Das Lied des Achill

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Erscheinungstermin 28.02.2020 | Archivierungsdatum 31.05.2020

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Zum Inhalt

MYTHOS ACHILL – MODERN UND FESSELND NEU ERZÄHLT

AUSGEZEICHNET MIT DEM ORANGE PRIZE FOR FICTION

Achill, Sohn der Meeresgöttin Thetis und des König Peleus, ist stark, anmutig und schön — niemand, dem er begegnet, kann seinem Zauber widerstehen. Patroklos ist ein unbeholfener junger Prinz, der nach einem schockierenden Akt der Gewalt aus seinem Heimatland verbannt wurde. Ein Zufall führt die beiden schon als Kinder zusammen, und je mehr Zeit sie gemeinsam verbringen, desto enger wird das Band zwischen ihnen. Nach ihrer Ausbildung in der Kriegs- und Heilkunst durch den Zentauren Chiron erfahren sie vom Raub der Helena. Alle Helden Griechenlands sind aufgerufen, gegen die Spartaner in den Kampf zu ziehen, um die griechische Königin zurückzuerobern. Mit dem einzigen Ziel, ein ruhmreicher Krieger zu werden, zieht Achill in den Feldzug gegen Troja. Getrieben aus Sorge um seinen Freund, weicht Patroklos ihm nicht von der Seite. Noch ahnen beide nicht, dass das Schicksal ihre Liebe herausfordern und ihnen ein schreckliches Opfer abverlangen wird. 

MYTHOS ACHILL – MODERN UND FESSELND NEU ERZÄHLT

AUSGEZEICHNET MIT DEM ORANGE PRIZE FOR FICTION

Achill, Sohn der Meeresgöttin Thetis und des König Peleus, ist stark, anmutig und schön — niemand, dem er...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783961610822
PREIS 16,99 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Patroklos ist ein Prinz, der an seinem Hof in Ungnade gefallen ist und von seinem Vater verbannt wird. So gelangt er in Obhut desnKönig Peleus und seinem Sohn Achill. Achill freundet sich mit Patroklos an. Zusammen wachsen beide heran, Achills Schicksal führt beide nach Troja, nachdem der dortige Prinz Helena entführt und die Krieger Griechenlands sich zum Krieg sammeln. Die Geschichte von Achill ist sehr alt umso besser das die Autorin statt einer 1bzu 1 wiedergabe eine Neuinterpretation schrieb. Der Schreibstil hat mich fasziniert, ebenso das Setting und die Charaktere, die der griechischen Heldensagen entstammen. Ein toller historischer Roman mit einem Hauch Fantasy und einer tollen Liebesgeschichte. Sehr empfehlenswert!

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Madeline Miller macht die griechischen Mythen wieder lebendig Nachdem ich von "Ich bin Circe" so begeistert war, musste ich natürlich auch ihren vorher erschienenen Roman über den Helden Achill lesen. Patroklos ist ein junger griechischer Prinz. Im Alter von zehn Jahren wird er von seinem Vater verstoßen und nach Phthia verbannt - ein kleines Land im Norden zwischen Meeresküste und Othrys-Gebirge. Patroklos erzählt davon, wie er dort den gleichaltrigen Prinz Achill kennenlernt. Achill wurde vorhergesagt, dass er einst ein großer Held werden würde. Achill wählt den Verstoßenen als seinen Gefährten aus, doch Achills Mutter Thetis - eine furchterregende Nymphe - versucht die beiden mit aller Macht zu trennen. Als Achill ins Gebirge geht, um sich dort vom Zentauren Cheiron ausbilden zu lassen, folgt Patroklos ihm heimlich. Wer die griechische Mythologie kennt, weiß, dass Helena nach Troja entführt werden wird und König Agamemnon daraufhin mit einem gigantischen Heer loszieht, um sie zurückzuholen. Die Stadt mit den riesigen, unbezwingbaren Mauern wird jahrelang belagert werden. »Wenn du nach Troja gehst, wirst du nicht zurückkehren, sondern als junger Mann dort sterben.« Achill erbleichte. »Ist das gewiss?« Madeline Miller hat Altphilologie studiert und kennt sich daher mit der Antike aus. Wie ich es aus "Ich bin Circe" kenne, macht die Autorin mit ihrer zauberhaften Sprache, die damaligen Göttinnen und Helden wieder lebendig. Man riecht förmlich den herben Duft der Zypressen und spürt die Sonne auf der Haut. In einigen Überlieferungen werden Achill und Patroklos als Freunde bezeichnet. Aischylos dagegen beschreibt sie als Liebespaar. Auf letzteren stützt sich Miller scheinbar, als sie schildert, wie die beiden jungen Männer ihre Liebe zueinander entdecken. Die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die beiden Hauptfiguren sind sympathisch. Achilles wird als selbstbewusst, friedliebend und gerecht dargestellt. Die Liebeszenen zwischen den beiden Männern sind äußerst sinnlich beschrieben. Ein Problem waren für mich jedoch die überwiegend negativen Frauenfiguren: die grausame, kalte Mutter; eine berechnende Ehefrau; Frauen, die wie Eigentum behandelt werden. In "Ich bin Circe" war Circe der Gegenpol zu der patriarchalischen, sexistischen Kultur der damaligen Zeit. Mit ihr konnte man mitfiebern, wenn sie sich gegen gewalttätige Männer zu Wehr setzte. Bei "Das Lied des Achill" fehlt solch ein ausgleichender Charakter. Die negativen Emotionen blieben daher bei mir, statt aufgelöst und in Genugtuung verwandelt zu werden. Als Leserin habe ich mich hier weniger wohlgefühlt als beim Lesen von "Ich bin Circe". In der zweiten Hälfte des Buches wird die Belagerung und der Kampf um Troja beschrieben. Achill trifft aus Zorn und Stolz eine falsche Entscheidung. »Dann wird er sterben. Alle werden sterben. Erst wenn er mich auf Knien bittet, werde ich den Kampf wieder aufnehmen.« Verständlich, dass die Autorin an den Ablauf des ursprünglichen Mythos gebunden war. Für mich war jedoch der Sinnesumschwung Achills nicht plausibel geschildert. Die Entscheidung Patroklos als Erzähler zu wählen, die ich sehr geschickt fand, wirkte am Ende für einen Moment sehr merkwürdig. (Patroklos stirbt vor Achill). Dies sind jedoch nur kleine Kritikpunkte. Madeline Miller schreibt mitreißend, lebendig und spannend. Ein sehr guter, lesenswerter Roman, der mir die Geschichte Achills und das Leben in der damaligen Zeit nähergebracht hat.

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Nachdem ich "Circe" schon verschlungen habe, hatte ich gehofft, dass Eisele auch die Geschichte um Achill und Patroklos ins Programm aufnimmt. Hab ich ein Glück gehabt! Eine packende und emotionale Geschichte um Mut, Pflicht, Ehre und die Liebe zweier junger Männer deren gemeinsamer Weg vom Schicksal auf grausame Weise getrennt wird!!

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Madeline Miller schafft es mit ihrer behutsamen Sprache und Beschreibung die Zeit und die Liebesgeschichte von Achill und Patroklos auferstehen zu lassen. Ein wunderbares Buch.

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Ehrlich gesagt ist dieses Buch unglaublich. So eine besondere, schöne, packende Lektüre. Herz schmerzlich gut. Ich bin eigentlich nicht so der Leser von griechischer Mythologie-Romane, aber nachdem ich Circe gelesen und total überwältigt war, wollte ich noch ein anderes Werk von Madeline Millers lesen. Also habe ich pflichtbewusst "Das Lied des Achill" heruntergeladen und es war auf meinem Kindle und wartete. Ich wartete eine Weile, bis ich mit dem Lesen angefangen habe, weil ich dachte, es könnte nicht so gut sein wie Circe, aber als ich das erste Kapitel las, wusste ich, wie falsch ich doch lag. Ich kann einfach nicht in Worte fassen, wie ich mich bei diesem Roman, der auf der griechischen Mythologie von Achilles und Patroklos und den in ihrer Geschichte verflochtenen basiert, gefühlt habe. Ein spezielles Buch, ein Film oder eine Fernsehsendung hat die Möglichkeit, einfach zu dir durchzudringen, dass deine Weltanschauung sich ändert. Ich habe dieses Buch während meines Urlaubs gelesen und verstehe mich nicht falsch, Urlaub ist toll, aber dieses Buch hat mich einfach gefesselt und ich konnte nichts anderes mehr lesen. Ich kann diese besondere Geschichte nicht genug empfehlen. Es hat in mir eine erneute Wertschätzung für die Liebe meines Partners und ein unersättliches Interesse an den griechischen Mythen ausgelöst. Madeline Miller ist eine grandiose Autorin!

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Patroklos tötet aus Versehen einen Prinzen und wird von seinem Vater an den Hof des Peleus verbannt. Dort trifft er auf Achill und die beiden werden beste Freunde. Im Laufe der Zeit merken sie jedoch, dass sie mehr verbindet als Freundschaft. Dies wird von Achills Mutter, der Meeresgöttin Thetis nicht gerne gesehen. Auch die Prophezeiung, die für Achill getroffen wurde, wirft einen düsteren Schatten auf ihre Beziehung. Als der trojanische Krieg ausbricht, rückt das Eintreffen der Prophezeiung näher und Patroklos weiß, dass ihm nicht mehr viel Zeit mit Achill bleibt. Die Autorin hat mich mit ihrem Buch "Ich bin Circe" schon verzaubern können. Diesmal wagt sie sich an die Geschichte von Achill, der im trojanischen Krieg zu einem Helden wurde. Doch wie es dazu kam, wird hier nun eindrücklich erklärt. Die Geschichte wird aus Patroklos Sicht erzählt und dies in einer wunderbaren Art und Weise. Zuerst erfahren wie einiges über Patroklos, seine Geburt und seine Jugendjahre bis zu dem verhängnisvollen Tag, an dem durch einen dummen Zufall jemand stirbt. Patroklos wird verbannt und trifft an seinem neuen Zuhause auf Achill. Sie werden zu Freunden und später zu Geliebten. Eine Prophezeiung sagt voraus, dass Achill sterben wird und Patroklos nutzt jede Sekunde, die er mit Achill verbringen kann. Wenn man sich auf die Geschichte einlässt, erwartet einem eine wunderbare Liebesgeschichte der anderen Art. Die Autorin legt jede Menge Gefühl in die Story und lässt Patroklos in seiner ganz eigenen Art erstrahlen. Ich hätte stundenlang weiterlesen können, da das Verhältnis zwischen Patroklos und Achill einzigartig ist. Die beiden verstehen sich zeitweise blind. Jedoch gibt es immer wieder Momente, in denen sie sich sagen, was nicht so gut läuft. Als es zum trojanischen Krieg kommt, spitzt sich die Lage zu. Ich habe mir schwer getan, das Buch aus der Hand zu legen. Die Autorin lässt die griechische Mythologie lebendig werden und vermittelt ein Gefühl, dass alles so passiert ist, wie sie schreibt. Das Kopfkino hatte sehr viel zu tun. Ich hoffe, dass die Autorin weiterhin mit der griechischen Mythologie weitermacht und uns noch weitere Götter, Helden oder Sagengestalten näher bringt. Meggies Fussnote: Achill und Patroklos - Liebe kennt keine Grenzen.

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Ich bin schlicht begeistert und überwältigt von diesem Roman. So bildhaft und leicht in schöner Sprache erzählt die Autorin aus der griechischen Mythologie. Sie verknüpft ihr umfassendes Wissen mit einer fesselnden und berührenden Geschichte. Die Geschichte einer tiefen Liebe und gleichzeitig freundschaftlichen,treuen Verbundenheit Achills mit seinem Gefährten Patroklos. Die vielen Zusammenhänge einzelner Figuren und deren Schicksale und Beweggründe sind virtuos in Einklang gebracht. Dabei beleuchtet der Roman nahezu spielerisch die Mythen genauso wie die ewig aktuellen Belange der Menschen, als da wären Treue, Loyalität, Ergebenheit, Liebe, Familie, Humanität, sowie Intrigen, Rache, Politik und Macht. Meine Leseempfehlung gilt auf jeden Fall auch für junge Leser ab 15, die sich mit einer zeitgemäßen Lektüre diesem Thema bestimmt gern nähern und darüber hinaus eine Fülle von Denkanstößen und philosophisch interessanten Fragestellungen erhalten werden.

