Der Tod und das dunkle Meer

Kriminalroman

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Erscheinungstermin 21.08.2021 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

1634: Ein Schiff auf dem Weg von Indonesien nach Amsterdam. Eine dunkle Prophezeiung und ein Detektiv, der selbst Gefangener ist. Samuel Pipps und Arent Hayes stehen vor dem Fall ihres Lebens, denn der Teufel ist mit an Bord. Aberglaube, Hexenjagd, Machtgier – Stuart Turton führt uns ins dunkle Meer der menschlichen Abgründe. Gerade noch hat Samuel Pipps im Auftrag der mächtigen Männer der Ostindien-Kompanie einen kostbaren Schatz in der Kolonie Batavia wiedergefunden. Nun befindet er sich auf dem Weg zu seiner Hinrichtung. Sein Assistent und Freund Arent Hayes ist mit an Bord der Saardam. Genau wie der Generalgouverneur und seine Frau Sara Wessel. Doch kaum auf See, beginnt der Teufel sie heimzusuchen. Unerklärliche Morde geschehen, und ein Flüstern weht durch das Schiff, das alle an Bord dazu verführt, ihren dunkelsten Wünschen nachzugeben. Pipps muss seinem Freund Arent und Sara dabei helfen, ein Rätsel zu lösen, das alle Passagiere verbindet und weit in die Vergangenheit zurückreicht. Bevor das Schiff sinkt und sie alle in die Tiefe reißt.

1634: Ein Schiff auf dem Weg von Indonesien nach Amsterdam. Eine dunkle Prophezeiung und ein Detektiv, der selbst Gefangener ist. Samuel Pipps und Arent Hayes stehen vor dem Fall ihres Lebens, denn...


Verfügbare Ausgaben

ISBN 9783608504910
PREIS 25,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Das ist ein richtiges Abenteuerbuch. Es hat mich vom ersten Kapitel an in seinen Bann gezogen. Und doch ist die Geschichte so komplex, dass sie bis zum Ende interessant bleibt. Das wiklich Böse ist klar erkennbar. Die anderen Charaktere bleiben angenehm ambivalent, also menschlich mit guten und nicht so guten Eigenschaften. Die Lesenden erhalten einen realistischen Einblick in die niederländische Kolonialpolitik und die frühneuzeitliche Seefahrt. Die Mentalität der Handeldenden wirkt zwischen Naivität, Brutalität, Glauben und Aberglauben echt. Ich hoffe, die Hauptcharaktere treten in einem weitern Buch auf. Nehmen Sie sich Zeit zum Lesen! Lassen Sie sich die die Handlung hineinziehen und genießen Sie!

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Schon auf englisch gelesen, ich liebe es :) zwar eine etwas andere Baustelle als Evelyn Hardcastle, aber der Stil überzeugt doch wieder. Inhaltlich ist Mr Turton ein bisschen schwer einzuordnen (das Problem hatte ich schon beim Vorgängerbuch), da Krimi, Fantasy, historischer Roman, Belletristik.... es alles nur im Ansatz streift. Es wird bei uns vermutlich in der Fantastik landen, denn dort haben unsere Kunden schon Miss Hardcastle kennen und lieben gelernt. Dieses Mal kommt es zwar als historischer Roman in Aufmachung eines Arthur Conan Doyle einher (ja, der Detektiv hat mich schwer an Mr Holmes erinnert, auch wenn letztendlich seine Rolle in diesem Stück eine andere war), aber ich denke, dort ist das Werk gut aufgehoben. Das Setting ist jetzt auch nicht so typisch für historische Romane, die ja vermehrt etwa 200, 300 Jahre vorher im Hochmittelalter liegen. Das Thema Teufel- und Dämonenglaube kommt daher auch im Gewand der frühen Neuzeit daher, wobei ich froh bin, dass es letztendlich keine Hexenverbrennungen gab, sondern "nur" paranoide Verfolgung. Die Plottwists waren nicht so scharf wie beim ersten Buch und auch die Spannung floss etwas ruhiger dahin, daher aufgrund meiner Neigung, das eine Buch mit dem anderen zu vergleichen, ein Stern Abzug. Aber auch nur, weil ich nicht einen halben Stern Abzug vergeben kann.

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Im Jahr unseres Herrn 1634 soll ein holländisches Handelsschiff von Batavia (Jakarta, Indonesien) in die Niederlande fahren. Seine Ladung besteht aus teuren Gewürzen, verschiedenen Waren und einer streng geheimen Ladung. An Bord der Saardam sind Matrosen, Musketiere, der Generalgouverneur von Batavia, seine Tochter und seine Frau Sara. Zu ihnen gesellt sich der berühmte Detektiv Samuel Pipps, der dem Generalgouverneur ausgeliefert ist und nur von seinem Söldnerfreund Arent Hayes beschützt wird. Mit dem Auftauchen eines stummen Aussätzigen in Flammen, der plötzlich anfängt, in Zungen zu reden, ist die Reise zum Scheitern verurteilt, noch bevor das Schiff den Hafen verlassen hat. Doch die Dinge werden noch schlimmer, als die Menschen sterben, sobald die Saardam in See sticht. Es wird geflüstert, dass böse Prophezeiungen wahr werden, Menschen verschwinden mitten in der Nacht und ein Kult beginnt sich zu bilden… Stuart Turton kehrt endlich mit einem weiteren Krimi zurück. Wie lange habe ich schon darauf gewartet! Die Beschreibungen einer gefährlichen Reise um die halbe Welt sind üppig und voller Magie, Horror und Geheimnisvollem. Dies ist ein Buch mit irrsinnigen Wendungen und einem Hauch von Übernatürlichem. Wie bei Turtons vorheriger Arbeit ist es schwer zu sagen, zu welchem ​​Genre seine Bücher gehören. Teils Krimi, teils historisch, teils Thriller und Action, teils Gothic-Horror und Romantik. Eigentlich müsste es folglich viele Leser und Leserinnen ansprechen. Ich hoffe, dass es so ist, denn ich möchte "Der Tod und das dunkle Meer" dringend weiterempfehlen. Lesen!

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Wow, einfach nur wow! Dieser Krimi ist absolut genial! Der Autor spielt so gekonnt mit der Erwartung der Leser, dass ich das Buch nicht weglegen konnte.

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Geheimnisvoll Zum Inhalt: Batavia, 1634. Arent Hayes hatte es noch nie leicht. Zuerst machte ihm sein Vater das Leben schwer, dann stürzte er sich als Söldner in diverse Kriege, um schließlich bei Samuel Pipps, einem sehr guten Ermittler, als Leibwächter zu enden. Und jetzt fällt Samuel Pipps in Ungnade und soll – gemeinsam mit einer Ladung von Schätzen – von Batavia nach Amsterdam reisen, damit ihm dort der Prozess gemacht wird. Gemeinsam mit einer illustren Schar von Passagieren, mordlustigen Matrosen und verwegenen Soldaten segeln sie auf der Sardaam. Doch sie sind nicht alleine, - der Teufel scheint sich ebenfalls an Bord begeben zu haben. Mein Eindruck: Auch mit seinem zweiten Buch begibt sich Stuart Turton in die Vergangenheit. Hier nutzt er die Träume zu der Bezwingung der sieben Weltmeere, um sie ad Absurdum zu führen: Seine Seefahrt ist nicht lustig, sondern dreckig, hinterhältig, bösartig, gefährlich und damit letztendlich tödlich für viele Mitfahrer. Doch als Hauptpersonen nutzt er zwei Felsen in der Brandung, die genau diesem Eindruck völlig entgegen wirken: Ein ehrenhafter Soldat und eine Heilerin, die beide versuchen, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, das so viele Menschen an Bord des Schiffes in Versuchung führt. Dazu mischt Turton so geschickt eine gute Portion Aberglaube in den Schiffszwieback, dass seine Leser/innen selber von einer Idee zur Handlung in die nächste schwanken. Turtons Stil ist fesselnd, sehr malerisch und mit einer guten Portion bösen Humors gespickt. Seine Charaktere erscheinen wunderbar vor dem geistigen Auge und deren Umgebung ist ebenso fremd, wie verführerisch. Schön auch die Stärke seiner Figuren, die insbesondere in den weiblichen Charakteren zu sehen ist. Hier gibt es keine schwachen, hingebungsvollen Weiber, - gerade die Damen sind ausgefuchster und damit schwerer zu durchschauen, als die manchmal doch eher eindimensionalen Männer. Das Ende seiner Geschichte könnte ein neuer Anfang sein, - die Leserschaft wäre bestimmt dankbar darüber. Mein Fazit: Auch das zweite Buch ist dem Autor gelungen. Sehr gelungen!

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1634 – Der geniale Ermittler Sammy Pipps wurde in Batavia gefangengenommen und soll in Amsterdam verurteilt werden. Sein Freund Arent Hayes begleitet ihn auf das Schiff der Ostindienkompanie. Schon vor Beginn der Fahrt wird das Schiff verflucht. Immer mehr häufen sich die Anzeichen dafür, dass die Passagiere nicht ohne Grund auf dem Schiff sind. Hat wirklich der Teufel seine Hand im Spiel? Da Sammy als Gefangener die Hände gebunden sind, muss Arent herausfinden, was los ist. Dabei bekommt er unerwartete Hilfe von Sara, der Gattin des Generalgouverneurs, die sich auch auf dem Schiff befindet. Die Geschichte ist ein Genremix aus Krimi, Mystery, historischen Elementen und Abenteuer. Sammy und seine Fähigkeiten, aus den kleinsten Details die Wahrheit zu schließen, hat mich stark an Ermittlungen im Stile Sherlock Holmes erinnert. Allerdings kann er als Gefangener keine großen Schritte machen. So muss Arent ermitteln. Der sieht sich eher als Kämpfer und Mann für das Grobe, sodass er sich die Ermittlungen gar nicht recht zutraut. Während Arent eine typisch männliche Rolle einnimmt, sind es die Frauen, die hier aus ihrer Rolle fallen. Zum einen ist da Sara, die an einen gewalttätigen Ehemann verheiratet wurde. Sie sehnt sich nach Freiheit und sieht in den Entwicklungen ihre Chance, der Rolle einer gefügigen höhergestellten Dame zu entgehen. Dabei muss sie auch an die Zukunft ihrer Tochter Lia denken, die einen mehr als wachen Verstand hat, Dinge bastelt und erfindet, dabei aber immer auf der Hut sein muss, da ihre Gedanken andere dazu verleitet, sie mit dem Teufel im Bunde zu sehen. Saras Freundin Cresije hingegen verlässt sich auf die typischen Waffen einer Frau – durch ihre Schönheit sind ihr die Männer verfallen und sie nutzt das für ihre eigenen Pläne. Der Fluch ist nur der erste Schritt, den Arents Gegner macht. Auf dem Schiff tauchen immer wieder Zeichen des „Alten Tom“ - der hier für den Teufel steht – auf. Seine Geschichte scheint nicht nur mit Arents Vergangenheit verwickelt zu sein. Je mehr Arent und Sara – und damit auch der Leser – über die Menschen an Bord herausfinden, umso mehr zeigt sich, dass die Vergangenheit hier eine besondere Rolle spielt. Der Teufel selbst scheint alle auf dem Schiff versammelt zu haben um Rache zu üben. Dadurch, dass sich die Geschichte auf einem Schiff abspielt, wirken die Ereignisse umso spannender. Der eingeschränkte Raum, die Abneigung, die sich zwischen Musketieren und Mannschaft entwickelt aber auch die Tatsache, dass sich der Täter mitten unter ihnen befinden muss, macht einen Teil der bedrohlichen Stimmung aus. Zudem werden immer neue Verdachtsmomente gestreut. Immer dann, wenn man die Identität des Teufels (-besessenen) herausgefunden zu haben scheint, wird alles wieder durcheinandergewirbelt. Selbst das Ende bringt eine Überraschung – nicht nur was die Auflösung, sondern auch was die Konsequenz davon angeht. Fazit: Ein Schiff, das dem Untergang geweiht ist – schon von Beginn an hat mir die bedrohliche Stimmung zugesagt. Die Protagonisten und ihre Verstrickungen, die Ermittlungen und die überraschenden Wendungen haben ihr übriges dazu beigetragen, dass ich die Geschichte voll und ganz genießen konnte.

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Im Jahr 1634 macht sich eine Flotte auf die lange Reise von Batavia nach Amsterdam. Mit an Bord: der Generalgouverneur von Batavia mit seiner Familie und der Detektiv Samuel Pipps mit seinem Bodyguard Arent Heyes – der aber in Ungnade gefallen und in Ketten gelegt wurde. Schon vor der Abfahrt tragen sich seltsame Dinge zu. Das Schiff scheint verflucht zu sein. Als sich dann auf der Überfahrt die Vorkommnisse häufen und die ersten Todesopfer fordern ist den meisten schnell klar, dass hier ein Dämon sein Unwesen treibt. Doch Heyes traut der dunklen Prophezeiung, die ihn schon seit seiner Kindheit verfolgt, nicht und macht sich daran, Licht ins Dunkel zu bringen. Dieses Buch macht es für mich ganz schwierig, es einem Genre einzuordnen. Einerseits hat es viele Elemente eines historischen Romans (wobei der Autor selbst sagt, dass nicht alle Details historisch getreu sind), aber auch einiges eines Kriminalromans. Was es auch ist, es hat mir viel Freude beim Lesen bereitet. Interessante Charaktere und ein Erzählstil, der niemals Langeweile aufkommen ließ, haben dieses doch recht umfangreiche Buch niemals langatmig erscheinen lassen. Die Atmosphäre auf dem Schiff und die bedrohliche Stimmung wurden meiner Meinung nach sehr gut dargestellt. Die rätselhaften Vorkommnisse laden zum Mitraten ein und die Auflösung konnte mich überraschen. Leseempfehlung von mir!

