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Buchcover für Die Spur der Vertrauten

Die Spur der Vertrauten

Endlich der neue Roman der Autorin von "Die Spiegelreisende" I Eine Dystopie über verbotene Individualität, Widerstand und Liebe

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Erscheinungstermin 08.10.2025 | Archivierungsdatum 07.12.2025


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Zum Inhalt

Der neue Roman von Bestsellerautorin Christelle Dabos («Die Spiegelreisende») über Individualität und erste Liebe in einem dystopischen Setting, das kein «Ich» erlaubt.

Claire und Goliath leben in einer Welt, in der das «Wir» über allem steht. In der jeder Mensch den Instinkt besitzt, dem Allgemeinwohl zu dienen. Individualität existiert nicht. Doch was passiert, wenn sie doch an die Oberfläche kommt?

Goliath bleiben nur noch wenige Wochen, um das Leben eines anderen Menschen zu retten und damit ein «Tugendhafter» zu werden. Claire steht vor ihrem Abschluss an der Schule der Vertrauten. Claire weiß, was sie riskiert, wenn sie von diesem Weg abkommt. Doch dann verschwindet ein Schüler und niemand außer Claire scheint es zu bemerken. Wie soll man im Schatten bleiben, während man ermittelt?
Claire und Goliath tun sich zusammen, um den Vermisstenfällen in ihrem Sektor auf den Grund zu gehen. Doch der Fall ist viel größer, als sie sich beide vorstellen können. Und dann beschäftigt Claire noch ein ganz anderes Geheimnis - eines, das sie in Lebensgefahr bringen könnte ...

  • Brillant und vielschichtig geschrieben: Spannung bis zur letzten Seite
  • Eine bewegende Dystopie und ein wahrer Pageturner für Leser*innen ab 14 Jahren!
  • Für Fans von «Die Tribute von Panem» und «1984»

Der neue Roman von Bestsellerautorin Christelle Dabos («Die Spiegelreisende») über Individualität und erste Liebe in einem dystopischen Setting, das kein «Ich» erlaubt.

Claire und Goliath leben in...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783757102227
PREIS 22,90 € (EUR)
SEITEN 640

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Claire und Goliath leben in einem totalitären System, in dem die Instinkte/Talente eines Individuums allein den Anforderungen der Gemeinschaft zu dienen haben und jede Person verpflichtet ist, dieses Talent bis zur Selbstzerstörung zu geben. Claire arbeitet zurzeit als Praktikantin in der Beschwerdestelle. Man berät und hilft nicht freiwillig, sondern zwangsweise. Antrieb für die Übererfüllung des Solls könnte der Wettbewerb um „gerettete Leben“ sein, in dem Punkte für Ehrentitel (Engel, Heilige, Tugendhafte) verbucht werden, die außerdem die Lage der Wohnung im Hochhaus bestimmen. „Instinkte“ der Reparateure, Schützer, Aufklärer, Heiler, Informanten und Ernährer werden in einzelnen Ausbildungsgängen gefördert. Sie setzen sie anschließend äußerst ehrgeizig ein, auch gegen den ausdrücklichen Willen der beglückten Person. Ein Spektrum innerhalb der Fähigkeiten existiert so wenig wie die Freiheit, sie nicht auszuführen und sich um eine andere Aufgabe zu bemühen. Claires Mutter wiederum hat eine Haushaltshilfe mit einem Langstreckeninstinkt, die vor der Hausarbeit immer erst laufen muss.

Man könnte sich fragen, wer über die gesundheitsbewusste Gesellschaft herrscht und wer von der Ausbeutung von Fähigkeiten über den Bedarf hinaus profitiert. In dieser Gesellschaft des erzwungenen „Wir“ verschwindet zunächst kurz vor dem Schulabschluss ein Schüler. Später wird sich herausstellen, dass weitere Jugendliche verschwunden sind, wie vor einigen Jahren schon einmal. Erzählt wird das Abenteuer von Claire und Goliath. Die Handlung spielt im Cassettenzeitalter, das am Schauplatz Frankreich durch die Minitel-Technik geprägt war, einem Online-Dienst, der über eine Art Bildtelefon z. B. aus Kneipen zu erreichen war. Christelle Dabos schmückt ihre alternative Welt mit originellen Ideen. Hier wird u. a. die Beherrschung von Instinkten gefeiert und daher traditionell an Wörtern gespart. Man nutzt jedoch freizügig das Schlupfloch, das Gegenüber um Erlaubnis zu bitten, die Wörtergrenze zu überschreiten.

