Die Götter müssen sterben

Roman. Dark Fantasy aus der Welt der Amazonen. Ein modernes Retelling

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Erscheinungstermin 01.06.2021 | Archivierungsdatum 31.08.2021

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Zum Inhalt

Wird sie die Amazonen retten – oder in den Untergang führen?
Düster, dramatisch und atemraubend actionreich: Dark Fantasy aus der Welt der Amazonen

Die Zeit der Unterdrückung ist vorbei!
Troja wird fallen, und die Amazonen werden sich endlich an den Helden rächen, die ihresgleichen töteten. So besagt es eine Prophezeiung von Artemis, der Göttin der Jagd, Herrin des Mondes und Hüterin der Frauen. Wenn die prunkvolle Stadt in Schutt und Asche liegt, sollen die Amazonen die Welt beherrschen.
Doch Artemis segnet ausgerechnet Areto mit ihren Kräften, die keine Kriegerin ist und auch sonst kein hohes Ansehen genießt. Wie kann eine wie sie der Macht einer Göttin würdig sein und ihre Schwestern in eine neue Welt führen?
Während Areto lernen muss, mit ihrem Schicksal umzugehen, spaltet ihre Erwählung die Amazonen in zwei Lager – ein Konflikt, der ihrem Volk im Trojanischen Krieg den Untergang bringen könnte. Denn der wahre Feind lässt sich nur mit vereinten Kräften töten. Um das Leid der Amazonen zu enden und sie zur Macht zur führen, müssen nicht nur Helden sterben, sondern auch Götter.

Mit »Die Götter müssen sterben« hat die erfolgreiche Autorin Nora Bendzko (»Die Galgenmärchen«) einen packenden Dark-Fantasy-Roman geschrieben, der nicht nur Fans von Markus Heitz begeistern wird.

Wird sie die Amazonen retten – oder in den Untergang führen?
Düster, dramatisch und atemraubend actionreich: Dark Fantasy aus der Welt der Amazonen

Die Zeit der Unterdrückung ist vorbei!
Troja wird...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783426526118
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Inhalt: Wird sie die Amazonen retten – oder in den Untergang führen? Düster, dramatisch und atemraubend actionreich: Dark Fantasy aus der Welt der Amazonen Die Zeit der Unterdrückung ist vorbei! Troja wird fallen, und die Amazonen werden sich endlich an den Helden rächen, die ihresgleichen töteten. So besagt es eine Prophezeiung von Artemis, der Göttin der Jagd, Herrin des Mondes und Hüterin der Frauen. Wenn die prunkvolle Stadt in Schutt und Asche liegt, sollen die Amazonen die Welt beherrschen. Doch Artemis segnet ausgerechnet Areto mit ihren Kräften, die keine Kriegerin ist und auch sonst kein hohes Ansehen genießt. Wie kann eine wie sie der Macht einer Göttin würdig sein und ihre Schwestern in eine neue Welt führen? Während Areto lernen muss, mit ihrem Schicksal umzugehen, spaltet ihre Erwählung die Amazonen in zwei Lager – ein Konflikt, der ihrem Volk im Trojanischen Krieg den Untergang bringen könnte. Denn der wahre Feind lässt sich nur mit vereinten Kräften töten. Um das Leid der Amazonen zu enden und sie zur Macht zur führen, müssen nicht nur Helden sterben, sondern auch Götter. Mit »Die Götter müssen sterben« hat die erfolgreiche Autorin Nora Bendzko (»Die Galgenmärchen«) einen packenden Dark-Fantasy-Roman geschrieben, der nicht nur Fans von Markus Heitz begeistern wird. Oje... dieses Buch hat mich von Anfang an gepackt und ich konnte erst mit dem Lesen aufhören, als ich am Ende war. Unglaublich spannend und fesselnd geht es hier zur Sache. Dieses Buch wird mit Sicherheit eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr. Der Schreibstil ist unheimlich spannend und fesselnd. Die Atmosphäre ist schön düster... das gefällt mir sehr gut. Klare Kauf- und Leseempfehlung meinerseits.