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Stuart Turton - Der Tod und das dunkle Meer zum Inhalt 1634: Ein Schiff auf dem Weg von Indonesien nach Amsterdam. Eine dunkle Prophezeiung und ein Detektiv, der selbst Gefangener ist. Samuel Pipps und Arent Hayes stehen vor dem Fall ihres Lebens, denn der Teufel ist mit an Bord. Aberglaube, Hexenjagd, Machtgier – Stuart Turton führt uns ins dunkle Meer der menschlichen Abgründe. Gerade noch hat Samuel Pipps im Auftrag der mächtigen Männer der Ostindien-Kompanie einen kostbaren Schatz in der Kolonie Batavia wiedergefunden. Nun befindet er sich auf dem Weg zu seiner Hinrichtung. Sein Assistent und Freund Arent Hayes ist mit an Bord der Saardam. Genau wie der Generalgouverneur und seine Frau Sara Wessel. Doch kaum auf See, beginnt der Teufel sie heimzusuchen. Unerklärliche Morde geschehen, und ein Flüstern weht durch das Schiff, das alle an Bord dazu verführt, ihren dunkelsten Wünschen nachzugeben. Pipps muss seinem Freund Arent und Sara dabei helfen, ein Rätsel zu lösen, das alle Passagiere verbindet und weit in die Vergangenheit zurückreicht. Bevor das Schiff sinkt und sie alle in die Tiefe reißt Meinung Ein Mord auf hoher See. Ein Detektiv-Duo. Ein Dämon, der vielleicht existiert, vielleicht auch nicht. Nachdem ich Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle gelesen hatte, konnte ich es kaum erwarten, etwas anderes von dieser Autorin zu lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht! Stuart Turton kehrt mit einem fesselnden historischen Roman zurück, einem Gruselroman, der vor Farbe und Atmosphäre trieft und im 17. Jahrhundert spielt. Die Erzählung ist lebendig und pulsierend mit ihren Details. Der Autor erschafft eine breite Palette von Charakteren, die betören, bezaubern, erschrecken und entsetzen. Ein Zwerg, verwegene Musketiere, Hexensucher, die Mätresse des Generalgouverneurs, Creesjie Jens, und der gefürchtete Bootsmann Johannes Wyck. Dies ist eine fantastische, äußerst unterhaltsame Lektüre mit einem hervorragenden Plot, der dich in die Charaktere hineinversetzt, das Interesse von Anfang an weckt und bis zur Enthüllung am Ende die Seiten staunen lässt. Dies ist der beste temporeicheste, spannendste und aufregendste historische Roman, den ich in diesem Jahr gelesen habe, und ich freue mich so sehr, dass ich ihn empfehlen kann

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Teuflisches an Bord Detektiv Sammi Pipps und Leutnant Arent Hayes, sein Bodyguard, haben schon erfolgreich einige Fälle von Mord und Diebstahl aufgeklärt. Auch ein gestohlenes wertvolles Stück konnten sie dem brutalen Generalgouverneur von Batavia wiederbeschaffen. Statt einer Belohnung droht Sammy der Galgen. Jedoch muss der Gouverneur zuvor nach Amsterdam, das bedeutet acht Monate Segelschifffahrt. Aber was für eine Fahrt! Eine Mannschaft aus Dieben und Gaunern, dazu korrupte Beamte, Soldaten, Passagiere und mysteriöse Gestalten. Es gab eine Warnung, dass das Schiff nie ankommen würde. Der Teufel bzw. der Alte Tom würde dafür sorgen. Das galt es zu verhindern. Es folgt eine Reihe ausführlich dargestellter Schilderungen dessen, wie der Alte Tom versucht, die Menschen zu üblen Taten anzustiften. Überall taucht sein Zeichen auf, alle fürchten sich. Das zieht sich hin, Böses geschieht. Stuart Turton hat eine dramatische Fantasy mit scheinbar historischem Hintergrund geschrieben. Raffinierte Pläne wurden geschmiedet, Grusel hinzugefügt und mit Aberglauben gewürzt. Auf so einem Schiff möchte Niemand mitgesegelt sein, eine unheimliche Reise führt zu einem unglaublichen Ende. Kriminalroman aus dem Englischen von Dorothee Merkel übersetzt, vom Tropen Verlag herausgegeben.

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Ein Schiff der Ostindienkompanie ist auf dem Heimweg nach Amsterdam. An Bord der Saardam ist unter anderem der Generalgouverneur mit seine Familie und Samuel Pipps ein berühmter Detektiv mit seinem Freund und Gehilfen. Von Anfang an steht die Reise unter einem unglücklichen Stern. Vor Abfahrt gibt es den ersten Toten. Aberglaube, Angst, Machtgier und Verzweiflung sind mit an Bord. Der Autor hat eine überragende Mischung aus historischen Roman, Krimi, Fantasy und zarten Liebesroman geschrieben. Es ist das Jahr 1634, ein wertvolles Instrument wird gestohlen und wiederbeschafft, alle glauben es habe etwas mit dem Teufel zu tun. Sara die Frau des Gouverneurs und Arent der Freund des Detektivs sind sich in ihrer Ehrlichkeit und Menschlichkeit sehr ähnlich und kommen sich näher. Die Machtgier und die Gier nach Geld und Gut ist besonders ausgeprägt, vor allem auch die Grausamkeit spielt eine Rolle. Es sind nicht die Taten sondern mehr die Gedanken der einzelnen Figuren die ich als perfide und grausam bezeichnen möchte. Trotzdem habe ich bis auf die eine Figur für alle Verständnis empfunden und konnte ihre Handlungen mit schweren Herzen auch gut heißen. Aus anderen Büchern weiß ich, dass es für eine Frau in der Zeit nicht gut sondern es kann lebensgefährlich sein wenn sie klug ist. Es ist ungeheuer spannend wie sich die Geschichte entwickelt, ist wirklich der Teufel im Spiel oder sind es Menschen mit teuflischen Gedanken. Ich fand die immer wieder überraschenden Wendungen sehr gut, weil es wurde immer wieder die passende Erklärung dazu geliefert. Die Frage nach Gerechtigkeit, in der Zeit ein ungekanntes Wort, wurde trotzdem groß geschrieben. Die letzten Seiten haben ein kleines bisschen die Hoffnung vermittelt es könnte ein weiteres Buch mit den Hauptfiguren geben. Das würde mich sehr freuen.

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Spannend, genial, mitreißend und mystisch – Ermittlungen im Jahr 1634 Worum geht’s? Sara Wessel und ihre Familie sind auf der Reise von Batavia nach Amsterdam, wo ihr Mann einen neuen Posten antreten soll. Als der „Alte Tom“ auftaucht, gerät plötzlich alles auf dem Schiff außer Kontrolle. Tod und Verderben suchen die reisenden heim. Auch Samuel Pipps und Arent Hayes, wie geniale Ermittler, sind mit an Bord. Können sie herausfinden, wer der alte Tom ist? Steckt wirklich der Tod hinter ihm? Meine Meinung: Stuart Turton, der eigentlich als freiberuflicher Reisejournalist tätig ist, hat mit seinem Buch „Der Tod und das dunkle Meer“ eine Welt für seine Leser erschaffen, die in die Tiefen des Aberglaubens und der Mystik führt. Das Buch spielt im Jahr 1634 und der Autor hat die Sprache gekonnt dieser Zeit angepasst und ein absolutes Gespür für Details, sei es in der Mode, der Technik, dem Interieur. Er bringt seine LeserInnen gedanklich an Bord der Saardam und hinaus aufs Meer in einen atemberaubenden Fall, der Lügen, Intrigen, Mord und Aberglauben in sich vereint. Wir ermitteln gemeinsam mit Samuel Pipps, einem eher schmächtigen aber gutaussehenden selbsternannten Problematador, und seinem bärengleichen Freund und Helfer Arent Hayes. Die beiden haben mich immer wieder ein bisschen an Sherlock Holmes und Watson erinnert. Außerdem haben wir noch Sara Wessel an unserer Seite, eine Frau, die man nicht missen möchte. Sie ist scharfsinnig, kann heilen und obwohl sie die Frau des Gouverneurs und damit die höchste Dame an Bord ist, ist sie sich nicht zu schade, sich auch um die Ärmsten der Armen zu kümmern und zu helfen wo sie nur kann, gemeinsam mit ihrer Tochter Lia, die überaus intelligent ist und ihrer besten Freundin Creesjie, die eine überragende Schönheit ist. Und man hat sich wirklich gefühlt wie auf einem mittelalterlichen Schiff. Die Beschreibung der Szenerien, der Sturm, die Manöver – absolut realistisch. Ebenso die Charaktere der Musketiere und der Matrosen. Zwei Welten in einem Schicksal vereint. Dann der Fall selbst. Der Alte Tom. Ist er wirklich der Teufel? Ein Geist? Oder ist es so, dass hinter jedem unerklärlichen Phänomen eine ganz einfache Erklärung steckt? Hier war wirklich zu jeder Zeit alles möglich! Der Ablauf der Ermittlungen, die scharfsinnigen und logischen Kombinationen, alles war ununterbrochen spannend, hatte authentische historische Hintergründe und hat sich hinterher so logisch aufgelöst – mit einer Lösung, die ich nie vorhergesehen hätte und die doch so selbstverständlich war, dass es nicht anders sein konnte! Das Buch war einfach nur genial! Fazit: Mit seinem Buch „Der Tod und das dunkle Meer“ entführt Stuart Turton seine LeserInnen auf ein Schiff in das Jahr 1634. Die Charaktere sind außergewöhnlich und einzigartig. Die Szenerien bunt und lebendig. Man kann die Geschichte spüren, fühlen, riechen! Zwischendurch ist man in einem Netzt aus Lügen, Intrigen, Verschwörungen und Aberglauben gefangen und denkt, dass sich das Ganze nie entwirren lässt. Und obwohl der Fall verwirrend ist, ist er doch am Ende auch so logisch! 5 Sterne von mir für dieses herausragende Buch!

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Die Geschichte von Turton lässt einen lang im Unklaren, ob es sich um Mystery, Grusel oder Krimi handelt und das machte mir erstaunlicherweise gar nichts aus, waren die Charaktere doch so lebendig und glaubhaft dargestellt und die Erzählung nahm schneller Fahrt auf als das Schiff, auf dem sie vornehmlich spielte. Es blieb spannend bis zum Ende und der eine oder andere Twist sorgte beim Leser für echte Aha-Erlebnisse. Ich werde mir definitiv auch die anderen Werke des Autors zu Gemüte führen.

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Zum Inhalt: Im Jahr 1634 ist ein Schiff auf dem Weg von Indonesien nach Amsterdam und diese Reise seht unter keinem guten Stern. Unerklärliche Morde geschehen und ein Flüstern weht über das Schiff, dass die an Bord befindlichen Menschen dazu verführt ihren dunkelsten Wünschen nachzugeben. Das Rätsel muss gelöst werden, bevor womöglich das Schiff sinkt und alle in die Tiefe reißt. Meine Meinung: Das war ja mal ein Wälzer, solche Ausmaße ist man ja kaum noch gewöhnt. Das Buch ist irgendwie ein Mischwerk aus Abenteuerroman und Thriller mit einem großen Schuss Historie. Ich musste mich erst ein wenig in das Buch einfinden, aber als dass das gelungen war, ging das Buch flott von der Hand. Ich fand, dass die Geschichte ganz schön vielschichtig war und das man schon dran bleiben musste, damit man nichts wesentliches verpasst. Ich hatte Spaß an der Lektüre und kann es empfehlen. Fazit: Spannend

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Stuart Turton hat jetzt zum zweiten Mal ein Buch geschrieben, dass sich nur sehr schwer in ein Genre einordnen lässt. Ich bin mir absolute unsicher wie ich es benennen soll, aber das macht in gewissen Weise auch dne Reiz aus. Ich war mir nie sicher was als nächstes passieren würde und wo die Reise im wahrsten Sinne des Wortes wohl enden würde. Ich kann auf jeden Fall sagen, dass mich das Ende überrascht hat und ich auf dem gesamten Weg gut unterhalten wurde. Über das Ende werde ich wohl noch etwas nachdenken und hoffentlich mit anderen Lesern noch diskutieren können. Och finde es tatsächlich schwierig viel mehr zu dem Buch zu sagen, weil ich das Gefühl habe alles würde zu viel verraten. Und das möchte ich auf gar keinen Fall. Es macht einfach sehr viel mehr Spaß die Geschichte nach und nach selbst zu entdecken.

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„Der Tod und das dunkle Meer“ ist nun schon das zweite Buch von Stuart Turton, das mir vor die Leseflinte geriet und erneut hat er sich eine wilde Geschichte ausgedacht: Wir befinden uns im frühen 17. Jh. auf einem Schiff, das von Batavia (Indonesien) nach Amsterdam fährt; an Bord: Generalgouverneur Jan Haan mit Familie und Gefolge, diverse Offiziere und Besatzungsmitglieder (durchaus nicht alle mit weißer Weste) – und der Gefangene Samuel Pipps mit seinem Freund und „Mitarbeiter“ Arent Hayes. Doch beim An-Bord-Gehen verflucht ein Aussätziger das Schiff bzw. die Menschen an Bord. Und tatsächlich häufen sich, kaum dass die Saardam den Hafen verlassen hat, häufen sich die Seltsamkeiten … Was ist nun von dem Buch zu halten? Versuchen wir es zunächst mit einer Genrezuordnung: Der Verlag bezeichnet es als Kriminalroman und hat damit nicht unrecht, wird aber der von Turton zusammengerührten Melange nicht ganz gerecht, denn dabei fehlt ja schon das historische Moment (darauf wird zurückzukommen sein), die mystischen Elemente, die Abenteuerkomponente … man ahnt es bereits nach der Aufzählung: Die Geschichte ist nicht simpel gestrickt und genau das hebt sie von zahlreichen anderen ähnlichen ab. Es geht darum, wie schnell man in der Gunst „wichtiger Menschen“ sinken kann und wie gravierend die Folgen sein können (im 17. Jh. konnte das am Galgen enden). Es geht um Aberglauben (Hat wirklich der Fluch des Aussätzigen die Geschehnisse ins Rollen gebracht und ist am Ende der Tod an Bord?), das Böse, auch und gerade in Form von Gier und Versuchungen, sodass die Geschichte fast schon als Parabel auch auf unsere heutige Zeit (in der Mittel und Folgen natürlich andere sind) gelesen werden kann. Es geht aber auch um das „ewig Gute“ (hier verkörpert von der Frau des Gouverneurs). Das Krimisetting wiederum ist geradezu klassisch: Alle Opfer, aber auch der Täter sind an einem Ort zusammengepfercht, Auswege gibt es nicht. Für diese Konstellation ist es hilfreich, wenn die Figuren nicht klar „zu fassen“ sind (also nicht eindeutig gut oder böse) und genau das hat Turton auch hinbekommen, er spielt geradezu mit der Gedankenwelt seiner Figuren, vor allem aber der seiner Leser. Hinbekommen hat er auch, ein sehr lebendiges Bild des 17. Jhs. aufscheinen zu lassen: man riecht den Gestank auf dem Schiff quasi zwischen den Zeilen heraus; man spürt die ungerechte, aber als gegeben hingenommene Zuordnung zu „Ständen“, man ist entsetzt ob der Grausamkeiten … Das wiederum dürfte darauf zurückzuführen sein, dass er seine Sprache der Zeit anpasst, ohne dabei aber gewollt zu klingen, wie es bei historischen Romanen sonst oft der Fall ist. Wollte man „Der Tod und das dunkle Meer“ anderen, gar Autoren der Klassik zuordnen, wären Agatha Christie und E.T. A. Hoffmann sicher in erster Linie anzuführen. Die Auflösung spitzt sich mit zahlreichen Wendungen unweigerlich auf das Ende zu und bleibt dabei doch stets nachvollziehbar. Lediglich die angedeutete Liebesgeschichte hätte Turton sich schenken können, da hat er wohl einmal zu viel „Titanic“ gesehen … Wer nicht vor einem komplexen Genremix zurückschreckt, sollte bei der Lektüre Spaß haben – mir ging es so.

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Eines der skurilesten Bücher das ich je gelesen habe. Mächtige Männer , Diebesfänger und die Ostindienkompanie kombiert mit Fantasy, Dämonen und dem Teufel. Arent Hayes muss alles tun um das Schiff und seine Freunde zu retten auch wenn er mit dem Ausgang nie gerechnet hätte. Ein absolut verrücktes Buch das ich nicht weglegen konnte.

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Was für eine Zeit! Samuel Pipps und Arent Hayes waren angefordert worden einen kostbaren Schatz wiederzufinden. Sie haben ihn gefunden, aber aus unerfindlichen Gründen, wurde Samuel gefangen genommen. Nun befinden sich alle Protagonisten auf einem Schiff, um von Indonesien nach Amsterdam zu segeln. Kurz vor der Abfahrt wird dieses Schiff verflucht. Der Glaube an Hexerei ist groß. Nun wird auch der Teufel an Bord vermutet. Es passieren wahrlich unheimliche Dinge auf diesem Schiff. Aberglaube, Gier und die menschlichen Abgründe tun sich auf. Jeder verbirgt etwas. Samuel, Arent und Sara, die Frau des grausamen Generalgouverneurs, versuchen das Rätsel zu lösen. Es ist im Prinzip ein klassischer Kriminalroman. Wer war es? Alle Personen befinden sich auf dem Schiff. Der Aberglaube, die historische Zeit, die Grausamkeit, die leichten Fantasy Elemente sollen das Bild nur vernebeln und den Leser in die Irre führen. Versuchen sie klar zu denken. Ich habe es nicht geschafft und die Lösung hat mich total überrascht! Ein toller Schriftsteller.