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Ich hatte schon wahnsinnig viel Gutes über die zwei Bücher von Madeline Miller gehört und war sehr neugierig, da mich die Vorstellung faszinierte, dass aus alten griechischen Sagen und Legenden lebendige und reale Personen gemacht und Leben geschildert werden, die so durchaus hätten gelebt werden können. Die ruhige aber kraftvolle Geschichte hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Patroklos ist ein Junge und junger Mann, der mehr durch seine Einfühlsamkeit und seine Sanftheit auffällt. Achill findet schnell einen ehrlichen und warmherzigen Freund in ihm. Nach und nach wird mehr aus dieser Jungenfreundschaft und die Tiefe der Gefühle ist greifbar und wunderbar geschildert. Das Thema Homosexualität wird so natürlich und unaufgeregt geschildert, ohne zu unterschlagen, dass es dadurch familiäre und gesellschaftliche Probleme und Ausgrenzungen gibt. Achill versucht sich darüber hinwegzusetzen während Patroklos lieber ein Geheimnis daraus machen würde und vor allem seinen geliebten Freund schützen will. An dieser Geschichte hat mir einfach alles gefallen. Das ruhige Tempo, die schöne Sprache, die beschriebene Gefühlstiefe und die sich langsam steigernde Dramatik. Ich bin richtig froh, dass das Buch erneut verlegt wird, denn ich werde es mir nochmal als haptisches Erlebnis kaufen. Das Buch über Circe liegt bereits auf meinem SUB.

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Ich finde jegliche Mythologie faszinierend, besonders die griechische, somit war dieses Buch ein absolutes Lesemuss für mich. Miller schreibt wunderbar schön und gefühlvoll. Ich habe Patroklus und Achilles sofort in mein Herz geschlossen und werde diese Charaktere und dieses Buch auf ewig lieben.

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Seit meiner Lektüre des grandiosen Romans "Ich bin Circe" habe ich der Neuauflage von "Das Lied des Achill" entgegengefiebert und wurde nicht enttäuscht: Madeline Miller ist eine wahre Meisterin darin, die antiken Gottheiten und Helden wieder zum Leben zu erwecken, ihnen Fleisch, Blut, Seelen und Worte zu verleihen. Dabei schafft sie es, sich gleichzeitig an den tradierten Texten zu orientieren und die Figuren doch auch ganz neu zu interpretieren, indem sie ihre Motive durchleuchtet und erklärt - oder komplett gegen den gewohnten Strich bürstet. Wie nah sie ihnen dabei kommt, wie eng man als Leserin das Innerste der Figuren erlebt, an ihren Empfindungen und Gedanken teilnimmt, mit ihnen lacht und weint, hat mir außerordentlich gut gefallen. Ich danke dem Verlag sehr herzlich für das Rezensionsexemplar und hoffe auf weitere Bücher von Madeline Miller.

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Dieses Buch habe ich tatsächlich schon vor ein oder zwei Jahren auf Englisch gelesen und war komplett begeistert. Diese Lektüre war also ein Reread, aber hat nichts an meiner Meinung zum Buch geändert. Es geht um Achills Leben, erzählt von Patroklos - erst ein verbannter Prinz, später Gefährte und Geliebter Achills. Ab ungefähr der Hälfte spielt der Trojanische Krieg eine Rolle und man erfährt durch Prophezeiungen der griechischen Götter auch den finalen Ausgang davon. Das allerdings hat dem tragischen Ende nicht im Geringsten den Stachel genommen. Ich war sehr emotional beim ersten Lesen, und jetzt beim zweiten Mal war es nur ein wenig besser. Schließlich habe ich die ganzen Vorausdeutungen gesehen und konnte nichts machen! :( Der poetische Schreibstil wurde angenehm übersetzt, nur ein paar Dinge sind mir aufgefallen, die mir sprachlich etwas zu modern vorkamen - das war im Englischen glaube ich nicht so (es ist aber schon her, dass ich es auf Englisch gelesen habe). Auch möchte ich noch einmal dazu sagen, dass der Anfang dieses Buches sehr langsam und distanziert ist. In dem Sinne hat es mich fast an meine vergangenen Schul- und Uni-Lektüren erinnert. Patroklos ist generell ein Erzähler, der meist im Hintergrund bleibt, weil sein Charakter eher beobachtend ist - das muss nicht allen gefallen. Andererseits bin ich eher der Typ Leser, der lieber viel Action hat, und mir gefällt der Anfang und der Erzähler trotzdem. Man bekommt auf jeden Fall die zärtlichsten Beschreibungen von der aufblühenden Romanze durch Patroklos und das ist einfach wunderbar! Ich kann es mir immer noch nicht erklären, warum ich die Charaktere so sehr liebe, aber schon nach den ersten Seiten hat das Buch einfach einen Sog auf mich gewirkt und ich musste unbedingt weiterlesen. Die Liebesgeschichte nimmt nicht den größten Raum ein, dazu ist es zu biographisch, aber sie war wirklich toll zu lesen. Der Krieg war graphisch beschrieben und hat in dem ganzen Leiden zum Mitleiden eingeladen und das Wissen um den Ausgang erst! Nun, ich hoffe, dass allen, die Circe schon gelesen haben - oder es noch tun wollen -, dieses Buch mindestens genauso gut gefällt, wenn nicht viel mehr (wie in meinem Fall). Größte Empfehlung von meiner Seite aus!

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Die englische Version lag schon eine Weile auf meinem SuB und fristete dort vor sich hin. Nun bin ich aber froh es doch endlich, zwar in deutsch, gelesen zu haben. Ich bin ungemein begeistert wie Madeline Miller mit ihrer Sprache verzaubert. Mit ihren schönen Worten lässt sie die alte Zeit der Griechen, ihrer Held und Götter auferstehen. Eindrucksvoll entsteht die Welt dem geistigen Auge und man kann förmlich sie Antike riechen. Sie nimmt uns mit auf eine Reise, bei der wir eine einfühlsame erzählte und schöne Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Männern erleben, mit denen es das Schicksal nicht gut meinte. Bis auf das Ende fand es super, dass die Erzählweise nicht bei Achill sonder Patrokolus lag. Für ein paar Seiten gen Ende fand ich kurz »holprig«, aber das ist nun meckern an Kleinigkeiten, die dem guten Buch keinen Abbruch tun. Die Neuerzählung der alten Sage ist der Autorin ungemein gut gelungen und ich konnte das Buch kaum zur Seite legen.

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Zu allererste möchte ich mich bei NetGalley, der Autorin und den Verlag für die freundliche Bereitstellung eines Leseexemplares bedanken. Ein sehr spannendes Buch. Der Autorin ist es gelungen Geschichte und Antike lebendig und unterhaltsam werden zu lassen. Die Interpretation der Autorin hat mir persönlich sehr gut gefallen. Sie hat sehr gut recherchiert und beleuchtet und erklärt. Die Autorin schafft es, dass die Leser eine gute Bindung zu den Charaktere aufbauen kann. Das komplette Innenleben der Charakter (Gedanken, Gefühle) wird dem Leser offengelegt. Mir hat dieser Roman, der sich mit der griechischen Mythologie beschäftigt sehr gut gefallen. Besonders die Darstellung der wichtigen Persönlichkeiten. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen. Eine unterhaltende und lehrreiche Lektüre. Die Geschichte wird in einem ruhigen Tempo erzählt, die schöne Sprache / die perfekt ausgewählten Worten, die Darstellung der Gefühle und auch die langsam steigende Dramatik.

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Nach dem Buch über die Hexe "Circe" steht nun Achill, ein Held des durch Homer bekannt gewordenen trojanischen Krieges im Mittelpunkt dieses Buches. Aber nicht er, sondern sein Freund Patroklos ist der Erzähler. Patroklos, als Kind von seinem Vater verstoßen und auf die Insel Phthias verbannt, lernt Achill kennen. Zwischen beiden entwickeklt sich eine tiefe Beziehung, Sie lieben sich und keiner will auf den anderen verzichten. Gemeinsame Lehrjahre, besonders bei dem Zentauren Chiron, werden von Madeline Miller voll Liebe und beeindruckend erzählt. Der 2. Teil des Buches ist dem Trojanischen Krieg gewidmet. Achill wird durch Odysseus zur Teilnahme gedrängt und Patroklos, kein Krieger, geht mit ihm. Dort widmet er sich der Heilkunde und arbeitet als Arzt, um den verwundeten Kriegern zu helfen. Achill kämpft gemeinsam mit vielen um Troja. Aber nach 10 Jahren Belagerung ist noch kein Sieg in Sicht. Nach einem Streit mit Agamemnon weigert sich Achill erneut zu kämpfen. Um die Griechen zu retten, wird nun Patroklos zum Krieger. Das Ende der Geschichte wird so eindringlich beschrieben, wobei die Perspektivwahl sehr interessant und gelungen ist. Auch wenn mir der Held Achill als Mensch nicht sehr symphatisch war, fand ich die neu erzählte Geschichte um Patroklos Liebe zu Achill interessant und durchaus lesenswert. Einmal mehr des Erzählstils Madeline Millers geschuldet. Ich bin schon auf das nächste Buch von Frau Miller gespannt!

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Erstmal möchte ich mich herzlich beim Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars bedanken. Bei dem Lied des Achill handelt es sich um einen Blick auf den Helden aus der Sicht (s)eines Freundes, ohne den allwissenden Erzähler, Details die einem Menschen so nie auffallen könnten und mit viel Raum für Interpretation. Das Buch ist eher ruhig geschrieben, dennoch fällt es mir leicht mich in den Protagonisten hinein zu versetzen und Anteilnahme zu nehmen. Die Autorin verzichtet darauf sich in Begebenheiten hineinzusteigern und unnötig hinauszuzögern. Ihr Schreibstil erinnert mich sehr an die Erzählungen der alten Griechen und wirkt authentisch, jedoch kommt dennoch etwas durch, dass der Text zuerst auf Englisch und nicht auf Griechisch verfasst wurde. Das Cover ist wirklich ausgesprochen angenehm, viel besser als das „alte“. Ich bin restlos begeistert, die Charaktere und ihre Schrecken berühren einen wirklich sehr. Wenn das Buch zuende gelesen ist hat man direkt zwei Freunde verloren.

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Ich habe schon "Ich bin Circe" einfach nur verschlungen. Ein Blick auf die realen Mythen ohne romantische Verklärung. Toll! Ich hoffe sie bringt noch mehr davon.

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Das Lied des Achill ist wieder ein gelungenes Buch von Madeline Miller. Die Geschichte des antiken Helden und der Kampf um Troja wird sehr kurzweilig und spannend neu erzählt. Obwohl diese jedem bekannt ist, wird es nicht langweilig, diese noch einmal zu lesen. Im Vordergrund steht dabei die Beziehung zwischen Achill und Patroklos. Die Beziehung steht unter keinem guten Stern. Der Hass Achills Mutter sowie der Wunsch ein unsterblicher Held zu werden, steht einem glücklichen Happy End im Weg. Der Mix zwischen antiker Mythologie und modernem Erzählstil ist wieder sehr gelungen. Die Autorin lässt eine wunderbare Welt entstehen, in der die Götter aktiv in das Leben ihrer Kinder und den gewöhnlichen Sterblichen eingreifen. So macht Geschichte Spaß.

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Was für ein Genuss! Schon Millers letztes Buch habe ich verschlungen. Diese Sprache: so elegant, flüssig und gefühlvoll. Ein moderner Roman mit allem, was dazugehört: Liebe, Zurückweisung, Ablehnung, Konflikte, Spannung, Trauer... Und all das eingebettet in die alte griechische Göttersage. Diesmal ist der Hauptakteur der junge Achill, (dessen Homosexualität in der damaligen Zeit nichts Besonderes war). Wieder begegnet uns Odysseus und den Handlungsrahmen bildet die geplante Eroberung Spartas. Wir lernen viel von dem Leben der Götter, den Halbgöttern und den Königen der damaligen Zeit und viele Namen kommen uns bekannt vor. So kann man hier so ganz nebenbei sein Wissen kurz auffrischen. Ein absolut empfehlenswertes Buch!

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Die Geschichte des trojanischenDie Geschichte des trojanischen Krieges wurde schon vielfach (nach-) erzählt. Wie schon in ihrem großartigen Roman „Ich bin Circe“ versteht es Madeleine Miller’s auch hier wieder griechische Mythologie verständlich und packend rüber zu bringen. Im Fokus steht diesmal Patroklos, ein in Ungnade gefallener Prinz und späterer Freund und Liebhaber des Achill. Erzählt wird die Geschichte aus seiner Perspektive, mit allen Höhen und Tiefen. Nachdem im ersten Teil die wichtigsten Charaktere eingeführt werden, widmet sich der zweite Teil der Belagerung Troja’s und den damit verbundene Krieg. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr gut und man merkt, dass sie, als Altphilologin, Ahnung von der Thematik hat. Trotz allem hat mir das Buch nicht so gut gefallen, wie „Ich bin Circe“, würde es aber trotzdem weiter empfehlen an Leute, die an der Thematik interessiert sind.

