Going Zero

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Erscheinungstermin 26.04.2023 | Archivierungsdatum 15.05.2023

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Zum Inhalt

Hat man als Einzelner überhaupt eine Chance gegen das System? Eine junge Bibliothekarin aus Boston ist entschlossen, es zu versuchen – ihr bleibt keine Wahl. Und so greift sie zu, als sich die Einladung zu einem ungewöhnlichen Kräftemessen bietet: dem Betatest von FUSION, einem Projekt der US-Geheimdienste und des Social-Media-Moguls Cy Baxter. Wem es gelingt, 30 Tage unauffindbar zu bleiben, dem winken 3 Millionen Dollar. Doch Kaitlyn geht es um etwas anderes.

Hat man als Einzelner überhaupt eine Chance gegen das System? Eine junge Bibliothekarin aus Boston ist entschlossen, es zu versuchen – ihr bleibt keine Wahl. Und so greift sie zu, als sich die...


Eine Anmerkung des Verlags

Bereits in 23 Sprachen verkauft, Verfilmung in Planung

Ein atemberaubender Tech-Thriller über die Energien, die das Zusammenspiel von Verzweiflung und Fantasie kann Wie viel ist die Privatsphäre wert – und ab wann fängt man an, sich zu verkaufen? Ein bahnbrechender neuer Roman vom Autor des Weltbestsellers ›Englischer Harem‹

Bereits in 23 Sprachen verkauft, Verfilmung in Planung

Ein atemberaubender Tech-Thriller über die Energien, die das Zusammenspiel von Verzweiflung und Fantasie kann Wie viel ist die Privatsphäre...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783257071924
PREIS 25,00 € (EUR)
SEITEN 464

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

"Going Zero" ist die Essenz von "Der Circle" und "Der Store": klar auf den Punkt gebracht in welcher Form von Überwachung wir inzwischen leben. Wie wenig Macht demokratisch gewählte Gremien im Vergleich zu gewinnorientierten Unternehmen haben, wieviel Spuren wir täglich legen. Hochspannung kombiniert mit vielen, vielen Denkanstößen!

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Ich habe allw Romane von Anthony McCarten gelesen und diese immer gerne weiterempfohlen, das neue Buch hat meine Erwartungen übertroffen. Ich wollte gar nicht aufhören zu lesen. Die Geschichte ist meisterhaft entwickelt und bringt unerwartete Wendungen. Herzlichen Dank Anthony McCarten für diesen tollen Roman.

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Sehr spannend und unterhaltsam! Das Buch war definitiv ein Page-Turner und es hatte hier und da überraschende Wendungen, die ich so auch nicht vorhergesehen hatte. Allerdings fand ich den Twist um Kaitlyn etwas zu gewollt. Und im Vergleich zu "funny girl" vom selben Autor fand ich die Story insgesamt nicht so wirkungsvoll. Trotzdem ein guter spannender Thriller; das hat Spaß gemacht!

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… is watching you!
Kaitlyn nimmt die Herausforderung an: sie muß für 30 Tage unauffindbar sein, trotz engmaschiger digitaler Überwachung, trotz modernster Suchmethoden, trotz perfekter künstlicher Intelligenz. Dann bekommt sie drei Millionen Dollar. Kann sie, eine einfache Bibliothekarin, diese Aufgabe meistern? Geht es ihr nur um das Geld? Außer ihr versuchen neun weitere Kandidaten, die angeblich perfekte Überwachung auszutricksen. Die Gruppe setzt sich aus unterschiedlichsten Personen zusammen, alle glauben, den genialen Plan zu haben. Ob das stimmt?
Anthony McCarten beschreibt detailreich, wie die bestens organisierte Gesellschaft Spuren und Psychologie nutzt, Menschen zu finden. Unter dem Vorwand von Gefahrenabwehr. Dabei werden schnell und bewusst Grenzen überschritten, Skrupellosigkeit und Heimtücke in unvorstellbarem Ausmaß werden aufgezeigt. Leichtsinniger Umgang mit sensiblen Daten, aber auch ungeahnte raffinierte technische Möglichkeiten werden geschildert. Sensationell beschrieben, man fiebert mit! Der Spannungsbogen wird geschickt und konsequent durchgängig hoch gehalten, packend, erhellend und super mit Herzklopfen zu lesen.

