Idol in Flammen

Roman

Sie müssen sich anmelden, um zu sehen, ob dieser Titel für Anfragen zur Verfügung steht.
NetGalley-Bücher direkt an an Kindle oder die Kindle-App senden.

1
Um auf Ihrem Kindle oder in der Kindle-App zu lesen fügen Sie kindle@netgalley.com als bestätigte E-Mail-Adresse in Ihrem Amazon-Account hinzu. Klicken Sie hier für eine ausführliche Erklärung.
2
Geben Sie außerdem hier Ihre Kindle-E-Mail-Adresse ein. Sie finden diese in Ihrem Amazon-Account.
Erscheinungstermin 07.06.2023 | Archivierungsdatum 01.08.2023

Sprechen Sie über dieses Buch? Dann nutzen Sie dabei #IdolinFlammen #NetGalleyDE! Weitere Hashtag-Tipps


Zum Inhalt

Ein preisgekrönter Bestseller aus Japan von einer 21-jährigen Autorin, die zum Shootingstar der japanischen Literatur avanciert: Rin Usami.

Die Schülerin Akari ist von Masaki, einem Mitglied einer beliebten J-Pop-Gruppe, besessen. Sie schreibt einen Blog, der ihm gewidmet ist, und verbringt Stunden im Internet auf der Suche nach Informationen über ihn und sein Leben. Als Gerüchte aufkommen, dass ihr Idol einen weiblichen Fan angegriffen haben soll, explodieren die sozialen Medien. Masakis Situation spitzt sich zu und droht auch Akaris Leben zu zerstören. Anstatt einen Weg zu finden, sich zu befreien, wird Akari noch fanatischer.

Ein Roman über Fankultur und die zerbrechliche Psyche junger Menschen von einer Autorin, die nicht viel älter ist als ihre Heldin. »Idol in Flammen« wirft ein grelles Licht auf die Geldmacherei der Popindustrie, die verführerische Macht der sozialen Medien und die gewaltige emotionale Leere, die sich auftut, wenn sich ein Idol als normaler Mensch mit Fehlern und Schwächen entpuppt.

Ein preisgekrönter Bestseller aus Japan von einer 21-jährigen Autorin, die zum Shootingstar der japanischen Literatur avanciert: Rin Usami.

Die Schülerin Akari ist von Masaki, einem Mitglied einer...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462003024
PREIS 18,00 € (EUR)
SEITEN 128

Auf NetGalley verfügbar

NetGalley Bücherregal App (EPUB)
An Kindle senden (EPUB)
Download (EPUB)

Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

„Idol in Flammen“ von Rin Usami ist eine interessante kurze Erzählung von knapp 100 Seiten über eine junge Frau, die Fan eines japanischen sogenannten „Idol“ ist. Was das genau bedeutet ist nicht ganz einfach festzumachen. Dem Roman nach handelt es sich um das Mitglied einer gemischten jungen Musikgruppe, die aber nicht als Musiker gelten, weil sie auch noch allerlei andere Dinge machen, Teilnahme an Talkshows, Schauspiel in Film und Theater und so weiter und so fort. Die Mitglieder werden wohl sehr explizit durch Talent-Agenturen herangezogen. Ich habe versucht, etwas mehr zu Hintergründen zu recherchieren, und sowohl Wikipedia in Englisch als auch in Deutsch beschränken die japanische Idolkultur fast ausschließlich auf Frauen, die entweder in entsprechenden Musikgruppen aktiv sind oder ähnlich wie Models für ihre Schönheit verehrt werden. Während das, was im Roman beschrieben wird, mehr mit dem zu tun zu haben scheint, was auf Wikipedia unter „Idol – koreanisch“ zu finden ist. Möglicherweise hinkt Wiki aber einfach mal wieder der historischen Entwicklung hinterher. So oder so, was im Buch beschrieben ist, lässt sich durchaus zu 95% auf westliche Fans beispielsweise von Boygroups in den 90er/00er-Jahren übertragen, die ja auch oft nicht nur sangen, sondern die Mitglieder als Marke auf allerlei Weisen vermarkteten. Der interessanteste Unterschied dürfte die Ritualisierung sein: Die Idole werden als solche vermarktet, „Idol“ ist ein stehender Begriff und jeder Fan hat genau ein Idol zu haben. In regelmäßigen Abstimmungen werden Idole gegeneinander gestellt, sodass die Gruppe noch mehr Merch und CDs verkauft, denn Stimmkarten bekommt man mit den CDs. Und während zumindest zu Beginn der US/EU-Boygroupwelle geheim gehalten wurde, dass diese Gruppen zusammengecastet waren, scheint das bei den Idolen zum Prozess dazuzugehören. Wobei ich natürlich nicht ausschließen möchte, dass der Roman wiederum das Idolwesen noch überspitzt.

