Der Kaninchenstall

Roman

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Erscheinungstermin 06.07.2023 | Archivierungsdatum 02.06.2024

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Zum Inhalt

Tess Gunty ist die jüngste Preisträgerin des National Book Award seit Philipp Roth und das größte Talent der amerikanischen Literaturgeschichte seit David Foster Wallace.

»Der Kaninchenstall« verspricht eine solch intensive Lektüre, dass man kaum noch von »lesen« sprechen mag. »Durchleben«, »durchstaunen« wären bei diesem Meisterwerk weitaus angebrachter, gar »Erlebnis« kommt einem in den Sinn. »Lebensverändernd« ist sie mindestens, die Lektüre dieses Romans. 

Die ätherische Blandine, die eine Obsession für Hildegard von Bingen entwickelt hat und durch das System gefallen zu sein scheint, lebt nur durch die dünnen Wände eines schäbigen Apartmentkomplexes in einem ehemaligen Industrieort in Indiana von ihren skurrilen Nachbarn getrennt: einer Frau, die online Nachrufe schreibt, einer jungen Mutter mit einem dunklen Geheimnis, und jemandem, der im Alleingang einen Feldzug gegen Nagetiere führt. Willkommen im Kaninchenstall. Ein Roman über den amerikanischen Rust Belt und seine Bewohner, die keineswegs alle über einen Kamm zu scheren sind, wie man fälschlicherweise annehmen könnte.

Eine schonungslos schöne und beißend komische Momentaufnahme des zeitgenössischen Amerikas, eine hinreißende und provokante Geschichte über Einsamkeit und Sehnsucht, Verstrickung und schließlich: Freiheit. 

Tess Gunty ist die jüngste Preisträgerin des National Book Award seit Philipp Roth und das größte Talent der amerikanischen Literaturgeschichte seit David Foster Wallace.

»Der Kaninchenstall«...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462003000
PREIS 25,00 € (EUR)
SEITEN 416

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Neugierig auf das Buch, war ich, vielleicht von den Lobeshymnen, die ihm vorausgingen, etwas enttäuscht. Es ist schon eine sehr trübe Seite der USA. Zudem kein Buch, das einen in eine positive Stimmung versetzt. Sprachlich sehr gut, aber ich überlege seit dem, wem ich es verkaufen soll, wenn es nicht vorher hymnische Besprechungen in der Zeitung bekommen. Deftiniv kein Buch für jeder mann , sondern eher Special Interest.

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In dem heruntergekommenen sozialen Wohnkomplex "La Lapinière" ist nicht nur die äußere Erscheinung bunt. Auch die "Insassen" des von den Bewohnern liebevoll als Kaninchenstall verspotteten Komplexes sind vielfältig. Wir erleben ihren Alltag und ihre Sorgen so sehr auf Tuchfühlung, daß es spürbar wird. Direkt nebenan und doch einander unbekannt steht jeder stellvertretend für eine Art Außenseiter, der so skurril und sympathisch zugleich sich in unsere Herzen spielt.
Tess Gunty ist hier ein Meisterwerk der Alltagsphilosophie gelungen. Mit äußerst feinem Gespür für die Absurditäten und Abgründe im Leben "normaler" Menschen lenkt sie unseren Blick auf das, was sonst im Schatten liegt. Herausragend!

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Blandine Watkins lebt im „Affordable Housing Komplex La Lapinière“ in C4, die junge Mutter Hope, die den ganzen Tag noch mit niemand gesprochen hat, in C8 und Joan Kowalski, die beruflich Kommentare auf Trauerwebseiten moderiert, in C2. Ob ein A4-Blatt ausreichen würde, um die Beziehungen zwischen den Wohnschachteln zu notieren, fragte ich mich zu Beginn des Romans. Es reichte aus, als ich der Geschichte folgte, die von einem unerhörten Ereignis wie ein Countdown rückwärts in die Vergangenheit der Bewohner erzählt wird.

Blandine war als 17-Jährige nach einem Leben als Pflegekind in den Appartment-Komplex gezogen, als Jack, Todd und Malik eine MitbewohnerIN suchten, in der Annahme, so leichter einen Mietvertag zu erhalten. Ihre Absprache mit dem Jugendamt lautete, dass sie ein weiteres Jahr finanziell unterstützt würden, wenn sie an einem Coaching für junge Sozialwaisen teilnehmen würden.

