Knochenblumen welken nicht

Roman

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Erscheinungstermin 01.07.2021 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

Dunkle Magie, unheimliche Ritualmorde und eine junge Frau, die ihren Weg finden muss:
»Knochenblumen welken nicht« ist ein orgineller und sympathischer Fantasyroman in einem Setting, das an Wien um 1900 erinnert.

In der prächtigen Stadt Vhindona ist man stolz auf geschickte Erfinder und reiche Händler – allem, was mit Magie zu tun hat, steht man dagegen misstrauisch gegenüber. Deshalb versucht Aurelia seit Jahren, ihre magische Begabung geheim zu halten. Doch als die junge Frau Zeugin eines Mordes wird, kommt dabei auch ihr Geheimnis ans Licht, und Aurelia wird dem mächtigen Nekromanten Marius Cinna als Schülerin zugeteilt.
Als die wissbegierige junge Frau herausfindet, was wirklich hinter einer unheimlichen Serie von Ritualmorden steckt, und welche Rolle Marius dabei spielt, muss sie sich entscheiden: für ihren neuen Meister oder für ihre Heimatstadt.

Das erfrischend andersartige Fantasy-Debüt von Eleanor Bardilac begeistert mit vielschichtigen Charakteren, einer packenden Story und einer detailreichen Götterwelt.

Dunkle Magie, unheimliche Ritualmorde und eine junge Frau, die ihren Weg finden muss:
»Knochenblumen welken nicht« ist ein orgineller und sympathischer Fantasyroman in einem Setting, das an Wien um...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783426527160
PREIS 12,99 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

„Knochenblumen welken nicht“ war anders als erwartet, aber dennoch faszinierend. Nach dem Klappentext habe ich eine spannende, rasante Geschichte erwartet. In diesem Punkt wurde ich enttäuscht, denn die Geschichte entwickelt sich gemächlich in ihrem eigenen Tempo. Spannend wird es zum Ende, wobei das nicht heißt, dass es zwischendurch langweilig war. Die Charaktere benötigen einfach die Zeit, sich zu entwickeln und das ist der Autorin sehr gut gelungen. Aurelia und Meister Marius habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Beide durchleben eine Wandlung, die absolut passend war. Beide sind für mich sehr tiefgründe Charaktere, die die Geschichte ausmachen. Die im Klappentext beschriebenen Ritualmorde spielen erstmal keine vordergründige Rolle, auch wenn sie immer wieder zur Sprache kommen und Auslöser sind für die Begegnung zwischen Aurelia und Meister Marius. Für beide eine Art von Rettung, wie dem Leser im Laufe der Geschichte bewusst wird. Ich mochte den Weltenbau, die vielen unterschiedlichen Charakteren und die Auslegung von Magie. An manchen Stellen vielleicht etwas langatmig, aber gleichzeitig nie langweilig. Das Ende ist ein wenig offen, zwar nicht hinsichtlich der Ritualmorde, allerdings in Bezug auf Aurelia und Meister Marius und deren unmittelbare Zukunft. Hier hoffe ich auf eine Fortsetzung.

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Aurelia lebt in Vhindona und seit ein paar Jahren halten ihre Eltern sie in ihrem Haus gefangen und stellen sie mit Medikamenten ruhig. Denn Aurelia hat Magie in sich, die sich darin äußert, dass sie unkontrolliert aus ihr "explodiert". Und Magie ist in Vhindona etwas Schlechtes. Magier leben in einem abgegrenzten Viertel und müssen immer Ausweispapiere bei sich tragen und werden oft kontrolliert. Doch nun ist rausgekommen, dass Aurelia eine Magierin ist und sie muss ihr Elternhaus verlassen und kommt zu Marius Cinna, ihrem Lehrmeister, der schon mehrere Jahrhunderte alt ist und bereits mehr als einmal gestorben ist. Bei ihm wohnt Gustav, ein Affe bzw. eher ein Skelett, das mit Moos bewachsen ist. Ich fand diese Idee einfach klasse. Aurelia wurde neben einer Leiche gefunden, doch sie kann sich an nichts mehr erinnern. Dieser Mord gehört in eine Reihe von Morden, immer an Festtagen begangen. Es geht jedoch in diesem Roman nicht nur um die Aufklärung dieser Morde, vielmehr geht es um diese faszinierende Welt, in der alles Andersartige abgelehnt wird. Und die Gestalten sind wunderbar detailreich gezeichnet. So auch Gale, die/der im Nachbarhaus lebt und nicht immer ein Mensch ist, sondern auch ganz verschiedene Tiere sein kann oder die Frostelfe Aywin, die sich mittels Gebärdensprache ausdrückt. Ein phantastisches Universum, ein toller Schreibstil, eine unglaubliche Geschichte, ein herrlicher Humor - ich hoffe, es gibt bald mehr von Eleanor Bardilac zu lesen!

