Das Marterl

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Erscheinungstermin 16.03.2022 | Archivierungsdatum 01.08.2022

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Zum Inhalt

Die Erinnerung hat ihre eigenen Gesetze. Je länger etwas zurückliegt, desto stärker tritt es einem vor Augen. So geht es dem Erzähler mit seiner Kind­heit in der niederbayerischen Kleinstadt A., die abrupt endete, als sein Vater bei einem Unfall starb. Um neu beginnen zu können, muss er sich der Vergangenheit stellen, den Wundern und Schrecken, den Torheiten und der Verklärung. Das Marterl erzählt von den innersten Fragen unseres Daseins, einfühlsam, poetisch und mit feinem Humor. Nach Jahren der Abwesenheit fährt der Erzähler zurück in den Ort seiner Kindheit in Niederbayern. In der kleinen Stadt, die ihm erscheint, als wolle sie mit Folk­lore, Starkbierfesten und den Denkmälern bedeutsamer Männer die Zeit anhalten, versucht er, sich an seinen Vater zu erinnern. Und an den Verkehrsunfall, bei dem der Vater vor zehn Jahren starb. Doch ein Ort hat nie nur eine Gegenwart. Zwischen die Geschichte des Erzählers drängt sich das Leben eines Jungen. Die Angst vor einem Monster in einem Berg und ein fliegender Bär. Eine Liebe zur Blasmusik und die zu einer Frau. Kann die Erinnerung helfen, mit der Endlichkeit fertigzu­werden? Kann eine Heimkehr jemals gelingen oder muss sie vielleicht ein Mythos bleiben? So wie der Meeresforscher mit Taucherbrille und Regen­jacke an einem niederbayerischen Bahnhof.»Den Vater suchen, der doch längst nicht mehr lebt – eine Verrücktheit? Für Johannes Laubmeier eine notwendige Verwegenheit. Was im Leben nicht geht, gelingt ihm in der Literatur.« Wolfgang Büscher

Die Erinnerung hat ihre eigenen Gesetze. Je länger etwas zurückliegt, desto stärker tritt es einem vor Augen. So geht es dem Erzähler mit seiner Kind­heit in der niederbayerischen Kleinstadt A., die...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783608501681
PREIS 22,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Klapptext: Je länger etwas zurückliegt, desto stärker tritt es einem vor Augen.
Fazit: Schon das Cover ist etwas Besonderes. Die Kindheit spielt sich in einer Kleinstadt in Niederbayern ab. Sie endet damit, dass der Vater bei einem Unfall ums Leben kommt. Damit der Neuanfang gelingen kann, muss er sich der Vergangenheit stellen. Er beschliesst nach Jahren an den Ort zurückzufahren, wo er die Kindheit verbracht hatte. Sie kommt ihm so kleinkariert vor. Er versucht, sich an seinen Vater zu erinnern. Auch an den schrecklichen Verkehrsunfall. Beim Lesen kommt heraus, dass ein Ort keine Vergangenheit, sondern nur eine Gegenwart hat. Es stellt sich jetzt die Frage, kann eine Heimkehr gelingen? Nach dem Lesen der letzten Seite kommen viele Gedanken zu Vorschein. Das Nachdenken über die Vergangenheit lässt keine Person kalt. Das Buch vermittelt viele Eindrücke aus der Vergangenheit und der Gegenwart. Empfehlenswert.

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Erinnerung

Der Autor des Romans „Das Marterl“ ist Johanes Laubmeier. Es ist sein Debütroman und zeigt seine Kindheit und Jugend in Niederbayern.

Das Cover mit dem kleinen Jungen mit Tauchbrille und Regenjacke ist einfach gut.
So hat er seinen Vater am Zug abgeholt.

Als er Student war, verunglückt sein Vater mit dem Motorrad und stirbt. Zehn Jahre später kommt er wieder in den Ort und sucht die Orte, die er mit seinem Vater aufgesucht hat, wieder auf. Er trifft auch viele Bekannte, mit denen er über seinen Vater reden kann.

Es ist eine interessante Geschichte über die Erinnerungen.
Der Autor lässt viele verschiedene Dinge einfließen. Er schreibt poetisch und mit Humor.
Dann kommen noch die rein niederbayerischen Dialoge, für mich zwar schwer verständlich, aber genau passend.