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Fesselnder Genre-Mix Inhalt: 1634. Die Saardam ist mit wertvollen Gütern beladen auf dem Weg von Batavia nach Amsterdam. Der Generalgouverneur Jan Haan erwartet in der holländischen Heimat mit Ruhm und Ehre überhäuft zu werden. Mit an Bord sind seine Frau Sara Wessel und ihre Tochter Lia sowie deren Freundin Ceesjie. Samuel Pipps, ein berühmter Meisterdetektiv, ist ebenfalls auf dem Schiff, allerdings eingekerkert, denn ihm wird ein schweres Verbrechen vorgeworfen. Das Schiff scheint verflucht, und Samuels Freund Arent tut sich mit Sara Wessel zusammen, um die mysteriösen Vorkommnisse an Bord aufzuklären. Meine Meinung: Stuart Turton konnte mich mit seinem lebendigen Schreibstil von der ersten Seite an packen. Vor meinem inneren Auge sprang sofort das Kopfkino an und die Saardam erschien durch bildgewaltige Beschreibungen auf der Leinwand. Auf ihr tummelten sich allerlei zwielichtige Gestalten, machtgierige Adlige, habgierige Emporkömmlinge, eiskalte Musketiere sowie Matrosen, denen kein Verbrechen fremd ist. Daneben gibt es nur sehr wenige rechtschaffene Charaktere, die es hier mit einer Übermacht an Bösem aufnehmen müssen, denen man aber gerne durch die Geschichte folgt. Vom Verlag als Kriminalroman ausgewiesen, steckt so viel mehr in dieser Story: Historisches, Mystisches, Romantisches und Phantastisches, wobei der Autor nach seinen eigenen Worten historische Fakten durchaus einmal zugunsten der Handlung gebeugt hat. Man darf hier also nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Der Zeitgeist wurde trotzdem gut eingefangen. Man würde sich beim Lesen am liebsten die Nase zuhalten, um den beschriebenen Gestank auf dem Schiff besser zu ertragen. Die Willkür der Mächtigen, die geringe Wertschätzung eines Lebens sowie der Aberglaube, die in jener Zeit herrschten, kommen deutlich zum Ausdruck. So darf man sich nicht wundern, dass wir es hier mit einer Unmenge von Getöteten zu tun bekommen, und man darf dabei keineswegs zimperlich sein. Mir gefielen vor allem die Ermittlungen, die eines Sherlock Holmes würdig sind. Kleinste Hinweise werden wie ein Puzzle nach und nach zur Lösung des Falles zusammengefügt. Dabei ist lange Zeit nicht klar, ob hier wirklich der Teufel seine Hand im Spiel hat oder ob am Ende vielleicht alles natürlich erklärt werden kann. Ich war für beide Ausgänge offen und fand daher die Auflösung absolut befriedigend. Einige Szenen hätte man noch etwas straffen können, aber im Großen und Ganzen hat mich „Der Tod und das dunkle Meer“ sehr gefesselt.

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Stuart Turton hat sich mit seinem zweiten Roman, "Der Tod und das dunkle Meer", nun endgültig auf meiner Must-Read-Autorenliste festgesetzt. Sein besonderer Schreibstil und die pure Kreativität hinter seinen Geschichten machen seine Bücher zu einem wahren genreübergreifenden Fest. Ich habe diesen Roman bereits bei Erscheinen im englischen Original verschlungen und ihn nun zum zweiten Mal gelesen, diesmal auf Deutsch. Die Übersetzung ist sehr gut gelungen, auch wenn sich manches schlichtweg nicht eins zu eins übersetzen lässt. "Der Tod und das dunkle Meer" ist ein ganz schön dickes Buch und dennoch wird es zu keiner Zeit langweilig oder zieht sich zu sehr. Das Mysterium, das der Geschichte zugrunde liegt - die eventuelle Existenz eines Dämons, der sein Unwesen an Bord eines Schiffes treibt - ist spannend und bleibt in den meisten Fällen unvorhersehbar. Nicht jeder Twist funktioniert, das ein oder andere habe ich bereits beim ersten Lesen erraten können, aber die große Endlösung des Geheimnisses wird die meisten Leser*innen überraschen. Ein Manko für mich war allerdings das Ende des Buches, nachdem das Rätsel aufgelöst wurde. Die Art und Weise, wie die Charaktere mit dieser Auflösung umgehen und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, waren für mich eher schwach. Hier hätte ich mir mehr gewünscht. Die Charaktere sind komplex und interessant und die Beziehungen zwischen ihnen größtenteils spannend und nachvollziehbar. Insbesondere die Beziehung zwischen Pipps, dem großen Meisterdetektiv, und Hayes, seinem Assistenten, der zugleich der Hauptprotagonist der Geschichte ist, war bis zum Ende faszinierend. Alles in allem kann ich diesen Roman voll und ganz empfehlen. Man muss sich ein wenig Zeit nehmen, aber das ist dieses Werk voll und ganz wert.

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Kein gewöhnlicher historischer Roman Das Schiff die Saardam hat den Hafen von Batavia kaum verlassen, als es zu merkwürdigen Ereignissen kommt. Noch im Hafen wurde das Schiff verflucht. Der Einzige an Bord, der vielleicht Licht ins Dunkel bringen könnte, ist Samuel Pipps, doch er reist nicht als Passagiere, sondern als Gefangener und soll in Amsterdam vor Gericht gestellt werden. Samuel muss diese Überfahrt in einer sehr dunklen kleinen Zelle weit im Bauch des Schiffes verbringen. Einzig sein Freund Arent Hayes darf in besuchen. Arent glaubt fest an die Unschuld seines Freundes. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was es mit dem Fluch auf sich hat und wer der Saardam und den Menschen auf ihr Schaden will. Der Generalgouverneur und seine Frau Sara Wessel sind ebenfalls an Bord. Auch sie wollen nach Amsterdam, aber was verbindet die Eheleute mit dem Fluch? Die Seereise der Saardam beginnt 1634 und zunächst schildert Stuart Turton auch, wie sich so eine Seereise im 17. Jahrhundert gestaltet hat. Doch dann, als die Ereignisse auf hoher See sich überschlagen und der Aberglaube von den Matrosen und Passagieren immer mehr Besitz ergreift, ist es mit der historischen Genauigkeit auch vorbei. Allerdings schildert der Autor die Ereignisse so spannend und fesselnd, dass es mich nicht gestört hat. Die Jagd quer über das ganze Schiff nach dem Teufel oder nach dem, was dafür gehalten wurde, war einfach zu spannend. Stuart Turton hat einen fesselnden Erzählstil und schildert zudem facettenreich von den Ereignissen auf See, aber auch von den Charakteren selbst. Von ihren Wünschen und Hoffnungen. Vor allem Sara Wessel, die als Frau des Generalgouverneurs nicht wirklich ein schönes Leben hatte, wird eindrucksvoll in Szene gesetzt. Überhaupt hat der Autor es verstanden, seine Charaktere zu schildern und lebendig werden zu lassen. Mir hat gut gefallen, dass dieser Roman nicht zu vorhersehbar war. Immer wieder gab es Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Der Autor hat es geschickt verstanden, Krimielemente mit einer historischen Geschichte zu vermischen. Entstanden ist ein spannender Roman über eine unfreiwillige Gemeinschaft auf hoher See. Die Menschen an Bord mussten sich den Gegebenheiten anpassen und ihr Schicksal annehmen. Stuart Turton hat die Ereignisse nicht einfach nur geschildert, sondern sie regelrecht lebendig werden lassen. Er hat Bilder in meinem Kopf erzeugt und diese Tage auf See anschaulich geschildert. Mir hat diese Geschichte großen Spaß gemacht, viel zu schnell waren die Seiten zu Ende gelesen. In seinem Nachwort klärt der Autor noch über Fiktion und Wahrheit auf. Er erzählt auch, wie er zu dieser Idee mit dem Buch gekommen ist. Dabei lässt er auch nicht unerwähnt, dass die historische Genauigkeit nicht unbedingt im Fokus dieser Geschichte steht. Fazit: „Der Tod und das dunkle Meer“ ist kein historischer Roman, wie ich ihn erwartet hatte, aber er ist spannende Unterhaltung mit einem hohen Krimianteil. Ich habe ihn gern gelesen und hatte nicht nur spannende Lesestunden, sondern zwischendurch auch mal berührende Lesestunden. Eigentlich war alles dabei von Spannung über Unterhaltung und Liebe bis hin zu überraschenden Wendungen.

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Eine historische Fiktion, ein Kriminalroman mit phantastischen Zügen: „Der Tod und das dunkle Meer“ - großartig in Szene gesetzt von Stuart Turton. Im 17. Jahrhundert ist die Saardam auf dem Weg von Batavia (das heutige Jakarta) zurück nach Amsterdam. Mit an Bord ist der Generalgouverneur Jan Haan und im Begriff, als einer der „Heeren XVII“ der Ostindien-Kompanie nachzurücken. Von Anfang an steht das Schiff unter keinem guten Stern, es geschieht Unerklärliches. Ist es dem Untergang geweiht? Sollte es lieber gleich umkehren? Der „Alte Tom“ und das immer wiederkehrende, seltsame Symbol treiben ihr Unwesen. Ein Dämon schleicht sich ein – er wird immer größer und mächtiger. Sammy Pipps und Arent Hayes, der Spatz und der Bär, wollen diesen Teufel bezwingen, was gar nicht so einfach ist, fristet Sammy in Ketten sein dunkles Dasein auf diesem Schiff. Da Arent ihn unbedingt für seine Recherchen braucht, finden sie Mittel und Wege, Sammys Gefangenschaft wenigstens nachts zu unterbrechen. Und dann ist eines schönen Tages eine wertvolle Fracht, von der nur wenige wissen - die Phantasterei - verschwunden. Eigentlich nicht möglich, war sie doch gut gesichert. Diese dunkle Geschichte ist schon sehr blutrünstig, trotzdem brilliert sie, fesselt. Eine Mischung aus geheimnisvollem Thriller, Aberglaube und Verschwörung, Machtgehabe sehr viel Düsternis. Viele zwielichtige Gestalten und finstere Ecken auf dem Schiff lassen zuweilen eine kohlrabenschwarze Atmosphäre entstehen, die schon auch mittelalterlich anmutet. Was ja auch zeitlich durchaus hinkommt, wir schreiben exakt das Jahr 1634. Stuart Turtons Schreibstil hat mich sofort gefangen, bis zum sehr überraschenden und ungewöhnlichen, nicht vorhersehbaren Schluss nicht mehr losgelassen. Ein Genre-Mix, der Lust auf mehr macht - sehr unterhaltsam und lesenswert.

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Ein spannender Kriminalroman maritimer Art aus dem 17. Jahrhundert Ein Ostindienfahrer, die Saardam, ist auf der 10 Monate dauernden Reise von Batavia, Indonesien nach Amsterdam, beladen mit Gewürzen wie Pfeffer und Paprika nebst heimlicher, wertvoller Fracht, begleitet von dunkler Phrophezeiung. Die Hauptprotagonisten Samuel Pipps, Detektiv und sein Assistent Arent Hayes, ehemaliger Söldner mit all seiner Körpergröße und Kraft, sehen sich Aberglauben, Hexenfindern und Dämonen ausgesetzt. Der Generalgouverneur von Batavia Jan Haan, mit Frau Sara und Tochter bereit zu dieser abschließenden Schiffsreise, hält Samuel Pipps in Ketten, obwohl dieser einen kostbaren Schatz der Kolonie Batavia wiederbeschafft hat. Nun soll er zur Hinrichtung nach Amsterdam auf der Saardam und ohne bisher bekannte Anklage in einem dunklen, engen Verlies im Unterdeck dahinvegetieren, während an Bord unerklärliche Phänomene auftreten: Morde, verführerisches Flüstern nach dunkelsten Wünschen der Matrosen, Musketiere und weiterer Passagiere. Drei unheilige Wunder durch den Teufel, den Alten Tom, geschehen: die ‚Phantasterei‘ ist verschwunden, Tiere an Bord werden geschlachtet und der Generalgouverneur wird in seiner Kajüte ermordet – besiegelt durch sein Logo des Auges mit dem Teufelsschwanz, angebracht auf Segel, Kisten und Holzbalken. Nach einem üblen Sturm und einer Meuterei an Bord zerschellt das Schiff an einer felsigen Insel. Und dann wird der ganze rätselhafte Spuk um Aberglauben, Dämonen, Daemonologie, Hexenfindern und ihrer zerstörerischen Wirkung in der Vergangenheit durch Sara und Arent aufgedeckt mit sehr überraschendem Ende. Äusserst spannender Roman – mitreißend bis zum Schluss!

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Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Sehr spannend und angenehm zu lesen. Hält einen definitiv in Atem und man fühlt mit.