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Die Amazonen stehen vor einem Wendepunkt in ihrer Geschichte. Werden sie im Krieg um Troja zu alter Stärke zurückfinden oder untergehen? Ich bin mit den Animationsserien von Herkules und Odysseus aufgewachsen. Und wie habe ich sie geliebt, die Geschichten von Helden, Göttern und Gefahren. Doch “Die Götter müssen sterben” erzählt die Geschichte aus einem anderen Blickwinkel und sieht die Helden zwar in strahlenden Rüstungen, aber vor allem die Schattenseiten ihrer Taten. Die Charaktere Normalerweise würde ich hier jetzt kurz was zu den drei Hauptcharakteren und Perspektiventrägerinnen sagen und ihre Ausgangssituationen anschneiden, aber das fällt mir sehr schwer. Areto, Clete und Penthesilea stehen an so unterschiedlichen Punkten. Eine Schreiberin, eine Jägerin und eine Königin. Alle drei haben Schatten in ihrer Vergangenheit über die sie nicht sprechen. Aretos Hintergründe lernen wir sofort zu Anfang kennen, Penthesileas Geschichte folgt erst nach und nach. Und Cletes Erlebnisse erfahren wir erst zum Schluss, auch wenn wir hin und wieder Brotkrumen in den Zeilen finden können. Die Geschichten der drei Frauen sind verschieden aber doch fest miteinander verwoben. Ich bin ehrlich und konnte mich mit Clete und vor allem Areto nicht so ganz anfreunden, aber dafür gab es Penthesilea und was bin ich gerade Richtung Schluss wegen ihr an den Seiten geklebt. Aber was wäre ein Buch ohne seine Nebencharaktere? Und davon gibt es ein paar. Kaystros, Melanippe, Xenon, Lacomache, Iphito...und Achilles. Vor allem Achilles, auch wenn er wahrscheinlich am wenigstens Screentime von den eben genannten hat. Ich weiß nicht wieso, aber ich fand Achilles den spannendsten Charakter. Wahrscheinlich, weil ich mich nie wirklich mit seiner Geschichte befasst hab. Es ist schon irgendwie ironisch, dass ich in einer Geschichte, die die griechischen Helden eher negativ darstellt, einen eben jener Helden am tollsten finde, oder? Ich fand sein Konzept so gut, obwohl die Helden eher antagonistisch dargestellt werden und Achilles dem gegen Ende sicherlich auch gerecht wird, lernt man ihn zu Anfang etwas anders kennen. Und das mochte ich extrem. Aber gut, zurück zu den Amazonen. Ich mochte sehr, was für Geschichten die Nebencharaktere mitbringen. Eigene Ziele und Motivationen. Niemand wird einfach so und nebenbei erwähnt um eine Kulisse zu schaffen, sondern bekommt etwas mehr Raum. Ich liebe es wie alles ineinander greift und dass man das Gefühl hat, selbst als Statist wichtig zu sein. Die Handlung Alles beginnt mit dem Feldzug der Amazonen gegen Athen, um ihre Prinzessin Antiope zu befreien. Theseus und Herakles stellen sich dem Heer und die Amazonen ziehen nicht ohne große Verluste ab. Viele Jahre später wütet der Krieg um Troja, ein Schlachtfeld voller Menschen, Helden und Götter. Ares drängt seine Kinder teilzunehmen, doch die Amazonen sind noch immer geschwächt von ihrer Niederlage, zumindest denkt so eine von drei Königinnen. Erst als Artemis ihnen die Welt verspricht beschließen die drei Amazonenstämme loszuziehen und ihren Ruhm auf dem Schlachtfeld zurückzuholen. Aber Artemis wählt ausgerechnet Areto aus, die Stärkste der Kriegerinnen zu sein, obwohl sie selbst keine ist. Während Götter gegen Götter kämpfen und ihre Anhänger Qualen leiden ist es an an Areto, Clete und Penthesilea herauszufinden, was ihre oberste Göttin plant und wo das Kind aus Blitz und Donner steckt, das die Götter zu Fall bringen kann. “Die Götter müssen sterben” brauchte leider verhältnismäßig lange, um sein Potenzial zu entfalten. Die ersten 100 Seiten haben sich für mich sehr zäh gelesen, der Klappentext hat einfach einen Punkt aufgegriffen, der auf sich warten lässt. Und ja, das fand ich zeitweise etwas anstrengend. Ich wusste was passieren wird und “musste” trotzdem über 100 Seiten lesen um bis zu diesem Punkt zu kommen. Das Problem dabei ist gar nicht, dass der Weg nicht spannend war, sondern vielmehr, dass es mir schwer fiel den Szenen aufmerksam zu folgen, weil ich hinterfragt habe, ob die Szenen so ihren Sinn für die Handlung haben. Haben sie sicherlich, keine Frage. Charaktere werden eingeführt, Beziehungen beleuchtet und vor allem die Gebräuche des Amazonenvolkes dargestellt und erklärt. Das ist auch alles gut und schön, ich fand die Vielfalt der Figuren und die Darstellung von Diversität wirklich unglaublich gut, aber für mich ist es einfach zu wenig. Die Geschichte ist sehr klassisch aufgebaut und bis wirklich etwas passiert dauert es einfach. Das passt durchaus zum Buch und dem Setting, aber nicht zu meinen Lesevorlieben. Bis zum Ende war der Spannungsbogen für mich eher wackelig. Die Wege, Abzweigungen und Pausen einfach zu lang. Auch wenn die Struktur mit Szenen aus Götter-Sicht und Einblicke in Penthesileas Vergangenheit aufgelockert wurden, hat es für mich einfach nicht Klick gemacht. Ja, ich fand besagte Auflockerungen tatsächlich am interessantesten zum Lesen und die Penthesilea-Achilles-Patroklos Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen, aber...das ist für ein fast 500 Seiten Buch halt nicht viel. Bis es nach Troja geht vergeht einige Zeit und was habe ich mich auf den Moment gefreut, als die Amazonen dort endlich(!) angekommen sind. Was ich dort geboten bekommen habe hat mir auch wirklich gut gefallen. Ich mochte den Kampf sehr, das Chaos, den Blutdurst, die Gefühle, die vermittelt wurden. Bis zum Schluss. Und dann...kam ein sehr enttäuschendes letztes Kapitel. Ja, ich weiß. Dieses Buch handelt nicht über den trojanischen Krieg. Jeder weiß wie die Geschichte endet, warum das länger als nötig ausspielen? Keine Ahnung, ich hatte mir tatsächlich mehr nette Wendungen und Twists erhofft. Denn ja, da waren ein paar wirklich coole dabei. Auch die Ansätze und das Konzept vom Ende fand ich interessant, auch wenn es ein bisschen gemein ist, wie mit meinen Erwartungen gespielt wurde. Der Schreibstil Kommen wir zu meinem größten Problem mit dem Buch: Dem Schreibstil. Er ist nicht schlecht, überhaupt nicht! Diese ausgewählte und literarische Sprache passt unfassbar gut zum Buch und der Mythologie. Sie baut eine wirklich gute Atmosphäre auf und lässt einen die Geschichte miterleben. Aber der Stil hat bei mir dazu geführt, dass ich keine wirkliche Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte. Es war sehr viel Distanz zwischen mir und den Amazonen und ich glaube, dass “Die Götter müssen sterben” für mich sehr viel spannender gewesen wäre, wenn ich emotionaler involviert gewesen wäre. Natürlich habe ich die Daumen für die Kriegerinnen gedrückt und bis zuletzt gehofft, aber gerade Areto hat mich sehr wenig interessiert, obwohl sie so eine wichtige Rolle einnimmt. Das war alles in allem sehr ungünstig und ist sicherlich ein Grund, warum der Funke bei mir nicht so wirklich überspringen wollte. Fazit Gut, das klingt jetzt alles negativer als es wirklich ist. Mich hat das Buch gut unterhalten und die Geschichte hat mir Spaß gemacht. Es ist kein Jahreshighlight für mich, aber ganz sicher kein schlechtes Buch. Ich bin ab einem gewissen Punkt durch die Geschichte geflogen um endlich zu dieser einen Szene zu kommen und nein, ich war davon nicht genervt. Die Devise von “Die Götter müssen sterben” ist sehr simpel zusammengefasst: Der Weg ist das Ziel. Es interpretiert die Helden neu und von einem anderen Blickwinkel was ich nach wie vor unfassbar cool finde. Aber da wo es drauf ankommt, bleibt “Die Götter müssen sterben” den Vorlagen der griechischen Mythologie beziehungsweise des trojanischen Krieges treu. Verständlich, ich hätte mir dennoch noch den ein oder anderen Twist dazwischen gewünscht. Und dafür hätte das Buch dann auch gerne länger sein können! Nichtsdestotrotz liebe ich die Botschaften, die das Buch vermittelt. Sei es im Bezug auf Sexualtität, Geschlechtsidentität oder oder. Der Kontrast zu den Gebräuchen der Griechen und auch unser heutigen Gesellschaft wurde deutlich und das fand ich einfach toll. Für mich hätte es durchaus weniger Sex geben können, aber das fällt dann wieder unter die persönlichen Präferenzen. Auch Areto als Auserwählte und stärkste Frau war einer der großen Pluspunkte in diesem Buch. Ich bleibe also zwiegespalten zurück, ich fand die Geschichte und was dahinter steht toll. Der Funke konnte nicht so ganz überspringen, aber das hindert mich nicht daran, das Buch jedem der (nicht) fragt zu empfehlen.

