Kein Feuer kann brennen so heiß

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Erscheinungstermin 24.02.2021 | Archivierungsdatum 10.03.2021

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Zum Inhalt

Schön ist sie nicht, aber sie kann kochen und anpacken. Deshalb ist Lorina Altenpflegerin geworden und hat mit der Anstellung in der Villa Alsfelder das große Los gezogen. Hier geben sich attraktive Masseure die Klinke in die Hand, und Techtelmechtel entstehen, die besser geheim bleiben sollen. Für Aufregung sorgen ein aufgeschwatzter Pudel und ein zurückgelassenes Baby, die die alte Dame sichtlich neu beleben. Sehr zum Missfallen ihres Großneffen, der aufs Erbe lauert.

Schön ist sie nicht, aber sie kann kochen und anpacken. Deshalb ist Lorina Altenpflegerin geworden und hat mit der Anstellung in der Villa Alsfelder das große Los gezogen. Hier geben sich attraktive...


Eine Anmerkung des Verlags

Eine zauberhafte Mehrgenerationen-WG. Eine kriminelle Komödie, launig und pikant. Ingrid Noll at her best!

Eine zauberhafte Mehrgenerationen-WG. Eine kriminelle Komödie, launig und pikant. Ingrid Noll at her best!


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783257071153
PREIS 24,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Schön und kurzweilig- wieder ein toller Roman von Ingrid Noll! Mir gefiel besonders die Entwicklung der Protagonistin.

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Ingrid Noll kann wunderbar Spannung und Humor miteinander verbinden und es ist jedesmal eine Freude, ein neues Werk von ihr lesen zu können. Großartig!

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Der Wunsch ihres Vaters war einen Jungen zu bekommen selbst der Name war schon ausgewählt. Doch leider wird aus seinem Traum wieder nichts. Auch sein zweites Kind wird ein Mädchen und aus dem Namen Lorenz wird Lorina. Aus Mangel an Ideen. Lorina hat es nicht leicht im Leben. Immer im Schatten ihrer Schwester, nicht sonderlich hübsch und tollpatschig und plump noch dazu. Sie findet ihre Berufung als Altenpflegerin und geht darin auf, als sie ins Haus einer alten im Rollstuhl sitzende Dame kommt. Und hier beginnt nun die Reise. Mit von der Partie der Großneffe, nur Erbschleicher genannt, eine Verbündete im Haushalt, ein singender Masseur, der dafür bekannt ist nichts anbrennen zu lassen und ein kleiner süßer Hund. Wie alle Ingrid Noll Bücher, habe ich auch diese wieder verschlungen. Ich liebe den schwarzen Humor der meist auf die Kosten der Männer geht. Mit der Hauptdarstellerin Lorina fühlt man mit auch wenn sie nicht oft die richtige Entscheidung trifft. Nie blutrünstig wie bei andern Krimis aber spannend mit vielen Wendungen und sehr menschlich und zum Schluss kann man immer auf ein Happy End warten.

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Ingrid Noll kann mich einfach immer wieder gut unterhalten. Ihre liebenswürdigen, aber immer schrulligen Figuren wachsen mir regelmässig ans Herz. Eine riesige Empfehlung für alle, die es nicht blutig, aber trotzdem spannend mögen. In diesem Buch wied alles vereint: Geburt, Tod, Mord und Unterhaltung.

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Ein unterhaltsame Kriminalkomödie mit liebenswerten, jedoch skurrilen Protagonisten. Für alle Fans des etwas schrägen Humors.

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Ich habe mich gleich auf das neue Buch von Ingrid Noll gestürzt. Endlich wieder eine zusammenhängende Geschichte, die auch gleich auf Noll*sche Manier bissig losging. Leider war der Mittelteil etwas flacher und erst zum Schluss nahm die Geschichte wieder Fahrt auf. Nichts desto trotz hat mich das Buch gut unterhalten und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen

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Ingrid Noll, einfach eine super tolle Autorin - der es immer wieder mit ihren Büchern gelingt mich zu begeisters. Und so kann ich nur sagen, eine echte Lesefreude, was ihr neues Buch - vielen Dank, dass ich dieses bereits vor Erscheinen habe lesen dürfen. Es war mich mich Lesefreude und Vergnügen pur von der ersten Seite an bis zum Schluss. Die Geschichte fesselnd und super dargelegt. Abwechslungsreich und man kann sich ihr nicht entziehen!

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Nach vielen Jahren wieder einmal ein Buch von Ingrid Noll gelesen. Das Buch war spannend, hat mich aber nicht vom Hocker gerissen. Für mich hatte es ein bisschen zu wenig Spannung.

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Ingrid Noll - Kein Feuer kann brennen so heiß Zum Inhalt Schön ist sie nicht, aber sie kann kochen und anpacken. Deshalb ist Lorina Altenpflegerin geworden und hat mit der Anstellung in der Villa Alsfelder das große Los gezogen. Hier geben sich attraktive Masseure die Klinke in die Hand, und Techtelmechtel entstehen, die besser geheim bleiben sollen. Für Aufregung sorgen ein aufgeschwatzter Pudel und ein zurückgelassenes Baby, die die alte Dame sichtlich neu beleben. Sehr zum Missfallen ihres Großneffen, der aufs Erbe lauert. Meinung Ingrid Noll ist eine ganz wunderbare Autrorin. Viel besser kann man ein Buch nicht schreiben. Ihre raffinierte Erzählweise hat mich auch bei diesem Roman wieder erfreut Ihr Schreibstil ist immer schön zu lesen, von feinem Humor durchzogen und mit bösen Seitenhieben. Das Muster von Ingrid Noll ist zwar immer dasselbe aber sehr unterhaltsam. Dieses Buch konnte mich gleich fesseln und empfehle es sehr gerne weiter.

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Lorina ist Altenpflegerin und wohnt bei einer netten alten Dame, die sie liebevoll pflegt. Fast könnte man schon von einer Freundschaft sprechen. Doch mit ihrem Einzug kommt Leben in das Haus der beiden. Da ist Boris, der sie in die Freuden der Liebe einführt, der Neffe von Viktoria, der dringend Geld benötigt und natürlich der kleine Quinn, den alle sogleich ins Herz schließen. Ein klein wenig zahm fand ich das neue Buch von Ingrid Noll. Ist sie doch sonst eher mit schwarzen Gedanken unterwegs, wird in „Kein Feuer kann brennen so heiß“ eher auf die leisen Untertöne Wert gelegt. Aber natürlich geht es alles andere als leise zu in Nolls neuestem Roman. Als Lori bei Viktoria zu arbeiten beginnt, ahnt noch niemand, was die beiden Frauen alles erwartet. Vom Erbschleicher, über Einbrecher, bis hin zu einem verlassenen Baby: die Story ist alles andere als langweilig. Ja, teilweise sogar etwas chaotisch. Noll schreibt gut wie immer. Ihre Charaktere sind anschaulich und sympathisch und die Geschichte wird im Laufe der Seiten immer abgefahrener, bleibt aber relativ realistisch und interessant. Lorina als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Zwar nicht vom hässlichen Entlein zum stolzen Schwan, aber ihre Entwicklung war sehr gut zu lesen. Fazit: Ich staune über jedes neue Buch der Autorin, die auch mit mittlerweile 86 Jahren noch immer auf dem Höhepunkt ihrer Karriere zu sein scheint.

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Lorina, nicht gerade attraktiv, in ihrer Familie immer sehr stiefmütterlich behandelt, findet in ihrem Beruf als Altenpflegerin bei einer im Rollstuhl sitzenden alten Dame endlich die Anerkennung und ZUfriedenheit, die sie sich erwünscht hat. Zudem bringen auch wechselnde Masseure der alten Dame Abwechslung in ihr bisher nicht vorhandenes Sexualleben. So könnte es weitergehen, doch dann bringen ein Baby und viele unvorhersehbare Ereignisse Turbulenz und nicht immer willkommene Ereignisse ihr Leben durcheinander. In der ihr leicht ironischen Erzählweise, jedoch ohne den bösartigen Biss gerade in ihren frühen Romanen lädt Ingrid Noll ein zu einem netten, leichten Leseerlebnis.

