Unbarmherziges Land

Ein Kentucky-Krimi

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Erscheinungstermin 24.07.2021 | Archivierungsdatum N/A

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Bitte besprechen Sie den Titel nicht vor dem Erscheinungstermin am 24. Juli

»Brillant«
New York Times Book Review

Eine tote Frau in den Bergen. Alle wissen etwas, doch der Justiz vertraut keiner. Willkommen in Kentucky. Mick Hardin, Ermittler für das CID der US-Army, ist auf Heimaturlaub. Seine Frau ist hochschwanger, doch sie reden nicht miteinander. Seine Schwester Linda, erst kürzlich zum ersten weiblichen Sheriff von Rowan County aufgestiegen, steht vor ihrem ersten Mordfall, den ihr die lokalen Politiker am liebsten wegnehmen würden. Der übliche Chauvinismus oder geht es um mehr? Mit ihrem Bruder Mick macht sich Linda an die Lösung des Falls, denn sie weiß, dass unter der schönen und rauen Hügellandschaft Kentuckys die Gewalt brodelt und die offizielle Justiz keinen guten Stand hat. Bleibt nur die Frage, was tödlicher ist: die Menschen oder die Landschaft und was sie aus ihnen macht?

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New York Times Book Review

Eine tote Frau in den Bergen. Alle wissen etwas, doch der Justiz vertraut keiner...


Verfügbare Ausgaben

ISBN 9783608505122
PREIS 15,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Mord in Kentucky Mick Hardin, knallhart. Er ist bei seinem Großvater im Wald aufgewachsen, war 14 Jahre in der Armee, leitete strafrechtliche Ermittlungen beim Militär, ist spezialisiert auf Mordfälle. Er ist mehr so der Typ einsamer Wolf, familiäre Enttäuschungen trugen dazu bei. In Kentucky bist du ohne familiäre Bindungen nichts. Man steht füreinander ein. Mick kann sich auf seine einheimischen Vorfahren berufen, das öffnet ihm Türen. Besonders, als er seine Schwester Linda, hier Sheriff, unterstützt. Ein weiblicher Cop ist einigen Machomännern ein Dorn im Auge. Ein Mordfall soll ihre Karriere beenden. Nicht mit Mick! Chris Offutt hat einen packenden Abenteuer- und Kriminalroman geschrieben, der einen harten und raubeinigen, aber selbstlosen und für Gerechtigkeit eintretenden Mann in den Mittelpunkt stellt. Unterhaltsam, gut zu lesen. Ein Kentucky-Krimi aus dem amerikanischen Englisch von Anke Caroline Burger, Tropen Verlag.

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Chris Offutt - Unbarmherziges Land zum Inhalt Eine tote Frau in den Bergen. Alle wissen etwas, doch der Justiz vertraut keiner. Willkommen in Kentucky. Mick Hardin, Ermittler für das CID der US-Army, ist auf Heimaturlaub. Seine Frau ist hochschwanger, doch sie reden nicht miteinander. Seine Schwester Linda, erst kürzlich zum ersten weiblichen Sheriff von Rowan County aufgestiegen, steht vor ihrem ersten Mordfall, den ihr die lokalen Politiker am liebsten wegnehmen würden. Der übliche Chauvinismus oder geht es um mehr? Mit ihrem Bruder Mick macht sich Linda an die Lösung des Falls, denn sie weiß, dass unter der schönen und rauen Hügellandschaft Kentuckys die Gewalt brodelt und die offizielle Justiz keinen guten Stand hat. Bleibt nur die Frage, was tödlicher ist: die Menschen oder die Landschaft und was sie aus ihnen macht? Meinung Es erwartet einen ein kurzweiliger und gut erzählter Krimi, der schnell gelesen und dazu gut geschrieben ist. Interessant beschreiben ist das Leben rund um die Kentucky Hills. :Wie wichtig der Zusammenhalt und die Familienabstammung ist, Und wie sehr das Prinzip Auge um Auge, Zahn um Zahn noch verankert ist. Die Handlung ist durchweg spannend erzählt. Der Protagonist Mick ist mir sehr sympathisch und auch seine Schwester mag ich Auf jeden Fall eine Empfehlung

