Zum rosa Hahn

Roman

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Erscheinungstermin 09.06.2022 | Archivierungsdatum 04.11.2022

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Zum Inhalt

»Dies ist das lustigste, ungezügeltste Meisterwerk des Jahres ... einfach brillant.« Adressavisen.

Mit einem verblüffend komischen und surrealen Roman begibt sich Erik Fosnes Hansen in das Reich der Fantasie und der reinen Fiktion. Eine thrillerhafte Geschichte, die in einer Landschaft spielt, die den normalen Gesetzen der Physik und der Realität zu trotzen scheint und dem Leser dennoch sehr real und greifbar vorkommt. Ein Buch, das ganz anders ist als das meiste, was Sie jemals gelesen haben.

Zwei reisende Goldmacher treffen auf einer Landstraße zufällig aufeinander und ziehen schließlich in die von Fürstin Clothilde regierte Stadt Jüterbog, in der die Untertanen durch Massage bei Laune gehalten werden. Heimlich beobachtet werden die beiden von einem Hund und einer Katze, die sich fragen, was die Ankunft der Männer bedeuten könnte. Bevor die beiden Goldmacher in der Lage sind, Unheil anzurichten, kommen weitere Figuren ins Spiel: ein armes, schwer krankes Mädchen und dessen unerzogener Bruder, ein Wachmann mit sprechender Warze sowie die Fürstin selbst, die so gelangweilt ist, dass sie sogar den Tod eines Untergebenen für etwas Abwechslung in Kauf nimmt.

Eine unerwartete Szene folgt auf die nächste in diesem spannenden und bildreichen Roman, in dem alles wie im Traum geschieht, aus dem man sich wünschte, nicht aufzuwachen. 

»Dies ist das lustigste, ungezügeltste Meisterwerk des Jahres ... einfach brillant.« Adressavisen.

Mit einem verblüffend komischen und surrealen Roman begibt sich Erik Fosnes Hansen in das Reich der...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783462000627
PREIS 22,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Vor Urzeiten wollte ich mal ein Buch von Erik Fosnes Hansen lesen, doch es landete auf dem Stapel ungelesener Bücher. Als ich nun das Cover und die Beschreibung von „Zum rosa Hahn“ sah, stand der Entschluss: Fosnes Hansen ist der Leselandkarte hinzuzufügen. Ein Gewinn? Da bin ich nicht so sicher, doch der Reihe nach.

Die Handlung ist schnell umrissen: Auf einer Landstraße zwischen Cottbus und Berlin begegnen sich ein älterer und ein jüngerer Goldschmied. Sie beschließen, im Gasthof „Zum rosa Hahn“ einzukehren und schmieden Pläne, was sie in Jüterborg, dem Ziel ihrer Reise, „anstellen“ könnten. Dabei werden sie von zwei Spionen, einem Hund und einer Katze belauscht.

Mehr „Handlung“ hat die Geschichte eigentlich nicht, der Rest des Textes besteht aus … ja aus was? Text … normalerweise gehe ich nicht auf Cover ein, doch hier scheint es sinnvoll. Denn der Text ist ungefähr so verstörend wie das Cover. Wenngleich sich die Goldschmiede in der realen Welt zu begegnen scheinen, wird an Spionhunden und -katzen klar, dass es mit der Realität hier nicht so weit her sein kann. Das wird noch deutlicher, wenn man weitere Details anführt: übellaunigen blauen Spargel, sprechende Warzen, eine aus Langeweile „mordlustige“ Fürstin, ihre Kinder verkaufen oder auf Rat des Pfarrers einschläfern lassen wollende Eltern, die Stimmung der Einwohner auf einem erträglichen Level haltende Massagen … klar ist: Die Geschichte ist Fiktion, und zwar hanebüchene. Man fragt sich bei der Lektüre nicht selten: Was nimmt der Mann, um so etwas zu schreiben? In Summe ist die Geschichte eine wilde Sammlung bizarrer Figuren und Handlungen sowie surrealer Einfälle, allerdings in einer Welt, die der realen in vielem frappierend ähnelt. Dadurch verfällt man auf die Idee, die Geschichte als eine Art Parabel zu lesen, was vom literarischen Anspruch her durchaus hinkäme. Denn eins ist klar: Schreiben kann Fosnes Hansen, obwohl er dies im Präsens tut, was ich nicht mag. Er verwendet Wörter bzw. Kombinationen, die sich wohl nirgends sonst finden dürften und sprachbegeisterten Menschen Freude machen können („meerschaumweißen und lagunenblauen Tellern aus Fischgrätfayence“). Somit lebt der mitschwingende Humor zum einen davon und von seiner Beiläufigkeit. Warum also vorhin die Frage, ob die Lektüre ein Gewinn war? Nun, weil es streckenweise doch etwas viel wurde, manches schon verstört und ein erkennbarerer roter Faden auch nicht schlecht wäre. Aber: Wenn man sich darauf einlassen kann, dass „Zum rosa Hahn“ eine Geschichte erzählt, die vorwiegend der Fabulierlust frönt und man Fosnes Hansens freien Lauf gelassener Phantasie einfach nur „beiwohnt“, ist die Lektüre ein Gewinn. Daher werden die 3,5 Sterne auch aufgerundet.