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Unterwegs in dunklen Wassern… 1634: Ein Schiff auf dem Weg von Indonesien nach Amsterdam. Eine dunkle Prophezeiung und ein Detektiv, der selbst Gefangener ist. Samuel Pipps und Arent Hayes stehen vor dem Fall ihres Lebens, denn der Teufel ist mit an Bord. Aberglaube, Hexenjagd, Machtgier – Stuart Turton führt uns ins dunkle Meer der menschlichen Abgründe. Gerade noch hat Samuel Pipps im Auftrag der mächtigen Männer der Ostindien-Kompanie einen kostbaren Schatz in der Kolonie Batavia wiedergefunden. Nun befindet er sich auf dem Weg zu seiner Hinrichtung. Sein Assistent und Freund Arent Hayes ist mit an Bord der Saardam. Genau wie der Generalgouverneur und seine Frau Sara Wessel. Doch kaum auf See, beginnt der Teufel sie heimzusuchen. Unerklärliche Morde geschehen, und ein Flüstern weht durch das Schiff, das alle an Bord dazu verführt, ihren dunkelsten Wünschen nachzugeben. Pipps muss seinem Freund Arent und Sara dabei helfen, ein Rätsel zu lösen, das alle Passagiere verbindet und weit in die Vergangenheit zurückreicht. Bevor das Schiff sinkt und sie alle in die Tiefe reißt. (Quelle: Inhaltsangabe – Tropen-Verlag) Nach seinem gelungenen Debüt „Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ gibt es nun einen neuen Roman von Stuart Turton. „Der Tod und das dunkle Meer“ ist anders, aber genau so großartig geschrieben. Hier geht es zurück in das Jahr 1634: Eine Flotte der Ostindien-Kompanie bereitet sich im Hafen von Batavia auf die weite Reise von Indonesien nach Amsterdam vor. Auf der „Saardam“ finden sich die verschiedensten Persönlichkeiten wieder: Neben dem Generalgouverneur Jan Haan samt Familie und Angestellten befinden sich auch der Meisterdetektiv Samuel Pipps und sein Assistent Arent Hayes unter den Reisenden. Pipps wurde von der Ostindien-Kompanie beauftragt, einen gestohlenen Schatz von großem Wert wiederzufinden – was ihm auch gelungen ist. Doch nun befindet er sich in Ketten auf dem Rückweg nach Amsterdam, wo ihn seine Hinrichtung erwartet. Was ist passiert? Schnell wird klar, dass jeder an Bord seine Geheimnisse hat – von geheimnisvollem Frachtgut über Intrigen und Feindschaften ist alles dabei. Doch nicht nur das: Das Schiff scheint verflucht zu sein – ist wirklich der Teufel mit an Bord, wie es eine Prophezeiung voraussagte? Plötzlich geschehen mysteriöse Dinge und der Schrecken nimmt seinen Lauf… „Seine Stimme war leise und so schneidend, dass sie die Ameisen zu ihren Füßen hätte zerstückeln können.“ – Seite 33, eBook Schon zu Beginn schafft Stuart Turton es, mit seinem tollem Schreibstil eine unheimliche Atmosphäre aufzubauen – nach und nach wird es auf dem Schiff immer mysteriöser: Es kommt zu unheimlichen Begegnungen bis hin zu rätselhaften Mordfällen. Sehr spannend ist, wie sich langsam die vielen einzelnen Fäden zusammensetzen und ein unheimliches und zugleich überraschendes Bild ergeben… „Der Kapitän wartete noch eine Sekunde länger, wartete darauf, dass die Stille zu Stein erstarrte.“ – Seite 84, eBook Dazu wird Vergangenes mit Aktuellem verknüpft und dabei kommt so manch dunkles Geheimnis zum Vorschein. Als Leser*in kann man fleißig miträtseln, was es mit all den mysteriösen Geschehnissen auf sich hat – am liebsten möchte man das Buch in einem Rutsch durchlesen. „Das Flüstern klang heiser und rau, als hätten die Worte Klauen, die sich in ihre Gedanken schlugen. Sie tastete ganz langsam nach dem Dolch, der auf ihrem Nachttisch lag, und ihre Finger schlossen sich um den Griff. (…) Ihr einziger Gefährte war der Mond, der wegen der zerklüfteten Ränder der Wolken, hinter denen er hervorlugte, ein wenig so aussah, als hätte er Zähne.“ – Seite 316, eBook Die Handlung ist komplex mit vielen Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten, dennoch behält man den Überblick - das Buch lässt sich flüssig lesen und bleibt durchgehend spannend! Mein Fazit: Unheimlich, düster und mysteriös: Stuart Turton überzeugt in seinem neuen Roman mit einer spannenden Handlung und starken Charakteren. Es wird abenteuerlich und mit jeder Seite rätselhafter, doch nach und nach setzen sich die einzelnen Teile zu einem überraschenden Gesamtbild zusammen. Sehr gelungen!

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Nachdem ich so begeistert von der Geschichte und vor allem der Komposition von "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle" war, war ich sehr gespannt auf das neue Buch von Stuart Turton. Dieses Mal reisen wir in die Vergangenheit, in das 17. Jahrhundert und befinden uns rasch in einem turbulenten, spannenden, überraschenden und faszinierendem Abenteuer(-roman) wieder. Die 600 Seiten des Buches sollten niemanden vor der Lektüre abschrecken, denn die Seiten flogen nur so dahin. Allerdings muss man sich auch hier wieder auf eine komplexe Geschichte einlassen, gut aufpassen und nicht vor einer Vielzahl an Charakteren zurück schrecken. Begeben wir uns auf die Reise der Saardam, von Batavia nach Amsterdam, eine gefährliche Schiffsreise. Doch hier geht es nicht nur um die Gefahren der Seefahrt, denn an Bord befindet sich Samuel Pipps, Meisterdetektiv, jedoch angeklagt eines schweren Verbrechens. Dann geschehen mysteriöse Dinge - und schon ist man wieder in der atmosphärischen Dichte und dem gekonnten Verwirrspiel von Stuart Turton gefangen, mit dem er mich schon einmal packen und begeistern konnte. Dies ist nicht nur ein Kriminalroman, hier vermischen sich viele Genre und die Handlung und auch die Personen haben es in sich.

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Ich habe dieses Buch zufällig in unserem Buchladen gefunden und in die and genommen, weil das Cover mich irgendwie angesprochen hat. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte war ich wirklich fasziniert und habe kurz darauf angefangen es zu lesen. Der Krimi spielt zu der Zeit als die Niederlande noch eine Kolonialmacht waren. Sehr klassisch spielt der Krimi nur auf einem Schiff während der Überfahrt von Batavia, dem heutigen Jakarta, nach Amsterdam. Es sind ganz unterschiedliche Leute auf dem Schiff, jedoch werden sie alle vom gleichen Aberglaube verfolgt. In diesem Krimi wird die Realität ganz toll mit dem Aberglaube und dessen Macht verknüpft. Als riesiger Drei Fragezeichen Fan ist das natürlich genau das Richtige für mich. Zwischendurch fand ich es zwar ein bisschen gruselig aber irgendwie macht das den Reiz des Buches aus. Also alles in allem ein wirklich guter historischer Krimi, der sich ganz wunderbar für den Herbst eignet, wenn man bei Regenwetter im Sessel sitzt und sich von Spannung und Seemannsgarn fesseln lassen möchte.

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Obwohl ich nach Turtons erstem Roman nicht ganz so begeistert war, hatte ich doch das Gefühl, das mir "Der Tod und das dunkle Meer" gefallen könnte. Ich hatte recht mit meiner Einschätzung.. Der Roman ist eine großartige Mischung aus Krimi, historischem Roman, ein klein wenig Abenteuer und einer schön düsteren Atmosphäre. Besonders gut gefiel mir, das die Handlung fast ausschließlich auf dem Schiff spielt, welches von Batavia aus seine Segel in Richtung Europa setzte. Ein Setting, das dafür sorgt, das niemand wirklich sicher sein kann, nicht das nächste Opfer zu werden.. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft und gegenüber dem Kapitän und allen Passagieren ist aufgeheizt, man spürt jeden Augenblick könnte sie kippen. Turton schreibt so lebendig, das ich mich fast schon selbst an Bord wähnte. Lange lässt der Autor im unklaren ob nun wirklich ein Dämon sein Unwesen treibt. Tatsächlich mochte ich das Spiel mit dieser Frage ausgesprochen gerne. Ich war mir selbst lange nicht sicher, wohin die Handlung wirklich steuern würde. Die Figuren waren alle sehr interessant und dem Autor gelingt es sowohl jenen die ich auf Anhieb mochte als auch den weniger bis gar nicht sympathische Charakteren Tiefe zu verleihen. Besonders möchte ich dabei die vielen spannenden Frauenfiguren hervorheben. Allen voran Sara und ihre Tochter Lia, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen statt zu warten, das sie irgendein Mann rettet. Gerade auch Sara mochte ich sehr. Turton spielt auch immer wieder mit Motiven aus Sherlock Holmes, Arent und sein Arbeitgeber Samuel Pipps erinnern hi und da an das Gespann aus der Bakerstreet. Sam ist eindeutig an den großen Detektiv angelehnt. Arents Onkel Jan Wessel fand ich spannend, einerseits ein absolut unausstehlicher Mann, der seine Frau und auch die gemeinsame Tochter schlecht behandelt. Und dann der liebende Onkel, der seinen Neffen wirklich zu mögen scheint. Turton entspinnt nach und nach ein feines Netz das alle Figuren mit den Ereignissen verbindet. Stück für Stück enthüllt sich nicht nur was aus dem Schiff wirklich vor sich geht, sondern auch, welche Rolle die Beteiligten darin spielen. Mir hat es wirklich sehr gefallen und die Auflösung war für mich eine große Überraschung. Einzig das Ende selbst hat mich nicht so richtig überzeugt, weil ich nicht fand, das es zum Rest wirklich passt. Aber da der Roman ansonsten so so gut erzählt ist, gibt es von mir daher nur einen winzigen Abzug.

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In der Seele Im Jahr 1634 will der Generalgouverneur mit dem Schiff von Batavia nach Amsterdam reisen, um einen Sitz im Vorstand der niederländischen Ostindien-Kompanie zu werden. In diesem Zeiten ist es nie eine Spazierfahrt, doch die Fahrt auf der Saardam scheint unter einem besonders schlechten Stern zu stehen. Noch vor der Abfahrt stirbt ein Bootszimmer man unter schrecklichen Umständen und kaum losgesegelt, taucht auf dem Schiff ein seltsames Zeichen auf. Hat der Teufel dem Schiff seinen Stempel aufgedrückt? Arent Hayes soll versuchen, hinter die Ereignisse zu kommen. Dabei würde er gerne auf die Hilfe seines Förderers und Vorbilds Sammy Pipps bauen. Gemeinsam ermitteln können die Freunde Pipps und Hayes nicht, denn Pipps ist wegen unerklärlicher Beschuldigungen in der Gefängniszelle des Schiffes gelandet. Hayes muss sich also auf eigene Faust an die Lösung des Rätsels machen. Nur kurze Momente bleiben, die Hayes beim Gouverneur erstritten hat, bleiben den Beiden zum Austausch. Besser bündeln kann Arent Hayes seine Kräfte mit der Frau des Generalgouverneurs Sara Wessel. Auch sie ist um die Sicherheit auf dem Schiff besorgt, vor allem wegen ihrer Tochter Lia. Doch die unheimlichen Begebenheit lassen sich nicht so leicht erklären oder stoppen. Mit Spannung wurde dieser zweite Roman von Stuart Turton erwartet und der Autor hat mit seinem ersten Werk die Messlatte hoch gelegt. Wäre dieses nicht der Fall, wäre dieser neue Roman wohl zur vollen Zufriedenheit ausgefallen. So braucht man ein Weilchen sich zu befreien, um diesen Band uneingeschränkt genießen zu können. Dann hat man einen spannenden historischen Kriminalroman in einem besonderen Setting, der einige unheimliche Elemente hat. Die Enge des Schiffes trägt dazu bei, dass die Ereignisse, Gespräche und Stimmungen noch intensiver werden, die Gerüchte umso schneller um sich greifen und sich Emotionen hochschaukeln. Und so wird man langsam eingesaugt in eine Geschichte, die aus einer Mischung von verschiedenen Geschichten besteht, die sich schließlich zu einem Ganzen zusammenfügen. Auch wenn es einige unglaubliche Fügungen gibt, bleibt man immer gefesselt und ist am Schluss völlig überrascht. Und das ist doch das Beste, auf das man hoffen kann.

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Genauso spannend wie ein Sherlock-Holmes-Dr.Watson-Krimi. Nur auf hoher See. Und ab und zu auch witzig. Für alle die mehr von einem historischen Roman als nur eine Schmöckerette erwarten.

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An Bord der Saardam geht der Teufel um, zumindest glauben das viele von Crew und Passagieren gleichermaßen. Dabei befindet sich auf ihr nicht nur kostbare Fracht und ein hochrangiger Würdenträger, sondern auch noch Samuel Pipps, hochgelobter Detektiv, der jetzt trotzdem eingekerkert auf den Strang wartet. Er könnte das Rätsel um die höllischen Teufelsfratzen lösen, die überall auftauchen, doch er darf sein Gefängnis quasi nicht verlassen. Nun liegt es an seinem Assistent und Leibwächter Arent Hayes nicht nur Augen und Ohren offen zu halten, sondern auch das Rätsel zu lösen, bevor an Bord endgültig Panik und Chaos ausbrechen. Turton hat einen unglaublich atmosphärischen historischen Roman geschaffen, einen Schauerroman, einen spannenden Krimi… so recht lässt sich die Geschichte in keine Schublade stecken. Ich mochte den Roman wirklich gerne, auch wenn die ganz, ganz große Begeisterung ausgeblieben ist. Turton nimmt seinen Leser mühelos mit auf sein (verfluchtes?) Schiff, bildgewaltig und sehr lebendig erzählt er vom Alltag. Man bekommt ein gutes Bild wie es wohl auf einem so großen Segelschiff zugegangen ist, inklusive sämtlicher Querelen und Machtstreitereien. Ausdrücklich weist der Autor im Nachwort darauf hin, dass er mitnichten sämtliche kleinsten Details historisch genau abbilden wollte, trotzdem bekommt man einen sehr guten Eindruck was es bedeutete monatelang und unter Einsatz seines Lebens auf den sieben Weltmeeren unterwegs zu sein. Die Kombination von Pipps & Hayes hat vieles der typischen Holmes-Watson-Beziehung: der geniale, aber egozentrische Pipps löst mithilfe des gutmütigen Hayes knifflige Fälle, welche letzterer zur Unterhaltung der Allgemeinheit niederschreibt. Auch wenn es sich bei dieser Konstellation um ein bewährtes Rezept handelt, kann Turton den Figuren doch ein neues Gesicht geben und weiß damit zu punkten. Pipps ist keine sympathische Figur, Hayes dagegen sehr. Ich mochte seine Art von Anfang an, auch seine Entwicklung in der Geschichte ist sehr stimmig. Weitere Figuren in großen und kleinen Rollen sind vielgestaltig und interessant, viele verbergen zunächst ihr wahres Gesicht, was der Handlung zusätzlich Pepp gibt. Die ist spannend und wendungsreich, mal humorvoll, mal schaurig-brutal. Leider war ich von der Auflösung doch eher enttäuscht, was meiner Begeisterung einen Dämpfer verpasst hat. Trotzdem empfehle ich das Buch gerne weiter, da der Autor für mich vorher fast alles richtig gemacht hat.

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Inhalt: Das Buch „Der Tod und das dunkle Meer“ von Stuart Turton ist ein Kriminalroman, der im Jahr 1634 spielt. An Bord der Saardam, ein Schiff der Ostindien Kompanie geschehen merkwürdige Dinge. Mit an Bord - aber als Gefangener, ist der bekannte Meisterdetektiv Samuel Pipps. Sein Leibwächter und Freund Arent muss die Ermittlungen alleine aufnehmen, um die Rätsel zu lösen. Meinung: Das war eines der großartigsten Bücher, die ich lange gelesen habe. Es kommt eine einzigartige Atmosphäre auf, die den Leser mitten auf das Schiff der Saardam bringt. Die düstere und unheimliche Atmosphäre, die vor allem durch den Aberglauben an Board aufkommt, macht den Fall noch spannender. Die Charaktere schaffen direkt eine Verbindung zum Leser und man kann sich jeden einzelnen genau vorstellen. Wer auf unerwartete Wendungen steht, ist bei diesem Buch genau richtig. Ich. habe es gemocht, dass nicht alles durchschaubar war und ich auf jeder Seite mit rätseln konnte. So war auch keine Seite langweilig und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ein absolutes Meisterwerk. Fazit: Eine absolute Leseempfehlung für diesen ganz besonderen, etwas anderen Kriminalroman, den der gelesen haben muss., 5 von 5 Sterne und ich würde sogar 6 geben, wenn es diese gäbe.

