Lügen über meine Mutter

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Erscheinungstermin 18.08.2022 | Archivierungsdatum 04.06.2023

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Zum Inhalt

Daniela Dröscher erzählt vom Aufwachsen in einer Familie, in der ein Thema alles beherrscht: das Körpergewicht der Mutter. Ist diese schöne, eigenwillige, unberechenbare Frau zu dick? Muss sie dringend abnehmen? Ja, das muss sie. Entscheidet ihr Ehemann. Und die Mutter ist dem ausgesetzt, Tag für Tag.

»Lügen über meine Mutter« ist zweierlei zugleich: die Erzählung einer Kindheit im Hunsrück der 1980er, die immer stärker beherrscht wird von der fixen Idee des Vaters, das Übergewicht seiner Frau wäre verantwortlich für alles, was ihm versagt bleibt: die Beförderung, der soziale Aufstieg, die Anerkennung in der Dorfgemeinschaft. Und es ist eine Befragung des Geschehens aus der heutigen Perspektive: Was ist damals wirklich passiert? Was wurde verheimlicht, worüber wurde gelogen? Und was sagt uns das alles über den größeren Zusammenhang: die Gesellschaft, die ständig auf uns einwirkt, ob wir wollen oder nicht? Schonungslos und eindrücklich lässt Daniela Dröscher ihr kindliches Alter Ego die Jahre, in denen sich dieses  »Kammerspiel namens Familie« abspielte, noch einmal durchleben. Ihr gelingt ein ebenso berührender wie kluger Roman über subtile Gewalt, aber auch über Verantwortung und Fürsorge. Vor allem aber ist dies ein tragik-komisches Buch über eine starke Frau, die nicht aufhört, für die Selbstbestimmung über ihr Leben zu kämpfen. 

 

Daniela Dröscher erzählt vom Aufwachsen in einer Familie, in der ein Thema alles beherrscht: das Körpergewicht der Mutter. Ist diese schöne, eigenwillige, unberechenbare Frau zu dick? Muss sie...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462001990
PREIS 24,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Die autobiografisch gefärbte Geschichte einer Familiie, Vater, Mutter, Kind, im Hunsrück der 80er Jahre,
deren Thema über Jahre das (für den Vater deutlich zu hohe Körpergewicht der Mutter ist, und deren Versuche,
mit den Demütigungen umzugehen. Das Porträt einer „typischen“ Familie dieser Zeit, in der sich viel um Hausbau, Autokauf,
mehr Schein als Sein dreht und nicht zuletzt darum, „was die Leute sagen“. Das Ganze wird sehr treffend aus der Sicht der etwa 8-11jährigen Tochter erzählt. Hat mir gut gefallen.

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Hat mir sehr gut gefallen, total fesselnde Geschichte
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Bei mir kamen viele Erinnerungen an die eigene Kindheit, für mich war es also nichts Neues, teilweise eher unangenehm, daher fällt mir eine Empfehlung eher schwer

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Daniela Dröscher gibt in ihrem biografischen Roman einen Einblick in ihre Familie und ihre Kindheit. Es ist ein Familienleben, das geprägt ist von Kritik und Scham, den ein Thema ist für den Familienvater fast schon zur Obsession geworden: das für ihn zu hohe Körpergewicht seiner Frau und die daraus resultierenden notwendigen Diäten. So ist die Mutter fast täglich Beleidigungen und Diskriminierung durch ihren Mann ausgesetzt und ihr Körper wird fortwährend bewertet und kommentiert.

Dieser Roman besteht nicht nur aus chronologischen Erzählungen über das Familienleben und ihre Kindheit in einem Dorf in den 80ern. Selbst dies alleine hätte das Buch schon lesenswert gemacht. Zwischen den einzelnen Kapiteln gibt die Autorin unter anderem Gespräche mit ihrer Mutter wieder, eigene Gedanken zum Vater oder die damalige Rolle einer Hausfrau und Mutter. Es scheint, das die Autorin nach jedem Kapitel versucht Abstand zu nehmen, um so auf ihre Familie und Kindheit zurückzublicken. Sie reflektiert, versucht zu verstehen und irgendwie zu begreifen, warum die Ehe so war und ihre Mutter nicht gegangen ist, als sie die Chance hatte.

Mit diesem Roman hat Frau Dröscher ihrer Mutter eine Stimme gegeben. Sie zeigt auf, dass ihre Mutter sich eigene Bereiche geschafft, in denen sie selbstständig entscheiden konnte. Obwohl sie über ein sehr sensibles Thema schreibt, gelingt es ihr, trotz aller schmerzhaften Ehrlichkeit, nicht wertend oder gar verletzend zu sein. Ein unmögliches Unterfangen, das die Autorin trotzt ihrer anfänglichen Angst ohne Probleme schafft. Im Buch schwingt Wertschätzung, Respekt, Verständnis und Liebe für ihre Mutter mit, was mir sehr gut gefällt.

