Rado von seiner Vergangenheit eingeholt wird…
GIFT ist hart und brutal, herausfordernd und anspruchsvoll. Ganz Island scheint suchtkrank zu sein. Die Figuren haben sich weiterentwickelt. Und das gilt nicht nur für Dora und Rado, sondern auch für den Autor.
Ich empfehle dringend, Band 1 vorher gelesen zu haben. Denn ab und zu finden sich Bezüge zum Vorgänger.
Das Buch endet - wie schon SCHMERZ - mit einem fiesen Cliffhanger. Und so bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Fazit: Fall Nr. 2 für Dora und Rado. Düster!
Monika R, Buchhändler*in
Gut gemachter Islandkrimi mit einem interessanten Ermittlerduo, das wir bereits im ersten Fall „ Schmerz“ kennengelernt haben. Dora- eine traumatisierte Polizistin und Rado, dessen Bruder Auftragskiller ist! Leider mit einem einem offenen Ende…
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