Die Meerjungfrau von Black Conch

Roman

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Erscheinungstermin 19.10.2022 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

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»Monique Roffeys Talent ist außergewöhnlich, sie schreibt so vielseitig wie couragiert.« Bernardine EvaristoZwei Liebende. Zwei Welten. Ein unmögliches Glück. Mit beispielloser poetischer Leichtigkeit erzählt Monique Roffey erstmals aus weiblicher Sicht vom Mythos der Meerjungfrau. Sie erzählt vom Fremdsein in der Welt und vom Kampf einer Frau um Selbstbestimmung, sie erzählt von den uralten Narben der Kolonialgeschichte auf den karibischen Inseln und vom ungeheuren Wirbelsturm unserer Gefühle.April 1976: Vor einer karibischen Insel sitzt ein junger Mann allein in seinem Boot. Er wartet auf den nächsten Fang, doch stattdessen taucht neben ihm eine Meerjungfrau auf. Aycayia. Auf ihr lastet der Fluch eifersüchtiger Ehefrauen, seit Jahrhunderten schwimmt sie im karibischen Meer. Ihr Volk, die Taino, gibt es längst nicht mehr. Und auch sie selbst droht als spektakulärer Fang zu enden, als sie von amerikanischen Touristen entdeckt und an Land verschleppt wird. Im letzten Moment kann sie David, der junge Fischer, retten. Er versteckt sie in seinem Haus, während sie sich langsam und schmerzhaft wieder in eine Frau zurückzuverwandeln beginnt. Doch kann Aycayia, hier bei ihm, tatsächlich ihre innere Freiheit finden? Monique Roffey hat eine der ältesten Geschichten der Literatur in ein schillerndes Meisterwerk unserer Zeit verwandelt. Wie begegnen wir uns? Wo gehören wir hin? Und wie unsicher ist der Boden unserer Vergangenheit, auf dem wir uns bewegen?»Ganz gewiss nicht die Meerjungfrau, die Sie kennen.« Margaret Atwood»Monique Roffey erweckt eine unvergessliche Geschichte zu neuem Leben. Ungeheuer kunstvoll und packend erzählt sie von Sexualität und Geschlechterverhältnissen, vom Umgang mit indigenen Menschen und von Verwandlung.« Jury des Costa Book Award»Monique Roffey hat sich einen Namen als furchtlose Autorin gemacht.« The Guardian

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»Monique Roffeys Talent ist außergewöhnlich, sie schreibt so vielseitig wie couragiert.« Bernardine EvaristoZwei Liebende. Zwei Welten. Ein unmögliches Glück. Mit...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783608505221
PREIS 22,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Monique Roffey - Die Meerjungfrau von Black Conch

Meinung
Jede gelesene Minute, jede Seite wert.
Eine faszinierende Erforschung eines Meerjungfrauen-Mythos,
Das Buch wird erzählt in drei ineinander verflochtenen Abschnitten.
Von einem namenlosen allwissenden Erzähler in der dritten Person,
Davids Tagebuch, das er als älterer Mann im Jahr 2015 geschrieben hat.
Und Aycayias eigenen Worten, die in Versen erzählt werden.
Es erzählt die Geschichte von Aycayia, einer Frau aus einer voreuropäischen karibischen Kultur, die verflucht wurde und gezwungen ist, als fast unsterbliche Meerjungfrau zu leben.
Der Schreibstil, die Fantasie und die Geschichte sind einfach wunderbar.
Ich vermute, dass ich dieses Buch noch lange in meinem Gedächtnis haben werde.
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Ich fand das Buch wirklich interessant, da die Autorin es schafft die Lebensart der Karibik in ihrem Schreiben wiederzugeben.

Die Meerjungfrau, die am Anfang gar nicht sprechen kann, setzt mit der Zeit kurze Sätze zusammen, die dann auch einen Teil ihrer Geschichte oder der Handlung wiedergeben, allerding so wie jemand der die Sprache noch nicht lange spricht.

Ihr Liebhaber erzählt im Rückblick, wie in verschienenden Tagebucheinträgen. Und der allwissende Erzähler nutzt in seiner wörtlichen Rede den Slang der Karibik, sodass man sich richtig gut in die Geschichte einfühlen kann.

Alles in Allem besonders sprachlich total besonders mit einer interessanten Handlung.