Blandine, mit Abstand die sonderbarste Bewohnerin, interessiert sich für Hildegard von Bingen und Mystikerinnen im Allgemeinen und ahnt, dass sie nicht nur eine soziale Störung hat, sondern weitere psychiatrische Diagnosen. Als sie im Waschsalon Joan trifft, die auf sie uralt wirkt, illustriert die Begegnung, dass wohl kaum ein Bewohner des „Kaninchenstalls“ in der Lage ist, Kontakt zu seinen Nachbarn aufzunehmen. Wahr ist, was im Internet steht, und Moderatoren von Video-Tutorials werden zu Bezugspersonen. Vacca Vale in Idahos Rustbelt ist geprägt vom wirtschaftlichen Niedergang nach dem Bankrott der Automobilfabrik Zorn. Bis auf Gastronomie, Schule und Krankenhaus scheint es keine normalen Arbeitsstellen mehr zu geben, von deren Lohn jemand ohne zusätzliche staatliche Stütze leben kann. Der Housing-Komplex war als Wohltat eines Mäzens geplant, der vermutlich nicht auf die Idee kam, dass Arbeitnehmer, die gerechte Löhne erhalten, keine Almosen benötigen.

Neben den vier Jugendlichen, Joan und Hope treten weitere Personen auf, deren Schicksale für drängende soziale Probleme stehen, an denen die Industriestaaten bisher kläglich scheiterten. Von Drogensucht, Umweltschäden, Sozialwaisen, Einsamkeit, dem Internet als Realitätsersatz und dass man sich Krankheit und Altern überhaupt erst leisten können muss, wird alles geboten, selbst Autoritäten, die sexuelle Beziehungen zu Minderjährigen unterhalten. Verknüpfungen zwischen Guntys Figuren in Vacca Valle können offenbar nicht absurd genug sein – und nicht alle Auftretenden konnten mich so berühren wie Blandine und ihre Jungs.

Tess Gunty legt den Finger in die Wunde von Exzentrik, Einsamkeit und wirtschaftlichem Abstieg. Ein schonungsloser wie kapriziöser Roman, wegen der Gewaltszenen nicht uneingeschränkt zu empfehlen.

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Es war anders als ich es erwartet habe. Im großen und ganzen war das ein sehr guter Roman. Ich musste mich aber durch die ersten Seiten kämpfen.
Es hatte bisschen was in Richtung Selbsthilfe und Achtsamkeit. Aber gleichzeitig zeigte es Umschtände die so nicht immer thematisiert werden.
Es hatte auch etwas von einem Krimi. Der Prolog machte am anfang auf jeden Fall den Eindruck.
Der schreibsteil ist eher ungewöhnlich. Es liest sich schweriger, wie schon geschriben, vor allem an Anfang hatte ich meine schwierigkeiten ins Buch zu kommen. Ich finde den schreibsteil passend zum Thema und zu der Aufmachung vom Buch.
Fazit: ein gutes Buch zum nachdenken und auch länger zu lesen.

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I habe das Buch als Ganzes geliebt. Auch wenn ich die Charaktere als schwierig oder merkwürdig und als zu verdreht empfand, habe ich mich am Ende doch verbunden gefühlt. Ein paar der Charaktere wurden besonders tiefgründig modelliert mit langen Stories über ihr Leben und was sie so verkorkst hat, und auch wenn die Stories zum Teil lang waren, konnte ich einfach nicht aufhören zu lesen. Ich konnte nur zu Blandine, Joan und Moses wirklich etwas fühlen, die anderen hätten für mich nicht detailliert beschrieben werden müssen (außer in den Kapiteln, wo in kurzen Absätzen alle Bewohner des Kaninchenstalls einmal dran kamen). Die Autorin weiß wie sie eine Geschichte erzählen muss und ich wollte unbedingt wissen, was warum passiert.

Obwohl das Buch nicht perfekt ist, war es genau so richtig. Die Charaktere haben zueinander gepasst in ihren Fehlern und ihren Verzweiflungen, und ich fand, dass das Buch genau dort endet, wo es enden musste. Das Buch ist nicht nur für Fans von amerikanischen Geschichten, sondern auch für solche, die gerne Menschen am Rande der Gesellschaft beobachten.

