Idol in Flammen

Roman

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Erscheinungstermin 07.06.2023 | Archivierungsdatum 01.05.2024

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Zum Inhalt

Ein preisgekrönter Bestseller aus Japan von einer 21-jährigen Autorin, die zum Shootingstar der japanischen Literatur avanciert: Rin Usami.

Die Schülerin Akari ist von Masaki, einem Mitglied einer beliebten J-Pop-Gruppe, besessen. Sie schreibt einen Blog, der ihm gewidmet ist, und verbringt Stunden im Internet auf der Suche nach Informationen über ihn und sein Leben. Als Gerüchte aufkommen, dass ihr Idol einen weiblichen Fan angegriffen haben soll, explodieren die sozialen Medien. Masakis Situation spitzt sich zu und droht auch Akaris Leben zu zerstören. Anstatt einen Weg zu finden, sich zu befreien, wird Akari noch fanatischer.

Ein Roman über Fankultur und die zerbrechliche Psyche junger Menschen von einer Autorin, die nicht viel älter ist als ihre Heldin. »Idol in Flammen« wirft ein grelles Licht auf die Geldmacherei der Popindustrie, die verführerische Macht der sozialen Medien und die gewaltige emotionale Leere, die sich auftut, wenn sich ein Idol als normaler Mensch mit Fehlern und Schwächen entpuppt.

Ein preisgekrönter Bestseller aus Japan von einer 21-jährigen Autorin, die zum Shootingstar der japanischen Literatur avanciert: Rin Usami.

Die Schülerin Akari ist von Masaki, einem Mitglied einer...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462003024
PREIS 18,00 € (EUR)
SEITEN 128

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Usami Rin hat für ihre zwei bisher verlegten Bücher wichtige japanische Literaturpreise erhalten. Neben dem Bungeishō in 2019, ein Preis für Debütant*innen, für ihren Erstling "kaka", für den sie auch noch im Folgejahr den wichtigen Mishima-Preis bekam, auch den wohl immer noch prestigeträchtigsten japanischen Literaturpreis, den Akutagawa-shō, für den hier vorliegenden kurzen Roman. Den Preis teilte sie sich 2020 mit zwei weiteren Autor*innen. Idol in Flammen erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die über ihre Obsession für ein Mitglied einer J-Pop-Gruppe berichtet, die ihr Leben ausfüllt. Ihre fortgesetzte Beschäftigung mit ihrem aidoru verhindert vorläufig, dass sie ein "nützliches Mitglied der Gesellschaft" wird. Pop-Kult kann anarchische Sprengkraft entfalten und gleichzeitig für gute Umsätze der Unterhaltungsindustrie sorgen. Es sind zwei Seiten einer Medaille, die Usami Rin uns hier ans Revers heftet. Eine Welt, die Literaturkritiker*innen, die renommierte Preise vergeben, vielleicht ebenso fremd sein könnte wie die Tiefsee des Marianengrabens.

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Ein Buch das ein Thema aufgreift, das ich noch nie in der Literaturwelt diskutieren gesehen habe. Fankultur ist für viele junge Leute ein wichtiger Teil ihres Lebens und oft auch Teil ihrer Identität. Dieses Buch ist nüchtern und selbstreflektiert erzählt und beschäftigt sich mit einem Teil des Lebens der sich normalerweise im privaten eigenen Zimmer abspielt, vor einem Bildschirm. Schnell zu lesen und mit vielen interessanten Gedankenspielen.

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In der Kürze liegt nicht immer die Würze. Obwohl ich das Thema Toxic Fandom super spannend finde, hat mir die Umsetzung in dieser Novelle vor allem wegen Hauptfigur Akark nicht so gut gefallen. Der Schreibstil wir mir zu durcheinander.

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Eine sehr interessante Geschichte, die man schnell lesen kann und einen dennoch tief berührt.
Man lernt die Welt eines jungen Mädchens kennen, welches an der Schwelle des Erwachsenseins steht und fixiert auf einen Musiker ist. Zu Beginn stellt sich gleich heraus, dass dem Idol ein Fauxpas passiert ist und zwar ein sehr heftiges und Fans und Company klagen ihn an. Nur die treusten Fans stehen auf seiner Seite, so auch Akari.
Für sie ist Masaki das Nonplusultra und ihr Lebensinhalt.

In der persönlichen Erzählungen wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Akari eigentlich zwei psychische Krankheiten hat, aber ihr der Antrieb fehlt diese an- oder zum Arzt zu gehen. Ihre Familie scheint sie nicht ernst zu nehmen, auch nicht ihre Lehrer und so flüchtet sie sich immer mehr in eine Scheinwelt und der Obsession zu ihrem Idol. Viele Jugendliche können sich vermutlich darin wiedererkennen, wie es ist sich missverstanden und alleine zu fühlen. Aber auch Antriebslos und voller Selbstzweifel.

Ich finde es ist eine sehr nahegehende Geschichte mit einem ganz anderen Blick auf eine Person, die eigentlich Unterstützung und viel Liebe bräuchte.

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Rin Usami schreibt mit solch einer Wucht, dass man sich für jeden Satz wappnen muss. Besonders, wenn es zum Ende geht, was leider viel zu schnell passiert.

Ich muss ständig an die letzten Sätze gehen, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. Usami malt mir Bilder in den Kopf, die ausdrucksstark und unvergesserlich sind, ein wirklich großes Talent.

Es geht um ein junges Mädchen in der heutigen Zeit, das wie viele Mädchen ist: Sie schwärmt von einem Pop-Star, aber es ist keine Schwämerei mehr . Realitätsnah geschrieben, eindrucksvoll und voller Gefühl.

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Rin Usami beschreibt in 'Idol in Flammen' eine Welt, die mir vollkommen fremd ist. Aber gerade deshalb habe ich das Buch mit großem Interesse gelesen. Ist das Phänomen der gecasteten Popbands schon einmal aus Fansicht literarisch verarbeitet worden? Wenn nicht, ist dies ein toller Anfang, auch sprachlich.

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Idol in Flammen beschreibt das Leben der Schülerin Akari, welche all ihr gellt und all ihre Energie in ihr Idol, den Sänger und Schauspieler Masaki steckt.
Das Fan sein im Allgemeinen wird gut und sehr realistisch dargestellt, als jemand, der selbst Fan von so einigen Dingen ist, habe ich mich in manchen Situationen wie zum Beispiel den sparen auf bestimmte Merchandise Artikel, selbst wieder erkannt.
Jedoch ist bei Akari alles sehr extrem. So kauft sie zum Beispiel über 10-mal dieselbe CD, um mit dem der CD beiliegenden Tickets für ihr Idol bei einer Beliebtheitsumfrage abstimmen zu können.
Irgendwann verliert sie leider komplett die Kontrolle über ihr Leben, sie bricht die Schule ab und zieht alleine in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter.
Es wird einen nach und nach klar, was dazu beigetragen haben könnte, das ihre Liebe zu ihren Idol so ausgeartet ist. Da haben wir einmal den in Amerika lebenden Vater ,zu dem sie so gut wie keinen Kontakt hat. Eine Perfektionistische und drillende Mutter und eine Rivalität zur Schwester.
Ich fand den Roman zum einen sehr gelungen, auf der anderen Seite viel zu kurz. Ich hätte gerne noch mehr und weiter über Akaris leben gelesen.

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Sehr aufschlussreicher Blick ins Leben eines Hardcore-Fangirls. Die Autorin beschreibt die Abhängigkeit und die Gefahr der Fan-Kultur und ihrer Idole.