Dieser Roman behandelt Themen, die auch heute noch von immenser Bedeutung sind und zeigt auf, dass sich unsere Gesellschaft in den letzten 40 Jahren leider doch noch nicht so weit entwickelt hat, wie ich es mir wünschen würde. Body Shaming ist aktueller denn je. Die gnadenlose Kritik von Männern und auch Frauen an Körpern, allen voran Frauenkörpern ist nach wie vor vorhanden, sogar noch ausgeprägter denn je durch diverse Social-media Kanäle. Ebenso liegt die Hauptlast der Sorgearbeit immer noch bei den Frauen, die sich wie selbstverständlich um ihre Kinder und Angehörigen kümmern.

Das ist ein Roman der wütend macht, und das ist gut so! Ein wichtiges und längst überfälliges Buch, welches zeigt, was in unseren Familien und in der Gesellschaft auch heut noch falsch läuft!

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"Lügen über meine Mutter" ist ein unglaublich aufwühlendes Werk. Es beschreibt das Leben einer typisch deutschen Familie ab dem Wirtschaftswunder mit allen seinen Versprechungen von steigendem Wohlstand und größer werdender Zufriedenheit mit zunehmendem Konsum.
Man könnte es als einfachen Roman über die jüngere deutsche Geschichte lesen wenn die Autorin nicht auf geniale Weise den Finger in die Wunde eines Themas legt, das viel zu oft übersehen wird: Der gesellschaftliche Druck auf Frauen schön, repräsentabel und selten mehr als schmuckes Beiwerk zum beruflich erfolgreichen Ehegatten zu sein!
In dem Roman ist das zunehmende Gewicht der Mutter ständiges (Streit-)Thema. An manchen Stellen macht es einfach nur sprachlos mit welcher Selbstverständlichkeit die Zahl auf der Waage für die Fehlschläge des Mannes verantwortlich gemacht werden.
Trotz dieses omnipräsenten Themas ist das gesamte Werk unglaublich Facettenreich.
Ein kluger, aufrüttelnder und hoffentlich zum Nachdenken anregender Roman!

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Das Buch gehört zu meinen absoluten Lesehighlights in diesem Jahr. Es ist sehr gut konstruiert mit den Gedanken der Tochter und dem Handlungsstrang. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt und jede Buchseite genosssen. Ich werde es empfehlen, wo ich kann. Vielen Dank!

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Schockierend, fesselnd, aufwühlend. Dieses Buch hat mich an vielen Stellen wütend gemacht und am Ende nachdenklich zurückgelassen.

Ela lebt mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf im Hunsrück und erzählt aus ihrer Sicht, wie sich die Ehe ihrer Eltern über die Jahre verändert hat und warum das vermeidliche Übergewicht der Mutter alle Zukunftspläne des Vaters zunichte macht.
Zu Beginn versteht die 6-Jährige Ela nicht, warum das Gewicht ihrer Mutter ständig das Hauptgesprächsthema ist. Beim Essen wird nicht nur genau beobachtet wie viel die Mutter isst, der Vater kritisiert das Aussehen seiner Frau aufs Schärfste und zerstört damit den Familienfrieden in zahlreichen Situationen. Er beginnt sie vor anderen Leuten bloßzustellen und stellt dann immer mehr Bedingungen, um sie zum Abnehmen zu zwingen. Als wäre das noch nicht genug muss sie sich auch noch den gehässigen Kommentaren und dem abwertenden Verhalten ihrer im selben Haushalt lebenden Schwiegereltern aussetzen.

Die Mutter hüpft von einer erfolglosen Diät zur nächsten, schließt sich den WeightWatchers an, ignoriert bestmöglich das Interesse ihres Mannes für andere Frauen und versucht ihm alles recht zu machen - bis das Blatt sich eines Tages wendet und sie langsam aber sicher beginnt sich aufzulehnen und aus ihrem „Käfig“ auszubrechen.
Mir gefiel die Entwicklung, die Elas Mutter im Laufe der Geschichte durchmacht, aber auch die von Ela selbst. Der Leser begleitet ihre Familie über einige Jahre und merkt, wie sie mit zunehmendem Alter den Äußerungen ihres Vater immer kritischer gegenübersteht. Sie erzählt uns, welche Auswirkungen das „Gewichtsthema“ auf ihre Kindheit hatte, ohne dass ihre Eltern auch nur ansatzweise ahnen, wie sehr die Situation das junge Mädchen belastet.
Man spürt die Verzweiflung der Tochter, die sich einerseits mehr Zeit mit ihrer Mutter, die sich viel zu viel zumutet, wünscht und andererseits komplett zwischen den Stühlen steht und immer wieder zur Vermittlerin werden muss. Um Streitereien zu verhindern, versucht sie sogar ins Geschehen einzugreifen.

