Als ich einmal in den Canal Grande fiel

Vom Leben in Venedig │ Das ungeschönte Porträt der schönsten Stadt der Welt

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Erscheinungstermin 01.03.2021 | Archivierungsdatum 11.08.2021

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Zum Inhalt

In „Als ich einmal in den Canal Grande fiel“ wirft Petra Reski einen wehmütigen Blick hinter die Kulissen Venedigs und erzählt, wie es ist, in einer Stadt zu leben, der es zum Verhängnis wird, dass sie von aller Welt geliebt wird.

Von Touristen überrannt, vom Hochwasser bedroht – und dennoch die schönste Stadt der Welt: Petra Reski, die seit den Neunzigern in der Lagunenstadt lebt und sie kennt wie keine Zweite, erzählt so atmosphärisch wie schonungslos vom Leben in Venedig. Einst hat sie ihr Herz an einen Venezianer verloren – längst hat sie sich in dessen Heimatstadt verliebt. Doch Kreuzfahrttourismus, Immobilienspekulation und gewissenlose Bürgermeister setzen der Stadt zu. Petra Reski kennt sie noch, die alten Venezianer und die Geheimnisse dieser Stadt, sie zeichnet ein wehmütiges Bild von Venedig, dessen Untergang es unbedingt zu verhindern gilt.

„Als ich einmal in den Canal Grande fiel“ ist eine mitreißende und die Augen öffnende Lektüre für alle Venedig-Liebhaber.

In „Als ich einmal in den Canal Grande fiel“ wirft Petra Reski einen wehmütigen Blick hinter die Kulissen Venedigs und erzählt, wie es ist, in einer Stadt zu leben, der es zum Verhängnis wird, dass...


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AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783426278468
PREIS 18,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Venedig aus einer anderen Sicht Petra Reski wohnt schon seit über 30 Jahren in Venedig, bekanntlich eine der schönsten Städte der Welt. Aber was aus Sicht der Touristen romantisch, südländisch und voller Attraktionen ist, ist für die wenigen echten Venezianer eine Katastrophe. Jahr für Jahr müssen sie zusehen, wie das wahre Venedig immer mehr verschwindet. Sei es durch die Umweltverschmutzungen von Touristen oder Kreuzfahrtschiffen, sei es durch die Politik, die es nicht schafft die Stadt zu schützen. Venedig ist mehr als andere Städte durch Witterungsbedingungen gefährdet und Petra Reski kämpft mit den anderen Einheimischen darum, die Schönheit der Lagunenstadt zu erhalten. Sie hat dort ihre Liebe und ihre Heimat gefunden und kann jetzt auch ein kleines Boot ihr eigen nennen, mit dem sie sogar rückwärts einparken kann. Ein aufrüttelndes Buch, dass sowohl den Wunsch weckt Venedig zu besuchen als auch zu retten.