Fazit
Die Weltenbildung in "Die Spur der Vertrauten" finde ich sehr ansprechend, allerdings beantwortet der Roman längst nicht alle Fragen, die ich dazu hätte. Im Gegensatz zu Dabos vierbändiger Spiegelreisenden, mit der ich mich problemlos identifizieren konnte, sind mir die 18-jährigen Figuren hier fremd geblieben, weil ihre Welt ihnen keine Individualiät erlaubt. Sie wirken wie Stempelabdrücke. Ein Personenverzeichnis könnte die Orientierung erleichtern.

Zu einer Zeit, in der wir in Deutschland täglich ermahnt werden, wir müssten pro Tag und pro Lebenszeit länger arbeiten und zusätzlich soziale Aufgaben und Ehrenämter übernehmen, trifft Christelle Dabos mit ihrer Dystopie eines erzwungenen „Wir“ mitten ins Schwarze. Für eine Zielgruppe ab 14 Jahren sind Alter und Lebensumstände von Claires Generation gut gewählt, allerdings hätte ich auf den zum Ende des Romans steigenden Gewaltanteil gern verzichtet.

3 1/2 Sterne

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Mit Die Spur der Vertrauten legt Christelle Dabos nach ihrer gefeierten Reihe Die Spiegelreisende endlich einen neuen Roman vor, und es ist ein Werk, das Fans wie neue Leser gleichermaßen in seinen Bann ziehen wird.

Schon der Einstieg überzeugt: Dabos entwirft eine Welt, die gleichermaßen faszinierend wie beklemmend wirkt. In einer Gesellschaft, in der Verbote und Geheimnisse allgegenwärtig sind, begleitet man die Protagonistin auf einer Reise durch Intrigen, Machtspiele und die Suche nach Wahrheit. Dabei gelingt es der Autorin, eine düstere Dystopie mit poetischer Sprache und subtilen Beobachtungen zu verweben.

Die Figuren sind komplex und ambivalent gezeichnet. Niemand ist eindeutig „gut“ oder „böse“, vielmehr oszillieren sie zwischen Loyalität, Verrat und Selbstzweifeln. Genau diese Grautöne machen die Charaktere so lebendig und glaubwürdig. Besonders gelungen finde ich, wie Dabos die innere Zerrissenheit ihrer Figuren spürbar macht, man leidet, zweifelt und hofft mit ihnen.

Auch das Worldbuilding ist wieder einmal meisterhaft. Der labyrinthartige Schauplatz, das Spiel mit Wahrnehmung und Erinnerung sowie die stetige Frage nach dem, was wirklich „vertraut“ ist, verleihen dem Roman eine ganz eigene Tiefe. Die Atmosphäre changiert zwischen märchenhaft und bedrohlich,eine Mischung, die man selten so überzeugend findet.

Sprachlich bleibt Dabos ihrem Stil treu: poetisch, bildhaft und doch nie überladen. Sie schafft es, selbst komplexe Themen wie Machtmissbrauch, Freiheit und Identität in eine packende Geschichte einzubetten, die man kaum aus der Hand legen möchte.

Fazit:
Die Spur der Vertrauten ist ein intensiver, kluger und atmosphärisch dichter Roman, der nicht nur Fans von Die Spiegelreisende begeistern wird. Christelle Dabos beweist erneut, dass sie zu den originellsten Stimmen der Fantasy, und Dystopie-Literatur gehört. Ein absolutes Highlight und ein Muss für alle, die vielschichtige Welten und tiefgründige Figuren lieben.

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Das Wir über dem Ich

Was ist wichtiger für die Gesellschaft? Das Individuum oder eine homogene Gesellschaft in der alle für alle da sind., es aber keine Selbstbestimmung gibt?

Dieser Frage möchte sich das Buch annähern. Wir besuchen eine Welt, in der das Kollektiv über allem steht und Individualität verboten ist. Hier beginnen die beiden Protagonisten Claire und Goliath zu hinterfragen, was richtig ist. Während Goliath versucht, durch eine gute Tat Tugendhafter zu werden, ermittelt Claire heimlich im Fall eines verschwundenen Schülers, den sonst niemand bemerkt. Gemeinsam stoßen sie auf eine gefährliche Verschwörung, die das ganze System infrage stellt. Dabei gerät Claire selbst ins Visier und riskiert ihr Leben für die Wahrheit.