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Tess Guntys Debütroman Der Kaninchenstall ist eine überbordende Erzählung über ein junges Mädchen namens Blandine aka Tiffany. Sie lebt in einem Sozialbaukomplex im amerikanischen Rustbelt, gemeinsam mit einer Menge anderer gescheiterter oder verzweifelnder Nachbarn. Gunty zoomt in die vielen verschiedenen kleinen Appartments und deren Bewohnern, erzählt sich verschiedener Erzählperspektiven und Techniken bedienend deren Leben. Immer wieder gibt es Verbindungen oder Berührungspunkte zwischen den verschiedenen Mitbewohnern, aber zum Schluss laufen alle Stränge bei Blandine zusammen.
Überraschend, abwechslungsreich und mit viel Sinn für Skurrilität erzählt Gunty diese Coming of age Geschichte der etwas anderen Art.

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In diesem Buch lebt die Protagonistin Blandine in einer
fiktiven Stadt in Indiana.
Sie ist eine Person, wohnhaft in einem großen Wohnkomplex,
daher auch der Titel des Buches „Kaninchenstall“.
Die Bewohner leben dort, können aber nicht wirklich mit einander
kommunizieren.
Es herrscht Einsamkeit.
Es ist eine fesselnde, andersartige Erzählung, mal in der Gegenwart
ansässig, mal Kapitel mit Rückblicken, mal Zitate.
Es ist ein Buch, dass nachdenklich stimmt.

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Was für ein grandioses Debüt, und was für ein grandioser Lesespass, trotz so ernster Themen. Ungeliebte Kinder in (Pflege-) familien, Missbrauch durch Betreuende, Hilflosigkeit, Verfall, eine Tour de Force durch die gesellschaftlichen Mißstände in den USA. Erzählt in einer Sprache und Rasanz, die mich verblüfft hat: wieviele Mittzwanziger kennen sich mit den Mystikerinnen des europäischen Mittelalters aus und jonglieren so mit deren Texten? Ich bin beeindruckt und sehr erfreut über diese neue Richtung in der amerikanischen Literatur.
Den Roman empfehle ich sehr gerne.

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Ein Buch, das ich mit größtem Vergnügen gelesen habe, trotz intensiver und durchaus deprimierender Themen. Es ist dabei so feinsinnig gesellschaftskritisch, ungeahnt komisch und mitunter sprachlich wunderschön, dass ich die Geschichten der unterschiedlichen Hausbewohner atemlos mitverfolgt habe. Große Sogwirkung, trotz oder gerade wegen skurriler Ereignisse, sprachlicher Experimente und tieftraurigen Erkenntnissen. Es ist nicht leicht zu empfehlen, aber hat mich sehr begeistert!

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Furioses Debüt! Eine schräge Handlung mit schrägen Charakteren. Sprach- und Fabulierlust der Autorin, bei gleichzeitiger Souveränität im Umgang mit ihren Themen! Tolles Buch!

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„Der Kaninchenstall“ ist ein schonungslos komisches Gesellschaftsporträt des zeitgenössischen Amerikas, eine hinreißende Geschichte über Einsamkeit und Sehnsucht, Verstrickung und schließlich: Freiheit. Ein pures Lesevergnügen voller liebenswerter und eigenwilliger Figuren – hervorragend übersetzt von Sophie Zeitz.

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Was für ein Buch! Eine wilde Reihe von Geschichten, die sich doch irgendwie zu einem Roman zusammenfügen … Unterschiedlichste Menschen tauchen auf, die alle eins gemein haben: sie wohnen im „Kaninchenstall“. Hier wandert die Erzählung von Apartment zu Apartment und wir lernen die jeweiligen Bewohner kennen. So überbordend und wild – nichts, was man noch kurz vorm Einschlafen lesen kann (ging zumindest mir so), weil man dann den Sprüngen und Verflechtungen kaum zu folgen vermag. Was wirklich schade wäre, denn es lohnt sich! Sehr!

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War schwierig für mich, in die Geschichte reinzukommen. Und so viele kaputte Leute. Habe es trotzdem zu Ende gelesen. Wüsste aber nicht, wem ich es empfehlen soll.