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Betulich Wie habe ich Ingrid Nolls frühe Krimis in den 1990er Jahren geliebt – sie waren genau genommen, die ersten Krimis, die ich überhaupt las und dann noch von einer Autorin aus Deutschland! Ich mochte ihre patenten, aber in Bezug auf Männer immer leicht verpeilten Heldinnen und das Ambiente schöner Villen mit Gärten und gediegener Einrichtung, in dem viele der Geschichten spielen. Das ist nun fast dreißig Jahre her und nach langer Pause freute ich mich, mit „Kein Feuer kann brennen so heiß“ wieder einmal „einen Noll“ lesen zu dürfen. Und es fing auch recht viel versprechend an: Die tüchtige und belastbare Altenpflegerin Lorina ist leider nicht die Attraktivste, mit Männern lief bei ihr bisher noch gar nichts. Doch immerhin ergattert sie eine sehr angenehme Arbeitsstelle bei Frau Alsfeld, einer reichen alleinstehenden pflegebedürftigen alten Dame, samt Wohnrecht in der feudalen Villa. Lorinas Glück ist vollkommen, als sich zwischen ihr und Boris, dem singende Physiotherapeut, der ins Haus kommt, um Frau Alsfeld zu massieren, eine heimliche Liebesaffaire entwickelt. (Auf diese Heimlichkeit spielt der Buchtitel an, der einem Liedtext entnommen ist: „Kein Feuer, keine Kohle kann brennen so heiß, wie heimliche Liebe, von der niemand was weiß...“) Nun ist Boris zwar verheiratet, hat sogar Kinder und futtert sich bei Lorina auch noch durch, aber das trübt ihr Liebesglück zunächst nicht. Erst als er zunehmend unverschämt wird und Lorina kaltschnäuzig abserviert, sinnt diese auf Rache, ohne jedoch die Folgen zu bedenken… Nach Boris tritt Ruben, ein blutjunger Studienabbrecher die Stelle als Masseur bei Frau Alsfeld an und auch mit ihm beginnt Lorina zunächst ein Techtelmechtel. Doch dann wird es richtig turbulent, Lorinas hochschwangere Schwester erscheint auf der Bildfläche, Frau Alsfelds habgieriger Neffe bangt um sein Erbe und ein Einbruch versetzt die Bewohner der Villa in helle Aufregung… Keine Ahnung, ob nun die Zeiten so anders geworden sind, ich mich so sehr verändert habe oder dieser Krimi einfach nicht an die frühen „Nolls“ heranreicht: Um es kurz zu machen, ich war etwas enttäuscht von der Lektüre. Zwar mag ich die patente Heldin Lorina in ihrer zupackenden Art gern, und die farbigen Schilderungen des gediegenen Lebensstils in der Villa erinnerten mich an frühere Noll-Krimis. Einfallsreich sind auch die Charaktere der beiden Masseure – der eine ist ein singender Macho und sein Nachfolger Ruben ein psychisch völlig verkorkster Studienabbrecher, der ständig Balladen rezitiert. Aber erstens gibt es keinerlei Verbindungen zwischen den beiden Episoden, als Boris weg ist, kommt eben Ruben – ich habe bis zum Ende vergebens auf einen unerwarteten Zusammenhang gewartet. Zweitens bleiben die Schilderungen von Lorinas Gefühlen den beiden gegenüber doch etwas blass, immerhin reden wir von einer Frau, die von in ihrer ersten großen Liebe enttäuscht wird… Auch den Rest des Buches finde ich nicht völlig gelungen, zwar überschlagen sich die Ereignisse und das erzeugt schon eine gewissen Spannung, letztlich ist aber vieles vorhersehbar und alles etwas konstruiert. Hier fehlen mir Tiefe und ein paar Twists, also verblüffende Wendungen. Insgesamt wird hier nette, wenn auch etwas betuliche Unterhaltung geboten und niemand wird nach der Lektüre dieses Krimis (wenn es denn einer ist und nicht nur ein Unterhaltungsroman) vor Aufregung nicht einschlafen können.

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Endlich wieder Nachschub von Ingrid Noll. Vielen Dank das ich dieses Buch lesen durfte. Lorina habe ich sofort ins Herz geschlossen. Wie sie mit den Widrigkeiten des Lebens umgeht. Ingrid Noll wie ich sie kenne. Selbstverständlich darf auch eine oder mehrere Leichen nicht fehlen. Nachdem ich bei letzten Roman dachte, schade ist nicht mehr wie früher, wurde ich eines besseren belehrt. Vielen Dank dafür.

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Mit der Altenpflegerin Lorina hat Ingrid Noll wieder eine Protagonistin geschaffen, die der Leser sofort ins Herz schließt. Sie ist nicht schön und aus dem grauen Entlein wird auch kein Schwan. Und dass sie schon seit ihrer Kindheit ungerecht behandelt wurde, muss ja nicht so bleiben. Langweilig wird es in der Villa Alsfelder, wo Lorina eine Anstellung gefunden hat, jedenfalls nicht. Und auch wenn ich am Anfang etwas gebraucht habe um mit den Figuren warm zu werden, sind sie mir dann richtig ans Herz gewachsen und ich hätte gerne noch weitergelesen. Ingrid Noll hat wieder einmal gezeigt, dass sie ihre Leser großartig unterhalten und überraschen kann.

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Ach ja, wie gern mochte ich die Bücher von Ingrid Noll! Gutbürgerliche Fassade und dahinter lauert der Abgrund, So ist es auch diesmal. Lorina, in ihrer Familie nur das Aschenputtel, findet als zupackende, praktisch veranlagte Altenpflegerin im gediegenen Villenhaushalt der halbseitig gelähmten Frau Alsfelder eine Ersatzfamilie. mit skurrilen Figuren. Da gibt es erst einen singenden und später dann den Gedichte rezitierenden Physiotherapeuten, einen geldgierigen Großneffen und ein zauberhaftes Überraschungsbaby ... zwei Todesfälle passieren mal so nebenbei Der Roman plätschert ganz unterhaltsam dahin, .aber wo sind Nolls Sarkasmus, ihr trockener Humor., die frechen Spitzen geblieben? Leider Fehlanzeige, also eine Empfehlung nur für Fans ...

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klassische Noll, die Herren der Schöpfung kommen nicht grad gut weg, mir hat das Buch allerdings nicht ganz so gut gefallen wie Vorherige, da die Hauptfigur mir nicht so sympathisch war Ansonsten gut geschrieben, mit Humor und Empathie

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Klappentext: Schön ist sie nicht, aber sie kann kochen und anpacken. Deshalb ist Lorina Altenpflegerin geworden und hat mit der Anstellung in der Villa Alsfelder das große Los gezogen. Hier geben sich attraktive Masseure die Klinke in die Hand, und Techtelmechtel entstehen, die besser geheim bleiben sollen. Für Aufregung sorgen ein aufgeschwatzter Pudel und ein zurückgelassenes Baby, die die alte Dame sichtlich neu beleben. Sehr zum Missfallen ihres Großneffen, der aufs Erbe lauert. Einleitung: Ich beschäftige mich gern mit literarischen Büchern. Leider lese ich viel zu selten in diesem Genre, was ich nach diesem Buch realisiert habe. Das Lesen hat mir unglaublich viel Spaß bereitet und nun werde ich euch erzählen warum. Meinung: “Kein Feuer kann brennen so heiß“, stammt aus dem Diogenes Verlag. Die 304 Seiten lassen sich an einem gemütlichen Wochenende lesen. Lorina hätte es nicht besser treffen können, da sie eine gut bezahlte Arbeitsstelle in einer Villa gefunden hat. Als Altenpflegerin kümmert sie sich um die halbseitig Gelähmte Fr. Alsfelder und steigt Nachts zu den Masseuren ihrer Patientin ins Bett. Es sind heiße Techtelmechtel und Affären entstanden, die jedoch vor der Öffentlichkeit geheimgehalten werden sollen. Lorina neigt zu temperamentvollen Handlungen und bringt sich nicht nur einmal in Schwierigkeiten. Die wohl größten Schwierigkeiten hat sie sich mit ihrer ersten Affäre ins Haus geholt. Es ist etwas passiert, das niemals hätte passieren dürfen. Ich finde den Charakter von Lorina sehr schwierig zu beschreiben. Sie ist mir sehr authentisch vorgekommen, bis eben eine Sache mit ihrer Affäre Boris passiert ist. Anstatt sich in Sorge zu wickeln, umwickelt sie lieber ihre zweite Affäre und das bedeutet für mich, dass Lorina nur bedingt emphatisch ist, oder es sie wirklich nicht aufrichtig gekümmert hat. Jedenfalls hat mich der Plottwist aus der Bahn geworfen. Die Hauptprotagonistin ist mir ab diesen Zeitpunkt sehr unsympathisch geworden. Dennoch hat das gezeigt, dass ein charakterlicher Aufbau stattgefunden hat. Zudem wird das Buch von einem echt flüssigen Schreibstil begleitet, welcher aus der Ich Perspektive verfasst worden ist. Fazit: Doch Lorina hat mehr zu bieten als zwei Affären, einen aufgedrückten Pudel und ein aufgezwungenes Baby. Ein skrupelloser Erbschleicher befindet sich im Haus. Mir hat das Buch sehr gefallen. Ich bin noch am überlegen, ob ich es mir nicht auch noch kaufen werde, da ich es mit Sicherheit nochmal lesen werde. Sollte ich euer Interesse geweckt haben, schaut unter der ISBN: 9783257071153 vorbei.

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Frau Noll hat meiner Meinung nach den Zenit des unterhaltsamen Kriminalromans schon lange überschritten. Was anfangs voller Esprit und Augenzwinkerei daherkam, wirkt jetzt gekünstelt und altbacken, die Sprache nicht zeitgemäß und langweilig.