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Üblicherweise steht die Anzahl der Sterne am Ende einer Rezension. Doch für diese Hommage an die Serenissima breche ich mit dieser Gewohnheit: 5 Sterne für Petra Reskis leidenschaftliches Plädoyer für die Erhaltung der Lagunenstadt, dem ich mich gerne anschließe. Also von Beginn an: Petra Reski, die deutsche Journalistin und Buchautorin, die durch ihre Sizilien-Krimis rund um Serena Vitale bekannt ist, lebt seit 1991 in Venedig, weil ihr ein Venezianer über den Weg gelaufen ist (dessen Name sie hier niemals nennt, sondern nur vom „Venezianer“ spricht. Sie schreibt voller Leidenschaft von Ebbe und Flut, von morschen Pfählen, von zerbröselndem Mauerwerk, korrupten Stadtväter, die die Stadt dem Verfall preisgeben, von Venezianern, die, weil sie das große Geld wittern, ihre Wohnungen verkaufen oder an Touristen vermieten. „Nicht mal die Pestepidemie von 1630 war so effektiv bei der Beseitigung der letzten Venezianer wie die Erfindung der Ferienwohnung: in Venedig vermietet niemand mehr Wohnungen an Venezianer, sondern nur noch an Touristen.“ Sie schreibt von Kreuzfahrtschiffen, die durch ihre Bugwellen das ohnehin schon poröse Mauerwerk weiter zerstören, vom Ausverkauf historischer Palazzi durch die Stadtväter, die gleich eine Baugenehmigung für allerlei gesichtslose Hotels oder Konsumtempel dazulegen und vom Widerstand gegen diese Machenschaften. Zahlreiche Bürgerinitiativen kämpfen gegen diese mafiösen Strukturen. „Der Tourist will allein sein auf der Welt, das ist sein größtes Problem.“ Ich war vor rund 30 Jahren das letzte Mal in Venedig. Manchmal habe ich Sehnsucht nach der Stadt, die seit Jahrhunderten den Gezeiten trotzt. Doch will ich nicht auch noch (m)einen Beitrag zur Zerstörung der Serenissima leisten. Deshalb verkneife ich mir eine Reise in die Lagunenstadt. Ich möchte sie so in Erinnerung behalten, wie sie damals war: kleine Geschäfte wie Bäcker, Pastaladen, Gemüsehändler, Fleischhauer, Blumenläden und natürlich (ganz wichtig für mich) Schuhgeschäfte, statt der gesichtslosen, uniformen Kaufhausketten, deren Ware man in jeder größeren Stadt der Welt bekommt. Petra Reski lässt mit ihrer Schilderung ihre Leser das alte Venedig noch einmal (?) Revue passieren. Mit ihrem flüssigen und farbenprächtigen Erzählstil, nimmt sie uns an die Hand, schlendert mit uns über die zahlreichen Brücken (über 450) und durch verwunschene Calli. Sogar einen der seltenen Gärten dürfen wir an ihrer Seite entdecken. Schmunzeln musste ich über die ungewöhnliche Wahl der Hochzeitslocation: statt Venedig (wie 100.000 andere weit gereiste Paare), eine Feier im Ruhrgebiet. Fazit: Wer Venedig wirklich liebt, reist mit umweltfreundlich mit der Bahn an. Ich stimme Petra Reski zu, dass es an uns allen liegt, die Serenissima zu erhalten. Gerne gebe ich dieser Hommage an die Serenissima 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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"Es gibt zwei Arten von Städten: alle anderen und Venedig." (Henry James) Für jemanden, der lange Zeit in der geheimnisvollen Lagunenstadt Venedig verbracht hat, kommt Petra Reskis Buch „Als ich einmal in den Canale Grande fiel“ einem Tatsachenroman gleich. Die Autorin ist seit fast 30 Jahren Bewohnerin der italienischen „Diva“ und weiß nicht nur um die Schönheiten der Stadt, sondern vor allem um die großen Probleme und Zerstörung, die durch Immobilienspekulationen, korrupte Stadtväter oder Kreuzfahrttourismus immer mehr an Fahrt aufgenommen haben und den Einwohnern das Leben immer schwerer machen. Umso schöner ist ihre Art, dem Leser ihre Faszination und Liebe für Venedig sowie deren Bewohner nahe zu bringen. Wer Venedig einmal besucht hat, wird der Schönheit und der Magie dieser Stadt schnell erliegen, solange er sich etwas Märchenhaftes im Herzen bewahrt hat. Reski schildert mit flüssigem, farbenprächtigem Erzählstil, nimmt den Leser an die Hand und schlendert mit ihm über die zahlreichen Brücken, durch verwunschene Gassen und lässt ihn durchs Schlüsselloch so manches zauberhaft anmutendes Gebäude sehen, um die andere Seite der Fassade zu erblicken. Wo früher alte Venezianer lebten, die durch hohe Mieten vertrieben wurden, ziehen nun im Tagestakt Touristen in die alten Gemäuer, wo sie über einen Feriendomizilanbieter eine Unterkunft angemietet haben. Auch die typischen kleinen italienischen Läden, die Fisch, Käse, Schinken oder allerlei andere traditionelle Waren anbieten, verschwinden immer mehr aus dem Stadtbild, um Platz zu machen für Designerstores oder Ramschläden, die nur noch weit entfernt mit der Tradition der Stadt oder des Landes zu tun haben. Es ist das schnelle Geld, das lockt, wenn die Kreuzfahrtschiffe fast mitten in der Stadt anlegen und die Touristen wie Heuschrecken in die Stadt einfallen, um in kurzer Zeit ganz Venedig zu vereinnahmen. Das Seufzen und Aufatmen der Bewohner ist regelrecht im Leserkopf zu vernehmen, wenn die riesigen Meeresschiffe mit ihrer Fracht die Stadt wieder verlassen. Dabei ist es völlig unverständlich, dass den Riesenschiffen die Zufahrt bis fast in die Stadt hinein überhaupt gestattet ist, denn durch ihr Gewicht höhlen sie die Lagunen aus und beschädigen die Bausubstanz erheblich, aber auch die Umweltbelastung und –verschmutzung ist erheblich. Aber der schnöde Mammon hat schon immer alle Ratten aus ihren Löchern gelockt, so ist es auch mit den korrupten Politikern, die dafür alles tun würden und so ihre Stadt zu zerstören. Da ist es besonders wichtig, dass es Bürgerinitiativen gibt, die sich den Kampf gegen all dieses Ungemach auf die Fahne geschrieben haben. Sie kämpfen nicht nur gegen die Hochwasserschäden, sondern vor allem dafür, dass ihre geliebte, wunderschöne, verwunschene Stadt auch weiterhin die ihre bleibt. Doch bei all den momentanen Schwierigkeiten ist Venedig immer noch ein Sehnsuchtsort, an dem viele heiraten, einmal den mystischen Karneval im Nebel miterleben oder einfach mit einer Gondel an den vielen prächtigen Palazzi vorbei durch die Lagunen fahren wollen, vielleicht sogar auf dem Canal Grande – in den die Autorin wirklich hineingefallen ist. Man möchte am liebsten hinterherspringen! Wer Venedig liebt, reist nicht mit dem Kreuzschiff an und bringt der Stadt sowie den Bewohnern den nötigen Respekt entgegen, um dort unbeschwert die Schönheit und Grandezza der alten Lagunenschönheit zu genießen. Reski hat Recht – das geht uns alle an und mehr Achtsamkeit ist wünschenswert, um dieses städtische Kleinod zu erhalten. Absolut wertvolle Lektüre mit verdienter Empfehlung!!!

