Im Wald

Kriminalroman

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Erscheinungstermin 14.10.2016 | Archivierungsdatum N/A

Zum Inhalt

Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. 
Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. 
Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. 
Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. 
Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. 
Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf? 

Nele Neuhaus fängt die trügerische Dorfidylle Rupperthains ein, in der das Ermittlerduo in ihrem achten Fall ermittelt. 
Der neue Bücher Bestseller der bekannten Krimi-Autorin schafft durch die Beschreibung von Originalschauplätzen und der Skizzierung des Dorflebens eine dichte Atmosphäre. 
Die Verbrechen erschüttern diese Idylle und werden in diesem Buch zu Bodensteins persönlichstem Fall. 
Mit dem Taunus-Krimi landet die deutsche Schriftstellerin erneut auf den vorderen Plätzen der Bestsellerlisten.

Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. 
Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783550080555
PREIS 22,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Gerade aus dem Jugendknast entlassen, sieht ein junger Mann seinen einzigen Ausweg in einem eigenhändigen Drogenentzug und sucht sich dafür einen Wohnwagen auf einem einsamen Campingplatz aus. Mitten in der Nacht geht der Wohnwagen durch eine vorhergegangene Explosion in Flammen auf. Kriminalhauptkommissar Oliver Bodenstein wird dieser Fall zugeteilt und bringt seine 7-jährige Tochter Sophia mit zum Tatort, da er sie noch nicht allein lassen kann. Da in der letzten Zeit in der Gegend einige Brände gelegt wurden, wird dieser Fall zuerst als Brandstiftung eingeschätzt. Als jedoch die Spurensicherung eine Leiche in den Überresten des Wohnwagens findet, bekommt die Geschichte eine neue Wendung. Bei den Ermittlungen stößt Bodenstein mit der Besitzerin des Wohnwagens Rosemarie Herold auf seine eigene Vergangenheit, denn sie ist die Mutter seines ehemals besten Schulfreundes, der vor mehr als 40 Jahren spurlos verschwand und Bodenstein noch immer Schuldgefühle verursacht. Ist die Brandleiche sein Schulfreund? Bodenstein gibt den Fall an seine Kollegin Pia Kirchhoff ab, da er befangen ist. Wird sich das Verschwinden seines Freundes jemals aufklären? Was ist damals passiert? Das lange Warten hat sich gelohnt, denn Nele Neuhaus hat wieder zugeschlagen und mit ihrem Buch „Im Wald“ den 8. Band um ihr Ermittlerduo Bodenstein-Kirchhoff vorgelegt. Der Schreibstil ist wie immer flüssig, und der Leser ist bereits mit dem Prolog schon in der Geschichte gefangen und kann nicht anders als sich dem Sog des Buches zu ergeben. Der Spannungsbogen wird bereits auf den ersten Seiten hoch angelegt, steigert sich aber im Verlauf der Handlung immer weiter bis zum Finale. Nele Neuhaus weiß mit den Emotionen ihrer Leser zu spielen und entfesselt mit ihrem bildhaften Schreibstil ein wunderbares Kopfkino, es ist, als wäre man hautnah bei den Ermittlungen dabei und kann die Spannung regelrecht mit den Händen greifen. Die Ortsbeschreibungen sind ebenso detailliert wie die Emotionen der Protagonisten. Auch die Rückblicke in die Vergangenheit geben dem Leser einen guten Einblick und tragen nach und nach zur Auflösung des Puzzles bei. Dabei hat Nele Neuhaus natürlich immer ein Ass im Ärmel, denn mit ihren gut verteilten Wendungen und Irrwegen manipuliert sie den Leser sehr geschickt immer wieder aufs Neue, der sich darauf wieder neu sortieren und alles überdenken muss. Die Charaktere sind wie immer sehr lebensnah und authentisch gestrickt, deshalb sind Bodenstein und Kirchhoff einer großen Fangemeinde bereits regelrecht ans Herz gewachsen oder gehören sozusagen „zur Familie“. Auch in diesem Fall erhält man wieder einen guten Einblick in die Gefühlswelt der Protagonisten. Bodenstein wirkt diesmal sehr schuldbeladen und zerrissen, was einen als Leser nicht kalt lässt, ist er doch meistens der eher abgeklärte Typ, der nur in seinem Privatleben einige Krisen durchzustehen hatte. Er steht kurz vor einer Auszeit und da er zu direkt in diesen Fall involviert ist, gibt er ihn an seine Kollegin Pia Kirchhoff ab, die souverän, offen und ehrlich damit umgeht. Die beiden sind ein eingespieltes Team und Pia gibt sich hier alle Mühe, ihrem Chef etwas von seiner eigenen Unruhe zu nehmen. Mit „Im Wald“ konnte auch der 8. Fall von Bodenstein und Kirchhoff wieder einmal restlos durch eine gut durchdachte Story, absoluten Nervenkitzel und einen bis fast auf den letzten Drücker nicht zu ahnenden Täter überzeugen. Alle Fans werden mit diesem Roman wieder voll auf ihre Kosten kommen und einige schlaflose Nächte in Kauf nehmen. Das Warten wird lang werden bis zum nächsten Fall – leider! Absolute Leseempfehlung! Hier noch die Links zu meinen Rezensionsveröffentlichungen: https://www.lovelybooks.de/autor/Nele-Neuhaus/Im-Wald-1239849115-w/rezension/1352008325/ https://www.amazon.de/review/R1Q8JGPU0OUOQ9/ref=cm_cr_dp_title?ie=UTF8&ASIN=3550080557&channel=detail-glance&nodeID=299956&store=books http://wasliestdu.de/rezension/was-ist-mit-artur-passiert https://www.lesejury.de/nele-neuhaus/buecher/im-wald/9783550080555?st=1&tab=reviews&s=2#reviews http://www.buechertreff.de/thread/93830-nele-neuhaus-im-wald/?postID=1931026#post1931026 http://www.reliwa.de/review/show/11255