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VORSICHT SPOILER!!! Das Buch ist sehr gut geschrieben. Der Schreibstil hat mich sofort gepackt, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Ich finde es weiterhin gut, dass hier die Griechische Geschichte mit Themen wie gleichgeschlechtlicher Liebe verbunden wird. Ich finde die Protagonisten auch sehr gut. Patroklos ist ein ungeliebter Sohn und wird nach einem Unfall verbannt wird und bei Achill landet... Die beiden kommen sich näher, was Achill´s Mutter gar nicht passt. Achill läuft weg und Patroklos hinterher...dann landen Beide bei Chiron und da hat Achill´s Mutter keine Handhabe mehr. Dann jedoch lässt Achill´s Vater nach ihm schicken und er macht sich mit Patroklos auf den Weg... Was die Beiden dort erfahren gefällt ihnen nicht und schon greift Thetis wieder ein und entführt Achill kurzerhand...Nach einem Gespräch mit Peleus erfährt Patroklos wo sich Achill aufhält und macht sich sofort auf den Weg. Die Geschichte um den Trojanischen Krieg hat mich wiederum total in den Bann gezogen, ich konnte meinen EReader einfach nicht schließen, die Kämpfe und die Art und Weise, wie sich die Götter an den Menschen gerächt haben, einfach toll beschrieben und zwischendrin immer wieder Patroklos und Achill. Ich habe diese Beiden richtig in mein Herz geschlossen, gerade Patroklos. Ich habe mir sofort den vorherigen Band "Ich bin Circe" zugelegt und hoffe ihn bald lesen zu können, denn wenn er nur annähernd so gut ist wie dieses, werde ich mir in Zukunft sämtliche Bücher dieser Autorin zulegen...

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Madeline Miller kann´s einfach! So macht griechische Geschichte wirklich Spaß! Zuerst hat sie uns "becirct" und nun legt sie mit Achill nach. Dieses Buch ist wieder genauso hervorragend erzählt wie der erste Titel. Hoffe sehr auf weitere Mytholgie-Romane!

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Was für eine wundervolle Umsetzung des altbekannten Stoffes. Die Beziehung von Patroklos und Achilles als schwule Liebesgeschichte darzustellen ist einfach ein Geniestreich. Sehr einfühlsam, sehr überzeugend und niemals kitschig oder billig - und einfach herzergreifend. Natürlich wusste ich im Vorfeld, wie die Geschichte endet - trotzdem hat es mich kalt erwischt. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal soviel Tränen am Ende eines Buches vergossen habe. Wundervoll!

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Nachdem ich 'Ich bin Circe' von Madeline Miller mit wachsender Begeisterung gelesen hatte, war ich natürlich neugierig auf 'Das Lied des Achill' . Vielleicht habe ich die Bücher zu schnell hintereinander gelesen. Achill ist nicht schlechter geschrieben und bewegt sich auch in der griechischen Mythologie, aber die Geschichte hat mich nicht so gefesselt. Nichtsdestotrotz ein gutes Buch.

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"Fesselnd." "Großartig." "Wertvoll." Und darum geht es ... Als Patroklos sich gegen einen älteren Jungen verteidigt und diesen dabei tötet, rettet ihn sein Geständnis nicht etwa, sondern sorgt dafür, dass man ihm seinen Stand als Prinz aberkennt und ihn an einen anderen Königshof verbannt. Anders als erwartet, geht es Patroklos dort jedoch recht gut und nur die Eifersucht auf den dortigen Prinzen - Achill -, der nicht nur wunderschön, sondern auch noch beliebt ist, bleibt ihm ein Gefährte. Doch dann wird ausgerechnet Patroklos von Achill auserkoren, sein Gefährte zu werden - ein Umstand, der, als die Jahre vergehen, weit mehr als Freundschaft bereit hält für die beiden Jungen. Nun ja, wäre da nicht die Schlacht um Troja, die über ihr Schicksal entscheiden soll ... Meine Meinung ... Ich muss ja gestehen, dass ich diese Geschichte bereits als englisches Original besessen und einfach nicht zu lesen bereit war. Nun als E-Book in der deutschen Übersetzung habe ich dieses Buch einfach verschlungen. Ein richtiger Must Read für jeden Geschichtsfan! Ich weiß immer noch nicht so ganz, wie ich in Worte fassen soll, wie sehr mir dieses Buch meine Gefühlwelt auf den Kopf gestellt hat. Denn man weiß ja eigentlich, wie die Story ausgeht ... Aber ... aber ... ohne Worte. Und dann die letzten Worte im Buch - soooooo schön! Ganz ehrlich? Liest dieses Buch, das nicht nur für Gay Romance-Fans wie mich so unendlich viel bereithält ...

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Patroklos, der (sterbliche) Sohn des Menoitios und der Sthenele hat wenig Erinnerungen an seine frühe Kindheit. Da er nicht der Erbe seines Vaters sein wird, beginnt schon zeitig ein dynastisches Schachern, um den Jungen mit einer Tochter aus einflussreichem Haus zu verheiraten. Er lernt dabei früh, wie Bündnisse funktionieren, was Loyalität ist und wie er sich zu benehmen hat. Als in einem Konflikt unter Kindern ein Gleichaltriger stirbt, wird der ohnehin ungeliebte Sohn ins Exil verbannt, um das Ansehen seines Vater zu schützen. Bei König Peleus in Thessalien wird Patroklos zum Gefährten des Thronfolgers Achill, dessen Leben er hier aus der Perspektive des Vertrauten erzählt. Achill wird nach einer Weissagung größter Krieger seiner Generation werden und muss trotz offensichtlicher Begabung für den Kampf zunächst den militärischen Drill ertragen, der ihn auf ein Leben als Krieger vorbereitet. Dass er mit einem Gefährten gemeinsam erzogen wird, ist eine bewährte Methode, um Achill in der Zeit der Ausbildung bei Laune zu halten. Über das Getümmel auf Schlachtfeldern hinaus geht es in seiner Vorbereitung um den Umgang mit der Macht, um Führungskompetenzen und diplomatische Fähigkeiten. Natürlich habe ich mich gefragt, welche Rolle für Patroklos gedacht ist, nachdem Achill seine Ausbildung abgeschlossen hat. Wie wird er einsetzen, was er am Königshof beim Zentauren Chiron gelernt hat? Hat Peleus mit der Wahl des jungen Patroklos als Gefährten für Achill erreicht, was er bezwecken wollte? Die jungen Männer werden unzertrennlich und verbringen außerhalb des Kampftrainings viel Zeit miteinander. Früh wird Millers Lesern die Rollenverteilung deutlich: Patroklos wirkt in der ungleichen Beziehung anspruchslos und mit der Rolle der Bewunderers zufrieden. Schon bald zeigt sich, dass die Beziehung der Gefährten mehr ist als eine Phase während des Heranwachsens. Schon in „Ich bin Circe“ hat Madeline Miller mich damit verblüfft, wie fesselnd sie Geschichte in persönlichen Schicksalen erzählen kann. Mit Patroklos wählt sie für ihren Entwicklungsroman einen Berichterstatter, der noch immer aufgewühlt wirkt, von dem, was er zu erzählen hat. Er berichtet auch – zeitlos – über eine Gesellschaft und ihre wütenden jungen Männer, das Männerbild der Väter und die Macht kontrollierender Mütter.

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"Das Lied des Achill" ist nun das zweite Buch der Autorin, was ich gelesen habe. "Ich bin Circe" war mir etwas zu langatmig und ausschweifend, weshalb ich ehrlich gesagt zuerst auf die Seitenanzahl geschaut habe, bevor ich mich entschlossen habe, es zu lesen. Bei ca. 100 Seiten weniger, konnte ich dann aber doch nicht widerstehen und habe zugegriffen. Gute Entscheidung! Denn von diesem Werk war ich hin und weg. Das Leben von Achill wird wie bereits von Circe von Anfang bis Ende beschrieben. Seine Jugend, seine Freundschaft und Liebe zu Patroklos und sein Tod, der allerdings nicht mit einem Pfeil in der Ferse endete, was mich wunderte, da die Autorin sonst sehr nah an den Geschichten bleibt. Erzählt wird sein Leben aus der Sicht von Patroklos, einem Jungen, gleichen Alters, der von seiner Heimat verbannt wurde. Und so lernen die beiden sich kennen und lieben und erleben viele Höhen und Tiefen zusammen. Dabei bleibt Frau Miller immer nah an den Erzählungen und belebt sie mit kleinen Einzelheiten, was so eine Göttersage unvergesslich macht. Diesmal ging es wirklich nur um Achill und Patroklos, keine Ausschweifungen und Geschichten über andere Helden oder Götter - das hat mir diesmal sehr gut gefallen. Über den Trojanischen Krieg wusste ich nicht viel, ich kannte lediglich das Trojanische Pferd, das zu Achills Lebzeiten aber nicht vorkommt. Achill ist tief in sich drin eigentlich ein guter Junge, fühlt sich jedoch auch oft ungerecht behandelt, was zu sehr heiklen Situationen führt und wie alle Helden musste auch Achill eines Tages sterben - so wurde es prophezeit. Fazit Madleine Miller schaffte es mit "Das Lied des Achill" die Heldensage um Achill mit viel Leben und Details zu füllen und trotzdem sehr nah an den Erzählungen zu bleiben. Achill und Patroklos wachsen einem ans Herz, sodass man ihren Tod ebenso bedauert. Eine schöne Heldensage! 5/5 Punkte.

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"Das Lied des Achill" knüpft in wunderbarer Weise an seinen Vorgänger "Ich bin Circe" an, auch wenn die Handlung chronologisch vorher spielt. Im Mittelpunkt steht der junge und bald verstoßene Prinz Patroklos und sein künftiger Weggefährte Achill. Man sieht die beiden erst zueinander wachsen und schließlich gemeinsam erwachsen werden, stets unter dem drohenden Schwert ihres vorherbestimmten Schicksals. Es ist sehr spannend die bekannten Geschichten rund um den trojanischen Krieg und seine Helden aus der Sicht des Patroklos zu erfahren, der zwar in allen bekannten Schilderungen stets genannt, aber meist doch eher Randgestalt bleibt. Madeline Miller gelingt es also auch diesmal wieder frischen Wind in den bekannten mythischen Stoff zu bringen.

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Die Geschichte des mythischen Helden Achill erzählt als homoerotische Liebesgeschichte aus der Sicht seines jungen Geliebten Patroklus. Und damit natürlich auch eine moderne Erzählung über den Trojanischen Krieg und alle seine Figuren: den listigen Odysseus, Menelaos, dessen entführte Frau Helena den Krieg auslöst, den mächtigen Heerführer Agememnon, der seine Tochter Iphigenie den Göttern opfert, die Trojaner Paris und Hektor, die Sklavin Briseis, die in Millers Version zur besten Freundin Patroklus' wird und die sein Verhältnis zu Achill auf die Probe stellt ... Insgesamt erreicht der Roman leider nicht ganz den Tiefgang von "Ich bin Circe". Dennoch ist er insgesamt sehr gut und spannend gemacht. Die Figur des Patroklus ist dabei bei weitem interessanter als die Titelfigur des Achill. Lohnt sich zu lesen!

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Hat mein Herz gebrochen. Circe hatte mir gut gefallen, also wollte ich auch dieses Buch lesen. Ich fand es noch viel besser als Circe.

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Spannend und interessant geschriebene Familiengeschichte für alle Fans der griechischen Mytologie. Ich war begeistert von den Intrigen und Machenschaften der Götter und Titanen. Das Buch konnte ich nicht mehr weglegen, denn Circe hat mich im wahrsten Sinne des Wortes bezirzt.

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Dieses Buch hat mich sehr an das Buch Circe erinnert, das ich ebenfalls verschlungen habe. Für alle denen Geschichte gefällt die aber einfach keine Lust auf reine Jahreszahlen haben ist dieses Buch sehr empfehlenswert und natürlich für alle Liebhaber von Sagen und Geschichten. Endlich sind die Helden auch einmal anfällig und haben auch etwas menschliches. Viele Gegebenheiten kennt man schon, auch die Episode mit Patroklos, aber wie das alles wirklich zusammenhängt und das Archilis gar kein stattlicher Mann von Ende 30 anfang 40 ist sondern ein Junger Bursche, das sind doch Seiten die jedem der dieses Buch lesesn wird gefallen werden. Ein tolles Buch.

