Die Frau der Stunde
Roman | Eine Frau greift nach der Macht, die Männerwelt steht Kopf. „Fundiert, unterhaltsam, mitreißend – absolute Leseempfehlung!“ Miriam Hollstein/Stern
von Heike Specht
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Erscheinungstermin 01.10.2025 | Archivierungsdatum 07.01.2026
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Zum Inhalt
Mit ihrer eingeschworenen Frauen-Clique, einigen Gin Tonics und noch mehr Zigaretten manövriert sich die Politikerin Catharina Cornelius im Bonn der späten 70er hinreißend klug durch den Sumpf der Altherren-Elite. Als die Liberale aber völlig überraschend zur Außenministerin und Vizekanzlerin wird, reiben sich überrumpelte Kollegen in höchsten Regierungskreisen fassungslos die Augen. Die konservative Opposition überschlägt sich mit hämischen Kommentaren. Die Herren Journalisten lächeln süffisant und spitzen die Feder. Frauen und Männer im ganzen Land blicken erstaunt auf die zierliche Frau mit den extravaganten Halstüchern, die langen Haare stets zu einem eleganten Chignon zusammengesteckt.
Schon bald fordern dramatische Umwälzungen neue Antworten. Von Bonn bis Teheran steht die Außenministerin im Sturm von Ereignissen, die so viel größer sind als sie selbst und sie muss erkennen, dass es immer einen Preis hat, sich die Freiheit zu nehmen.
Mit ihrer eingeschworenen Frauen-Clique, einigen Gin Tonics und noch mehr Zigaretten manövriert sich die Politikerin Catharina Cornelius im Bonn der späten 70er hinreißend klug durch den Sumpf der...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783426565131 |
| PREIS | 22,00 € (EUR) |
| SEITEN | 352 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Marcel R, Beschäftigte*r in der Buchbranche
Die Frau der Stunde von Heike Specht ist ein lebendig erzählter politischer Roman, der das Bonn der späten 70er eindrucksvoll einfängt. Besonders gefallen hat mir die atmosphärische Darstellung der politischen Hinterzimmer, der realitätsnahe Blick auf Machtstrukturen und die glaubwürdige Entwicklung der Protagonistin Catharina Cornelius.
Larissa G, Buchhändler*in
In ‘Die Frau der Stunde‘ stellt Heike Specht Frauen in den Mittelpunkt, die sich Ende der 70er Jahre mutig der Männerdominanz in den Bonner Regierungskreisen in den Weg stellen und ihre Stärke beweisen. Es ist eine Fiktion, die sich an geschichtliche Ereignisse anlehnt und diese zum Leben erweckt. Geschickt eingesetzte Dialoge machen deutlich in welchem Umfeld sich die Protagonistin Catharina Cornelius als Außenministerin und Vizekanzlerin gegenüber der patriarchalisch geprägten Gesellschaftsordnung befindet und wieviel Durchsetzungsvermögen und mentale Kraft sie aufbringen muss, um sich in ihrer Position zu behaupten.
Auch ihre beiden Freundinnen die Journalistin Suzanne und die Filmemacherin Azadeh kämpfen aktiv für eine nachhaltige Veränderung des vorherrschenden Frauenbildes, nicht nur in Deutschland, sondern auch im Iran.
Die Geschichte verfolgt eine Zeitreise in den feministischen Kampf um Gleichstellung der Geschlechter und zeigt uns, dass der Kampf noch nicht ausgefochten ist. Der Roman ist vielschichtig, atmosphärisch, sozialkritisch und lebendig aufgebaut. Die Figuren sind fassbar und die Handlungen nachvollziehbar.
Heike Specht erzählt in “Die Frau der Stunde” eine fiktive Geschichte über starke Frauenfiguren in der Politik vor historischen Fakten. Sie zeigt die Intrigen und Hinterhältigkeiten zwischen den mehr oder weniger mächtigen Männern, die sich zwar spinnefeind sind. Aber dennoch gemeinsam daran arbeiten, den Frauen den Weg “nach oben” durch allerlei Fallen und Hürden zu verbauen. Zugleich schildert die Autorin, wie Frauen dennoch zusammenhalten und Netzwerke bilden, um in diesem schwierigen Umfeld zu bestehen – in der Welt am Ende der 1970er Jahre, als der Kalte Krieg noch nicht zu Ende war und eine altbacken-verknöcherte politische Elite von einer Kleinstadt namens Bonn aus das Land regierte. “Die Frau der Stunde” von Heike Specht basiert auf Tatsachen, die ihre kämpferischen Frauenfiguren vor so manche Probe stellen.
Nicola P, Buchhändler*in
"Die Frau der Stunde" ist eine fesselnde Geschichte, die uns in die späten siebziger Jahre zurückversetzt. Vor den realen Kulissen des kalten Krieges und der Revolution im Iran, versucht eine fiktive Außenministerin ihre fragile Karriere in solide Bahnen zu lenken. Der Zusammenhalt der wenigen Frauen in den Spitzen der Parteien wirkt märchenhaft und das meine ich sehr positiv. Es liest sich toll und es würde mich freuen, wenn es tatsächlich so gewesen wäre. Die historischen Details im Roman sind faszinierend, in vielen Figuren glaubt man historische Vorbilder zu erkennen, was mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht hat.
Das einzige Stilmittel, das mich etwas gestört hat, war die häufige Verwendung recht moderner Begriffe, die ich im historischen Kontext etwas irritierend fand. Das tat der Erzählung aber keinen Abbruch.
Buchhändler*in 1888512
Absolute Leseempfehlung!!! Diese Geschichte könnte sich heute immer noch genauso abspielen. Ich war richtig enttäuscht das wir gesellschaftlich noch nicht viel weiter sind und Frauen in Spitzenpositionen immer noch anderes bewertet werden.