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Die ausgescvhmückte Gewalt hätte für mich nicht sein müssen, damit die Story funktioniert, aber für den alternativen Blick auf die Mytholgie rund um Troja hat sich das Buch gelohnt.

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„Die Götter müssen sterben“ von Nora Bendzko ist eine düstere Fantasy über das geheimnisumwitterte Volk der Amazonen. Der Krieg um Troja tobt und laut einer Prophezeiung der Göttin Artemis bekommen die Amazonen ihre Chance auf Rache, wenn sie sich am Kampf beteiligen. Die stärkste von ihnen wird mit den Kräften von Artemis gesegnet werden, aber die Göttin erwählt ausgerechnet Areto, die weder eine geborene Amazone, noch eine Kriegerin ist. Während Areto selbst mit ihrem Schicksal hadert, spaltet sich auch das Lager der Amazonen, denn nicht jede ist über diese Entscheidung glücklich. Doch im Kampf gegen ihre Feinde und die Götter müssen alle an einem Strang ziehen. Die Autorin taucht mit ihrer Fantasy tief in die Welt der griechischen Mythologie ein und formt sie sich nach ihrem Bild. Man sollte im besten Fall die grundsätzlichen Zusammenhänge kennen, denn sonst könnte es bei den zahlreichen Charakteren schwierig werden, den Überblick zu behalten. Der Schreibstil war für mich am Anfang gewöhnungsbedürftig und er erfordert beim Lesen auf jeden Fall eine hohe Konzentration. Nach dem ersten Drittel war ich ehrlicherweise fast soweit aufzugeben, aber das Dranbleiben lohnt sich wirklich. Die Handlung nimmt irgendwann Fahrt auf und je besser man die Protagonisten kennenlernt, desto mehr fiebert man bei ihren Schicksalen mit. Die Perspektiven wechseln zwischen vielen Figuren, wobei der Fokus auf Areto liegt, deren Hintergrundgeschichte sich der gesamte erste Teil widmet. Sie muss aufgrund ihrer unfreiwillig erhaltenen Gabe die größte Entwicklung im Buch durchmachen und wird dabei von ihrer Gefährtin Clete unterstützt. Die Autorin legt großen Wert auf Diversität in ihrer Geschichte, was mir richtig gut gefallen hat. Dazu kommen die immer wieder beeindruckenden und bildgewaltigen Beschreibungen der Geschehnisse, die irgendwann die Spannung nicht mehr abreißen lassen. Mein Fazit: Das Buch ist kein leichtes Lesehäppchen für zwischendurch, aber wer den Kampf um Troja aus der Sicht der Amazonen kennenlernen will, dem kann ich nur eine klare Leseempfehlung geben!