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Nachdem ich schon "Ich bin Circe" mit großer Begeisterung gelesen hatte, war ich nun gespannt auf "Das Lied des Achill". Man muß sich nicht in der griechischen Mythologie auskennen oder Homers Ilias lesen, um nicht schon von dem trojanischen Krieg, ausgelöst durch die Entführung von Menelaos' Frau Helena durch den trojanischen Prinzen Paris, gehört zu haben. Achill ist einer der tragischen Helden aus Homers Epos. Die Geschichte wird aus der Sicht von Patroklos erzählt, der von seinem Vater verbannt und an den Hof von König Peleus geschickt wird. Dort lernt er Achill - Sohn des Peleus und der Meeresgöttin Thetis - kennen und lieben. Sie wachsen zusammen auf und sich bald unzertrennlich. Dadurch, dass Achill schon früh den Ruf hatte, der beste Kämpfer Griechenlands zu sein, war seine Teilnahme am trojanischen Krieg unabdingbar. Er fügt sich seinem Schicksal und bricht zusammen mit Patroklos auf , um in den Krieg gegen Troja zu ziehen. Die Geschehnisse während der 10-jährigen Belagerung Trojas werden von der Autorin sehr authentisch und packend erzählt. Sie bringt dem Leser auf sehr unterhaltsame Weise die griechische Heldensage näher und schildert mitreißend die wichtigsten Kämpfe und tragischsten Momente zwischen den griechischen und trojanischen Heroen und macht sie dadurch wieder lebendig. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig und bildhaft. Daher macht es großen Spaß diese tolle historische Geschichte zu lesen, auch wenn schon im Voraus bekannt ist, wie sie endet. Dieses wunderbare lesenswerte Buch ist auch für Leser zu empfehlen, die sich vielleicht nicht für die griechische Mythologie interessieren, aber gerne eine spannende und faszinierende Erzählung mit einer ergreifenden Liebesgeschichte lesen.

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Nach "Ich bin Circe" die nächste großartige Sage in neuem Gewand! Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen und habe es fast an einem Tag durchgelesen. Der Schreibstil, das Thema, die Geschichte - eine einzigartige Komposition in der Literatur!

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Nach “Ich bin Circe” ein weitere Roman inmitten der griechischen Antike von Madeline Miller. Schon von Circe war ich begeistert und habe es verschlungen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich die griechische Mythologie im allgemeinen sehr spannend finde und dementsprechend viel lese was ich dazu in die Finger bekomme. So eben auch den Roman “Das Lied des Achill” “Achill, Sohn der Meeresgöttin Thetis und des König Peleus, ist stark, anmutig und schön — niemand, dem er begegnet, kann seinem Zauber widerstehen. Patroklos ist ein unbeholfener junger Prinz, der nach einem schockierenden Akt der Gewalt aus seinem Heimatland verbannt wurde. Ein Zufall führt die beiden schon als Kinder zusammen, und je mehr Zeit sie gemeinsam verbringen, desto enger wird das Band zwischen ihnen.” Dass das alles natürlich nicht mit rosa Wolken enden kann ist fast schon klar. Doch wie der Weg dahin und dann auch die weiteren Schickale beschrieben werden finde ich sehr gut. Die Sprache ist flüssig und man kann sich gut in die Szenen eindenken. Das aufgrund der bestehenden Mythologie der Ausgang nicht neu erfunden werden kann ist klar, doch macht die Autorin dennoch etwas ganz tolles daraus und man findet sich mitten in der Geschichte wieder und erlebt sie mit. Einzig das recht negativ belastete Frauenbild hat mich hier ein bisschen gestört. Doch alles in allem ein toller und kurzweiliger Roman.

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In diesem Buch beschreibt Madeline Miller das Leben des Achilles aus der Sicht seines Gefährten Patroklos. Patroklos ist neun Jahre alt, als er an den Hof von Achilles Vater verbannt wird. Aus allen Jungen, die um die Gunst des jungen Prinzen buhlen, wählt Achilles ihn als seinen Gefährten aus. In den nächsten Jahren teilen sie alles - auch die Ausbildung beim Zentauren Cheiron. Nur Achilles Mutter, die Meernymphe Thetis, sieht die Beziehung der beiden Jungen nicht gern - vor allem, als sie immer intimer wird. Und als der große Krieg um Troja beginnt, und eine Prophezeiung Achilles frühen Tod sieht, versucht Thetis Achilles vor der Welt zu verstecken ... Ein großartig gefühlvoller Roman über zwei Seelenverwandte und eine faszinierende Version der griechischen Mythologie.

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Achill wiird ein schon als kleinem Junge eine große Zukunft vorher bestimmt. Als Halbgott soll er der beste Krieger aller Zeiten werden. Nur darauf konzentriert sich sein Leben. Alle Jungen und Mädchen umgarnen ihn, doch er interessiert sich vor allem für Patroklos, einem in Ungnade gefallenen Prinzen, einem Außenseiter. Ich weiß nicht genau, was ich erwartet habe, aber auf jeden Fall nicht einen solchen einfühlsamen Roman. Wahrscheinlich bin ich von einer Art historischen Roman, der im antiken Griechenland spielt, ausgegangen. Doch auch wenn der Roman das Leben des Achills zum Thema hat, ist dieses Buch für mich vor allem eins: eine wunderschöne Liebesgeschichte. Durch die Annahme, dass es die alten griechischen Götter tatsächlich gibt und diese auch in das Geschehen auf der Erde eingreifen, war für mich auch schnell ein historischer Roman mehr oder weniger ausgeschlossen. Die Autorin erschafft uns zwei konträre Charaktere: Achill, der wendige Kämpfer, ein Halbgott, von allen verehrt. Und Patroklos, ein Denker, tollpatschig, ein Außenseiter. Dennoch nähern die beiden sich an und aus Freundschaft wird bald mehr, so dass der Roman nicht nur irgendein Liebesroman zwischen Mann und Frau ist, sondern zur queeren Literatur gezählt werden kann. Wie natürlich die beiden miteinander umgehen, wie vertraut sie sich begegnen, liebevoll und ohne Spielchen, Intrigen, Unklarheiten etc. ist sehr schön zu lesen. Trotzdem wartet das Buch mit einer großen Spannung auf, die nur am Anfang darauf baut, wie sich die Beziehung zwischen den Beiden entwickelt. Vielmehr schafft die Autorin einen Plot, indem die Liebenden gemeinsam durch dick und dünn gehen müssen. Wie sie dabei immer zueinanderstehen und füreinander einstehen... so stelle ich mir einen lesenswerten Liebesroman vor! Der "historische" Plott, die Saga rund um Achill und die Schlacht von Troja waren dabei für mich das Sahnehäubchen. Ich habe eine Schwäche für solche Themen und diese Geschichte wurde schön und plastisch erzählt. Es war keine x-beliebige Nacherzählung, die schlecht umgesetzt war. Miller hat einen wunderbaren Schreibstil. Somit war das Buch für mich ein Lesevergnügen durch und durch!

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Ich habe ja schon "Ich bin Circe" von Madeline Miller gemocht, aber "Das Lied des Achill" liebe ich! Ich bin, ehrlich gesagt, mit großen Erwartungen an den Roman herangegangen - einfach wegen des Themas und weil ich Millers Stil kannte, und ich wurde nicht enttäuscht. Wer sich ein bisschen in der griechischen Mythologie auskennt, erkennt die vielen Geschichten und Figuren wieder. Es ist eine ganz andere Herangehensweise, die Figuren nicht wie gewohnt im alten, sondern im modernen Prosastil agieren zu lassen. Es ist spannend und man fiebert, obgleich man das Schicksal der Figuren bereits kennen mag, immer noch mit. Erzählt wird die Geschichte sehr gefühlvoll. Die Dynamik zwischen Achill und Patroklos ist wie aus dem Leben gegriffen und man fühlt sich ihnen sehr nah. Ich habe diesen Roman verschlungen und kann ihn jedem ans Herz legen - ganz toll!

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Der junge Patroklos wird, nachdem er versehendlich einen anderen Jungen tötet, von seinem Vater enterbt und an den Hof von König Peleos verbannt. Dort begegnet er dessen Sohn Achill, der alles ist, was er nicht ist: schön, geschickt, beliebt und ein guter Kämpfer. Schnell freunden sich die beiden Jungen miteinander an und wachsen fortan miteinander auf. Während sie zunächst am Hof von Achills Vater und später beim berühmten Zentauren Cheiron ihre Ausbildung absolvieren, fühlen Patroklos und Achill sich zunehmend zueinander hingezogen. Allerdings ist ihre Zeit miteinander begrenzt, denn der trojanische Krieg droht am Horizont, und das Schicksal hat große Pläne mit Achill ... Mit sehr viel Empathie erzählt Madeline Miller die Geschichte der Illias (oder zumindest einen Teil davon) neu. Wir blicken durch die Augen von Patroklos auf Achill und sehen seine Stärken, aber auch seine Schwächen, wodurch der berühmte Held menschlich wird. Obwohl ich die Geschichte der Illias kannte, hat dieses Buch mir doch immer wieder neue Sichtweisen auf die Geschichte eröffnet und ich konnte gar nicht anders, als bis zum Ende mit Patroklos und Achill mitzufiebern.

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Achill – Held der Helden, Held der Herzen? Danke an den Eisele Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wird davon natürlich nicht beeinflusst. Ich bin ein großer Fan der Antike und liebe alles, was mit Mythologie zu tun hat, deshalb musste ich "Das Lied des Achills" einfach lesen. Außerdem habe ich schon so viel Gutes von der Autorin gehört. Das Cover finde ich toll und passt einfach super zum Kontext. Der Schreibstil von Madeline Miller ist sehr angenehm und die Geschichte liest sich wunderbar. Die Seiten flogen ihm nu dahin. Allerdings fiel mir der Einstieg in die Geschichte schwer, weil ich zuerst nicht verstanden habe, dass Patroklos die Geschichte des Arhill erzählt. Ich finde es aber toll, das wir die Geschichte aus der Sicht von Patroklos erzählt bekommen, dass ermöglicht einmal einen ganz anderen Blickwinkel. Und es ist etwas neuen, da es nur eine der Lesearten ist, wie man einige Stellen in Homers „Illias“ lesen kann, dass es sich bei Patroklos und Achill um ein Liebespaar handelt, ist nur eine dieser Lesearten, beweise gibt es dafür nicht (zu Mal wir hier ja auch von einem Mythos bzw. Epos sprechen).Dieser Aspekt ist es ja auch, den „Das Lied des Achills“ zu einer Neuerzählung macht und nicht zu einer banalen Nacherzählung. Aber ich habe die Neuerzählung sehr genossen und kann sie nur weiterempfehlen.

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Da mir das Buch Ich bin Circe gut gefallen hat, war ich neugierig auf dieses Buch. Die Geschichte des Achill wird von seinen Gefährten und Geliebten Patroklos erzählt. Dadurch wird die Geschichte aus Sicht der Menschen erzählt. Die Götter treten eher etwas in den Hintergrund, obwohl sie immer präsent sind, wie z.B. Achills Mutter Thetis. Großen Raum nimmt auch die homoerotische Beziehung zwischen Achill und Patroklos ein. Besonders hat mir gefallen, wie die einzelnen Akteure dargestellt werden. Da werden die großen Helden aus den Göttersagen zu ganz normalen Menschen mit all ihren Schwächen. Der Schreibstil ist wieder sehr gut. In diesen Buch wird die griechische Mythologie auch dem unbedarften Leser leicht verständlich nahe gebracht. Obwohl mir die griechische Mythologie nicht geläufig ist, habe ich das Buch mit großen Vergnügen gelesen.

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Nach einem tragischen Unfall wird der junge Prinz Patroklos ins Exil nach Phthia geschickt, wo er mit dem gleichaltrigen Achill aufwächst. Auch wenn die beiden sehr unterschiedlich sind, werden sie doch schnell zu besten Kameraden. Aus Freundschaft entsteht schließlich Liebe - eine Liebe, die immer wieder auf die Probe gestellt wird. Vor anderen müssen sie sich verstellen, Achills Mutter, der Nymphe Thetis, ist die Beziehung ein Dorn im Auge und ein altes Versprechen Patroklos' droht einem von ihnen den Tod zu bringen. Schon "Ich bin Circe" von derselben Autorin konnte mich restlos begeistern und nicht anders ist es mit "Das Lied des Achill". Die Handlung wird aus Patroklos' Sicht erzählt und umfasst sein gesamtes Leben, von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter. Im Fokus steht natürlich die Beziehung zu Achill. Während der schneller, stärker und ein besserer Kämpfer als alle anderen ist - was ihm den Namen "Aristos Achaion", der "Beste der Griechen" einbringt - ist Patroklos aus weicherem Holz geschnitzt. Er ist sehr empfindsam, hat ein starkes Bedürfnis nach Gerechtigkeit und findet erst durch die Erziehung durch den Zentauren Cheiron zu sich selbst. Da er kein Kämpfer ist, bleibt Patroklos nur die Möglichkeit, seiner großen Liebe Achill stets bedingungslos zu folgen - auch in die Trojanischen Kriege, wo er in dessen Streitwagen sein Leben riskiert. Nach und nach zieht er sich dann jedoch aus dem Kampfgeschehen zurück und wendet sich der Heilkunst zu. Achill hingegen steigt sein Ruhm immer mehr zu Kopf, so dass er schnell Feinde um sich schart. Wie wird Patroklos sich entscheiden, wenn er zwischen dem, was gut und richtig ist und seinem Geliebten wählen muss? Mit "Das Lied des Achill" ist Madeline Miller erneut eine mitreißende Adaption griechischer Mythologie gelungen. Natürlich sind gewisse Teile der Handlung mit Vorkenntnissen in diesem Gebiet vorhersehbar. Da jedoch mehr wert auf die Entwicklung der beiden Helden und ihre Beziehung zueinander gelegt wird, tut dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Bleibt nur zu hoffen, dass Madeline Miller sich in Zukunft noch weiteren antiken Helden literarisch widmen wird.