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Das Erstlingswerk von Johannes Laufmeier hat mir gut gefallen. Es geht um Heimkommen, um Erinnerung und auch um die Aufarbeitung des frühen Unfalltods des Vaters. Laufmeiers biografisches Buch hat einen ganz eigenen Stil, man möchte es quasi auf einen Rutsch durchlesen. Die Rückblenden auf die Erlebnisse des kleinen Johannes-entgegen dem Rest nicht als Ich-Erzähler- sind teilweise amüsant.

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Ein gelungenes Debüt von Johannes Laubmeier.
Der Inhalt ist ernst aber trotz der Wehmut irgendwie erfrischend, genau wie das Cover. Der Vater des Jungen kommt überraschend bei einem Motorradunfall ums Leben. Viele Jahre später kommt der Junge zurück in das bayerische Kleinstadtidyll von damals, um Spuren zu sammeln, einzutauchen in die Welt der Kindheit bis zum Unglück.
Der Schreibstil hat etwas anrührendes, sanftes und manchmal bewegendes. Man fühlt mit dem Jungen. Außerdem hat der Autor einen guten Blick für das Wesentliche. Gepaart mit etwas Poesie, Humor und bayerischen Slang. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Es trifft die Erinnerung auf die Gegenwart um aufzuräumen, was zu spät ist.

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Das Marterl, Johannes Laubeoer
Der Autor kehrt aufgrund des plötzlichen Todes seines Vaters in seinen Heimatort zurück.
Seine Gedanken kreisen um die tragische Tatsache der Endgültigkeit des Todes und zugleich tauchen viele Erinnerungen wie ein kleines Mosaik in seinen Gedanken auf.
Er fühlt sich fremd in seinem alten Heimatort und trotzdem bleibt er um in die Erinnerungen tiefer einzutauchen.
Er trifft dabei auf ehemalige Freunde und Bekannte und erlebt dabei auch in der Gegenwart einige skurrile Momente in seiner bayerischen Heimat.
Ein Roman um Tod, Trauer und Vergangenheit der allerdings nicht von Traurigkeit geprägt wird.
Der Autor lässt den Leser an einigen Stellen schmunzeln bzw, auch lachen und stimmt aber auch nachdenklich,

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Beeindruckend! Was ist eigentlich ein 'Marterl'? Beim Einstieg in den gleichnamigen Roman von Johannes Laubmeier habe ich mir zunächst gar nichts dabei gedacht und 'Marterl' eher in Zusammenhang gebracht mit dem sehr nett verkleideten kleinen Jungen auf dem Buchcover. Später dann habe ich die Bedeutung recherchiert - so sagt der Duden: "Tafel mit Bild und Inschrift, Pfeiler aus Holz oder Stein mit Kruzifix oder Heiligenbild [zur Erinnerung an ein Unglück]" Nach zehn Jahren Abwesenheit kehrt der Erzähler aus England zurück in seine Heimat, eine bayerische Kleinstadt. Im Jahr des tödlichen Motarradunfalls seines Vaters hat der Ich-Erzähler seine Heimat verlassen, und dass er dann so lange Zeit 'im Ausland' verblieben ist "war ein Versehen"; und weil die Zeit eine "zähe, langsam aushärtende Masse" ist, war es dann - zehn Jahre nach dem Verlust des Vaters - an der Zeit, zurückzukehren und sich der eigenen Vergangenheit in der Kleinstadt A. zu stellen. Im Haus seiner Mutter wohnend, erkundet der Erzähler nicht nur die Örtlichkeit und ihre Bewohner:innen, sondern auch seine eigene Geschichte - bis zum Tod des Vaters. Ich habe selten in einer eindrücklicheren Sprache in eine Kleinstadtatmosphäre eintauchen können: "Dann, ohne Vorwarnung, die Kleinstadt selbst. Wie ein geducktes Raubtier lauert sie hinter den Bäumen am Bahndamm. Das große Wohngebiet mit den neu gebauten Einfamilienhäusern auf der einen Seite, die Altstadt und der Friedhof auf der anderen. Dann der Lautsprecher: 'Nächster Halt: A.'" 'Das Marterl' ist eine Geschichte, die mich deshalb beeindruckt hat, weil es ihr gelungen ist, mich zu berühren: "... weil es vielleicht am Ende nicht so sehr darauf ankommt, ob eine Geschichte richtig ist, sondern ob es sich richtig anfühlt, sie zu erzählen." Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass Johannes Laubmeier diese Geschichte erzählt hat... und freue mich auf all die weiteren, die er hoffentlich noch erzählen wird!

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