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Das Wort "Fan" steckt nicht von ungefähr in "Fanatiker". Wie schmal die Grenze zwischen einfach Fan sein und Fanatiker sein, sein kann, zeigt Rin Usami auf eindrucksvolle, typisch Japanische Art und Weise. Nüchtern ohne viele Worte entspannt sich schnell eine Geschichte mit unglaublichem Sog. Einziger Nachteil: Das Buch ist so kurz. Ich hoffe, da kommt in Zukunft noch mehr von Rin Usami auf uns zu!

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Akari ist von Masaki, einem J-Pop-Idol, besessen. Ihr ganzes Leben wird nach ihm ausgerichtet und abseits ihrer Fanliebe existiert sie fast gar nicht.
Erschreckend realistisch zeigt sich hier das Leben eines Mädchens, deren Fanliebe zur Obsession geworden ist. Aber Usami beschreibt auch sehr feinfühlig, wie solche Obsessionen zustande kommen und zeichnet das Porträt eines einsamen Mädchens, das einfach nur einen Weg sucht glücklich zu sein. Obwohl das Buch relativ kurz ist, habe ich das Gefühl gehabt Akari richtig kennenzulernen und habe sie ganz tief in mein Herz geschlossen. Am liebsten würde ich sie fest umarmen und sie beschützen und genau das hat mir so sehr gefallen. Dass Akari nicht einfach nur als hysterisches Fangirl dargestellt wird, sondern als sensibles und respektvolles junges Mädchen.

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Ein großartiges Buch, dass den Leser*innen die Pop- und Idol - Kultur Japans näher bringt.
Die Grenze zwischen Super-Fan und Besessenheit ist hier besonders dünn und gibt einen schockierenden Einblick in die Psyche der Protagonistin, die ihr gesamtes Leben ihrem Idol widmet.

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Ich „kenne“ Fandom, Fans, diese ganze verrückte Welt und habe einige obsessive Frauen kennengelernt, die in meinen Augen die Realität verloren und sich dafür in diese alternative universes hineinbegeben haben, immer ausgelöst und bestimmt durch ihre „Beziehung“ zu einem der Hauptdarsteller. Das Buch gibt ihre verstörende Verstörtheit ganz gut wieder, selbst in einem etwas zackigen Schreibstil.
Ich fand das Buch interessant, weil ich mich in dieser Fandom-Welt auskenne. Ohne diese Erfahrung hätte ich es wahrscheinlich schnell abgetan als „nichts für mich“. Ich bin gespannt, wie die Leser das Buch aufnehmen werden.

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Eine kurze und prägnante Novelle, die über eine junge Frau berichtet, deren Lebensschwanken mit dem Abstieg ihres Idols zusammenfällt.

Für mich hat sich Akari autistisch mit ADHS gelesen, was viel von ihrem Verhalten und ihren Problemen erklärt. Ihr Hyperfokus ist ihr Idol, andere Dinge - Schule, Arbeit, ihre Familie können nicht die Hürde für Interesse überwinden. Dabei zweifelt sie trotzdem an vielem, weil sie als autistische Person zwar einen anderen Blick auf die Welt hat, aber genauso viele Emotionen empfindet und noch weniger als neurotypische Menschen damit klar kommt, weil sie social clues nicht lesen kann.

Das hat dieses Buch zu einer interessanten Erfahrung gemacht, gesprenkelt mit großartigen Formulierungen - ich bin gespannt, was Rin Usami noch erschaffen wird!

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Kurz und gut;
Akari ist ein Teenager und großer Fan von Masaki. Der Kurzroman ist aus ihrer Sicht geschrieben und man erlebt, wie sie ihr komplettes Leben bis zur Selbstaufgabe an ihrem Idol ausrichtet. Dadurch scheitert sie am wirklichen Leben, hat Probleme in der Schule und mit der Familie. Durch ihren Blickwinkel kann man ihren Fanatismus teilweise nachvollziehen, ist aber gleichzeitig auch fassungslos, weil man live dabei ist, wie sie den Bezug zur Realität verliert. Das Buch ist gut gemacht, da man sich sehr gut in Akari hineinversetzen kann, auch wenn man kein Fan oder Teenager ist. Der Schreibstil ist angenehm und hat auf mich weniger hölzern gewirkt, als andere japanische Bücher. Möglicherweise liegt das daran, dass die Autorin sehr jung ist. Das Buchthema ist auf jeden Fall sehr zeitgemäß, da auch der Einfluss der Sozialen Medien auf die Idole und die Fans beleuchtet wird. Mir hat es so gut gefallen, dass ich gerne eine Fortsetzung lesen würde.

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Ein skurriles Bildbnis des Fan-Darseins, welches wunderbar die Höhen und Tiefen skizziert. Gerade in einer Zeit, wo wieder Hype über Boybands ausbricht, eine wichtige Perspektive.

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Weniger Sozialanalyse als eine detaillierte Beschreibung eines Superfans und eine Idolkultur, die faszinierend und abstoßend zugleich ist. Ich kenne Japan nicht genug, um zu wissen, ob es überzeichnet oder real ist, was die von ihrem Idol Masari exzessiv begeisterte Akari erlebt, fühlt, denkt, in ihrem Blog schreibt. Ihr eigenes Leben entgleitet ihr jedenfalls zunehmend. Blau ist Masaris Farbe, blau ist auch ihre. Die Schule schmeißt, einen Job findet sie nicht - sie sucht auch nicht - Freund:innen hat sie, falls man das so nennen möchte, nur in der virtuellen Welt. Lebt sie ein Leben? Ihr Leben? Was wird aus ihr, wenn ihr Idol eines Tages wieder „Mensch“ wird? Kann auch sie das lernen? Rin Usamis Roman ist ein Bestseller in Japan. So anders die Welt hier ist: Er könnte es hier auch werden.

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Viele von uns hatten sicherlich eine Person, in die wir unendlich verliebt waren, sei es ein Idol oder der Sitznachbar in der Schule, die für einen unerreichbar war und so perfekt zu sein schien, dass man das Leben ohne sie nicht mehr vorstellen konnte. So fern, unnahbar, aber trotzdem glücklich scheint die Protagonistin in dieser Geschichte zu sein. Bis alles auseinander bricht und sie nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll.
Wenn man sich mit der Girlgroup/Boygroup-Fan-Szene in Asien auskennt, was etwas extremer ist als in Deutschland, bringt man für dieses Buch sicherlich mehr Verständnis mit.

Die Geschichte war leicht zu lesen, kurz gefasst und schafft es auch die Gefühle und Verzweiflung von Akari überzeugend rüberzubringen. Mir haben die detaillierten Schilderungen gefallen und auch den Bezug zu ihrer Familie und ihrem Umfeld. Es mag überzogen sein, aber dafür sind Romane ja auch z.T. da, um Gedanken noch mehr in das Extreme zu ziehen. Auch das Ende hat mir nach langem Überlegen gefallen, obwohl ich vom Ende anfangs etwas unbefriedigt war. Trotzdem passt es insgesamt und auch zur Linie der Story sowie zum Charakter von Akari. Akari ist wirklich schwierig und versteckt sich unter so vielen Schichten und ihrem Idol. Die Suche nach ihrer Seele ist wohl meiner Meinung nach die Herausforderung des Buches, was ich ganz spannend fand.

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Fanatismus bei jungen Menschen

Das unscharfe, verschwommene Cover mit junger Japanerin vor blauem Hintergrund spricht mich wenig an, lässt aber die neugierige Frage nach dem WARUM hochkommen. Fankultur gibt es schon lange weltweit, auch rund um Sportler, in der Musik- und Filmindustrie. Auswirkungen der sozialen Medien können gnadenlos niederschmetternd sein, nicht nur für junge Menschen, die wie hier auf der ständigen Suche nach Orientierung sind und sie unerwartet abrupt verlieren. Die emotionale Leere der jungen Frau Akari ist nachvollziehbar beschrieben, aber im Endeffekt nicht allein auf die Geldmacherei der japanischen Popindustrie zu schieben. Gezielt anklagend in der Wortwahl ist der Fokus gekonnt auf die zerbrechliche Psyche junger Menschen gerichtet. Auf dem Weg zum Erwachsenwerden kann so manch frühes Leben wegen solch übertriebenem Fanatismus gefolgt von totaler Leere zerstört werden, gerade wenn das Idol in Flammen steht und einfach nur Mensch wird. Tief berührend!