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Madeline Millers Das Lied des Achill ist wieder so ein Roman, bei dem man die häufigsten Kritiken am besten gleich im Vorfeld entkräftet. Denn diese Kritiker lesen wahrscheinlich sowieso nicht bis zum Schluss. Der Roman hat im Großen und Ganzen nicht nur in den Feuilletons hervorragende Besprechungen eingesammelt, steht vielleicht sogar, wir kommen dazu, etwas zu gut da. Aber: Besonders im englischen Sprachraum ist der hauptsächliche Einwand, es sei unerträglich, dass Miller der großen Heldengeschichte eine homosexuelle Liebesbeziehung aufgepflanzt habe. Zu Beschwerden über die Homosexualität der Helden Dazu zweierlei: Erstens: Diese Beziehung ist nicht Erfindung der Autorin. Über eine entsprechende Liebe zwischen Achilles und Patroklos spekuliert haben bereits Aischylos und Platon. Nicht so sehr das „Ob“ war Thema, sondern vor allem die Frage, wer in der Beziehung der Ältere war und wer der Knabe. Millers Erfindung ist dann, wenn überhaupt, allein die Tatsache, dass die beiden in etwa gleichen Alters sind und sich tatsächlich mehr bedeuten als eine Form der Sexualität, die später dann doch wieder zwingend in ein Mann-/Frau-Verhältnis übergehen wird. Zweitens: Erfindung oder nicht, eigentlich ist das auch egal. Ob ein Leser, persönlich Lust hat über einen homosexuellen Achilles zu lesen, ist genau das: Persönliche Vorliebe. Mit literarischer Kritik hat das nichts zu tun. Dafür ist allein entscheidend, ob die Geschichte glaubhaft entwickelt und in ästhetisch überzeugender Weise präsentiert wird. In aller Kürze: A) Definitiv. B) Im Fall der Liebesszenen kann ich den Vorwurf verstehen, das Ganze lese sich ein wenig wie “Fan Fiction”. Wem Sexszenen, bei denen die Haut wie Seide ist, Haare nach Blumen duften und Münder wie Honig schmecken, zu viel sind, der dürfte durchaus ein paar mal mit den Augen rollen. Aber: Davon gibt es im Buch genau eineinhalb. Wer deshalb aus dem Text aussteigt, hat ein ganz eigenes Problem. Konsequenter gestaltet als der Nachfolger Alles in allem macht Das Lied des Achill vieles richtig, was beim später erschienenen Ich bin Circe nicht ganz so gelungen war. Trat Circe etwa wie eine Lehrerin vor Leser, von denen die Autorin offenkundig nicht erwartete, die Grundzüge griechischer Mythologie noch zu kennen, was den Effekt hatte, dass diese Göttin über Götter sprach, als sei sie nicht unter Göttern aufgewachsen sondern schreibe ein Schulbuch für moderne Fünftklässler, weist Patroklos genau den richtigen Wissenshintergrund auf, um einerseits organisch aus seiner Welt zu erzählen, andererseits den Lesern dennoch viele Informationen zu stecken, von denen glaubhaft ausgegangen werden kann, dass sie in diesem Kontext tatsächlich enthüllt werden würden. So wird etwa in der anfänglichen Brautwerbungsszene um Helena (Patroklos ist 9), die Identität eines besonders gewitzten Gastes vor der Gesellschaft zuerst nur als „Sohn des Laertes“ enthüllt. Dass es sich um Odysseus handeln muss, weiß, wer Ilias und Odyssee kennt, doch Patroklos und der weniger informierte Leser erfahren es erst viele Seiten später. An anderer Stelle frischt die Autorin unsere Erinnerung darüber auf, welche Könige alle an der Schlacht um Troja teilnahmen. Auch das geschieht organisch, indem die Truppen rund um Achilles, die ganz ohne Telefon und Facebook das bei ihrer Ankunft natürlich nicht wissen können, von den bereits Anwesenden die Namen der Anführer heruntergebetet bekommen. Im Gegensatz zu Circe wirkt Patroklos immer, als erzähle er die Geschichte unter seinesgleichen, und trotzdem gelingt es Miller, für Uninformierte alle wichtigen Informationen im Text unterzubringen. So wird es gemacht. Das Problem mit Patroklos Tod Allerdings steht Das Lied des Achill vor der Schwierigkeit, dass Erzähler Patroklos vor seinem Helden Achilles stirbt. Von sämtlichen nur schlechten denkbaren Lösungen (Erzählerwechsel, Wechsel in auktoriale Perspektive, jäher Schluss) wählt Miller die schlechteste, und lässt einfach Patroklos Geist weiter erzählen. Überraschenderweise ist Ich bin Circe, offenkundiger Schwächen zum Trotz, im Großen und Ganzen allerdings doch das etwas bessere Buch. Die Ilias als Vorlage schnürt die Entwicklung der Geschichte deutlich ein, Das Lied des Achill ist tatsächlich vor allem eine Nacherzählung des großen Epos plus Liebesgeschichte. Dadurch, dass Miller einerseits Figuren eine Psyche verleiht, die nie als Figuren mit Psyche gedacht waren, andererseits aber die antipsychologische epische Handlung beibehalten muss, müssen Entscheidungen der Figuren innerlich motiviert werden, was geradezu absurd wirkt, wenn etwa Achilles erst alles tut, um nicht in den Krieg ziehen zu müssen und sich dann doch überzeugen lässt von Gründen, die für Figuren Sinn ergeben mögen, die eben Figuren sind im Spiel der Götter, aber nicht für einen, der gerade noch den Krieg im Großen und Ganzen wie ein moderner Pazifist für einen ziemlichen Unsinn zu halten schien. Überhaupt dient, noch mehr als Achilles, der zumindest weiß, dass er für den Kampf geboren ist, besonders Patroklos allzu sehr als Platzhalter für modern-liberal-linksbürgerliche Vorstellungen. Hier fuhr Miller mit Circe definitiv besser, deren Mythos stückhaft übermittelt ist und mehr Freiraum für Charaktertiefe lässt, auch wenn es auf den ersten Blick noch absurder wirken mag, Göttern eine Psyche zu verleihen, wie sie Movens des bürgerlichen Romans und nicht des Epos ist. Ansonsten gilt auch hier wieder: Das Lied des Achill lässt sich gut lesen, die Sprache ist flüssig und trägt durch das Buch, ohne dass es Sätze gäbe, die man sich wird heraus schreiben wollen. Manch einer wird sich begeistert zeigen von den bilderreich-zärtlichen Ausmalungen der Sexualität von Achilles und Patroklos, manch einer wird das für etwas zu süßlich beschrieben halten. Wer Circe mochte, wird auch mit Das Lied des Achill Spaß haben. Wer hingegen eine moderne Nacherzählung der Illias sucht… naja, der sollte damit aufhören und verdammt nochmal die Ilias lesen.

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Nach dem Lesen von "Ich bin Circe" wollte ich nochmals in den Genuss kommen, griechische Mythologie spannend erzählt zu bekommen. Deshalb griff ich zu "Das Lied des Achill" und vertiefte mich in sein Leben. Es ist zwar mehr die Geschichte von Patroklos, aber beide sind untrennbar miteinander verbunden. Und dies, seit Patroklos seit einem tödlichen Unglück mit 10 Jahren verbannt und zu König Peleus geschickt wird. Patroklos wird von Peleus Sohn Achill als Freund ausgewählt. So muss er nicht mit den andern Pflegekindern zusammen wohnen und lernen, sondern macht alles mit Achill zusammen. Später werden sie bei Cheiron ausgebildet, doch als Helena gefangen wird, wird Achill als Krieger "einberufen". Während Achill kämpft, arbeitet Patroklos als Arzt. Er war mir sehr sympathisch, hat das Herz am rechten Ort, er, Cheironides, Sohn des Cheyron, wie er sich nach den Lehrjahren bei Cheiron nennt. Patroklos weicht Achill nicht von seiner Seite - egal, ob im Königshof von Achills Vater Peleus, bei ihrer Ausbildung bei Cheiron oder in all den Kriegsjahren; egal, ob das was ihn erwartet Spass macht oder ganz gegen seine Überzeugung ist. Eine Prophezeiung sagt, dass Achill berühmt wird. Leider ist genau dieser Ruhm und somit quasi die Unsterblichkeit Achill wichtiger als alles andere, er ist eitel und wird mir in seinen letzten Jahren immer unsympathischer. Genau wie Odysseus, der hier auch vorkommt und den ich hier im Gegensatz zu "Ich bin Circe" nicht mag. Er ist in "Das Lied des Achill" nicht der nette Lover, sondern der Kriegsplaner. Der böse Part übernommen hat Achills Mutter Thetis, sie mag Patroklos nicht und macht alles, um ihn von Achill zu trennen. Welche Liebe, ob die zur Mutter oder die zum Seelen- und Bettgefährten stärker ist, erzählt uns Madeline Miller in "Das Lied des Achill", das jetzt wieder neu aufgelegt wurde. Mir hat die Lovestory von Achill und Patroklos sehr gut gefallen. Zuerst versteckt, zart und verschämt und immer leidenschaftlicher und öffentlicher entdecken und leben die beiden ihre Liebe zueinander bis hin zum tragischen Ende. Patroklos ist ein toller Charakter. Merkend, dass er anders als andere Jungs ist, erst scheu, dann immer stärker in seinem Bewusstsein; wissend, was er kann und was nicht; liebend, treu und gerecht in allen Bereichen - und das obwohl sich Achill, getrieben in seinem Ehrgeiz unsterblich zu werden, gefühlsmässig oft von seinem Gefährten entfernt. Auch das Ende hat mich überzeugt, die Zwiesprache zwischen Patroklos und Thetis fand ich genial. Eins, zwei Längen wies der Roman aus, so dass es gute 4 anstatt 5 Wow-Punkte von mir gibt. Fazit: Für alle, die griechische Mythologie mal anders lesen möchten - toll erzählt. 4 Punkte.

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Nachdem ‚Ich bin Circe‘ von Madeleine Miller letztes Jahr eines meine Lesehighlights war, wusste ich gleich, dass ich auch ihr Debüt „Das Lied des Achill“ unbedingt lesen möchte. Auch hier geht es wieder um griechische Mythologie, die aus einer leicht veränderten Perspektive neu erzählt wird. Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Patroklos erzählt, der von seinem Vater verbannt wird und zum Gefährten von Achill, einem unglaublich starken und schönen Prinzen und Halbgott, wird. Sie verlieben sich und bleiben auch während der langen Belagerung Trojas zusammen. Ein Großteil des Buches ist der Entwicklung dieser Beziehung gewidmet, aber das Drumherum wie der Kampf um Troja und wie es dazu kam spielen auch eine große Rolle. Das Buch hat mir sehr viel Spaß gemacht! Und wie schon bei Circe hat es mir einen Zugang zu griechischer Mythologie gegeben, von dem ich immer dachte, dass er mir für immer verwehrt bleiben sollte. Denn ehrlich gesagt fand ich diese Erzählungen von Göttern, Königen und Kriegen immer ziemlich langweilig. Auch wenn ich grob natürlich wusste, wie die Geschichte der beiden Enden wird, habe ich die ganze Zeit mitgefiebert. Die Liebesgeschichte der beiden ist so rein und schön und gar nicht kitschig, das war ganz nach meinem Geschmack. Gegen Ende hin war es mir ein bisschen zu viel Gekämpfe, da schalte ich sowohl bei Büchern als auch bei Filmen immer schnell ab, aber das ist allein mein Problem und hatte rein gar nichts mit der Story oder dem Schreibstil zu tun. Also: Große Leseempfehlung!!!