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Wirklich ein spannendes Gedankenexperiment: Ist es noch möglich angesichts der digitalen Vernetzung unserer Welt für einen Monat spurlos von der Bildfläche zu verschwinden? Genau das will die Firma Fusion unter ihrem Chef Cy Baxter herausfinden. Aber sie haben nicht mit der Bibliothekarin Kaitlyn Day gerechnet.
Ein sehr spannender Roman, der einen kritischen Blick auf die digitale Vernetzung unserer Zeit wirft und deutlich macht, wie sehr diese Erkenntnisse auf Kosten des Datenschutzes gehen. das alles ist in eine sehr spannende Handlung verpackt, die den Leser bis zum Ende des Romans mitfiebern lässt. Sehr empfehlenswert!

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Ein absoluter Page Turner.
Haben wir überhaupt noch eine Chance unterhalb des Radars zu leben, ohne eine Spur zu hinterlassen?
So bequem und angenehm uns die digitale Welt das Leben macht – zu welchen Preis?
Dieses Buch ist nicht nur spannend geschrieben, sondern gibt Anlass für den ein oder anderen Denkanstoß.
Noch beim Lesen dachte ich – es könnte eine tolle Grundlage für eine Verfilmung sein.
Ich werde den Film sofort anschauen!

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Eins der besten Bücher des kommenden Frühjahrs. "Going Zero" ist definitiv eins der Bücher bei dem man zum Ende jeden Kapitels denkt "Ein Kapitel" geht noch, und noch eins und noch eins...
Ich bin einfach nur begeistert und habe die Lektüre genossen.

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Mit „Going Zero“ hat McCarten einen weiteren fesselnden und temporeichen Thriller geschrieben. Gemeinsam mit der CIA, hat das private Unternehmen WorldShare von Cy Baxter, das Programm FUSION entwickelt, mit dem die Sicherheit Amerikas gesteigert werden soll. FUSION ist ein Überwachungsprogramm und dementsprechend behandelt der Roman auch die Themen Privatsphäre, Ethik und Freiheit des Einzelnen.
Der Thriller setzt mit Beginn des Betatests für FUSION ein. Zehn Amerikaner:innen wurden ausgesucht, um dieses Überwachungssystem, das auf einer riesigen Datenmenge über die zehn „Zeros“ beruht, zu testen. Zur festgesetzten Stunde hat jeder der zehn zwei Stunden Zeit, um seine Handys auszuschalten, die Verbindungen zu Freunden und Familie abzubrechen und alle möglichen Mittel zu nutzen, um zu verschwinden. Sie haben dann 30 Tage Zeit, um der Entdeckung zu entgehen und sich den Erfassungsteams zu entziehen, die damit beauftragt sind, sie mit der modernsten (Überwachungs-)Technologie zu finden. Jeder, dem es gelingt in dieser Zeit nicht gefasst zu werden, erhält 3 Millionen US-Dollar.
Kaitlyn Day, Bibliothekarin aus Boston, ist eine der zehn „Zeros“. Sie wird als am leichtesten zu findendes Ziel angesehen, aber ihre Tricks sind weitaus größer, als man vermutet hat. Die Gründe an diesem Betatest teilzunehmen sind mehr als nur die versprochene Prämie, sondern sehr persönlich.
Im ersten Teil des Romans werden die zehn „Zeros“ vorgestellt, bis auf Kaitlyn werden alle aufgegriffen. Dieser Abschnitt des Thrillers ist sehr spannend, stellt er doch die mehr oder weniger erfolgreichen Tricks vor, mit denen sich die Personen versuchen sich zu verstecken. Im zweiten Teil geht es nur mehr um die Bibliothekarin, die einen Weg finden will, den Kräften der Regierung zu entkommen, sich gegen die Methoden der High-Tech Überwachung aufzulehnen.
Für den Entwickler von FUSION, Cy Baxter steht viel auf dem Spiel. Wird sein Programm ein Erfolg wird, erhält er einen 10-Jahres-Regierungsvertrag über 100 Milliarden Dollar und Zugang zu allen Geheimdienstressourcen. Wenn es scheitert, ist er bankrott.
Die Figuren sind sehr gut gezeichnet. Gut und Böse stehen einander mit Kaitlyn und Cy gegenüber und bestimmen den Spannungsbogen. Die zweite Hälfte des Romans ist weniger temporeich, denn neun der „Zeros“ sind schon gefasst worden. Die Handlung bekommt eine interessante Wendung, wenngleich ihr etwas zu viel von Verschwörungstheorien anhaftet.
Zusammenfassend ist dieser Thriller als lesenswert zu bezeichnen und als Anregung, wie wir mit unseren persönlichen Daten (siehe Facebook und Co) umgehen sollten.