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„Der Tod und das dunkle Meer“ von Stuart Turton ist eine spannende und faszinierende Story, die weit über einen üblichen Kriminalroman hinausgeht. Wir befinden und im Jahr 1634 auf einem Schiff der mächtigen Ostindien-Kompanie, welches sich auf dem Weg von Indonesien nach Amsterdam befindet. An Bord ist der bekannte Detektiv Samuel Pipps, der aber diesmal als Gefangener seiner Hinrichtung entgegenblickt. Seinen Auftrag, einen wertvollen Schatz für den Generalgouverneur wiederzubeschaffen, hat er erfüllt und er weiß nicht, was ihm eigentlich vorgeworfen wird. Sein Assistent und Freund Arent Hayes ist ebenfalls mit an Bord und muss nun ganz allein die rätselhaften Vorgänge, die Passagiere und Besatzung in Angst und Schrecken versetzen, aufklären. Allein das großartige und atmosphärische Setting, welches Stuart Turton in seinem historischen Kriminalroman gewählt hat, ist außergewöhnlich und absolut mitreißend. Die Handlung spielt fast ausschließlich auf der beeindruckenden Saardam, die eine düstere und fast schon mystische Kulisse für die hochspannenden Ereignisse bildet. Dabei entspinnt sich eine komplexe Story, die einen beim Lesen vollständig in ihren Bann zieht. Die facettenreichen Charaktere sorgen für völlig unerwartete Wendungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hätte und die das große Können des Autors zeigen. Die wichtigste Hauptfigur ist der berühmt-berüchtigte Söldner Arent Hayes, in dem so viel mehr steckt, als man am Anfang erahnen kann. Als Assistent des genialen Detektives Samuel Pipps agiert er eigentlich in dessen Schatten, aber im Laufe der fesselnden Story zeigen sich immer mehr unerwartete Seiten an ihm und er wächst über sich hinaus. Jeder der Passagiere oder der Mitglieder der Besatzung scheint dunkle Geheimnisse zu haben, die stückchenweise ans Tageslicht kommen und für neue Verwirrung sorgen. Von Anfang bis Ende klebt man förmlich an den Seiten und möchte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Hier spielt einfach alles perfekt ineinander vom Humor über das Setting bis zum letzten ausgeklügelten Twist der Handlung. Stuart Turton hat sich mit diesem einzigartigen Werk selbst übertroffen und klettert auf der Liste meiner neuen Lieblingsschriftsteller ganz nach oben. Allein sein witziges Nachwort und seine Danksagung sind die besten, die ich je gelesen habe. Mein Fazit: Ich kann für dieses fantastische Buch nur eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen!

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Teufelsjagd auf Hoher See Das Buch „Der Tod und das dunkle Meer“ in ein gewisses Genre einzuordnen fällt relativ schwer, was selbst der Autor Stuart Turton in seinem Nachwort zugibt. Ich würde es aber am ehesten als historischen Krimi oder Thriller bezeichnen. Denn es spielt im Jahre 1634 auf einem Schiff der Ostindien-Kompanie auf dem Weg von Indonesien nach Amsterdam, voll von Gewürzen, Passagieren und mehr als einem Geheimnis. Das Besondere an dieser Geschichte ist der beengte Raum mitten im Nirgendwo der See, die Ausweglosigkeit und die eingrenzbare Anzahl der Personen und somit der Opfer und der Verdächtigen. Auf diesem Schiff befindet sich auch der Meisterdetektiv Samuel Pipps, allerdings nicht als Passagier sondern als Gefangener, seine Möglichkeiten sind also sehr begrenzt. Die Arbeit muss demnach sein Assistent und Bodyguard Arent Hayes übernehmen. Und Arbeit gibt es gerade gut, wird doch noch vor Abfahrt ein Fluch ausgesprochen und ein Teufelszeichen taucht auf. Die Stimmung ist demnach sehr gereizt und als sich dann die unheimlichen und scheinbar unerklärlichen Umstände häufen, muss ein Schuldiger gefunden werden. Als erster Verdächtiger wird der Dämon „Alter Tom“ genannt, mit dem überraschend viele Passagiere schon Bekanntschaft geschlossen haben, aber ist die Lösung wirklich so einfach? Steckt wirklich ein Dämon, der auf Rache aus ist hinter allem? Oder doch ein Mensch? Durch den Schauplatz des Schiffes mit seinen ganz eigenen Regeln, Problemen und Gefahren gewinnt die Geschichte eine zusätzliche Tiefe und mit der Zeit, in der sie spielt, wird die Angst vor dem Fluch, der Aberglaube und die Hexenjagd auf eine andere Ebene gehoben, gewinnen sie an Bedeutung. So ist es auch verzeihlich, dass der Autor, wie er selbst im Nachwort zugibt auf historische Fakten nicht so viel Wert gelegt hat, aber ich glaube zu einer anderen Zeit, hätte diese Geschichte nicht so gut funktioniert. Und funktioniert hat sie! Sie ist spannend, fesselnd und immer wieder für eine Überraschung gut und das obwohl sich alles logisch erklären lässt. Ich kann nur sagen, dass ich von „Der Tod und das dunkle Meer“ einerseits überrascht und andererseits gefesselt war. Es ist ganz gewiss kein Krimi der herkömmlichen Art, doch er lässt einen nicht mehr los. Als kleine kritische Anmerkung möchte ich aber noch erwähnen, dass ich es sehr schade fand, dass meine Ebook-Variante kein Inhaltsverzeichnis aufwies, bei einem Buch von ca. 600 Seiten doch recht unbequem. Ich danke dem Klett-Cotta Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Batavia, 1634. Das Schiff Saardam legt unter Generalgouverneur Jan Haan nach Amsterdam ab. An Bord: Haans Frau und seine Tochter, der "Diebefänger" und Gefangene Samuel Pipps und sein Freund Arent Hayes sowie andere Namenhafte Personen und deren Geleitvolk. Kurz vor der Abfahrt warnt sie ein Aussätziger von der Reise und geht anschließend in Flammen auf. Als sie trotzdem ablegen, beginnen seltsame Dinge auf dem Schiff vorzugehen. Arent beschließt zusammen mit Haans Frau Sara den Dingen auf den Grund zu gehen und machen furchtbare Entdeckungen. Mir viel es noch nie so leicht einem Buch 5 Sterne zu geben, das war mir eigentlich schon nach einem Viertel des Buches klar. Ich mochte schon "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle" von Stuart Turton sehr und muss zugeben, dass dieses Buch noch viel besser ist. Die Charakterausarbeitung war absolut perfekt, man hatte fast das Gefühl, man würde die Menschen wirklich kennen. Gerade die Beziehung, die sich zwischen Arent und Sara entwickelt während sie ermitteln fand ich extrem emotional und toll. Man schließt jeden guten Charakter ins Herz und fängt an, die "Bösen" fast persönlich zu hassen. Zum Thema Spannung lässt die Geschichte auch absolut nichts zu wünschen übrig. Zusätzlich muss ich noch die Atmosphäre loben, die Turton erschaffen hat. Ich hatte an sich nicht viel Ahnung von der Situation damals in Batavia und auf den Schiffen aber durch das Buch wurde dies einem auf sehr einfache und bildliche Weise nahegebracht. Um die Rezension abzuschließen, muss ich eine absolute Leseempfehlung geben. Es lohnt sich!

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Stuart Turton ist es gelungen einen weiteren Roman zu schaffen, der bis zur letzten Seite fesselt. Eine spannende Geschichte um ein verfluchtes Schiff, einen Ermittler wider Willen und seine starke weibliche Unterstützung. Die Story nimmt unerwartete Wendungen und lässt einen ungeduldig weiter blättern.

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Inhalt: Als im Jahr 1634 ein Schiff von Indonesien nach Amsterdam fährt, sind allerlei unterschiedliche Gestalten am Bord. Unter anderem der einflussreiche Generalgouverneur Jan Haan und Samuel Pipps, ein berühmter Ermittler. Letzter ist jedoch in Ketten gelegt und so muss, nachdem sich die seltsamen Vorkommnisse auf dem Schiff häufen, sein Assistent und bester Freund Arent Hayes, der Sache auf den Grund gehen. Doch dies ist schwerer und gefährlicher als angekommen. Und bald befindet sich nicht nur Arent, sondern jeder auf der Überfahrt, in höchster Gefahr. Meinung: „Der Tod und das dunkle Meer“ ist ein spannender Kriminalroman, der durch sein Setting und seine Charaktere punkten kann. Im Mittelpunkt steht Arent Hayes, ein ehemaliger Söldner, der seinen Freund auf dem Weg zu dessen Hinrichtung begleitet. Arent ist groß und kräftig, fällt jedoch in erster Linie durch seine gute Beobachtungsgabe und sein Mitgefühl auf. Man merkt, dass er jedem helfen möchte und nicht zögert, Dinge anzugehen, die getan werden müssen. Sein Freund Samuel Pipps ist ein exzellenter Ermittler, den man schon fast mit Sherlock Holmes vergleichen kann. Er hat die Gabe Menschen zu durchschauen und er liebt es, Rätsel zu lösen. Auch der Generalgouverneur Jan Haan ist mit seiner Familie an Bord. Jan ist wohl der unsympathischste Charakter im ganzen Buch, den er ist brutal und machthungrig. Außerdem ist die Art wie er seine Familie behandelt einfach nur abscheulich. Sara Wessel, seine Frau, hat am meisten unter ihm zu leiden. Sie versucht stets die gemeinsame Tochter Lia zu schützen und zu verbergen, wie außerordentlich klug das Mädchen ist. Und obwohl sie von Adel ist, fühlt sie sich wie in einem Käfig. Sara ist hilfsbereit und möchte ebenfalls wissen, was auf dem Schiff vor sich geht. Außerdem fühlt sie sich, verbotenerweise, bald von Arent angezogen, was mir sehr gut gefallen hat. Cressjie Jens und ihre Söhne gehören zum Gefolge des Generalgouverneurs. Sie ist wunderschön, charmant, auf dem Weg zu einer erneuten Ehe und Jans Geliebte. Ihre Fröhlichkeit ist ansteckend und Sara ist ihre beste Freundin. Einige andere Passagiere und Besatzungsmitglieder, ebenso wie einige Soldaten, spielen in dem Buch ebenfalls größere Rollen und sind gut gemacht und glaubhaft dargestellt. Zum Glück gibt es gleich am Anfang des Buches eine Übersicht mit diesen Figuren, sodass man sich die Namen und wozu wer gehört, schnell merken kann. Die Geschichte spielt auf einem Schiff, der Saardam, was mir ebenfalls sehr gefallen hat. Nicht nur, dass die Mannschaft praktisch gesetzlos vor sich hin lebt und niemand ihr Reich betreten darf, es gibt auch jede Menge Gefahren und Schwierigkeiten. Außerdem schafft es der Autor eine gleichermaßen bedrückende, wie auch spannende Atmosphäre zu erschaffen, die den Leser von Anfang an in den Bann schlägt. „Der Tod und das dunkle Meer“ ist ein gut gemachter Kriminalroman, der auch einige Horror- bzw. Mysteryelemente aufweist. Mich konnte das Buch sehr gut unterhalten und ich kann es nur weiterempfehlen. Fazit: Gut gemachter Kriminalroman, der von seinem Setting und den Figuren lebt. Sehr zu empfehlen.

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Nach DIE SIEBEN TODE DER EVELYN HARDCASTLE ist Stuart Turton mit DER TOD UND DAS DUNKLE MEER ein weiteres Meisterwerk und ein ebenso ungewöhnliches Buch gelungen. Im Gegensatz zu seinem Erstlingswerk scheint DER TOD ... geradliniger zu sein und doch ist der Roman genauso ungewöhnlich. Als Kriminalroman wird die Geschichte beworben, wer nun aber einen historischen Krimi erwartet wird einige Überraschungen erleben. Der Leser bekommt mehr als einen klassischen Krimi. Der Tod und das dunkle Meer spielt 1634, ist also auch ein historischer Roman und aufgrund ungewöhnlicher Ereignisse auf See ist es ebenso ein Horrorroman. Und doch ... so ganz kann der Roman keinem Genre zugeordnet werden. Wie auch bei EVELYN HARDCASTLE geht Turton eigene Wege und interessiert sich nicht für die einzelnen Genre. Nun ja, mit Sicherheit kann man das sagen: DER TOD UND DAS DUNKLE MEER ist ein Spannungsroman. Stuart Turton hat einen fesselnden Erzählstil und schildert abwechslungsreich von den Ereignissen auf See. Seine Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig. Aufgrund der übersichtlichen Anzahl n Protagonisten fühlt man sich an ein nervenaufreibendes Kammerspiel erinnert, oder an einen Horrorfilm in Schwarz/Weiß. Turton gelingt es mit seinem Schauplatz und seinen Charakteren den Leser mit jeder Zeile zu faszinieren. Nach einem wendungsreichen, spannungsreichen und sehr abwechslungsreichen Abenteuer wird dem Leser ein passendes, aber gänzlich unerwartetes Ende präsentiert. DER TOD UND DAS DUNKLE MEER ist ein ungewöhnliches marines Abenteuer: Ein bisschen Krimi, ein bisschen Thriller, Horror und historischer Abenteuerroman. Wer sich nicht auf ein Genre festlegen will, aber gute Unterhaltung liebt, der wird mit diesem Buch seine Freude haben. Und ich bin gespannt welches Highlight uns Stuart Turton mit seinem nächsten Buch präsentieren wird.

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1634: Die Saardam ist bereit von Batavia ( Indonesien ) nach Amsterdam zu reisen. Beladen mit vielen wertvollen Gütern, dem Generalgouverneur Jan Haan mit Familie und Gefolge, sowie dem Meisterdetektiv Samuel Pipps, der jedoch in Ketten liegt und in Amsterdam hingerichtet werden soll. Ausserdem ist Samuels bester Freund und “ Mitarbeiter Arent als Begleitperson dabei. Kaum auf hoher See, geschehen schreckliche Dinge an Bord. Es scheint als habe der Teufel die Macht übernommmen. Pipps muss aus seinem Kerker heraus versuchen, Arent und Sara zu helfen hinter des Rätsels Lösung zu kommen, bevor es dür alle zu spät ist….. Ein durchweg gelunger Genremix aus Krimi, Mystery, Abenteuer und historischen Elementen. Zu beginn erzählt uns Stuart Turton noch sehr ausführlich, wie sich solch eine Schiffsreise im frühen 17. Jahrhundert gestaltet hat, doch schon bald rückt die historische Erzählung in den Hintergrund. Kaum auf See beginnen seltsame Morde, tauchen Zeichen auf die an den “ Alten Tom “ glauben lassen, doch ist der Teufel wahrhaftig mit an Bord? Samuel Pipps, der sich als Meisterdetektiv einen Namen gemacht hat, kann aus seinem Kerker heraus nicht helfen, dabei scheint er der einzige zu sein, der die Saardam und ihre Besatzung retten kann. Sara, die Frau des Gouverneurs und Arent kommen sich näher, versuchen gemeinsam dem Rätsel um den Fluch des “ Alten Tom “ auf die Spur zu kommen. Samuel hilft, so gut es geht aus dem Kerker heraus. Die Charaktere sind genial gezeichnet. Man kann sich als Leser ein wundervolles Bild von ihnen machen, rätselt mit wer den größten Dreck am Stecken hat und vor allem wer den nun hinter dem Abergläubigen Fluch stecken mag. Sara und Arent ergänzen sich dabei wundervoll. Der Schreib und Erzählstil von Turton lassen von den ersten Seiten an mein Kopfkino anspringen. Ich war nicht nur Zuschauer, ich war ein Teil der Saardam, erlebte wilde Seegänge, grauenhafte Morde und versuchte auf meine Weise das Rätsel zu lösen. Der Autor schafft eine Atmosphäre, die mir immer noch Gänsehaut bereitet. Kaum glaubte ich, das Rätsel gelöst zu haben, kommt eine unerwartete Wendung, die alles zunichte macht. Der Spannungbogen ist so enorm hoch, das ich oftmals den Atem unbewusst angehalten habe. Eine Gänsehaut jagte die nächste. Die Handlung ist komplex und durch die vielen Charaktere oftmals scheinbar undurchsichtig, doch gerade dadurch lebt die Geschichte. Der Showdown war dann jedoch nicht das was ich erwartet hatte, irgendwie mag das Ende für mich einfach nicht zum Rest passen. Fazit: Ein durchweg gelungenes Meisterwerk, wenn man vom Ende absieht. Turton vermischt er hier nur verschiedene Genre miteinander, er schafft es auch neben grandioser Spannung eine Prise Humor sowie Gefühle und das zarte Band der Liebe mit einfließen zu lassen. Von mir gibt eine klare Leseempfehlung.