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Wieder lässt Madeline Miller ganz tief in die Welt der Antike eintauchen , zeigt Achilles und seine Gefährten in allen Facetten und spannt den Bogen in die heutige Welt

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Achill und Patroklos Ich kenne mich zwar einigermaßen in der griechischen Mythologie aus, war aber dennoch sehr gespannt auf dieses Buch, weil ich so viel Gutes von der Autorin gehört habe. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ein toller Schreibstil und es gelingt Madeleine Miller unglaublich gut, die Geschichte von Patroklos und Achill vor den Augen ihrer Leser entstehen zu lassen. Bei der Lektüre habe ich zwischendurch immer wieder meine Umgebung vergessen und war tief in die Geschichte aus der Ilias eingetaucht. Schwerpunkt dieser Geschichte, die aus Sicht von Patroklos erzählt wird, ist die Beziehung von Achill und Patroklos. Auch wenn man einiges aus der Mythologie kennt, war es dennoch eine tolle Romanadaptation.

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Achill, ein großer - der Größte - Krieger der Griechen. Doch was wissen wir eigentlich mehr über ihn, außer dass er ein guter Kämpfer ist und am Trojanischen Krieg beteiligt war? Wie lebt es sich als Halbgott, wie wächst man auf, wie sieht die Vorbereitung auf ein kriegerisches Leben aus - und gibt es sowas überhaupt? All diese Fragen beantwortet Madeline Miller in diesem Meisterwerk. Wer nun eine Geschichte voller Krieg und Blut und Göttern und Kämpfen erwartet, wird zwar nicht enttäuscht werden, doch ist es der Autorin gelungen, so viel mehr aus dieser Geschichte herauszuholen. Denn im Grunde handelt es sich hier um eines, und das erwartet wohl kaum einer: eine der schönsten Liebesgeschichten, die man sich vorstellen kann. Ich bin kein Fan schnulziger Liebesromane, bei Weitem nicht, und hätte ich vorher gewusst, dass diese Geschichte eine derartige Wendung nimmt, wäre ich wohl skeptischer gewesen. Doch nachdem mich Millers Circe so begeistert hatte, blieb ich dran und wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil. "Ich würde mit ihm nach Troja ziehen, und sei es in den Tod. 'Ja', flüsterte ich. 'Ja.'" Aus der Sicht Patroklos’ erfahren wir nun also wie der junge Achilles lebte, aufwuchs, ausgebildet wurde und den Gefährten seines Lebens fand. Und diese Geschichte ist unglaublich gut, lebhaft und phantasievoll geschrieben, absolut spannend und einfach wunderschön. Es gibt Schockmomente, Trauer, Freude und all das spiegelt sich wirklich beim Leser wider. Man ist gerührt, wütend, freut sich und vergisst eventuell sogar ein paar Tränen. "Ich hätte ihn auch mit geschlossenen Augen wiedererkannt, an seinem Duft, an seinen Schritten. Selbst im Tod und am Ende der Welt würde ich ihn wiedererkennen." Wie auch Circe, kann ich dieses Buch nur wärmstens jedem empfehlen, der Interesse an der griechischen Mythologie hat und auf der Suche nach etwas Besonderem ist. Nach nur zwei Büchern hat es Frau Miller geschafft, zu einer meiner liebsten Autor/innen zu werden und ich kann es kaum erwarten, mehr von ihr lesen zu dürfen. ~~Danke an NetGalley und den Eisele Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplars~~

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‚Das Lied des Achill‘ ist eine Ode an die Liebe und an Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt und tiefe Verbundenheit. Die Geschichte des unsicheren Protas Patroklos, verstoßen und entehrt, welcher als Gefährte des selbstsicheren und gütigen Göttersohns Achill seine Jugendjahre verbringt, hat mich wirklich hellauf begeistert ! Der Schreibstil voller authentischer Sprachbilder sowie Strukturen der antiken Mythologie, die in moderner Sprache umgesetzt werden, ergeben einen wunderschönen, leichten und einfach „anderen“ Roman, der für so ziemlich jeden Genre- Liebhaber geeignet ist. Die Liebe Und Achtung zwischen den beiden Figuren ist so echt und doch leicht für den Leser spürbar geschrieben, dass ich sofort fasziniert war. Dieses Buch kann nichts anderes als 5 Sterne verdienen !

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Achill von einer anderen Warte aus Der Klappentext: „Achill, Sohn der Meeresgöttin Thetis und des König Peleus, ist stark, anmutig und schön — niemand, dem er begegnet, kann seinem Zauber widerstehen. Patroklos ist ein unbeholfener junger Prinz, der nach einem schockierenden Akt der Gewalt aus seinem Heimatland verbannt wurde. Ein Zufall führt die beiden schon als Kinder zusammen, und je mehr Zeit sie gemeinsam verbringen, desto enger wird das Band zwischen ihnen. Nach ihrer Ausbildung in der Kriegs- und Heilkunst durch den Zentauren Chiron erfahren sie vom Raub der Helena. Alle Helden Griechenlands sind aufgerufen, gegen die Spartaner in den Kampf zu ziehen, um die griechische Königin zurückzuerobern. Mit dem einzigen Ziel, ein ruhmreicher Krieger zu werden, zieht Achill in den Feldzug gegen Troja. Getrieben aus Sorge um seinen Freund, weicht Patroklos ihm nicht von der Seite. Noch ahnen beide nicht, dass das Schicksal ihre Liebe herausfordern und ihnen ein schreckliches Opfer abverlangen wird.“ Zum Inhalt: Der große Held Achill ist dank der Schlacht um Troja eigentlich jedem ein Begriff, hier wird nun sein Leben von seiner Kindheit an erzählt und zwar von seinem treuen Begleiter und geliebten Freund Patroklos. Er fungiert hier auch als Ich-Erzähler und bietet so eine sehr ungewöhnliche Sicht auf den berühmten Helden Zum Stil: Die Autorin Madeline Miller greift hier die Geschichte von Homer auf und interpretiert sie neuer und moderner, sie legt mehr Gewicht auf die Emotionen und die „Menschlichkeit“ der großen Helden der Illias. Sie erzählt dabei sehr flüssig und in einer fesselnden Weise, und durch die Augen Patroklos lernt auch der Leser eine neue Seite der griechischen Helden, Götter und Sagen kennen. Durch ihre ausdrucksstarken und bildlichen Beschreibungen hat man beim Lesen die Landschaften und sagenhaften Charaktere vor Augen. Fast jeder wird die Illias oder Gustav Schwabs „Sagen des klassischen Altertums“ kennen, hier erfährt der Leser eine andere, menschlichere Seite der glorreichen Helden und glorifizierten Götter. Wie bei „Ich bin Circe“ kann ich nur sagen: Wer Lust hat auf eine neue Sicht auf die griechische Mythologie ist mit diesem Buch bestens beraten, hier werden die Helden- und Göttersagen auf eine moderne und rebellische Art und Weise neu erzählt. Ich danke dem Eisele Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Achill, der Sohn der Göttin Thetis und des Königs Peleus. Wir alle kennen den strahlenden Helden aus der Schlacht um Troja. Hier wird seine Geschichte aus der Sicht des jungen Prinzen Patroklos' erzählt. Patroklos wird als junger Ausgestoßener zum Gefährten des glänzenden, scheinbar vollkommen perfekten Prinzen Achill und begleitet ihn von da an als Gefährte und Liebhaber. ___________________________________________ Madeline Miller hat einen ungewöhnlichen Schreibstil, an den ich mich erst gewöhnen musste. Ich mag es sehr, dass die Geschichte aus der Sicht von Patroklos daher kommt. Es wirft ein anderes Licht auf die Ereignisse. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mir hier einfach oft mehr erwartet habe. Während Achill so selbstverliebt und stolz beschrieben wird, wie man ihn auch kennt, ist Patroklos zu einseitig und farblos gestaltet. Es schreit hier doch sehr nach Klischee, zumal die Geschichte der beiden wirklich wahnsinnig toll beginnt und sich dann aber leider im Verlauf der Ereignisse und Achills Selbstverliebtheit zu verlieren scheint. Wundervoll beschrieben ist hier aber auch die gesamte Mythologie. Ich hatte meinen Spaß mit dem Buch, auch wenn es ganz war, als erhofft. [4/5 :green_heart:]

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Genau wie Circe ein Volltreffer! In diesem Buch steckt so unglaubich viel Recherche und Hintergrundwissen über die griechische Mythologie. Immer wieder musste ich bestimmte Namen nachschlagen, bei denen ich dachte: "Moment - das hab ich schon mal im Lateinunterricht gehört!" So persönlich hat man Geschichte bisher noch nicht erlebt.

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Eine Geschichte aus der Antike, neu aufgelegt und eigentlich ganz anders: Es ist die Geschichte von Patroklos, einem unscheinbaren Jungen eines unwichtigen Königs irgendwo in Griechenland, und von Achill, einem mächtigen Halbgott und Krieger. Viel mehr als das, es ist eine Geschichte von Freundschaft, Liebe, Hingabe und Aufgabe. Noch weiter eine Geschichte von Diversität und Aufbruch, Schönheit und Fluch, Selbstbewusstsein und Schmerz. Dieser Roman ist vieles und einiges und dabei so packend und herzergreifend schmerzhaft, weil diese Geschichte noch nie in dieser Form erzählt wurde. Und weil Patroklos‘ Stimme eine zarte ist, die eine solche umfassende und wahnsinnige Geschichte erzählen und dabei klingen kann wie ein sanftes Lied. Madeline Miller schreibt sich in ihrem Roman um Kopf und Kragen. Nachdem Circe im vergangenen Jahr so groß in Deutschland ankam, zieht der Eisele Verlag mit seinem zeitlichen Vorgänger aus den USA in diesem Jahr nach – und legt mit ihm noch eine Schippe drauf. Eine klassische Heldengeschichte, die unklassischer nicht sein könnte und genau damit besticht: Der junge Patroklos, dem der Krieg und Kampf fremd ist, der ängstlich, klein und schmächtig sein soll, der seine Heimat und Familie verliert und sich in einem fremden Jungen wiederfindet. Er erzählt von sich und Achill, dem Mächtigsten der Griechen, der sein Volk zu großem Ruhm führen soll, dem Sohn einer Göttin und eines großen Königs. Und er erzählt von ihrer ungewöhnlichen Freundschaft, die ihr Schicksal schnell und schmerzhaft besiegelt. Ein Schicksal, das nicht aufzuhalten ist, und das sie beide im Wissen um den Verlust annehmen, der sie darin erwartet. Der Roman ist rasant, klug erzählt und unvorhersehbar anders. Miller zeigt eindrucksvoll ihre Nähe zur griechischen Mythologie und verbindet sie gekonnt mit der Moderne, ohne unglaubwürdig zu wirken. Mit ihrer Geschichte bricht sie Herzen, regt zum Nachdenken an und entfacht in uns die Hoffnung, dass ein Schicksal Einzug hält in die Geschichte unserer Welt, wenn es so rein ist, wie das Schicksal dieser beiden Männer. SPOILERABSATZ: Und noch viel wichtiger: Sie bringt uns nahe, wie divers die Mythologie sein kann. Sie zeigt uns, dass Männer Männer lieben können, mit einer Intensität, wie sie nur wenige überhaupt je erleben können. Und diese Liebe trägt Miller tief in uns hinein, mit dem Beweis, dass Liebe immer einzigartig, überwältigend und eine Herausforderung ist, die uns vor existenzielle Fragen stellt. In Persona des Patroklos bietet sie uns die Innensicht einer Beziehung, die Selbstaufgabe und Hingabe verlangt, Simples mit Kompliziertem paart und intelligent Fragen stellt, zu denen nur wir selbst die Antwort kennen. Die Figuren wirken lange nach und wollen gehört werden. Ich schlage vor, dass wir ihnen alle zuhören.

