Mithu Sanyal über Emily Brontë

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Erscheinungstermin 06.10.2022 | Archivierungsdatum 06.05.2023

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Zum Inhalt

Wie ein Sturm ist das Werk Emily Brontës in das Leben von Mithu Sanyal hineingefegt. Die erste Lektüre des Romans »Sturmhöhe: Wuthering Heights« hatte für die Autorin von »Identitti« lebensprägende, lebensverändernde Kraft. 
Mithu Sanyal hat ein mitreißendes Buch über das Leben und Schreiben der weltberühmten englischen Autorin geschrieben, der man zu Lebzeiten mangelnde Weiblichkeit vorwarf und deren Buch als gefährlich galt. Für Sanyal, Tochter einer polnischen Mutter und eines indischen Vaters, war und ist »Sturmhöhe« ein Buch, in dem sie die eigene Fremdheitserfahrung wiederfand, ein Buch, das ihr in ungefähr allen wichtigen Lebensmomenten irgendwie weiterhalf und sie immer begleitet. Beim Sex, beim langweiligsten Urlaub der Welt, bei angeheirateten englischen Verwandten, die sich nach dem Empire zurücksehnen, und beim Planen der Revolution. Denn darum geht es vor allem in diesem Buch: um das Wunder, wie ein mehr als 170 Jahre alter Roman auf alle wesentlichen Fragen von heute zu Gender, Race, Class und Geistern klare, aktuelle, zukunftsweisende Antworten hat. 

Wie ein Sturm ist das Werk Emily Brontës in das Leben von Mithu Sanyal hineingefegt. Die erste Lektüre des Romans »Sturmhöhe: Wuthering Heights« hatte für die Autorin von »Identitti« lebensprägende...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462003666
PREIS 20,00 € (EUR)
SEITEN 160

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Als Mithu Sanyal von Herausgeber Volker Weidermann gebeten wird, einen Text zu seiner neuen Reihe „Bücher meines Lebens“ beizusteuern, fällt ihre Wahl sofort sofort auf Emily Brontë und „Sturmhöhe“ - und das obwohl Werk und Urheberin auf den ersten Blick nicht weiter von ihrer Lebensrealität entfernt sein könnten. Im Verlauf des Buches werden wir jedoch verstehen, was Mithu Sanyal daran so anzieht, was das Werk mit ihren Beziehungen zu tun hat und mit welcher Figur sie sich am meisten identifizieren kann.

„Mithu Sanyal über Emily Brontë“ beginnt mit einem Vorwort des Herausgebers, in dem dieser erklärt, wie die Idee zu seiner neuen Reihe entstand. Bezeichnenderweise folgen dann erst einmal vernichtende Kritiken zu „Sturmhöhe“; zeitgenössisch, aber auch aktuelle. Und dann beginnt Mithu Sanyal zu erzählen und zieht sofort in ihren Bann: von Kate Bushs Song „Wuthering Heights“, mit dem alles begann, von der Beziehung zu ihrem damaligen Freund Marcus und der Lektüre von „Sturmhöhe“, ihrem Einstieg in die Literatur der Erwachsenen.

Die Autorin betrachtet den Text dabei aus unterschiedlichen Blickwinkeln und untersucht ihn je Kapitel auf eine bestimmte Frage bzw. ein bestimmtes Thema hin, wie zum Beispiel Klasse, Race, Sex oder Geister. Es ist sehr angenehm, dass sie dabei nicht auf eine Interpretation des Textes festgelegt ist, sondern eine Vielzahl von ihnen nebeneinander existieren lässt. Es ist klar, welche Figuren und Themen zu Mithu Sanyal sprechen – als Leser*innen müssen und sollen wir das aber für uns selbst herausfinden. Am Ende des Buches sind als Ergänzung noch die Lebensdaten Emily Brontës und Quellenangaben zu finden.

„Mithu Sanyal über Emily Brontë“ ist mehr als eine literarische Interpretation oder eine Nacherzählung der Handlung. Es ist ein äußerst persönlicher und intimer Einblick in das Leben und Denken der Autorin selbst, in welchem sie Unsicherheiten und Verletzungen, aber auch Leidenschaften mit uns teilt. Und obwohl „Sturmhöhe“ noch nie zu meinen liebsten Klassikern gehört hat, möchte ich es jetzt unbedingt noch einmal lesen und mit anderen, vielleicht auch mit Mithu Sanyals Augen betrachten.