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Inhalt: Die junge Aurelia hat nicht gerade ein einfaches Leben. Denn in ihrer Stadt Vhindona ist man Menschen die über Magie verfügen eher nicht so angetan. Dort ist man eher von ehrlicher Arbeit von geschickten Erfindern und auch reichen Handelsleuten angetan. So muss Aurelia jahrelang ihre Kräfte geheim halten. Doch als schließlich vor ihren Augen ein Mord geschieht, kann sie ihre Macht nicht mehr leugnen. So also wird sie den Nekromanten Marius Cinna zugeteilt, und auch anvertraut als seine Schülerin. Schließlich lernt sie die Welt der Magie und der Magiebegabten kennen und auch was es mit den vielen Ritualmorden auf sich hat. Sie muss sich also die Frage stellen ob sie hinter ihrem Meister und auch hinter der Magie steht, oder sich für ihre Heimatstadt entscheidet. Meine Meinung: Handlung: Die Geschichte beginnt sofort mit einen Mord. Bei dem Aurelia Zeuge davon ist, nur leider kann sie sich absolut nicht daran erinnern was passiert ist. Kurz darauf stellt sich heraus, dass auch sie eine Magiebegabte ist und wird in die Hände von Marius übergeben. Dieser übernimmt nun die Verantwortung für die junge Frau und wird sie in die Lehre und die Technik der Magie einführen. So schreitet das Geschehen auch schnell voran und wir erfahren mehr über die Stadt sowie deren Bewohner und auch über die Magie und wie diese zustande kommt. Auch über die verschiedenen Gottheiten bekommt man schnell einen Einblick. Aurelia muss nun lernen mit ihren Fähigkeiten umzugehen und lernt die Welt und die Menschen mit Magie kennen und muss sich schnell eingestehen das nicht alles Schwarz und Weiß ist. Auch die Frage, wer denn nun für die Morde verantwortlich ist bleibt noch offen. Der weitere Verlauf bleibt spannend und man bekommt immer mehr Einblicke in verschiedene Einsichten der Charaktere. Schließlich spitzt sich auch die Lage zu und es geschehen unterwartete sowie auch schockierende Ereignisse. Auch das Ende konnte mich richtig überraschen und fesseln, sodass ich nun umso gespannter bin wie es nun mit Aurelia und Marius weiter gehen wird. Eine Welt voller Magie, Gottheiten und die Frage was Richtig und Falsch ist. Charaktere: Aurelia ist ein sehr schüchternes und ängstliches Mädchen. Doch schnell erkennt man ihre Entwicklung zu einer starken magiebegabten Frau. Sie überdenkt die Handlungs- und Denkweise ihrer Eltern und lernt dass in ihrer Stadt nicht alles mit rechten Dingen zu geht. Als Protagonistin hat sie mir sehr gut gefallen und ich bin gespannt wie es mit ihr weiter gehen wird. Marius Cinna ist ein sehr hochangesehener Nekromante. Seine Geschichte ist äußerst spannend und hat mich richtig in den Bann ziehen können. Nach und nach erfahren wir seine Vergangenheit und was es damit alles auf sich hat. Stark, loyal aber auch verletzlich. Beeindruckend waren und sind für mich auch die vielen und sehr eigenen sowie wichtigen Nebencharaktere. Die Menschen sowie die Magiebegabten sind alle sehr eigene Persönlichkeiten und haben mich sofort überzeugen können. Auch die verschiedenen Gottheiten sind was ganz eigenes und spielen eine wichtige Rolle. Setting: Das Setting in der Geschichte ist Vhindona, in dieser Stadt leben die Magielosen und wollen mit ihrer Entwicklung und Technik weiter kommen. Deswegen werden dort auch die Magiebegabten, eher geduldet als akzeptiert. Ein sehr eigenes Setting, wobei ich mir die Stadt immer ein wenig wie das alte London vorgestellt habe. Es gibt verschiedene Viertel und diese, sowie auch das Heim von Marius wurden für mich ausreichend beschrieben. Dennoch hätte ich mir eine kleine Karte für eine bessere Übersicht gerne gewünscht. Schreibstil: Dieser war sehr eigen und doch auch spannend für mich. Voller Magie, Spannung und auch nach der Frage von Richtig und Falsch. Ich bin nach und nach in die Welt eingetaucht und war richtig gefesselt von dem Schreibstil. Eine Mischung aus Fantasy, Action und Krimi haben mich hier erwartet und ich bin nicht enttäuscht worden. Cover: Ein Totenschädel von Blumen umgeben. Die Farben sind dabei sehr dunkel und düster gehalten. Mir gefällt das Cover sehr gut und in der Geschichte erfahren wir auch noch mehr zu den Knochenblumen und was ihre Bedeutung ist. Mein Fazit: Ein sehr außergewöhnlicher Fantasy-Roman mit Krimi Eigenschaften. Ich wurde überrascht und gefesselt und möchte nun unbedingt wissen wie es weiter geht. Deswegen vergebe ich auch 5 von 5 Sternen.

