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Buchcover für Was unvergessen bleibt

Was unvergessen bleibt

Erzählungen

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Erscheinungstermin 21.04.2023 | Archivierungsdatum 15.09.2025


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Zum Inhalt

Josef wurde ein Hirntumor entfernt. In einem Gedächtnistest soll er sich nun rückblickend an möglichst viele Ereignisse in seinem Leben erinnern, was gar nicht so leicht ist. Denn will er sich überhaupt an all das erinnern, was er bisher mühsam verdrängt hat? An den Vater mit seinen Spruchweisheiten und seiner Strenge, an Hermann, den mutigen und selbstbestimmten Bruder, der nun schon zehn Jahre tot ist. Oder an die Mutter, die eigentlich Sängerin hatte werden wollen und nur heimlich auf dem Klavier spielte, wenn ihr Mann nicht zu Hause war. Oder an Constanze, eine Erinnerung, die auch nach vielen Jahren noch schmerzt. Reinhard Kuhnert folgt in seiner Erzählung „Was unvergessen bleibt“ Josefs Lebenserinnerungen. Zwei weitere Erzählungen führen zu einer seltsamen Beerdigung in einem kleinen Dorf in Mecklenburg („Nach alter Tradititon“) und zu einem Familienbesuch in Weimar („Ein jeder treibt das Seine“). Und in „Der Unsterbliche“ wird von einem wundersamen Geschehen in der westirischen Provinz Connemara erzählt: Fergus Monahan ist tot. Oder doch nicht? Seine Frau Maeve jedenfalls ist fest davon überzeugt, dass er sich allerbester Gesundheit erfreut.

Josef wurde ein Hirntumor entfernt. In einem Gedächtnistest soll er sich nun rückblickend an möglichst viele Ereignisse in seinem Leben erinnern, was gar nicht so leicht ist. Denn will er sich...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783947857197
PREIS 22,00 € (EUR)
SEITEN 160

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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In vier längeren Kurzgeschichten entführt uns der Autor in die Vergangenheit. Vor dem Hintergrund, was zählt ein Leben, widmet er sich hier dem Verlust, dem Tod und der Einsamkeit. Das mag im ersten Moment niederschmetternd klingen, doch ist dem nur bedingt so.
In der ersten Geschichte muss ein Mann seinen Hirntumor entfernen lassen und danach versuchen, sich an sein Leben zu erinnern. Die Flucht aus der DDR, der Verlust seines Bruders, Vaters und der seiner Mutter. Die erste enttäuschte Liebe, vieles, was verloren schien, treibt wieder an die Oberfläche und lässt ihn an die alten Zeiten denken.
Die zweite Geschichte beginnt mit einer Beerdigung. Nur zwei Menschen sind in das Dorf zurückgekehrt und nehmen Abschied. Was hatte der Mann falsch gemacht, dass sein Tod so wenige Menschen zu berühren scheint. Alles begann mit einer Karnevalsveranstaltung.
Die Fahrt nach Weimar läutet die dritte Geschichte ein. Bettina ist nicht begeistert, dass sie ihrem Bruder bei einem Gespräch mit der Mutter unter die Arme greifen soll. Tina war immer die Böse, die in den Westen gegangen ist und die Familie im Stich gelassen hat.
Für die vierte Geschichte geht es auf eine Insel, genauer gesagt, nach Irland. Eine Frau war unterwegs und als sie zurückkehrt, heißt es, ihr Mann sei verstorben. Doch Barde und Draufgänger, der er war, glaubt sie an eine Verwechslung.
So unterschiedlich die Erzählungen auf den ersten Blick sein mögen, alle handeln von den Beziehungen zwischen den Menschen und was im Leben wirklich zählt.
Ist eine Meinungsverschiedenheit so wesentlich, dass man den Kontakt abbricht?
Hat ein Mensch Schuld auf sich geladen, wenn er versucht seine Familie zu beschützen?
Was bleibt von uns, wenn wir unsere Erinnerungen verlieren?
Diese vermeintlich großen Fragen werden in schöne Erzählungen gepackt und zeigen, wie wir miteinander umgehen und wie wir es stattdessen lieber sollten.

4,5 von 5 Grenzgängern

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Dieses Buch hat mich tief berührt. Was unvergessen bleibt versammelt fünf Erzählungen, die sich alle um das Erinnern und Vergessen drehen – und das auf eine Weise, die leise, aber eindringlich ist. Reinhard Kuhnert schreibt nicht laut, sondern mit einer stillen Intensität, die lange nachhallt.

Die erste Geschichte begleitet Josef, dem nach einer Hirntumoroperation ein Gedächtnistest bevorsteht. Was wie eine medizinische Routine beginnt, wird schnell zu einer Reise in die Vergangenheit – zu verdrängten Familienkonflikten, verlorenen Träumen und einer Liebe, die nie ganz verblasst ist. Kuhnert gelingt es, Erinnerungen nicht nur als Rückblick, sondern als lebendige, oft schmerzhafte Gegenwart zu zeigen.

Die weiteren Erzählungen führen uns zu einer seltsamen Beerdigung in Mecklenburg, zu einem Familienbesuch in Weimar und in die westirische Provinz Connemara, wo ein Mann möglicherweise tot ist – oder eben nicht. Jede Geschichte hat ihren eigenen Ton, ihre eigene Atmosphäre, aber alle sind durchzogen von einem feinen Gespür für menschliche Verletzlichkeit.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist Kuhnerts Fähigkeit, Figuren mit wenigen Worten greifbar zu machen. Seine Sprache ist klar, manchmal fast spröde, aber voller Subtext. Man spürt, dass hier jemand schreibt, der das Leben kennt – mit all seinen Brüchen, Sehnsüchten und Widersprüchen.

Auch die Gestaltung des Buches verdient Lob: Der Mirabilis Verlag hat mit dem Hardcover, Schutzumschlag und Fadenheftung ein hochwertiges literarisches Produkt geschaffen, das dem Inhalt gerecht wird.

Fazit: Ein stilles, aber kraftvolles Buch über das, was bleibt – und das, was wir lieber vergessen würden. Für Leser*innen, die literarische Tiefe und emotionale Wahrhaftigkeit suchen.

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