Genug des Exkurses. „Idol in Flammen“ beginnt mit der Nachricht, dass Idol Masaki einen Fan geschlagen haben soll. Das erschüttert wiederum die Protagonistin, und der Roman folgt ihrem Umgang mit dieser Sache. Denn sie will unbedingt zu ihrem Idol halten. Ob es diesen Schlag wirklich gab, und welche Gründe es dafür gab, steht dann gar nicht wirklich im Mittelpunkt und wird niemals aufgelöst. Stattdessen geht es um das Leben der Protagonistin, die eigentlich auch noch andere Probleme hat als ihr Idol. Sie ist schlecht in der Schule, schafft den Abschluss nicht, die Großmutter stirbt und die Eltern machen Druck, dass sie endlich etwas aus ihrem Leben machen soll. Außerdem scheint sie an irgendeiner Art von psychischer Problematik zu leiden, denn an mindestens einer Stelle verteidigt sie sich, indem sie Ihren Arzt zitiert. Der habe gesagt, dass sie eben nicht in der gleichen Art, Weise und Umfang wie andere Menschen Aufgaben bewältigen könne. Ihr Fandom scheint gewissermaßen auch ein Coping-Mechanismus zu sein, etwas, auf das sie sich nicht nur mit Begeisterung stürzen sondern auch in einer Weise konzentrieren kann, wie andere auf die Schule oder ihre Arbeit. Dennoch scheint zum Schluss hin ein gewisser Ablösungsmechanismus stattzufinden, obwohl auch hier absolut unklar bleibt, wohin der führen wird, in ein Leben abseits der Idol-Band oder ins Nichts.

Der Text ist gut gearbeitet und hat tatsächlich keine der Kinderkrankheiten, die man von einer erst 21-jährigen Autorin erwarten könnte. Es wird sich auf das Thema beschränkt, die Hauptfigur und ihre Hauptbezugspersonen werden klar umrissen, und eine Handlung entwickelt, die diese Figuren glaubhaft werden lässt. Es gibt einige wenige poetische Momente, ansonsten liest sich das Ganze wie ein spannendes Tagebuch. Zwar wahrscheinlich keiner dieser Texte, die man mehrfach in die Hand nehmen will, es sei denn, man hat vielleicht eine ähnliche Fangeschichte durchlaufen. Aber durchaus sein literarisch gelungener Einblick in die Psyche eines Fans, der dabei weder herablassend noch voyeuristisch ist.

War diese Rezension hilfreich?

Usami Rin hat für ihre zwei bisher verlegten Bücher wichtige japanische Literaturpreise erhalten. Neben dem Bungeishō in 2019, ein Preis für Debütant*innen, für ihren Erstling "kaka", für den sie auch noch im Folgejahr den wichtigen Mishima-Preis bekam, auch den wohl immer noch prestigeträchtigsten japanischen Literaturpreis, den Akutagawa-shō, für den hier vorliegenden kurzen Roman. Den Preis teilte sie sich 2020 mit zwei weiteren Autor*innen. Idol in Flammen erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die über ihre Obsession für ein Mitglied einer J-Pop-Gruppe berichtet, die ihr Leben ausfüllt. Ihre fortgesetzte Beschäftigung mit ihrem aidoru verhindert vorläufig, dass sie ein "nützliches Mitglied der Gesellschaft" wird. Pop-Kult kann anarchische Sprengkraft entfalten und gleichzeitig für gute Umsätze der Unterhaltungsindustrie sorgen. Es sind zwei Seiten einer Medaille, die Usami Rin uns hier ans Revers heftet. Eine Welt, die Literaturkritiker*innen, die renommierte Preise vergeben, vielleicht ebenso fremd sein könnte wie die Tiefsee des Marianengrabens.

War diese Rezension hilfreich?

Ein Buch das ein Thema aufgreift, das ich noch nie in der Literaturwelt diskutieren gesehen habe. Fankultur ist für viele junge Leute ein wichtiger Teil ihres Lebens und oft auch Teil ihrer Identität. Dieses Buch ist nüchtern und selbstreflektiert erzählt und beschäftigt sich mit einem Teil des Lebens der sich normalerweise im privaten eigenen Zimmer abspielt, vor einem Bildschirm. Schnell zu lesen und mit vielen interessanten Gedankenspielen.