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In ihrem neuen Roman zeichnet Tess Gunty ein marodes Bild der auseinanderfallenden Gesellschaft im amerikanischen “Rust Belt”, dem früher prosperierenden, doch nun schon seit Jahrzehnten unter dem Strukturwandel leidenden Industriegürtel der USA. Etwas südlich von Chicago befindet sich das heruntergekommene Apartmenthaus, das von allen nur “Der Kaninchenstall” genannt wird und wie fast alles hier schon bessere Zeiten gesehen hat. Wir folgen den Bewohnern und Bewohnerinnen, in deren Leben sich die Entwicklung des Landes wie in einem Brennglas spiegelt. Machtmissbrauch und Klimawandel, Umweltkatastrophen und der Niedergang der Stahl- und Autoindustrie sind nur einige der Themen, die Gunty aufgreift. “Der Kaninchenstall” bringt all dies in einem Gebäude zusammen und macht daraus einen manchmal etwas ausschweifenden, aber ideenreichen und mit vielen ironischen Seitenhieben bepackten Gesellschaftsroman aus den heutigen, politisch tief gespaltenen USA.

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Unbedingte Empfehlung. Leicht verrückt, aber endlich mal wieder etwas, das man so vorher noch nicht gelesen hat! Große Klasse!

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Das Debüt von Tess Gunty gibt faszinierende Einblicke in einen amerikanischen Sozialbau, der mehrere Leben beleuchtet, die nebeneinander herlaufen. Die Grundidee des Romans hat mir sehr gut gefallen und die ersten 50 Seiten haben mich regelrecht gefesselt. Leider konnte das Buch mich danach nicht mehr überzeugen….

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Der Kaninchenstall hat mich umgehauen! Der besondere Humor und die anfangs verwirrenden Geschichtsstränge haben mein Interesse an der Geschichte von Blandine aufrecht erhalten.
Es hat einen sehr besonderen und modernen Humor.
Auch wie die Tragik in dem Buch beschrieben wurde, fand ich klasse.

Ich muss ehrlich sagen, das Buch ist aus meiner Sicht glatte fünf Sterne wert. Der Schreibstil und auch die Gedanken der Autorin dazu sind superinteressant.
Für mich sind die wirre Struktur und die ulkigen Charaktere sympathisch.

Nun ist es aber so: Ich arbeite im Buchhandel und habe das Buch in einer Veranstaltung vorgetragen und vielen Kundinnen und Kunden "angedreht". Von diesen Kunden habe ich leider nie eine positive Rückmeldung bekommen. Ich glaube es ist für ältere Menschen etwas schwer Gefallen an dem Schreibstil und Witz zu finden.

Daher von mir volle Punktzahl! Aber Buchhändler aufpassen:)

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In Vacca Vale steht ein Häuserblock namens "Kaninchenstall", ein Haus mit vielen Mietern, nur getrennt durch dünne Wände, so dass jeder von jedem mehr mitbekommt, als ihm/ihr lieb ist. Da ist die WG der Pflegefamilienkids, drei Jungs und die ätherische Blandine, eine hübsche junge Frau mit einer Vorliebe für mittelalterliche Mystikerinnen wie Hildegard von Bingen, ältere und jüngere Ehepaare und Alleinstehende. Jeder hier hat sein Päckchen zu tragen, die Figuren treten in Beziehung zu einander, nicht alle in guter Absicht. Katastrophen bahnen sich an, die Spannung steigt und steigt, die Atmosphäre lädt sich immer mehr auf, wie bei einem Gewitter.

Ich hätte noch ewig weiterlesen können, so sehr sind mir die einzelnen skurrilen Charaktere des schäbigen Sozialhäuserblocks ans Herz gewachsen.

Tess Gunty schreibt mit viel Empathie und auch Humor über ihre Figuren, sie ist kreativ, mit einer tollen Beobachtungsgabe und einem Herz für die Menschen die es nicht so leicht haben in dieser Welt in einer amerikanischen Stadt, die abgehängt wurde, ihre besten Zeiten hinter sich hat, und die von Investoren neu vermarktet und belebt werden soll. Ich liebe Ihre Sprache, ihren Stil, wie sie mit Worten Bilder malt, die frisch und lebendig und sehr anschaulich sind.