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Es gibt Bücher, die lassen einen nicht los, auch wenn man sie eigentlich gar nicht so sehr mochte. Wuthering Heights ist für mich so ein Buch. Auch nach mehrmaligem Lesen erschließt sich mir nicht, was andere daran so begeistert. Aber genau deshalb höre ich mir immer wieder gern an, was eben diese Begeisterung auslöst. Und Mirthu Sanyal gelingt ist mit ihren verschiedenen Blickwinkeln auf den Roman, eine Vielfalt an Gründen anzuführen, es zu mögen und dem Buch mehr zu entlocken, als meines Erachtens von Emily Bronte je beabsichtigt war. Und vielleicht liegt darin die Stärke von Wuthering Heights. Nicht, dass es besonders gut wäre, sondern dass es einen nicht loslässt. Und dank Mirthu Sanyal bin ich fast schon wieder so weit, es noch mal zu lesen. Denn die Autorin tut genau das, was sie über ihre Mutter gesagt hat, die ihr als Kind Bücher nacherzählt hat, die davon spannender wurden, als sie es tatsächlich waren. Und das ist auch ein Talent.

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Ich bin ein Fan von Mithu Sanyal. Deshalb landete auch das neueste Buch von Mithu Sanyal auf meinem Lesestapel, auch wenn ich das Buch von Emily Bronte nicht gelesen habe.In dem Buch beginnt Mithu Sanyal, wie sie ihre Liebe zu Wuthering Heights (Sturmhöhe) gefunden hat. Danach geht es um das Leben und Wirken von Emily Bronte aber auch das ihrer Schwestern, um dann im letzten Schritt verschiedenste Analysen und Tropen in dem Buch analysiert.Mithu Sanyal schreibt ironisch, ernst, lustig und liebevoll über den Roman von Emily Bronte und auch wennich mich lange dagegen gewehrt habe Sturmhöhe zu lesen, so ist es nach der Lektüre dieses Buches doch auf meinem SUB gelandet.Meiner Meinung nach ein absolut tolles Buch, bei dem es sich absolut lohnt es zu lesen, egal ob man Emily Bronte kennt oder (noch) nicht.

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„Es macht etwas mit mir und zwar jedes Mal, wenn ich es lese. Ich weiß nicht, warum es das tut, ich weiß nicht einmal, ob ich es herausfinden möchte, wie es das tut – aus Angst, damit den Zauber zu brechen -, aber ich möchte ein wenig von diesem Zauber teilen.“ (Zitat Pos. 173)

Thema und Inhalt
Dieses Buch ist der zweite Band der Serie „Bücher des Lebens“, herausgegeben von Volker Wiedermann. Die Idee dazu entstand während eines Videogespräches zwischen ihm und Mithu Sanyal. Es ging um Bücher, die Mithu Sanyal geprägt haben und zu der Autorin gemacht, die sie heute ist. Sie hat sich spontan und ohne nachdenken zu müssen für Emily Brontë entschieden. Entdeckt hatte sie das Buch Wuthering Hights auf Grund des gleichnamigen Songs von Kate Bush und sie war erst fünfzehn Jahre alt, als sie diesen Roman zum ersten Mal las. Sie war beeindruckt von dem Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Heathcliff und Cathy. Gleichzeitig konnte sie sich eine mit Heathcliff identifizieren, ein Fremder, ein Außenseiter in der Familie Earnshaw. Bis heute übt dieses Buch eine besondere Magie auf Mithu Sanyal aus und diese Magie möchte sie mit uns teilen.

Umsetzung
An ein kurzes Vorwort von Volker Weidermann schließen Motti an, Zitate der damals vorwiegend ablehnenden Meinungen des viktorianischen Publikums.
In dem folgenden Kapital „Warum“ schildert und erklärt Mithu Sanyal, was dieser Roman für sie bedeutet, in „Worum“ beschreibt sie, worum es in Wuthering Heights geht: Sie beleuchtet Handlung, Charaktere und geschichtliche Zusammenhänge aus vielen unterschiedlichen Perspektiven und ergänzt ihre persönlichen Eindrücke mit einer ebenso breiten Vielfalt an Aussagen, Interpretationen und Sichtweisen. In den beiden folgenden Kapiteln „Leben“ und „Nachleben“ geht es um die Mitglieder der Familie Brontë, vor allem natürlich um Emily Brontë. Mit den Kapiteln „Sex“, „Class“, „Race“ und „Ghosts“ vernetzt sie die Kernthemen dieses inzwischen einhundertfünfundsiebzig Jahre alten Romans mit unserer Zeit, schafft zeitlos aktuelle Verbindungen.
Im Anhang finden sich die Lebensdaten Emily Brontës, die Quellenangabe zu den in den jeweiligen Kapiteln zitierten Textstellen aus dem Originalroman, sowie die Fußnoten.