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Atmosphärisch Chris Offuts Kentucky-Krimi ist mehr als der Untertitel suggeriert, da es viel mehr um die handelnden Figuren geht als um einen Kriminalfall. Andererseits ist der Untertitel doch treffend, da Kentucky als wichtiges Element eingesetzt wird. Hier ist es streckenweise karg, und nicht nur die Landschaft. Die Mentalität der Menschen ist eine besondere. Eine große Stärke des Romans ist der Protagonist, der Ermittler bei der Army ist und seiner Schwester zur Hilfe eilt, die als Polizistin ein einem Mordfall ermittelt. Mick ist eine ehrliche Haut, aber auch oft abwesend. Daher läuft es in seiner Ehe nicht so gut. Seine Frau ist Schwanger, aber nicht von ihm. Die familiären Probleme nehmen einen großen Platz in der Handlung ein. Das hat gut funktioniert, da auch die rasanteren Szenen nicht zu kurz kommen. Der Roman ist also gut ausgewogen und gut durchkomponiert.

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Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Sehr interessanter Krimi mit einer Spannung, da alle was wissen, aber jeder sein Wissen für sich behält. Hat mir sehr gut gefallen.

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Karge Landschaft – wortkarge Menschen Die karge und raue Landschaft Kentuckys ist in diesem Krimi nicht nur Kulisse und Schauplatz, sondern spielt eine zentrale Rolle, hat sie doch die Menschen, die hier leben, seit Generationen tief geprägt. So auch den Hauptakteur Mick Hardin, Ermittler für das CID der US-Army, der sich im Moment auf Heimaturlaub befindet. Allerdings verbringt er diesen nicht zu Hause bei seiner hochschwangeren Frau, sondern in einer Hütte im Wald, in der er bei seinem Großvater aufgewachsen ist. Denn seine Frau ist nicht von ihm schwanger… Als eine weibliche Leiche in den Bergen gefunden wird, muss Hardins Schwester Linda, die erst kürzlich zum ersten weiblichen Sheriff von Rowan County aufgestiegen ist, ihren ersten Mordfall aufklären. Da sowohl Linda als weiblicher Sheriff als auch die Justiz im Allgemeinen keinen guten Stand in den Kentucky Hills haben, bittet sie ihren Bruder um Unterstützung. Dieser stürzt sich mit seinen ganz eigenen Methoden in die Ermittlungen, da er dabei seine privaten Probleme gut verdrängen kann, aber auch, um für Gerechtigkeit zu kämpfen. Mick und Linda bilden ein eher wortkarges, aber gut funktionierendes Geschwister-Ermittlerpaar. Privatleben und der eigentliche Kriminalfall nehmen etwa gleich viel Raum ein, was aber der Spannung keineswegs abträglich ist. Der Krimi ist schlüssig, unterhaltsam und durchweg spannend. Einzig der Schluss war mir etwas zu ,,amerikanisch“ heldenhaft. Aber vielleicht darf Mick Hardin ja noch in einem Folgeband ermitteln?

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Klapptext: Eine tote Frau in den Bergen. Alle wissen etwas, doch der Justiz vertraut keiner. Willkommen in Kentucky. Mick Hardin, Ermittler für das CID der US-Army, ist auf Heimaturlaub. Seine Frau ist hochschwanger, doch sie reden nicht miteinander. Seine Schwester Linda, erst kürzlich zum ersten weiblichen Sheriff von Rowan County aufgestiegen, steht vor ihrem ersten Mordfall, den ihr die lokalen Politiker am liebsten wegnehmen würden. Fazit: Die Geschichte wird in Form eines Thrillers dargestellt. Der Militärpolizist Mick Hardin kommt nach Hause, um privat Angelegenheiten zu regeln. Linda hat ihren ersten Mordfall zu klären. Linda bittet Mick ihr dabei zu helfen. Micks Frau ist schwanger, Ob von ihm, oder von ihrem Liebhaber weiss man nicht so genau. Eine Aussprache hat noch nicht sattgefunden. Bei der Leiche handelt es sich um eine Frau. Die beiden wissen, dass sie schnell Ermittlungserfolg vorweisen müssen. Bevor alles ausser Kontrolle gerät. Der Leser wird von Beginn an in das Geschehen voll eingebunden. Das Lesen ist sehr spannend und deshalb eine Empfehlung wert.