Meine Lieblingszitate:
"Seit vier Wochen lebt die Mutter im Keller ihres Verstandes."(S.13)
"Sie spannt das Gefühl vor ihren Karren und wartet, dass es losgeht, doch nichts passiert." (S.253)
"In ihrem Körper zirkuliert eine Kanne Schwarztee und wühlt alles auf."(S.348)

Meine absolute Leseempfehlung!

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Hat ziemlich stark angefangen, mir gefiel vor allem die stark auf die Bewohner*innen des titelgebenden Wohnhauses und ihren Beziehungen ausgerichtete Erzählstruktur. Leider hat die anfängliche Begeisterung aufgrund des teils doch schleppenden Pacings und für mich zu viel Esoterik etwas nachgelassen. Dennoch, ein Debüt, das sich sehen lassen kann.

Mehr zum Buch in unseren ausführlichen Besprechungen @ Papierstau Podcast: <a href="https://papierstaupodcast.de/podcast/folge-266">Folge 266: Oh Boy!</a>

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Kann ich wenig zu sagen, da ich es doch relativ früh abgebrochen habe. Bin nicht in den Text reingekommen, fand manche situationen schon witzig aber nicht witzig genug...Verkaufen werde ich ih dennoch können!

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MEINUNG:
Kaninchenstall hat irgendwie sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ich denke, es war der Titel und das Cover auf den ersten Blick und auf den zweiten war es dann auch der Inhalt.
Der Roman lässt sich wirklich schwer in drei Sätze fassen. Es geht u.a. um einige der Bewohner und Bewohnerinnen des sogenannten "Kaninchenstalls". So wird ein Appartmentkomplex in Vacca Valley im US-Bundestaat Indiana genannt. Nachdem sich ein großer Autokonzern zurückziehen musst, ist der Ort eigentlich tot. Eine Person, um die es geht, ist Blandine. Normalerweise kann weder Filme noch Bücher gut leider, die so episodenhaft erzählt werden, aber die Autorin macht unglaublich geschickt alle Fäden zueinander zu führen und trotzdem über einige Charaktere, wie z.B. Blandine eine runde Geschichte zur erzählen, obwohl sie nicht stringent erzählt, was mir ansonsten sehr wichtig ist. Sie schafft es aber mich mit den ganzen Abschweifungen zwischendurch meine Faszination bei der Stange zu halten. Meine Befürchtung war auch, dass das Buch relativ schwer zu lesen sein wird, aber das war überhaupt nicht der Fall. Es war für mich leicht zugängig und trotzdem literarisch von einem speziellen Stil (Lob auch an die Übersetzerin!), den ich so noch nicht gelesen habe.

Einen gewissen Spannungsbogen gibt es auch, denn es gleich zu Anfang klar, dass etwas mit Blandine passieren wird. Neben Blandines Geschichte empfand ich noch die Geschichte um den Tod einer bekannten fiktiven Schauspielerin als sehr skurril, besonders deren Sohn Moses Robert. Beide hatten keine besonders gute Beziehung, was auch nach und nach ein bisschen aufgedröselt wird. Man muss hier ein bisschen Skurrilität mögen und sich darauf einlassen. Moses Robert hat einen Blog, in dem er über seinen seelischen Zustande berichtet. Mir wird für immer ein Leserbrief, der er bekommen hat im Gedächtnis bleiben. Die ganze Story ist aber oft nicht nur lustig, sondern auch traurig. Die Autorin greift hier auch keine Menge unangenehme Themen wie sexuellen Missbrauch und andere Themen auf. 

FAZIT:
Kaninchenstall ist ein besonderes Buch, auf das man sich anlassen möchte. Es greift viele gesellschaftlichen Themen, die hier aufgegriffen werden. Obwohl ich sonst kein Fan von Episodenromanen bin, habe ich Kaninchenstall, trotz ein paar Längen wirklich gerne gelesen.

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Selten ein so freches Buch gelesen, und gleichzeitig offenbart es so viel Weisheit und Wahrheit. Der Leser schaut in einzelne Wohnungen des Kaninchenstalls und lernt die Bewohner kennen- Menschen die so sind, wie sie eben sind, mal durchgeknallt, mal liebenswert. Ein tolles Wimmelbuch der Schicksale ist hier entstanden. Wer sich darauf einlässt wird begeistert sein.

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