Florian Illies über Gottfried Benn

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Erscheinungstermin 06.10.2022 | Archivierungsdatum 01.06.2023

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Zum Inhalt

Bei Gottfried Benn kann es nie um reine Liebe gehen. Wer sich seit über zwei Jahrzehnten so intensiv mit Benn beschäftigt wie Florian Illies, der erlebt zahlreiche Enttäuschungen angesichts der politischen Verirrungen und der menschlichen Kälte des Autors – und doch wird er immer wieder gefangen genommen vom einzigartigen Klang der Benn'schen Verse.

Von dieser so leidenschaftlichen wie wechselhaften Beziehungsgeschichte erzählt Florian Illies in diesem Buch. Davon, wie ihn einst Frank Schirrmacher mit dem Untergangspropheten vertraut machte, wie er Benns zwei letzten Geliebte besuchte, denen der sonderbare Dichter ein einziges Rätsel blieb.

So sind es dann eben doch am Ende allein die Worte Benns, die einen berühren können, ihre Weisheit und ihr Klang. »Leben ist Brückenschlagen über Ströme, die vergehn« etwa, oder »Es ist ein Knabe, dem ich manchmal trauere«. Illies durchwandert die Untiefen des Lebensweges von Benn, beleuchtet seine Freundschaften, seine Irrwege - und seine späte Wehmut.

Illies zweifelt, wo Benn sich sicher ist, und schwärmt, wo Benn unsicher wird. Es ist also vor allem ein Versuch, die Bennschen Verse vor ihrem Schöpfer in Sicherheit zu bringen.

Bei Gottfried Benn kann es nie um reine Liebe gehen. Wer sich seit über zwei Jahrzehnten so intensiv mit Benn beschäftigt wie Florian Illies, der erlebt zahlreiche Enttäuschungen angesichts der...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462003253
PREIS 20,00 € (EUR)
SEITEN 112

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Florian Illies über Gottfried Benn

Bemerkenswert

Florian Illies hat schon einige Male über den Dichter Gottfried Benn geschrieben und diesmal sogar ein eigenes Buch, das von Volker Weidermann herausgegeben wurde.
Zwar blieb mir die Lyrik Gottfried Benns immer überwiegend verschlossen, doch als literarische und historische Persönlichkeit seiner Zeit ist er interessant und Illies trägt alle wesentlichen Aspekte zusammen, aber auch die Erkenntnis, dass man Benn außerhalb seiner Gedichte kaum Nahe kommen kann.

Mich interessierte am Buch auch Florian Illies Leidenschaft für diesen Dichter. Seine Gefühle kann man für sich selbst auch auf andere Schriftsteller übertragen, die einem etwas bedeuten. Das ist eine Qualität des kurzen, aber bemerkenswerten Buches, die ich schätze und ich mag das Format.

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Ein "Schmankerl" für Literaturfreunde, Germanisten, Lyrikliebhaber ... Wer Benn mag und den Schreibstil von Florian Illies wird dieses Buch inhalieren. Sehr empfehlenswert!!!

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Eine ambivalente Einschätzung Benns durch Illies, der dessen Lyrik schätzt, seinen Lebenswandel aber differenziert einschätzt. Knapp, aber dennoch präzise und umfassend macht das Buch durchaus Lust darauf, sich mit Benns Gedichten auseinander zu setzen.

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Dieses kleine Buch gibt die Meinung von Florian Illies zu Fottfried Benn wieder, seine Zerrissenheit zwischen den sehr poetischen und zartfühlenden Gedichten und dem wahren Mensch Benn. Macht Lust darauf die Gedichte von Benn kennenzulernen!

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Florian Illies war der erste Autor, an den Volker Weidermann für seine Reihe „Bücher des Lebens“ gedacht hatte. Er kennt ihn und seine Texte schon länger. Und hier fällt auch das erste Mal das Wort „Lebensbuch“. Ein Buch, welches einem schon ein Leben lang begleitet und von dem man begeistert ist. Oder wie im Fall von Illies die Gedichte von Gottfried Benn. Weidermann wusste von dessen Begeisterung und was lag da näher als Illies darum zu bitten dieses Buch hier zu schreiben.