Ich hatte etwas Schwierigkeiten in die Welt einzusteigen, doch als ich mich eingefunden habe, hatte ich eine ganz tolle Leseerfahrung. Man beginnt sich selbst so manche Fragen zu stellen und Dinge zu hinterfragen. Wie hätte man selbst gehandelt? Wie kann man nur nach einem gegebenem Instinkt handeln und sich nicht selbst für oder gegen eine Hilfe entscheiden? Ist es Fluch oder Segen?

Die Protagonisten fand ich gut und glaubwürdig dargestellt. Sicher gibt es so manche Handlung, die überzogen ist, aber das macht die Geschichte am Ende ja wieder aus.

Für mich war es ein richtig gutes Buch, dass definitiv zum nachdenken anregt.

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Eine Welt in der das Wir über allem steht. Jeder Mensch besitzt einen Instinkt, der dem Gemeinwohl dient. Individualität existiert nicht, oder?
Goliath bleiben nur noch wenige Wochen, um noch ein weiteres Leben zu retten und ein „Tugendhafter“ zu werden, als eine Bekannte ihn auf das seltsame Verschwinden von mehreren Schülern hinweist. Seine Suche führt ihn zu Claire, einer „Vertrauten“ die gerade ihren Abschluss macht. Seite an Seite begeben sie sich auf eine Suche nach der Wahrheit, die ein viel größeres Geheimnis offenbart, das ihre Welt ins Wanken bringt.
Doch auch Claire verbirgt etwas und setzt damit nicht nur ihr eigenes Leben aufs Spiel...


Ich war selten so gespannt auf eine Geschichte. Seit der „Spiegelreisenden“ gehört Christelle Dabos zu den Autor* innen, deren Bücher ich sofort lesen will und dieses Buch hat meine Meinung nur bestärkt. Ein Jahreshighlight, das mich so fasziniert hat wie schon lange keine andere Geschichte mehr.
Schon im ersten Moment war ich wie gefangen. Egal ob ich das Buch zuschlug, meine Gedanken kreisten unaufhörlich um diese Geschichte. Zuerst lag das natürlich an der fantastischen Erzählweise. Außergewöhnlich, verschachtelt, bildreich und gleichzeitig mit einer Komplexität und Tiefe, die mein Gehirn zerfraß. Viele Perspektiven und wichtige Nebenhandlungen fordern zwar ein aufmerksames Lesen aber wieweit der Leser tatsächlich in die Geschichte einsteigen möchte bleibt ihm überlassen.
Der Autorin ist eine wunderbare Mischung aus spannender Dystopie gelungen, die man einfach nur inhaliert und einem Thema, das Kopfzerbrechen bereitet. Wer bin ich und was macht mich aus. Eine tiefere Ebene, die fesselt, die mich immer wieder alles hinterfragen ließ, das mich zwischen Realität und Wahnsinn gefangen hielt.
Doch auch die Lebendigkeit und Komplexität der Charaktere war fesselnd. Claire und auch Goliath sind unfassbar nahbar, es fiel leicht sich in sie hineinzuversetzen und dadurch ging mir ihre Geschichte unter die Haut. Egal wie außergewöhnlich, Irre oder menschlich sie waren, jeder der Charaktere und besonders die Beziehungen zwischen ihnen verursachte mir Gänsehaut weil es so real wirkte.
Ich bin in dieser Geschichte verschwunden, habe mich aufgelöst und verloren. Auch wenn ich die Einordnung zum Jugendbuch verstehe, ist diese Geschichte für mich soviel mehr als das. Eine Dystopie, die mit dem eigenen Verstand spielt und mehr bietet als eine spannende, scheinbar heile Welt mit fantastischen Charakteren. Ich kann sie jedem nur ans Herz legen, der eine außergewöhnliche Dystopie lesen will deren Welt dich mit Haut und Haar verschlingt.