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Going Zero von Anthony McCarten hat mich von Anfang bis Ende gefesselt!
McCarten beschreibt ein Amerika, in dem - ganz nach George Orwell - dem Großen Bruder nichts mehr entgeht. CIA, FBI und NSA tun sich mit Zuckerberg 2.0 zusammen und heraus kommt ein unbesiegbares Analyse- und Überwachungszentrum und der gläserne Mensch.
Dieses Buch zeigt: Daten sind ein mächtiges Instrument und wer sie hat, beeinflusst den Lauf der Geschichte.

Die Story entwickelt sich rasant, gipfelt in einem imposanten Ende.
Absolut lesenswert!

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Somebody is watching you
Um die CIA von der Wirksamkeit ihres neu entwickelten Überwachungsprogrammes zu überzeugen, veranstaltet die FUSION-Initiative unter Leitung des Milliardärs Cy Baxter einen Betatest. Zehn Personen wurden ausgewählt, um 30 Tage lang abzutauchen, spurlos zu verschwinden. Wem dies für die Dauer des Testlaufs gelingt, den erwarten 3 Millionen Dollar als Prämie. Eine dieser Personen ist Kaitlyn Day, eine Bibliothekarin Mitte 30 aus Boston, von der die Verantwortlichen glauben, sie als erste zu erwischen. Doch Kaitlyn ist schlauer als erwartet, sie schafft es immer wieder ihren Häschern zu entkommen. Für sie geht es nicht um das Preisgeld, sie hat andere Gründe hier mitzumachen …
Anthony McCarten wurde 1961 in New Plymouth/NZL geboren und ist ein neuseeländischer Schriftsteller, Dramatiker, Drehbuchautor und Filmproduzent. Er schrieb zahlreiche Romane, Theaterstücke, Drehbücher und Kurzgeschichten für die er mehrfach Auszeichnungen erhielt. Der Autor hat drei Kinder und pendelt abwechselnd zwischen Los Angeles, London und München.
Wie in all seinen bisherigen Romanen gelingt es McCarten, dem Leser auch in „Going Zero“ ein ernsthaftes, brisantes Thema mit viel Witz und Humor zu vermitteln. Ist es überhaupt noch möglich, in unserer heutigen digital vernetzten Welt zu verschwinden, ohne Spuren zu hinterlassen? Gibt es weiterhin eine Privatsphäre, oder werden wir schon alle überwacht ohne es zu merken? Unser leichtsinniger Umgang mit sensiblen Daten, sei es mittels Mobiltelefon, Laptop oder PC, wird aufgezeigt, dem ungeahnte neue raffinierte technische Möglichkeiten gegenüber stehen. Wir erfahren, wie gut vernetzte Organisationen auch psychologische Mittel anwenden, um unsere Spuren zu verfolgen – das alles unter dem Vorwand, das Volk vor Gefahren zu bewahren.
Ein ungewöhnlich spannender Psycho-Thriller, ein gedankliches Experiment, dessen Handlung durchaus real und glaubwürdig rüber kommt. Man fiebert mit der Protagonistin mit, hofft und erwartet einen guten Ausgang für sie. Die Spannung ist durchweg hoch gehalten, so dass man das Buch vor dem Ende nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich kann es nur jedem empfehlen, der mit Handy oder PC im Internet zugange ist.
Wie der Diogenes-Verlag anmerkt, ist das Buch bereits in 23 Sprachen verkauft und eine Verfilmung in Planung.

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Going Zero ist ein Roman der mich von der ersten Seite an absolut gefesselt hat und den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Eins der besten Bücher die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Und es ist ein Buch das nachhallt und einen schon etwas nachdenklich zurück lässt.
Erzählt wird die Geschichte einer Bibliothekarin die zusammen mit neun weiteren Personen an einem Versuch teilnimmt. Sie muss sich für 30 Tage unsichtbar machen und untertauchen. Schafft sie es, bekommt sie 3 Millionen Dollar. Wird sie aufgefunden, bekommt sie nichts. Diese Aufgabe haben alle 10 Teilnehmer. Das Ganze wird von dem Multimilliardär Burt Walker initiiert der ein Programm entwickelt hat das er an die US Regierung verkaufen will. Für seinen Erfolg muss er alle 10 Personen finden. Der Wettlauf beginnt und schnell wird klar, dass die Interessen Einzelner nicht ganz durchsichtig sind.
Was für ein spannendes Buch. Das muss man lesen!