Gut gefallen hat mir, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der kindlichen und der erwachsenen Ela, die ihre Mutter in der Gegenwart zu ihrer Sicht der damaligen Ereignisse befragt, geschildert wird. So erfährt der Leser, was dazu geführt hat, dass der Protagonistin die Augen geöffnet wurden und wann sie begriffen hat, wie groß das Leid der Mutter wirklich war.
Erwähnenswert finde ich auch die Großeltern väterlicherseits. Der Dialekt hat mich im Lesefluss zwar ein wenig gehemmt, aber immer wieder Schmunzeln lassen. Zumal besonders die Äußerungen der Oma meiner Meinung nach typisch für ihre Generation sind.

Auch wenn das Verhalten der Mutter mich in manchen Situationen den Kopf hat schütteln lassen, habe ich zum Ende des Buches mehr und mehr Klarheit bekommen und auch nachvollziehen können, warum sie so gehandelt hat. Was für eine unglaublich starke Frau!

Mich hat „Lügen über meine Mutter“ sehr zum Nachdenken angeregt und ich hoffe, dass dieser Roman die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient. Lasst euch bitte nicht vom Cover abschrecken - das finde ich leider furchtbar.

Ich habe mich etliche Male aufgeregt, habe mitgefühlt und mitgelitten. Habe gehofft, gebangt und angefeuert. Eine klare Leseempfehlung, auch wenn für mich noch ein Fünkchen zum absoluten Highlight gefehlt hat.

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Dieser Roman hat mich wirklich sehr gefesselt. Die Autorin hat in ihren Roman die Ehe ihrer Eltern versucht aufzuarbeiten. Der Mutter ging es während ihrer Ehe sehr schlecht und hat sehr stark an Gewicht zugelegt.
Mich hat die Geschichte sehr an die Ehe meiner Eltern erinnert.

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Die Selbstbestimmung über den eigenen Körper und das eigene Leben –Zeilen zum Nachdenken!
Die Szenerie spielt in einem kleinen Dorf in Rheinland-Pfalz in den achtziger Jahren. Ela erzählt über das Aufwachsen in einer besonderen Familienkonstellation: Ihr Vater zeigt eine tiefe Obsession, eine übertriebene Werthaltung auf Äußerlichkeiten wie einen schlanken Körperbau z.B.. Elas Mutter jedoch neigt sehr stark zu Übergewicht, das auch trotz einer Vielzahl an wiederholten Diäten keinen Erfolg zeigt. Mit diesem fülligen Körperbau erfüllt sie jedoch nicht den Wunsch des Ehemanns nach ‚gutem Aussehen‘ an seiner Seite als Kompensationsmittel für sozialen Aufstieg etc. Mit dem gewünschten Schönheitsideal der 70er und 80er Jahre, mit schlanken Blondinen mit großen Brüsten z.B., kann Elas Mutter als Kind ehemaliger schlesiendeutscher Aussiedler nichts anfangen.
Auch Gedankenspiele über die Rolle der berufstätigen Mutter bei ungleicher Bezahlung spielen eine Rolle. Wäre z.B. eine solche Ehe anders verlaufen bei gleicher Bezahlung? Werden Eheprobleme der Eltern unbewusst auf ihre Kinder übertragen durch Parentizierung? Ist (zu viel) Essen eine Art Lohn statt Geld für die Mutter, die dem ständigen Druck des Ehepartners zum Abnehmen standhält.

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Realistisch und bewegend;
Die Autorin beschreibt einige Jahre ihrer Kindheit in den 1980er Jahren und es gelingt ihr sehr gut, den damaligen Zeitgeist und die dörfliche Enge und gleichzeitige Freiheit zu beschreiben. Ihre Erinnerungen decken sich mit meinen und so konnte ich mich sehr gut in das Buch einfühlen. Die toxische Beziehung der Eltern, die echte und gefühlte Abhängigkeit der Mutter wird treffend beschrieben und Daniela Dröscher findet die passenden Worte für etwas, das man nur schwer beschreiben kann. Ich mußte oft nicken oder hätte der Mutter am liebsten Aufmunterungen zugerufen, da alles sehr glaubhaft und realistisch erzählt wird. Die Konfektionsgröße der Mutter wird nie explizit erwähnt, aber ihr Kampf mit Diäten und um ihre Gesundheit wird beschrieben. Das Problem mit dem Vater wird durch das Gewichtsthema verdeckt und man wünscht seiner gutmütigen und großzügigen Frau genug Kraft, um sich endlich zu lösen. Das Buch zeigt aber auch, wie das Aussehen von Frauen auch schon vor dem Internet ein Thema war, das Betroffene sehr belastet und viel Unterechtigkeit hervorbringt. Vielen Dank für den Mut, diese Geschichte in einem Buch zu erzählen!