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Absolut grandios, weil es so ungewöhnlich ist! Ich habe die Spiegelreisende-Reihe schon geliebt und war so gespannt auf das neue Buch der Autorin. Die Grundidee ist 1. etwas neues, 2. genial und 3. auch etwas verwirrend hier und da. Man muss sich auf jeden Fall auf den Schreibstil einlassen und darauf, dass man nicht von Anfang an alles verstehen soll. Mich hat das Buch absolut überzeugt – vor allem als die Storyline, von der ich gedacht habe, dass sie die ganze Geschichte ist, auf einmal nur der Aufhängerplot war. Die Autorin hat es fantastisch hinbekommen, mich rätseln zu lassen und die einzelnen Facetten der Geschichte Stück für Stück zu verweben, dass am Ende eine sehr nachvollziehbare, große Geschichte rausgekommen ist. Einzig das Ende war mir ein wenig zu unverständlich, wo Claire bestimmte Leute irgendwie befreit, obwohl sie ja eigentlich keinen Instinkt hat, aber in einen Modus kommen kann. Da hat mir ein bisschen Erklärung gefehlt. Aber ich würde auch nicht ausschließen, dass die Erklärung irgendwo im Buch versteckt ist.

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Christelle Dabos entwirft in ihrem neuen Roman Die Spur der Vertrauten eine düstere Dystopie, in der das Wir über allem steht und das Ich keinen Platz hat. Individualität und Persönlichkeit sind ausgelöscht, stattdessen herrschen Konformität, Überwachung und ständiger Gruppendruck.

Die Handlung setzt bei den beiden Protagonisten an: Claire, Schülerin der Schule der Vertrauten, und Goliath, der kurz davorsteht, ein Tugendhafter zu werden. Gemeinsam beginnen sie, dem Verschwinden eines Mitschülers nachzugehen – eine Suche, die schnell zu einem gefährlichen Spiel wird und tief in die Strukturen dieser gleichgeschalteten Gesellschaft führt.

Dabos greift dabei große Themen auf: die Unterdrückung des Individuums, den Verzicht auf Persönlichkeit zugunsten der Gemeinschaft, die Macht der Überwachungssysteme und die philosophische Frage, wieviel Menschsein ohne „Ich“ überhaupt möglich ist. Diese Ideen verleihen der Geschichte eine nachdenkliche und leicht mysteriöse Atmosphäre.

Allerdings kommt der Roman nur langsam in Fahrt. Auf über 640 Seiten entfaltet sich eine komplexe, detailreiche Welt, doch gerade zu Beginn fehlte mir das gewisse Etwas – Spannung und Sogkraft bleiben zunächst zurückhaltend. Im weiteren Verlauf steigert sich die Handlung, und wer sich auf die Länge einlässt, wird mit einer sorgfältig durchdachten Dystopie belohnt.

Stilistisch und thematisch weist Die Spur der Vertrauten viele typische Merkmale des Genres auf, was für Fans vertraut und angenehm sein dürfte, zugleich aber wenig Überraschungen bietet. Für mich war es kein literarisches Highlight, sondern eher ein solider Roman, der durch seine Themen und seine philosophische Tiefe punktet, ohne wirklich zu glänzen.

Alles in allem , ein interessantes, nachdenkliches Buch mit wichtigen Fragen zu Identität, Gemeinschaft und Kontrolle. Für Liebhaber dystopischer Welten lohnend, wenn man Durchhaltevermögen mitbringt – aber nicht unbedingt ein Werk, das lange nachhallt.

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Inhalt: In einer Welt, in der das Wir über allem steht und jeder Mensch über einen angeborenen Instinkt verfügt, verschwinden plötzlich Schüler – und niemand scheint es zu bemerken. Nur Claire, eine Vertraute, und Goliath, ein Schützer, beginnen dem Geheimnis nachzugehen – wenn auch aus völlig unterschiedlichen Motiven.
Doch hinter dem Verschwinden steckt etwas weitaus Größeres, das die gesamte Weltordnung erschüttern könnte.