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Gerade aus dem Jugendknast entlassen, sieht ein junger Mann seinen einzigen Ausweg in einem eigenhändigen Drogenentzug und sucht sich dafür einen Wohnwagen auf einem einsamen Campingplatz aus. Mitten in der Nacht geht der Wohnwagen durch eine vorhergegangene Explosion in Flammen auf. Kriminalhauptkommissar Oliver Bodenstein wird dieser Fall zugeteilt und bringt seine 7-jährige Tochter Sophia mit zum Tatort, da er sie noch nicht allein lassen kann. Da in der letzten Zeit in der Gegend einige Brände gelegt wurden, wird dieser Fall zuerst als Brandstiftung eingeschätzt. Als jedoch die Spurensicherung eine Leiche in den Überresten des Wohnwagens findet, bekommt die Geschichte eine neue Wendung. Bei den Ermittlungen stößt Bodenstein mit der Besitzerin des Wohnwagens Rosemarie Herold auf seine eigene Vergangenheit, denn sie ist die Mutter seines ehemals besten Schulfreundes, der vor mehr als 40 Jahren spurlos verschwand und Bodenstein noch immer Schuldgefühle verursacht. Ist die Brandleiche sein Schulfreund? Bodenstein gibt den Fall an seine Kollegin Pia Kirchhoff ab, da er befangen ist. Wird sich das Verschwinden seines Freundes jemals aufklären? Was ist damals passiert? Das lange Warten hat sich gelohnt, denn Nele Neuhaus hat wieder zugeschlagen und mit ihrem Buch „Im Wald“ den 8. Band um ihr Ermittlerduo Bodenstein-Kirchhoff vorgelegt. Der Schreibstil ist wie immer flüssig, und der Leser ist bereits mit dem Prolog schon in der Geschichte gefangen und kann nicht anders als sich dem Sog des Buches zu ergeben. Der Spannungsbogen wird bereits auf den ersten Seiten hoch angelegt, steigert sich aber im Verlauf der Handlung immer weiter bis zum Finale. Nele Neuhaus weiß mit den Emotionen ihrer Leser zu spielen und entfesselt mit ihrem bildhaften Schreibstil ein wunderbares Kopfkino, es ist, als wäre man hautnah bei den Ermittlungen dabei und kann die Spannung regelrecht mit den Händen greifen. Die Ortsbeschreibungen sind ebenso detailliert wie die Emotionen der Protagonisten. Auch die Rückblicke in die Vergangenheit geben dem Leser einen guten Einblick und tragen nach und nach zur Auflösung des Puzzles bei. Dabei hat Nele Neuhaus natürlich immer ein Ass im Ärmel, denn mit ihren gut verteilten Wendungen und Irrwegen manipuliert sie den Leser sehr geschickt immer wieder aufs Neue, der sich darauf wieder neu sortieren und alles überdenken muss. Die Charaktere sind wie immer sehr lebensnah und authentisch gestrickt, deshalb sind Bodenstein und Kirchhoff einer großen Fangemeinde bereits regelrecht ans Herz gewachsen oder gehören sozusagen „zur Familie“. Auch in diesem Fall erhält man wieder einen guten Einblick in die Gefühlswelt der Protagonisten. Bodenstein wirkt diesmal sehr schuldbeladen und zerrissen, was einen als Leser nicht kalt lässt, ist er doch meistens der eher abgeklärte Typ, der nur in seinem Privatleben einige Krisen durchzustehen hatte. Er steht kurz vor einer Auszeit und da er zu direkt in diesen Fall involviert ist, gibt er ihn an seine Kollegin Pia Kirchhoff ab, die souverän, offen und ehrlich damit umgeht. Die beiden sind ein eingespieltes Team und Pia gibt sich hier alle Mühe, ihrem Chef etwas von seiner eigenen Unruhe zu nehmen. Mit „Im Wald“ konnte auch der 8. Fall von Bodenstein und Kirchhoff wieder einmal restlos durch eine gut durchdachte Story, absoluten Nervenkitzel und einen bis fast auf den letzten Drücker nicht zu ahnenden Täter überzeugen. Alle Fans werden mit diesem Roman wieder voll auf ihre Kosten kommen und einige schlaflose Nächte in Kauf nehmen. Das Warten wird lang werden bis zum nächsten Fall – leider! Absolute Leseempfehlung! Hier noch die Links zu meinen Rezensionsveröffentlichungen: https://www.lovelybooks.de/autor/Nele-Neuhaus/Im-Wald-1239849115-w/rezension/1352008325/ https://www.amazon.de/review/R1Q8JGPU0OUOQ9/ref=cm_cr_dp_title?ie=UTF8&ASIN=3550080557&channel=detail-glance&nodeID=299956&store=books http://wasliestdu.de/rezension/was-ist-mit-artur-passiert https://www.lesejury.de/nele-neuhaus/buecher/im-wald/9783550080555?st=1&tab=reviews&s=2#reviews http://www.buechertreff.de/thread/93830-nele-neuhaus-im-wald/?postID=1931026#post1931026 http://www.reliwa.de/review/show/11255

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Wenn mich Bücher mehr als die halbe Nacht wach halten und ich am nächsten Tag noch darüber nachdenken muss und in Gedanken zurückkehre, dann bin ich zwar müde aber auch sehr glücklich. Genau so ein Buch ist ' Im Wald' von Nele Neuhaus. Kommissar Bodenteich ermittelt in seinem Heimatort, triftt auf alte Freunde und alte Feinde. Und langsam aber sicher fallen die Fassaden auf beiden Seiten. Dieses Buch macht es schwer aufzuhören, zu spannend ist die Frage wer ist der Nächste und wer war es?

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In einem ausgebrannten Wohnwagen wird eine Leiche entdeckt, was die Ermittler vom K11 auf den Plan ruft. Eventuell scheint der Mann bei lebendigem Leib eingeschlossen und verbrannt worden sein. Als seine Identität geklärt ist, erreicht die Ermittler die Nachricht, dass auch die Mutter des Toten soeben verstorben ist. Handelt es sich dabei auch um Mord? Pia Sander und Oliver von Bodenstein stoßen auf Spuren, die auf eine Verbindung zu Bodensteins Vergangenheit hinweisen. Wie bei Nele Neuhaus mittlerweile üblich, sterben im Laufe der Handlung noch einige Menschen mehr, es werden einige Schüsse abgegeben und Verletzungen gibt auch einige. Damit liegt sie für mich zwischen den beiden Extremen, die es bei deutschen Krimis meist gibt (entweder enorm spektakuläre und blutige Fälle oder aber sehr bodenständige Kriminalfälle, wie man sie vermutlich öfter in Deutschland und im Tatort vorfindet). Action und Spannung sind also durchaus vorhanden, doch vollkommen unrealistisch ist der vorliegende Fall auch nicht. Toll wird wieder einmal das Leben im ländlichen Taunus samt Bewohner dargestellt! Vermutlich etwas überspitzt, doch so stelle ich mir als Großstädterin alteingesessene Dörfler vor! Nele Neuhaus hat tolle Charaktere ausgearbeitet, die interessant und glaubwürdig sind. Allerdings sind es am Ende schon jede Menge auftretende Personen, sodass das Personenlexikon zu Beginn überaus hilfreich sein kann, zumal enorm viele Personen miteinander verwandt sind und/ oder den gleichen Nachnamen haben! Gut gefiel mir aber auch, dass es um diverse Generationen ging. Eine große Rolle spielen einige Jugendliche, dazu noch einige sehr alte Menschen, der größte Personenkreis ist in den Fünfzigern und somit in Bodensteins Alter. Bei den ersten Bänden dieser Reihe konnte man noch bei jedem beliebigen Fall starten. Hier allerdings empfehle ich, doch lieber mit einem anderen Band einzusteigen, wenn man die Reihe noch nicht kennt. Die Morde geschehen nämlich in Oliver von Bodensteins Heimatort, sodass er beinahe alle Bewohner, und somit auch Opfer und Verdächtige, schon sein Leben lang kennt. Nachdem im Band zuvor eher Pias Privatleben eine Rolle spielte, steht hier Bodenstein im Fokus, zum Beispiel seine Rolle als beinahe allein erziehender Vater oder seine Beziehungen zu seiner aktuellen und zu seiner Ex-Freundin. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven; ein Kapitel entspricht einem Tag. Dadurch sind die Kapitel leider sehr lang und es fiel mir unheimlich schwer, mal eine passende Stelle zu finden, das Buch mal aus der Hand zu legen, zum Beispiel um doch noch ein paar Stunden Schlaf zu finden oder endlich mal etwas zu Essen. Liegt aber eventuell mit daran, dass dieser Krimi einfach wieder einmal so unglaublich spannend und einfach richtig, richtig gut ist! Perfekt, um so richtig in einem Buch zu versinken!