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Dies ist die Geschichte von Patroklos, verbannter Sohn eines an Ruhm verlorenen Mannes und sein Leben mit Achill, Sohn der Thetis und des Königs Peleus. Größter Krieger Griechenlands und Hoffnung der Götter, Heerführer der Myrmidonen im Kampf um Troja. Eine Geschichte voller Liebe, Hoffnung, Ruhm und Trauer die in einem blutigen Kampf ein Opfer fordern wird. Denn unendlicher Ruhm kommt immer mit einem Preis... Große Liebe, kann ich bei dem Buch nur sagen. Wie bei schon bei "Circe" ist schon einfach der Schreibstil der Autorin es wert sich mit ihren Büchern zu befassen. Einfühlsam, emotional und einfach nur wunderschön in der Wortwahl, macht er das Lesen zu einem ganz besonderen Erlebnis. Und sie schafft es dadurch, den bekannten Helden der griechischen Mythologie Leben einzuhauchen und uns hautnah an deren Geschichte und Heldentaten teilnehmen zu lassen. Patroklos war mein ganz besonderer Schatz in diesem Buch. Er ist ein eher introvertierter Charakter, ist aber deswegen nicht weniger ausdrucksstark. Wir begleiten die Jahre im Leben des Achill und die berühmte Schlacht um Troja wegen der schönen Helena aus seiner Sicht. Erleben wie sich langsam zarte Bande zwischen ihm, dem unscheinbaren und verstoßenen Prinzen und Achill, dem Nymphensohn mit dem Goldhaar und der überragenden Schnelligkeit bilden. Dabei bleibt die Liebe der beiden meist eher subtil beschrieben, aber jederzeit von Emotionen geprägt. Das Kernstück der Geschichte sind neben der Jugend und der Ausbildung durch den Zentauren Chiron dann die letzte Schlacht um Troja, eine gefährliche Prophezeiung und ein tragischer und alles zerbrechender Fehler. Der Krieg ist ebenso emotional beschrieben wie die Liebesgeschichte. Man fiebert mit, es wird blutig und zermürbend, aber ohne zu plastisch und effektheischend zu sein und das Ende war noch das Sahnehäubchen. Kurz und knapp: Ich habe das Buch geliebt, ich habe die Charaktere geliebt (auch wenn Achill ab und an mal geschüttelt werden darf) und ich habe die Umsetzung geliebt. Ich kann es kaum erwarten, dass weitere Bücher der Autorin hoffentlich auch in diesem Genre erscheinen.

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3,5 Sterne Nach seiner Verbannung lebt Patroklos am Hof von König Peleus, wo er auf dessen Sohn Achill trifft, der sofort eine gewisse Faszination auf ihn ausübt. Doch für einen Verbannten ist der Prinz unerreichbar. Patroklos fasziniert alles an Achill, sein Aussehen, sein Wesen und sogar seine Art zu kämpfen und auch Patroklos ist Achill nicht ganz gleichgültig. Die Autorin zeichnet das Bild eines jungen unbeschwerten Mannes, den seine Bestimmung in die Rolle einer tödlichen Waffe zwingt, was ihm allerdings lieber ist als ein langes Leben als Niemand. Heute sind die Likes und Follower auf Instagram wichtig und damals zählte der Ruhm, der im Krieg gewonnen wurde, der dich in den Augen der Menschen zu etwas Besonderem macht. Achill erfüllt seine Bestimmung und wird im Kampf ein göttlicher Held. Doch bei Patroklos ist er einfach nur ein junger Mann. Die Grundidee, Patroklos und Achill als Liebespaar anzulegen hat mir sehr gut gefallen. Doch leider plätschert die Geschichte vor sich hin und es kam selten richtige Lesefreude auf. Ich hatte vielleicht einfach zu viel erwartet, denn die sprachliche Finesse von „Ich bin Circe“ konnte ich hier nicht finden, genauso wenig wie den feinen Humor. Nachdem mich „Ich bin Circe“ begeistert hat, wollte ich natürlich auch dieses Buch von Madeline Miller gerne lesen. Man merkt jedoch deutlich, dass die Geschichte rund um Achill einige Jahre vorher geschrieben wurde und die Autorin seitdem eine enorme Weiterentwicklung gemacht hat.

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Eine gelungene Bearbeitung dieses Stoffes: die Geschichte von Achill und Patroklos, die schließlich während des Trojanischen Krieges ein tragisches Ende nimmt.

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Gott, dieses Buch. Eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Meine Seele lag am Ende in Scherben am Boden; es war wundervoll. Madeline Miller hat einen super interessanten Schreibstil, der mir wirklich gut gefallen hat. Außerdem hat sie die Geschichte um Achill und Patroklos sehr gut behandelt, sodass es auch im Kontext der griechischen Sage (also der Ilias) noch Sinn ergibt und schlüssig ist. Die Beziehung zwischen Achill und Patroklos ist wohl der wichtigste Aspekt dieses Romans und wow, war sie nicht wunderbar? Man hat wirklich gemerkt, wie sehr die beiden sich geliebt - aber vor allem auch geschätzt - haben und ich könnte ehrlich stundenlang darüber schreiben, wie toll die Dynamik sämtlicher Charaktere war usw. Ein fantastisches Buch, ich würde es jedem empfehlen, der sich für die griechische Mythologie interessiert. Und auch jedem, der sich nicht dafür interessiert. Denn es ist grandios.

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Das erste Buch, dass ich von Madeline Miller gelesen habe, war 'Ich bin Circe'. Ich war absolut begeistert von ihrem femininen Schreibstil, ihrer Herangehensweise Charaktere zu entwickeln und eine authentische Abbildung derer zu entwickeln. Ähnliches ist mir bei dieser Geschichte wieder begegnet. Obwohl die Zeiten turbulenter für dieses Duo ist, nimmt sie sich Zeit deren Verhältnis zu entwickeln, eine feine Beobachtungsgabe in den Protagonisten zu setzen und dadurch ein ganz 'persönliche', emotionale Blickweise auf die bekannten Geschehnisse zu richten.

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Dieses Buch ist mehr als empfehlenswert für alle Mythologie Fans. Ich finde es einfach nur klasse und bin hellauf begeistert. Endlich mal nicht die klassischen Romane, sondern eine ganz neue Richtung. Vielen Dank für dieses super Buch.

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Kurzbeschreibung / Klappentext: Achill, Sohn der Meeresgöttin Thetis und des König Peleus, ist stark, anmutig und schön — niemand, dem er begegnet, kann seinem Zauber widerstehen. Patroklos ist ein unbeholfener junger Prinz, der nach einem schockierenden Akt der Gewalt aus seinem Heimatland verbannt wurde. Ein Zufall führt die beiden schon als Kinder zusammen, und je mehr Zeit sie gemeinsam verbringen, desto enger wird das Band zwischen ihnen. Nach ihrer Ausbildung in der Kriegs- und Heilkunst durch den Zentauren Chiron erfahren sie vom Raub der Helena. Alle Helden Griechenlands sind aufgerufen, gegen die Spartaner in den Kampf zu ziehen, um die griechische Königin zurückzuerobern. Mit dem einzigen Ziel, ein ruhmreicher Krieger zu werden, zieht Achill in den Kampf um Troja. Getrieben aus Sorge um seinen Freund, weicht Patroklos ihm nicht von der Seite. Noch ahnen beide nicht, dass das Schicksal ihre Liebe herausfordern und ihnen ein schreckliches Opfer abverlangen wird. Meinung: Nachdem mich Madeline Miller bereits mit ihrem Buch über Circe überzeugen konnte, musste ich natürlich auch ihre Geschichte über Achilles lesen. Entsprechend hoch war aber auch jetzt meine Erwartungshaltung an dieses Buch. Aber die Frautorin ist meinen Erwartungen vollkommen gerecht geworden und hat mit ihrem locker leichten Schreibstil der Geschichte neues Leben eingehaucht. Es gibt hier einige Abweichungen von der, mir bisher bekannten, Geschichte was mich persönlich aber überhaupt nicht stört. Dadurch bekommt die Geschichte von Achilles und Patroklos einfach einen etwas, ich nenne es mal, flotteren und fantasievolleren Charakter. Besonders gut gefällt mir an Büchern wie diesen, dass Mythen und Sagen so locker und lebendig erzählt werden, dass sie vielleicht auch für neue Leser (ich sage bewusst nicht junge) interessant werden. Denn seien wir doch mal ehrlich, die alten Geschichten sind teilweise in einer für uns ungewohnten Art geschrieben, die das Lesen ein wenig beschwerlich macht. Ich hoffe dass die Autorin sich noch ein paar andere Gestalten der Mythologie vornimmt und auch ihre Geschichten neu verpackt, so dass wir auch in deren Genuss kommen. Denn das war es für mich wirklich. Jedem der auch nur ein wenig Spaß an griechischer Mythologie – oder an Mythologie im Allgemeinen hat, kann ich dieses Buch nur empfehlen. Wobei ich vermute dass auch viele Fantasy-Liebhaber an dieser Geschichte ihre Freude haben würden. Fazit: Eine alte Geschichte wird durch eine frische Erzählweise zu neuem Glanz verholfen. Bewegende und fesselnd erzählt! Von mir gibt’s 5 von 5 Sternen.

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Ich habe das Buch bereits vor 5 Jahren gelesen, als Selfpublishing-Veröffentlichung. Durch das neue Cover habe ich es nicht gleich erkannt, zumal der Klappentext auch anders formuliert wurde. Beim Lesen kam die Erinnerung aber sofort wieder - und ich hatte zu dem Zeitpunkt unglaublich viele Bücher über das antike Griechenland und vor allem auch die trojanischen Sagen gelesen. Insofern ist es ein gutes Zeichen, dass sich das Buch in meiner Erinnerung auch sofort von allen anderen abhob. Besonders gelungen finde ich, dass es aus der Perspektive von Patroklos geschrieben ist. Der ist nicht nur in den Originalsagen mein Liebling, sondern verblasst sonst meistens neben solchen schillernden Gestalten wie Achilles oder Odysseus, dabei hat auch einen einen sehr interessanten Charakter. Und auch die anderen Helden lernt man so aus einer ganz anderen Perspektive kennen. Schön finde ich auch, dass der mythologische Charakter der Sage beibehalten wurde und so z.B. Cheiron wirklich ein Zentaur ist und nicht einfach zum alten, weisen Mann degradiert wurde. Dabei ist aber die Überhöhung der Helden glücklicherweise nicht so zum Erbrechen gigantisch wie in der Originalsage. (Wo es manchmal unerträglich ist, was manche der Helden für Mist bauen und trotzdem als unvergleichlich toll dargestellt werden.) Patroklos zum Beispiel als einfacher Sterblicher hat seine Schwächen und empfindet sich neben dem Halbgott Achill als unzulänglich, wie es jeder von uns tun würde. Und Neoptolemus ist ein verzogener, arroganter Balg, der von Ruhm und Ehre seines Vaters lebt, statt ein neuer Held. Spoiler, der eigentlich keiner ist, wenn man die Originalgeschichte kennt: Durch die LGBT-Liebesgeschichte wird das Buch sicherlich ebenfalls seine Leser finden - wobei die nicht so im Vordergrund steht, wie man meinen könnte. Stattdessen "passiert" es einfach so nebenbei, ganz normal, wie es damals im antiken Griechenland eben auch ganz normal war (und bei uns langsam wird). Was trotzdem nicht heißt, dass es widerstandsfrei abläuft, denn natürlich war es auch damals nicht allen Eltern so Recht, was passiert. Stattdessen erlebt man die Kindheit und Jugend der Helden in einem Coming-of-Age-Roman, der kein Happy-End hat, sondern im Tod der Hauptpersonen endet, was eigentlich keine Überraschung ist, aber trotzdem noch einmal einen gelungenen Plot-Twist bietet.

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Ein wunderschöner Roman über die spannende Geschichte von Achill. Wer "Ich bin Circe" gelesen hat, wird dieses Buch von Madeline Miller auch mögen und sollte es unbedingt lesen.

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"Das Lied des Achill" lässt den Mythos greifbar und lebendig werden und hat mich in seinen Bann gezogen. Der Leser folgt dabei dem jungen Patroklos durch seine Kindheit, seine Verbannung bis hin zum Kennenlernen des Prinzen Achill und dann dem gemeinsamen Erwachsenwerden der beiden Jungen. Dabei entspinnt sich eine Liebe, die eigentlich der Kern der Geschichte ist und sich gleichzeitig nicht in den Vordergrund drängt. Patroklos und Achill sind für mich zwei sympathische, liebenswerte Charaktere, mit denen ich mitgefühlt habe. Dabei sind sie in ihren Gedanken und Handlungen zuweilen durchaus kitisch und pathetisch, was aber durch den ruhigen Erzählstil abgemildert wird. Insgesamt war die Erzählweise für mich sehr angenehm zu lesen, obwohl sie sehr an den Stil von Mythen und Sagen und weniger an moderne Romane erinnerte. Das hat meinem Lesevergnügen aber keinen Abbruch getan, sondern die Geschichte für mich zu etwas besonderem gemacht, Mir hat das Buch viel Freude gemacht, obwohl ich zuerst mit mir gehadert habe. Ich habe mich gefragt, ob ich wirklich ein Buch lesen möchte, das sich an einem mir bekannten Mythos orientiert und dessen Ende ich somit erahnen kann. Letztendlich habe ich mich dafür entschieden und es hat sich absolut gelohnt. Das Buch war spannend, kurzweilig und unterhaltsam.