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Liebeslieder Lorina ist eine Enttäuschung für ihre Eltern: kein Junge, walkürenähnlich und ungeschickt. Macht nichts, sie findet eine attraktive Stelle als persönliche Pflegerin bei einer netten alten Dame in einer schönen Villa. Und sogar ein freundlicher Guten-Morgen-Gruß wird ihr unerwartet dargeboten. So friedlich und angenehm bleibt es aber keinesfalls. Wie nicht anders zu erwarten, setzt Ingrid Noll ihre Figuren immer schrecklicher werdenden, sich zuspitzenden Situationen aus. Aber wer sie kennt, weiß, dass man als Leser nach längerem Mitleiden stets zufrieden gestellt wird. Rache, Intrigen, bitterböser und rabenschwarzer Humor spielen eine Rolle. Manch schlimmer Charakter findet ein unerfreuliches Ende, Gerechtigkeit siegt! Punktgenaue, präzise Wortwahl, unglückliche Zufälle, ein wenig oder doch viel Hinterhältigkeit und eine Menge unverhoffter Cleverness der Protagonisten lassen diesen Roman zu einem Lesegenuss der besonderen Art werden. Herausgegeben vom Diogenes Verlag.

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Vor gut 20 Jahren war Ingrid Noll eine meiner Lieblingsautorinnen und ein Garant für gute Unterhaltung. Irgendwann flachte das Interesse dann aber ab und ich habe eine längere Lesepause in bezug auf sie eingelegt. Nun schien es an der Zeit, ihr wieder eine Chance zu geben. Es beginnt so richtig „Noll-like“: Eine Tochter, die eigentlich ein Sohn hätte sein sollen. Das ist der Stoff, aus dem Noll ihre Geschichten spinnt … wäre sie denn wenigstens liebreizend – doch selbst das hat nicht geklappt. Aber kochen und anpacken kann sie, die Lorina, beste Voraussetzungen also, Altenpflegerin zu werden und das nicht irgendwo, sondern in der Villa von Frau Alsfeld. Als dann auch noch Boris Lorina ins Liebesspiel einführt, scheint sie endlich auf dem Weg in die Glückseligkeit. Doch wer Nolls Bücher kennt, weiß, dass es anders kommen wird … Zweifellos kann Ingrid Noll in ihrem inzwischen hohen Alter immer noch schreiben. Ihre in der Regel auf Kosten des männlichen Geschlechts gehenden „Scherze“, Ausraster und was ihr nicht sonst noch in den Sinn kommt ihrer Protagonistinnen haben immer noch nicht an Schärfe verloren. Ihre durchaus patente Heldin Lorina (das hässliche Entlein), die schlicht durch die äußeren Gegebenheiten zu ihren Handlungen „gezwungen“ wird, ist dank ihrer unbedarften Art fast zwangsweise sympathisch. „Kein Feuer kann brennen so heiß“ ist für Fans unblutiger, aber böser Krimis sicher ein Volltreffer, denn es punktet mit spannender Handlung, meist sympathischen Figuren und dem Nollschen Humor. Im Vergeich zu früheren Büchern war aber offenbar meine Erwartungshaltung zu hoch oder ich kenne das „Muster“ inzwischen zu gut … ich weiß es nicht genau, es hat mich nicht mehr so gefesselt wie früher. Daher gibt es 3,5 Sterne, die der Fairness anderen (vor allem älteren Werken Nolls) Werken gegenüber abgerundet werden.

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Von ihren Eltern und ihrer Schwester Carola wird Lorina Plumplori genannt, weil sie nicht schön ist und etwas ungelenk . Aber sie kann kochen und zupacken., ist ausgebildete Altenpflegerin. Bei Frau Alsferder findet sie eine Anstellung und darf in der Villa wohnen. Hier lernt sie die Liebe kennen, aber wieder wird sie enttäuscht und merkt bald, dass sie nur ausgenutzt wird. Es wird turbulent in der Villa, als ein Pudel dazu kommt und auch ein Baby und bringt wieder Leben in die ruhigen Tage von Frau Alsfelder. Das gefällt nicht jedem, aber Lorina wäre nicht lorina, wenn sie diese Situation nicht meistert. Eine junge Frau findet in der Villa Alsfelder ihren Lebensmittelpunkt und entdeckt an sich so manche Eigenschaft, die ihr hilft Probleme grundlegend zu lösen. Wunderbar zu lesen , schwarzer Humor inbegriffen. Aschenputtel hat ihr Herz auf dem rechten Fleck und kann ganz schön zurück schlagen.

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Als großer Ingrid Noll Fan habe ich mich natürlich riesig über Ihr neues Buch gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die junge, burschikose Altenpflegerin, die zu einer betuchten, alten Dame in die Villa zieht, ist in jeder Hinsicht eine typische Noll Protagonistin. Ihre Geschichte mit allen daraus entstehenden Verwicklungen ist so leicht nachzuvollziehen. Denn die Autorin schafft es, dass man als Leser zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat, die Story sei völlig überzogen. Im Gegenteil, Frau Noll zeigt auf ihre kluge und durchaus auch witzige Weise, wie aus einem anständigen Mitglied der Gesellschaft schnell ein Mörder werden kann. „Kein Feuer kann brennen so heiß“ ist wieder mal ein brillanter Roman aus der Feder von Ingrid Noll. Ich hoffe, dass noch viele solcher Werke folgen.

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"Kein Feuer kann brennen so heiß" hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen. Ingrid Noll beschreibt auf wundervoll komische Art das Leben der Protagonistin. Ein Buch das man in einem Rutsch lesen will, wenn man einmal angefangen hat. Herzlichen Dank.

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Ich habe noch nie etwas von Ingrid Noll gelesen und habe mich richtig gefreut, dass ich ein Exemplar über Netgalley haben durfte. Schon nach den ersten Zeilen habe ich gewusst, das ist ein Buch für mich. „Kein Feuer kann brennen so heiß“ ist in so einem herrlich nüchternen Sprachstil verfasst. Wenn die Protagonistin von ihrem bisherigen Leben mit dieser gewissen Distanz berichtet und das Geschriebene mit diesem bestimmten ironischen Unterton ausgestattet ist, fühle ich mich schon sehr gut unterhalten. So erzählt Lorina von ihrem bisherigen Leben als eher unattraktive und – nach Meinung ihrer Familie – plumpen Frau, die auch nur schwer ihre Tollpatschigkeit unter Kontrolle bringt. Aber als Altenpflegerin hat sie das Glück einen guten Job bei einer betuchten alten Dame zu bekommen. Fortan lebt sie mit dieser unter einem Dach und nach und nach findet Lori ein wenig Lebensfreu(n)de inklusive sexueller Genüsse. Besonders die wechselnden Masseure ihrer Arbeitgeberin (und an diesem Wechsel ist Lori nicht ganz unwesentlich beteiligt) haben es ihr angetan. Als dann auch noch ein Hund, ein Baby und ein Erbschleicher Loris und das Leben der alten Dame durcheinanderwirbeln ist das Chaos aber auch das Happy End perfekt. Vielleicht fügt sich gegen zum Schluss alles zu schnell und perfekt zusammen, aber das ist ok, der Roman nimmt nie für sich in Anspruch Tiefgang haben zu wollen. Es ist mir hier nur sehr wichtig anzumerken, dass meine Lesefreude nach ca. drei viertel des Buches sehr getrübt wurde und ich das auch bis zum Ende nicht mehr abschütteln konnte. Was vielleicht noch vor 20 Jahren als witzig durchgehen konnte, darf heute wirklich nicht mehr sein: Das man eine gewisse genetische Auffälligkeit spaßeshalber mit dem Aussehen von Menschen einer bestimmten ethnischen Zugehörigkeit gleichsetzt oder vergleicht, finde ich absolut unmöglich und nicht lustig. Ich finde es wahnsinnig schade, dass so etwas seinen Weg durch das Lektorat gefunden hat. Diese Tatsache fügt dem Buch einen gewaltigen Schnitt zu, denn der „Witz“ zieht sich konsequent durch das restliche Viertel der Geschichte. Wirklich schade, mir hätte das Buch wirklich sehr gut gefallen! Die Rezension wird auf Instagram am Erscheinungstermin veröffentlich.

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Eine Geschichte über Alltagsabenteuer- wie jeder Alltag zu einem Abenteuer werden kann, wenn man es nur zulässt. Die WG um Frau Alsfelder ist eine bunte Truppe - jeder bringt etwas ganz besonderes mit. Schrullige und schöne Situationen wechseln sich ab, sogar ein bisschen Krimifeeling kommt auf. Kurze und kurzweilige Geschichte mit interessanten Wendungen. Ein Buch zum entspannen, schmunzeln und sich-fallen-lassen.

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Ich habe bereits in den 1990er Jahren alle Romane von Ingrid Noll mit Begeisterung gelsen. "Kein Feuer kann brennen so heiß" reiht sich nahtlos ein, Der Witz ist unverwechselbar. Die Geschichte ist einfach typisch und die Handlung beinahe glaubhaft. Nur Frauen können so bösartig sein. Ein wunderbarer Krimi zum Abschlaten!

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Ingrid Noll wie wir sie lieben: Herrlich originelle Figuren, die wie immer liebevoll bis ins kleinste Detail gezeichnet sind, skurrile Verwicklungen und bizarre Wendungen der Geschichte, und, wie könnte es anders sein, die ein oder andere Leiche, die den Weg der unbedarften Protagonistin pflastert. Danke an die Autorin für ein paar herrliche, köstlich humorvolle Stunden.