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Abwechslungsreich erzählte, intensive Menschenjagd mit überraschenden Wendungen

Katelyn Day arbeitet als Bibliothekarin in Boston. Ihr routinierter Alltag wird durchbrochen, als sie die einmalige Chance erhält am Going Zero-Betatest der Fusion-Initiative teilzunehmen, worüber sie nach dem durchlaufenen Bewerbungsprozess ein Schreiben des Department of Homeland Security informiert. Insgesamt hat dieser Betatest nur zehn Teilnehmer. Jeder dieser zehn Ausgewählten wird zum Verfolgten in einer maximal dreißig Tage andauernden Menschenjagd und muss sich in dieser Zeit vor den nahezu unbeschränkten technischen Möglichkeiten zur Überwachung, die dem Unternehmen Fusion unter Leitung seines genialen Chefs Cy Baxter zur Verfügung stehen, verstecken. Jeder Teilnehmer, dem das gelingen sollte, erhält dafür ein Preisgeld in Höhe von 3 Millionen Dollar. Und so beginnt die Jagd.

Mich erinnert die Handlung von Going Zero ein wenig an den Action-Film Klassiker Running Man mit Arnold Schwarzenegger bzw. an die Serie Most Dangerous Game mit Christoph Waltz, die allerdings von Anthony McCarten in seinem Roman in konsequenter Weise, was die technischen Möglichkeiten des heutigen Überwachungsstaats betrifft, modernisiert werden.
Dabei gibt es in Going Zero nicht nur einen Teilnehmer, der dreißig Tage lang untertauchen und unsichtbar werden muss, sondern gleich eine ganze Gruppe. Diese besteht zur Hälfte aus ganz gewöhnlichen Menschen. Die andere Hälfte wird von Profis womit größtenteils IT-Sicherheitsexperten gemeint sind. Letztere verfügen über besonderes Wissen bzw. einzigartige Möglichkeiten in Gestalt von eigens dafür entwickelter Software, um sich der Überwachung durch moderne Technik zu entziehen. Diese umfasst nicht nur die Nutzung von Handys, Suchmaschinen und sozialen Netzwerken, woran man zuerst denken mag. Stattdessen entwirft Anthony McCarten ein erschreckendes Szenario, indem die Paranoiden nicht die Verrückten, sondern die Realisten sind.

Fusion-Chef und Leiter des Betatests Cy Baxter wird von Anthony McCarten nicht als profitgieriger IT-Mogul eingeführt, der nur nach einem gewaltigen Regierungsauftrag strebt, sondern als sich selbst optimierender, seine Stimmungsschwankungen mit Yoga kontrollierender Visionär. Cy ist geprägt durch ein in der Vergangenheit begangenes schreckliches Verbrechen und sucht das dabei erlittene Trauma dadurch zu verarbeiten, dass er die Wiederholung einer solchen Tragödie um jeden Preis verhindern will, indem er die Welt sicherer machen wird. So ist der Autor bemüht seine Figuren nicht in gut und böse unterteilt anzulegen. Dennoch sind die Sympathien von Anfang an klar verteilt. Sie gehören der Gruppe der Normalen, die am Going Zero Betatest teilnehmen. Das gilt für die psychisch ein wenig instabile, manchmal ziemlich eigenartige Katelyn, die als Bibliothekarin unterschätzt wird, aber auch für Rose Yeo, die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern ist, und für den ältesten Teilnehmer im Feld, den Veteranen Ray Johnson, der komplett analog lebt und dessen bescheidene Ansprüche wie realistische Einschätzung seiner Chancen mir gefallen haben. Diesen Underdogs habe ich in diesem ungleichen David-gegen-Goliath-Wettstreit von Beginn an die Daumen gedrückt.
Der Roman ist von Anthony McCarten so angelegt, dass durch seinen Aufbau die Spannung von Anfang an hochgetrieben wird. Da dauert es nur wenige Seiten, bis der Going Zero-Betatest und damit die Jagd auf dessen zehn Teilnehmer startet. Zudem wechselt der Autor von Kapitel zu Kapitel die Sichtweise zwischen Verfolger und Verfolgten. Dabei beweist er besonderes Geschick darin stets aus der Perspektive zu berichten, die die Ereignisse besonders überraschend werden lässt. Als Katelyn etwa die Fusion-Zentrale mit ihrem ersten Schachzug überlistet, wird das zwar zuvor aus ihrer Perspektive angedeutet, dann aber ausschließlich aus Sicht der Fusion-Zentrale erzählt, die von Katelyns Aktionen überrumpelt werden und ihre Niederlage gar nicht fassen können.