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Rin Usami fesselt mit Ihrer, meiner Meinung nach, sehr guten Erzählung über die Existenz als exzessiver Fan.

Ein kurzer, aber wahrlicherLesegenuss!

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Die Schülerin Akari ist besessen von Masaki, Mitglied einer erfolgreichen J-Pop Band. Doch eines Tages machen Gerüchte in den sozialen Medien die Runde: Masaki soll einen weiblichen Fan geschlagen haben. Akari beschließt, dass sie dennoch weiterhin treu hinter ihrem Idol stehen will, doch dessen Karriere scheint in Flammen aufzugehen – und damit auch Akaris eigenes Leben.

„Idol in Flammen“ ist der zweite Roman (und der erste, der bisher ins Deutsche übersetzt wurde) der japanischen Autorin Rin Usami. Mit 19 Jahren verfasste sie ihr preisgekröntes Debüt; inzwischen ist sie 24 Jahre alt und damit eine junge Stimme im japanischen Literaturbetrieb. Das merkt man dem Roman auch an, denn es gelingt ihr gut, den Ton und die Gedankenwelt der Protagonistin einzufangen. Aus ihrer Sicht wird die Handlung in der Ich- und Gegenwartsform erzählt und mit ihr geraten wir in einen wahren Strudel aus Emotionen und Obsession.

Ausgangspunkt der Geschichte ist sicherlich der Skandal rund um Sänger Masaki. Doch wo ich eher eine Antwort auf die Frage, ob und wie man die Kunst vom Künstler trennen kann, erwartet hatte, entwickelt sich stattdessen eine Charakterstudie zu Besessenheit. Ihr Idol bestimmt Akaris ganzes Leben. Sie kauft alle CDs mehrfach, geht auf Konzerte und führt einen Blog mit ihren Gedanken zu Masaki. Der Skandal an sich scheint sie nicht allzu sehr zu beunruhigen, auch wenn es dabei um Gewalt geht. Stattdessen bedrückt es sie, wie sehr sein Ansehen unter dem Vorfall leidet.

Von diesem Punkt an rast Akari geradezu einem Abgrund entgegen. Sie vernachlässigt die Schule, der Lernstoff will einfach nicht in ihrem Kopf bleiben. Auch in ihrem Nebenjob kann sie sich nicht mehr konzentrieren; ihre Eltern sind ratlos und überfordert, nur ihre große Schwester Hikari versucht zumindest, Verständnis aufzubringen. Doch ist für Akari ein Leben ohne ihre Obsession für Masaki überhaupt möglich?

Eine kurzer, aber eindrucksvoller Roman über Fankultur, die Maschinerie hinter den Idols, aber auch über die japanische Leistungsgesellschaft, die für junge Frauen wie Akari keinen Platz hat.

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Dieses Buch ist keinesfalls nur etwas für Freunde der japanischen Kultur oder Jugendliche.
Auf diesen doch wenigen Seiten stecken so viele Denkanstöße und unterschiedliche Themen, bekommen wir so viel Input zum Diskutieren und Hinterfragen, dass es uns wirklich begeistert hat.
Idol in Flammen wird in unseren Augen zurecht so hoch gelobt!

Die emotionale Leere und Antrieblosigkeit, die Protagonistin Akari empfindet, ist einfühlsam und nachvollziehbar geschildert. Dass sie sich so sehr an ihrem Idol Masaki festklammert, scheint ihr einziger Lichtblick, ihr Rettungsanker zu sein.
Doch alles in allem ist die junge Frau auch erstaunlich reflektiert, wenn sich das auch erst zum Ende des Romans hin in ihrem Handeln widerspiegelt.
Gänsehaut pur!

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In Akaris Leben läuft wirklich nicht alles rund, zum Glück hat sie ihr Idol, auf den sie sich immer verlassen kann. Während alles um sie herum zu zerfallen droht, gibt er ihr halt und lässt sie wenigstens ab und zu ihr Leid vergessen.
Dies ist nicht nur ein Roman über die Liebe eines Teenagers zu einem Idol, sondern auch über psychische Gesundheit und den Druck unserer (oder in diesem Fall der japanischen) Gesellschaft. Akaris ist dabei keinesfalls bloß ein fiktiver Charakter, sondern ein Beispiel für Menschen, die es unzählige auf dieser Welt gibt, die Halt in ihrem Leben benötigen und diesen in einem Star finden. Während ich die Geschichte zu Beginn sogar etwas witzig fand und mich in dem ein oder anderen Zitat wieder finden konnte, wurde die Story doch zunehmend ernster. Akaris Story ist authentisch und ich bin mit sicher, dass sich einige in ihrer Geschichte gehört fühlen werden.

Weshalb es für mich nur drei Sterne wert war: leider wurde die Thematik, die dem Buch der Titel gewidmet wurde, nur sehr mäßig thematisiert. Ich hätte mir da mehr gewünscht, einfach weil der Titel in mir die Erwartung geweckt hat

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„Idol in Flammen" von Rin Usami nimmt einen vom ersten Satz an mit in die Welt der J-Pop-Kultur und erzählt auf äußerst fesselnde Weise die Geschichte der 15-jährigen Akari, deren Leben sich voll und ganz um ihre Obsession für das J-Pop-Idol Masaki dreht. Dieses Idol wird für sie zur Wirbelsäule, zum Mittelpunkt ihres Lebens, wie sie selbst sich ausdrückt.
Das Buch gibt Einblick in Akaris Alltag, in dem sie die Zeit in der Schule mehr oder weniger über sich ergehen lässt, und ansonsten einen Blog schreibt, akribisch alle – sehr teuren – Fan-Artikel sammelt und jede Äußerung und Tätigkeit ihres Idols penibel protokolliert. Diese Leidenschaft für Masaki nimmt ihre gesamte Lebensenergie in Anspruch. Doch als Akaris Lebensmittelpunkt einen Rückschlag erlebt und angeblich einen weibliche Fan angegriffen hat - die wahren Hintergründe bleiben im Dunkeln - geht auch sie mit ihrem Idol unter. Sie ist nicht mehr in der Lage, selbst einfachste, alltägliche Tätigkeiten zu bewältigen.
Während Akari in den Momenten, in denen sie über ihre virtuelle Verbindung zu ihrem Idol berichtet, klar, strukturiert und zielstrebig erscheint, entgleitet ihr nach und nach die Realität. Sie selbst löst sich buchstäblich beinahe vollständig auf, das sie aufgrund ihrer Obsession offenbar auch eine Essstörung entwickelt hat. Das Buch thematisiert einfühlsam die fragile Psyche eines heranwachsenden Mädchens, das in der J-Pop-Kultur einen vermeintlichen Halt findet, während die Erwachsenen in Form ihrer Eltern und Lehrer hilflos danebenstehen.
"Idol in Flammen" ist ein äußerst zeitgemäßes Werk, das die J-Pop-Kultur näherbringt, die für viele Erwachsene vielleicht noch unbekannt und befremdlich wirkt. Rin Usami vermittelt dieses Phänomen auf plastische und einfühlsame Weise. Der Schreibstil des Buches ist wie ein Tagebuch gestaltet, wobei interessante Elemente wie Blogeinträge und protokollierte Chatverläufe mit Freunden und anderen Fans in den Text eingewoben sind.
Rin Usami, die erst 21 Jahre alt ist, hat mit „Idol in Flammen" ein beeindruckendes Werk geschaffen und wird zurecht nicht nur in Japan gehypt. Das Buch ist eine absolute Leseempfehlung für Jugendliche ab 15 Jahren sowie für Erwachsene gleichermaßen.
Es ist im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen, hat 128 Seiten und kostet 18 Euro.