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Knochenblumen welken nicht erzählt die Geschichte eines Mädchens mit magischer Begabung in einer Stadt, die abfällig auf den magischen Teil der Bevölkerung blickt. Mit einem Nekromanten an der Seite taucht sie in eine ihr völlig fremde Welt ein, während die Bedrohung einer Mordserie über ihnen hängt. Aurelias magische Begabung zeigte sich bereits früh, woraufhin sie von ihren Eltern ruhig gestellt und von der Gesellschaft isoliert wurde. Aber es lässt sich nicht alles einfach so beseitigen und sie entkam nicht ohne Spuren aus ihrem Elternhaus. Meister Marius ist einer der ältesten Totentänzer und magisch Begabten Menschen. Ein bisschen Humor und ein bisschen Griesgrämigkeit machen ihn aus. Er wollte nie Aurelias Meister werden, doch wächst sie ihm langsam ans Herz und er versucht ihr Potenzial zu fördern. Zumindest so lange, wie es ihm möglich ist. “Knochenblumen welken nicht” ist ein sehr charakterzentriertes Buch und ich liebe es! Es steckt soviel spürbare Liebe in den Figuren und ihren Umgang miteinander. Ich finde es so unglaublich toll wie die Autorin es geschafft hat, Diversität einzubringen. Und ich kann nicht beschreiben wie sehr ich die Darstellung von Gale liebe. Selbst wenn ich das Outing einer trans Person semioptimal fand, Und darüber hinaus auch Aurelias Verhalten. Für sie ist das alles neu und sie schafft es dennoch einen offenen und respektvollen Umgang zu pflegen, selbst gegenüber den nichtmagischen Menschen. Ich fand es so wunderschön zu sehen wie sie mit all diesen neuen Aspekten umgeht und dabei einen so wunderbar Vorurteilsfreien Blick hat. Natürlich ist das nicht bei allen Figuren so und die Wut in einer speziellen und schwierigen Szene war umso spürbarer. Allgemein fand ich die Dynamiken unter den Charakteren sehr schön und einzigartig. Seien es Marius und Johann, Marius und Killian, Gale und Aurelia...es war einfach schön zu lesen wie die Figuren miteinander umgehen und aufeinander reagieren. Gerade bei Marius gab es immer sehr viele unterschiedliche Umgangsarten und trotzdem ist er nie “aus seinem Charakter” gefallen, es war immer nachvollziehbar, konsequent und ich hatte kein Problem dabei zu akzeptieren, dass er halt so ist, wie er ist. Ich möchte hier auch noch einmal Aurelias Darstellung lobend erwähnen. Sie wurde jahrelang unter Drogen gesetzt und von der Gesellschaft ferngehalten. Nachdem sie “befreit” wurde und die Wirkstoffe aus ihrem Körper sind, ist sie eben nicht völlig okay und ohne Spuren aus der Situation herausgekommen. Und das fand ich so unglaublich gut. So sehr ich Aurelias Darstellung am Anfang auch spannend fand, hab ich mich umso mehr darüber gefreut, was aus ihr bis zum Ende des Buches geworden ist. Trotz ihrer Ängste ist sie eine so starke Persönlichkeit, es macht einfach Spaß ihrem Weg zu folgen. Die Handlung Aurelia wurde von ihren Eltern jahrelang weggesperrt und eigentlich hätte sie nicht in die Bibliothek gehen sollen. Und noch weniger hätte sie dabei auf eine Leiche stoßen sollen. Aber sie hat es getan und wird daraufhin festgenommen, denn ihre magische Begabung kann sie nun nicht mehr verstecken. Der Verdacht, dass sie die Morde begangen haben könnte, wird relativ schnell verworfen. Stattdessen zeigt sich, dass Aurelia den Mörder sehr wahrscheinlich gesehen hat, nur kann sie sich nicht mehr daran erinnern. In der Hoffnung, dass Marius ihre Erinnerungen wiederherstellen kann, wird er ihr als Meister zugewiesen. Sehr zu seinem Missfallen, denn er hatte sich vor Jahren geschworen, nie wieder einen Schüler aufzunehmen. Darüber hinaus schwebt noch immer die