Fazit
Dieses Buch ist interessante, vielseitige, mit Vergnügen zu lesende Mischung aus literaturwissenschaftlichen Interpretationen und Meinungen und der eigenen Sichtweise von Mithu Sanyal, in Verbindung mit ihren persönlichen Erfahrungen und Gedanken. Mich hat es angeregt, wieder einmal das Original, „Sturmhöhe“ von Emily Brontë, aus dem Regal zu nehmen und mit Mithu Sanyals Anleitung neu zu entdecken.

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Mithu Sanyal hat eine höchst vergnügliche, interessante und neue Interpretation der Klassikers "Sturmhöhe" von Emily Bronte in der Serie " Bücher meines Lebens" herausgebracht. Dieser 170 Jahre alter viktorianische Klassiker neu interpretiert , aus Sicht der heutigen Zeit. "Sturmhöhe" gehörte nicht zu m einem Lieblingsbüchern,



,jedoch nach der Lektüre von Mithu Sanyal, war es für mich ein Muß, es sofort aus dem Bücherschrank hervorzuholen , um ein weiteres Mal zu lesen und es auch anders zu betrachten.
K.Kersten

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Mich verbindet mit Mithu Sanyal die tiefe Leidenschaft für „Sturmhöhe“ von Emily Brontë. Allerdings war es für mich kein Lebensbuch, das mich begleitet und geprägt hätte. Zumindest nicht wissentlich. Aber ein Buch, das ich schon in verschiedenen Lebensaltern gelesen habe und auch in mehreren Exemplaren besitze. Und jedes Mal reißt mich die Intensität der Leidenschaft zwischen Cathy und Heathcliff, die Rache, das nicht vergessen können, das Brutale bis hin zu dem wunderbaren Ende des Buches mit.

Im Vorwort des Buches beschreibt Volker Weidermann ein gemeinsames Videogespräch bei denen sie über verschiedenes gesprochen haben und auch auf die Bücher gekommen sind, die sie, Mithu Sanyal, geprägt und zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Sie erzählte ihm von ihrem Lebensbuch und weckte damit sein Interesse für eine Buchreihe, von der ich hoffe, dass noch viele weitere Bände folgen mögen.

Was Mithu Sanyal alles über „Sturmhöhe“ und über Emily Brontë geschrieben hatte, war absolut faszinierend für mich und nicht nur weil es eines meiner Lieblingsbücher ist. Das ein Buch, das vor zig Jahren geschrieben wurde und von dem man denken könnte, dass es nichts, aber auch gar nichts mehr mit der heutigen Zeit und Leben zu tun haben könnte, in Wirklichkeit so vieles verbinden kann. Keine Lebenssituation auf das es nicht passen würde. Sanyal, die im Übrigen sehr humorvoll und klug schreibt, hatte die für mich hinreißendste Beschreibung des Buches und der Protagonisten geliefert, die ich je gelesen habe. So wunderbar würde ich auch gerne über mein Lieblingsbuch schreiben können.
Ich konnte einiges über die Brontës erfahren, was mir noch neu war. Überraschend für mich war auch der Kontext mit Rassismus. Da war ich wohl nicht sehr aufmerksam, als Heathcliff beschrieben wurde.

Für mich gab es viele großartige, überraschende und informative Lesemomente. Und wenn man am Ende angekommen ist, will man eigentlich nur noch eines, direkt zu „Sturmhöhe“ greifen und wieder eintauchen in die Geschichte von Cathy und Heathcliff. Nur diesmal mit anderen Augen wie vorher.

Noch eines meiner Lieblingszitate aus dem Buch:
„Bücher sind eines dieser Medien, die sich auflösen, wenn wir sie lesen, wir sehen nicht die Buchstaben, sondern die Welt dahinter, als wären die Seiten ein Portal, durch das wir hindurchtreten.“ (S. 97)

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