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Siegen wird der, der weiß, wann er kämpfen muss und wann nicht Wenn die Guten nicht kämpfen, siegen die Schlechten. Gehärtet von Eis und Ewigkeit. In tiefster Nacht vom Feuer erbracht. Dem Throne gelobt mit Knochen und Blut. Ganz gleich, wie viele Reiche fallen, wir reiten weiter. Die Amazonen kämpfen in einen Krieg, um ihre gefallenden Krieger zu rächen und ich einer Prophezeiung von der Göttin Artemis gewinnen die Amazonen und sollen über die Welt herrschen. Außerdem, wird eine der Amazonen mit den Kräften von Artemis gesegnet Was ist, wenn deine Welt deine Freunde dein Volk in einen Krieg verwickelt ist um die gefallenen Kriegerinen deines Volkes zu rächen? Was ist, wenn die Prophezeiung der Göttin Artemis verlauten lässt das die Amazonen siegen und über die Welt herrschen werden sobald eine der Amazonin von ihr gesegnet wird. Und was machst Du, wenn diese Auserwählte ausgerechnet man selbst ist und das Volk damit spaltet?! Ausgerechnet dies passiert Areto die keine Kriegerin ist und allgemein kein hohes Ansehen besitzt doch fügt sie sich alldem und versucht alles, um die Amazonen zu retten. Das Buch "Die Götter müssen sterben" und die Geschichte hier ist, für all die, die Fans von Troja - 300 und ähnliche Filme wie auch Bücher sind. Als ich den Klappentext gelesen habe und das Cover sah wusste ich, dass ich das Buch haben und lesen musste, doch leider ist nicht ganz so Meins und anders als erwartet. Zu beginn ist die Geschichte ruhig und für mich etwas langatmig, doch dann steigt die Spannung und beginnt interessant zu werden Den Verlauf der Geschichte, wird hier aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert was ansich super ist, doch leider sind es mir hier zuviele, weshalb ich auch immer wieder den Überblick verloren habe. Aber nicht nur die Perspektiven verwirrten mich, sondern auch die Namen taten es mir schwer. Aber dank dem Schreibstil, lässt sich das Buch angenehm lesen und macht das Durcheinander mit den Namen und den Blickwechsel wieder weg. ^^ Die Charakter können hier nicht unterschiedlicher sein und haben alle ihre Stärken aber auch Schwächen. Ich bin begeistert von ihnen und bewundere das Volk der Amazonen, egal aus welchem Stamm. Von mir bekommt Nora Bendzko für Die Götter müssen sterben 4 von 5 Sternen wie auch eine Leseempfehlung für all die, die Griechischen Götter wie auch die oben genannten Filme lieben. Nun wünsche ich Euch viel spaß beim lesen und bis bald