Meinung: In dieser Dystopie zählt das Kollektiv mehr als das Individuum – und Individualität existiert kaum noch. Jeder Mensch trägt einen Instinkt in sich, der dem Allgemeinwohl dient – und der sie zwingt, diesem Zweck zu folgen, selbst gegen ihren eigenen Willen.
Goliath ist ein junger Schützer, dem nur noch ein erfolgreicher Einsatz fehlt, um zum Tugendhaften aufzusteigen, ein Rang, der mit einer glänzenden Karriere verbunden ist. Als er von den verschwundenen Schülern erfährt, sieht er in ihrer möglichen Rettung seine letzte Chance.
Im Laufe der Geschichte verändert sich Goliath stark: Vom ehrgeizigen, oft herablassenden jungen Mann entwickelt er sich zu einem echten Freund, der beginnt, hinter die Fassade der Welt zu blicken.
Claire ist eine Vertraute, die stets im Hintergrund bleibt. Sie hütet ein großes Geheimnis, das niemand erfahren darf – und lässt deshalb niemanden an sich heran. Klug, mitfühlend und entschlossen, will sie unbedingt herausfinden, was hinter dem Verschwinden steckt. Als sich ihr eine Gelegenheit bietet, schließt sie sich mit Goliath zusammen.
Die Geschichte ist voller Wendungen und Überraschungen. Die verschwundenen Schüler sind nur der Anfang – bald zeigt sich, dass sie lediglich die Spitze des Eisbergs sind. Hinter allem verbirgt sich ein viel größeres, gefährliches Geheimnis.
Es entsteht eine komplexe Dystopie mit vielen unterschiedlichen Figuren und vielschichtigen Beziehungen.
Besonders faszinierend fand ich das Konzept der Instinkte: Manche schützen, manche öffnen Türen, andere sorgen für das leibliche Wohl. Das Wohl der Allgemeinheit steht stets im Vordergrund – und wer seinen Instinkt nicht ausübt, altert in Rekordzeit. Die Instinkte wirken wie ein innerer Zwang – sie lassen sich nicht unterdrücken. Eine Vertraute muss zum Beispiel zuhören, sobald jemand zu sprechen beginnt – ob sie will oder nicht.
Das Buch ist gut geschrieben und voller unerwarteter Entwicklungen. Lediglich der häufige und schnelle Wechsel der Perspektiven zwischen den einzelnen Figuren hat es mir stellenweise schwer gemacht, der Handlung zu folgen.

Fazit: Eine originelle, vielschichtige Dystopie mit spannenden Ideen und Charakteren – sie hat mir sehr gut gefallen.

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"Die Spur der Vertrauten" war mein erstes Buch von Christelle Dabos und es wird nicht mein letztes gewesen sein. Der Schreibstil der Autorin ist einzigartig und der ein oder andere muss sich vielleicht erstmal dran gewöhnen, aber wenn man sich darauf einlässt, wird man nicht enttäuscht! Die Story ist für mich etwas recht Neues und Ungewöhnliches, was mich sehr gefreut hat. Die Entwicklung der Charaktere ist sehr gut gelungen, vor allem die Zerrissenheit, was richtig und was falsch bzw. was normal und was "unnormal" in der entworfenen Welt ist. Was überrascht: Der Klappentext verrät gerade mal die Hälfte der Story und danach geht es erst richtig los, was die Spannung auffrischt.
Für Dystopie-Fans ein absolutes Muss! Würde ich jederzeit weiterempfehlen!

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Großartiger Einzelband, der sämtliche Genrekonventionen sprengt.
Stell dir vor, ein natürlicher Instinkt zwingt dich dazu, jemandem zuzuhören, sobald er den Mund aufmacht. Oder jemandem zu Hilfe zu eilen, sobald er in Gefahr gerät. Oder die Tür aufzumachen, wenn jemand eintreten möchte. Diese Instinkte dienen dem Gemeinwohl, dem WIR. Aber was, wenn der andere Mensch nicht mehr aufhört, zu reden? Wenn du beim Versuch, jemanden vor Gefahr zu schützen, selbst deine Arme verlierst? Wenn derjenige, der eintritt, dir Böses will? Wenn das Individuum von den Konsequenzen seines Instinkts verletzt wird? Wenn das WIR alles ist, wo bleiben dann ICH und DU?
Christelle Dabos beweist einmal mehr, weshalb sie eine der meisterhaftesten lebenden Fantasy-Schriftstellerinnen ist. Sie erfindet unfassbar geniale und komplexe Konzepte und Welten. Sie ist unschlagbar in Sachen Charakterentwicklung, sei es über vier Bände einer Saga verteilt oder auf 600 Seiten eines Einzelbandes. Sie schreibt mitreißende spannende Handlungen, bei denen man miträtseln kann und doch niemals darauf kommt, wie es tatsächlich enden wird. Und das alles mit einem literarisch anspruchsvollen Schreibstil, der trotzdem flüssig zu lesen ist. Chapeau!