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Dieses Buch hat mich wirklich völlig überzeugt und ich kann es, trotz der Liebesgeschichte, wirklich nur jedem sehr ans Herz legen. Die Autorin spielt auf eine besondere Art und Weise mit der mythologischen Figur der Meerjungfrau und auch wenn das Grundgerüst der Geschichte spätestens durch Disneys Arielle bekannt geworden ist, so wird hier doch nochmal eine völlig eigenständige und unerwartete Charakterisierung vorgenommen. Themen wie Fluch, Schicksal, Mythos. Kolonialismus, Geschlecht und Hierarchie werden hier zu einem einzigartigen Ganzen verwoben. Die Sprache ist teilweise roh und brutal - hier tut sich die einzige negative Kleinigkeit auf, die sich für mich ergeben hat. Die sehr umgangssprachliche Ausdrucksweise der Figuren war für mich anstrengend zu lesen, obwohl sie völlig zu den Charakteren passte, wodurch ich immer wieder aus dem Lesefluss gekommen bin. Alles in allem möchte ich dieses außergewöhnliche Buch aber jedem ans Herz legen, vor allem jenen, die sich gerne mit der Darstellung verschiedener mythologischer Figuren und Motive beschäftigen.

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Ich liebe moderne Adaptionen von alten Mythen und Legenden, ich liebe Geschichten mit Elementen des Magischen Realismus, ich liebe starke, sympathische Figuren mit feministischem Touch, ich liebe Bücher, die kritisch und reflektiert mit Kolonialgeschichte und dem Schicksal indigener Völker umgehen. Und ich liebe spannende, humorvolle, überraschende und sprachlich schöne Geschichten. Dieses Buch hat mich also in jeglicher Hinsicht abgeholt, verzaubert, bewegt, zum Lachen und zum Weinen gebracht. Ich werde Aycayia bestimmt noch öfter in die Karibik folgen und dieses Buch auch gern kaufen und verschenken, zumal hier auch das Cover wunderschön und stimmig ist.

Dem Verlag danke ich herzlich für das Rezensionsexemplar.

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Ich hätte von diesem Buch auf jeden Fall noch einige Seiten mehr lesen wollen, als es schon längst zu Ende war. Die Art der Erzählung, die Bildsprache und natürlich die Geschichte als solches, haben mich richtig gefesselt.

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Dies ist die Geschichte einer bittersüßen Liebe; so zauberhaft wie magisch erzählt und unbedingt lesenswert!
Ich nehme mein Fazit einfach schon vorweg, denn ich habe mich beim Lesen in dieses Buch so verliebt, dass ich es noch lange nicht aus meinen Gedanken bekommen werde.

Wir alle kennen die Geschichte der kleinen Meerjungfrau aus dem Märchen von Hans-Christian Andersen. Diese Meerjungfrau jedoch ist anders. In ihrem Element, dem Meer, ist sie riesengroß, ihr Schwanz ist beeindruckend und die wallenden Haare, die mit Seetang und kleinen Meerestierchen bestückt sind, sind ziemlich erschreckend. Dies findet zumindest der Fischer David, der ihr 1976 zum ersten Mal begegnet, als er in seinem Boot Musik macht und sie damit anlockt.

Seitdem fährt er oft hinaus und versucht ihr Vertrauen zu gewinnen, doch eines Tages wird sie von amerikanischen Touristen gefangen und als spektakulärer Fang kopfunter an der Mole des kleinen karibischen Inselhafens aufgehängt. Während die Männer ihren Fang betrinken und sich großen Reichtum vom Verkauf des Wesens erhoffen, bringt David sie in sein Haus und damit in die vermeintliche Sicherheit, doch ist Aycayia wirklich sicher bei ihm? Und kann sie den uralten Fluch hinter sich lassen, der sie vor unendlicher Zeit zu dem gemacht hat, was sie ist?

Bei dieser wunderbaren Geschichte sind nicht nur die Handlung und die Figuren besonders, es ist auch der Einsatz der karibischen Mundart, die der allwissende Erzähler benutzt und auch David, der Jahre später seine Sicht auf die Geschehnisse berichtet, bedient sich dieser Art zu Sprechen. Dabei gibt es zum Beispiel eine ganz eigene Weise, Superlative auszudrücken, denn man steigert, indem man ganz einfach das Wort wiederholt und so entstehen ganz besondere Sätze wie:“ Mir war still-still in der Seele“.

Der karibische Lebensstil, die warmherzige Sicht des Erzählers auf die einzelnen Schwächen der Inselbewohner und die märchenhafte Figur der Meerfrau, machen die Geschichte zu einem wirklich magischen und außergewöhnlichen Leseerlebnis. Für mich mein Jahreshighlight 2022.

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Ein Mythos

Die Schriftstellerin Monique Roffe lebt in Trinidad und London.

In ihrem Roman „Die Meerjungfrau von Black Conch“ beschreibt sie eine Legende.