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Götter, Helden, Frauenpower - eine etwas andere Interpretation der griechischen Mythologie Cover Düster, wunderschön gestaltet und genau meine Ästhetik Schreibstil Bildhafter Schreibstil, man ist sofort drin in der Welt der Amazonen und kann völlig darin Eintauchen. Für mich genau der richtige Grad bei der Darstellung der Brutalität der griechischen Mythologie, auch wenn es für einige vielleicht zu viel sein kann, ohne zu graphisch zu werden. Wechselnde POV ohne verwirrend zu werden Setting/Weltenbildung Glorreiche griechische Helden, gutmütige menschenähnliche Götter oder Frauen, die nur Liebesaffären sind wird man hier vergeblich suchen. In aktuellen Darstellungen ist die griechische Mythologie doch stark romantisiert und trotz Betrug, Vergewaltigung und Brutalität in den griechischen Heldensagen sehen wir die schillernden Helden immer positiv. Das ist hier anders. Man taucht ein in die Welt der Amazonen, die -wenn vom Patriachat überhaupt erwähnt- entweder als Bestien oder als romantisierte Wilde gesehen werden. Die Autorin setzt sich genau damit kritisch auseinander und findet die Balance zwischen Kritik und Bildung einer neuen Utopie. Und bringt wie vollkommen natürlich noch etwas ein, das oft fehlt: Diversität und Queerness. Sie ist einfach da, ohne dass künstlich darauf gestoßen wird und das finde ich wirklich ein Kunststück. Außerdem lernen wir Charaktere mit körperlichen und seelischen Leiden und Traumata kennen. Charaktere Man lernt die unterschiedlichen Charaktere gut kennen, sie haben Ecken und Kanten, Schwächen und durchlaufen allesamt Charakterentwicklungen. Sie sind keine furchtlosen Helden und das macht es einfach mit ihnen zu fühlen. Dabei sind die Entwicklungen so über das Buch verteilt, dass man sich nie wundert was für Sprünge der Charakter gerade macht. Mir gefällt, dass Areto nicht die Einzige bleibt, die man kennenlernt. Handlung Griechische Mythologie, Troja - eigentlich weiß man ja wie die Geschichte geht und doch fiebert man bis zum Schluss mit. Mit der Entwicklung der Charaktere beginnt man das ein oder andere Mal in bestimmte Richtungen zu denken und doch kommt es dann anders. Der rote Faden zieht sich deutlich durch, am Ende führen alle Stricke wieder zusammen und die Handlung ist in sich stimmig. Bis jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich mehr von den Charakteren hören will oder ob das Ende ein guter Abschluss der Story ist und man denkt definitiv noch über das Buch nach. Ich mag das an Büchern. Fazit Ein tolles Leseerlebnis für Fans von Historical Fiction, Dark Fantasy und griechischer Mythologie. Eine klare Empfehlung und Hut ab für die Narürlichkeit mit der über Diversität und Queerness geschrieben wird. Wer mehr erfahren möchte, sollte definitiv auch das Nachwort lesen.

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Areto ist eine Frau aus Athen, die zur Dienerin und Vertrauten der von König Theseus entführten Amazonen-Prinzessin Antiope. Durch Antiope beginnt Areto mit ihrem eigenen Schicksal als Frau, die nichts zu sagen und zu entscheiden hat, zu hadern. Und als die Amazonen Athen angreifen, um Antiope zu befreien, befreit sich auch Areto. Jahre später bereiten sich die Amazonen darauf vor, in den Kampf um Troja einzugreifen. Nicht alle sind dafür und es passiert noch so einiges, bevor sie sich auf den Weg machen. Areto bekommt eine unerwartete Rolle zugeteilt. Und die Götter und Göttinnen mischen fleißig mit. Die Geschichte der Amazonen - mal anders erzählt. Die Autorin bringt einen neuen Blickwinkel auf das kriegerische Volk der Amazonen in der Zeit vor und während des Trojanischen Krieges. Die unüberschaubare Anzahl der griechischen Gottheiten und ihrer wilden Verflechtungen reduziert sie zwar schon, aber dennoch schadet es nicht, wenn man sich mit dem Thema schon mal ansatzweise beschäftigt hat. Sie schildert die Amazonen als starke, kriegerische Frauen, aber auch als normale Menschen mit Fehlern und Schwächen. Interessant fand ich auch, dass sie soweit möglich geschlechtsneutrale Worte verwendet hat. Man hört und liest ja oft als Gegenargument gegen das "Gendern", dass es den Lesefluss störe und die Sprache entstelle, etc. Ich fand es überhaupt nicht schlimm, wenn da "Sehende" statt "Seher /Seherin" steht oder für eine nicht-binäre Figur das Pronomen "sier" verwendet wird. Vielleicht auf den ersten Blick ein wenig ungewohnt, aber so viel geistige Flexibilität sollte Lesende eines Fantasy-Romans hoffentlich aufbringen können

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Ich hatte zunächst Startschwierigkeiten, was nicht am Plot lag, sondern daran, dass ich zu Beginn heillos Charaktere verwechselt habe. Als sich die Verwirrung meinerseits gelegt hatte, war ich begeistert von der Geschichte, die hier erzählt wird. Wir lernen zu Beginn Areto kennen und was mich betrifft auch lieben. Die Frau ist stark und fürsorglich, aber gleichzeitig nicht fehlerlos und hat mit Dämonen zu kämpfen, die sie nicht zur typischen Heldin machen. Eine andere Protagonistin, die mir besonders ans Herz gewachsen ist, ist die Amazone Penthesileas. Anfangs lag ihre Figur und deren Bedeutung für mich komplett im Dunkeln, aber als dann ihre Vergangenheit und ihre Rolle für den Plot ans Licht kommen, war ich absolut begeistert von dem Charakter, der hier erweckt wurde. Das Worldbuilding bzw. die Recherchearbeit der Autorin hat mich einfach sprachlos gemacht (hierfür auch unbedingt das Nachwort lesen). Allerdings glaube ich war es für mich von Vorteil, dass mir griechische Mythologie und Geschichte nicht komplett fremd war. Wer sich ein klein wenig auskennt, versteht das Buch meiner Meinung nach etwas leichter. Ein ganz großes Plus der Geschichte ist die Fülle an Diversität, die hier vertreten ist, aber nicht als Hauptthema ausgeschlachtet wird. Homo- und Bisexualität, Asexualität, nicht-binäre Geschlechtsidentität und Polyamorie werden thematisiert und sehr sensibel in die Geschichte eingebracht, aber es ist nicht Dreh- und Angelpunkt des Plots, so dass sich jeder irgendwo in der Geschichte wiederfindet, aber das Hauptthema weiter im Zentrum steht. Ein zweiter Kritikpunkt, neben dem Beginn des Buchs, der mir schwer fiel, ist das Ende. Hier war ich irgendwie etwas unzufrieden, da ich persönlich gerne abgeschlossene Geschichten lese. Diese müssen nicht unbedingt ein Happy End haben (es geht hier schließlich um Krieg, da kann es kein Happy End geben), aber wie die Geschichte in diesem Buch beendet wurde, war nicht meins. Für mich zum Ende hin zu schnell "runter erzählt" und zu viele offene Fragen. Fazit: 4,5/5 Sterne und trotz der kleinen Kritik absolutes Muss für Dark Fantasy Fans