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Mike Hardin, Ermittler beim US-Militär, ist auf Heimaturlaub in Kentucky, da seine Frau hochschwanger ist - was auf den zweiten Blick für beide nicht nur ein reiner Grund zur Freude ist. Seine Schwester ist Sheriff in ihrem Heimatort, und als Linda mit einem seltsamen Mordfall konfrontiert wird, bittet sie ihren Bruder um Hilfe. Um seinen privaten Problemen zu entgehen, stimmt Mike zu, ihr zu helfen. Zusammen stechen die Geschwister bei ihren Ermittlungen in ein Wespennest aus Korruption, Intrigen und Familienfehden. In dem kleinen Ort, in dem jeder jeden kennt, kann auf einmal jeder der Täter sein. Ein spannender, stimmungsvoller Krimi, der neben dem gut gestrickten Mordfall einen interessanten Blick auf das Leben in den Kentucky Hills wirft. Für alle Leser des etwas rauheren Krimis ein absoluter Lesetipp.

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Viel Atmosphäre, wenig Spannung Linda Hardin ist erst vor kurzem zum ersten weiblichen Sheriff von Rowan County ernannt worden und schon bekommt sie es mit dem ersten Mordfall zu tun. Eine Frau ist rmordet worden und keiner scheint irgendetwas zu wissen. Die lokalen Politiker haben noch Probleme mit der Ernennung von Linda zum Sheriff und würden ihr am liebsten den Fall entziehen. Zufällig ist gerade Lindas Bruder auf Heimaturlaub. Er ist Ermittler bei der US Army und könnte seiner Schwester bei den Ermittlungen unterstützen, allerdings hat er auch noch einige persönliche Probleme zu klären. Die beiden machen sich dennoch auf die Suche nach dem Mörder und setzen dabei ihr Gespür für die Region und die Menschen vor Ort ein... Der Autor Chris Offut hat bereits sowohl in seiner amerikanischen Heimat als auch in Europa Auszeichnungen für seine Romane erhalten, so dass ich sehr gespannt in sein neues Werk "Unbarmherziges Land" gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in einem rauen aber für die Region sehr authentisch wirkenden Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat. Obwohl es sich um einen Kriminalroman handelt, steht aus meiner Sicht weniger die Aufklärung eines Verbrechens im Vordergrund, als vielmehr die Charakterisierung und Beschreibung der Bergregion in Kentucky mit ihren Bewohnern. Dies hat zur Folge, dass der klassische Spannungsbogen etwas unter der deteailreich beschriebenen Milieustudie leidet, gleichzeitig der Roman so aber deutlich an Tiefe gewinnt. Gerade der sehr ehrlich wirkende Schreibstil von Chris Offut setzt dem Buch einen sehr prägenden Stempel auf und verleiht der Geschichte mit den sehr interessant ausgearbeiteten Protagonisten eine enorme Tiefe. Auch das Finale konnte mich mit einer passenden und so nicht erwarteten Aufklösung überzeugen. Wer also über den normalen Kriminalroman hinaus auch in eine recht unbekannte Region mit ihren speziellen Art eintauchen möchte, dem sei "Unbarmherziges Land" ans Herz gelegt. Ein aus meiner Sicht lesenswerter Roman, den ich mit guten vier von fünf Sternen bewerte.