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Auf einem Schiff in einem Mordfall und gegen den Teufel zu ermitteln, ist heute wie 1634 eine Herausforderung. Stuart Turton formuliert sie in „Der Tod und das dunkle Meer“ zu einem starken Roman. Auf nach Batavia 1634 schiffen sich der Generalgouverneur, seine Frau Sara, Sammy Pipps und Arent Hayes auf der Saardam ein, um nach Batavia zu reisen. Batavia, im Archipel von Indonesien, gehört zu den Kolonien, die die Ostindienkompanie bewirtschaften. Es ist ein interessantes Sujet für die Ermittlungen eines Dedektivs: Ein mittelalterliches Handelsschiff. Von einem fahrenden Schiff kann Niemand entkommen; eine besondere Situation. Starke Frau in der Hauptrolle Und doch ist Pipps gar nicht der Hauptprotagonist des Romans. Diese Rolle verleiht Turton klugerweise Sara, der Frau des dumpen Generalgouverneurs. Diese muss stark sein, denn ihr obliegt es, gegen die damalige klassische Rollenverteilung von Mann und Frau anzukämpfen. Die Antwort auf die Frage bleibt offen: Wie authentisch kann dies sein? Gab es zu der Zeit wirklich Menschen, die die Einsicht und den Mut hatten, sich gegen diese Rollen aufzulehnen? Oder ist dies eine idealisierte Idee eines Autors, der das wie seine Leserinnen und Leser, gerne möchte? Komposition durch die Genres Offen bleibt auch die Frage, in welches Genre man diesen Roman zuordnen kann. Er ist zugleich Kriminalroman wie Fantasy, Historischer Roman wie Mystery oder gar Horror. Es gefällt, dass diese Frage offen bleiben muss. Stuart Turton schreibt mit „Der Tod und das dunkle Meer“ einen wunderbaren Roman, der seine Fühler in viele Genres ausstreckt. Er hinterlässt, was nicht oft passiert, auf der letzten Seite ein Gefühl der Zufriedenheit. Stuart Turton: Der Tod und das dunkle Meer Tropen Verlag 2021 Übersetzung: Dorothee Merkel 600 Seiten

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teuflisch gut Der neue Roman vom Autor der Sieben Tode der Evelyn Hardcastle! Wieder ist die Story absolut ungewöhnlich. Sie spielt im Jahr 1634 während einer Reise auf einem Schiff der Ostindien-Kompanie von der Kolonie Batavia nach Amsterdam. An Bord befinden sich der Generalgouvaneur Jahn Haan mit seiner Frau Sara Wessel und der gemeinsamen Tochter Lia. Außerdem dabei: der berühmte Detektiv Samuel Pipps und sein Freund und Assistent Arent Hayes. Die Besatzung besteht aus Musketieren, Matrosen und Passagieren und die Stimmung ist angespannt. Eine Schifffahrt auf einem Ostinder ist ohnehin schon sehr gefährlich, doch in diesem Fall gibt es eine Warnung, die nur von bösen Mächten stammen kann: Ein Aussätziger ohne Zunge verdammt das Schiff und geht kurz darauf in Flammen auf. Trotz der Warnung sticht das Schiff in See und es scheint, als treibe der Teufel selbst sein Unwesen an Bord. Schreckliche und unheimliche Dinge geschehen, und die Menschen werden mit ihren dunklesten Wünschen konfrontiert. Da Samuel Pipps in Ketten liegt, muss Arent Hayes zusammen mit Sara Wessel das Rätsel um die Vorkommnisse lösen. Denn über allen schwebt ein drohendes Todesurteil. Das dunkle Meer ist ringsum und es gibt kein Entkommen. Am Ende wird klar: Der wahre Teufel ist der Mensch. Wieder begeistert der Autor durch feinsinnige Rätsel, Verwicklungen und Intrigen. Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen, auch wenn es zwischendurch arg blutrünstig wurde. Wieder ist nicht ganz klar, welchem Genre der Roman zuzuordnen ist. Krimi, Historischer Roman, Fantasy…. Es ist einfach alles dabei. Der Tod und das dunkle Meer reicht von der Qualität nicht ganz an den Erstling heran, was an der Genialität des ersten Buches liegt. Aber ich finde, das kann man dem Autor nicht vorwerfen.

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Das Buch ist sehr gut geschrieben, sodass man nicht mehr aufhören mag zu lesen!!! Am Anfang hatte ich es schwer mich einzufinden, es spiel 1632, glaube ich, und das sind nicht wirklich Bücher, die ich lese, aber ich habe mir gedacht, das ist ein Krimi, was soll da schon passieren...wird schon...Gedacht...Erlebt...Mensch hat mich das Buch aus den Socken gehauen. Ich bin anfangs schwer reingekommen, was sich aber nach und nach gebessert hat und ich muss sagen, dass ich von dem Ergebnis mehr als Positiv überrascht war, denn dieses Ergebnis...mann oh mann...Ehrlich, dass hätte ich nie im Leben so gedacht... Ich wurde mehr als nur überrascht, wenn man sich eingelebt hat, ist der Schreibstil nämlich gar nicht so übel und die Geschichte hat ganz schön fahrt aufgenommen, sodass man irgendwann gar nicht merkt wie weit man eigentlich gekommen ist. Ich habe irgendwann aufgegeben zu rätseln wer hinter dem ganzen steckt, denn das hätte mich am Ende nur um den Spaß gebracht! Die Charaktere waren alle aufeinander abgestimmt! Wenn ich hier sage es wäre perfekt, möchte ich mich nicht unbeliebt machen, aber es kam schon nah ran. Jedoch gab es hier auch den einen oder anderen, den man definitiv frühzeitig hätte um die Ecke bringen können... Also echt, selbst das nicht??? Was seid ihr denn für welche??? :D Leute ich muss noch loswerden, dass ich den Prolog vom Autor ganz klasse fand... Da dies ein fiktiver Roman ist und er keine Informationen zu diesem Jahresbereich haben möchte, was damals stimmte und was nicht stimmte in seinem Buch... Großes Kino... Ich glaub ich werde ein FANGIRL...und werde schleunigst noch "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle" lesen, dieses SuBt hier leider schon länger rum und jetzt beisse ich mir in den Hintern, dass ich es nicht schon längst gelesen habe...

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Nachdem mir Turtons Erstlingswerk schon überraschend gut gefallen hat, musste ich "Der Tod und das dunkle Meer" natürlich auch lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn auch hier haben wir wieder eine stimmungsvolle, mysteriöse und grade zu Beginn leicht verwirrende Story, deren Auflösung mir sogar noch besser gefallen hat als bei Evelyn Hardcastle. Ich brauchte anfangs zwar meine Zeit, um erstmal reinzukommen, das macht aber gar nichts, weil die Geschichte so ausgelegt ist, dass sie sich nach und nach entfaltet und man immer klarer sieht. Der Narrativ wechselt zwischen verschiedenen Figuren, wobei die beiden Hauptcharaktere eindeutig Arent und Sara sind. Arent ist der Assistent des Detektivs Sammy und landet nur an Bord des Schiffes seines Onkels, weil Sammy festgenommen und dorthin verschleppt wird. Er ist so eine Art edelmütiger, freundlicher Riese, stark wie ein Bär, aber eben durch und durch moralisch. Das Schiff wird kurz vorm Ablegen verflucht und als immer mehr seltsame bis gruselige Dinge geschehen, muss Arent die Detektivrolle übernehmen, um herauszufinden, was vor sich geht. Sara ist die Frau von Arents Onkel, dem Generalgouverneur von Batavia. Sie verachtet ihren Mann, der sie schlägt und generell ziemlich furchtbar ist, aber auch den goldenen Käfig, in den sie hineinheiraten musste. Ihr größter Wunsch ist Freiheit für sich und ihre super intelligente Tochter Lia (die ihre Fähigkeiten geheim halten muss, weil sie sich für ein Mädchen nicht gehören). Auch Sara möchte wissen, was vor sich geht und schließt sich den Ermittlungen an. An Bord befinden sich natürlich auch diverse andere Charaktere, die man erstmal kennenlernen und auseinanderhalten können muss. Heraus stechen im Gegensatz zum Vorgänger hier diesmal vor allem die weiblichen Figuren, allen voran natürlich Sara und Lia, die schlau, talentiert und dennoch bodenständig sind. Außerdem ist da Creesjie, die Geliebte des Generalgouverneurs und beste Freundin von Sara. Die Zuneigung der beiden zueinander war einer meiner Lieblingsaspekte des ganzen Buches. Die Frauen brechen mit ihren Rollen und den damit verbundenen Erwartungen, sind Subjekte statt Objekte, zeigen, dass auch sie fähig sind. Welches Wissen und welche Fähigkeiten allerdings als wertvoll und erstrebenswert gelten, wird ausschließlich durch eine männliche Linse gesehen, die auch die Frauen verinnerlicht haben. Da die Geschichte aber im 17. Jahrhundert spielt, ist das schon in Ordnung. Immerhin schlagen wir uns heute noch damit rum. Die Männer wirken leider etwas blass und eintönig, denn bis auf Sammy, der über den Großteil der Story off page ist, sind absolut alle raubeinig, extrovertiert, grobschlächtig gebaut und/oder gewaltbereit. Außerdem sind alle potenzielle Vergewaltiger, denn die Frauen dürfen einen bestimmten Bereicht des Schiffes nicht übertreten, sonst sind sie Freiwild. Die Stimmung ist schaurig und beklemmend, was mir sehr gefallen hat. Außerdem kann man die ganze Zeit mitüberlegen und versuchen, Sachen zu kombinieren und auf die Lösung zu kommen. Ich lag nur teilweise richtig und konnte am Ende sogar noch ein bisschen überrascht werden. :) Außerdem wird eine Content Note fällig: Es gibt wie schon gesagt häusliche Gewalt. Sara wird von ihrem Mann einmal on page geschlagen, ansonsten wird nur erwähnt, dass er sie regelmäßig bei "Missverhalten" verprügelt hat - einmal sogar so sehr, dass sie danach mehrere Tage nicht laufen konnte. Außerdem gibt es eine Vergewaltigung, die als "eheliche Pflicht" verschleiert wird und trotzdem nicht weniger widerlich ist. Immerhin: es handelt sich dabei um eine kurze, recht schnörkellose Szene aus ihrer Sicht, die sich nicht, wie es leider so oft der Fall ist, wie die schmutzige Fantasie eines Mannes liest. Mein Fazit: Eine größtenteils tolle Story mit einem für mich befriedigenden Ende, die an manchen Stellen aber auch etwas kürzer hätte ausfallen oder sensibler sein können.

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Ein Dämon, ein Spatz und ein Bär Nachdem ich ein paar Young Adult Bücher gelesen hatte, musste unbedingt etwas ganz anderes her. Und das habe ich mit „Der Tod und das dunkle Meer“ definitiv gefunden. Doch in welches Genre packt man dieses Werk? Ich glaube, da ist sich nicht mal der Autor Stuart Turton ganz sicher, von dem ich übrigens vor dem Roman (denn das ist das einzige, was definitiv zutrifft ;-)) noch nie gehört hatte. So, aber um was geht es denn nun in „Der Tod und das dunkle Meer“, einer Geschichte, die sich einfach nicht klar kategorisieren lässt? Der Leser wird in das Jahr 1634 katapultiert, exakt gesagt auf das Schiff Saardam. Schon bevor es in See sticht, wird sie verflucht und die gesamte Bevölkerung des Schiffs wird vom Teufel heimgesucht. Arent Hayes, der an Bord des Schiffes versucht, dieser „Teufelei“ auf den Grund zu gehen, hat es nicht leicht, denn eigentlich ist sein Freund Samuel Pipps das Genie in ihrer Verbundenheit. Doch der sitzt an Bord im Gefängnis, da ihm abscheuliche Taten zur Last gelegt werden und am Ankunftsort Amsterdam wartet die Hinrichtung auf ihn. Hayes tut alles, um herauszufinden, was es mit dem Dämon Alter Tom auf sich hat und gerät dabei in die Fängen von Aberglauben, Hexenjagd und Machtgier. Und was hat eigentlich der Generalgouverneur zu verbergen? Gibt es da etwas, das nicht einmal seine Frau Sara weiß? Hayes begibt sich auf die Jagd nach dem Teufel... Mein Eindruck vom Buch: Oh, wo fange ich denn an? Diese Story ist definitiv etwas ganz ungewöhnliches! Allein schon der Schreibstil ist schwer zu fassen: Stuart Turton versteht es, auf eine skurrile, sarkastische und mit schwarzem Humor gespickte Art zu erzählen. Seine Wortwitze ließen mich nicht nur einmal laut auflachen und ebenso hat er ein Talent dafür, den Leser so zu fesseln, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann. Dennoch blitzt auch immer wieder eine gewisse Tiefe auf, die mich zum Nachdenken gebracht hat und wirklich hängen geblieben ist. Turton hat es meisterhaft geschafft, mich immer wieder komplett in die Irre zu führen und ich habe mich ständig gefragt: Gibt es den Dämon wirklich oder ist alles „nur“ ein abgekartetes Spiel? Die Charaktere sind toll gezeichnet und den Hauptprotagonisten wurden authentische Eigenschaften eingehaucht. Bei Arent und Sammy hatte ich ja anfangs immer Sherlock & Watson im Kopf, später dann auch mal Asterix und Obelix, aber letzteres war dann doch schnell wieder vorbei und ich war wieder mehr beim ersten Ermittlerpärchen. Etwas bedrückend (aber dies im positiven Sinne) fand ich, wie treffend Turton die Stellung der Frau in der Gesellschaft dargestellt hat. Es ist in der heutigen Zeit kaum vorstellbar, wie sehr Intelligenz und Talente unterdrückt werden mussten. Wer jetzt aber denkt, dieses Buch ist gespickt von historischen Hintergründen, der irrt. Natürlich spielt der Plot im 17. Jahrhundert, aber im Großen und Ganzen ist diese Info schon alles, was hier als „geschichtlich“ bezeichnet werden kann. Und das war auch vollkommen die Absicht des Autors: eine fiktive fesselnde Geschichte auf dem Ozean. Fazit: Mit einem Wort: Mega! Wer mal etwas komplett anderes lesen möchte und ein Werk sucht, das wohl fast alle Genres vereint, der hat hier etwas Perfektes gefunden. Stuart Turton vereint Fiktion mit Fantasy, Thriller, aber auch Liebelei und Tiefgründigkeit wurde immer wieder eingestreut. Dieses Buch lässt sich schwer beschreiben, man muss es einfach lesen ;-) Und ich werde definitiv beobachten, welche Werke von diesem außergewöhnlichen Schriftsteller noch folgen werden.

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Die Geschichte spielt hauptsächlich an Bord eines Handelsschiffes. Es ist das 17. Jahrhundert, ein Schiff voller Gewürze und anderer wertvoller Güter setzt die Segel in Batavia (Jakarta in Indonesien) für die acht monatige Reise nach Amsterdam. Neben den Waren befinden sich einige Edelleute an Bord, ebenso Musketiere, natürlich Seemänner, der beste Detektiv der Welt und sein Assistent, und der Teufel. Turton verleiht all seinen Charakteren, egal ob Haupt- oder Nebencharakter, viel Seele. Seine Beschreibungen des Schiffs sind detailliert, aber nicht langatmig. Die Geschichte hat einen guten Rhythmus und man merkt fast gar nicht, wie man durch die Kapitel fliegt. Ich musste einfach wissen, wer hinter den grausamen Taten steckt.