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Dieses Buch hat mich nicht losgelassen. Obwohl jede Menge Personen mitspielen und irgendwie alle miteinander verwandt oder verschwägert sind, der Leser also durchaus leicht den Überblick verlieren könnte, war ich mittendrin, konnte mich in die einzelnen Personen so gut hinein versetzen und las gebannt weiter, um in Erfahrung zu bringen, was nun tatsächlich damals vor 42 Jahren geschah und ob dies mit den neuen Geschehnissen zusammenhängt, wer dafür verantwortlich ist und ob Pia und Oliver dies herausfinden werden. Außerdem berührt der Fall Oliver von Bodenstein nicht nur besonders, weil es sich um seinen Heimatort und Freunde aus Kindertagen handelt, sondern auch, weil dies sein vorerst letzter Fall sein soll. Er will sich eine Auszeit von einem Jahr nehmen und sich um seine Tochter und neue Lebensgefährtin kümmern, und ich wünsche ihm von Herzen viel Glück. Pia leitet diese Ermittlung und wird künftig für ihren Chef einspringen. Ich traue ihr durchaus zu, eine gute Leiterin zu sein, denn letzten Endes hatte sie einen guten Lehrer. In diesem Fall überstürzen sich die Ereignisse. Auf den Wohnwagenbrand folgen weitere Morde, viele Verdächtige geraten in den Fokus der Polizei, während die Ermittler oft auf der Stelle treten und kaum zum Schlafen kommen. Irgend etwas scheinen die Dorfbewohner zu wissen und zu bewahren, niemand macht den Mund auf, und langsam scheinen selbst Pia und Oliver zu verzweifeln. Doch dann fügt sich plötzlich eins zum anderen, und die Auflösung des Rätsels hat mich ob der Motive staunen lassen. Sehr gut geschrieben, sehr gut recherchiert und einfach genial präsentiert. Ich habe absolut nichts zu meckern, bin restlos überzeugt und gebe die volle Punktzahl 10/10 Punkte.

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"Im Wald" ist ein guter, wenn auch sehr komplexer Krimi. Stellenweise ist die Geschichte ein wenig verwirrend, was vor allem an den Unmengen von Verdächtigen und involvierten Personen liegt, aber man kann der Handlung dennoch gut folgen und die Wendungen und neuen Enthüllungen sorgen dafür, dass man immer darüber nachdenken muss, was wohl passiert ist; die Auflösung kommt erst kurz vor dem Ende und bis zur letzten Sekunde kommen immer neue Erkenntnisse, die alles durcheinander werfen. Die Auflösung an sich war gut ich hatte den Täter nicht wirklich als Hauptverdächtigen auf dem Schirm, aber alles war stimmig und es hat mir gefallen, wie nach und nach alle Hinweise zusammen kamen und sich zu einem klaren Bild verdichtet haben. Dadurch, dass Bodenstein die Verdächtigen seit Jahren kennt und auch ansonsten eine direkte Verbindung zu dem Fall hat, wurde alles gleich interessanter und man hat dadurch einen neuen Blick auf ihn als Charakter bekommen, wodurch er mir gleich noch sympathischer geworden ist.. Meiner Meinung nach hatte er sich bemerkenswert gut unter Kontrolle, aber natürlich war er nicht mehr vollständig objektiv und Pia musste eingreifen. Diese Dynamik wurde glaubwürdig und gut dargestellt und hier hat sich wieder gezeigt, wie hervorragend die beiden sich selbst unter solchen Umständen ergänzen. Sie sind ein gutes Ermittlungsteam und es funktioniert einfach, weshalb ich auf weitere Bände mit ihnen hoffe. Durch die persönliche Komponente des Falls hat man auch einige bereits bekannte Figuren, beispielsweise Bodensteins Exfreundin, aus einer anderen Perspektive kennen gelernt, was ich ebenfalls interessant fand, ebenso wie die tieferen Einblicke in die Dorfgemeinschaft. Eine Unzahl von Personen ist irgendwie involviert und wie bereits erwähnt wird die Geschichte dadurch teilweise kompliziert, aber der Autorin ist es gelungen, den Überblick zu wahren und den Figuren genügend Raum zu geben. Ein paar kleinere Nebenhandlungen hätten aber ruhig gestrichen werden können. FAZIT Der achte Fall um das Ermittlerteam Pia / Oliver hat mir gut gefallen. Er war spannend, gut geschrieben und interessant, wenn auch teilweise fast schon zu komplex. Ich kann das Buch empfehlen und werde demnächst die Bände der Reihe lesen, die ich noch nicht kenne.

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In Ruppertshain gibt es nach eine Brand auf einem Wohnwagenplatz einen Toten. Kurze Zeit später wird auch die Mutter des Opfers in einem Hospiz tot aufgefunden. Obwohl die arme Frau doch eigentlich nicht mehr lange zu leben hatte. Befürchtete der Mörder wohl eine Erleichterung ihres Gewissens und hat sie deshalb umgebracht? Steckt jemand aus der eigenen Familie dahinter? In diesem Fall, der gerade für Bodenstein sehr emotional ist, wird nicht nur der aktuelle Fall der diversen Morde, sondern auch seine Kindheit aufgearbeitet und er merkt schnell, dass in Ruppertshain einiges im Argen liegt.... Für mich war es das erste Buch von Nele Neuhaus. Jedoch habe ich schon einige ihrer Fälle im Fernsehen verfolgt und finde diese bis zur letzten Minute spannend. Daher konnte ich mir direkt die Umgebung und die Ermittler gut vorstellen. Schön fand ich auch, dass es eine kleine Karte der Umgebung und Ruppertshain gibt, so dass man sich gut orientieren kann. Da es in dem Buch sehr viele Charaktere gibt und man schnell den Überblick verlieren kann, war das kleine Personenregister sehr hilfreich. Der Stil der Sprünge zwischen den verschiedenen Personen und Ermittlern macht es so spannend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Der Schreibstil trägt ebenso dazu bei und man lernt einiges über Verhörmethoden und die Polizeiarbeit. Ich hoffe, dass wir noch viele weitere Fälle lesen dürfen und würde mich sehr über eine Fortsetzung (in der alten Besetzung) freuen.