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Dieser Roman hat mich sehr überrascht. Vor allem mit seiner Intensität. Und das auf nur so wenigen Seiten.

Der Roman handelt von Akari, die ihrem Idol Masaki vollständig ergeben und verfallen ist. Sie ist Schülerin und widmet ihr gesamtes Leben ihrem Idol.
In diesem Roman wird geschildert wie sehr dieser Umstand Akari beeinträchtigt. Ihre Psyche, ihren Alltag, auch die Art und Weise wie sie mit ihrem Umfeld und den Menschen in ihrem Leben in Verbindung steht beeinflusst. Sie ist lange nicht die einzige, die sich mit Haut und Haaren ihrem Idol verschreibt. Dies zeigt sich unter anderem durch ihren Blog, der eine rege Anhängerschaft zu verzeichnen hat.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Er liest sich sehr schnell und ich fand das Thema der japanischen Idolkultur sehr spannend, da ich bisher noch nichts darüber wusste. Der Inhalt des Romans war drastischer als ich erwartet hatte und hat mich ehrlicherweise schockiert.

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Rin Usami ist ein Shootingstar der japanischen Literaturszene. Die Werke der jungen Autorin wurden bereits vielfach ausgezeichnet. Nun habe ich speziell dieses ihrer Bücher ausgewählt, da es ein Thema behandelt mit dem ich wenig vertraut bin: Fankultur.

Die Protagonistin Akari ist vernarrt in den Sänger einer J-Pop Band, Masaki. Das junge Mädchen vernachlässigt für ihn die Schule, die Arbeit, ihre Familie und ihre Freundinnen. Außerdem schreibt sie einen Blog über ihn. Als Masaki in einen Skandal verwickelt wird, gerät auch Akaris Leben ins Wanken.

Mich hat an der Story besonders gereizt, dass wir in der Protagonistin eine schwierige weibliche Persönlichkeit treffen, die offensichtlich psychisch erkrankt ist und gleichzeitig mit einer Lernstörung zu kämpfen hat. Ihr Fokus auf einen Menschen, den sie gar nicht persönlich kennt (und auch nicht persönlich kennenlernen will), scheint ein Bewältigungsmechanismus zu sein, um mit den Anforderungen des Lebens klarzukommen. Durch ihre Gedankenwelt wird offengelegt, inwiefern die Popindustrie sie finanziell ausnimmt und emotional erpresst, wie Social Media ihre Weltanschauung einnimmt und was letzen Endes passiert, wenn aus einem Idol plötzlich ein Mensch mit Ecken und Kanten wird.

Es ist weniger die Popkultur an sich, die mich so gefesselt hat, sondern die emotionale Intelligenz Akaris, die von anderen Figuren nicht erkannt wird. Sie wird als faul bezeichnet, da sie es nicht schafft in der Schule wie auch im Privatleben ihr Bestes zu geben. An anderer Stelle jedoch hat sie das Leben ihres Idols in Ordnern und auf ihrem Blog festgehalten und kategorisiert. Ihr ist bewusst, dass sie nicht einfach faul ist, sie weiß sich nur nicht selbst zu helfen in einer Welt, die nicht auf Menschen wie sie ausgerichtet ist.

Es ist ein Buch von unerwartet emotionaler Tiefe, das lange in mir nachhallen wird..

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Die Idol-Kultur in Japan - und auch in Korea - ist etwas sehr Spezielles. Ganze Gruppen von Idols werden von Agenturen zusammengecastet und vermarktet. Ihre Fans? Bei weitem nicht nur junge Menschen wie Rin Usamis Protagonistin Akari. Gestandene Geschäftsmänner jubeln in Tokyo jungen Frauen auf Bühnen zu, können Texte und Choreografien auswendig. Hausfrauen seufzen beim Anblick ihrer Idols, Schülerinnen geben ihr ganzes Taschengeld aus, um ein Idol zu treffen.

Von dieser fast schon manischen Popkultur erzählt “Idol in Flammen”. Im Zentrum steht Akari, psychisch instabil, stellenweise ungepflegt und irgendwie abgeschnitten vom Leben der anderen um sie herum. Für sie zählt im Leben nichts mehr als ihre Verehrung für Masaki, Sänger in einer Idol-Band und gerade unter Verdacht: Hat er einen Fan geschlagen?

Akari führt akribisch Buch über Masakis Auftritte, kauft alles, was auf den Markt kauft und versucht sich dafür sogar wenig erfolgreich in einem Nebenjob. Rin Usami wirft uns mittenhinein in diese Manie und lässt uns unmittelbar an Akaris Gedanken teilhaben. Die Spannung, die sich darin aufbaut, ist unheimlich bis zum Ende, das sich der Erwartung entzieht.

Akari ist keine liebenswerte Protagonistin und die Autorin gibt sich auch keine Mühe, sie uns mit ihren besten Seiten näherzubringen. Stattdessen stößt sie uns manchmal ab, besonders dann, wenn die Sprache auf ihre mangelnde Körperpflege zu sprechen kommt oder auf den Zustand ihres Zimmer. Aber dies passt gut zur Fassungslosigkeit, die uns ergreift, wenn wir von Akaris Fandom lesen.

Mit 100 Seiten ist “Idol in Flammen” kurz - aber dieser Platz reicht für diese ungewöhnliche Geschichte.

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Das Buch "Idol in Flammen" der japanischen Autorin Rin Usami hat mich zuerst durch die interessante Covergestaltung angesprochen. Die starken Kontraste und das verschwommene Konterfei einer jungen Frau wirken in Verbindung mit den Klappentext bedrückend.
Das Buch ist mit etwas mehr als 100 Seiten eher kurz, dennoch umfasst es einen zeitlichen Ablauf von etwas über einem Jahr. Protagonistin Akari wird trotz der Kürze eindringlich und lebensnah beschrieben. Dabei fallen vor allem die beinahe poetische und dennoch klare Sprache der Autorin auf. Ausschweifende Umschreibungen finden sich in diesem Buch nicht, der Schreibstil ist sehr präzise, kann dabei jedoch sehr ausdrucksstarke Bilder entstehen lassen.
Im Fokus stehen die japanische Fankultur und auch, wenngleich weniger direkt, der Umgang mit psychischen Schwierigkeiten. Die Abhängigkeit und Obzession von Akari mit ihrem Idol werden in aller Härte dargestellt - diese Thematik ist in Japan wahrscheinlich deutlich präsenter als im deutschen Raum. Die Ausführungen über die kommerziellen und fanbindenden Tricks dieser Indrustrie und die Auswirkungen auf jugendlichen Psychen wurden klar herausgearbeitet.
Das Gesellschaftsbild und die Popkultur kann ich aus meinem persönlichen Leben wenig nachvollziehen, war jedoch ganz in Usamis Erzählung gefangen. Dieses Buch ist eine deutliche Kritik an der Fankultur.
Den Aufbau der Story konnte ich gut nachvollziehen, auch wenn einige Entwicklungen gemäß der Kürze des Buches eher oberflächlich beschrieben wurden - aber auch das passt zu der schnellebigen Fankultur.
Insgesamt habe ich dieses Buch sehr gern gelesen, es hat mir neue Perspektiven geöffnet, wird mich vermutlich jedoch nicht nachhaltig bewegen.