Ein paar Touristen habe eine Meerjungfrau gefangen und David stiehlt sie ihnen. Eigentlich wollte er sie wieder ins Meer bringen, aber dann krempelt sie sein Leben um.

David und der stumme Ricki sind tolle Charaktere.
Dieser Roman ist mystisch gehalten.
Er konnte mich sogar fesseln, obwohl ich nicht viel mit mystischen Romanen übrig habe. Aber dieser gefiel mir.Der Schreibstil ist fesselnd und auch spannend

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Ein wunderbares Wekt, sowohl sprachlich, fantastisch als auch im Aufbau.
Ein Highlight im Gegensatz zu anderen Meerjungfrauen-adaptionen, die kopiert wirken. Dieses hier hat mich sehr glücklich gemacht.

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Monique Roffey schreibt in einem merkwürdigen, aber nicht unintenterassenten Schreibstil über Sexualität, Liebe, Rassismus, Väter und Mütter und Legenden - in dieser Reihenfolge.

Das ist auf jeden Fall ein neuer Twist bei den Meerjungfrauenbüchern, die man ja eher von den Kinderbüchern kennt.

Man fühlt mit der Protagonistin mit und auch wenn nicht alle Charaktere sympathisch oder sogar ekelhaft sind, macht das das Buch umso spannender.

Apropos ekelhaft; manchmal stört die Sprache, wenn ein Adjektiv doppelt geschrieben wird. Es ist okay, wenn man es ab und zu macht, aber mehrmals pro Seite ist es dann doch nervig. Auch die Wiederholungen, dass die Meerjungfrau ja gleichzeitig unfassbar alt und jung aussehe, müssen nicht sein.

Die Gedichte sind eine freudige Abwechslung, von den Doppel-Adjektiven abgesehen.

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Eine so dramatische wie romantische und betörende moderne Mythe über die Meerjungfrau Aycayia

Im April 1976 heuern Thomas und Hank Clayson für ihre Boston-Whaler-Yacht Dauntless eine einheimische Crew an, um am jährlichen Angelwettbewerb von Black Conch teilzunehmen. Der Vater Thomas hat seinen Sohn Hank, der ihm eine zu große Leidenschaft für Bücher hat und zu sehr zur Poesie neigt, auf diesen Ausflug mitgenommen, um einen richtigen Mann aus ihm zu machen. Eine fatale Kette von Ereignissen setzen die beiden in Gang, als der Sohn im Rahmen des Angelwettbewerbs eine Meerjungfrau am Haken hat und es dem Vater nach einem grausamen, Stunden andauernden Kampf gelingt, die Meerjungfrau Aycayia aus dem Meer ins Boot zu ziehen, zu fesseln und zu knebeln. Denn Aycayia wehrte sich mit allem, was ihr zur Verfügung stand, obwohl sie aus dem Mund blutete, in den der Haken getrieben worden ist. Die Einheimischen wissen, dass es falsch ist, eine Meerjungfrau wie einen Fisch zu angeln. Doch das von Thomas in Aussicht gestellte schnelle Geld, das sie mit der Meerjungfrau verdienen können, die Millionen wert sein muss, bringt ihre Bedenken zum Schweigen. Und so endet Aycayia kopfüber hängend am Pier, als sie wie ein im Rahmen des Angelwettbewerbs gefangener Fisch als Trophäe zur Schau gestellt wird.

Der Roman beginnt als Rückblick von David Baptiste - einem Fischer aus Black Conch, der im Jahr 2015 seine Erinnerungen an die Meerjungfrau Aycayia niederschreibt. David hat sie schon vor dem Angelwettbewerb im Wasser schwimmen gesehen und bestaunt, als sie angelockt von seiner Musik an die Meeresoberfläche geschwommen ist, um ihm beim Singen zuzuhören. Durch das Wissen, über das David in 2015 verfügt, deutet sich die ein doer andere Entwicklung in der Geschichte recht früh an, da entsprechende Gedanken von David einfließen, die manche der sonst chronologisch erzählten Ereignisse vorwegnehmen. Zusätzlich zur Sicht von David wird die Sicht der Meerjungfrau Aycayia, der Landbesitzerin Arcadia Rain und weiterer Inselbewohner im Jahr 1976 wiedergegeben.
Monique Roffey bevölkert die in ihrem Roman erschaffene Welt mit außergewöhnlichen Charakteren. Dazu zählen neben der Meerjungfrau Aycayia auch Miss Arcadia Rain und ihr Sohn Reggie. An Land findet Aycayia, die vor tausend Jahren wegen der Eifersucht anderer Frauen dazu verflucht wurde als Meerjungfrau im Meer zu leben, nach und nach ihre Sprache wieder. Ihre Gedanken erinnern an Gedichte, da sie sie mehr die Form von Versen als Sätzen annehmen. Interessant ist auch die Sicht von Miss Arcadia Rain, deren Familie der Großteil des Nordens von Black Conch gehört. Miss Arcadia lebt als letzte Rain, die noch auf der Insel verblieben ist, in der nun baufälligen, allmählich von Termiten zerfressenen Villa ihrer Familie. Gesellschaft hat sie dort nur von ihrem gehörlosen Sohn Reggie, ihren Hunden und einer Schar von Pfauen, die von einem Albinopfau angeführt wird, der bei jedem Auftritt als Szenendieb agiert. Der kleine Reggie hat seinen Vater Life, der der Onkel von David ist, nie kennengelernt, da der schon vor zehn Jahren die Insel verlassen hat.