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Mick Hardin ist hochrangiger Ermittler bei der US-Army. Nach gefährlichen Einsätzen in Afghanistan, im Irak und in Syrien befindet er sich auf Heimaturlaub in der Hütte seines Großvaters im ländlichen Kentucky. Seine Schwester Linda, der erste weibliche Sheriff im County hat ihn angerufen, weil seine Frau schwanger ist. Mick hat sie seit acht Monaten nicht mehr gesehen und bezweifelt, dass das Baby von ihm ist. Seit Tagen ist er betrunken. Linda bittet ihn um Hilfe - ein alter Mann hat beim Ginseng suchen eine weibliche Leiche entdeckt. Mick beginnt zu ermitteln, sucht Schauplätze und alteingesessene Familien auf - und er stößt auf eine Mauer des Schweigens. Die politischen Verantwortlichen vertrauen Linda nicht und ziehen das FBI hinzu. Der unerfahrene Agent Wilson hat schnell einen Verdächtigen gefunden und verhaftet, was bald zum nächsten Zwischenfall führt. In den Appalachen ist das Wichtigste die eigene Familie, jeder weiß über die anderen Bescheid und jeden hat mit irgendwem noch ein Hühnchen zu rupfen - und ein Verbrechen kann nur mit Blut gesühnt werden. So düster die Handlung erscheint, so misstrauisch der Menschenschlag in den Bergen auch ist - die Dialoge sind wunderbar witzig und erfrischend geschrieben . Alle handelnden Figuren sind überzeugend gezeichnet, wie auch die Naturbeschreibungen erahnen lassen, dass dem Autor Chris Offutt seine Umwelt ein großes Anliegen ist. Die Krimihandlung läuft im Hintergrund mit, das Buch ist sehr spannend und außergewöhnlich. Ich möchte den Roman als Country-Noir einordnen und es würde mich sehr freuen, von diesem Autor mehr zu lesen, gerne auch wieder mit Mick Hardin und seiner Schwester Linda. Ich war begeistert und vergebe daher 5 Sterne sowie eine eindeutige Leseempfehlung!

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Alte Sitten Mick Hardin ist als Militärermittler in Deutschland stationiert. Seine Ehe mit Peggy ist schwierig. Dass Peggy schwanger ist, hat er von seiner Schwester Linda erfahren. Hardin reist nach Kentucky. Als eine weibliche Leiche entdeckt wird, ist Linda froh, dass sie die Sache mit Mick besprechen kann. Linda ist noch nicht lange als Sheriff des Ortes tätig. Da Peggy sowieso nicht mit ihm reden will, macht sich Mick gerne auf den Weg zum Fundort, um nach Spuren zu suchen. Auch die Anwohner befragt er. Dabei kommen Erinnerungen an die Zeit hoch als Mick Hardin selbst noch hier lebte. Mick Hardin ist ein ungewöhnlicher Ermittler mit seinen Erfahrungen bei der Armee. Doch auch seine Schwester ist eine durchsetzungsfähige Polizistin, die sich nicht so schnell die Butter von Brot nehmen lässt. Die Leute am Ort haben sich inzwischen an ihre Position als Sheriff gewöhnt. Meist folgen sie Lindas Anweisungen auch. Der Todesfall ist schon ungewöhnlich und zunächst mal müssen die verwandtschaftlichen Beziehungen der Toten geklärt werden. Aus welcher Familie stammt sie, in welche Familie hat sie eingeheiratet. Der Ort ist so klein, dass jeder jeden kennt, im Grunde über ein paar Generationen. Die familiären Freundschaften und Feindschaften sind festgefügt. Fremde kommen eigentlich nicht dazwischen. Deshalb wundert sich Linda, wieso auch das FBI einen Beamten schickt. Mick Hardin ist ein eigensinniger, aber sympathischer Ermittler, der seinen Weg geht und sich vielleicht mit einer leichten Verzögerung den Situationen stellt so wie sie sich ihm darbieten. Er und seine Schwester bilden ein gutes Team, auch wenn sie ihre Berufe normalerweise an sehr unterschiedlichen Plätzen ausüben. Am Ende dieses Kriminalromans ist alles auf unkonventionelle Art geregelt, doch die Zahl der Todesfälle ist doch etwas hoch. Abgesehen davon ist dies ein Krimi mit witzigen trockenen Dialogen und einer kenntnisreichen Beschreibung des dörflichen Leben in einem kleinen Ort in Kentucky. Die Einwohner wissen um die Familienbande teilweise über mehrere Generationen. Es nutzt auch nichts, wenn jemand weggezogen ist. Die Erinnerung bleibt. Das ist packend und treffend beschrieben. Das, die ansprechende Sprache und die knorrigen, aber sympathischen Personen, machen den Roman sehr lesenswert. Das merkt man im Übrigen schon auf den ersten Seiten.