Im weiteren Verlauf dieses Romans sorgt der kontinuierliche Wechsel der Perspektiven zwischen Fusion-Zentrale und Betatest-Teilnehmer für eine abwechslungsreiche Erzählweise. So wird die Spannungskurve vom Autor hochgehalten. Dazu trägt auch bei, dass die meisten der zehn Teilnehmer gleich bei deren ersten oder spätestens dem zweiten Auftreten von der Fusion-Zentrale entdeckt und den auf ihren Kommandos hin agierenden Zugriffsteams gestellt werden.
Die Kehrseite der Medaille des hohen Spannungslevels ist, dass viele der an sich interessant angelegten Nebenfiguren wenig in Erinnerung bleiben, da Anthony McCarten diesen kaum Raum gibt. Dabei verschenkt der Autor viel Potenzial, was besonders schade bei den als Sympathieträger angelegten Figuren von Rose Yeo und Ray Johnson ist. Ich hätte aber auch gern mehr über Maria Chan, die als ehemalige Studentenaktivistin aus Hongkong im Asyl in den USA lebt, oder die früher so engagierte Polizistin Catherine Sawyers erfahren. Denn Anthony McCarten hat es geschafft, eine wirklich bunt gemischte Gruppe von zehn im Betatest Gejagten zusammenzustellen, aus der er nur leider zu wenig herausholt. Da hätte mir besser gefallen, wenn der Autor sich bis zum Start des Tests mehr Zeit gelassen hätte, indem er seine Nebenfiguren ausführlicher vorgestellt und mir die Möglichkeit gegeben hätte, diese besser kennenzulernen.

Dieser Wunsch wird dadurch verstärkt, dass die Figuren der Fusion-Zentrale und allen voran deren Chef Cy Baxter erstaunlich blass geblieben sind. Beim arbeitssüchtigen, von seinen Wutausbrüchen getriebenen Silicon-Valley-Milliardär Cy, der sein Unternehmen Worldshare, die Muttergesellschaft von Fusion, einst als begabter Programmierer aufgebaut hat, hätte ich eine schillernde, charismatische Figur erwartet. Doch nach seiner Vorstellung wirkte er auf mich konturlos und hinterließ kaum Eindruck. Auch die in diesen Kapiteln geführten Diskussionen, die um Datenschutz und den Überwachungsstaat kreisten, kratzten leider nur an der Oberfläche. Da hätte mir eine tiefergehende Auseinandersetzung mit diesen Themen besser gefallen. Und an Cys zwar überraschender Entwicklung im weiteren Verlauf des Romans hat mich gestört, dass diese für mich wenig nachvollziehbar gewesen ist, da die nicht zur vorigen Charakterisierung Cys passen wollte.
Die Figur von Cy leidet zudem darunter, dass ich den genialen IT-Mogul zuletzt etwa bei Jennifer Egan in Gestalt von Bix Bouton, dem Gründer eines sozialen Netzwerks, schon weit eindrucksvoller erlebt habe. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass sich Anthony McCarten mit der Charakterisierung von Cy ein wenig schwer getan hat. So hätte mir der Roman besser gefallen, wenn der Autor sich weniger auf Cy konzentriert hätte und stattdessen mehr von den zehn Teilnehmern am Betatest erzählt hätte.

Die zentralen Wendungen in diesem Roman konnten mich überraschen, auch wenn sie zuvor angedeutet wurden. Dabei sind diese derart durchdacht, dass sie höchstens in unbedeutenden Details nicht absolut konsistent sind, obwohl sie alles zuvor Erzählte auf den Kopf stellen. Zudem hat Anthony McCarten ein starkes Ende für seinen Roman gefunden, das bei mir wohl noch länger nachwirken wird und von einem passenden, zeitlich in der Zukunft angesiedelten Epilog abgerundet wird.