Und gerade die weltpolitische Lage scheint sich auf unheimliche Weise immer wieder zu wiederholen.
Claudia E, Rezensent*in
War mir schnell klar, dass ich "Die Frau der Stunde" lesen wollte. Es erinnerte mich im besten Sinne an den Film "Die Unbeugsamen", in welchem auch die Anfänge der Frauen in hohen politischen Ämtern beschrieben werden. Die Autorin, Heike Specht, wählt zwar für den Roman eine fiktive Politikerin aber sie verwebt deren Geschichte in den 1970er Jahren mit tatsächlichen innen- und außenpolitischen Ereignissen.
Catharina Cornelius ist also die fiktive Frau vor einer Angela Merkel. Sie wird für viele überraschend Außenministerin und Vizekanzlerin und muss nicht nur Krisensituationen im Job meistern sondern auch ihr Privatleben in neue Bahnen bringen. Es geht nicht unbedingt um weibliche Politik sondern ganz allgemein um Frauen in Führungspersonen und Männern aber manchmal auch Frauen, die sich schwer damit tun.
Das Buch hat einen wunderbar unterhaltsamen Erzählstil und besticht durch kluge Dialoge. Mein erstes Buch der Autorin. Ich bin sehr angetan.
Ein rasanter Roman über eine Frau, die Ende der 70er Jahre die Macht ergreift und Außenministerin in Deutschland wird. Dort hat sie nicht nur mit den politischen Geschehnissen, sondern auch mit vielen eifersüchtigen Männern zu tun. Ein schönes Buch mit Einsichten in den Politikbetrieb und den leider immer noch heftigen Anfeindungen von Frauen in der Politik. Sehr empfehlenswert.
Buchhändler*in 1611022
„Die Frau der Stunde“ ist kein trockenes politisches Lehrstück, sondern ein Roman, der trotz Fiktion sehr nah an historisch realen Kräften wirkt. Es ist ein Buch über erste Durchbrüche, über den Preis, den man zahlt, wenn man sich gegen Konventionen stellt, und über Freundinnen, die sowohl Rückhalt als auch Spiegel sind. Ich finde, Specht hat das Gedankenexperiment überzeugend umgesetzt: Man sieht nicht nur, wie schwierig der Aufstieg ist, sondern auch, wie sichtbar die unsichtbaren Widerstände sind – in Medien, im Privaten, im Machtgefüge. Wer dieses Buch liest, bekommt nicht nur Unterhaltung, sondern auch Anlass zum Nachdenken: über Gleichberechtigung, über Machtverhältnisse – und über wie weit wir gekommen sind bzw. wie weit nicht. Für mich ist „Die Frau der Stunde“ eine lohnenswerte Lektüre – besonders für alle, die sich für Frauen in der Politik interessieren oder gerne Geschichten mögen, die zwischen Geschichte und Fiktion changieren.
Rezensent*in 374889
Schon immer waren an den Schalthebeln der Macht die Männer. Für Frauen war und ist es schwer, in diese Männerdomäne einzudringen. Aber es gab sie, auch wenn sie belächelt wurden.
Die liberale Politikerin Catharina Cornelius ist eine solche Frau, die nicht daran denkt sich zu fügen. Ihr gelingt es im Bonn der späten 70er Außenministerin und Vizekanzlerin zu werden, was für Aufruhr sorgt. Aber dann gerät sie in einen Sturm von politischen Ereignissen, die ihr deutlich machen, dass Freiheit auch einen Preis hat.
Die Charaktere sind authentisch und vielschichtig dargestellt. Catharina Cornelius ist eine fiktive Figur, welche für viele Frauen in jener Zeit steht, die von den Männern nicht für voll genommen werden. Aber sie ist klug, weiß genau, was sie will, und umgibt sich mit Frauen, die sie unterstützen. Niemand hatte damit gerechnet, dass sie Außenministerin und Vizekanzlerin. Doch sie weiß sich durchzusetzen, auch wenn sie mit Hindernissen konfrontiert wird. Sie kann den Nachtspielen auf dem Bonner Parkett immer etwas entgegensetzen. Ich mochte diese sympathische und starke Frau, aber auch ihre Freundinnen.
Dieser Roman gewährt uns Einblick in die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Bonn und in die Umbrüche, die es damals gibt. Ich konnte mich gut in jene Zeit zurückversetzen.
Der Schreibstil der Autorin Heike Specht liest sich gut und flüssig. Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam. Meine Leseempfehlung!
Wir sind in den 1970iger Jahren. Der Außenminister der Bundesrepublik Deutschland stolpert über eine Affaire, wegen der ihn seine Frau verlässt.
Seinen Posten bekommt Catharina Cornelius und sie macht ihre Sache gut. Eine ihrer Freundinnen ist eine iranische Filmemacherin, die wegen der iranischen Revolution gegen den Schah zurückgeht und für die Rechte der iranischen Frauen kämpft.
Dieses Buch zeigt auf eindrucksvolle Weise parteipolitische Vorgehensweisen, Machtspiele, männlichen Chauvinismus und starke Frauen.
Heike Specht lässt eine vergangene Zeit wieder auferstehen.
Das Buch ist toll.. Es zeigt viel über die Abläufe der Bonner Republik. Es hat mich in meine Kinderzeit zurückgeworfen. Die iranische Revolution, den Beginn der "Grünen" als Ökopartei, das Erwachen der feministischen Bewegung.
Die männlichen Protagonisten können mit all diesen Ereignissen nur schwer umgehen.
Erschreckend ist, dass es so lange gedauert hat, bis Deutschland tatsächlich eine Außenministerin bekam.
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Theresia Graw
Belletristik, Historische Romane, Liebesromane