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Zum Inhalt: Lorina ist als ausgebildete Altenpflegerin in der Villa Alsfelder gelandet. Was als Job begann, wird im Laufe der Zeit immer mehr zur Berufung und das Verhältnis zu ihrer Patientin immer inniger. Der Neffe der Dame regelt das Finanzielle und beäugt Lorina und die übrigen Angestellten misstrauisch. Ist er wirklich um seine Tante besorgt oder hat er andere Gründe? Meine Meinung: Ich glaube, dass war tatsächlich mein erstes Buch der Autorin und ich glaube, es wird nicht das letzte sein. Die Geschichte ist total interessant, verknüpft viele Begebenheiten sowohl aus dem Leben von Lorina und ihrer Familie aber auch der alten Dame. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, dadurch liest sich das Buch sehr gut. Die Protagonisten, insbesondere die betagte Dame, haben mir sehr gut gefallen. Einfach eine interessante Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Fazit: Schön geschrieben

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Die Handlung des Buches wird ja schon im Klappentext zusammengefasst. Im Haus der halbseitig gelähmten Frau Alsfelder hat die Altenpflegerin Lorina eine Anstellung gefunden. Hier wird sie das erste mal geschätzt, nachdem sie in ihren Elternhaus nur das Plumplori war. Auch die Masseure der Frau Alsfelder sind nicht gewöhnlich. Erst der singende Hallordri, danach ein verklemmter Student der Balladen vorträgt. Das Buch wird aus der Sicht von Lorina in der Ich-Form erzählt. Es glänzt wieder durch den für Frau Noll typischen schwarzen Humor. Ich habe es mit Genuss gelesen. Sie hat eine Vorliebe für skurrile Figuren, die sie liebevoll beschreibt. Auch die Lösung der Probleme haben es in sich. Das Buch ist für mich kein Krimi. Aber da ich andere Bücher von ihr kenne, habe ich das auch gar nicht erwartet. Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung. Einen Stern Abzug gibt es für die etwas lahme Handlung.

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Ein aalglatter Erbschleicher, ein Masseur mit ausgeprägter Libido, ein spätes Mädchen und ein begnadeter Rezitator- das ist nur ein Teil des skurrilen Personals in der neuen, gewohnt bösen Krimigroteske der unvergleichlichen Ingrid Noll. Lesevergnügen pur für schwarzhumorige Feingeister und alle, die vermeintlich brave Antiheldinnen der leisen Töne zu schätzen wissen.

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Ich empfinde es leider so: Frau Noll hat an Biss verloren. Die Heldin biedert sich dem Leser auch erwas zu viel an. Wird sich dennoch verkaufen...

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Die Königin des Schwarzen Humors streut einmal mehr mit leichter Hand ein paar Leichen in die Geschichte - manchmal ist ein Todesfall eben die naheliegendste Lösung für ein zwischenmenschliches Problem. Männer, hütet euch vor gekränkten und verschmähten Frauen! Unübertroffen - eben Ingrid Noll!

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Ein unterhaltsamer Krimi/Roman von Ingrid Noll, in dem die Protagonisten ihr Leben trotz widriger Umstände in die Hand nehmen und so ihr Glück finden. Und wenn dabei ein Todesopfer zu beklagen ist, dann gehört das halt zum Leben dazu. Empfehlenswert für die Leser, die ein bißchen Spannung wollen, aber nichts blutrünstiges oder grausames lesen wollen.

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Lesenswert Von der Schriftstellerin Ingrid Noll habe ich schon lange nichts mehr gelesen, weil ich eigentlich nicht so gerne Krimis lese. Mit dem Roman „Kein Feuer kann brennen so heiß“ habe ich jetzt einen Glücksgriff gehabt. Es ist ja auch eigentlich kein richtiger Krimi. Die Protagonistin Lorina ist gut dargestellt. Ich fühlte schon in ihrer Kindheit mit ihr. Sie ist eine junge Frau, die trotz Ablehnung von Seiten ihrer Eltern zu einer kompetenten Frau geworden. Gut manchmal war ich nicht bedingungslos ihrer Meinung, aber im Großen und Ganzen, doch. Als Pflegerin einer gelähmten Frau, ist sie kompetent. Ingrid Noll hat einen guten Schreibstil und konnte mich in diese Geschichte einziehen. Ich habe diesen Roman gerne gelesen.

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Klappentext: „Schön ist sie nicht, aber sie kann kochen und anpacken. Deshalb ist Lorina Altenpflegerin geworden und hat mit der Anstellung in der Villa Alsfelder das große Los gezogen. Hier geben sich attraktive Masseure die Klinke in die Hand, und Techtelmechtel entstehen, die besser geheim bleiben sollen. Für Aufregung sorgen ein aufgeschwatzter Pudel und ein zurückgelassenes Baby, die die alte Dame sichtlich neu beleben. Sehr zum Missfallen ihres Großneffen, der aufs Erbe lauert.“ Ich muss gestehen, mein erstes Buch von Ingrid Noll, war jetzt nicht soooo der Knaller, wie erhofft, aber sie hat nunmal eine riesige Fan-Gemeinde und irgendetwas muss doch dran sein, an ihrem Schreibstil! Und somit habe ich ihren neusten Roman „Kein Feuer kann brennen so heiß“ gelesen...nein, verschlungen trifft es wohl eher und ich weiß jetzt genau, was ihre Leserschaft so an ihr schätzt. Ihre Hauptprotagonistin Lorina wickelt den Leser regelrecht um den Finger und es ist herrlich genial, sich darüber Gedanken zu machen warum Noll so einen Charakter überhaupt erschaffen hat? Was hat sie dazu inspiriert?! Egal, denn Lorina hat eine Art, die einen einnimmt. Sie hat einen herrlichen Witz, wirkt aber dabei niemals klamaukig oder gar niveaulos, ganz im Gegenteil. Und dann ist da noch die ältere Dame und ihr Großneffe, der mehr und mehr zum Erbschleicher mutiert. Noll ist äußerst spitz aber niemals übergriffig. Noll schreibt aus dem Leben, könnte man meinen. Ihr Schreibstil ist wunderbar genau und treffsicher. Sie weiß ihre Leserschaft zu fesseln und gekonnt zu unterhalten. Sie ist und bleibt einfach unverwechselbar und ich bin froh, das ich diesen Roman von ihr gelesen habe, denn nun werde ich keinen mehr verpassen bzw. ihre Vorgänger lesen - 5 von 5 Sterne!

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*Unterhaltsame Krimikommödie* „Kein Feuer kann brennen so heiß“ ist der neue Roman der sympathischen, mittlerweile 85-jährigen Grande Dame und „Lady of Crime“ Ingrid Noll. Ein Name, der für kurzweilige Unterhaltung und raffiniert angelegte, schwarzhumorige Geschichten mit wundervoll skurrilen Charakteren steht. Auch in ihrem jüngsten Roman, der in gewisser Weise eine kriminelle Komödie ist, erwarten uns wieder zahlreiche für Noll typische Elemente, die für eine abwechslungsreiche Unterhaltung mit feiner ironischer Note sorgen. Die Geschichte über die keineswegs so außergewöhnliche exklusive Seniorenbetreuung einer alten, nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmten alten Dame, die umsorgt von ihrem Personal in ihrer sehr noblen Villa lebt, entwickelt sich trotz allerlei kurioser Verwicklungen und Turbulenzen in recht geordneten Bahnen. Viel mehr über die Handlung sollte eigentlich gar nicht verraten werden, denn der Klappentext enthüllt für meinen Geschmack schon zu viele Details. Trotz einiger Einblicke in schockierende Abgründe des menschlichen Egos bleibt es ein vergnüglicher, solider Roman über so manche menschlichen Begehrlichkeiten und Verfehlungen, mit einigen gesellschaftskritischen Spitzen und bissigen Seitenhieben auf Kosten des männlichen Geschlechts. Mit ihrer flotten, humorvollen Erzählweise gelingt es der versierten Autorin rasch, uns in ihre Geschichte hinein zu ziehen, die vor allem von den wundervoll gezeichneten, recht schrulligen und überaus menschlichen Charakteren lebt. Sehr unterhaltsam und vielschichtig sind die verschiedenen Figuren ausgearbeitet – insbesondere die verschiedenen Männerfiguren, ob nun der singenden Masseur Boris, der schüchterne, Balladen-rezitierende Ruben oder der überhebliche, geldgierige Großneffe, sie alle verkörpern sehr interessante, treffend gezeichnete Klischees, über die man sich köstlich amüsiert. Ein besonderes Highlight ist natürlich die liebenswerte 30jährige Altenpflegerin und Ich-Erzählerin Lorina, auch Lori oder Plumplori genannt, die im Laufe der Handlung eine erstaunliche Entwicklung nimmt und sich vom Tollpatsch, Aschenputtel und späten Mädchen zur patenten Heldin mausert. Mit erfrischender Leichtigkeit, zuweilen lakonisch und meist ziemlich abgeklärt erzählt sie uns von ihrem eher beschaulichen, wenig ereignisreichen Leben als Rund-um-die Uhr-Betreuerin der betagten Viktoria Alsfelder, ihrem nicht vorhandenen Privat- und Liebesleben und ihren Erlebnissen in der Vergangenheit. Lori ist toller, ein sehr warmherzig gezeichneter Charakter, den man gerade durch die Schwächen, Verletzlichkeiten und Eigenheiten ins Herz schließen muss. Man kann sich gut in ihr Innenleben hineinversetzen und auch ihre Handlungen gut nachvollziehen. Mit Boris, dem stets ein Liedchen trällernden Physiotherapeuten und Masseur von Frau Alsfeld, der zudem nichts anbrennen lässt, kommt bald etwas Wind in Loris alltägliches Einerlei. Es bereitet großen Spaß, die weiteren Verwicklungen und überraschenden Wendungen zu verfolgen, doch bleibt die Geschichte insgesamt recht spannungsarm und gewinnt erst zum erwarteten Finale hin noch einmal richtig an Fahrt. Bei diesem eher ruhigen Roman hat mir leider doch das gewisse Etwas gefehlt. Trotz feiner ironischer Untertöne hätte ich mir etwas mehr bitterbösen, schwarzen Humor, Nolls früheren sarkastischen Biss und einige spitzfindige Wendungen erhofft. FAZIT „Kein Feuer kann brennen so heiß“ bietet gute Unterhaltung mit feiner Ironie und wundervoll skurrilen Charakteren, ist aber sicherlich nicht das beste Buch von Ingrid Noll!