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Ich mochte die Atmosphäre und auch die Geschichte. Auch wenn manches davon etwas überzeichnet war und die Personen für mich leider etwas zu schwarz/weiß. Entweder sind sie durch und durch gut, schön, nett oder einfach nur böse. Dafür war die Atmosphäre der Geschichte aber klasse und Stuart Turton kann erzählen. Beim lesen spürt man fast das Meerwasser auf der Haut und den Seegang auf dem Schiff.

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Batavia 1634: „Der Bär“ und „der Spatz“ sind in der Aufklärung von Fällen ein unschlagbares Team. Doch nun ist Samuel Pipps alias „der Spatz“ angeklagt und Arent Hayes steht kurz davor, seinen besten Freund und Arbeitgeber nicht mehr beschützten zu können, da dieser in Amsterdam zum Tode verurteilt werden soll. Die Überfahrt zurück nach Europa scheint unter keinem guten Stern zu stehen, da eine düstere Prophezeiung über das Schiff ausgesprochen wird. Mit an Bord sind auch der Generalgouverneur Jan Haan und seine Frau Sara samt unglaublich schlauer Tochter Lia. Zusammen versuchen sie, das drohende Unheil abzuwenden bevor der Tod sie alle in die Tiefe zu ziehen vermag. Der Schreibstil ist sehr bildgewaltig und umschreibt teilweise unschön schön die Begebenheiten. Doch leider verstecken sich einige Logikfehler und komisch formulierte Sätze. Ob dies an der Übersetzung liegt oder auch im Original so ist, kann ich nicht beurteilen. Bei einem so hoch komplex konstruierten Roman erwarte ich dann auch in den Worten und in der Logik Perfektion, die nicht ganz erreicht wurde. Die Handlung beginnt quasi mitten im Geschehen und ich habe sehr lange gebraucht, die Hintergründe und Zusammenhänge der Figuren zu verstehen. Dabei nimmt die Geschichte auch nur sehr langsam Fahrt auf, sodass ich schon mit den Hufen gescharrt habe, bis endlich etwas passiert. Gerade aufgrund der Tatsache, dass sich so viel Zeit gelassen wird und die Figuren sehr, sehr viel Raum einnehmen, finde ich es schade, dass hier die Kleinigkeiten ignoriert werden, die alles harmonisch gemacht hätten. Als es dann endlich losgeht, kommt schnell an allen Ecken und Enden Spannung auf und ich brannte auf mehr Informationen. Interessant ist auch der häufige Perspektivwechsel, der es möglich macht, viele Details noch einmal zu wiederholen und aus anderer Sichtweise zu betrachten. Es werden sehr viele Häppchen angereicht und so kann man wunderbar mit Arent und Sara mit ermitteln und seine eigenen Schlüsse ziehen. Aktuell gibt es einige Bücher und Serien, die mit der Angst der Figuren spielen und so eine mystische Ebene schaffen, bei der weder die Lesenden noch die Figuren wissen, was wahr und falsch, Illusion oder Realität ist. Ich finde das super spannend. Die Atmosphäre ist sehr düster und das Leben auf See wird realitätsnah rau dargestellt. Stuart Turton spielt mit den Genres, und so lässt sich das Buch lange nicht genau klassifizieren und soll auch für jeden Leser etwas anderes darstellen. Mich erinnert diese „historische Fiktion, in der die Historie die Fiktion ist“ extrem an Sherlock Holmes, bei der Mycrofts Albtraum zu Gewissheit wird. Der Autor betont auch, dass ihm nicht an der Authentizität eines Schiffes oder der Sprache liegt, was für mich kein Problem ist. Dennoch finde ich es spannend, wie Logik, Technik und Medizin vor unserer Zeit möglich war. Arent ist als ehemaliger Söldner mit verheimlichter Vergangenheit eigentlich das Paradebeispiel eines Helden, der keiner sein möchte. Trotz seiner Kraft und Größe ist er teilweise sehr unsicher und kämpft mit den Schatten seiner Vergangenheit. Trotzdem verkörpert er fast alles, was Sara sich vom Leben erhofft: Freiheit. Sein Mentor Pipps erinnert mich auch von der äußeren Beschreibung sehr an die BBC Version eines bekannten Detektivs. Wie man die Hintergründe der beiden Männer einordnen möchte, kann das Bauchgefühl jedes Lesers selbst beurteilen. Die Damen an Bord sind mit Sara, deren Tochter Lia und ihrer besten Freundin zeichnen sich auch durch sehr viel Klugheit aus, was sehr gut zur Geschichte passt. An Bord gibt es noch unglaublich viele andere wichtige Figuren, die durch das Leben und das Meer rau wurden und für den Teufel sehr attraktiv wirken. Auch wenn die Auflösung und vor allem das Ende zur Geschichte passt und ich Sara und Arent klasse finde, gibt es aus meiner Sicht Unstimmigkeiten und auch komische Sätze, so werden es am Ende 4 sehr gute Sterne.

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Dieses Buch ist spezieller "historischer Kriminalroman". Dieses Werk könnte tatsächlich in viele Genres eingereiht werden, wie das der Autor selber sagt. Eine dunkle Prophezeiung, ein Detektiv, der selbst Gefangener ist und der Teufel mit an Bord. Aberglaube, Hexenjagd, Machtgier – das Buch hat viele Elemente, die es sehr spannend machen. Der Autor Stuart Turton führt uns ins dunkle Meer der menschlichen Abgründe. Das Buch ist so interessant geschrieben, dass ich es nicht mehr aus den Händen legen konnte. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Die Geschichte nimmt viele unterschiedliche Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Die Auflösung des Krimi am Schluss des Buches hat mich total überrascht. Ich fand dieses Ende aber nicht so glücklich und aus diesem Grund wurde es kein Highlight.

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Stuart Turton ist mit diesem Buch eine tolle Mischung aus Historie, Krimi und einem Hauch von Fantasy gelungen. Einmal angefangen war ich direkt mittendrin im Geschehen und konnte das Buch nur schwerlich wieder aus der Hand legen. Düster, mysteriös, gruselig und einfach nur genial erzählt, ich bin begeistert und freue mich auf mehr Bücher des Autors.

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Abenteuer, Aberglaube und der Teufel an Bord. Und der Einzige, der das Schiff retten kann, ist ein Gefangener. In dieser spannenden Geschichte ist nur wenig wie es scheint und bis zum Schluss bleibt die Spannungskurve hoch. Für alle Hobbydetektive, Abenteuerfans und Landratten, die Spaß an Historie haben.

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Bereits Stuart Turtons Debut „Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ konnte mich total überraschen und begeistern. Deswegen habe ich von „Der Tod und das dunkle Meer“ so wenig wie möglich – außer des Klappentextes – versucht über das Buch zu lesen, um erneut von dem Einfallsreichtum des Autors überrascht zu werden. Und ich habe jede Seite dieses doch sehr umfangreichen Buches genossen! Schon das Wenige, was die ersten Sätze des Klappentextes verrieten, riefen in mir Begeisterung hervor: Detektive, der Teufel, die hohe See und ein Zeitalter, das mir nicht so häufig in meinem sonstigen Repertoire an Büchern begegnet. All das versprach eine interessante Mischung zu werden besonders gepaart mit Stuart Turtons Geschick, die vielen Fäden seiner komplexen Handlung lässig in der Hand zu halten und bis auf die letzten Seiten den Leser nach der Aufklärung hungern zu lassen. Die Charaktere, die dem Leser in diesem Buch begegnen, sind allesamt wirklich toll ausgearbeitet. Ob die Charaktere nun bösartig, grausam, zuvorkommend oder höflich wirken auf den ersten Blick, ein jeder von ihnen präsentiert im Laufe der Handlung Beweggründe, Abgründe und überraschende Wesenszüge. Kein einziger wirkt leblos, flach oder farblos und auch kein einziger ist glatt gebügelt, um dem Leser möglichst gut zu gefallen – bis auf Arent vielleicht, den ich als einen der Hauptcharaktere sehr gerne verfolgte. Das Setting ist einfach absolut gelungen. Ein Schiff, von dem keiner mehr runterkommt, ist es erst einmal in See gestochen, ist genial für das Schauspiel, welches sich der Autor hat einfallen lassen. Ein Ort, mit vielen Verstecken aber wenig Privatsphäre, an dem sich notgedrungen alle näher kommen und kaum ein Geheimnis lange bewahrt werden kann. Und dennoch passieren immer wieder ungeheuerliche Dinge. Gepaart mit dem fantastischen Schreibstil des Autors wird eine Atmosphäre erschaffen, die düster und wenig Hoffnung bringend scheint. Jede kleine Erwähnung, jedes bisschen Information hat eine Bedeutung und geschickt behält der Autor seine Fäden in der Hand und offenbart erst zum Ende hin all die Verstrickungen und Verzweigungen, die sich die gesamte Handlung hinweg sehr zart und langsam offenbarten. Wie der Autor in seiner Anmerkung am Ende der Handlung schreibt: das Buch lässt sich nicht in Schubladen stecken und ein Genre auferlegen. Es ist eine Mischung aus Detektivroman, mit dem romantisierten Flair der Schiffsfahrt zu Zeiten der Piraten (ohne Piraten und als Leser lernt man schnell, wie ungemütlich das Leben damals gewesen ist), und Schauermärchen; und das ist nur meine eigene Interpretation der Handlung! Ich habe das Gefühl, viel zu viel zu sagen und viel zu wenig auszudrücken, was ich eigentlich sagen will: Lest dieses verdammte Buch, es wird euch unterhalten!

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1634 sticht die Saardam von Batavia aus Richtung Amsterdam in See, An Bord der Generalgouverneur mit seiner Familie, ein Gefangener in Ketten und eine düstere Prophezeihung. Unterwegs geschieht Unheimliches, es scheint, als hätte man tatsächlich den Teufel an Bord. Stuart Turton hat mich mit seinem Debütroman bereits umgehauen, natürlich war ich sehr gespannt auf seinen nächsten Roman, und hier ist er nun – und, um das bereits vorwegzunehmen, er hat mir sehr gut gefallen. Auch er ist kein 08/15-Roman, sondern lässt viel Platz für Spekulationen, überrascht immer wieder und ist kaum vorhersehbar. Zudem ist er ganz anders als „Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“, aber wieder ein Mix aus verschiedenen Genres. Er ist, das stellt der Autor im Nachwort noch einmal klar, kein (reiner) historischer Roman, er hat zwar ausführlich recherchiert, das Geschehen aber an die Geschichte, die er erzählen wollte, angepasst, auch, wenn das historisch nicht immer sauber ist. Für mich geht das okay, für mich fühlte es sich sowieso mehr nach einem Spannungsroman vor historischer Kulisse an. Was besonders gelungen ist, ist die Atmosphäre des Romans, man fühlt sich schnell mittendrin, spürt die Beklemmungen, die Ängste, aber auch all die anderen Emotionen. Und natürlich trägt dazu auch das Setting bei, das Schiff auf hoher See, das klar umgrenzte Szenario, dazu die verschiedenen Gruppen an Bord, Matrosen, Musketiere, die den Generalgouverneur begleiten, normale Passagiere und die „edlen“ Passagiere, die eigene Kabinen haben. Dazu der Gefangene, dessen Unterkunft man kaum eine solche nennen kann, und der dazu noch eine besondere Stellung einnimmt, denn eigentlich ist er ein berühmter Detektiv, dessen Bodyguard nun Ermittlungen aufnimmt, um zu begreifen, was hinter den Geschehnissen steckt. Die Charaktere sind durchweg gut gezeichnet, und haben (fast?) alle etwas zu verbergen. Besonders gut gefallen mir neben Arent Hayes, dem oben erwähnten Bodyguard, den ich von Anfang an sehr mochte, die Frauen, vor allem Sara Wessel, des Gouverneurs Ehefrau, die sich ebenfalls nicht abhalten lässt, Ermittlungen anzustellen, obwohl ihr das – als Frau – zur damaligen Zeit nicht zusteht. Aber was soll man machen, wenn man klüger ist, als die meisten Männer an Bord … Ein interessanter Charakter ist Isaack Larme, der kleinwüchsige Erste Offizier der Saardam - und natürlich der Gefangene. Stuart Turton erzählt sehr anschaulich, das Kopfkino bekommt einiges zu tun. Der Roman ist über 600 Seiten dick, ich habe mich auf keiner Seite gelangweilt. Sicher gibt es nicht nur actionreiche Seiten (die gibt es auch), aber ich finde auch die Dialoge, die Überlegungen, die Empfindungen der Charaktere interessant, vor allem, wenn man sich immer einmal wieder fragen muss, was davon ist wahr, was womöglich Show. Die Auflösung ist überzeugend, aber auch überraschend, und das „Endergebnis“ der Romans passt dann noch einmal richtig gut. Auch Stuart Turtons zweiter Roman ist wieder sehr originell und hat mich absolut überzeugt, Charaktere, Atmosphäre, Geschichte, das stimmt alles, und ich hatte unterhaltsame Lesestunden. Gerne vergebe ich volle Punktzahl und eine uneingeschränkte Leseempfehlung für erwachsene Leser, die es mögen, wenn ein Roman originell ist, und sie mitdenken können/müssen. Ich bin nun gespannt, was uns in des Autors nächstem Roman erwartet!

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Ein fast perfekter Historischer und mystischer Thriller Also ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll,denn ich bin total überrascht von diesem Buch, da es so ganz anders war als erwartet. Ja,ich mag Thriller , aber diese Mischung aus Historik, Thriller und Mystik hat mich wirklich begeistert. Der Autor hat mich mit seiner Art zu schreiben und dass diese Art so gut ins 17Jahrhundert passte begeistert. Alles war sehr gut recherchiert und rübergebracht. Selbst Kleine Details wurden hier erwähnt,ohne Langweilig rüberzukommen. Im Gegenteil, denn so konnte man sich bestens in dieses Jahrhundert reinversetzen, und konnte die Protas genau wie die Örtlichkeiten vor sich sehen und ihr Handeln gut verstehen. Sympatisch war nicht jeder, was bei so einer Geschichte aber auch normal ist,trotzdem waren Sarah, Arent und Pipp besondere Charaktere für mich. Alles fing sehr detailgenau an, wodurch man Schritt für Schritt mit der Geschichte wächst und sich von ihr einfangen lässt . Es ist eine spannende ,aber auch interessante Geschichte die für mich keinem festen Genre zuzuordnen ist. Sie spielt großteils auf See und man kann schön miterleben, wie Passagiere und Besatzung immer mehr vom Aberglauben überzeugt werden, wodurch ihre Angst teils ins unendliche geschürt wird. Denn hoch auf dunkler See, fährt nicht nur die Hexerei und der Tod mit, sondern auch Magie und der Teufel persönlich sind mit an Bord und verschafft diesem Kriminalroman das gewisse etwas. Man taucht ab, löst Schritt für Schritt den Fall und ist dann doch vom Ende überrascht. Es ist eine sehr gut ausgearbeitete, unvorhersehbare Geschichte, die jede Menge Krimi, Mystik, Magie und Dunkelheit,aber auch Gefühl beinhaltet. Ich kann sie sehr empfehlen. Vor allem das Ende hat mich dann doch überrascht.