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Es ist ein anderes, ein archaisches Amerika, in das Chris Offutt die Leser in seinem Kentucky-Krimi "Unbarmherziges Land" führt. Der Titel verheißt schon - es geht nicht um skurrile Hillbillies, die in den Hügeln schwarzgebrannten Whisky brennen und ein wenig unterbelichtet sind, da Hochzeiten vorwiegend im engeren Familienkreis stattfinden. Familie und Familienehre wird gleichwohl großgeschrieben, Blutrache gibt es immer noch, und um die Menschen in den Hügeln zum Reden zu bewegen, ist ähnlich herausfordernd, wie das Prinzip der Omertá zu durchbrechen. Weil Familie alles ist, klemmt sich der Militärermittler Mick Hardin hinter einen Fall, der gar nicht seiner ist: Seine Schwester Linda ist Sherriff, die erste Frau, die diesen Job innehat, und manche Gespräche müssen auch heute noch von Mann zu Mann geführt werden in Kentucky. Zudem können die Ermittlungen zum Tod einer Frau, die im Wald gefunden wurde, Hardin von seinem ganz eigenen Dilemma ablenken: Seine Frau ist hochschwanger, dass er Vater wird, hat ihm Linda mitgeteilt. Dabei, so weiß Mick nach einem Gespräch mit seiner Frau, ist unklar, wer der Vater des Kindes ist - der Grund für das Schweigen,das nun zwischen dem Paar noch tiefer geworden ist. Es ist ein ungewöhnlicher Kriminalroman, zugleich das Porträt eines zurückhaltenden, misstrauischen und sehr eigenen Menschenschlags, der da in oft bitterer Armut in den Hügeln der Appalachen lebt. Die Lebenserwartung, Gesundheitsversorgung und Bildungschancen sind niedriger als anderswo in den Staaten, die Menschen wissen, sie können sich nur auf sich selbst und ihre Angehörigen verlassen, Fremde werden mit Misstrauen betrachtet, auch wenn sie Polizisten sind und auch Großmütter sitzen im Zweifelsfall mit einer geladenen Waffe im Schaukelstuhl auf der Veranda und sollten daher nur mit großer Vorsicht und Respekt angegangen werden. Mick Hardin kennt die Mentalität der Menschen, er hat Einsäze in Afghanistan und im Irak überlebt. Angesichts der etwas unorthodoxen Familienverhältnisse ist er nicht bei seiner Mutter und Linda aufgewachsen, sondern in der Blockhütte seines Großvaters. Er weiß, wie die Menschen in den Hügeln ticken. Mick bei seinen Ermittlungen als Leser zu begleiten, das ist ein bißchen wie eine anthropologische Forschungsreise in eine ganz andere Welt. Mag es auch vordergründig um die Arbeit an dem Fall gehen, so zeichnet Offutt das Psychogramm einer Gesellschaft, in der zwar viele eine ganze Menge über den Fall wie ihre Mitmenschen im allgemeinen wissen, aber überhaupt nicht daran denken, etwas zu sagen. Ein zu Lindas Unwillen hinzugeholter FBI-Ermittler macht es den Geschwistern nicht einfacher. "Unbarmherziges Land" ist ein unerwarteter, ungewöhnlicher Kriminalroman, geprägt vom Misstrauen aller, dem gegenseitigen Belauern, dem Wissen, das die Regeln der Menschen und die Regeln des Gesetzes nicht immer miteinander vereinbar sind. Der lakonische Schreibstil und der eher einsilbige, schweigsame Protagonist, der es so schwer findet, über Gefühle zu reden oder sie auch nur bei sich zutulassen, passen da gut zusammen und prägen diesen Kentucky Noir.