Gelungen sind Monique Roffey die Kapitel, in denen Aycayia durch ihr Leben an Land nach und nach wieder menschlicher wird. Da sie vor tausend Jahren zuletzt ein Mensch gewesen ist, hat sie die Worte ihrer eigenen, alten Sprache vergessen und findet ihre Stimme nur mühsam wieder. Die moderne Welt ist ihr fremd und sie kennt weder Autos noch Zahnbürsten. So war es faszinierend für mich an der Seite von Aycayia die Welt an Land zu entdecken, indem ich die sonst so gewohnte Welt durch ihre Augen bestaunen konnte. Mühelos verknüpft die Autorin die bekannte Realität mit alten Mythen und erschafft so eine besondere Geschichte. Als Herzerwärmend habe ich da etwa die Freundschaft zwischen Aycayia und dem kleinen Reggie empfunden, die beide so anders sind, aber beide die Musik lieben, auch wenn Reggie sie nicht hören, sondern nur fühlen kann, wenn sie laut genug aufgedreht wird. Aycayia und Reggie schließen gleich bei ihrer ersten Begegnung Freundschaft, da sie sich verbunden fühlen und sich sogar intuitiv verständigen können, bevor Reggie Aycayia die Gebärdensprache beibringt.
Und die Beschreibungen der Geräuschkulisse der wilden, ungezähmten Natur auf Black Conch, die von den stets gegenwärtigen Brüllaffen dominiert wird, sowie des Meeres, dessen Schönheit Monique Roffey einzufangen weiß, prägen sich ein. Denn nach dem Meer sehnt sich Aycayia, als sie an Land ist, auch wenn das Meer für so lange Zeit ihr Gefängnis gewesen ist. Das Meer ist in diesem Roman so wunderschön wie magisch - ein rauer Sehnsuchtsort, an dem das Leben aber auch sehr einsam sein kann.

"Die Meerjungfrau von Black Conch" sticht durch ihre mythischen Aspekte hervor, die nicht nur durch die Titel gebende Meerjungfrau Aycayia umfassen, sondern auch Flüche, die Menschen in Meerjungfrauen oder Schildkröten verwandeln können, ebenso wie alte Götter, die diese Flüche erfüllen, und in der von Monique Roffey geschaffenen Welt lebendig werden lassen. Der Roman ist aber so vieles mehr, da dieser seine leichten Momente hat, wenn Aycayia das Leben in der modernen Welt entdeckt, und in der Beschreibung der Freundschaft von Aycayia und Reggie zu bezaubern vermag. Romantisch ist nicht nur die Liebe des Fischers David zu Aycayia und tragisch ist besonders die Einsamkeit, zu der Aycayia aufgrund eines uralten Fluchs verdammt ist. Einsam ist jedoch auch Miss Arcadia Rain, auf deren Liebe das Erbe ihrer Familie so lastete, dass sie vom einzigen Mann, den sie geliebt hat, ohne ein Wort verlassen und mit ihrem gemeinsamen Sohn zurückgelassen wurde. Und erschreckend grausam kann der Roman sein, da es Menschen gibt, die aus Aycayia nur Profit schlagen wollen, wenn sie nur das Geld sehen, das eine Meerjungfrau bedeutet und nicht das Wunder. So liest sich der Roman von Monique Roffey für mich auch als Plädoyer für einen weniger unbarmherzigen, verantwortungsvolleren Umgang mit den Wundern der Natur.

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Ein feministischer und sprachlich sehr interessanter Roman.
Ein Buch für AbenteuerInnnen und Unerschrockene, es ist "anders" als man es gewohnt ist. Es macht dennoch oder gerade deswegen Spass diese Welt/Sprache zu erkunden. Man muss sich nur drauf einlassen.
M.R. hat den Meerjungfrau-Mythos neu interpretiert, da ist nix mit Arielle oder sonst einer verträumten Welt.
Diese Meerfrau ist unordentlich, hat Dreadlocks und Tattoos, dazu einen fischigen Körpergeruch.