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Seit sie denken kann, wird Lori als Trampeltier oder Plumpori bezeichnet. Enttäuscht darüber, dass aus ihr kein Junge geworden ist, kann sie es ihren Eltern nie recht machen. Aufwärts geht es erst, als sie in ihrem Beruf als Altenpflegerin eine private Stelle annimmt. Als Pflegerin für die schwerbehinderte, ältere, reiche Frau Alsfelder gewinnt sie endlich etwas Selbstvertrauen. Das liegt nicht nur daran, dass die Frau sie schätzt, auch die Männer zeigen plötzlich Interesse an ihr. Zum einen ist da der „Erbschleicher“ - der Neffe Frau Alsfelders – aber auch der Masseur hat es Lori angetan. Nur leider erweist sich der als Macho und Casanova. Ein neuer Masseur muss her. Dabei gibt es so schon genug Troubel mit einem jungen Hund, einem zurückgelassenen Baby und einem Erbschleicher im Haus. Die Geschichte wird von Lori selbst erzählt. In den Bericht über ihre neue Arbeit flechtet sie einige Informationen zu sich selbst. Dass es ihr an Selbstvertrauen mangelt wird bald schon deutlich, schließlich spricht sie immer wieder ihre Unzulänglichkeiten an. Doch dann landet Masseur Nummer eins in ihrem Bett und das Blatt scheint sich für sie zu wenden. Allerdings ist sie in Bezug auf ihn recht naiv. Schließlich warnen sie mehrere Leute vor Boris. Umso enttäuschter und zorniger ist sie, als er sich wirklich aus Weiberheld herausstellt. So nimmt die Geschichte einen typischen Ingrid-Noll-Lauf und wie nebenbei wird der Masseur um die Ecke gebracht. So kommt nicht nur ein neuer Masseur und eine neue Chance in Loris Leben, sondern auch so manch andere Verwicklung. Der Haushalt mit älterer pflegebedürftiger Dame, Lori, Haushälterin Nadine und dem hündischen Neuzugang erlebt so manche Überraschungen. Dabei sind die Beziehungen, die sich hier zwischen den Personen in der Villa entwickeln nicht so sehr von Freundschaft geprägt, wie man denken könnte. In ihnen bleibt immer eine bestimmte Distanz. So bleibt auch Lori mit einigen Problemen und Gedanken alleine und macht vieles mit sich selbst aus. Dabei wird sie von ihrer Kindheit und der Tatsache, dass sie als Mädchen/Frau in den Augen ihrer Eltern nie soviel Wert war wie ein Junge, beeinflusst. Dadurch war sie lange einsam/alleine und hat sich in Vielem minderwertig gefühlt. Umso radikaler wirken manche ihrer Gedanken und Entscheidungen, wenn sie nun endlich mal andere Gefühle zeigt und in diesen enttäuscht wird. Eigentlich könnte so manches an ihrem Charakter abschreckend wirken. Da sie aber selbst als Erzählerin fungiert, lebt der Leser mit ihr mit und erlebt ihre Emanzipation von ihren Eltern und den Meinungen der anderen. Fazit: Ingrid Noll steht für mich für eine besondere Art von Geschichten. Bisher hat sie mich nie enttäuscht. Auch diese Geschichte hat mich gut unterhalten.

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Ingrid Noll ist in Deutschland sicherlich am Bekanntesten für ihren Krimi „Die Apothekerin“, der durch hinterlistigen schwarzen Humor zu bestechen wusste. Auch andere Krimis von Ingrid Noll haben mich mit ihrem subtilen Humor immer wieder gut unterhalten, doch die letzten Jahre hatte ich wenig von ihr gehört. „Kein Feuer kann brennen so heiß“ ist nun ihr neu erschienener Roman, in dem die Altenpflegerin Lorina die Hauptrolle spielt. Lori ist nicht besonders gutaussehend und leidet seit ihrer Kindheit unter ihrer Tollpatschigkeit und einem nicht besonders ausgeprägten Selbstbewusstsein. Ein Handicap das sicher auch dadurch bestärkt wurde, dass sie auch in ihrer Familie als der Tollpatsch galt, nicht zu vergleichen mit ihrer hübscheren und beliebteren Schwester Carola. Doch zumindest beruflich läuft es für Lorina gerade gut, denn sie hat eine Stelle im Haushalt einer betuchten älteren Dame ergattert, die nach einem Schlaganfall Hilfe braucht. Lorina darf bei ihr wohnen, hat relativ moderate Arbeitszeiten und im Haus auch noch Gesellschaft des etwas weibstollen Masseurs Boris und der Haushaltshilfe Nadine. Lorina fühlt sich mit Beruf, Arbeitgeberin und dem sozialen Umfeld sehr wohl, doch als der charakterlich etwas spezielle Boris in ihrem Bett landet, überschlagen sich die Ereignisse bald... Das Buch ist in lockerem Tonfall geschrieben und die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz. Trotzdem hat mich das Buch nicht zu 100% überzeugt, denn als Krimi überzeugt es nicht wirklich und auch sonst fehlt der ganzen Geschichte etwas die Handlung. Es plätschert trotz kreativer Ideen alles etwas gefällig vor sich hin, doch den Biss der alten Krimis von Ingrid Noll findet man darin nicht wirklich wieder. So bleibt es eher ein netter Unterhaltungsroman für zwischendurch, der mir aber trotzdem recht gut gefallen hat.

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Ein sehr witziges Buch über ein Altenheim und was dort alles Aufregendes passieren kann. Das Buch gibt Einblicke in tolle Masseure, Pudel, Babys, erbfreudige Verwandtschaft und nicht zuletzt Mord. Ich habe mich beim Lesen großartig amüsiert und als Fan von Ingrid Noll bin ich wie immer auf meine Kosten gekommen. Der Schreibstil und das ganze Buch kurzweilig und sehr unterhaltsam. Auch das Cover gefällt mir. Von mir gibt es volle Punktzahl!

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Ich bin seit Jahren Fan von Ingrid Nolls Büchern. Die Rezessionen der anderen Netgalley Mitglieder habe ich aufmerksam gelesen. Ich kann die unterschielichen Meinungen allesamt nachvollziehen. Frau Noll schreibt über viele Jahrzehnte erstklassige Bücher und wird dabei, wen wunderts älter, bleibt ihrem Stil aber treu. Was mich bei ihrem neuesten Werk etwas störte, Lori ist noch nicht wirklich "alt" kommt aber vom Charakter wie eine spinnbenweben behaftete Frau daher. Hat mich zu Beginn irritiert, warum dann nicht gleich eine reifere Frau zur Protagonistin machen. Im Nachhinein finde ich es in Anbetracht der Entwicklung die durchlaufen wird super gewählt. Nolls Sprache ist nicht mehr ganz so bissig wie früher, liegt aber vielleicht auch daran, das ich sie nach so vielen Bücher auch schon ein bisschen kenne. Ich werde weiter gerne Bücher von Ingrid Noll empfehlen.

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Ingrid Noll schafft es immer wieder, mich von der ersten Seite an zu packen! Die Handlung ist – wie meistens – gar nicht sooo spektakulär, sondern es sind Alltagssituationen, in die jeder Mensch geraten kann. Gerade das erzeugt – bei mir – die subtile Spannung, die mich immer weiter lesen lässt. Die Hauptpersonen sind sympathisch und empathisch geschildert; so kann man ihre Verhaltensweisen richtig gut verstehen und nachvollziehen – auch, wenn nicht alles richtig oder gar legal ist, was sie tun. Außerdem tut es auch mal gut, in Rachefantasien zu schwelgen – ich lese hier ja nur darüber ;-) Der Stil ist wunderbar – ganz unprätentiös, nicht ausufernd in den Beschreibungen und doch sehr präzise. Der trockene Humor macht das Lesen so amüsant. Ich bin ganz begeistert von dem Buch und empfehle es von Herzen!

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Äußerst unterhaltsame Kriminalkomödie Altenpflegerin Lorina betreut eine alte Dame in deren Zuhause. Doch das ist keine eintönige Arbeit, wie man vielleicht meinen könnte. Techtelmechtel mit Masseuren, ein Pudel, ein Baby und ein geldgieriger Großneffe sorgen dafür, dass es in der Villa Alsfelder nie langweilig wird. Aber seien wir mal ehrlich, Langeweile kommt bei dieser Autorin nie auf. Als ich alt genug war, die Bücher meiner Mutter zu lesen war eines der ersten, dass sie mir gab "Die Häupter meiner Lieben" von Ingrid Noll. Schon damals war ich fasziniert, von ihrer ganz besonderen Art Geschichten zu erzählen. Das ist schon über 20 Jahre her und um es kurz zu fassen: Sie kann es immer noch. Mit ihrem Humor und den skurrilen Figuren schafft Ingrid Noll es, dass man auch ohne offensichtliche Spannung, das Buch nur ungern aus der Hand legt. Ich habe die Geschichte sehr genossen und hoffe auf viele weitere

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Die Altenpflegerin Lorina nimmt bei der wohlhabenden Frau Alsfelder eine Stelle als private Pflegerin an. Die alte Dame ist halbseitig gelähmt und beschäftigt neben Lorina noch eine Haushaltshilfe und einen Masseur. Dieser ist ein Frauenheld und wickelt nicht nur Frau Alsfelder mit seiner guten Laune und seinem Charme um den kleinen Finger. Lorina, die sich sehr unattraktiv findet, fällt voll auf den Hallodri herein. Zum Glück ahnt niemand von der heimlichen Liebesbeziehung, denn als Lorina merkt, dass sie betrogen wird, mischt sie ihrem Liebhaber Schlaftabletten in das Leberwurstbrot. Du ahnst, dass es nicht der einzige Mann in diesem Roman ist, dessen Leben ein böses Ende nimmt. Ein neuer Masseur ist schnell mithilfe von Frau Alsfelders Neffen gefunden. Nun rate mal, in wessen Bett der junge Mann bald landet… Als dann noch Lorinas Schwester ihr neugeborenes Baby in der Villa Alsfeld zurücklässt, ist das Chaos komplett. Ingrid Nolls Bücher sind eigentlich keine Krimis, sondern, ich würde sagen, Krimi-Satire. Ich habe das Buch mit Genuss gelesen und hoffe, der nächste Masseur im Hause Alsfeld weiß Lorinas Liebe mehr zu schätzen.

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Nicht wirklich ein Krimi, aber auch nicht nur eine Erzählung - eben ein echter Noll! In der Tradition Ihrer anderen Werke reiht sich dieses Buch gut ein, leicht zu lesen, amüsant. Menschen treffen aufeinander, die sich eigentlich so nicht begegnen und erschaffen etwas Neues, Schönes, Heimeliges. Wachsen über sich hinaus und finden eine Heimat - zwei sterben. Ingrid Noll erzählt unterhaltsam und sorgt dafür, dass vergessenen Wörtern wieder Leben eingehaucht wird. Einfach wunderbar!

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Eine Mischung aus Krimi und Humor Es ist mein erstes Buch von Ingrid Noll, aber bestimmt nicht mein letztes. Es hat mir ein paar kurzweilige und unterhaltsame Stunden geleistet, sodass ich auf jeden Fall noch weitere Werke von ihr lesen möchte. Doch nun erstmal zu diesem Buch. Lorina ist Altenpflegerin geworden und hat mit der Anstellung in der Villa Alsfelder das große Los gezogen. Doch wer denkt, dass das ein langweiliger Job ist, hat sich getäuscht. Es passiert eine Menge. Der Schreibstil ist sehr unterhaltsam und humorvoll. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und obwohl manchmal etwas schrullig, doch irgendwie wieder direkt aus dem Leben geholt. Ich möchte dieses wirklich fesselnde und unterhaltsame Buch jedem ans Herz legen.

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Ingrid Noll schreibt wie immer mit spitzem Humor und Feingefühl. Die Protagonistin, eine Altenpflegerin, erlebt eine erstaunliche Entwicklung. Sie wird im privaten Haushalt eine älteren Dame eingestellt. Dort entwickeln sich die Dinge ganz anders, als man es erwarten würde! Mich hat dieses Buch sofort gefesselt!

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Im lockeren Stil geschrieben plätschert die Geschichte dahin. Ein netter Unterhaltungsroman für zwischendurch der schnell gelesen war. Wer ihren amüsant schwarzen Humor erwartet, wird wohl auf das nächste Werk hoffen müssen.

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Ingrid Noll hat ihren eigenen unverwechselbaren Stil in Sprache und Personal, und wer den liebt, wird mit jeder neuen Geschichte aufs Neue beglückt!

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Seit langer Zeit habe ich nun wieder ein Buch von Ingrid Noll gelesen. Es ist eine witzige Geschichte mit schwarzem Humor, wie auch in ihren anderen Büchern sterben die unsympathischen bösen Menschen eher nebenbei, eher ungewollt. Der Schreibstil ist fesselnd, man meint mit den Protagonisten zusammen im Haus zu leben. Trotzdem war mir die ganze Geschichte etwas zu betulich, etwas zu gemütlich.

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Wie immer ein lesegenuss. Gute Figuren und schlüssige Geschichte. Überzeugend geschrieben. Nicht nur für Noll-Fans eine Empfehlung

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Ingrid Noll gehört schon seit Jahren zu einer meiner Lieblingsautoren. Mir gefällt ihr bildhafter Schreibstil. Auch bei dieser Geschichte konnte ich das Buch einfach nicht zur Seite legen. Lorina ist das schwarze Schaf in der Familie, nur weil sie teilweise einwenig Tollpatschig ist. Auch ihr Erscheinungsbild passt der Familie auch nicht so recht. Ihr Vater nennt sie nur Plumplori, bei ihrer Schwester ist sie das Trampeltier und ihre hessische Oma nennt sie Dappes. Ihr Spruch einmal Dappes immer Dappes, sie meint es zwar scherzhaft, aber Lorina sieht das ganz anders. Deswegen ist sie auch sehr froh eine Anstellung als Altenpflegerin bei Frau Alsfelder antreten zu können. Dort trifft sie auf Boris, der Masseur von Frau Alsfelder. Die alte Dame legt aber nicht besonderen Wert darauf, viel lieber lässt sie Boris Lieder trällern. Bis zu einem gewissen Punkt, den dann muss ein neuer Masseur her, der auch schnell gefunden ist. Was passierte mit Boris? Welche Absichten hat Christian? Das müsst ihr schon selbst raus finden, aber auch auf welche verrückten Ideen Lorina so kommt. Auf jeden Fall hat die Autorin wieder skurrile Figuren erschaffen. Manches ist so urkomisch das man des öfteren mal schmunzeln und lachen muss. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und kann das Buch weiterempfehlen.

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Hier erwartet uns eine typische Ingrid Noll: eine männermordende und super spanned erzähle Geschichte mit so manch überraschender Wendung. Man kann Lorina einfach nicht böse sein ;-) Ein ganz großes Lesevergnügen!

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Ingrid Noll: die Grande Dame der deutschen Krimiliteratur. Bei ihr sterben immer die Richtigen und immer aus Versehen. Ich mag ihren listigen und hintergründigen Schreibstil und ihre Bücher haben mir schon so manches Wochenende versüßt.

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Ingrid Noll verfügt über einen großen Wortschatz und einer großartigen Begabung, Szenen zu verfassen, die mit Witz und Humor geschrieben wurden. Ebenso enthält der Roman einen tieferen Sinn, der durchaus ernst zu nehmen ist. Ich finde, dass dieser Ausgleich beinahe perfekt abgestimmt ist.

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„Schön ist sie nicht, aber sie kann kochen und anpacken. Deshalb ist Lorina Altenpflegerin geworden und hat mit der Anstellung in der Villa Alsfelder das große Los gezogen.“ Ein typischer Ingrid Noll Roman. Die Untaten passieren so nebenbei und sind überhaupt nicht wichtig, aber man gönnt es dem Opfer. Wichtig sind die zwischenmenschlichen Töne. Das langsame Annähern aller Beteiligten. Aus Fremden werden echte Freunde. Mir hat der Roman Spaß gemacht. Er entfaltet sich gemächlich, die Figuren entwickeln sich. Frau Noll schreibt sehr schön, einfach ein sanfter leichter humorvoller Kriminalroman.

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Lorena ist nicht schön aber gross und kräftig. Sie kann anpacken und ist daher als Altenpflegerin sehr beliebt. Als sie eine private Anstellung bei einer reichen Witwe in der Villa Alsfelder bekommt, fühlt sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben am richtigen Platz. Neben ihr kümmern sich eine Haushalthilfe und ein attraktiver Masseur – bald Lorenas Geliebter - um die alte Dame. Ein Neffe, vom Personal "Erbschleicher" genannt, betreut die Finanzen. Alles läuft bestens, aber dann kommt der Masseur ums Leben, ein Pudel bringt Leben in den Haushalt und schliesslich taucht noch ein Baby auf. Über Langeweile kann sich Lorena nicht beklagen, zumal auch der neue Masseur in ihr Gefühle weckt. Es ist viel los in Lorenas Leben. Zwei Leichen gehen mehr oder weniger auf ihr Konto, aber das spielt nur am Rande eine Rolle. Ein unterhaltsamer Roman mit einem Schuss Krimi, den ich gerne gelesen habe.

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Schon von Kindesbeinen an steht die inzwischen 30-jährige Lorina, die eigentlich eine Junge hätte werden sollen, im Schatten ihrer hübschen und erfolgreichen Schwester Carola. Während Carola es zur Bankerin gebracht hat, ist die selbst in die Pflege eingestiegen, denn sie ist eine tatkräftige und robuste Frau, die anpackt, statt große Worte zu schwingen. Lorina arbeitet nun als Altenpflegerin in der Villa Alsfelder, wo sie die nette alte und reiche Hausherrin Victoria Alsfelder betreut, die seit einem Schlaganfall im Rollstuhl sitzt. Lorina hat großes Glück mit der Stelle, denn sie verdient gut und hat darüber hinaus freie Kost und Logis. Aber weit gefehlt, zu denken, dass der Alltag hier monoton und öde ist. Flirts und Liebeleien mit dem Physiotherapeuten Boris, ein aufgeschwatzter Pudel, ein verwaistes Baby und der habgierige Großneffe Christian bringen Schwung in die Bude. Natürlich gibt es auch eine Leiche, aber wer das ist und welche Motive dahinter stecken könnten, verrate ich natürlich nicht. Nur so viel: Mich hat Frau Noll, die dreifache Mutter und vierfache Großmutter, die erst mit dem Schreiben begonnen hat, als ihre Kinder aus dem Haus waren, wieder voll überzeugt. Die 1935 in Shanghai geborene Autorin hat mit „Kein Feuer kann brennen so heiß“ eine weitere spannende, unterhaltsame und humorvolle Kriminalgeschichte geschrieben. Es ist ihr wieder gelungen, mich mit teils skurrilen Figuren und einem mitreißenden Plot, der mitten aus dem Alltag kommt und viel Situationskomik bietet, zu fesseln.

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Wobei Frau Noll ja schon scharfzüngiger und böser war ist auch dieser Titel wieder ein highlight in der diesjährigen Frühjahrsauswahl - ich mag die Charaktere, die Idee und die ganze Geschichte. DANKE!

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Noll, Kein Feuer kann brennen so heiß Ein kurzweiliger Roman Schön ist sie nicht, aber sie kann kochen und anpacken. Deshalb ist Lorina Altenpflegerin geworden und hat mit der Anstellung in der Villa Alsfelder das große Los gezogen. Hier geben sich attraktive Masseure die Klinke in die Hand, und Techtelmechtel entstehen, die besser geheim bleiben sollen. Für Aufregung sorgen ein aufgeschwatzter Pudel und ein zurückgelassenes Baby, die die alte Dame sichtlich neu beleben. Sehr zum Missfallen ihres Großneffen, der aufs Erbe lauert. Gut gefallen hat mir die humorvolle Erzählweise, die mich immer wieder zum schmunzel brachte. Besonders gelungen sind die skurilen Figuren. Begonnen bei der Altenpflegerin Lorina bis hin zu den unterschiedlichen Masseuren. Der Roman hat mich gut unterhalten

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„Kein Feuer kann brennen so heiß“ von Ingrid Nöll hat mich direkt angesprochen, als ich den Klappentext gelesen habe. Es war mein erstes Buch von der Autorin. Das Cover ist im typischen Stil des Diogenes Verlags gehalten: Mit seinem weißen Rahmen und einem Bild in der Mitte wirkt es stilvoll. Das gewählte Bild für das Cover passt für mich nicht wirklich zur Geschichte, macht aber in Verbindung mit dem Titel definitiv Lust auf mehr. Um was geht es? Altenpflegerin Lorina ist zwar nicht attraktiv, dafür aber tüchtig und belastbar. Diese Eigenschaften haben ihr eine Stelle bei der wohlhabenden Frau Alsfeld beschert, die alleine in einer luxuriösen Villa lebt. Als sich eine heimliche Liebelei zwischen ihr und dem Masseur Boris anbahnt, könnte Lorinas Leben nicht besser laufen. Doch das Liebesglück steht unter einem schlechten Stern, denn Boris ist verheiratet und hat sogar Kinder. Als er Lorina dann eiskalt abserviert, sinnt diese auf Rache. Doch damit nicht genug: Nebenbei erscheint noch Frau Alsfelders geldgieriger Neffe auf der Bildfläche, der scheinbar so schnell wie möglich sein Erbe haben möchte … Lorina ist zweifelsohne die Heldin des Romans. Man lernt sie während des Lesens wirklich gut und von all ihren Seiten kennen. Mit ihren 30 Jahren ist sie in Liebessachen noch völlig unerfahren und auch sonst macht sie einen eher unbeholfenen Eindruck. Aber genau das hat mir die Protagonistin auch gleich sympathisch gemacht. Die Schilderungen ihrer Emotionen – gerade gegenüber ihrem Liebhaber – bleiben eher blass. Da Lorina sich voll und ganz auf die Affäre einlässt, hätte ich mir hier mehr Tiefe gewünscht. Auch die anderen Figuren sind sehr einfallsreich! Jede Figur hat seine Eigenarten und handelt seinem Charakter entsprechend authentisch. Mein Highlight war ganz klar Frau Alsfelders Pudel, der die Bewohner der Villa ganz schön auf Trab hält, Ingrid Nölls Schreibstil ist pointiert und flüssig! Der Spannungsbogen ist auf einem eher niedrigen Niveau. Dennoch wollte ich immer wissen, was wohl als nächstes passieren würde, weshalb ich das Buch auch wahnsinnig gerne lesen habe. In dem Buch geht es hauptsächlich um Alltägliches, was aber sehr amüsant und auch packend erzählt wird. Dennoch hätte ich mir mehr Wendungen und Twists gewünscht. Gerade der Klappentext macht hier ja definitiv Lust auf eine Geschichte voller unerwarteter Wendungen. Mit „Kein Feuer kann brennen so heiß“ hat Ingrid Nöll einen Roman geschaffen, der es schafft, ohne große Spannung zu unterhalten! Ich habe es sehr genossen, den Alltag der schrulligen Protagonistin Lorina zu verfolgen.

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Wieder mal ein echter Ingrid Noll: skuril, verschlagen, humorvoll, und natürlich auch ein bisschen böse.

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Skurril, ironisch und mit viel Witz. Ingrid Noll hat ein ernstes Thema, die Altenpflege, in einen Roman voll Humor und Situationskomik verpackt. Wenn Sie sich für einen Abend dies alles gepaart mit ein bisschen Krimi wünschen, kann ich diesen Roman nur empfehlen.

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Ingrid Noll ist eine der Großen unter den „bösen Frauenkrimis“. Die Heldin ihres neuesten Romans ist eine unscheinbare Altenpflegerin, die sich im Laufe der Geschichte von ihrer Familie und der Männerwelt emanzipiert und in eine versöhnliche Zukunft blicken kann, da sie aus eigener Kraft die Steine aus dem Weg räumt, die sie behindern. Gewundert hat mich die Idee mit dem ausgesetzten Säugling, von dem man aufgrund seines asiatischen Aussehens argwöhnt, er sei „behindert“. Aber immerhin ein Junge! Dieser Einfall erschien mir weder originell, noch zeitgemäß. Alles in allem gute Unterhaltung. Aufgrund des Namens wird sich das Buch verkaufen. Ich kann es allerdings nicht uneingeschränkt empfehlen.

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Verbrechen aus Versehen – Wieder ein typischer Ingrid Noll Wie kam ich zu diesem Buch? Durch Zufall wurde ich vor langer Zeit auf die Autorin aufmerksam. Ich habe bereits einige Bücher von Ingrid Noll gelesen, aber noch nicht alle. Wie finde ich Cover und Titel? Die Cover haben den typischen Diogenes-Stil, das kennt man ja schon. Der Titel, hm, naja. Um was geht’s? Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension. Das letzte Buch, das ich von Ingrid Noll gelesen habe (Goldschatz), war wirklich enttäuschend, deshalb war ich hier sehr gespannt. Lori hat es nicht leicht: Von den Eltern, die sich einen Stammhalter gewünscht haben, abgelehnt und auch nicht gerade mit Attraktivität und adrettem Äußeren gesegnet, stolpert sie durchs Leben, bis sie schließlich den Job als Pflegerin einer betagten Lady annimmt, wo sie sich zum ersten Mal nützlich und gebraucht fühlt. In der Villa ihres Schützlings trifft sie auf Masseur Boris (und damit auch auf die vermeintliche Liebe), der sie aber nicht immer nett behandelt, bis sie schließlich aufbegehrt, und wie. Die Story ist logisch und kann durchaus so passiert sein. Sie ist spannend aufgebaut, hatte einige für mich überraschende Wendungen, einige waren etwas vorhersehbar. Am Ende haust da eine bunt gemischte Gruppe in der Villa. Ich würde das Buch als einen typischen Ingrid Noll-Roman einordnen. Wie ist es geschrieben? Es handelt sich um einen Einzelroman, der also problemlos ohne Vorwissen und Cliffhangergefahr gelesen werden kann. Der Schreibstil ist flüssig und zügig zu lesen, der Ausdruck ist gut und leicht zu verstehen. Sehr gut gefällt mir, dass der Roman in der Ich-Form geschrieben ist, man versucht sich gleich mit der Protagonistin zu identifizieren und ist irgendwie näher dran am Geschehen. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Die Szenen und Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen. Ein subtiler Humor mit hin und wieder eingeworfenem Wortwitz rundet das Ganze ein wenig ab und trifft genau meinen Geschmack. Wer spielt mit? Die Charaktere und deren Entwicklung sind gut gezeichnet. Ich habe sie kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten. Wie steht es mit der Fehlerquote? Das Buch war meines Erachtens gut lektoriert/korrigiert und dementsprechend eine Wohltat für die Augen beim Lesen. Mein Fazit? Nach dem schwachen Buch Goldschatz hat Ingrid Noll zu ihrer Größe zurückgefunden. Ein bisschen böse, ein bisschen schwarz, ein bisschen erheiternd. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, somit erhält es von mir 5 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch der Autorin sein, das ich lese.

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Rabenschwarz und sehr kurzweilig! Da ist Lorina, die nicht ganz so hübsche neue Altenpflegerin. Da ist der Masseur, der so einiges massiert. Ein Pudel und ein übriges Baby. Ach ja, und natürlich noch jemand, der mit Freuden Balladen rezitiert. Aber die alte Hausherrin Frau Alsfelder blüht durch diese Umstände erst wieder so richtig auf. Sehr zum Missfallen ihres Neffen... Seit langem habe ich mal wieder eine Noll gelesen und ich muss sagen, es hat sich sehr gelohnt! Witzig, sarkastisch und natürlich gewürzt mit viel rabenschwarzem Humor, ist es mir zum Lesevergnügen pur geworden. Langeweile werden Sie hier garantiert nicht haben!

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Ein interessantes Buch. Die Geschichte ist spannend gestaltet und die Protagonistin geht einen schönen Weg.

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Bei der Noll erlebt man keine Überraschungen. Und bei manchen Büchern braucht man das. Und das ist gut so. In einem Rutsch gelesen.

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Ich habe schon 2-3 Bücher von Ingrid Noll gelesen und die leicht bösen, hinterhältig mordenden Frauengestalten sehr gemocht. Darum habe ich mich auch gefreut, das wieder mal ein neues Buch von ihr erscheint. Ohne Frage, das Buch ist spannend zu lesen und gut geschrieben. Aber mir fehlte das gewisse Etwas, das Ingrid Noll’s Bücher sonst jeweils ausgemacht hat. In meinen Augen zu wenig Krimi, eher ein guter Roman mit zufälligen Todesfällen.

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Wenn man ein Buch von Ingrid Noll zur Hand nimmt, dann weiß man was früher oder später kommen muss. Und da macht das neueste Werk von ihr keine Ausnahme. Hier kriegt jeder das was er verdient. Lorina erhält somit einen gut bezahlten Job bei einer betagten pflegebedürftigen Dame, die entgegen dem Klischee gar nicht alte böse Krähe ist sondern eine wirklich nette Frau. Hinzu kommen im Laufe der Zeit noch weitere Personen, die aus der Villa Alsfeld ein richtiges Mehrgenerationen-Haus machen! Nur die Wortwahl und der Stil der Ich-Erzählerin hörte sich für mich nicht wie die einer 30jährigen Frau an. Selbst wenn unsere Lorina kein modernes, hippes Mädel ist, sondern ihr eigener Vergleich mit dem Aschenputtel schon irgendwie hinkommt. Mir war sie nicht unsympathisch, aber ein bisschen speziell fand ich sie schon. Ihre Erzählweise erinnert jedenfalls doch eher an eine belesene Frau höheren Alters.

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Ich habe die Bücher von Ingrid Noll früher eigentlich sehr gerne gelesen, aber dieses gefällt mir gar nicht. Die Handlung ist vorhersehbar und plätschert so vor sich hin, die Personen sind farblos und langweilig. Schade.

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Eine gelungene Geschichte, wenn man gemütliche Unterhaltung sucht mit dem typischen Noll-Charme. Die Protagonistin wächst einem gleich ans Herz und man kann es ihr nicht verdenken, dass ihr kleiner Racheakt ungewollt aus dem Ruder läuft.

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Lorina hat es nicht leicht gehabt: nicht hübsch, etwas dick, irgendwie fehlt was. Aber sie ist fleißig, kann gut kochen und anpacken. Sie wird Altenpflegerin und findet eine Anstellung bei einer alten wohlhabenden Dame. Dort gefällt es ihr, sie kommt mit ihrer Arbeitgeberin gut zurecht und freundet sie sogr mit dem Privatmasseur an. Vielleicht etwas zu sehr, denn plötzlich entstehen Situationen, die nicht mehr tragbar sind. Eine Lösung muss her - aber Lorina hat schon eine Idee! Daumen hoch für Ingrid Noll!

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Verbrechen aus Versehen. In altbekannter Manier hat Ingrid Noll wieder einen tollen unterhaltsamen Roman geschrieben. Es fehlte mir nur tatsächlich eine Nuance schwärzerer Humor, es war manchmal fast zu sanft.

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Ein schöner, klassischer Krimi von Ingrid Noll. Sie skizziert ihre Personen gut und als Leser findet man immer wieder etwas Überraschendes.

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Nach langer Zeit habe ich mal wieder eine Ingrid Noll zur Hand genommen und binn begeistert. Ingrid Noll ist wieder mal zur Höchstform aufgelaufen. Protagonistinnen und Protagonisten, die eher ausversehen morden und trotzdem sympatisch bleiben. Schräger Humor, wie immer bei Ingrid Noll. Ich habe mich köstlich amüsiert. Lesen!

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Endlich ist wieder eine tolle Noll erschienen. Nachdem "Lieber Karl" etwas anders aber trotzdem gut war, gibts nun hier mit "Kein Feuer kann brennen so heiß" endlich wieder ein tollen Krimi zum wegschmökern und schmunzeln. Ich habe es sehr gern gelesen.

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Ein klassischer Noll: unterhaltsam, bitterböse und sehr lesenswert „Kein Feuer, keine Kohle, kann brennen so heiß, als heimliche Liebe, von der niemand nichts weiß.“ Lorina ist nicht gerade eine leichtfüßige Schönheit, von ihrer Familie wird sie wegen ihrer Tollpatschigkeit auch „Plumplori“ genannt. Die Männer stehen daher nicht gerade Schlange bei der Altenpflegerin. Doch als sie die Stelle der Privatpflegerin in der Villa Alsfelder annimmt, sammelt sie im Geheimen ganz unerwartet neue Erfahrungen in Sachen Liebe. Und auch sonst kommt es in der Villa zu einigen überraschenden, nicht immer ganz legalen Zwischenfällen… Ingrid Noll erzählt klar und sehr direkt aus Lorinas Sicht in Ich-Form und lässt dabei stets ihren typischen Humor durchblitzen. Bitterböse Sätze wie „Schon früh musste ich mir die Rolle einer Prinzessin abschminken. Man wäre sowieso nie auf die Idee gekommen, mich in rosa Tüllröckchen zu stecken, denn man hätte mich am Ende für einen kleinen Transvestiten halten können.“ machen Ingrid Nolls individuellen, unterhaltsamen Schreibstil aus. Lorina ist eine klassische „Noll-Heldin“. Unauffällig, nicht besonders attraktiv und anfangs ohne Selbstbewusstsein. So erklärt sie zu Beginn „Am liebsten wollte ich etwas mit Menschen zu tun haben, denen mein Aussehen egal war, zum Beispiel Blinde, Kleinkinder oder demente Greise.“ Im Laufe der Handlung macht Lorina eine erstaunliche Entwicklung durch. Nicht zuletzt Männer wie Boris, der mehr als rücksichtslos, egoistisch und unsensibel agiert, bewirken Lorinas Veränderung. Lorina hat gewaltiges Potential, in ihr steckt viel mehr, als sie selbst und die Leser ahnen. Wieder einmal gelingt es der Erfolgsautorin auf beeindruckende Weise, die Leser für ihre Figuren einzunehmen, das ist Nolls große Stärke. Obwohl Lorina mitunter vom „Pfad der Tugend“ abweicht und unzweifelhaft falsch handelt, hoffte ich sehr, dass sie damit „durchkommen“ wird und „verschont“ bleibt. Ingrid Nolls neuester Roman macht wieder einmal deutlich: Kriminelle Energien lauern überall, im banalen Alltag, in den Vorstellungen der Menschen, in ihren Reaktionen und Handlungen. Sie entfalten sich oft ganz spontan und ohne Plan. Vor allem der Durst nach Rache lässt Nolls Figuren wiederholt Grenzen überschreiten. Niemand schreibt wie Ingrid Noll, ihre Romane gehören für mich zu einem ganz eigenen Genre, das sie auch hier wieder bedient: literarische Krimikomödien, bitterböse, mit unerwarteten Wendungen und ganz besonderen Protagonisten, die mitreißen. Auch mit weit über 80 Jahren hat Noll den klaren Blick aufs Leben, den Sinn für menschliche Abgründe, den Bezug zur Aktualität und zum Zeitgeist nicht verloren. „Kein Feuer kann brennen so heiß“ ist für mich nicht ihr bester, aber ein sehr guter, lesenswerter Roman. Ingrid Noll kann es definitiv immer noch und ich hoffe, sie macht noch lange mit dem Schreiben weiter.

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