Gefahr der Mordserie, der sogenannten Festtagsmorde, über der Stadt Vhindona. Wer hat sie begangen? Wann wird der nächste Mord stattfinden? Können sie es verhindern? Wie ich bereits geschrieben hatte, ist “Knochenblumen welken nicht” ein Buch, dass sehr von den Figuren lebt und deswegen weniger Handlung mitbringt. Trotzdem bewegt sie sich immer etwas und es geht vorwärts, zumindest ist so die Hoffnung. Auch wenn die Morde sehr im Hintergrund stehen, sind sie doch der rote Faden, der sich durch die Geschichte zieht. Ich selbst hatte ziemlich schnell raus, wer der Mörder ist und ich denke, es ist auch nicht wirklich schwer zu erraten bzw. sehr offensichtlich dargestellt. Das bringt aber einen ganz anderen Nervenkitzel mit sich - denn warum? Warum sollte diese Person die Morde begehen? Was steckt dahinter und was wird passieren, wenn die verschiedenen Figuren das herausfinden? Wie werden die Reaktionen ausfallen? Schreibstil und Worldbuilding Ich muss dafür noch einen extra Punkt anführen denn ich hatte am Anfang ein paar Probleme damit, mich in der Welt zurecht zu finden. Es wird sehr wenig erklärt und so sieht man sich sehr schnell mit allerhand Wörtern konfrontiert, die einem selbst nichts sagen. Selbst nachdem ich das Buch gelesen habe ist mir einiges noch immer nicht so ganz klar, aber ich habe schnell angefangen, das zu akzeptieren und hinzunehmen. Die meisten Fragezeichen haben sich im Verlauf der Handlung dann auch in Luft aufgelöst. Vhindona ist eine sehr interessante Stadt und ich fand ich wirklich spannend zuzusehen, wie diese zwei Welten miteinander umgehen. Magisch und nichtmagisch. Etwas, was sich in Vhindona nicht verträgt. Ein bisschen Gesellschaftskritik findet man in dieser Situation natürlich auch. Was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte, war Vhindona bzw. der Fakt, dass unter anderem damit geworben wird, dass die Stadt von Wien inspiriert ist, was für mich kaum durchgekommen ist. Ich glaube das merken eher Menschen, die sich mit der Geschichte von Wien beschäftigen oder vielleicht dort leben. Hätte ich es aber nicht gewusst, wäre es mir aber nie aufgefallen. Dafür möchte ich den Schreibstil besonders hervorheben. Er passt unglaublich gut zum zeitlichen Setting, hat einen wunderbaren Charme und wirkt tatsächlich unglaublich authentisch. Obwohl ich etwas gebraucht habe, um mich an den Stil zu gewöhnen, hat Eleanor Bardilac eine sehr schöne Art zu beschreiben. Ich weiß gar nicht wie ich es in Worte fassen soll, aber sie beschreibt so lebhaft und charakteristisch, es ist einfach erfrischend so einen Erzählstil zu lesen. Fazit Ich mochte “Knochenblumen welken nicht” wirklich, wirklich gern. Es ist auf gutem Weg zu einem meiner Jahreshighlights zu werden. Es ist so ein fluffiges und ruhiges Buch, perfekt für Zwischendurch. Und das, obwohl es teilweise und vor allem gegen Ende ziemlich düster und brutal wird, mochte ich die Leichtigkeit, die der Schreibstil mit sich gebracht hat. Ich bin auch sehr in die Figuren, ihre Darstellungen und Dynamiken verliebt. Sie waren so schön und teilweise schmerzhaft zu lesen. Es hat nicht nur Spaß gemacht, es war vor allem für mich auch sehr angenehm. Ich kann jedoch verstehen, wenn andere Menschen sich etwas langweilen, denn die Handlung ist sehr dünn, geradlinig und nicht im Vordergrund. Wenn die Charaktere einen nicht ziehen dann glaube ich nicht, dass man so begeistert sein wird wie ich. Ich kann aber nur jedem empfehlen es auszuprobieren und sich auf diese Welt einzulassen, ich habe es kein bisschen bereut, obwohl ich dieses Buch nicht gelesen hätte, hätte ich es nicht bei Netgalley entdeckt.

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Beim Lesen des Klappentextes hatte ich mich gefragt, ob es auf eine Schüler-Lehrer Romanze hinausläuft. Wer sowas sucht, ist hier aber falsch. Das Buch ist echte, spannende Fantasy. Das Setting - junge unwissende Schülerin, weiser Meister - ist nicht neu, hier aber erfrischend anders umgesetzt. Auch die Darstellung eines Nekromanten ist mit eigenen Ideen gespickt und hat mir ausgesprochen gut gefallen. Aurelia ist eine sympathische und vor allem clevere Hauptperson, die trotz ihrer Probleme nicht zur Jungfrau in Nöten tendiert. Sie hat interessante Freundinnen mit eigenen Fähigkeiten und Problemen. Es gibt Nebenfiguren, von denen ich noch mehr lesen könnte, und eine nachvollziehbar beschriebene Gesellschaftsstruktur und Welt. Mir hat besonders gefallen, dass niemand hier perfekt ist. Alle haben ihre Stärken und Probleme, manche sind sogar ziemlich tragisch. Ich wurde spannend unterhalten und würde gerne mehr von der Autorin lesen.

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„Knochenblumen welken nicht“ von Eleanor Bardilac ist eine düstere Fantasy, die mit ihrem Setting an Wien um 1900 erinnert. Die Stadt Vhindona ist streng geteilt in Bezirke für Magiebegabte und Magielose. Die achtzehnjährige Aurelia lebt als Tochter eines wohlhabenden Architekten auf der Sonnenseite der Stadt, aber als vor drei Jahren erstmals ihre Magiebegabung in Erscheinung trat, wird sie von ihren Eltern mit Medikamenten ruhig gestellt und versteckt. Ein Mord in ihrem Zuhause lässt Aurelias Magie explodieren und sie muss ihre Familie verlassen und wird dem einflussreichen Nekromanten Marius Cinna als Schülerin zugeteilt. Aurelia lernt an seiner Seite enorm viel, wird aber gleichzeitig vor schwerwiegende Entscheidungen gestellt. Das Setting ist tatsächlich atemberaubend und man hat durch die bildhaften Beschreibungen die Straßen und Häuser von Vhindona direkt vor Augen. Doch nicht nur die prunkvollen Seiten werden hier plastisch dargestellt, sondern auch das Elend, die Schatten und die gesellschaftlichen Missstände. Aurelia existiert zu Beginn nur im Nebel und blüht förmlich auf, als sie endlich ohne Medikamente leben darf. Sie freundet sich mit ihrer magischen Seite an und lernt völlig neue Möglichkeiten kennen. Meister Cinna ist ein facettenreicher und hochspannender Charakter. Seine Vergangenheit und seine Zukunft sind ziemlich mysteriös und geheimnisvoll. Manchmal scheint er die gesamte Last des Daseins zu tragen und manchmal ist er einfach nur witzig und hat eine unverschämt große Klappe und einen herrlich schwarzen Humor. Man spürt beim Lesen, dass dieses Buch nur den Grundstein für weitere größere Geschichten legt. Viele Fragen werden beantwortet, aber einige Handlungsfäden und Schicksale bleiben auch offen. Neben den beiden Hauptfiguren Aurelia und Marius gibt es zahlreiche bunte und in Erinnerung bleibende Nebencharaktere, die hoffentlich weiter eine große Rolle spielen werden. Der Schreibstil von Eleanor Bardilac liest sich gut, auch wenn er sehr dicht und intensiv erscheint. Die Story ist fast durchgehend spannend und dreht am Schluss nochmal richtig auf. Neue Abenteuer warten und ich bin neugierig auf die Fortsetzung. Mein Fazit: Für kleine Längen ziehe ich einen halben Punkt ab, aber insgesamt konnte mich diese Geschichte mit ihrer ganz besonderen Atmosphäre absolut faszinieren. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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So viel vorneweg, ich habe dieses Buch geliebt! Absolut jeder Aspekt hat mich begeistert und ich konnte kaum aufhören zu lesen, weshalb die Geschichte auch ein Jahres-Highlight für mich geworden ist. Das Worldbuilding ist einfach fantastisch. Wir lernen eine Welt kennen, in der magisch begabte Menschen neben nicht-magisch begabten leben. Die Problematik und Konflikte, die sich daraus ergeben und die die Autorin hier beschrieben hat, können sich leicht auf so viele Aspekte in unserer Gesellschaft anwenden lassen. Die Protagonistin Aurelia fand ich auf Anhieb sympathisch. Sie musste ihre magische Begabung bisher immer verstecken und wurde von ihren Eltern quasi unter Drogen gesetzt, damit ihre Magie nicht zum Vorschein kommt. Erst als sich der Magier Marius ihr annimmt, lernt sie mit ihren Fähigkeiten umzugehen ohne jemanden zu schaden. Die Selbstzweifel, die Aurelia zu Anfang quälen, sind wahnsinnig gut beschrieben. Sie fühlt sich "nicht normal" und möchte nur dazugehören. Auch ein Aspekt, der in unserer Gesellschaft, die schnell alles "nicht zur Norm gehörende" schief anschaut, heutzutage leider keine Seltenheit ist. Die Geschichte ist eher ruhig, aber mit einer Atmosphäre erzählt, dass man jederzeit auf den großen Knall wartet. Die Story lebt meiner Meinung nach von der Entwicklung der Charaktere und den zwischenmenschlichen Beziehung, die einfach nur grandios dargestellt werden. Freundschaft, Liebe und familiäre Verbundenheit werden hier absolut überragend thematisiert. Gerade die Beziehung zwischen Aurelia und Marius ist sehr schön zu lesen. Marius entwickelt im Laufe der Geschichte wie ich finde fast väterliche Gefühle für Aurelia. Der Humor der Autorin, der absolut meinen Geschmack getroffen hat, lockert die Geschichte stellenweise auf und verleitet zu einigen Lachern. Fazit: Absolute Leseempfehlung und ein Jahres-Highlight für mich, weshalb ich Band 2 kaum erwarten kann. 5+/5 ⭐