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Was für eine tolle Geschichte. Man erlebt die Ereignisse um den Trojanischen Krieg aus Sicht der Amazonen, die zur Unterstützung Trojas gerufen werden. Wir dürften alle uns schon mit Homers Geschichte über die Götter und Helden der damaligen Zeit in Berührung gekommen sein, umso spannender ist es, wie Nora Bendzko aus den kaum glaubhaften Ereignissen einen packenden, phantastischen Roman formen konnte, der den Leser direkt in eine brutale, nicht verzeihende Lebenswirklichkeit für die Amazonen entführt. Dank der doch gewöhnungsbedürftigen Namen und der vielen Charaktere senkt sich ein bisschen das Lesetempo, was mich allerdings nicht wirklich störte, da ich einfach fasziniert von den ganzen Ereignissen rund um die drei Hauptcharaktere war. Areto, eine Athenerin, die von den Amazonen aufgenommen wird und für die die Götter eine besondere Rolle vorgesehen haben, Clete, die Schildhaut, eine Amazone, die Areto schützend zur Seite steht und Penthesiliea, die Königin des Amazonenstamms. Durch ihre Augen sieht man die raue Welt der Amazonen, die es zu lieben wissen, Respekt vor allen Ausformungen menschlicher Diversität haben und in einer Welt leben, in der sich die Götter nur allzu gerne einmischen. Es geht um den Weg nach Troja und natürlich die Ereignisse dort und es ist einfach toll, Noras Interpretation mit zu durchleben. Also mir hat das Buch sehr gut gefallen, das Ende hätte vielleicht ruhig ausführlicher sein dürfen, aber auch so haben die Charaktere so viel erlebt und erlitten, dass ich das Buch zufrieden zur Seite legen kann. Eine Empfehlung für alle, die Neuinterpretationen historischer Geschichten lieben, die epochale Ereignisse hautnah erleben wollen und die erfahren möchten, ob die Götter wirklich sterben müssen und der trojanische Krieg wirklich das Ende für Zeus und seine göttliche Verwandtschaft einleitet. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, die Beschreibung sowohl der zwischenmenschlichen, göttlichen als auch der kriegerischen Momente sind hervorragend und ich kann nur jedem empfehlen, auch das Nachwort zu lesen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, welche Geschichte Nora Bendzko als nächstes zu Papier bringen wird.

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Areto Romane, die in der griechischen Mythologie angesiedelt sind, sind spätestens seit den Percy-Jackson-Büchern hoch im Kurs. Im Fokus stehen hier die kriegerischen Amazonen. Und es geht um die Zeit des Trojanischen Krieges. Die Göttin Artemis hat ausgerechnet Areto erwählt, um die Amazonen anzuführen. Diese Entscheidung spaltet die Amazonen, denn Areto ist nicht die geborenen Anfürhrerin und Kriegerin. Bildgewaltig, blutig, kriegerisch, hier wird nichts beschönigt. Wer Probleme mit genauen Beschreibungen von Gewalt und kriegerischen Aktionen hat, wird hier sicherlich zurückschrecken, doch mir hat diese realistisch anmutende Färbung gefallen. Ein toller Schreibstil, eine gute Geschichte - eine Autorin, die ich mir merken werde.

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Zu erst möchte ich anmerken, dass ich ungelogen neun Monate auf diesen Dark Fantasy Roman gewartet habe und jeder einzelne Tag lohnte sich, denn "Die Götter müssen sterben" ist großartig. Warum? Nora schrieb eine einzigartige, queere Geschichte fern ab vom Mainstream und dem bereits bekannten. Neben einer lebendigen und ereignisreichen Handlung glänzt diese Story mit Hintergrundwissen und einem authentischen Setting, in dem vorallem starke Protagonistinnen im Fokus stehen. Durch viele Charaktere und einem raschen Wechsel der Perspektiven fordert das Buch Aufmerksamkeit, was jedoch nicht den Genuss des Lesens trübt. Obgleich der Verlauf nicht ohne Blut und Gewalt auskommt, Verlust und Gräuel bereit hält, schwingt ein subtiler Humor, Gefühl und eine Tiefe darin mit. Es wird spannend und heiß, ungezügelt und berauschend! Nora schreibt bildlich und vorstellbar, stellt mit ihrem Dark Fantasy Roman die vorgefertigten Geschlechterrollen in Frage und behandelt sensible Themen mit Respekt und unerwarteter Sanftheit. Der mythologische Einfluss ist greifbar, interessant und frisch, die Stimmungen wurden auf eine einnehmende und intensive Art eingefangen. "Die Götter müssen sterben" fesselte mich mit all seinen Facetten. Mehr davon, Nora, mehr!