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Ich habe ja schon einige Bücher von Anthony McCarten gelesen und was jedesmal angenehm überrascht. Kein Roman war wie der andere. Man hat nie das Gefühl, dass er sich selbst kopiert.
Diese Mal ist ihm aber der ganz große Wurf gelungen. Oberflächlich gesehen geht es um ein High Tech Unternehmen, dass in gefährlicher Kooperation mit der CIA beweisen will, wie perfekt die Verbrecherjagd der Zukunft ablaufen könnte, wenn man nur auf alle verfügbaren Daten legalen Zugriff hätte. Zehn repräsentativ ausgewählte US-Bürger, Zeros genannt, sollen 30 Tage lang versuchen unterzutauchen. Wobei der Konzern sie mit allem, was Überwachungstechnologie und Algorithmen zu bieten haben, aufspüren will. Ein Szenario der Menschenjagd, das die Älteren unter uns ganz ähnlich noch aus dem faszinierenden Fernsehfilm "Das Millionenspiel" kennen.
Der CEO des Unternehmens, Cy Baxter, ist wunderbar gezeichnet: selbstverliebt, arrogant, skrupellos und von seiner eigenen Gottähnlichkeit überzeugt, eine fiktive Mischung aus Elon Musk, Jeff Bezos und Mark Zuckerberg. Er äußert denn auch den Kernsatz des Buches: Es geht schon lange nicht mehr um die Gefahr eines Überwachungsstaates. Den haben wir längst, und die Bürger geben ihre Daten dazu noch freiwillig preis. Denn alle wollen berühmt sein, weil berühmt zu sein fast so schön ist, wie geliebt zu werden. Aber heute geht es nicht mehr um die Legalität des Datensammelns, sondern nur noch darum, wer diese Daten zu welchem Zweck manipulieren darf.
Der Roman nimmt immer wieder neue Wendungen. Dem Leser wird bald klar, dass hinter der scheinbar harmlosen Bibliothekarin, die sich allen Aufspürversuchen widersetzt, noch etwas anderes stecken muss.
Dabei ist das Ganze unglaublich spannend geschrieben. Atemlos verfolgt der Leser den Countdown und weiß doch schon bald, dass die Geschichte mit dem Verstreichen der Frist noch lange nicht zu Ende erzählt ist.
Zum Schluss bleibt nur die Frage, ob man als Einzelner überhaupt noch eine Chance hat, gegen die unheilige Allianz von Staatsmacht und Großkonzernen anzukommen. Wenn ja, dann nur um den Preis des eigenen Glücks.

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Bisher mein Lieblingsbuch der Frühjahrsneuerscheinungen. Mccarten gelingt es, von der ersten Seite an zu fesseln. Sehr spannend, zum Teil erschreckend, was alles möglich wäre - auch im echten Leben. Regt desahlb auch zum Nachdenken an, welche und wie viele Informationen man im internet von sich preisgeben sollte.

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Ist trotz heutiger Überwachungsmethoden ein Abtauchen möglich?
Ist es in unserer heutigen Zeit möglich, sich so zu verstecken, dass einen trotz der überall gegenwärtigen Überwachung niemand finden kann. Cy Baxter, dem das private Unternehmen World Share gehört, ist davon überzeugt, dass er mithilfe seiner technischen Möglichkeiten jeden aufspüren kann und bietet dem CIA einen Test an, bei dem zehn Personen versuchen sollen, für 30 Tage unterzutauchen. Eine dieser zehn Teilnehmer ist die Bibliothekarin Kaitlyn, die Cy erst als leichtes Ziel einstuft. Doch Kaitlyn macht dies alles nicht für das Preisgeld in Höhe von 3 Millionen Dollar – sie hat ein größeres Ziel vor Augen.
Dieser spannende Thriller führt einem drastisch vor Augen, wie wir heute schon im Alltag überwacht werden und welche oft auch sensible Daten wir durch unsere Aktivitäten im Internet freigeben. Die ganze Geschichte ist überaus realistisch und glaubwürdig beschrieben. Dabei ist das Buch ein wahrer Pageturner mit interessanten Wendungen und Spannung vom Anfang bis zum Ende. Ein absolutes Lese-Highlight!