War diese Rezension hilfreich?

In der Kürze liegt nicht immer die Würze. Obwohl ich das Thema Toxic Fandom super spannend finde, hat mir die Umsetzung in dieser Novelle vor allem wegen Hauptfigur Akark nicht so gut gefallen. Der Schreibstil wir mir zu durcheinander.

War diese Rezension hilfreich?

Eine sehr interessante Geschichte, die man schnell lesen kann und einen dennoch tief berührt.
Man lernt die Welt eines jungen Mädchens kennen, welches an der Schwelle des Erwachsenseins steht und fixiert auf einen Musiker ist. Zu Beginn stellt sich gleich heraus, dass dem Idol ein Fauxpas passiert ist und zwar ein sehr heftiges und Fans und Company klagen ihn an. Nur die treusten Fans stehen auf seiner Seite, so auch Akari.
Für sie ist Masaki das Nonplusultra und ihr Lebensinhalt.

In der persönlichen Erzählungen wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Akari eigentlich zwei psychische Krankheiten hat, aber ihr der Antrieb fehlt diese an- oder zum Arzt zu gehen. Ihre Familie scheint sie nicht ernst zu nehmen, auch nicht ihre Lehrer und so flüchtet sie sich immer mehr in eine Scheinwelt und der Obsession zu ihrem Idol. Viele Jugendliche können sich vermutlich darin wiedererkennen, wie es ist sich missverstanden und alleine zu fühlen. Aber auch Antriebslos und voller Selbstzweifel.

Ich finde es ist eine sehr nahegehende Geschichte mit einem ganz anderen Blick auf eine Person, die eigentlich Unterstützung und viel Liebe bräuchte.

War diese Rezension hilfreich?

Rin Usami schreibt mit solch einer Wucht, dass man sich für jeden Satz wappnen muss. Besonders, wenn es zum Ende geht, was leider viel zu schnell passiert.

Ich muss ständig an die letzten Sätze gehen, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. Usami malt mir Bilder in den Kopf, die ausdrucksstark und unvergesserlich sind, ein wirklich großes Talent.

Es geht um ein junges Mädchen in der heutigen Zeit, das wie viele Mädchen ist: Sie schwärmt von einem Pop-Star, aber es ist keine Schwämerei mehr . Realitätsnah geschrieben, eindrucksvoll und voller Gefühl.

War diese Rezension hilfreich?

Rin Usami beschreibt in 'Idol in Flammen' eine Welt, die mir vollkommen fremd ist. Aber gerade deshalb habe ich das Buch mit großem Interesse gelesen. Ist das Phänomen der gecasteten Popbands schon einmal aus Fansicht literarisch verarbeitet worden? Wenn nicht, ist dies ein toller Anfang, auch sprachlich.

War diese Rezension hilfreich?

Idol in Flammen beschreibt das Leben der Schülerin Akari, welche all ihr gellt und all ihre Energie in ihr Idol, den Sänger und Schauspieler Masaki steckt.
Das Fan sein im Allgemeinen wird gut und sehr realistisch dargestellt, als jemand, der selbst Fan von so einigen Dingen ist, habe ich mich in manchen Situationen wie zum Beispiel den sparen auf bestimmte Merchandise Artikel, selbst wieder erkannt.
Jedoch ist bei Akari alles sehr extrem. So kauft sie zum Beispiel über 10-mal dieselbe CD, um mit dem der CD beiliegenden Tickets für ihr Idol bei einer Beliebtheitsumfrage abstimmen zu können.
Irgendwann verliert sie leider komplett die Kontrolle über ihr Leben, sie bricht die Schule ab und zieht alleine in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter.
Es wird einen nach und nach klar, was dazu beigetragen haben könnte, das ihre Liebe zu ihren Idol so ausgeartet ist. Da haben wir einmal den in Amerika lebenden Vater ,zu dem sie so gut wie keinen Kontakt hat. Eine Perfektionistische und drillende Mutter und eine Rivalität zur Schwester.
Ich fand den Roman zum einen sehr gelungen, auf der anderen Seite viel zu kurz. Ich hätte gerne noch mehr und weiter über Akaris leben gelesen.

War diese Rezension hilfreich?

LeserInnen dieses Buches mochten auch: