Herrschaft

Die Entstehung des Westens

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Erscheinungstermin 20.03.2021 | Archivierungsdatum 28.07.2021

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Zum Inhalt

Von Babylon bis zu den Beatles, von Moses bis #MeToo Souverän und fesselnd schildert Tom Holland die historischen Kräfte und Ereignisse, die die westliche Welt und unsere Wertvorstellungen bis in die Gegenwart prägten und revolutionierten. Ein grandios und elegant erzähltes Geschichtspanorama, das zeigt, wie wir wurden, was wir sind. Wie wurde der Westen zu dem, was er heute ist? Welches Erbe schlägt sich in seiner Gedanken- und Vorstellungswelt nieder? Mit unvergleichlicher Erzählkunst schildert Tom Holland die Geschichte des Westens ausgehend von seinem antiken und christlichen Erbe. Dabei zeigt er, dass genuin christliche Traditionen und Vorstellungshorizonte auch in unserer modernen Gesellschaft sowie ihren vermeintlich universellen Wertesystemen allgegenwärtig sind – sogar dort, wo sie negiert werden: etwa im Säkularismus, Atheismus oder in den Naturwissenschaften. Holland schlägt einen großen erzählerischen Bogen von den Perserkriegen, den revolutionären Anfängen des Christentums in der Antike über seine Ausbreitung im europäischen Mittelalter bis hin zu seiner Verwandlung in der Moderne. In packenden Szenen schildert der Autor welthistorische Ereignisse und zeichnet in lebendigen Porträts die zentralen Akteure oder auch die Antagonisten des Christentums (u. a. Jesus, Paulus, Abaelard und die Heilige Elisabeth, Spinoza, Darwin, Nietzsche und die Beatles). Über große zeitliche Distanzen hinweg macht Holland Verknüpfungen und Parallelen aus und zeigt auf diese Weise, wes Geistes Kind die westliche Kultur noch immer ist.

Von Babylon bis zu den Beatles, von Moses bis #MeToo Souverän und fesselnd schildert Tom Holland die historischen Kräfte und Ereignisse, die die westliche Welt und unsere Wertvorstellungen bis in...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783608983562
PREIS 28,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Das ist kein Buch, das ist ein Projekt! Auch wenn ich mich sich als Leserin nicht als völlig ungebildet einstufen würde: Tom Holland zeigt mir in dem riesigen geschichtlichen Bogen, den er von der Antike bis in die Gegenwart spannt, ganz deutlich, wo es bei mir hapert: Historisches Hintergrundwissen, Details und vor allem: Zusammenhänge! Für die ersten drei Kapitel habe ich wirklich ewig gebraucht und eigentlich ständig Wikipedia beim Lesen offen gehabt, um Zahlen und Fakten noch einmal nachzusehen und so mein tiefes Un- oder bestenfalls Halbwissen aufzufüllen: Xerxes- ja schon mal gehört, aber wer war das nochmal? Die Babylonier? Wann genau lebte Nero? Und wer waren diese Galater? Je näher man sich an die Gegenwart heran liest, desto leichter wird des dann aber auch (zumindest in meinem Fall). Und doch zeigt Holland Hintergründe und Zusammenhänge, die ich noch nie so gesehen habe. Wer also die Entwicklung unserer Kultur ab der Antike noch einmal - sozusagen in einem gewaltigen Panorama - vorgeführt bekommen möchte, sei es um Bildungslücken zu füllen oder um alles noch einmal in vielen Zusammenhängen neu zu entdecken, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Allerdings: Man braucht Zeit, Kraft und Konzentration dazu. Dafür aber auch für Monate keine andere Lektüre!

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Geschichte Puh, was für ein Buch. Im positiven Sinne. Tom Holland hat sich hier an einem wirklich großem Projekt versucht und es ist ihm gelungen. Es ist jedoch ein Buch, dass man nicht nebenbei lesen kann. Es erfordert eine gewisse Konzentration und Zeit. Daher muss ich dazu sagen, dass ich noch nicht fertig bin. Da ich allerdings auch noch etwas benötigen werde, wollte ich gern schon mal ein Zwischenfazit abgeben. Vieles weiß man und doch tut es immer gut sich bestimmte Geschehnisse wieder ins Gedächtnis zu rufen. Dann kommen neue Erkenntnisse und Zusammenhänge dazu und man sieht einiges in einem ganz anderem Licht. Für mich ist es jedenfalls bisher sehr spannend und ich freue mich auf das weiterlesen und -lernen.