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Ich bin davon ausgegangen, dass das Buch mir gefallen würde, habe aber zugegebenermaßen mit einem sehr viel anderen Buch gerechnet. Irgendwie mit mehr Klischees und Tropes, aber von denen gab es dann gefühlt keine. Oder nur sehr wenige. Oder sie wurden einfach anders umgesetzt, als erwartet?

Angefangen damit, dass unsere erste Perspektive dann gar nicht die Hauptfigur ist, und wir auch gar nicht nur eine Hauptfigur bekommen, aber dann auch irgendwie schon, und all diese verschiedenen Perspektiven, die in dieser Welt alle so viel Sinn ergeben haben, dass ich tatsächlich auch jede davon mochte und mir sogar die "Bösewichte" ans Herz gewachsen sind, weil wie sollte es in dieser Welt anders sein (Ich liebe sie alle), und ein wenig fehlen mir auch einfach die Worte.

Claire fand ich eine fantastische Hauptfigur, die in Kombination mit Goliath einfach so viel Sinn ergeben hat, und wie die beiden miteinander umgegangen sind, hat mich das gesamte Buch über richtig zufrieden zurückgelassen. An keiner Stelle kam mir irgendwas überstürzt vor, oder zu langsam, und ich bin einfach total gerne in diese von Instinkten getriebene Welt eingetaucht, die auch mit einem oberflächlich so "simpel" erscheinenden Konzept so viele Tiefen und Wendungen hatte, die ich alle gar nicht habe kommen sehen.

Und ich bin unglaublich froh, dass es sich um ein Buch handelt, weil so hat man gleich die ganze Geschichte, gleichzeitig hätte es sich aber auch als Dilogie einfach richtig gut angeboten, weil genau genommen sind es ja doch irgendwie zwei Geschichten, was die beiden Teile des Buches angeht. Sogar so sehr, dass ich richtig überrascht war wie sehr der erste Teil abgeschlossen war, als ich zu Teil 2 des Buches kam.

Inhaltlich fällt es mir aktuell tatsächlich recht schwer, genau was zur Geschichte zu sagen, außer dass sie düster ist, und trotzdem Hoffnungsvoll, und wie sich alles entwickelt hat für mich mit den Figuren einfach Sinn ergeben. Es gibt wirklich keine Stelle, bei der ich gerade das Gefühl habe, dass das so aber nicht gepasst hat.

Ich liebe die Geschichte, ich liebe die Figuren, ich liebe den Schreibstil, und ja, ich liebe auch Claire, denn wie auch nicht.

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Ein Buch. das ich einfach nicht aus der Hand legen konnte! Spannend, tiefgründig und jede Seite wert.
DIe Diktatur des "Wir" bestimmt den Alltag jedes Bürgers. Eigene Entscheidungen oder gar Anklänge von Induvidualismus gelten als ketzerisch. Dass Claire und Goliath dem mysteriösen Verschwinden mehrerer Jugendlicher nachgehen, ist schon fast ein Sakrileg. Dass dabei die gesamten Säulen der Diktatur erschüttert werden - eigentlich undenkbar...

Kein Buch, das man kurz nebenbei lesen kann - die Figuren begleiten einen noch lange und die Fragen "Was...Wenn...?" sind gerade im derzeitigen politischen Klima unglaublich wichtig. Ein dickes Dankeschön an die Autorin für dieses tolle Buch!

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Fulminantes Dystopie-Sci-Fi-Spektakel der etwas anderen Art! Ich kann nicht sagen, wann ich zuletzt Charaktere oder ein World-Building gesehen hatte, die so einzigartig waren, wie die dieses Buches!! Zugegeben, man braucht eine kleine Weile, um sich in der Welt zurechtzufinden, oder sich gegenüber der Charaktere zu erwärmen, aber was man auf diesen knapp 650 Seiten erlebt, hat man garantiert so noch nirgends zuvor gelesen. Die unterschiedlichen Sichtweisen steigern die Spannung in den richtigen Augenblicken und ermöglichen es den Lesenden so, die Komplexität der Charaktere wirklich zu begreifen, was absolut wichtig war, um die Story komplett genießen zu können. Außerordentlich gut geschrieben mit einer tollen Message, macht es dieses Buch zu einem außergewöhnlichen (und guten!!) Leseerlebnis!