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Der typische Reski-Sound, der mich jedesmal wieder sofort in seinen Bann zieht und mich ihre Bücher "in einem Rutsch" lesen läßt, erst recht in Pandemie-Zeiten! Egal ob Roman oder Sachbuch, perfekt recherchiert und emphatisch engagiert nimmt sie den Leser mit in ihr Venedig. Man wünscht ihr und ihren Mitstreitern jeden Erfolg im Kampf um den Erhalt der Stadt und gegen die Korruption. In diesen Berichten spürt man die Journalistin und die Kunst, grundernste Themen unterhaltsam zu präsentieren.

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Venedig – wer liebt die Stadt nicht? So ein Fremdenführer aka die Erinnerungen & Gedanken einer Person, die lange dort gelebt hat/lebt, kann da schon hilfreich sein (ich hoffe ich falle nie in den Kanal.😂). Reski schafft es, aus den typischen Mustern historischer Kulturbücher auszubrechen und malerisch von einer Welt zu erzählen, die ich so liebe. Mein Herz hat beim Lesen geblutet: Ich vermisse das Reisen so sehr! Venedig! Das Feeling! Dieses Buch hat mich dorthin mitgenommen und jetzt kann ich wohl nicht anders, als mit dem Zug runter zu fahren und die Wassertiefe des Canale Grandes zu checken (Spaß). ☺️ Herzensempfehlung - sympathisch, clever, spannend & warm. 💓

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Die bekannte Autorin und Journalistin Petra Reski lebt seit 1991 in Venedig und hat ihr Herz an einen kunstinteressierten Venezianer verloren. Die italienische Lagunenstadt ist zu ihrer Heimat geworden und sie sieht mit Sorge, dass diese mehr und mehr von Touristen überlaufen und von ausländischen Hotelketten aufgekauft wird. Die jüngere Generation zieht wegen mangelnder Berufsaussichten und horrender Mieten aufs Festland. Infolgedessen trifft man in Venedig vorwiegend Bewohner der Generation Ü50 an. Reski, die sich an die venezianischen Gepflogenheiten angepasst hat, gar unter die Bootsfahrer gegangen ist, möchte den Ausverkauf ihrer Herzensstadt nicht länger tatenlos zusehen und mit ihrem Buch auf die vorherrschenden Missstände aufmerksam machen. Aktiv setzt sie sich beispielsweise für die Autonomie Venedigs und gegen korrupte Bürgermeister ein. Ich habe Reskis Buch mit großem Interesse gelesen, weil es zeigt, wie es in Venedig fernab der Donna-Leon-Idylle wirklich aussieht und die Autorin leidenschaftlich für diese Stadt und ihre Bewohner kämpft. Hier erfährt der Leser einiges an Hintergrundwissen über Venedig und zudem viel über Reskis eigenen Werdegang.

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Petra Reski - Als ich einmal in den Canal Grande fiel zum Inhalt Von Touristen überrannt, vom Hochwasser bedroht – und dennoch die schönste Stadt der Welt: Petra Reski, die seit 1991 in der Lagunenstadt lebt und sie kennt wie keine Zweite, erzählt so atmosphärisch wie schonungslos vom Leben in Venedig. Einst hat sie ihr Herz an einen Venezianer verloren ‒ längst hat sie sich in dessen Heimatstadt verliebt. Doch Kreuzfahrttourismus, Immobilienspekulation und gewissenlose Bürgermeister setzen der Stadt zu. Petra Reski kennt sie noch, die alten Venezianer und die Geheimnisse dieser Stadt, sie zeichnet ein wehmütiges Bild von Venedig, dessen Untergang es unbedingt zu verhindern gilt Meinung Petra Reski hat mit allem so Recht, die Kanäle stinken und sind so wunderschön. Diese unvergleichliche Stadt darf nicht in der Lagune versinken. Nach diesem Buch nimmt man noch mehr Anteil am Schicksal Venedigs. Dieses Buch ermöglicht einen kritischen Blick ins alte und neue Venedig, lässt das Flair Venedigs im Kopf aufleben. Nicht nur für Venedigfans eine lohnenswerte Lektüre.

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