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Tom Holland erzählt in diesem Buch nichts geringeres als die Geschichte des Westens: Holland zeigt, wie es dazu kam, dass wir im Westen wurden, was wir sind, und so denken, wie wir denken. Er beginnt dabei mit der Kreuzigung von Jesus. Er will zeigen, warum «ein Kult, der von der Hinrichtung eines obskuren Verbrechers in einem längst untergegangenen Reich inspiriert war, einen derart verwandelnden und anhaltenden Einfluss auf die Welt» ausübt. Dabei schreibt er keine Geschichte des Christentums. Tom Holland geht jenen Strömungen christlichen Einflusses nach, die sich am weitesten ausgebreitet haben und die bis zum heutigen Tag am wirksamsten geblieben sind. Warum ist das wichtig? Warum stellt Holland die Kreuzigung von Jesus derart ins Zentrum? Holland schreibt: «Heute, in einer Zeit seismischer geopolitischer Verschiebungen, da sich herausstellt, dass unsere Werte nicht annähernd so universal sind, wie viele von uns angenommen haben, müssen wir dringender als je zuvor erkennen, wie kulturell kontingent diese Werte sind. Wer in einem westlichen Land lebt, lebt in einer Gesellschaft, die nach wie vor mit christlichen Vorstellungen und Voraussetzungen durchsetzt ist.» Das sei keine Frage der Religion, es gelte für Juden oder Muslime ebenso wie für Katholiken oder Protestanten. Und es sei auch keine Glaubensfrage: Man müsse nicht an die Auferstehung Christi glauben, «um von dem beachtlichen, um nicht zu sagen unausweichlichen Einfluss des Christentums geprägt zu sein.» Holland schreibt, Historiker hätten nicht die Aufgabe, darüber nachzudenken, ob die Geschichte von der Auferstehung Jesu tatsächlich wahr sei: «Sie studieren das Christentum nicht um dessen willen, was es über Gott, sondern was es über die menschlichen Belange auszusagen vermag.» Holland will in seinem Buch nachzeichnen, wie «der Glaube, dass der Sohn des einen Gottes der Juden an einem Kreuz zu Tode gefoltert worden war, so nachhaltig und weit verbreitet werden konnte, dass heute die meisten Menschen im Westen die Wahrnehmung dafür verloren haben, wie skandalös dieser Glaube zu Beginn war.» Sein Buch untersucht, wodurch das Christentum zunächst subversiv und revolutionär wurde; wie vollständig es die Grundhaltung der lateinischen Christenheit imprägnierte; und warum in einer westlichen, oft areligiösen Welt so viele ihrer Instinkte nach wie vor – im Guten wie im Schlechten – durch und durch christlich sind. Kurz, schreibt Tom Holland: «Es geht um die grösste Geschichte aller Zeiten.» Seine Erzählung setzt in der Antike ein, in Athen und in Jerusalem und schlägt dann einen riesigen Bogen bis in die Gegenwart. Holland definiert den Westen so christlich, wie man das schon lange nicht mehr gelesen hat. Das kann man skeptisch sehen, kulturgeschichtlich erklärt er damit so einiges. Das Buch ist gut lesbar, ja zuweilen schmissig geschrieben – eigentlich sollte es einen Soundtrack haben: Tschaikowsky, Grieg, manchmal Wagner und vielleicht auch etwas Hans Zimmer. Stark. Tom Holland: Herrschaft. Die Entstehung des Westens. Klett-Cotta, 624 Seiten, 40.90 Franken; ISBN 978-3-608-98356-2

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Eine umfangreiche, aber sehr interessant erzählte Weltgeschichte der westlichen Welt anhand des Christentums. Der Autor schafft es die lange Geschichte von der Antike bis zum heutigen Zeitalter nicht träge nachzuerzählen, sondern Verknüpfungen aufzuzeigen wie unser Denken und unsere Werte seit der Vergangenheit geformt und beeinflusst wird. Ich fand auch die zusätzlichen Fotos, Quellen und Vermerke am Endes des Buches hilfreich und unterstützend zu seinen Erzählungen. Manche Stellen fand ich etwas überzogen, da der Autor versucht zu allem einen Hinweis zum Christentum zu finden (es wirkt zu bemüht), aber trotzdem es war ein sehr lehrreiches Buch.

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