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Eleanor Bardilac erzählt mit ihrem düsteren Fantasy-Roman eine packende Geschichte über unterdrückte Magie, Vorurteile, Unverständnis und Anfeindungen, eingerahmt von einer Kriminalgeschichte, in die die junge Aurelia verwickelt zu sein scheint. Das Setting hat mir sehr gut gefallen, die Geschichte spielt in Vhindona, einer Variante des historischen Wiens. Götter, magische Wesen und Steampunkelemente sind Teil des Lebens und Magiebegabte werden von den eher technikgläubigen „normalen“ Menschen unterdrückt. Es ist also verständlich, dass Aurelias Familie versuchte, ihre magische Begabung mit Medikamenten zu unterdrücken, bis zu dem Zeitpunkt, als ihre Fähigkeiten trotzdem aus ihr herausbrechen. Sie wird in die Obhut Meister Marius Cinners übergeben, der ihr bei der Kontrolle ihrer Kräfte helfen soll. Beides spannende Charaktere, denen ich gerne durch die Geschichte gefolgt bin. Der Kriminalfall, der mit den magisch Begabten zu tun hat führt schließlich dazu, dass Aurelia sich entscheiden muss, wem ihre Loyalität gilt und so findet der Roman zwar ein befriedigendes Ende, macht aber Hoffnung auf eine hoffentlich genauso spannende und lesenswerte Fortsetzung. Da ich ungerne spoilere, wird nicht mehr verraten. Ich empfehle das Buch selbst zu lesen und in die interessante und knochenreiche Handlung einzutauchen. Knochenblumen welken nicht ist ein Fantasyroman, den man schwer beschreiben kann, ohne zu viel von der Geschichte zu verraten. Es stecken so viele tolle Ideen zwischen den Seiten, dass leicht noch weitere Bücher gefüllt werden können. Außerdem ist es ein Buch, das auf Genderneutralität achtet und Raum bietet für alle Geschlechterbeziehungen. Sie sind ein normaler Teil der Handlung. Mir hat Knochenblumen welken nicht sehr gut gefallen, ich liebe das Setting, Marius‘ Magie und Aurelias Weg zur Beherrschung ihrer Fähigkeiten. Das Buch ist spannend, die lebenden und die nicht mehr unter diesen weilenden Charaktere bilden einen tollen Rahmen, der einfach lesenswert ist. Ich hoffe, dass es in nicht allzu langer Zeit mit einem weiteren Buch rund um Aurelia fortgesetzt wird. Ein besonderes Buch, das anders ist und hoffentlich seine Fantasy-Fans finden wird, genau wie es mit mir gelungen ist.

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Lange, lange hat mich kein Buch so sehr berührt, wie "Knochenblumen welken nicht"... Du meine Güte, das letzte mal als ich so geheult habe, habe ich "Das Lied des Achill" gelesen. Eleanor Bardilac spricht genau meine Sprache und ich kann es kaum erwarten zu lesen, wie die Geschichte von Aurelia und Marius weitergewoben wird. Ein wunderbarer Mix aus Spannung, Sarkasmus und Melancholie mit einer wundervollen Unternote Hoffnung! Einfach perfekt! Mindestens 10 Sterne!

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Schade daß diese wundervolle tiefgründige Fantasy schon zu Ende ist. Eine detailreiche und fesselnde magische Welt mit ihren beeindruckenden Charakteren und dem packenden Schreibstil bietet großen Lesegenuß! Hoffentlich gibts eine Fortsetzung!!

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