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Erscheinungstermin 13.09.2022 | Archivierungsdatum 15.09.2022

Zum Inhalt

Dieser Titel wurde aus rechtlichen Gründen gelöscht.

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Verfügbare Ausgaben

ISBN 9783709986666
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Georg Haderer schreibt "eigentlich" Krimis. Und doch: ungleich spannender als seine Krimis ist seine eigene Lebensgeschichte, bzw. sein Umgang damit. Fast bei jedem Schlaf via Selbsthypnose in das eigene Leben seiner Jugendzeit zurückzukehren, sich sachte und verzweifelnd an Familientraumata annähern, und dies alles so wenig larmoyant wie möglich und manchmal durchaus humorig zu beschreiben - oh, ich bin tief beeindruckt! ...und es tut der Menschheit gut, wenn prominente Menschen Tabuthemen wie Depressionen und seelische Schieflagen ans Tageslicht bringen. Wichtig, tiefgehend und auch unterhaltsam!

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Wahnsinnig beeindruckendes Buch mit ernstem Thema. Hat mich sehr berührt und teilweise nachdenklich gemacht!

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„Untrennbar zerrissen“ von Georg Haderer

Da sieht man es wieder, Krimiautoren können auch Literatur schreiben und wahrscheinlich geht das auch umgekehrt.
Eigentlich wollte ich dauernd nicht mehr weiterlesen. Was geht mich das an, dass da einer mit Depressionen kämpft, sich nur mit Hilfe der Pharmazie durch den Tag hangelt und mit einem Vorfall hadert, der Jahre zurückliegt?
Der Ich-Erzähler berichtet von den bösen Träumen, die er hat, von seinen Aufenthalten auf der „Baumgartner Höhe“, der psychiatrischen Klinik in Wien und seinen Tagen als Hausmann.
Sein kleiner Bruder ist vor Jahren bei einem Unfall umgekommen und er war dabei, hätte aufpassen müssen … hätte er aufpassen können?
Immer wieder rollt dieser Sisyphus den immer gleichen Stein den immer gleichen Berg hinauf. Doch plötzlich ändert sich was. Er träumt nicht mehr nur von der Zeit vor dreißig Jahren, er ist plötzlich dort. Es sind nur noch wenige Tage bis zu dem Tag von dem er weiß, dass dann sein Bruder tödlich verunglückt … ist.
Er erlebt jeden dieser Tage davor mit Ausflügen und kurzweiligen Beschäftigungen, die der gerade maturierte Achtzehnjährige seinem sechsjährigen Bruder, den er sehr liebt, bietet. Er lebt parallel in Kitzbühel bei seinen Eltern in den 1990ern, wo und als er aufgewachsen ist und in Wien, wo er mit fast fünfzig Jahren eigentlich, also real mit seiner Familie lebt.
Es entstand für mich eine subtile Spannung, die mich immer weiterlesen lies. Wird er es schaffen, die Vergangenheit zu ändern, wo er doch körperlich da zu sein scheint? Kann er das sichere Unglück abwenden?
Wie sieht dann die Zukunft beziehungsweise seine eigentliche Gegenwart aus?
Sehr empfehlenswert, gut geschrieben und auch ein Stück Geschichte ist dieses Buch.

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Wenn das Gewissen über den Verstand siegt …
Georg ist jetzt Mitte vierzig, verheiratet, Vater zweier Mädchen und Schriftsteller. Tagsüber schreibt er Geschichten und Romane und, wenn es seine Gesundheit gerade erlaubt, versorgt er nebenbei noch seine Kinder. Vor vielen Jahren, als er gerade 18 war, geschah ein Unglück, bei dem sein kleiner Bruder sein Leben verlor. Georg fühlt sich schuldig an seinem Tod, sein Schmerz ist übermächtig, und er meint, er hätte es verhindern können. Er leidet seither an schweren Depressionsanfällen mit Angststörungen und ist ständiger Gast beim Psychologen und in Nervenheilanstalten. Sein Verstand sagt ihm zwar, dass er im Hier und Heute lebt, sein Gewissen jedoch führt ihn jede Nacht ins Damals zurück, ins Jahr 1991. In seinen sehr realen nächtlichen Träumen lebt sein Bruder noch und Georg versucht alles, diesen Zustand aufrecht zu erhalten …
Georg Haderer, geb. 1973 in Kitzbühel (Tirol) ist ein österreichischer Autor von Kriminalromanen. Nach dem Besuch des Gymnasiums in St. Johann (Tirol) und einem abgebrochenen Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Schuhmacher. Nebenbei jobbte er auch als Redakteur, Barkeeper, Landschaftsgärtner und Skilehrer. Heute lebt Haderer in Wien und arbeitet neben dem Krimischreiben auch als Werbetexter. „Untrennbar zerrissen“ ist sein erster autofiktionaler Roman über seine psychische Gesundheit und seine Rolle als Vater.
Wie geht man damit um wenn man glaubt, man hätte den Tod des Bruders verhindern können? Wie lebt es sich im Heute, wenn das Gestern zu sehr belastet und ein Morgen nicht mehr denkbar ist? Der Autor versucht diese Fragen zu lösen, indem er sich jede Nacht in selbsthypnotischen Träumen auf eine Zeitreise begibt. Er lebt wieder im Elternhaus, wird wieder zum Sohn seines Vaters und zum großen Bruder, erlebt Nacht für Nacht die Gedanken und Gefühle seines 18jährigen Ichs und weiß, dass sein kleiner Bruder schon bald ums Leben kommen wird. Wie Sisyphos mit seinem Stein, so kämpft Georg mit seinen Gefühlen.
Dass auch ein Autor von Kriminalromanen ausgezeichnete Literatur schreiben kann, hat Georg Haderer hier bewiesen. Schonungslos setzt er sich mit sich selbst auseinander, kehrt sein Inneres nach außen und zieht so seine Leserschaft in den Bann. Er nimmt uns mit in seine Parallelwelt, in die 1990er nach Kitzbühel zu seinen Eltern und in die Gegenwart nach Wien, wo er mit seiner Familie lebt. Dadurch entstand für mich eine subtile Spannung, ein Sog, der mich immer tiefer in das Geschehen zog und hoffen ließ, dass Georg letztendlich in der Lage wäre, das Unglück noch abzuwenden.
Fazit: Eine Biografie, ein autofiktionaler Roman, bei dem Realität, Fiktion und Illusion verschwimmen – großartig gemacht, sehr empfehlenswert!

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