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„Mein Idol steht in Flammen. Er soll einen Fan geschlagen haben.“
Akari, die junge Ich-Erzählerin, verfolgt den Shitstorm um Masaki, den Sänger einer Band, ihr Idol.
Akari ist seit einem Jahr Fan, hat alles über das Leben ihres Idols recherchiert und betreibt eine Fanseite mit einem Chat. Sie will ihm gerade jetzt treu bleiben.
„Aber diese Welt (das Internet), in der meine Persönlichkeit halb Fiktion ist, ist tolerant. Für uns alle ist es zur Routine geworden, einfach nur unser Idol anzuhimmeln.“
Die Obsession zu ihrem Idol bestimmt ihr Leben, sie arbeitet, um sich Fanartikel (alle, die es gibt!) kaufen zu können und Konzerte von Masaki besuchen zu können. In der Schule kann sie sich nicht mehr konzentrieren. Sie leidet auch körperlich Qualen, wenn es ihrem Idol nicht gut geht. Sie bricht die Schule ab und findet keinen Bezug zum Alltag.
Masaki kündigt seinen Rücktritt aus dem Showgeschäft an (er möchte nicht mehr Star, sondern Mensch sein) und Akari kann sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen.
Dieses Buch zeigt eindringlich und erschreckend, wie Star-Kult ein Leben zerstören kann. Besonders überzeugend wirkt es durch die Erzählperspektive der Ich-Erzählerin, die keinerlei Zweifel an ihrem Handeln hat und einfach nur beschreibt, wie ihr Leben zerbricht.
Ich denke, es kann eine spannende und wichtige Lektüre für Jugendliche sein, mich selber hat es nicht so angesprochen, vielleicht weil ich als „Erwachsene“ innerlich den Kopf schüttele über die Selbstzerstörung dieser jungen Frau.
Die 21-jährige Autorin Rin Usami hat in ihrer Heimat Japan mit ihrem bereits zweiten Buch viel Anerkennung bekommen und wird als „Shooting-Star“ der japanischen Literatur gefeiert.

aus dem Japanischen übersetzt von Luise Steggewentz

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Akutagawa Prize 2020
This short novel turned Usami, born in 1999, into one of the youngest Akutagawa winners ever, and while the story and the language are deceptively simple, the first-person narrative does a great job evoking truths about the protagonist that she herself has not consciously realized. High-school student Akari suffers from learning disabilities and has been diagnosed with a mental illness (seems like depression and/or ADHS), she feels left out by her family and social environment. The one thing that gives her comfort and that she feels like she succeeds in is being a fan of J-pop idol Masaki: She has turned this into her whole identity, her purpose of living. When Masaki is accused of having hit a fan who might even be his girlfriend, Akari's life further unravels...

In a way, this is a book about an abused man and a woman with severe mental health issues, both of them struggling to gain agency over their own lives: In the subtext, the de-humanizing system of idol culture and how it affects Masaki are revealed; Akari is both exploited financially by the entertainment company that employs Masaki and she contributes to his exploitation as a projection surface. By fleeing into a dream world, Akari also harms her family, who seems to deeply care about her, but doesn't know how to help her when she tries to evade contact with the challenges of reality; plus of course, Akari harms herself, because she abandons her own life for the idol world in which she also exists - alone.

So loneliness, abuse, and agency are the themes around which the text revolves, and Akari's limited self-awareness, her oscillation between knowing that what she does is harmful and ultimately pointless and her holding on to the illusion while understanding that this illusions destroys Masaki - this complex psychological net, rendered in a convincing voice, make this an intriguing text. There is indeed a lot to say about the loneliness epidemic and how it relates to entertainment culture (hello, David Foster Wallace).

Great stuff from a young Japanese writer.

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Wie findet man als junger Mensch den Sinn des Lebens? Die junge japanische Autorin beschreibt prägnant wie schnell man sich in eine Parallelwelt flüchten kann. Das Phänomen der gehypten Stars kommt hier gut zur Sprache. Dieser Roman ist ideal für alle ab 16.

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Akari ist ein riesiger Fan von Masami; dem Mitglied einer berühmten japanischen Popgruppe. Manisch kauft sie jeden Fanartikel, den sie in die Finger bekommt und sei er noch so kitschig. CDs, DVDs und Bücher hat sie in mehrfacher Ausführung und das ist kein Zufall: Verknüpft doch ein perfides Abstimmungssystem CD-Käufe mit den Beliebtheitswerten der einzelnen Bandmitglieder. Und natürlich will Akari ihr Idol an erster Stelle sehen. Also kauft sie. Besonders, nachdem Masamis Karriere durch einen Skandal um einen angeblich geschlagenen Fan abzustürzen droht.

Bei Schülerin Akari wurde eine nicht näher bezeichnete Krankheit diagnostiziert, die es ihr erschwert, alltägliche Dinge zu erledigen oder sich lange zu konzentrieren. Ein wenig klingt es nach ADS aber das ist nur ins Blaue geraten. Da Akari viel vergisst, ist es ihr quasi unmöglich eine Medikation durchzuhalten. Aus ihrer Familie unterstützt sie niemand, sie wirkt ziemlich isoliert. Mutter und Schwester scheinen weitestgehend genervt von Akaris Unfähigkeit ihren Alltag oder die Schule zu bewältigen. Nur wenn es um ihr Idol geht hat sie den Enthusiasmus, jedes noch so kleine Detail aufzunehmen und zu katalogisieren.

Die Fankultur, die Rin Usami hier beschreibt, fand ich ziemlich gut dargestellt. Ganz anders als in Akaris echtem Leben bekommt sie in der Online-Fanwelt die Liebe und Anerkennung, die ihr sonst fehlt. Auch in der Masse unterzugehen kommt ihr entgegen, da sie ansonsten durch ihre Krankheit und deren Symptome schon genug ungewollte Aufmerksamkeit bekommt. Der Kult um Masami ist das Einzige, über das sie Kontrolle zu haben scheint und nur, wenn sie sich mit ihm beschäftigen kann, erlebt sie so etwas wie Zufriedenheit.

Allerdings wäre ich gerne ein wenig tiefer in die Fan- und Onlinekultur eingetaucht. Akaris Krankheit nimmt dafür aber zu viel Platz ein. Typisch japanisch fand ich den etwas kryptischen Ton und dass die kurze Geschichte eigentlich an der spannendsten Stelle endet. Wie gerne wäre ich Akari nach einem bestimmten Ereignis noch weiter gefolgt! Aber gerade an diesem Wendepunkt endet alles. Das ist ein wenig frustrierend aber irgendwie auch extrem smart gelöst, weil es zu Akaris Leben passt wie die Faust aufs Auge.

Insgesamt hatte ich mir mehr Fankultur erhofft und weniger private beziehungsweise gesundheitliche Probleme der Hauptfigur. Für beide Themen zusammen war der Roman eigentlich zu kurz. Gut umgesetzt ist beides aber auf jeden Fall und auch der Erzählton hat mir gefallen. Insgesamt ist „Idol in Flammen“ also eine durchaus lesenswerte Geschichte, die sich an einem Wochenende locker wegschmöckern lässt.

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Zum Inhalt:
Masaki, Mitglied einer sehr beliebten J-Pop-Band, ist das große Idol der Schülerin Akari. Sie verbringt Stunden um im Internet Informationen zu finden, schreibt einen Blog über ihn. Als es Gerüchte gibt, dass Masaki einen weiblichen Fan angegriffen hat, getät nicht nur Masakis Leben aus den Fugen. Atari wird immer fanatischer statt einen Weg aus der Misere zu finden.
Meine Meinung:
Das Buch zeigt ganz schön drastisch, wie sehr Fankult aus dem Ruder laufen kann und gerade auch Seelen von noch jungen Fans kaputt machen kann. Wie Fans quasi alles andere aufgegeben haben, um die nächste CD, Poster oder Konzertkarte kaufen zu können. Die Autorin hat es wirklich geschafft, dieses Phänomen aufzugreifen und bildlich darzustellen. Ich war nie so ein Fan, finde es aber dennoch sehr realistisch erzählt.
Fazit:
Erschreckend

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Durch den Hype um das Debüt der japanischen Autorin bin auch ich auf Idol in Flammen aufmerksam geworden. Ohne diesen Anstoß hätte ich vermutlich nie zu diesem Cover gegriffen (das übrigens eher an die Sängerin Sia erinnert als an einen Roman über die japanische Fankultur).
Trotz seiner Kürze (128 Seiten) hinterlässt das Buch einen starken Eindruck, da uns Rin Usami in das Innenleben eines japanischen Fangirls hineinversetzt, in deren Welt es nur eine wichtige Konstante gibt. Akari ist nämlich von Masaki, einem Schauspieler und Sänger einer Pop-Gruppe besessen. Sie opfert ihm alles, ihr ganzes Geld, ihre Aufmerksamkeit und ihr Sozialleben. Außer ihm hat sie so gut wie nichts im Leben. Selbst ihr Schulerfolg leidet stark unter ihrer Liebe zu dem Star.
Als dieser jedoch einen weiblichen Fan geschlagen haben soll, verändert sich für Akari alles. Was bleibt noch übrig, wenn der Mittelpunkt ihres Lebens plötzlich wegzufallen droht?
Rin Usami, welche selbst nicht viel älter als ihre Protagonistin ist, schildert detailliert die ausbeuterische Fankultur und zeigt auf, welche psychischen Folgen die Popindustrie auf junge Menschen haben kann. Erschreckend und mitfühlend zugleich.

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Akari hat ihr Idol gefunden und sieht in Masaki, einem J-Pop-Star ihre Mitte, ihre Wirbelsäule, ihren Halt und einen Teil ihrer Seele. Sie ist überzeugt, dass nur er sie wirklich verstehen könnte.

Sie steckt viel Zeit und Energie in ihren Fanblog und hat eine Menge Follower. Außerdem steckt sie Unmengen an Geld ins Masaki's Merchandising. CD's kauft sie in rauen Mengen, um die Beliebtheit ihres Idols steigern zu können, alle Bücher in 3-facher Ausführung und alle Bilder braucht sie sowieso.

Kein Wunder, dass da keine Zeit mehr für die Schule bleibt. Hier scheitert sie kläglich.

Als nach einem Vorfall ein Shitstorm über ihr Idol hereinbricht, steigert Akari ihre Aktivitäten in den sozialen Netzwerken noch, um ihrem Idol den Rücken zu stärken. Ob an den Anschuldigungen was dran ist, hinterfragt sie nicht, denn ein Leben ohne Idol ist kein Leben. Sie nimmt kaum wahr, dass sie im realen Leben komplett den Halt verliert, bis auch ihr Idol aus dem Showgeschäft aussteigt, um als Mensch zu leben. Nun dringt das Chaos in Akaris Welt auch in ihr Bewusstsein durch.

Rin Usami lässt uns in diesem Buch ein Jahr mit ihrer Hauptfigur erleben. Wir lernen diese obsessive Fankultur kennen und die Autorin zeigt hier auch ganz klar die Schattenseiten dieser Welt auf. Obwohl wir mit der Protagonistin tief in der Welt der Idole stecken, bleibt mir die Fankultur trotzdem fremd. Für mich ist es gänzlich unvorstellbar, dass jemand sein ganzen Leben nach einer fremden Person ausrichtet. Dennoch fand ich es interessant, einen Blick in diese Kultur zu werfen.

Als Leser*in erkennt man früh, dass diese Geschichte nicht gut ausgehen kann. Mit Akari steuern wir langsam aber sicher dem Abgrund zu und der Sturz in die große Leere nach dem Idol ist unvermeidbar. Das Drama hat die Autorin gut eingefangen. Ich hätte es aber schön gefunden, wenn auch der Weg raus aus der Misere etwas ausführlicher beschrieben worden wäre. Der Schluss weist zwar die Richtung, aber das Buch ist kurz, ein paar Seiten mehr hätten den Roman etwas runder werden lassen.

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Idol - die Idealisierung einer Person zu etwas außergewöhnlichen oder wie es die Protagonistin Akari treffend formuliert "Das eigene Idol ist wirklich eine Sache von Leben und Tod".
Rin Usami beschreibt in kurzer Zeit, was es bedeutet eine tiefgreifende Obsession auf eine Person zu haben, sich dieser nahezu krankhaft hinzugeben und dadurch nicht nur vor der Realität, sondern auch vor sich selbst zu verschwinden.
Eine Lektüre die erschütternd, verzehrt und doch so real ist!
Ich war und bin begeistert!!!

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Ein kurzer Roman von Rin Usami über das Mädchen Akari deren Welt irgendwann nur noch aus dem Musiker Masaki besteht, ihrem Idol. Er ist Mitglied einer J-Pop Gruppe. Sie bloggt über ihn, gibt Geld für Merchandising aus, vernachlässigt sich selbst, verlässt die Schule. Am glücklichsten fühlt sie sich, wenn sie ihr Idol anhimmelt, wenn sie ihm alles gibt, wenn sie ganz darin aufgeht, selbst wenn die Beziehung so einseitig ist. Ich kann es etwas nachfühlen, auch ich hatte als ich jung war Idole, war ein Fan und habe alles mögliche gesammelt von Büchern bis Platten und Filme. Im Gegensatz zu heute war es noch harmloser und ohne Handy und Social Media weniger stressig. Diese Schwärmerei hatte mich nicht in den Grundfesten erschüttert wie Akari. Sie war irgendwann vorbei. Die junge 21.jährige Autorin, die mit diesem Roman in Japan Furore machte, beschreibt sehr genau und wortgewandt die Gefühle und Gedanken von Akari. Klarsichtig, differenziert und erstaunlich ehrlich. Natürlich weiß man, das eine Industrie hinter diesem ganzen Fansein steckt, die Umsatz mit den Gefühlen der Mädchen und Jungen machen will. Als sich die Band auflöst wird Masaki vom Idol zum Mensch. Die Distanz, die Sicherheit, die klare Linie zwischen Fan und Idol, die bisher für Gleichgewicht gesorgt haben und sich nicht verändern ließen sind plötzlich weg. Erstaunliche Gedanken. Mir gefällt der Roman sehr und ich empfehle ihn gern.

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"Idol in Flammen" von Rin Usami, einer talentierten 21-jährigen Autorin aus Japan, ist ein kompakter Roman von nur 128 Seiten. Mein Interesse hat er wegen der Thematik geweckt, denn es geht in dem Buch um eine jugendliche Schülerin, die besseser Fan von einem Mitglied einer J-Pop Band ist. Als Eiskunstlauf-Fan ist mir schon lange bekannt, dass asiatische Fans oft eine ganz andere Intensität aufweisen als wir es in Europa gewöhnt sind (auch wenn Fans von Musikstars natürlich auch hier durchaus speziell und fanatisch sein können, das weiß man ja schon spätestens seit der Beatles). Trotzdem ist die ganze K-Pop und J-Pop Szene aus unserer Sicht ja auch sonst sehr speziell, weswegen ich es spannend fand darüber noch etwas mehr zu erfahren. Das Buch, das ich an ca. einem Tag ausgelesen habe, hat mir dann auch wirklich sehr gut gefallen.
Hauptperson ist die Schülerin Akari, die im normalen Alltag eher mäßig zurecht kommt. Sie scheint eine Lern- und Konzentrationsschwäche zu haben, für die ihre Mutter und Schwester nur wenig Verständnis zu haben scheinen (in der japanischen Leistungsgesellschaft auch vermutlich ein noch unerfreulicheres Schicksal als woanders). Der Vater ist beruflich meist abwesend und auch in ihrem Nebenjob in einem Restaurant - den Akari nur hat um Geld zu haben um ihren Lieblings-J-Pop-Star Masaki zu unterstützen und sich Konzertkarten leisten zu können - schlägt sich Akari mehr schlecht als recht durch. Masaki ist somit Akaris Lebensmittelpunkt - ihre "Wirbelsäule" wie sie es einmal selbst ausdrückt. Als dieser einen Riesen-Shitstorm abbekommt, weil er einen Fan geschlagen hat, gerät Akaris heile Fan-Welt aus den Fugen und somit auch ihr Alltag.

Der Roman ist wie gesagt nicht sehr lang und trotzdem bringt er viele spannende Aspekte auf den Tisch: die mentale Gesundheit von Jugendlichen, die absurde Abzockmechanischen im J-Pop Bereich mit denen die Fans dazu manipuliert werden unglaublich viel Geld für Produkte und Merch auszugeben, eine schwierige Familiengeschichte, insgesamt ist das Buch sehr sensibel und auch ein bisschen traurig (da Akaris psychische Not von ihrer Familie quasi gar nicht gesehen wird), allerdings trotzdem mit einem sehr offenen aber durchaus hoffnungsvollen Ende.

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Beeindruckend, dass die japanische Schriftstellerin Rin Usami für ihren Roman „Idol in Flammen“ bereits mit 21 Jahren den Akutagawa-Preis erhielt, eine japansiche Ehre. Daher genug Neugierde geweckt und ich las den schmalen Band.
Leicht zu lesen und doch sehr schockierend erfahren wir wie sich die Fankultur in Japan abspielt. Natürlich ist es überspitzt und fiktionalisiert wie die 17jährige Schülerin Akari sich ihrem Idol Masaki widmet, ein Mitglied einer J-Popband, aber es scheint schon nah dran an den japanischen Verhältnissen zu sein.
Masaki soll einen Fan geschlagen haben und seine Popularität sinkt dadurch enorm. Akari will dies nicht hinnehmen und versucht nicht nur über ihren Blog ihren geliebten Star zu unterstützen sondern gibt auch horrend viel Geld aus um Merchandise zu kaufen. Denn das perfide System sieht es vor, dass die Fans ein Recht erwerben mit dem Kauf einer CD oder ähnlichem um über die Popularität abzustimmen. Mehr Käufe mehr Einfluss. Was ein wahnsinniges System dort erschaffen wurde, legt dieser schmale Roman frei und bestürzte mich.
Der Roman wird aus der Ich-Perspektive von Akari erzählt und wir erkennen schnell, dass die Verhältnisse zu Hause wenig Aufmerksamkeit für sie übrig hat, ihre schulischen Leistungen absacken und nur noch das Brennen für ihr Idol sie davon abhält in ein tiefes Loch zu fallen. In Kombination mit dem sachlichen Tonfall tun sich hier Abgründe auf.
Eine empfehlenswerte kurze Lektüre.

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»Es gibt so viele Arten, Fan zu sein, wie es Menschen gibt.«
--> Rin Usami erzählt in diesem Buch die Geschichte von Akari, die nur für ihr J-Pop-Idol lebt. Er bestimmt ihr Leben in allen Bereichen; wie sie sich fühlt, was sie isst oder nicht, was sie anzieht, wofür sie arbeitet. Alles ist danach ausgerichtet, was Masaki macht. Die Autorin zeigt damit eindrucksvoll eine extreme Lebensweise, die man in gewissen Punkten nachvollziehen kann. Schließlich waren wir alle von etwas begeistert. Diese Extreme zieht den Leser so sehr in den Bann, dass man gespannt verfolgt, was Akari als Nächstes macht und wie ihr Leben verlaufen wird. Das Ende war für mich unerwartet und hat mich positiv überrascht. Wer eine spannende Geschichte sucht, die eine ganz fremde Welt zeigt, ist hier genau richtig!

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MEINUNG:

Bei Idol in Flammen hat wieder meine Liebe zu Büchern aus Asien zugeschlagen. Ich lese relativ viel aus diesem Kulturraum und suche immer wieder nach neuen Buchideen. Die Autorin Rin Usami, die erst 21 Jahre alt ist, wird in Japan als Shootingstar gefeiert.

Akari, eine junge Schülerin, ist großer Fan von Masaki, der Mitglied einer sehr beliebten J-Pop-Gruppe ist und sie ist nicht nur normaler Fan, sondern ich würde es schon eher als Fanatismus beschreiben. Akari hat Masaki praktisch ihr ganzen Leben gewidmet. Sie verbringt ihre gesamte Freizeit damit Masaki zu beobachten. Sie schreibt einen Blog, in dem sie Einschätzungen zu seinen Verhaltensweise gibt, womit sie selbst einen gewisse Bekanntheit erreicht. Akari geht nebenbei arbeiten, um Geld für Konzertkarten und Merchandise zu bekommen, obwohl sie nicht besonders geeignet für den Job. Außerhalb ihrer Leidenschaft für Masaki hat sie kein soziales Leben. Sie lässt die Schule enorm schleifen, was zu großen Konflikten mit ihrer Familie führt. Ich fand es wirklich erschreckend, wie ein junger Mensch wie Akari sich so reinsteigern kann, obwohl sie Masaki noch nicht einmal  persönlich kennt. Dramatisch wird es als die Masaki Welt in Wanken gerät. Erst gibt es Vorwürfe, dass er eine Frau angegriffen haben soll und dann kommt es zu weiteren Auswirkungen auf die Karriere. Für Akari bricht eine Welt zusammen, vor allem als sie damit konfrontiert wird, dass Masaki auch nur ein Mensch ist.

FAZIT:

Idol in Flammen zeigt auf wie eine junge Frau ihr komplettes Leben aufgibt bzw. eine jungen Popstar zu ihrem Lebensinhalt macht. Eine erschreckende, aber dennoch wichtige Geschichte. Eine empfehlenswertes schmales Büchlein für zwischendurch.

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Ein wirklich gutes, wenn auch erschreckendes Buch, das deutlich macht, dass wir alle nur Menschen sind und Denkweisen extremer Fans sowie Strukturen von Fandoms offenlegt, die nicht nur in Japan, sondern überall existieren können - trotz erfundener Charaktere absolut echt wirkend.

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3.5 Sterne
Hmm, gemischte Gefühle. Hatte mir mehr erwartet.
Der Blick in die Seele eines Super-Fans ist durchaus interessant, ich bin stets geschwankt zwischen Faszination und Unverständnis. Mir persönlich war das Buch aber zu kurz, dem geschuldet bleibt es häufig an der Oberfläche und entfaltet nicht ganz die Wirkung, die im Blurb suggeriert wird. Zeitsprünge tun ihr Übriges, dadurch wird vor allem dem eigentlich schockierenden Ereignis, nämlich dem gewalttätigen Übergriff des Idols, viel von seiner Dringlichkeit genommen. Obwohl es der Auslöser der im Buch beschriebenen Ereignisse ist, wird es erstaunlich schnell und "am Rande" abgehandelt, das hat mich irritiert. Hätte sich die Autorin etwas mehr Zeit gelassen, und wären es nur 50 Seiten gewesen, ich denke da hätte man mehr draus machen können.