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Das Buch "Die Götter müssen sterben" wurde von Nora Bendzko verfasst und erschien 2021 im Knaur Verlag. Die Autorin entführt uns in eine Welt des trojanischen Krieges und der Amazonen. Die Protagonisten sind super ausgearbeitet und es macht Spaß, die Welt, das Leben und auch alles andere drumherum kennenzulernen und zu erforschen. Während viele Autoren eher auf die patriarchale Struktur zurückgreifen, haben wir hier eine frauenzentrierte, fast matriarchale, Struktur. Die Wortwahl und der Sprachstil sind hervorragend gelöst und es macht Spaß mit den Protagonisten zu lachen, zu weinen, zu entdecken, zu forschen und zu kämpfen. Es macht einem nachdenklich, wenn man denkt, wie die Welt auch ticken könnte und was alles passiert, obwohl Frauen die Hauptrolle spielen. Die Namen der Protagonisten sind nicht einfach zu merken und trotzdem macht genau das den Charme dieses Buches aus, dass man genau und konzentriert sich mit dem Buch auseinandersetzen muss, es geht sich im Vorbeigehen. Zu erwähnen ist auch die Recherchearbeit, die man bei jeder Seite merkt. Denn vieles wurde hier erwähnt, was man zwar vielleicht einmal gehört hat im Zusammenhang mit den Göttern und Troja, aber nun ist es doch ein wenig greifbarer. Jeder, der sich gerne einmal abseits des Mainstreams mit der trojanischen Geschichte, den Göttern und Amazonen auseinandersetzen möchte, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen.

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Amazonen und der Trojanische Krieg Die Amazonen, Töchter des Kriegsgottes Ares, werden von Göttin Artemis in den Krieg gegen Troja geführt, auf dass sie sich beim Niedergang Trojas an ihren Feinden rächen können. Von Artemis für dieses Vorhaben mit besonderen Fähigkeiten gesegnet wird ausgerechnet die Nicht-Amazone Areto, welche sich den Kämpferinnen nach einem Überfall auf den Palast des Theseus anschloss. Ein faszinierendes Epos der Dark Fantasy, welches die Amazonen frei von maskulinen Vorurteilen zeichnet. Weder sind sie männerhassende Emanzen noch Bikiniathletinnen mit niedrigem IQ, wie in manch anderen Werken dargestellt. Sie sind ein Volk des Kampfes, welches sich ebenso Sklaven und Huren hält wie die Griechen, wenn auch mit deutlich mehr Toleranz. Eine freie Wahl des Geschlechts sowie der sexuellen Neigungen ist hier normal, mit expliziten Szenen muss ebenso gerechnet werden wie mit Kampfhandlungen. Sehr gefielen mir die umfangreichen Darstellungen der unterschiedlichen Charaktere, von denen viele in der bekannten Sagen- und Götterwelt wiederzufinden sind. Die Stärke des Romans ist jedoch zugleich auch dessen Schwäche: Die Autorin hat sich die Mühe gemacht, viele Charaktere äusserst komplex zu gestalten, zeigt Träume und Erinnerungen an frühere Szenen, wechselt zu vielen Nebenschauplätzen. Dadurch bekommt man ein umfangreiches Gefühl für die Personen und warum sie wie handeln und entscheiden, gleichzeitig fühlte ich mich jedoch beim Lesen durch noch einen und noch einen Einschub vor lauter Input manchmal wie erschlagen. Ebenso geht die Haupthandlung dadurch nur äusserst langsam voran. Erfrischend waren die Götter und Halbgötter, die wiederholt in die Handlung eingriffen, wobei deren Kämpfer manchmal vor brutaler und sexueller Gewalt ebenso wenig zurückschreckten wie die Soldaten Griechenlands, diese gefühlt sogar noch überboten. Ein durchaus beeindruckender und bildgewaltiger, stellenweise recht brutaler Roman, dem anzumerken ist, wieviel Arbeit darin steckt. Besonders lobenswert ist die Darstellung der Amazonen, endlich nicht durch Ängste und Sexualfantasien männlicher Erzähler verklärt. Die Erzählung gestaltet sich als äusserst komplex und vielschichtig, was die Haupthandlung ein wenig ausbremst, dafür wiederum ein komplettes Eintauchen in eine götterdurchzogene Zeit rund um den Trojanischen Krieg bietet. (4,5/5 Sternen)

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"Die Götter müssen sterben" entführt den Leser in die Zeit des trojanischen Kriegs ins Herz der Amazonenstadt Themiskyra. Geschickt verknüpfte bekannte Informationen aus Mythologie,Fantasy und tatsächlicher Historie bilden das Grundgerüst, in dem die Protagonistin Areto ihr besonderes Schicksal als Auserwählte der Göttin Artemis erfüllen muss: Nicht weniger als die Zukunft der Amazonen steht auf dem Spiel!