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"Der Tod und das dunkle Meer" ist das erste Buch, das ich vom Autor Stuart Turton gelesen habe. Der detailreiche Schreibstil und die bildhafte Sprache haben mir sehr gut gefallen. Durch die lebendigen Beschreibungen hatte ich das Gefühl mitten in der Story zu sein. Auch die Charaktere wurden somit beinahe lebendig, wenngleich auch einige Hintergründe für mich unklar blieben. Die verschiedenen Charaktere waren allesamt sehr facettenreich beschrieben, mir hat bei der Orientierung vor allem zu Beginn des Buches die Passagierliste sehr geholfen. Die Handlung an sich hat mir gut gefallen, inhaltlich lässt es sich schwer in ein Genre eingrenzen - aber das muss man ja auch nicht immer tun. Die Spannungskurve ist insbesondere im Mittelteil des Buches ein wenig abgeflacht, da habe ich einige Längen gespürt, die bei dem Seitenumfach des Buches aber auch beinahe unumgänglich sind. Insgesamt hatte ich jedoch nie ein langanhaltendes Gefühl der Langeweile oder des Desinteresses. Die Komplexität der Story hat mich auch durchaus gefordert - es lohnt sich aber dran zu bleiben und völlig in die von Stuart Turton geschaffene Welt einzutauchen.

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Ein Schiff der Niederländisch-Ostindischen Kompagnie gerät in schwere See Die „Saardam“ beginnt ihre riskante Reise im Konvoi 1634 in Batavia. Das Ziel der achtmonatigen Fahrt ist Amsterdam. An Bord ist der Generalgouverneur von Batavia Jan Haan mit seiner Ehefrau, seiner Tochter und seiner Geliebten. Ebenfalls an Bord sein Gefangener, der Meisterdektiv Samuel Pipps und dessen Leibwächter und Assistent Arent Hayes. Schon bei der Abfahrt ziehen dunkle Wolken über dem Schiff auf. Es wird von einem Aussätzigen verflucht und ein furchterregendes Zeichen taucht auf dem Großsegel auf. Die Atmosphäre auf dem Schiff ist gepägt von Gewalt, Angst und Schrecken. Es geschehen unerklärliche Dinge an Bord, angeblich im Auftrag eines Dämonen namens Alter Tom. Pipps und Arent, ganz in der Manier von Sherlock Holmes und Watson, beginnen zu ermitteln. Auch wenn das Buch als Kriminalroman firmiert, so ist es doch genau so gut ein Schauerroman, eine Abenteuergeschichte, ein bißchen Mystery und auch ein historischer Roman. Der Autor weist jede starre Einordnung in ein Genre in seinem originellen Nachwort zurück. Auf jeden Fall ist das Buch ein toller, ungewöhnlicher Schmöker für kühle Herbstabende. Übrigens gebührt der Übersetzerin ein besonders Lob. Ihr ist es gelungen, die anspruchsvolle, farbige Sprache des Autors wunderbar flüssig ins Deutsche zu transportieren..

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Eine Seefahrt im 17. Jahrhundert ist schon ein Abenteuer an sich. Dazu noch einige schrullige Charaktere, finstere Matrosen und merkwürdige Passagiere. Und sehr viele Geheimnisse. Ein Abenteuerroman mit historischem Touch, aber ein sehr spannender! Großartig geschildert vom Autor, die Menschen und die Situationen, das Grauen in der Folge eines Fluches, der Schlimmes erahnen lässt. Verdächtige gibt es genug, ich konnte manches Rätsel lösen, aber längst nicht alle. Es gibt auch überraschende Wendungen, und vieles bleibt bis zum Ende unklar. Doch keine Angst, es wird alles erklärt, so dass man es schließlich verstehen kann. Der Schluss erschien mir etwas zu idealistisch, aber das ist sicher Ansichtssache. Der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende erhalten, es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Ein toller Roman, ich habe ihn sehr gern gelesen und er hat mich sehr gut unterhalten!

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Sherlock Holmes auf hoher See? Fast - Sherlock (oder Sammy wie das Superhirn in diesem Buch heißt) wird erst mal auf dem Schiff angekommen in eine winzige Zelle geworfen - und Leutnant Arent Hayes, eigentlich der Mann fürs Grobe und für wilde Verfolgungsjagden von Verbrechern - steht nun allein vor dem vertrackten Fall. Wenn er den Mord des Aussätzigen nämlich nicht binnen der Fahrt von Indien aufklärt und nicht herausfinden, wessen Sammy eigentlich beschuldigt wird, droht bei der Ankunft in Amsterdam die Hinrichtung seines besten Freundes. Gemeinsam mit der Edeldame Sara begibt er sich auf Spurensuche. Atmosphäre! Die Atmosphäre eines sturmumtosten Schiffes mit raubeiniger Mannschaft und geisterhaften Vorkommnissen hat Stuart Turton unglaublich gut zwischen die Buchstaben gepackt. Wenn der O-Beinige Bootsmann Johannes Wyck auf knarrenden Holzbalken auf dich zumarschiert kommt, dann trittst du einen mentalen Schritt zurück. So ging es mir nur all zu oft. Ich tauchte in dieses raue Wasser schon auf den ersten Seiten ein. Ja, die Handlung spielt sich zu 99 Prozent auf der Saardam ab - ich bin normalerweise nicht der große Fan von Handlungen auf hoher See - aber „Der Tod und das dunkle Meer“ zählt zu den Ausnahmen. Und das lag am unnachahmlichen Stil von Turton - ich hatte beständig das Gefühl, ich sei dabei. Dabei in der großen Kabine beim Dinner, bei Arents Nachforschungen. Bei salz- und urinhaltigen Wäsche von Kleidungsstücken. Bei den Besuchen der Geister. Meine Kabine grenzte gleich an der von Sara. Arent und Sara wurden mir direkt ins Herz geschrieben. Sie haben beide ihre Dämonen - was sie aber nicht weniger liebenswert macht. Sie wuchsen mir umso mehr ans Herz, je tiefer das dunkle Meer wurde. Auch die anderen Figuren konnte ich nicht gänzlich hassen, obgleich manche von ihnen echte Kanaillen waren. Ich verstand ihre Beweggründe und Intentionen. Das Buch ist aus mehreren Perspektiven erzählt - was das ganze nur umso spannender machte. Gut gespielt, Turton. Ich rätselte zwischen den Seiten immer wieder, wer nun der Mörder war und wie sich die Tat abgespielt hatte. Bisweilen wurde es richtig gruselig zwischen hohen Wellen, Regenpeitschen und Gewitterfronten. In die Dialoge hätte ich am liebsten eingegriffen und mich an den Gesprächen beteiligt. Lebendig, spritzig, raubeinig, ehrlich - so müssen Dialoge sein und Turton hat das richtig gut hinbekommen. Das Buch ist ein Schwergewicht mit seinen nahezu 600 Seiten - und entwickelte sich für mich zu einem wahrhaften Pageturner. Am Ende wartete ein richtig cooler Turn auf mich. Also, ihr Landratten - kommt an Bord, setzt die Segel und fahrt ins Dunkle Meer - aber Vorsicht: Ihr könntet dabei euer Leben verlieren.

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Der Teufel steckt im Detail 1634 sticht die Saardam in Batavia, Indonesien in See. Ihr Ziel: Amsterdam, ihr Fracht: hochranginge Adelige, Offiziere, Gewürze, ein Geheimnis von unschätzbarem Wert, einen Gefangenen und den Teufel höchst selbst. Kurz vor Abfahrt des Schiffes verkündet ein Aussätziger, dass die Saardam vom Teufel verflucht und dem Untergang geweiht ist. Der gefangene an Bord des Schiffes, gerade noch gefeiert für das Aufspüren einer gestohlenen Kostbarkeit, findet sich in Ketten auf dem Weg zu seiner Hinrichtung in Amsterdam wieder. Bald beginnt ein unheimlicher, unerklärlicher Spuk auf dem Schiff, dem Arendt, der Beschützer des gefangenen Sammy, ohne seinen klugen Freund entgegentreten muss. Stimmen flüstern des Nachts von tiefsten Sehnsüchten und Wünschen, doch alles hat seinen Preis und der Teufel spielt selten fair. Schafft Arendt dem Spuk auf dem Schiff auf die Schliche zu kommen oder werden alle im dunklen Meer versinken? Der Tod und das dunkle Meer, ist der zweite Roman des freiberuflichen Reisejournalisten Stuart Turton. Das Buch ist ein wirklicher Genre Mix und vereint kriminalistische, fiktionale und Grusel Elemente in einem historischen Setting. Mich hat das Buch ab der ersten Seite völlig in den Bann gezogen. Der Start mitten im Geschehen, das Kennenlernen der handelnden Personen, mit dem Protagonisten gemeinsam und die unheilvolle Atmosphäre, die über dieser Schiffsreise aufragt, sorgten für einen grandiosen Einstieg. Das Niveau steigert sich stetig, hinter jeder Ecke lauerte ein Geheimnis, eine alte Schuld, Bekanntschaften, Liebschaften, Machtkämpfe, Hass und Missgunst. Wie auch in seinem ersten Werk gibt es viele, für die Handlung relevante Personen über die und deren Machenschaften es den Überblickt zu behalten gilt. Somit, ist „der Tod und das dunkle Meer“ kein Buch was man mal eben zwischendurch lesen kann, man sollte sich schon ganz darauf konzentrieren können um den Faden nicht zu verlieren. Umso gewaltiger ist dieses Konstrukt an Story, welches er am Ende sogar vollständig aufschlüsselt. Der Charakter Sammy Pipps erinnert auf den ersten Blick stark an Sherlock Holmes und auch die Beziehung zu Arendt lässt an seinen Side-Kick denken, definitiv ließ sich Stuart Turton von den beiden inspirieren. Trotzdem gibt es zwischen den Ermittler Duos auch erhebliche Unterschiede, was sie zu mehr als einem Doyle Abklatsch macht. 600 Seiten lang jagt ein Cliffhanger das nächste gelüftete Geheimnis und umgekehrt. Mir fiel es deswegen schwer das Buch aus der Hand zu legen, da das historische Setting, die Geheimnisvolle Atmosphäre, der völlig unklare Ausgang der Geschichte und das bedingungslose ausgesetzt sein der Situation, haben mich restlos begeistern können. Stuart Turtons Schreibstil blieb gleichbleibend dynamisch, wie bildhaft ohne für mein Verständnis ausschweifend zu werden. Fazit: ein großartiges Buch, welches sich vieler Stilmittel bedient um eine fulminante, mitreißende Geschichte zu konstruieren, welcher man sich mit voller Aufmerksamkeit widmen sollte um bei dem Tempo mithalten zu können und nicht unter zu gehen.

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Krimi mit historischem Hauch Samuel Pipps, seines Zeichens erfolgreicher Detektiv befindet sich an Bord der Saardam,, einem Schiff, dass ihn von von Bartavia nach Amsterdam bringen soll und zwar zu seiner Hinrichtung. Eingesperrt in einer dunklen Kammer, ist der einzige der ihn besucht sein Freund und Assistent Arent Hayes. Diese Überfahrt steht unter keinem gutem Stern, denn der "Teufel" scheint sein Unwesen zu treiben. Unerklärliche Morde, geschehen. und ein Fluch soll den Passagieren schaden. Generalgouverneur Wessel und seine Frau Sara sind auch an Bord des Schiffes. Die Dinge nehmen schon bald einen düsteren Verlauf und Samuel versucht mit Hilfe seines Assistenten und der Frau des Generalgouverneurs Licht in die Situation zu bringen, bevor der Teufel sein perfides Spiel gewinnt. Dieser Kriminalroman spielt an Bord eines Schiffes im Jahr 1634 und beginnt ziemlich spannend. Die ersten 70 Seiten haben mich sofort in den Bann gezogen, leider verliert sich die Geschichte dann für einen längeren Zeitraum in den Ermittlungen. Der Autor erinnert mich in den Untersuchungsmethoden an Sherlock Holmes und Dr. Watson - was wohl so gewollt ist. Sara Wessels erscheint ein wenig zu modern für ihre Zeit, ihre Person gibt der Story aber eine attraktive Note. Die Situation an Bord des Schiffes ist für mich sehr gut nachvollziehbar, die Enge und Unausweichlichkeit gut beschrieben. In diesem Krimi begegnen dem Leser, Macht und Aberglaube, eine Detektivgeschichte mit mystischen Aspekten. Stuart Turton hat sicher sehr gut recherchiert, die historischen Fakten allerdings der Story zuliebe angepasst. Mit Fortgang der Geschichte zieht die Spannung wieder an, die Puzzleteile setzen sich langsam zusammen. Eine überraschende Auflösung zum Ende des Buches liefert der Autor allerdings doch. Die Charaktere haben Profil, werden vorm dem Auge des Lesers lebendig. Der Schreibstil ist geschuldet an den Umfang des Buches manchmal etwas langatmig. Insgesamt hat mir das Buch gefallen, ich gebe 4 Sterne.

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Die Geschichte spielt im Jahre 1634 und dadurch kommt dieses Buch mit einem nicht gewöhnlichem Setting daher. Das Schiff die Saardam , macht sich auf dem Weg von Bartavia nach Amsterdam. Zuvor wurde es im Hafen noch verflucht und ein zungenloser Aussätziger geht in Flammen auf. Sammy Pipps, eigentlich ein bekannter Detektiv ,ist auf der Saardam als Gefangender unterwegs. Er erwartet seine Hinrichtung und kann sich nur auf seinen Freund Arent Hayes verlassen. Gemeinsam wollen sie den Fall lösen. Mord, Intrigen und unheimliches erwartet die beiden und man verfolgt eine Kriminalgeschichte aka Sherlock Holmes . Stuart Turton hat eine unvorhersehbare Geschichte kreiert die einem im Verlauf immer tiefer in das Geschehen zog.. Das Setting und das Geschehen ließen einen an das übernatürliche festhaltern und man konnte man nie erahnen , was als nächstes geschieht.. Einen Stern ziehe ich für das Ende ab. Das hat mir nicht gut gefallen , obwohl alles gut aufgelöst wurde . Es blieben keine Fragen offen. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter. Wenn man Krimis und ein tolles dunkle Setting, welches zum gruseln einlädt mag, sollte man zu Der Tod und das dunkle Meer greifen.

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Stuart Turton hat hier wieder einen klassischen Krimi im Sinne von Agatha Christie und Sherlock Holmes vorgelegt in dem man sich auf jeder Seite fragt was zur Hölle da vor sich geht, der aber mit seinen 600 Seiten für meinen Geschmack ein wenig lang geraten ist. Ich bin mir ziemlich unschlüssig, wie ich das Ganze nun abschließend bewerten soll. Am Anfang hab ich mich schwer getan, da Turton mitten im Geschehen beginnt und man sich erst zurechtfinden muss. Die Geschichte wurde dann spannender und immer mysteriöser, aber mit der Zeit fand ich es auch recht langatmig. Die Geschichte nimmt zwar eine Wendung nach der anderen, aber im Grunde ist es doch immer dasselbe Vorgehen. Mit dem Ende bin ich zufrieden mit der Geschichte, aber unzufrieden mit dem Ende. Meine Theorie war in den meisten Punkten richtig. Es hat mich nicht überrascht, war aber in sich schlüssig und rund. Das Ende war mir viel zu weichgespült und ich habe nicht recht verstanden warum er da so auf heile Welt macht. Fazit: eine zwar gelungene, für mich aber insgesamt zu ausschweifende Geschichte mit zu wenig „AHA-Effekt“ und einem unbefriedigenden und unnötigen Happy End.

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