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Die Spur der Vertrauten ist eines dieser Bücher, die langsam beginnen, aber dann mit jeder Seite mehr an Tiefe und Sog gewinnen. Es erinnert mich in seinem Grundton an 1984 – allerdings deutlich moderner gedacht und mit einem ganz eigenen Weltenbau, der sich originell und vielschichtig präsentiert.
Die Autorin hat ein beeindruckendes Gespür dafür, neue Strukturen, gesellschaftliche Dynamiken und Machtverhältnisse zu entwerfen, die nicht nur faszinieren, sondern auch zum Nachdenken anregen. Nichts wirkt beliebig – jedes Detail scheint Teil eines größeren Puzzles zu sein, dessen Bild sich erst spät, aber umso wirkungsvoller zusammensetzt.
Besonders hervorheben möchte ich die Protagonisten: Sie sind unbequem, unkonventionell, oft schwer greifbar – und gerade deshalb so liebenswert. Ihre Widersprüche machen sie real, ihre Entwicklung nachvollziehbar. Man leidet mit ihnen, fiebert mit, hofft auf ein gutes Ende – und weiß doch nie, ob es das in einer solchen Welt geben kann.
Trotz des Umfangs habe ich das Buch fast durchgehend verschlungen. Es ist in sich abgeschlossen, was ich als sehr angenehm empfand – gerade in einer Zeit, in der viele Geschichten über mehrere Bände gestreckt werden. Wer dystopische Romane liebt, die nicht dem Mainstream folgen, sondern neue Wege gehen, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben.

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Nachdem ich die anderen Bücher der Autorin bereits gelesen hatte, war ich gespannt auf das neue Buch.
Wieder ist ihr etwas sehr gutes und spezielles eingefallen und zu Papier gebracht. Ich kann es sehr empfehlen.

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“Die Spur der Vertrauten” ist ein Einzelband von Christelle Dabos. In dieser phantastischen Dystopie entführt die Autorin ihre Leser:innen in eine Welt, in der die individuellen Instinkte der Menschen Imperativ sind und das Wir über allem steht. Claire, eine Vertraute, und Goliath, ein Schützer, sind durch ihre Instinkte nicht prädestiniert, aufeinander zu treffen. Doch beide sind auf die Spur der Unauffindbaren gestossen. Und ihr gemeinsames Abenteuer setzt Dinge in Gang, die weit über ihr Vorstellungsvermögen hinaus gehen.

Mit den imperativen Instinkten und dem übergeordneten Wir hat Dabos eine explosive Prämisse und daraus eine faszinierende Welt erschaffen. Allmählich und durch die Augen ihrer Figuren tauchen die Leser:innen in diese vertraute und zugleich fremde Welt ein, immer ganz nah an den Menschen dran und mittendrin. Die Figuren selbst sind unkonventionell, sowohl überzeichnet als auch realistisch mehrdimensional, originell anders und eben doch nahbar, in ihrer Perspektive und in ihren Mustern gefangen und kämpfen doch darum, über den Tellerrand hinaus zu schauen - frustrierend wie befriedigend lebendig.

Auch die Plotstruktur ist bemerkenswert unkonventionell. Die erste Hälfte rast fast atemlos auf einen Höhepunkt zu, dessen Auflösung der Geschichte in der zweiten Hälfte eine unerwartete neue Richtung gibt. Ja, der Plot ist ziemlich exzentrisch, vielleicht sogar bizarr, bleibt aber in sich logisch, wenn man die Prämisse akzeptiert hat. Und die Auflösung ist revolutionär und doch ganz sanft.

Erzählt wird das alles von mehreren Ich-Erzählern. Hauptsächlich sind es Goliath und Claire, durch dessen Augen die Leser:innen mitfiebern. Aber auch hier weicht Dabos von der Norm ab und gibt Einblicke in die Köpfe und Wahrnehmungen mehrerer Nebenfiguren.

“Die Spur der Vertrauten” bricht auf originelle Weise mit Konventionen und Mainstream des dystopischen Genres, trumpft mit liebevoll skurrilen Figuren und schwindelerregender Spannung. Für mich hat dieses Buch das Potenzial zum Jahreshighlight.

Ich bedanke mich beim Rotfuchs Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt natürlich und wie immer trotzdem meine eigene.

5 stars
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