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Wow, was für eine irre Geschichte! Nach den ersten Sätzen war ich etwas skeptisch, wegen des Schreibstils, der Ausdrucksweise - aber nach wenigen Seiten hatte mich die Story total im Griff und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen! Die verschiedenen Blickwinkel der beteiligten Personen, der Erzählstil, die eigentliche Geschichte - echt krass und total genial! Man fiebert förmlich mit, hofft das Beste und muss der Realität (was in diesem Sinne eigentlich widersinnig ist) Tribut zollen! Fantastische Lektüre!

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Was wäre, wenn Sportfischer zufällig eine Meerjungfrau angeln würden? Sie denken, sie haben einen fetten Fisch an der Angel und der entpuppt sich als Meerfrau. Ein Mensch ist sie nicht, aber ein Fisch auch nicht. Was macht man dann?

1976 soll genau das passiert sein, behauptet dieses Buch, auf Black Conch, einer unbekannten Südseeinsel. Die Angler glauben eine sensationelle Trophäe gefangen zu haben, die man zu Geld machen kann, aber David Baptiste, ein junger, einheimischer Fischer, rettet die schöne Aycayia mit dem Fischschwanz, die sich prompt an Land in eine Frau verwandelt, genau wie im Märchen.

Es entwickelt sich eine tragisch-schöne Liebesgeschichte, die kunstvoll alte Südsee-Mythen mit dem Märchen der Meerjungfrau, etwas Kolonialgeschichte und der Gegenwart verknüpft und dabei Grenzen auslotet.

Was macht Menschsein aus? Hat man das Recht, Lebewesen zu fangen und auszustellen? Passiert es nicht immer wieder, dass wir Wesen ausgrenzen, nur weil wir sie nicht kennen? Das, und noch viel mehr, fragt uns dieses kleine Buch. Welche Auswirkungen hat Geschichte auf unsere Gegenwart? Kann Liebe wirklich kulturelle Unterschiede ausgleichen oder kommt irgendwann der Punkt, an dem man machtlos ist?

Das sind alles wichtige Themen, die hier anklingen und mit Leichtigkeit verwoben werden. An die Sprache muss man sich ein wenig gewöhnen. Sie zeigt eine Art Südsee-Pidgin, das sich dem jeweiligen Erzähler anpasst und je nach Herkunft und Bildungsstand anders klingt. Aycayia spricht sogar in Versen, was für eine Gestalt aus einer uralten Legende sehr angemessen ist.

Dieses Buch ist die originellste Märchenadaptation, die ich je gelesen habe, unterhaltsam, anrührend und tiefsinnig. Eine dicke Empfehlung!

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Ich habe die wunderbare Meerfrau als passende Lektüre am Meer gelesen, allerdings am Mittelmeer, nicht in der Karibik, wo dieser außergewöhnliche Roman spielt. Er ist sehr gleichnishaft: Wie gehen wir mit der Natur um? Wie begegnen wir dem Fremden? Warum gibt es so viele empathielose Idioten? Und ist Liebe die Rettung?

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zwei welten gut miteinander verwoben und sehr angenehm zu lesen - auch das buchcover fand ich sehr schön und passend - ein schönes leseerlebnis

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Ich fand das Buch sehr fesselnd und ungewöhnlich. Die Autorin bedient sich einer
auffallenden Sprache, die sich an englische Kreolsprachen der Karibik anlehnt. Der Schreibstil ist
außergewöhnlich und von einer Poetik geprägt, die die Erzählung fest in ihrem Ursprung aus
karibischen Mythen und Legenden verankert. Trotz der Distanz, die durch das fast Märchenhafte
geschaffen wird, fühlt man als Leser*in mit den Charakteren und lässt sich in die spannende
Geschichte ziehen, die sich der Meerjungfrauentrope mal auf andere Weise nähert. Durch das Buch
ziehen sich viele Themen aktueller Diskurse, ohne vorzugeben Antworten auf große Fragen zu liefern.
Es geht um Leidenschaft und Romantik, aber auch um Sexismus und Geschlechterrollen; um
koloniale Vergangenheit und Gewalt, aber auch deren Überwindung. Ich bin mir sicher, dass sich das
Buch aus verschiedenen, auch kontrastierenden Perspektiven der gender studies, race theory, und
colonial studies betrachten lässt, was es meiner Meinung nach zu einem vielschichtigen Beitrag zu
diesen Debatten macht

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