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"Im Wald" ist der erste Roman von Nele Neuhaus, den ich gelesen habe, und der erste Teil der Reihe um das populäre Ermittlerteam aus Hessen. Ich hatte sehr große Erwartungen, da Neuhaus als die deutsche Krimiqueen gilt. Den Anfang fand ich durchaus spannend und gut gemacht. Leider zieht sich die Geschichte aber ein wenig in die Länge, und ein Spannungsfeuerwerk entzündet sich erst auf den letzten Metern. Neuhaus schreibt jedoch so routiniert, dass ich überhaupt keine Verständnisschwierigkeiten hatte, obwohl ich null Vorwissen hatte. Der Fall an sich hat viel Potential, und die Grundidee ist klasse : "Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf?" Beim Ermittlerteam musste ich ein wenig an Lynley und Havers von Elizabeth George denken. Feinsinniger Aristokrat im Polizeidienst plus Normalo-Ermittlerin. Bodenstein plus sidekick oder umgekehrt. Ein wenig enttäuscht war ich von Stil und Sprache. Einfach gehalten! Und es irritierte mich, dass Neuhaus mit Verallgemeinerungen nach dem Motto "nicht umsonst gehen Leute in der Dunkelheit nicht in den Wald" arbeitet. Auch erklärt sie Dinge manchmal, die sie einen Absatz vorher eigentlich schon herausgearbeitet hat und die sich sowieso aus dem Kontext ergeben, wenn man aufmerksam liest und mitdenkt. Aber gut, andererseits kann man es auch positiv sehen, dass wirklich jeder Leser " mitgenommen" werden soll. Mit der Zeit wurden mir die Figuren doch sympathisch, aber die grösste Stärke in puncto Figuren liegt meines Erachtens darin, dass Neuhaus Kompetenzgerangel und Intrigen auf der Arbeit fein herausarbeitet, ohne je zu übertreiben. Ein großes Plus! Auch mochte ich das hessische setting, das die Autorin sehr liebevoll und farbenprächtig beschreibt. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang der Lektüre nicht sehr gefesselt war. Es war nicht so, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Aber man muss eben Geduld haben und den Aufbau des Romans auch akzeptieren, beziehungsweise sich auf die Geschichte einlassen, die sich nach und nach entfaltet. Mit jeder Seite gibt es weitere Verwicklungen und ein Ansteigen der Spannungskurve bis zum großen Finale.... Mein Fazit: Für " Im Wald" von Nele Neuhaus vergebe ich vier von insgesamt fünf möglichen Sternen. Trotz kleiner Schwächen habe ich "Im Wald" von Nele Neuhaus gerne gelesen. Weitere Bände der Krimireihe stehen bereits auf meiner Leseliste!

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Dorfdynamik Im Wald (Band 8 der Bodenstein-Kirchhoff Reihe) 14. Oktober 2016 von Nele Neuhaus Bodenstein wird mitten in der Nacht zu einem Brand gerufen bei dem ein Mensch ums Leben gekommen ist. Es bleibt nicht bei dem Toten im Wald und Bodenstein kannte die beiden Toten da seine Familie seit Generationen in dem Dorf Ruppertshain ansässig ist und er somit dort aufwuchs. Pia, inzwischen verheiratet, übernimmt mehr und mehr der Ermittlungsarbeiten, weil Bodenstein sich mehr um das Verschwinden seines besten Freundes 1972 kümmert als um die aktuellen Fällen. Er glaubt, dass es einen Zusammenhang gibt. Pia und Bodenstein treffen auf eine Mauer des Schweigens. Der Autorin ist wieder ein spannender Krimi in der Reihe gelungen. Diesmal erfahren wir sehr viel von Oliver von Bodenstein, seiner Vergangenheit und eigentlich auch von seiner Zukunft. Der Fall ist spannend und der Leser kann gut die Spuren verfolgen. Sehr schön wird herausgearbeitet wie die Beziehungen in kleinen Dörfern zu Außenstehenden sind. Das Buch ist kurzweilig wobei man wirklich aufpassen muss da das halbe Dorf namentlich erwähnt wird. Hilfreich ist da, dass ein Glossar angelegt wurde der die Beziehungen der einzelnen Personen untereinander festhält. Da Bodenstein dort lebt und aufgewachsen ist, würde das Buch ohne die ganzen erwähnten Leute wohl weniger authentisch rüber kommen. So hat man wirklich das Gefuehl, dass wir Bodenstein dabei begleiten ein Kindheitstrauma aufzuarbeiten. Gelungene Fortsetzung der Reihe, lässt sich aber auch gut als Einstieg lesen ohne die anderen Bücher zu kennen.

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Ein neuer spannender "Taunuskrimi" mit Oliver von Bodenstein und Pia Sander. Von der ersten Seite an ist man in die Geschichte und die Komplotte des kleinen Ortes im Taunus gezogen und verfolgt neugierig jede neue Wendung.die Handlung ist nicht vorhersehbar und bis zur letzten Seite ist das Buch voller Spannung. Neben der detaillierten Skizzierung der Darsteller sind auch die Orte, die im Buch vorkommen, so beschrieben, dass es ein leichtes ist, sie vor dem inneren Auge zu sehen. Selbst lokale sprachliche Besonderheiten werden authentisch und auf leicht humorvolle Art mit eingebaut. Ich hoffe sehr, dass dies nicht der letzte Fall sein wird!

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Mit einer besonderen Spannung wartet der neue Kriminalroman von Nele Neuhaus auf. Bevor die eigentliche Handlung beginnt, gibt es zwei Abschnitte, die auf den ersten Blick nichts mit dem aktuellen Kriminalfall zu tun haben. Dabei ist der Prolog offensichtlich, nicht nur durch die mitgelieferte Datumsangabe, eine Rückblende auf ein Ereignis von mehr als vierzig Jahren. Der erste Abschnitt des ersten Kapitels lässt den Leser an dem Brand eines Wohnwagens auf einem Campingplatz teilhaben. Die gerne von Alkohol beseelte Felicitas Molis schaut mit Schrecken und Fernglas auf das lodernde Feuer. Beide Abschnitte sorgen für Spannung, weil es sehr interessant wäre, zu wissen, welcher Zusammenhang zwischen ihnen besteht. Danach geht es schnell mit den Ermittlungen zur Sache. Oliver von Bodenstein, der adelige Ermittler dieser Autorin, wird zur Brandstelle gerufen. Doch die erste Vermutung, dass es sich um den seit Wochen tobenden Feuerteufel handelt, wird schnell zerschlagen. Im Wohnwagen wird eine Leiche gefunden. Bodenstein und seine Kollegin Pia Sander müssen in einem Mordfall ermitteln. Dann geht es offenbar Schlag auf Schlag, in kurzer Zeit gibt es weitere Tote. Und als Leser fragt man sich immer noch, warum der Prolog eine Situation von vor vierzig Jahren beschreibt. Nele Neuhaus hat ein sehr umfangreiches, aber nicht weniger interessantes Figurenensemble geschaffen. Wegen der Geschehnisse vor 42 Jahren geht es in die Kindheit von Bodenstein zurück, seine Schulkameraden und Spielgefährten tauchen wieder in seinem Leben auf. Alte Erinnerungen werden hervorgeholt. Die Figuren sind detailreich und konfliktbeladen ausgearbeitet. Kaum eine gerade Figur. Die aus den vorangegangenen Romanen bekannten Figuren erscheinen in einem neuen Licht und erhalten neue Züge, was auch sie wiederum interessant macht. Die düsteren, in der Vergangenheit liegenden Geschehnisse der Bewohner der Taunusörtchen tun ihr Übriges. Die Jahresangabe der aktuellen Handlung fand ich unnötig. Auch die sich gelegentlich wiederholende Informationen zu bestimmten Situationen sind redundant, denn dem Leser ist vieles schon nach dem ersten Lesen bekannt. Beide Kritikpunkte Schaden aber nicht meiner Bewertung mit höchster Punktzahl. Top-Buch! © Detlef Knut, Düsseldorf 2016

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Klappentext: Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf? Meine Meinung: Das Cover finde ich sehr gut und passend zum Inhalt gestaltet. Ich hatte schon viel über die Krimis von Nele Neuhaus gehört, hatte es jedoch bisher noch nicht geschafft mit der Reihe zu starten. Somit war im Wald das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und ganz klar nicht das Letzte. Mir hat es richtg gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr schön und flüssig und da ich eine großer Fan aus der Region bin, wo diese Krimis spielen fand ich die örtlichen Beschreibungen auch toll, da kommt nicht zu kurz. Ich liebe Regionalkrimis! Außerdem sind die vielen und einzelnen Charaktere auch sehr interessant,authentisch und man merkt, dass sie alle ihre Vorgeschichten haben. Obwohl das Buch der 8. Band ist,habe ich überhaupt keine Probleme gehabt ich diese Reihe einzusteigen. Die Atmosphäre ist sehr passend für die Herbst/Winterzeit und sehr düster, also Waldfeeling kommt hier nicht zu kurz. Es sind interessante und unerwartet Wendungen miteingebaut,nur den Anfang fand ich etwas langatmig. Ansonsten habe ich den Krimi sehr gerne gelesen und werde die Reihne nun beginnen:) Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Nele Neuhaus und dem Ullstein verlag für spannende Lesestunden!

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Kriminalroman ePub 560 Seiten ISBN-13 9783843714297 Erschienen: 14.10.2016 Aus der Reihe "Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi" Band 8 Zum Buch: http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/im-wald-9783843714297.html?cHash=d16dd5f2ad0e6272f5cef34fe00f6b41 Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf? Meine Meinung: Ich habe mich sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass ein neuer Teil dieser Reihe erscheint, da ich schon mehrere Teile als Fernsehfilm gesehen habe. Allerdings war ich auch skeptisch, da es ja schon der 8. Teil der Krimireihe ist und es oft so ist, dass die Reihe von Teil zu Teil schwächer wird. Zum Glück war dies hier nicht der Fall. Der Schreibstil war wieder total flüssig, ich war sofort in der Geschichte drin und es war von Anfang bis Ende spannend und konnte mich einfach packen. Ich fand es auch sehr interessant gemacht, weil es ja um die Heimat und Kindheit des K11-Ermittlers Oliver Bodenstein ging, auch um damalige Freunde und Schulkameraden von ihm. Mich haben nur die vielen Charaktere gerade zum Schluss etwas irritiert, aber ansonsten hat mich das Buch sehr gut unterhalten, auch wenn es für meinen Geschmack auch gerne etwas weniger Seiten hätte haben können. Alles in allem ein Kriminalroman, den ich absolut weiter empfehlen kann, mir hat er sehr gut gefallen, so dass das Buch 4,5 Sterne von mir bekommt.

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Das Ermittlerduo Pia Sander und Oliver von Bodenstein kennen mittlerweile nicht nur Leser, sondern auch eine Menge Fernsehzuschauer durch die Verfilmungen im ZDF. Autorin Nele Neuhaus schickt Sander und von Bodenstein in "Im Wald" im achten gemeinsamen Fall in Ruppertshain auf Verbrecherjagd. Was mit einer Brandstiftung anfängt, führt zu einem Mord und dann in die Kindheit von Ermittler von Bodenstein. Damals wurde dessen bester Freund entführt. Nele Neuhaus gelingt es, das durchaus komplexe Beziehungsgeflecht der Ruppertshainer auf vielen Ebenen miteinander zu verweben. Manchmal ist das für den Leser anstrengend, weil sie viele Menschen mit so vielen Teilen der Geschichte auftauchen. Mich hat aber genau das sehr unterhalten, denn es kommt keine Langeweile auf. Das Buch beginnt rasant und spannend - dann wird es ruhiger und das ist auch gut so, denn nur so lässt sich die Geschichte plausibel zu Ende erzählen.

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Inhalt: Ein Unbekannter stirbt im Feuer. Eine alte Frau wird ermordet. Ein Dorf schweigt. Bodensteins persönlichster Fall.. Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf? Meine Meinung: Ein gelungener achter Bodenstein-Kirchhoff-Krimi von Nele Neuhaus! Ich habe nicht jedes einzelne Buch dieser Reihe gelesen, dennoch habe ich sehr gut in die Geschichte gefunden. Der Prolog ist mysteriös und lässt den Leser bis zum Schluss grübeln, was sich wohl abgespielt haben könnte! Anfangs irritieren die unglaublich vielen Personen, sodass ich doch einige Male durcheinandergeraten bin. Das Personenverzeichnis zu Beginn hilft sich zu orientieren. Der Schreibstil ist flüssig und die langen Kapitel fliegen nur so dahin. Zwischendurch gab es einige langatmige Szenen, jedoch verflogen diese recht schnell wieder. Bis zum Schluss weiß man nicht wer der Mörder ist - ein spannendes Rätselraten und viele interessante Wendungen mit einem überraschenden Ende! Fazit: Ein gelungener Krimi, der zum rätseln einlädt und viele spannende Wendungen aufweist!

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INHALT: Oliver Bodenstein und Pia Sander vom K11 ermitteln wieder. Mitten in der Nacht werden sie zu einem Wohnwagenbrand, auf einem Campingplatz in Ruppertshain gerufen. Aus dem Trümmern wird die Leiche eines Mannes geborgen. Alles sieht im ersten Moment nach Brandstiftung aus. Als dann kurz darauf, eine todkranke alte Frau und der Pfarrer ermordet werden, sind sich Pia und Bodenstein sicher, dass alle Fälle etwas miteinander zu tun haben, und das erste Opfer auch ein Mordopfer ist. Oliver ist ziemlich erschüttert, kommt er doch aus Ruppertshain und hat alle Mordopfer gekannt. Die weiteren Ermittlungen, führen das Team zu einem Fall im Jahr 1972. In diesem Jahr verschwand sein bester Freund Artur und gleichzeitig auch sein zahmer Fuchs Maxi, den Bodenstein mit der Flasche aufgezogen hat. Die damaligen Ermittlungen haben nichts ergeben und keiner weiß was damals passiert ist. Oder wissen die Dorfbewohner doch mehr und hüllen sich in Schweigen? Liegt evtl. ein Fluch über dem Dorf? Denn es bleibt nicht bei diesen 3 Morden und ganz Ruppertshain lebt in Angst! MEINUNG: Für mich war dieser Nele Neuhaus Krimi, das erste Buch was ich von ihr gelesen habe. Schnell wurde mir klar, das ich unbedingt auch die anderen Bände von ihr lesen muss. Nele Neuhaus hat einen tollen Schreibstil und versteht es den Leser mit in die Geschichte einzubinden. Man versucht selbst den Täter zu finden, ermittelt mit, hat einen Verdacht und wirft ihn dann doch wieder um. Bis zum Schluss wusste ich wirklich nicht, wer den nun der Täter ist. Ich hatte zwar so einige Schwierigkeiten mit den ganzen Namen, aber am Anfang gibt es ein Personenregister auf das man immer wieder zurückgreifen kann. Oliver Bodenstein tat mir wirklich leid. Für ihn ist dieser Fall ein sehr persönlicher Fall, kennt er doch alle Personen und muss daher so einiges erfahren und verkraften. Dadurch das auch der Fall seines besten Freundes wieder aufgerollt wird, muss Bodenstein sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen. FAZIT: Ein wirklich gelungener Krimi, der mir sehr schöne und spannende Lesestunden bereitet hat. Es ist auf jeden Fall nicht mein letzter Nele Neuhaus Krimi gewesen.

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Diesmal hat mich Nele Neuhaus voll überzeugt! Ihre Schilderung des dörflichen Milieus über mehrere Generationen hinweg ist sehr gut gelungen. Auch wie sich Familien in ihrem "system" verfangen und nicht mehr heruasfinden aus der Verstrickung, das hat sie beklemmend beschrieben. Die Handlungssprünge zwischen den Kapiteln tun der Spannung absolut gut! Volle Weiterempfehlung!

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Darum geht’s: Ein Mensch stirbt bei einem Wohnwagenbrand. Da einer der anderen Wohnwagen im Campingpark aufgebrochen wurde und auch beobachtet wurde, wie jemand vom Brand flüchtete, könnte auch ein Verbrechen vorliegen. Eigentlich will es Oliver von Bodenstein bei seinem letzten Fall vor seiner Beurlaubung langsam angehen und seiner Kollegin Pia die Führung überlassen, aber bei dem, was im Zuge der Ermittlungen in Bodensteins Wohnort Ruppertshain zu Tage gefördert wird, ist er ganz persönlich betroffen. So fand ich’s: Nele Neuhaus neigt dazu, ihre Mordfälle in einer Umgebung stattfinden zu lassen, in der es viele Verdächtige, mehrere Opfer und reichhaltige Verflechtungen gibt. Das zeichnet ein sehr realistisches Bild des Lebens, macht es aber auch nicht immer leicht, der Handlung zu folgen. In diesem Buch gibt es dankenswerter Weise ein Personenregister, das man auch braucht. Mehr als eine Person macht sich verdächtig, hat Dreck am Stecken und verfolgt eigene Interessen. Das gibt dem Leser viele Möglichkeiten für eigene Überlegungen und ich konnte nach Herzenslust mitraten. Da werden die Leben einiger Leute in der Dorfgemeinschaft beleuchtet von der Kinderclique bis zum Erwachsenenalter und Oliver von Bodenstein ist mittendrin. Sein Insiderwissen hilft, aber manchmal verstellt es ihm auch den Blick, den seine Kollegin Pia Sander als Außenstehende viel besser hat. „Im Wald“ lebt nicht von atemloser Spannung, sondern von den Personen, die in Ruppertshain leben, genauso wie von dem Ermittlerteam. Die Ruppertshainer sind verwandt, verschwägert, befreundet oder pflegen alte Feindschaften – sie lassen sich kaum einzeln betrachten, sondern bilden eine Gemeinschaft, die auch das eine oder andere Geheimnis hütet. Oliver befindet sich schon im Rückzug in eine Berufspause, denn er ist müde und hat den Ehrgeiz und den Spaß an seiner Arbeit verloren. Dafür läuft Pia zur Hochform auf, und auch wenn sie ab und zu noch unsicher ist, übernimmt sie doch die Führung im Team. Der Neue, Tariq Omari, ist eine echte Bereicherung und ich hoffe, er bleibt dem Kommissariat lange erhalten. Das Buch läuft langsam an, man muss es wirken lassen und ein bisschen Geduld haben, denn die Charaktere packen einen dann doch und führen einen kurzweilig durch ihr Leben – bis zu einer überraschenden Auflösung.

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Sie hat es einfach drauf! Nele Neuhaus weiß, wie Spannung funktioniert. Auch im neuen Thriller „Im Wald“ schafft sie es, mich tagelang zu fesseln. Das Buch ist mit 560 Seiten ein ziemlicher Brocken und wird gerade die begeistern, die zügig lesen und Bücher verschlingen. Hier hält das Lesevergnügen einmal etwas länger an. „Im Wald“ ist schon der achte Fall Oliver von Bodensteins. Scheinbar will die Autorin bald das Personal wechseln, denn Bodenstein muss nur noch diesen einen Fall bearbeiten, bevor er sich eine längere Auszeit gönnen darf. Er ist müde und etwas ausgebrannt – ob er wieder zurückkommt bleibt offen. Seine Kollegin Pia Sander ist eine geeignete Nachfolgerin für den Job. Aber auch ein anderer Kollege ist ein möglicher Kandidat für die Leitung des K11. Eine schwierige Situation für das Team. Nur noch dieser Fall! Was anfangs nach simpler Brandstiftung aussieht, entpuppt sich als Mord. Und wie bei einem kleinen Glutnest, das zu einem riesigen Flächenbrand werden kann, zieht eine Tat die nächste nach sich. Ein ganzes Dorf gerät in Verdacht. Die Anfänge reichen mehr als 40 Jahre zurück und haben, wie sich im Laufe der Handlung herausstellt, auch ganz viel mit Oliver von Bodenstein selbst zu tun. Neuhaus hat sich die Mühe gemacht, die Psychologie eines Dorfes herauszuarbeiten. Die Personen haben alle ihre eigenen Beweg- und Abgründe, die uns hier sehr plausibel vorgestellt werden. Jeder ist verdächtig, jeder verdächtigt jeden. Nach jedem weiteren Todesfall wächst die Angst. Wer ist der nächste? Hat alles wirklich damit zu tun, dass vor fast einem halben Jahrhundert ein kleiner Junge und ein zahmer Fuchs verschwanden? Kommissar von Bodenstein entdeckt, dass er selbst mitten drin steckt, denn es handelt sich um seinen Fuchs Maxi und seinen kleinen Freund Artur. Und er gibt sich die Schuld für das, was auch immer mit Artur passiert sein mag, weil er in an diesem Abend nicht nach Hause begleitet hat. Vieles, was er über die Jahre erfolgreich verdrängt hat, kommt wieder hoch und lässt ihn als hauptverantwortlichen Ermittler untauglich werden. Pia Sander übernimmt die Leitung des Falls und kann schon mal zeigen, ob sie sich für die Übernahme der Abteilung eignet. Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen. Neuhaus-Fans werden es sicher schon verschlungen haben, aber auch alle anderen, die Spannung und Nervenkitzel für lange, gemütliche Leseabende suchen, sind hier bestens bedient.

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Der Ermittler Oliver von Bodenstein in seinem vorerst letztem Fall. Der Roman von Nele Neuhaus bekommt von mir nicht die vollen 5 Sterne, weil er mich nicht von Anfang an fesseln konnte. Erst nach dem dritten Mord, nimmt die Spannung enorm zu, Sachverhalte und Beziehungen zu einem alten Fall tauchen auf. Sie lassen den Leser dann nicht mehr los, man rätselt mit und leidet mit. Das ganze Dorf scheint involviert zu sein. Jeder weiß etwas anderes - ein großes Puzzle. Die vielen Personen in diesem Roman machen sehr aufmerksames Lesen notwendig, um in den verwandschaftlichen Zusammenhängen und den dörflichen Beziehungen den Faden nicht zu verlieren. Allerdings konnte ich das Buch nie lange genug aus der Hand legen, dass das hätte passieren können. Der Roman von Nele Neuhaus ist, in meinen Augen, ein gelungener Kriminalroman mit stetig steigender Spannung bis zum Schluss. Außerdem gefällt mir das Cover, welches gut auf die Stimmung des Buches hinweist.

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Cover: Das Cover ist ein echter Hingucker - es ist auffällig und ansprechend. Außerdem wirkt es durch den Farbverlauf, diesen Nebel und das Dunkle bedrohlich und geheimnisvoll, weshalb es gut zum Genre passt. Durch die Abbildung des Waldes und eines Fuchses passt es auch sehr gut zum Inhalt des Buches. Alles in allem ein wirklich sehr gelungenes Cover. Schreibstil: Nele Neuhaus hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der es mir ermöglicht hat, das Buch schnell und flüssig zu lesen. Ihre Sätze haben eine gute Länge und wirken nicht holprig. Charaktere: Bodenstein ist mir recht sympathisch, auch wenn ich mich nicht in ihn hineinversetzen konnte, sondern ihn vielmehr als stille Beobachterin begleitet habe. Er wurde sehr lebendig dargestellt, da auch viele Dinge aus seinem Privatleben eingearbeitet waren. Teilweise empfand ich das aber auch etwas zu viel (mit seiner Ex etc.). Seine Kollegin Pia fand ich sehr sympathisch, auch wenn man von ihr wenig Persönliches kennengelernt hat. Die anderen Charaktere habe ich zu wenig kennengelernt als das ich mir ein Bild von ihnen machen konnte. Die meisten konnte ich nicht richtig einschätzen. Handlung: Der Prolog der Geschichte war interessant und erschreckend und ich hatte ihn die ganze Zeit im Hinterkopf und gespannt darauf, wann dieser Teil mit dem Rest des Buches zusammenfließt. Am Anfang empfand ich es als etwas überflüssig, bei jedem Menschen den Bodenstein traf, wie lange er ihn/sie nicht mehr gesehen bzw. keinen Kontakt mehr hat. Diese Stellen habe ich dann immer nur etwas überflogen, was dann bald zum Glück jedoch nicht mehr vorkam. Die Ermittlungen waren sehr interessant, alles schien sehr verworren und es hat Spaß gemacht, die Zusammenhänge nach und nach zu verstehen und mitzuerleben. Ich habe regelrecht mitgerätselt und musste wissen, wer und was dahintersteckt. Nele Neuhaus versteht es, die Spannung bis zum Ende hin stets zu halten und sogar auszubauen. Ich war gefesselt und habe das Buch fast in einem Rutsch durch gelesen. Fazit: Ein sehr gelungener Krimi, der für mich das reinste Lesevergnügen darstellte, einen sehr gut ausgebauten Spannungsbogen aufweist und den ich jedem Nele Neuhaus- oder Krimifan weiterempfehlen kann.

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Die Krimis von Nele Neuhaus mit ihrem sympathisch-schrulligen Ermittlerduo sind ja immer mindestens gut wenn nicht gar sehr gut. Dieser Fall hier ist meiner Meinung nach der bisher beste!

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„Im Wald“ von Nele Neuhaus ist Band 8 der Kirchhoff und Bodenstein – Reihe und handelt vom Ermittler Oliver von Bodenstein, der mit seiner Kollegin Pia Sander vom K11 mitten in der Nacht zu einem Wohnwagenbrand gerufen wird. Zuerst nur wegen Brandstiftung, doch dann wird eine Leiche gefunden. Und kurz darauf wird eine alte Frau im Hospiz ermordet. Oliver von Bodenstein kennt alle Opfer aus seiner Kindheit und ist so tief involviert. Wer steckt hinter den grausamen Taten? Ich muss gestehen, dass ich mit Band 8 der Reihe angefangen habe und das hat mir ein bisschen die Übersicht und Zusammenhänge zwischen den Personen erschwert, trotz Personenregister am Anfang des Buches. So habe ich ein bisschen gebraucht, bis ich verstanden habe, wer mit wem mal eine Beziehung hatte, etc. Doch das hat meinen Lesefluss nur anfangs etwas behindert. Der Einstieg im Wald war schon sehr anregend und ich muss sagen es war durchgehend spannend. Die Autorin hat hier perfekt die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft und erst nach und nach Licht ins Dunkel gebracht, so dass man fast bis zum Schluss nicht sagen konnte, wer denn der Täter ist. Dabei stand immer die Frage nach dem Warum im Mittelpunkt, was sich auch erst gegen Ende aufklärt. Mit vielen Nebencharakteren, die dieses Buch abrunden, schafft sie eine interessante Dorfgemeinschaft, so wie es im echten Leben ja auch oft ist (Dorfkinder kennen das :D). Ein spannender Krimi einer Reihe, in der man die Reihenfolge aufgrund der vielen Charaktere beachten sollte.

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Nele Nehaus ist für mich immer ein Stückchen Heimat und ich bin froh, dass sie auch wirklich gut und spannend schreibt. Da ich noch nicht alle ihre Bücher kenne, war mir das eine oder andere nicht ganz so vrtraut, aber trotzdem konnte ich alles gut nachvollziehen. Auch dieser Fall konnte mich sehr schnell in seinen Bann ziehen und ich wollte unbednigt wissen, wie es weitergeht.. Dabei war ich sehr dankbar für das Register am Anfang. Ich kann mir oft Namen einfach nicht merken und so wusste ich immer, wer wer ist. Insgesamt war es wie immer spannend und hat mich nie gelangweilt

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Als Fan der Krimis von Nele Neuhaus war ich sofort wieder mitten im Geschehen. Der Prolog macht neugierig und der direkte Start in die Geschichte ist im wahrsten Sinne des Wortes explosiv. Auf einem Campingplatz im Wald explodiert ein Wohnwagen. Bald stellt sich heraus, dass dabei nachgeholfen wurde. Nach dem Fund einer verkohlten Leiche wird aus Brandstiftung Mord. Es gibt zwei Zeugen, die einen schwarzen Schatten, voraussichtlich einen Mann, weglaufen sahen. Einer der Zeugen ist der drogenabhängige Elias, der sich in einem unbewohnten Wohnwagen am Campingplatz versteckt hat. Er versucht für seine schwangere Freundin Nike von den Drogen wegzukommen und ist auf Bewährung draußen. Im Waldfreundehaus beobachtet die ehemalige Journalistin Felicitas Molin die Explosion. Diese hat allerdings schon einige Gläser Wein intus und ist nicht wirklich eine ernstzunehmende Zeugin. Kurze Zeit später stirbt die schwerkranke Rosie Ehlers im Hospitz, doch leider keines natürlichen Todes. Wer ermordet eine Frau, die bereits dem Tod geweiht ist? Dieses Mal wird es für Oliver unerwartet persönlich. Die Morde passieren in seiner Heimatgemeinde Rupperthain und er kennt die Opfer persönlich. Doch noch mehr beunruhigt ihn, dass die Zusammenhänge anscheinend zurückgehen ins Jahr 1972, als sein sein zahmer Fuchs Maxi und sein bester Freund Artur verschwanden. Einige Mitglieder der damaligen Bande, der er selbst angehörte, waren angeblich die Letzten, die Maxi und Artur gesehen haben. Das Verschwinden der Beiden wurde bis heute nicht aufgeklärt. Pia und Oliver ermitteln, doch das Dorf schweigt. Lange Zeit tappt die Kripo im Dunkeln und immer wieder kommt es zu neuerlichen Rückschlägen. Als Leser verfolgt man die Ermittlungsarbeit der Beiden und ihrer Kollegen hautnah mit. Für Oliver soll es der letzte Fall vor seiner einjährigen Auszeit sein und Pia, die seine Nachfolgerin werden soll, gerät ganz schön in Bedrängnis. Außerdem befürchet sie, dass Oliver nach seinem "Sabbatical" nicht mehr zum K11 zurückkehren wird... In diesem Band kommt es zu einem Neuzugang bei der Truppe. Der neue Kollege Tariq Omari ist ein hochintelligenter Syrer mit einem photografischen Gedächtnis. Besonders erfrischend finde ich immer die Dialoge zwischen Pia und ihrem Exmann Henning. Die Autorin hat wiederum perfekt die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft. Erst nach und nach wird ein Puzzlestein um den anderen aufgeschlagen. Doch immer wieder kommt es zu neuen Wendungen, die auch des öfteren neue Verdächtige mit sich bringt. So bleibt die Spannung, bis auf einen kleinen Hänger in der Mitte, de ganze Zeit aufrecht. Ein Manko von Nele Neuhaus ist, dass sie oft zu viele Figuren in ihren Krimis ins Spiel bringt. Ganz besonders findet man diese Anreihung in ihrem allerersten Buch der Reihe "Eine unbeliebte Frau". Deswegen dachte ich, es wäre ein "Anfängerfehler". Doch auch bei "Im Wald" lernen wir zu viele Personen kennen, was nicht unbedingt von Vorteil ist. Hier hilft diesmal ein Personenregister ganz am Anfang des Romans weiter. Ich behielt auch so ganz gut den Überblick, doch für Einsteiger in die Reihe (was ich sowieso NICHT empfehlen kann) ist es sicherlich sehr verwirrend. Dazu kommt noch, dass wir bei der Autorin üblich wieder einige verschiedenen Handlungsstränge haben, die am Schluss zusammenführen und ein logisches Ganzes ergeben. Einer davon greift sogar zurück ins Jahr 1972, der eine Art Rückblick gibt und sehr aufschlussreich ist. Schreibstil: Nele Neuhaus schreibt einfach gut! Flüssig, ziemlich detailliert und für den Leser einnehmend. Ich mag ihr sympathisches Team, das nun durch die TV-Reihe auch Gesichter bekommen hat. Die beiden Hauptptotagonisten entwickeln sich auch in diesem band wieder ein Stückchen weiter. Durch das zusätzliche Lokalkolorit bringt die Autorin Atmosphäre und eine stimmige Handlung in ihre Krimis. Fazit: In ihrem achten Fall rund um Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff/Sander nimmt sich die Autorin der dörflichen Gesellschaft an. Es geht um Ausgrenzung, Verschweigen und Zusammenhalt. Mir hat auch dieser Fall wieder sehr gut gefallen, auch wenn Neuhaus diesmal einige zu viele Personen in ihre Geschichte gepackt hat. Ich hoffe Oliver von Bodenstein bleibt uns trotz seines "Sabbaticals" erhalten und die Autorin führt die Reihe noch lange weiter...

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