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Die Geschichte wird aus Sicht der 6 jährigen Ela erzählt, die mit ihren Eltern und Großeltern im Hunsrück in den Achtzigerjahren aufwächst. Ängstlich beobachtet sie, wie die Ehe ihrer Eltern in Schieflage gerät, als der Vater eine Manie entwickelt, seine Frau würde zu viel essen und durch ihre Korpulenz würden ihm alle sozialen Förderungen und Kontakte abhanden kommen. Nachdem er im Beruf scheidert, überwacht er akribisch das Essverhalten seiner Frau und die unzähligen Diäten zu die er sie zwingt. Spätenstens als Ela's Mutter ein zweites Kind bekommt, ein Nachbarskind aufnimmt und die kranke, demente Mutter pflegt, merkt man, wie stark diese Frau doch ist.

Dieses Buch von Daniela Dröscher hat mich zusehends aufgewühlt und richtig betroffen gemacht. Nicht selten habe ich den Vater von Ela zur Hölle gewünscht, habe mit der Mutter gelitten und die Ängste der Kinder gespürt.

Die Autorin schreibt aus Sicht eines 6jährigen Mädchens. Dies nimmt man ihr sofort ab. Die Sprache und die Gefühle der Kinder sind voll identisch ohne kindisch zu sein.

Ich habe ein Buch gelesen, in dem eine verbale häusliche Gewalt immer gegenwärtig ist und man stets hofft dass diese starke Frau die Kraft besitzt sich aus diesen Zwängen zu befreien.
Dass sie nicht nur den Kampf um ein paar Pfunde zuviel gewinnt, sondern auch die Stellung in der Familie, die ihr gebührt.

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Die erwachsene Ela erzählt uns von ihrer Kindheit in den 80er Jahren im Hunsrück. Zwischen den Kapiteln sind Reflexionen über diese Zeit und was sie mit ihr gemacht hat, eingeschoben.
Elas Mutter ist eher dick, was dem Vater ein ewiger Dorn im Auge ist. Seinen ganzen Frust projeziert er auf diese Tatsache und macht seiner Frau das Leben zur Hölle.

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Zum Inhalt:
In diesem autobiografischen Roman blickt die Autorin in ihre Kindheit zurück, in der ihr Vater das Übergewicht seiner Frau für alles verantwortlich macht, was in seinem Leben schief läuft. Sie zeigt aber auch eine starke Frau, die Mutter, die immer weiter darum kämpft, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. All dies wird aus der Sicht der Tochter erzählt.
Meine Meinung:
Mir war gar nicht bewusst, dass wir hier quasi einen autobiografischen Roman haben. Genau das macht das Buch dann noch mal beeindruckender. So einen Blick zurück in eine nicht einfache Kindheit zu tun, ist sicherlich nicht einfach. Aber auch ohne die persönliche Note der Autorin fand ich das Buch enorm gut und auch sehr gut geschrieben. Der Blick in die Abgründe von menschlichen Seelen ist erschütternd aber auch sehr interessant.
Fazit:
Beeindruckender Rückblick

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Das Cover ist in seiner farbigen Gestaltung fröhlicher als der Inhalt sich beim Lesen entpuppt.
Aber der Titel lässt schon erahnen um was es geht.
Wir befinden uns in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts und die kleine Ela wächst in einer Familie auf, in der der Vater immer wieder das Gewicht der Mutter thematisiert. In beinahe jeder Situation will er sie zum Abnehmen bewegen, schreckt auch vor Erpressung nicht zurück. Seine abfälligen Sätze haben mir beim Lesen schon weh getan, wie müssen sie erst einen Menschen treffen. Meiner Meinung nach kann er nur so seine eigenen Minderwertigkeitskomplexe kompensieren. Von den Schwiegereltern hat die Mutter, als gebürtige Schlesien Deutsche, in dieser ländlichen Gegend auch keine Unterstützung zu erwarten.
Der Schreibstil von Daniela Dröscher ist flüssig und leicht zu lesen. Sie beschreibt eindrucksvoll die Vergangenheit und die Gegenwart in ihren Kommentaren.
In diesem Buch haben mir auch die Sätze im Dialekt gefallen. Zumindest klangen sie für mich authentisch.
Ein lesenswertes, nachdenklich stimmendes Buch.

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