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Das Buch zeigt nicht nur die Beziehung zwischen Fan und Idol sondern auch die Welt in der K-Pop Stars leben. Man bekommt einen Einblick in die Welt eines Fans, dass die meiste Zeit und Geld mit ihrem Idol verbringt und damit Schule, Familie, Freunde und Gesundheit vernachlässigen. Ein toller Einblick in eine Welt, die viele Menschen wahrscheinlich nicht verstehen.

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Akari ist Fan der Band Mazamaza und besonders des Sängers Makari. Sie sammelt alle CDs, besucht die Konzerte, kauft Merch, verfolgt Livestreams, schreibt einen Blog. Als das Gerücht aufkommt, ihr Idol habe einen weiblichen Fan geschlagen, hält sie zu ihm und verteidigt ihn gegen den Shitstorm. Doch leider schenkt Akari dieses Fan-Leben keine Engergie, sondern es laugt sie aus. Die Identifikation mit Makari lässt sie ihre langen Schultage nicht besser überstehen, sondern belastet sie zusätzlich. Sie bricht die Schule ab, doch für die Jobsuche fehlt ihr die Kraft. Erst der Schock, als sich die Band durch Makaris Rücktritt auflöst, bringt sie wieder zur Besinnung und zurück ins Leben. Vielleicht etwas plakativ und moralisierend am Ende, aber der Sog des Idols mit allen "Nebenwirkungen" ist sehr gut beschrieben. Empfehlung!

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Der Roman beschreibt die Besessenheit von Akari einer Schülerin für den Popstar Masaki. Sie schreibt einen Blog lebt in ihrer Internet Welt und interessiert sich nicht mehr für das "wahre" Leben.
Dann gibt es Gerüchte, dass ihr Idol einen weiblichen Fan angegriffen haben soll, die sozialen Medien gehen hoch..
Masakis Situation wird immer schwieriger und droht auch Akaris Leben zu zerstören. Anstatt einen Weg zu finden, sich zu befreien, wird Akari noch fanatischer.
Der Roman wirft ein schlechtes Licht auf die Geldmaschine der Popindustrie und die verführerische Macht von sozial media.
Ich fand die Geschichte interessant, eine sehr junge Autorin gibt Einblick in eine spezielle Welt. Allerdings zieht sich die Geschichte auch hin und ist teilweise etwas zäh. Würde ich meinen Kunden nur bedingt empfehlen.

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Akari ist Fan mit Leib und Seele, sie ist regelrechtr besessen von ihrem idol und richtet ihr gesamtes leben nach ihm aus. Rin usami schafft es besonders das fanatsiche in Fan darzustellen. Ein kurzer, prägnanter Roman über Fandoms, cancel culture und die Schattenseiten von social media.

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Interessantes Thema, konnte mich leider nicht vollständig überzeugen, aber da das Buch sehr schmal ist war es in Ordnung.

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Ich war schon immer neugierig darauf, was in so einem Fan vorgeht, der einen Idol verehrt und vor allem, warum man zu einem wird. Dieser Einblick hat mir das Buch auf jeden Fall ermöglicht.
Man bekommt einen guten Einblick in ihren Alltag und in ihre Gedankenwelt.
Es liest sich sehr angenehm und flüssig. Ich kann es nur weiter empfehlen.

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Dieser Roman nimmt uns mit in die Extremen der Fankultur und berichtet schonungslos ehrlich über die Höhen und Tiefen, die eine obsessive Verherrlichung eines Popstars mit sich bringen kann. Im Fokus steht dabei Akari, die eines Tages im Internet liest, dass ihr großes Idol einen Fan geschlagen haben soll..

Dieses Buch gibt trotz seiner kürze einen sehr genauen Einblick in Akaris Welt, in der sich alles um den Postar, das Idol „Masaki“ dreht. Total interessant fand ich die Nutzung des Worts „Idol“ - ich kenne das Wort in einem Zusammenhang, in dem jeder oder jede für sich selbst entscheidet, wer ein Idol für jemanden ist. Hier ist es aber so, dass „ein Idol sein“ etwas ist, wie ein Musiker, ein Künstler, ein Star. Jemand ist ein Idol und kann sich ggfs. dazu entscheiden, irgendwann keines mehr zu sein. Es liegt quasi an einem selbst, sich als ein solches zu identifizieren. Eine sehr interessante Art mit diesem Wort umzugehen und ich frage mich, ob es an der Übersetzung liegt und uns im Deutschen ein Wort für etwas dergleichen fehlt? Spannend ist es auf jeden Fall, auch wenn es an manchen Stellen dadurch etwas befremdlich wirkte. Trotzdem eine sehr interessante Geschichte, die die obsessive art einen Menschen förmlich anzuhimmeln beschreibt und einen differenzierten Einblick in das Leben eines solchen Fans gibt.

Ich fand es unheimlich interessant in Akaris Welt einzutauchen und mich hat dich Geschichte total gefesselt. Ich kann das Buch definitiv für zwischendurch empfehlen, denn durch den angenehm frischen Schreibstil der Autorin sind die Seiten beim Lesen nur so geflogen.

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Ich habs geliebt. So weirde Bücher sind ja genau meins, und das hier ist definitiv komisch. Ich habe ein bisschen gebraucht um reinzukommen, aber dann sind die Seiten nur so weggeflogen. Die Protagonistin war interessant gezeichnet, aber das Ende war dann doch etwas worüber ich erst noch nachdenken musste. Mittlerweile bin ich aber ein großer Fan vom Buch und würde es auch weiterempfehlen!

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Das Buch trifft scharf in eine Fankultur, die gerade im Internet allzu prominent ist. Stars werden vergöttert und sich näher erträumt, als sie es eigentlich sind. Wenn Sie aus ihrer Star-Rolle schlüpfen und ihre wahren Intentionen offenbaren, fallen viele Fans wie aus dem Himmel herab. Ähnlich geht es in "Idol in Flammen" zu.
Der Zusammenbruch einer virtuellen Welt und die Auswirkungen auf den realen Menschen.
Es war durchaus interessant, sich in die Fankultur einzulesen, fand aber das Ende und den Umgang mit heftigen Themen etwas oberflächlich.
Nach dem Lesen hat mir die Moral dahinter oder der "Lern"-Effekt gefehlt.

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Obsessiver Fankult

Rin Usami setzt sich in ihrem Roman 'Idol in Flammen' mit dem obsessiven Fankult einer jungen Schülerin intensiv auseinander. Akari, die Protagonistin im Buch, ist nahezu besessen von Masaki, dem Musiker einer J-Pop-Gruppe, der unglaubliche Aufmerksamkeit bei seinem Publikum genießt. Sie versucht, lückenlos alle Informationen in ihrem Blog über ihn zu posten und gibt ihr gesamtes Geld für Merchandise Produkte aus. Ein handgreiflicher Zwischenfall zwischen Masaki und einer weiblichen Verehrerin sorgt schließlich für heftige Diskussionen in der Fangemeinde.
Welche Auswirkungen die bedingungslose, ausschließliche Beschäftigung mit dem Idol auf die Psyche der jungen Menschen und damit auf ihr Leben im Allgemeinen haben kann, das liefert die Geschichte schonungslos und eindringlich. Die Verantwortung der Mediengiganten ist ein ernstzunehmender Fakt. Das Thema ist aktuell und immer wieder herausfordern für betroffene Familien.

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Ich habe eine Weile gebraucht, um mich diesem Buch komplett hingeben zu können, aber dann war es tatsächlich sehr spannend.
Hier wird das Thema „Fansein“ mal aus einer kritischen und auch erschreckenden Perspektive beleuchtet, verpackt in einer sehr interessanten Geschichte.
Kurzweilig und trotzdem mit dem gewissen Tiefgang wird hier erfolgreich eine aktuelle Problematik an einem extremeren Beispiel dargestellt.

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