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Eine Stadt, die skurriler nicht sein kann...

Wie schon die Inhaltsangabe zeigt, erwartet uns LeserInnen hier eine völlig verrückte Geschichte. Im Mittelpunkt steht die kleine Stadt Jüterbog (die es zwar wirklich gibt, hier aber natürlich völlig fiktiv gestaltet ist). Diese wird regiert von der Markgräfin Clothilde, die eine Vorliebe für die Farbe Rosa hat und sich schnell langweilt – und genau dieses kann sehr gefährlich werden…
Gleichzeitig begegnen sich zwei Goldmacher auf einer Landstraße – der Ältere überredet den Jüngeren schließlich, gemeinsam mit ihm in Jüterbog im Hotel „Zum rosa Hahn“ zu essen. Eines kommt zum anderen und schnell beziehen sie Quartier dort und haben große Pläne – zumindest der Ältere…
Nichts ahnend werden sie von einem Hund und einer Katze, die in ihrer Freizeit gerne Detektivgeschichten liest, beobachtet – denn diese befürchtet mit der Ankunft der Männer Unheilvolles. Auch eine verarmte Mutter mit einem ungezogenen Sohn und einer kranken Tochter spielen eine zentrale Rolle. Doch das ist noch nicht alles…

Anfangs fand ich den Aufbau der Geschichte sehr interessant und unterhaltsam – neben den schrägen Figuren, sprechenden Tieren und den Sitten der etwas verrückten Stadt entwickeln auch verschiedene Gegenstände gewisse Eigenheiten:

„Das Telefon auf seinem Schreibtisch klingelte intensiv und beharrlich. (…) Es hörte nicht auf zu läuten. Ganz im Gegenteil, die Intervalle wurden nur kürzer, zudem änderte es langsam die Farbe. Von anfangs genervt rosa bis hin zu vor Verärgerung rot.“ – Seite 97/98, eBook


Von wütenden Telefonen, über sterbende Origami-Rechnungen bis hin zu seufzenden Häusern – diese absolut schrägen Details sind dem Autor sehr gut gelungen – auch mache, sehr gut formulierte Sätze und Begebenheiten lassen einen ab und an ziemlich schmunzeln:

„Beim Finanzchef stand der Stahlschrank sperrangelweit offen, und um seine Leere noch zu unterstreichen, huschten kleine, halbwilde Wollmäuse in den Schrank und wieder hinaus wie Wanderbüsche in der Prärie.“ – Seite 160, eBook

„Er inspizierte sich zunächst im Spiegel und eilte dann so rasch zur Tür hinaus, dass sein Spiegelbild noch einige Sekunden lang im Rahmen festhing, bevor es ihm verdutzt hinterhersauste.“ – Seite 100, eBook


Natürlich muss man sich auf diese absolut verrückte Story einlassen. Die Kapitel sind übersichtlich und wechseln regelmäßig zwischen verschiedenen Figuren, die sich an verschiedenen Orten in der Stadt aufhalten. Nach und nach werden einige Verbindungen sichtbar und auch Rückblicke in die Vergangenheiten einiger Personen lösen so manches Rätsel auf. Zugleich wird auch sichtbar, dass manches nicht das ist, was es auf den ersten Blick zu sein scheint…

Bei dieser außergewöhnlichen Geschichte war ich während des Lesens hin- und hergerissen, ob diese mir nun gefällt oder nicht. Mir hat hier besonders die erste Hälfte des Romanes gefallen: Die meisten Kapitel sind gut gelungen und unterhaltsam, manchmal auch spannend. In der zweiten Hälfte ließ die Spannung nach, es gab Kapitel die langatmig waren und vereinzelte Abschnitte hatten auch eine eher unangenehme Note. Leider verlor hier die Story diese Besonderheit vom Anfang, was sehr schade war.

Mein Fazit: Ein ziemlich schräger Roman mit starkem Anfang und schwächelndem Ende. Besonders in der ersten Hälfte ist das Buch unterhaltsam, interessant und durch ungewöhnliche und rätselhafte Geschehnisse auch spannend. Die skurrile Note mit verrückten, kleinen Details ist dem Autor wirklich gelungen. Die zweite Hälfte ist eher schwächer: Die Story verliert sich durch langatmige Abschnitte etwas, manches wurde dann doch zu übertrieben abstrus. Daher ziehe ich zwei Sterne ab.
Man muss sich auf die Geschichte einlassen und ich würde sie allen, die spezielle und außergewöhnliche Romane mögen, empfehlen.

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