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Eine wirklich schöne Neuinterpretation des antiken Stoffes, die klassische Figuren der Mythologie lebendig werden lässt. Patroklos ist eine tragische Figur und ich konnte mich so gut in ihn reinfühlen. Die überirdische Anmut des Achill hat Madeleine Miller total gut rübergebracht und mir hat das ganze Setting des Buches richtig gut gefallen. Es war bewegend und mitreißend, zum Schluss hab ich sogar geweint, als ich es beendet habe. Von mir aus kann sie ruhig noch mehr Werke von dieser Sorte schreiben <3 Ganz klare Leseempfehlung!

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Ein wunderschönes Buch, das dafür sorgt, dass dieser Klassiker wieder aktuell wird. Nicht nur für Fans griechischer Mythologie, sondern auch für Liebhaber nicht so klassischer Liebesgeschichten.

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"Das Lied des Achill" konnte mich von Anfang an fesseln. Durch den angenehmen Schreibstil bin ich nur so durch die Seiten geflogen und wurde immer mehr in den Bann gezogen von der Geschichte rund um Patroklos und Achill. Da man Patroklos und wenig später auch Achill beim Aufwachsen begleitet, sind die beiden mir schnell ans Herz gewachsen. Beide Charaktere sind unglaublich authentisch und die Liebesbeziehung, die sich zwischen ihnen entwickelt, ist trotz des eher sachlichen Schreibstils voller Gefühl. Hauptsächlich geht es in der Geschichte aber um das Leben der beiden, um die bekannte Sage des Achill. Ich hatte vorher wirklich wenig Ahnung von griechischer Mythologie im Allgemeinen, geschweige denn von Achills Geschichte (und trotzdem konnte ich der Geschichte sehr gut folgen). Durch meine Unwissenheit konnte das Buch mich immer wieder überraschen und am Ende auch ziemlich zerstört zurücklassen. Das Buch war für mich ein regelrechtes Auf und Ab der Gefühle, vermischt mit dem Drang, immer mehr zu erfahren zu wollen über die Geschichte von Achill, Patroklos und Co. Das war mein erstes Buch über die griechische Mythologie – und definitiv nicht das Letzte :-)

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Das Buch „Das Lied des Achill“ von Madeline Miller hat mich vor allem wegen meinem Interesse an der griechischen Mythologie angesprochen. Und ich wurde nicht enttäuscht von dem Buch! Das Thematik rund um die griechischen Mythen wurde sehr gut umgesetzt. Die Geschichte von Achill und Patroklos hat mich die verschiedensten Emotionen fühlen lassen und ich bin komplett in das Buch eingetaucht. Der Schreibstil von Madeline Miller ist auch sehr schön und holt einen sofort ab.

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Dieser Beitrag enthält Werbung für „Das Lied des Achill“ von Madeleine Miller und entstand in Zusammenarbeit mit netgalley.de. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Von seinem Vater verstoßen kommt Patroklos an den Hof des Peleus und wächst mit dessen Sohn Achill auf. Die beiden schließen eine innige Freundschaft, die sich im Laufe der Zeit entwickelt und schließlich in einer Beziehung endet. Doch dann bricht Krieg um die schöne Helena aus, die vom Prinzen Paris nach Troja entführt wird. Patroklos ist aufgrund eines Schwures, den er als Kind leisten musste, in der Pflicht zu kämpfen und Achill gilt aufgrund einer Prophezeihung als der größte Kämpfer seiner Zeit. Beide ziehen in den Krieg, der Jahre überdauern und tausende Menschen dahinraffen wird… Als Helden der Geschichte sind Achill und Patroklos unzertrennbar und doch völlig verschieden. Wenn man das Buch zuschlägt glaubt man, man hätte die beiden selbst gekannt und ihr Leid geteilt. Während Patroklos zurückhaltend und schweigsam ist, ist Achill laut und nimmt ganze Armeen für sich ein. Miller schafft es, einen mit dieser Geschichte in den Bann zu ziehen und man spürt beim Lesen die gleiche Ehrfurcht, Angst und Freude wie auch unser Protagonist Patroklos. Madeleine Miller benutzt präzise Wörter, aus denen sie kurze Sätze formt. So kommt man gut durch das Buch und stolpert kaum über Sätze. Die Geschichte verzaubert den Leser mit all ihren realer, göttlichen und fantastischen Elementen. Die Heldensage des Achill wird man kaum einprägsamer und beeindruckender zu lesen bekommen. Miller hält sich dabei nicht immer an die historischen Überlieferungen, bzw. wird in „Das Lied des Achill“ kein Tauchgang des Achill im Fluss Styx erwähnt, wie in etwa bei Homers „Ilias“. Alles in allem ist das Buch aber wirklich sehr gelungen. Ich empfehle es allen. Leser, die ein wenig Interesse an der Geschichte Griechenlands, Trojas und/oder antiker Kriegsführung haben, werden sich hier bestimmt begeistern können! Meine Bewertung: 5/5

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Nachdem ich den Hype um Circe ja nicht gänzlich nachvollziehen konnte, war ich um so gespannter auf den Debütroman #DasLieddesAchill von #MadelineMiller. . Nach Beendigung des Buches kann ich kaum glauben, dass dieses Schmuckstück das Debüt der Autorin ist 😱 Man, was war das für eine Reise! Miller erzählt diese Lebens-/Liebesgeschichte so zart und doch intensiv, dass man sich selbst verliebt und in der Story verliert ❤️ Der Schreibstil ist hier so gefühlvoll, auf den Punkt gebracht und doch an den richtigen Stellen subtil umschreibend. Teils philosophisch angehaucht und teils ernüchternd kalt - aber alles an den richtigen Stellen angebracht 😭🙏🏻 Die Charakterzeichnung ist der Autorin hier sowas von gelungen, dass die Charaktere zu realen Personen werden. Die Entwicklung von Achill und Patroklos während ihrer gemeinsamen Reise ist spürbar und doch sehr fein. In kleinen Schritten geht sie voran und am Schluss ist man vorbereitet auf die Veränderung 🤗 Ich habe es geliebt dieses Buch zu lesen, die Reise mit Patroklos und Achill zu gehen. Mit ihnen geliebt, gelacht, geweint und getrauert! Wenn nur das Ende nicht wäre, wäre dieses Buch ein absolutes Highlight geworden! Doch zum Schluss erkannte ich Parallelen zu Circe, denn auch da hatte ich am Ende das Gefühl, dass die Autorin es einfach nur schnell zu Ende bringen wollte - so leider auch hier! 😩 Das Ende wurde so schnell runtergerattert, ohne Liebe einfach schnell runtergeschrieben 😞 Und dabei hätte das Buch gerne noch 50-100 Seiten mehr haben können! Schade, wirklich schade! 😭 Bewertung: ⭐⭐⭐⭐💫/5 Sterne

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Das Lied des Achill ist super spannend. Besonders wer sich sowieso schon für Mythologie interessiert wird dieses Buch lieben.

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Da ich dieses Buch schon bei gefühlt jedem englischsprachigen Youtuber gesehen habe, musste ich es einfach selber lesen und mir mein eigenes Bild kreieren. Und was soll ich sagen... dieses Buch ist auf alle Fälle so gut wie alle sagen. Ich selber liebe Bücher die über die Mythologie handeln, weshalb mir dieses Buch sofort gefallen hat. Aber diese Geschichte ist einfach ein Schmuckstück für sich! Die Handlung von Archill und Patroklos war echt einzigartig! Ich kann euch das Buch wirklich nur empfehlen! Schaut es euch dringend an!

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Zu Beginn war ich doch etwas verwirrt, da die Geschichte aus der Sicht von Patroklos geschrieben ist und nicht von Achill. Ich gebe hier allerdings zu, dass ich nicht den Klappentext gelesen, sondern mich allein aufgrund Titel und Autorin für den Roman entschieden habe. Die ersten paar Kapitel erschienen mir irgendwie unwichtig und in die Länge gezogen, da sie sich einzig und allein auf die Geschichte von Patroklos bezogen. Doch spätestens an dem Punk, wo die Bewerbung um Helena ins Spiel kam, war klar, wieso das "Vorgeplänkel" wichtig war. Trotz alle dem war es mir einfach ein bisschen zu langatmig. Generell lernt man Achill aus einer ganz anderen Perspektive kennen. Aus den Sagen und Erzählungen kennt man ihn ja eher als den blutrünstigen Schönling, dem es nur um Krieg und Frauen ging. Sicherlich ist dieses Bild auch Hollywood und "Troja" geschuldet. Im übrigen ist dieser Film inhaltlich aber ziemlicher Mist, wenn ich ehrlich bin. Aber darum soll es hier nicht gehen. Zurück zum Film: Man sieht Achill durch die Augen von Patroklos, dem Menschen, der ihm immer und zu jeder Zeit am nächsten war. Achill war ein Mann mit vielen Facetten und einer klaren Vorstellung von Moral. Sicherlich hatte er auch seine Schwächen, aber welcher Mensch hat die nicht? Besonders gut hat mir auch hier wieder gefallen, dass Miller die Götter der griechischen Mythologie als festes Konstrukt in ihren Roman mit eingebunden hat. Vom Prinzip her könnte man also fast sagen, sie hat die "Ilias" von Homer modern und für unsere Generation verständlich nacherzählt und dennoch ein ganz neues Werk geschaffen. Ich habe die "Ilias" nie gelesen. Wenn ich mich jedoch an meinen Geschichtsunterricht erinnere wünschte ich mir im Nachhinein, es hätte das Buch schon damals gegeben. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Romane von Miller zumindest zum Teil fester Bestandteil des Unterrichts sein könnten. Sie enthalten unglaublich viele Fakten, dabei fehlt dem Buch an sich aber die typische Trockenheit von Schullektüre. Alles in Allem war der Beginn doch irgendwie ein bisschen schwach, wurde dann aber unglaublich spannend und bildgewaltig! "Das Lied des Achill" bekommt von mir 4 von 5 Sterne!

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Im Eisele Verlag ist zunächst Madeline Millers zweiter Roman "Ich bin Circe" erschienen. Nun kommt auch ihr erstes Buch "Das Lied des Achill" auf Deutsch heraus, für das sie den "Orange Prize" gewonnen hat. In beiden Romanen lässt die Autorin, die griechische und römische Kultur und Geschichte studiert hat, die antike Sagenwelt lebendig werden. Jenseits allen Pathos klassischer Texte taucht sie in die Psychologie ihrer Figuren ein und arbeitet den zeitlos gültigen Kern und die allgemeinen menschlichen Konflikte heraus. Im Mittelpunkt von "Das Lied des Achill" steht als Ich-Erzähler der junge Patroklos, der zwar ein Königssohn ist, aber aufgrund eines unabsichtlichen Totschlags als Verbannter in der Ferne aufwachsen muss. Es verschlägt ihn an den Hof von Achills Vater Peleus, wo er zusammen mit anderen Jungen eine militärische Ausbildung erhält. Doch Achill, Sohn des Königs und der göttlichen Meeresnymphe Thetis, schenkt Patroklos seine Gunst - die beiden freunden sich an, werden Schüler des weisen heilkundigen Zentauren Chiron, verlieben sich. Als Achill gemäß einem alten Versprechen, Menelaos und Agamemnon dabei unterstützen muss, die geraubte Helena aus Troja zurück zu holen, ist auch Patroklos wieder an seiner Seite. Doch auf Patroklos und auf Achill, den größten Krieger, den "Besten der Griechen" warten in Troja nicht nur Heldentum, sondern auch viel Leid und Tragik. Ein spannender, vielschichtiger, psychologisch klug konstruierter und mitreißender Roman, der die Antike einerseits lebendig werden lässt, aber gleichzeitig auch überzeugend mit gegenwärtigen Fragestellungen verknüpft.

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In diesem Roman wird auf völlig neue Art und Weise die Sage das großen griechischen Helden das Trojanischen Krieges, dem Halbgott Achill erzählt. Die Autorin bleibt immer ganz dicht an der originalen Sage, so dass sich bekannte Ereignisse und beühmte Namen wiederfinden. Doch immer wieder überrascht Madeline Miller durch unvorhergesehene Wendungen. Das Buch ist ein einziges großes Lesevergnügen.

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Klappentext: Achill, Sohn der Meeresgöttin Thetis und des König Peleus, ist stark, anmutig und schön — niemand, dem er begegnet, kann seinem Zauber widerstehen. Patroklos ist ein unbeholfener junger Prinz, der nach einem schockierenden Akt der Gewalt aus seinem Heimatland verbannt wurde. Ein Zufall führt die beiden schon als Kinder zusammen, und je mehr Zeit sie gemeinsam verbringen, desto enger wird das Band zwischen ihnen. Nach ihrer Ausbildung in der Kriegs- und Heilkunst durch den Zentauren Chiron erfahren sie vom Raub der Helena. Alle Helden Griechenlands sind aufgerufen, gegen die Spartaner in den Kampf zu ziehen, um die griechische Königin zurückzuerobern. