Die Nacht der alten Feuer

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Erscheinungstermin 13.09.2024 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

Ein warmer Augustabend in den finnischen Schären: Es ist die Nacht der alten Feuer, Elea und ihr Mann Otto haben ihre engsten Freundinnen und Freunde in ihr Ferienhaus eingeladen, um zusammen mit ihren Kindern das Ende des Sommers zu feiern. Sie wollen endlich wieder gemeinsam Zeit verbringen, schwimmen gehen und sich gegenseitig Meeresgeschichten erzählen. Elea hat aber noch einen anderen Grund, ihre liebsten Menschen an diesem Ort zu versammeln: Sie möchte eine wichtige Nachricht mit ihnen teilen, die den Lauf des Abends verändern wird. Im Schein des Lagerfeuers und im Halbdunkel der Sauna kommen weitere Geheimnisse ans Licht, die ihre Freundschaft und sämtliche Lebensentscheidungen infrage stellen werden.

Ein warmer Augustabend in den finnischen Schären: Es ist die Nacht der alten Feuer, Elea und ihr Mann Otto haben ihre engsten Freundinnen und Freunde in ihr Ferienhaus eingeladen, um zusammen mit...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783866487192
PREIS 26,00 € (EUR)
SEITEN 448

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Elea wird am Ende des Sommers mit ihren Freund:innen und den Kindern ein Lebensfeuerfest in ihrem Ferienhaus in den Turkuer Schären feiern, der Landschaft ihrer Kindheit. Wer hier ein Ferienhaus hat, wäscht seinen Babies die Füße mit Ostseewasser, damit ein guter Schärenbewohner aus ihnen wird. Elea ist Literaturwissenschaftlerin, der gemeinsame Freund Matias Kinderarzt. Sie werden das Fest mit Geschichten und literarischen Texten begehen, die sie sich gegenseitig vorlesen. Kurz nach der Corona-Pandemie, in der die gemeinsame Freundin Veera bei einem New York-Aufenthalt starb, wird mit den Feuern rund um die Ostsee das Ende der Isolation gefeiert. Veera hinterlässt in ihrer Beziehung zu Salma zwei Kinder, ihren Tod haben die Hinterbliebenen längst nicht verarbeitet. Auch Elea und Otto haben hat zwei Kinder; ihr Sohn Elliot befasst sich seit der Pandemie obsessiv mit Krankheiten und Risiken.

Kurz vor dem Treffen südlich von Turku hat Elea einen Anruf erhalten, der sie an den denkbar tiefsten Punkt ihres Lebens katapultiert und sie hart trifft, weil sie Mutter kleiner Kinder ist. Außer ihrer Enthüllung wird es in den Gesprächen um Männer- und Frauenrollen gehen, wie unterschiedlich die beiden Geschlechter mit Lasten anderer Menschen umgehen, die eigene Kindheit, um Fremdsein in einer dominant weißen Gesellschaft, Kinderwunsch und Elternschaft. Dabei geht es auch um Schuldgefühle, unerbetene Ratschläge und einiges, das in dieser Situation besser ungesagt bliebe. Die Beteiligten fühlen sich eng mit dem Meer verbunden. Ein Tag an dem man mit den Füßen im Wasser nichts tut, als über das Meer zu blicken, wirkt auf sie so heilsam wie die Beschäftigung mit den ausgewählten Texten. Eleas Krise bedeutet für sie zwar einen Wendepunkt, sie zwingt die Beteiligten jedoch, sich mit ihren Beziehungen auseinanderzusetzten, die während des Lockdowns offenbar Rost angesetzt haben.

Als fiktiven Roman mit biografischem Hintergrund legt Hanna Meretoja einen feinfühligen, besonnenen Text vor, der mitten ins Herz trifft und in dem der Blick aufs Wasser eine entscheidende Rolle spielt. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis regt an, das Thema in ruhigen Stunden weiter zu vertiefen. Als Mutter und Betroffene finde ich den Roman heilsam, vorausgesetzt, man fühlt sich der Aufgabe gewachsen, Eleas Last mitzutragen.

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„In der Nacht der alten Feuer, am letzten Samstag im August, wird hier in den Schären einer Kette von Feuern gedacht, die über Jahrhunderte hinweg reicht. Es ist ein Fest des Wassers und des Lichts, es beendet den Sommer und bereitet die Menschen auf die Dunkelheit vor.“ (S. 2)

Elea hatte sich schon so lange darauf gefreut mit ihren Freunden dieses Fest zu begehen. Monatelang hat sie gemeinsam mit ihrem Mann Otto alles vorbereitet und ihre engsten Freunde und Freundinnen zu ihrem Ferienhaus eingeladen, um gemeinsam mit ihren Kindern das Ende des Sommers zu feiern. Sie wollten nach der langen Zeit der Isolation wieder Zeit miteinander verbringen, sich gegenseitig Meeresgeschichten erzählen und schwimmen gehen. Mit was Elea nicht gerechnet hatte, dass sie ihren Freunden eine lebensverändernde Nachricht mitteilen muss. Im Laufe des Abends kommen im Schein des Lagerfeuers und im Halbdunkel der Sauna weitere Geheimnisse ans Licht.

Eleas Nachricht trifft jeden in seinem tiefsten Innern. Auch mich hat es aus persönlichen Gründen zutiefst berührt. Es ist alles so nachvollziehbar und mir leider nicht unbekannt. Sei es Eleas Umgang damit, die Reaktionen ihrer Familie oder die ihrer Freunde.

Ich war sehr beeindruckt von dem was und wie alles erzählt wurde. Ab diesem Moment sieht man vieles mit komplett anderen Augen. Leben bekommt eine neue und intensive Bedeutung, man erlebt Höhen und Tiefen. Das ist wunderbar und treffend beschrieben. Eingewebt in die Erzählung ist die umgebende Natur, vor allem das Meer. Im Laufe der Feier kam so manches Geheimnis heraus, dass man viel zu lange für sich behielt. Manches wurde auch klugerweise für immer verschwiegen. Schöne und treffende Bilder fand die Autorin, vor allem der beschriebene Saunagang der Frauen und ihr anschließendes Bad im Meer. Überhaupt haben mir ihre poetische Sprache und die philosophischen Gedanken sehr gefallen. Am Ende des Buches gibt es eine ausführliche Literaturliste, die zu weiterem Stöbern einlädt.

Fazit:
Für mich ist das Buch ein Jahreshighlight und etwas ganz Besonderes geworden. Oft hielt ich inne und habe über das Gelesene nachgedacht. Bekam neue Impulse und Blickwinkel. Habe den Erzählungen und Geheimnissen gelauscht. Ich bin äußerst beeindruckt davon, wie die Autorin es rübergebracht hatte, Angst und Hoffnung gleichermaßen stehen zu lassen. Eine unbedingte Leseempfehlung von mir!
Die Übersetzung aus dem Finnischen ist von Stefan Moster. Schließen möchte ich mit folgendem Zitat:

„Und doch tragen die Wasser weiter, was sie können: Meerestiere, und Landtiere, Menschen und Waren, Verstoßene und Verschwundene, Erinnerungen, Träume und Vergessenes. Das Leben atmet in allem, was sich bewegt und verändert. In allem, was nicht in die von Menschen gegossenen Formen passt. In allem, was pulsiert und Wellen schlägt: im Beben der Kontinentalplatten, in den Regungen der tiefen Gewässer, in allem, was sich fortpflanzt, was keimt, wächst, welkt und verwest.“ (S. 224)

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