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Als die Amazonen Athen angreifen, um ihre geraubte Prinzessin zurückzuholen, schließt sich Areto ihnen an. Obwohl sie dafür alles gibt und sie sich in deren Gesellschaft ein neues Leben aufbauen kann, gilt sie immer noch als Außenseiterin. Als die Amazonen beschließen, Troja zu Hilfe zu eilen, segnet die Göttin Artemis ausgerechnet Areto und gibt ihr göttliche Kräfte. Auf dem Weg nach Troja spaltet nicht nur diese Erwählung die Amazonen in zwei Lager. Doch die Feinde lauern überall und nur vereint können sie besiegt werden. Ich muss gestehen, es fiel mir zu Beginn etwas schwer, in die Geschichte einzufinden. Es kam mir so vor, als wolle die Autorin eine Erzählung der Art „Frauen = gut, (hässliche) Männer = böse“ schreiben. Allerdings war dies nur in der Zeit, in welcher Areto in Athen ist so und dort sieht man die Welt durch ihren Blick. Dass sie die Männer, die ihr und anderen Frauen Unrecht antun als abstoßend empfindet ist absolut nachvollziehbar. Tatsächlich gibt es im weiteren Verlauf des Buches eine sehr nuancierte Sichtweise auf Männer, Frauen und andere Geschlechter, die ich so bisher selten gesehen habe! Besonders gut daran hat mir gefallen, dass die Autorin zwischen den Zeilen auch auf Probleme aufmerksam gemacht hat, die in einer eher matrtiarchisch geführten Gesellschaft auftreten können. Auch im Feminismus gibt es Gruppen, die andere Randgruppen ausschließen wollen. Dass dies in dieser sehr feministischen Geschichte nicht ignoriert, sondern problematisch gezeigt wurde, habe ich als sehr mutig und gut gelungen empfunden. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von drei Amazonen erzählt: Areto, ihrer Geliebten, Clete, und einer der Amazonenköniginnen, Penthesilea. Durch die Wechsel erhält man andere Sichtweisen und Einblicke. Da die erzählte Geschichte, wie auch die Gesellschaft der Amazonen sehr komplex sind, sind eben diese Einblicke wertvoll für das Leseverständnis. Auch wenn ich zu Beginn sehr viel lieber aus Aretos Perspektive gelesen habe, so hat sich dies später sehr verändert und ich war froh über jeden Wechsel, um mehr zu verstehen und die anderen Charaktere besser kennen zu lernen. Die Charaktere des Buches sind sowieso etwas Besonderes. Bei der Diversität, die hier herrscht, ohne dass dies groß betont werden muss, könnten sich viele eine Scheibe abschneiden. Es gibt viele verschiedene Formen der Diversität nebeneinander und alle wurden gut und respektvoll umgesetzt. Trotz diesem positiven Aspekt fiel es mir oft schwer, mit den Charakteren warm zu werden. Abgesehen von den drei Protagonistinnen, deren Gedankenwelt man mitbekam, fühlten sich viele Nebencharaktere doch sehr unterentwickelt an. Besonders schwierig fand ich hier die vielen Thematiken, die aufgeworfen, aber nie weiterverfolgt wurden. So gibt es viele Nebencharaktere, die bestimmte Traumata erlitten haben. Diese werden zwar erzählt, danach aber nie wieder aufgegriffen. Auf der einen Seite sorgt dies für eine dichte und bedrückende Atmosphäre, die für einen Dark Fantasy Roman sehr passend ist, auf der anderen Seite kommen dadurch eben die meisten Themen des Buches zu kurz. Grundsätzlich hat mir die Geschichte allerdings sehr gut gefallen. Den größten Teil des Buches nimmt die Reise der Amazonen nach Troja ein. Normalerweise finde ich lange Reiseperioden in Büchern eher abschreckend, allerdings gibt es auf dieser definitiv genug Abwechslung. Es passiert wirklich viel, dennoch hatte ich nie das Gefühl, dass einzelne Geschichtsstränge hier zu kurz kamen, im Gegensatz zur eben erwähnten Problematik mit den Charakteren. Fazit: Mich konnte „Die Götter müssen sterben“ definitiv überzeugen. Auch wenn ich noch gewisse Schwächen spezifisch bei der Vielzahl an Thematiken sehe, ist es dennoch ein Buch voll Diversität, Spannung und einer tollen Geschichte!

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Ich würde sagen- das ist das beste Buch, was ich je gelesen habe. Es hat alles was sich ein Mensch wünschen kann: Komplexe, vielschichte diverse Charaktere, die eine Entwicklung durch machen. Eine spannende Handlung in der verschiedene Mythen, bspw. Amazonengeschichten und der Trojanische Krieg neu erzählt werden und natürlich einen mitreißenden Schreibtstil. 10 von 5 Sternen!

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