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Lovely Rita
Roman
von Frank Goosen
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Erscheinungstermin 12.02.2026 | Archivierungsdatum 31.08.2026
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Zum Inhalt
Drei Schicksale, ein Tresen, hundert Geschichten
In Frank Goosens neuem Roman reisen wir durch die Lebensgeschichten von drei unkonventionellen Frauen und kehren dabei immer wieder an den Kneipentresen zurück, an dem sich die Schicksale kreuzen. Gewohnt urkomisch beschreibt der Autor ein langsam verschwindendes Biotop und erzählt voller Wärme eine große Geschichte.
Die legendäre Kneipe Haus Himmelreich, eine der letzten ihrer Art im ganzen Ruhrgebiet, soll schließen – ein Jammer! Das nimmt der Erzähler zum Anlass, die finalen Stunden in der Kneipe zu verbringen: Bei seiner Recherche für einen Artikel begegnet er vielen skurrilen Stammgästen, die so einiges zu erzählen haben.
Aber der wahre Geist der Kneipe ist die Wirtin Rita Urbaniak, die den ganzen Abend über gar nicht persönlich auftaucht und doch gehörig von sich reden macht: Sie betreibt das Haus Himmelreich schon seit den 1970ern, auch wenn sie eigentlich mal was ganz anderes machen wollte. Außerdem hat sie die Tochter ihrer Schwester Chris, die sich irgendwann in die weite Welt verabschiedet hat, aufgezogen. Aber wo bleibt Rita überhaupt? Sie darf doch das Finale nicht verpassen!
Drei Schicksale, ein Tresen, hundert Geschichten
In Frank Goosens neuem Roman reisen wir durch die Lebensgeschichten von drei unkonventionellen Frauen und kehren dabei immer wieder an den...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783462011753 |
| PREIS | 23,00 € (EUR) |
| SEITEN | 256 |
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Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Claudia F, Beschäftigte*r in der Buchbranche
In ‚Lovely Rita‘ begegnen wir drei starken Frauen, deren Schicksale sich am Tresen der Kneipe Haus Himmelreich begegnen. Auf seine amüsante Erzählweise beschreibt er das seinem Ende zugehenden Biotops und wundervollee Geschichten drum herum. Unbedingt lesen, tolle Lektüre
Ruben S, Buchhändler*in
Man könnte Frank Goosen vorwerfen, dass er seine große Musik-Leidenschaft mit Teilen seiner Biographie kreuzt und daraus einen Roman macht. Aber warum sollte man das tun? Goosen hat seine eigene Erzählweise, seinen Sound, seinen Witz und das möchte ich von ihm haben und lesen. Manchmal ist das Klischee etwas zu dick und deswegen gibt es leichte Abzüge, aber ansonsten ist "Lovely Rita" ein Goosen wie er sein soll.
EIGENTLICH handelt "Lovely Rita" ja von den letzten beiden Öffnungstagen einer so richtig alten „Kneipe“… in den 70ern mal von Udo Jürgens besungen und nostalgisch verklärt, getreu der Textzeile „da wo das Leben noch lebenswert ist“. In Wahrheit aber das Buch noch so viel mehr: Zum Beispiel eine liebevolle Betrachtung des Menschentyps „Tresensitzer“. Gerne in Gruppen auftretend, sitzt er Abend um Abend in seiner Lieblingskneipe am Tresen, schwärmt heimlich für die Bedienung hinter der Theke, philosophiert über Gott und die Welt, konsumiert dabei das eine oder andere frisch gezapfte Bier und verzapft dabei gerne mal selbst Unsinn in mündlicher Form. Dann gibt es da noch die Frau Wirtin, die in diesem Fall Rita Urbaniak heißt, die die Kneipe in den 70ern per Erbschaft übernommen hat und eigentlich höchstens ein paar Monate selbst betreiben wollte … wobei daraus dann ein paar Jahrzehnte wurden und die endgültige Schließung dann doch aus Altersgründen notwendig wurde. Und es gibt den Ich-Erzähler, der – Journalist, Bochumer und Kneipengänger in Personalunion – den Auftrag bekommt, über diese nun endgültig schließende Kneipe einen Artikel zu schreiben. Investigativ begibt er sich also am vorletzten Tag ins „Haus Himmelreich“, um sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Nach der eingeforderten Thekenrunde geht es dann auch schon direkt los. Wir lernen „der Lange“, den Käpt’n und Willi Trommer kennen, die eigentlich mit der Theke verwachsen zu sein scheinen. Dieter ist ein ehemaliger Automatenaufsteller, längst in Rente. Gisela steht ebenfalls schon Jahrzehnte hinter der Theke und zapft mit Präzision und so schön, dass man von jeder Pilstulpe ein Bild schießen könnte. Es gibt Chris, die Schwester von Rita, die in den 70ern in die Freiheit aufbrechen wollte, dafür aber ihre Tochter bei Rita lassen musste. Es ist ein Mikrokosmos aus TYPEN, jeder für sich ein Unikat, jeder mit seiner Geschichte. Liebenswert in Szene gesetzt in einem Buch aus kurzen Kapiteln, die von Gott und der Welt handeln. Das ist auf jeder Seite wunderbar leicht, manchmal kitschig, aber nie langweilig. Es ist eine Betrachtung von dem was war und dem wie es heute ist. Die Zeiten ändern sich, wir werden alle älter und die Distanz auf die wir zurückblicken können, jeden Tag länger. Selten ist diese Betrachtung so schön wie in diesem Buch. Ich wurde mal wieder außergewöhnlich gut unterhalten und vergebe sehr gerne die vollen fünf von fünf Punkte.
Buchhändler*in 516281
Frank Goosen gelingt es erneut, eine Geschichte zu erzählen, die sowohl lustig als auch nachdenklich-melancholisch ist. Die Ruhrgebietskneipe von Rita "Haus Himmelreich" soll schließen. Die Stammgäste kommen zusammen und geben am Tresen Geschichten zum Besten. Rita, die Wirtin, hatte die Kneipe in den 70ern vom Onkel übernommen. Was als Übergang gedacht war, wurde zur Institution.
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