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ein anderer Blick auf Amerika - in einer ländlichen Gegend, wo man sich mit der Abstammung des Vaters und dessen Namen vorstellt. Bin ich froh dort nicht zu leben. Eigentlich ein Selbstjustiz-Buch, nur das man am Ende das Gefühl von Gerechtigkeit hat.

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Raues Kentucky und wortkarge Bewohner Mick Hardin kehrt für einen kurzen Heimaturlaub in seine alte Heimat in Kentucky zurück. Er stellt fest, dass vieles noch wie Früher ist und doch alles anders ist. Nach kurzer Zeit bittet ihn seine Schwester Linda, und Sheriff der Kleinstadt, um Hilfe bei einem Mordfall. Mike wird in einen Strudel aus Familien, Macht, Drogen und Geld hineingezogen und muss sich nebenbei seinen eigenen Problemen stellen. Der Krimi ist hauptsächlich aus der Sicht von Mike erzählt. Ab und an kommen auch andere Charaktere der Kleinstadt zu Wort und geben zum Teil neue Rätsel auf. Die Geschichte ist für einen Krimi relativ kurz und doch bin ich erstaunt wie viel Informationen zu den einzelnen Protagonisten erarbeitet wurden. Allen voran Mike und Linda! Ich kann die Hassliebe der beiden zu ihrem Heimatort gut nachvollziehen. Ehrlicherweise besticht die Geschichte weniger durch Spannung als viel mehr dem Drumherum. Die Beschreibungen vom rauen, weiten Kentucky ist sehr gut gelungen. Auch die wortkargen, von Rache getriebenen Bewohner waren sehr gut gezeichnet und haben mich sogar ein wenig erschüttert. Thema: Selbstjustiz! Die Auflösung hat mich fast ein bisschen enttäuscht, wenn sie auch schlüssig war. Trotzdem mochte ich den bildhaften Schreibstil, die Charaktere und die gesamte Szenerie. Mir scheint das Ganze nicht wirklich abgeschlossen und so hoffe ich auf eine Fortsetzung, in welcher Form auch immer. Unbarmherziges Land ist kein Krimi der den Leser durch eine fesselnde Handlung packt. Viel mehr ist es das Leben und Miteinander auf dem Land was einen so fasziniert. Denn hier kann man wirklich sagen: jeder ist zu einem Mord fähig!

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Atmosphärisch dicht! Eigentlich ist Mick Hardin ein wahrer Held, Ermittler bei der US-Army und - obwohl verheiratet - mehr unterwegs als Zuhause. Und in einer zunehmend komplexeren und unübersichtlichen Welt lieben wir Helden, die eigene Wege gehen, um der Gerechtigkeit ihren Tribut zu zollen. Aber auch Helden scheitern an der Welt. Zwar hat am Ende die Gerechtigkeit irgendwie gesiegt, doch ist Mick Hardins Bilanz des Geschehens, auf ganzer Linie versagt zu haben... Es sind die Atmosphäre und die Figuren, welche den Kentucky-Krimi zu etwas Besonderem machen. Das öde Kentucky, mit zurückgelassenen und zugewucherten Häusern, von der Welt verlassen und durch den Bau einer Umgehungsstraße quasi von der Landkarte ausradiert. Mick hat sich unerlaubt von seiner Truppe entfernt, weil seine Frau von jemand anderem schwanger ist und unterstützt seine Schwester Linda, Sheriff im County, in einem Mordfall. Doch dieser Mord (entdeckt in einem Wald durch einen Ginseng sammelnden alten Mann), der wohl 'nur' ein Sexualunfall war, zieht in einer Region, in der erst die Blutrache für die gefühlte und damit wahrhafte Gerechtigkeit sorgt, weitere Morde nach sich. Und Mick's wahres Heldentum besteht schlussendlich darin, durch nicht ganz legales Handeln das soziale Gleichgewicht der Region wieder zu stabilisieren. Und das soziale Gleichgewicht ist wichtig für eine eher vergessene und perspektivlose Region, wo Hundebesitzer ihren Hund einfach nur 'Hund' nennen und wo die Kids aus verzweifelter Langeweile dealen und sich Pillen einwerfen. Nur Mick's Ehe findet offensichtlich kein neues Gleichgewicht; aber auch das ist ja durchaus heldentypisch. Atmosphärisch dicht erzählt! Leseempfehlung!!!

