Ultraviolett

Roman

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Erscheinungstermin 03.08.2021 | Archivierungsdatum 09.09.2021

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Zum Inhalt

Jemand bringt dich aus dem Takt – aber hörst du deshalb auf zu tanzen?

Mit wummernden Bässen im Bauch auf der Suche nach einem Zuhause in sich selbst

Bass vibriert von den Fußsohlen und Ohren bis ins Innerste, tief hinein, da, wo das warme Gefühl wohnt. Gesichter, Arme, Haare kommen näher, entfernen sich wieder. Schweiß, Nebelmaschinengeruch, Prickeln auf der Zunge. Farben in der Luft, Hitze, Gänsehaut. – Jahre schon tanzt Held sich in den Clubs durch Nächte und Tage. Doch seit sich Kumpel Eule aus dem Staub gemacht hat, bekommt die Großstadt-Verheißung Schrammen. Der Eule, der ihn nach seiner Ankunft in Berlin Held taufte. Und der jetzt in Lappland beim Weihnachtsmann lebt, wie er das in seinem Abschiedsbrief nannte. Dann taucht Mira zwischen den tanzenden Körpern auf. Ihr Rhythmus ist neu, anders. Und bringt Held aus dem Takt.

„Man hat nur Angst, den gewohnten Scheiß zu verlassen und herauszufinden, wie scheiße er wirklich ist.“

Mit Mira sind die Geister von früher zurückgekommen. Das Kaff seiner Kindheit. Die Nichtbeziehung zum Vater. Die Mutter, die Lebenshungrige, die am Ende doch in der kleinen Welt verhaftet blieb. An seinen Schultern die Hände, die ihn in Richtung Abzweigung schieben wollen. Schließlich muss der Spaß auch mal ein Ende haben. Oder? Mira, die Held herausfordert, die einen Plan hat. Dazwischen er, der nicht aufhören will zu tanzen und seinen alten Namen nur ungern ausspricht. In ihm die Angst davor, den Lebensweg von jemand anderem zu gehen und sich selbst zu verlieren. Wie findet man das für sich richtige Maß an Unabhängigkeit und Freiheit, ohne Familie und Liebe auszuschließen?

Ein berauschender Roman über die Symbiose von Nähe und Unabhängigkeit.

Wir alle wachsen und verändern uns. Wir nehmen Raum ein und platzen in den der anderen. Mit unseren Vorstellungen vom richtigen Leben überlappen wir uns – oder schaffen Gräben. – In „Ultraviolett“ wird getanzt, gesehnt, in offene Arme gerannt, sich ihnen wieder entzogen. Im Flackern des Stroboskops bewegen wir uns an der Seite von Held zwischen Angst- und Glücksgefühlen, Abschied und Versöhnung, Stadt und Land. Flurin Jeckers Roman ist ein Abgesang auf die alte Erzählung vom Erwachsenwerden als Sprung von der einen in die andere Welt. Und ein Aufruf, dem Ernst des Lebens zwischendurch ruhig mal die Tür vor der Nase zuzuschlagen.

Triggerwarnung: Triggerwarnungen nehmen auf Menschen mit traumatischen Erfahrungen Rücksicht. Aus subjektiver Sicht können diese Trigger von Bedeutung sein oder nicht, unabhängig davon, in welchem Kontext oder Medium sie sich finden. Auch fiktive Texte, wie zum Beispiel Romane, können triggern. Wir weisen deshalb an dieser Stelle auf Trigger im vorliegenden Buch hin: „Ultraviolett“ konfrontiert dich mit Suizid.

Jemand bringt dich aus dem Takt – aber hörst du deshalb auf zu tanzen?

Mit wummernden Bässen im Bauch auf der Suche nach einem Zuhause in sich selbst

Bass vibriert von den Fußsohlen und Ohren bis...


Vorab-Besprechungen

„Es gibt einen Punkt, an dem Hirngespinste zu Geisterbeschwörungen werden. Und es gibt einen Punkt, an dem sich Panik in Musik verwandelt. Durch eine bestimmte Feinsinnigkeit lassen sich diese beiden Punkte überlagern. Dort beginnt es zu glühen, dort gibt es Sonnenuntergänge, Abschiede und Euphorie. Von diesem Glühen erzählt Flurin Jecker.“

Joshua Groß

„Es gibt einen Punkt, an dem Hirngespinste zu Geisterbeschwörungen werden. Und es gibt einen Punkt, an dem sich Panik in Musik verwandelt. Durch eine bestimmte Feinsinnigkeit lassen sich diese beiden...


Verfügbare Ausgaben

ISBN 9783709981368
PREIS 19,90 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Super emotionale Stellen und eine sehr wichtige Botschaft. Hat mir sehr gut gefallen.

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Schaut euch das Cover an, allein darin könnte ich mich verlieben! Die Farben und auch der Titel stimmen schon direkt auf die Stimmung ein, die man im Buch trifft. Es geht um das Erwachsenwerden, strahlend und blendend zugleich; der Umbruch von Schule über Uni zum Arbeitsleben, quasi vom Spaß zum Ernst des Alltags. Held, unser Protagonist, fängt aus seiner Perspektive an über sein Leben zu erzählen, wo er sich immer wieder verliert. Er wirkt eingeschlossen, orientierungslos und ohne jeglichen Kampfgeist oder Eifer. Noch weiter geht es auch um Verlust, Angst und Unsicherheit. Eine Coming-of-Age-Geschichte ohne einem eindeutigen Ziel. Die Geschichte vermittelt das Gefühl von Enge, Suche und Verlorenheit sehr gut, aber schafft es auch besondere Lichtblicke zu setzen, z.B. durch Mira. Ich fand die Kombination von Held und Mira sehr interessant, und die Chemie zwischen den beiden hat mir am meisten gefallen. Ich sehe das Potential der Geschichte und könnte sie mir auch sehr gut als Schullektüre vorstellen. Von mir gibt es 3,5 Sterne auf 4 hochgerundet. Auch wenn ich den Erzählstil und auch die Atmosphäre gemocht habe, hat mich leider der Protagonist mit seiner Persönlichkeit nicht verzaubern können.

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