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An "Going Zero" wird wohl kaum jemand in diesem Frühjahr vorbeikommen: Hochaktuell, anspruchsvoll und spannend.
"Going Zero" bezeichnet dabei ein gemeinsames Projekt des größten Technologie-Konzerns und der CIA, bei dem 10 Teilnehmer 30 Tage lang versuchen müssen, sich (v. a. digital) unsichtbar zu machen. Dem Gewinner winkt ein Preisgeld, tatsächlich geht es aber eher darum, zu erproben, wie sich die Möglichkeiten der Geheimdienste durch die der Privatwirtschaft erweitern lassen.
Dabei tritt die vermeintlich chancenlose Bibliothekarin Kaitlyn gegen den Tech-Mogul Cy Baxter an, der mit Sicherheit nicht unabsichtlich stark an Elon Musk erinnert.
Die Geschichte liest sich spannend wie ein Actionfilm und zeigt - wie schon Dave Eggers im "Circle"- wie sehr wir im "Zeitalter der totalen Information" angekommen sind.
Warum lassen wir uns alle darauf ein? Selfmade-Milliardär Cy Baxter liefert eine mögliche Begründung: "beobachtet zu werden...das fühlt sich ein klein wenig so an wie geliebt zu werden."
Ein Buch, dessen Verfilmung wohl nicht lange auf sich warten lässt, da sei die Schwarz-Weiß-Malerei à la Hollywood gegen Ende verziehen.

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Mal wieder hat es McCarten geschafft eine Geschichte zu erzählen, die kaum näher an der Realität sein kann. So habe ich mir immer den Ursprung der totalen Überwachung in 1984 oder Minority Report vorgestellt.

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Pageturner! Ein mitreißendes Lesevergnügen, von der ersten bis zur letzten Seite..............................................................................................................................................................................

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Anthony McCarten - Going Zero

Meinung
Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen
Es war eine spannende Lektüre, die mich bis zum Ende mit Fragen und Rätseln fesselte.
Es wirft viele Fragen zum Thema Datenschutz auf.
MaCarten ist Drehbuchautor, und das merkt man diesem Buch an.
Das Tempo, die Anordnung der Szenen und die schnellen Wechsel zwischen den verschiedenen Handlungssträngen erinnern an einen Blockbuster-Thriller, mit halsbrecherischer Action im ganzen Buch.
Spannend, originell und leider allzu realistisch.
Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen.
Es ist der beste Techno-Thriller, den ich seit langem gelesen habe.

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Ich bin zwar noch mitten in der Lektüre, bin aber von Beginn an schon ziemlich fasziniert und begeistert von der Idee und der Geschichte. Toller Plot, tolle Umsetzung, sehr spannend! Freu mich schon, wenn das Buch erscheint!

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Der Kern der Handlung ist ein Versteckspiel!... aber nicht nur..
McCarten hat sich eine Story in einer zeitnahen Zukunft ausgedacht, in der sich Datenkraken zusammentun, wie z.B. Facebook, twitter, Instagram mit öffentlichen Einrichtungen NSA, CIA, FBI und diese ein Wettspiel veranstalten zwischen Suchenden und Gesuchten.
Die Hauptfiguren haben die Chance 3 Millionen Dollar zu gewinnen, wenn sie es schaffen 30Tage unentdeckt zu bleiben. 10 unterschiedliche Personen werden ausgewählt darunter Hacker, IT Sicherheitsleute und auch eine "Bibliothekarin." Es entwickelt sich eine spannende, gut recherchierte Geschichte über das totale Überwachen von Personen. Gesichtserkennung, Ganganalyse, Algorithmen, GPS Tracking und gute psychologische Verhaltensdeutung werden für die Jagd eingesetzt; fast alles ist heute schon Wirklichkeit. Und dann gibt es diese Bibliothekarin, hinter der sich mehr verbirgt als alle - einschließlich Leser/in - vermuten.
Ein spannendes, gut unterhaltendes Buch.

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Für 30 Tage unentdeckt bleiben. Das ist die Aufgabe von Kaitlyn. Denn die Bibliothekarin nimmt an einem Drei-Millionen-Dollar-Wettbewerb teil, den ein Tech-Konzern mit der Regierung ausgeschrieben hat. Zehn Probanden setzen sich selbst als Spielfiguren ein, an denen Fusion komplexe Überwachungstechnologien ausprobiert - zur Erhöhung individueller Sicherheit sollen die Technologien später eingesetzt werden, macht sich Firmengründer Cy vor. Fast fasst Cy Kaitlyn schon vor Seite 100, doch der Hervorragende Spannungsroman hat über 400 Seiten, also geben Sie der Bibliothekarin eine Chance. Lesen Sie „Going Zero“

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