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Kentucky, ein „Flyover State“? Nicht bei Chris Offutt! Mit „Unbarmherziges Land“ hat der Autor einen Krimi vorgelegt, der nicht in den glitzernden Metropolen an der US – Ostküste spielt, auch kalifornische Lässigkeit sucht man vergebens. Der englische Originaltitel des Romans verrät, worum es in der Geschichte geht – „The Killing Hills“ oder „Nomen est Omen“. Ein auktorialer Erzähler führt durch das Geschehen: Eigentlich möchte Mick Hardy, der als Ermittler der amerikanischen Armee tätig ist, seinen wohlverdienten Heimaturlaub genießen, als ihn der Hilferuf seiner Schwester Linda erreicht. Sie hat es in einer Männerdomäne weit gebracht: Als erster weiblicher Sheriff von Rowan Country hat Linda das Sagen, bis ein Mordfall ihre Position gefährdet. Eine Frau wurde tot aufgefunden. Die lokalen Politiker vertrauen Linda nicht, im konservativen Kentucky würden sie der weiblichen Führungskraft den Fall am liebsten entziehen. Als Linda & Mick mit den Ermittlungen beginnen, wird der Fall immer mysteriöser… Auf den ersten Blick erinnert „Unbarmherziges Land: Ein Kentucky-Krimi“ an „Winters Knochen“ – die Menschen vertrauen der Zentralregierung und auch den lokalen Würdenträgern nicht, Selbstjustiz vor dem Hintergrund einer kargen Landschaft ist keine Seltenheit. Sprachlich und stilistisch kommt „Unbarmherziges Land“ jedoch nicht ganz an Daniel Woodrells Meisterwerk heran. Man darf als Leser/in auch keinen schnöden Spannungskracher erwarten, mich hat Offatts Roman jedoch gut unterhalten, auch wenn Eheprobleme im Krimigenre fast schon zum Inventar gehören – mit seiner schwangeren Frau verbindet Mick nicht mehr viel. Interessant fand ich die zwischenmenschlichen Verwicklungen dennoch, insgesamt habe ich „Unbarmherziges Land“ gerne gelesen. Dank der kurzen Kapitel konnte ich der Erzählung rasch folgen. Offutts Erzählweise evoziert bewegte Bilder - „Im Morgengrauen sangen die ersten Vögel. Wenigstens hatte ihn kein Alptraum geweckt.“ Wie die Geschichte endet, will ich an dieser Stelle nicht verraten, ich kann nur sagen, dass mich „Unbarmherziges Land“ nicht enttäuscht hat. Vier verdiente Sterne!

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Auch das ist Amerika Man hat das Gefühl, in einem Western gelandet zu sein. Mick Hardin, Ermittler bei der US-Armee, greift seiner Schwester, dem ersten weiblichen Sheriff im District, bei einer Mordermittlung unter die Arme. Das Ermittlerteam stößt auf Diskrminierung, Vorurteile, eingeschworene Gemeinschaften, kämpft gegen Naturgewalten, Korruption, Blutfehde, Dabei spielt der als Krimi beworbene Roman "Unbarmherziges Land" von Chris Offutt im Kentucky des 21. Jahrhunderts. Auch das ist Amerika. Der Schreibstil ist ansprechend, leicht zu lesen auch dank der kurzen Kapitel. Obwohl Charaktere wie die taffe Polizistin oder Ermittler vom Typ einsamer Wolf in der Krimiszene nicht unbekannt sind, werden sie nicht klischeehaft dargestellt, sie wirken sympathisch und authentisch. Spannende Handlung, überraschendes Ende, am besten gefallen haben mir persönlich aber die Einblicke in dieses etwas andere, sehr urtümliche und traditionelle Amerika.