Ich mag Gedichte sehr, wenn ich auch nicht jedes inhaltlich verstehe oder gar eine super Interpretation hinlegen könnte. Ich schwelge dann einfach in den Worten oder den Bildern, die sie in meinem Kopf erzeugen. Gottfried Benn war mir allerdings nicht bekannt. Oder war mir bei einer Anthologie nicht aufgefallen, warum auch immer. Das hat Florian Illies mit seinem Buch gründlich geändert.
Mir ist Benn als Person nähergekommen und habe jetzt eine Vorstellung davon, wie er gewesen sein musste. Und wirklich sympathisch war er nicht. Ganz im Gegenteil. Aber ein richtig guter Dichter, wie mir mittlerweile klar geworden ist. In seinem Schlusssatz fasst es Florian Illies sehr passend zusammen: „Was für ein rätselhafter und unangenehmer Mensch war dieser Benn. Was für ein großer Dichter.“
Illies lässt nichts vom Leben Benns aus, auch nicht die dunklen Seiten. Er skizziert die Menschen, die im Leben von Benn eine Rolle gespielt haben. Und so schält sich langsam für mich eine Art Gesamtbild des Dichters raus.

Illies liebt die Gedichte von Gottfried Benn, wenn sie sich ihm auch nicht immer erschließen. Noch nicht einmal Benn selbst, konnte das von sich behaupten. Illies schreibt: „(…), dass es auch Benn selbst nicht so genau wusste, weil da manchmal aus ihm etwas herausströmte, was größer war als er selbst. Und was dann zu Gedichten wurde, die sich aus uralten Quellen zu speisen schienen und an deren Ufern erst Oelze stand und nun wir stehen, still und staunend.“ (S. 20/21)

Ich bin Illies und seinem Buch über Gottfried Benn sehr gerne gefolgt und kann es entsprechend Interessierten empfehlen. Es ist zwar relativ kurz, aber äußerst prägnant und macht Lust sich Gottfried Benns Gedichten zu widmen. Apropos, Illies nennt seine augenblicklichen liebsten Gedichte von Benn natürlich auch.

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Kurzmeinung: Ich habe mich sehr gerne erinnern lassen ...
Worte von zeitloser Schönheit
Da sich in meinem Gedichtsammelband „Eine Sammlung deutscher Lyrik“ von anno dunno, genau zehn Gedichte von Gottfried Benn befinden, die ich allesamt sehr liebe, wohl seine bekanntesten – hat mich der Buchtitel „Florian Illies über Gottfried Benn“ gleich angesprochen. War hier mehr über diesen Dichter, der auch Arzt und Pathologe war, zu erfahren? 

Wie schön, dass Illies manche, mir bekannten Verse zitiert, wie interessant, dass Illies Benns Gedichte, die Gedichte seines Lebens nennt. Und wie schön, dass ich tatsächlich einige Informationen über Gottfried Benn bekomme. Benn ist ein Mensch, der in schwierigen Zeiten lebte, der beide Weltkriege mitbekam, das wünscht man keinem. Kein Wunder, dass man wunderlich wird. Und einsam. Vielleicht sogar unverstanden. Illies nuschelt etwas von „Werk und Dichter trennen“, aber muss man das wirklich? Steckt nicht in jedem von uns eine helle und eine dunkle Seite?
Das Büchlein von Illies ist kurz, man hat es schnell durch, es ist ein sehr pesönliches Büchlein, eine richtige Biografie ist es nicht. Will es auch nicht sein. Es sind persönliche Anmerkungen zu Gottfried Benn, die Illies macht. Lesenswert für diejenigen, die wenigstens ein Schnippselchen von Benn bereits kennen, vielleicht tatsächlich den „rauschbereiten Flieder“.

Am Ende des Büchleins finden sich die Daten Benns. Aus Daten ein Leben. 

Florian Illies hat recht damit, dass einige von Benns Zeilen, nur eine Zeile da und dort, von zeitloser, eigenartiger Schönheit sind. Und wer sie nicht kennt, genau diese Zeilen, dem entgeht etwas. 

Fazit: Eine schöne Erinnerung, die ich genießen konnte. Sehr persönlich erzählt von Florian Illies. Einziger Kritikpunkt: zu kurz. Ein bisschen mehr hätte sein dürfen. 

Kategorie: Persönliche Anmerkungen, fast eine Biografie
Verlag: Kiwi, 2022

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