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Mick Hardin ist brillant. Er löst die Fälle beim CID für die US-Army und momentan hat er Heimaturlaub. Seine hochschwangere Frau meidet er derzeit und das aus verständlichen Gründen. Die Schwester Linda wurde vor wenigen Wochen Sheriff und hat zum ersten Mal einen Mord aufzuklären. Was liegt da näher als die Gelegenheit zu nutzen und Mick als Hilfe mit ins Boot zu nehmen. Hier geht es rasant zu und die Ermittler entsprechen absolut nicht dem Bild, welches in anderen Krimis häufig genutzt wird. Wer in #UnbarmherzigesLand auf wilde Schlägereien und ungerechte Cops hofft, der hofft vergebens. Hier geht es tatsächlich um intensive Polizeiarbeit. Die Spannung bleibt konstant hoch. Es gibt zwar auch hier diese leider schon obligatorischen privaten Probleme der Ermittler, aber sie nehmen nicht zu viel Raum ein. Ein abwechslungsreiches Buch, welches mich gut unterhielt. Die Beschreibung der rauen Landschaft Kentuckys und den ebenfalls nicht gerade zimperlichen Menschen, das hatte was. In #UnbarmherzigesLand wurde nicht übertrieben und kein Akteur mit übermenschlichen Attributen ausgestattet. Die Übersetzung ist gut. Hier hat Frau Anke Burger ganze Arbeit geleistet. Und auch das Cover kann sich sehen lassen. Ein rundherum gelungenes Stück gute Unterhaltung, das sich zu lesen lohnt. #NetGalleyDE

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Der Sonder-Ermittler der US-Army Mick Hardin ist auf Sonderurlaub in seiner Heimat Rowan-County. Er muss auf Drängen seiner Schwester, seine Eheprobleme regeln. Seine Schwester Laura ist seit kurzem Sheriff in dem County. Als sich in den Kentucky Hills ein Todesfall ereignet, bittet sie ihren Bruder um Hilfe. Da irgendwie immer Jemand mit Jemanden verwand ist und die Familien alles unter sich regeln, wird das schwierig. Das Cover passt gut zum Handlungsort und der Titel auch. Die Protagonisten werden als eigenwillig und mit dem Land verwachsen beschrieben. Die Landschaft und die Bevölkerung nimmt einen großen Teil der Handlung ein. Wer also einen spannenden Kriminalroman erwartet hat, könnte enttäuscht sein. Die unkonventionellen Ermittlungsmethoden im allgemeinen haben mich zum Schmunzeln gebracht. Mir hat das Buch gefallen.

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Mick ist Sonderermittler der Army und auf Heimaturlaub. Da er Eheprobleme hat, wohnt er in der alten Hütte seines Großvaters im Wald. Seine Schwester Linda, der örtliche Deputy, bittet ihn um Hilfe in einer Mordermittlung. Mick wendet hier seine eigenen, manchmal unkonventionellen Methoden an. Das Buch ist aus Sicht von Mick geschrieben. Der Autor beschreibt eine archaische Welt in der Tradition und Blutsbande sehr wichtig sind. In dieser Welt hat es Linda schwer als Frau akzeptiert zu werden. Er schafft es, die Atmosphäre rüberzubringen. Das Buch war für mich auch kein klassischer Krimi. Eher ähnelt er einen Western indem die Protagonisten ihre Angelegenheiten ohne die Polizei lösen, auch wenn dadurch ein Mord nötig wird. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es stimmt einfach alles. Es gibt verdiente 5 Sterne.

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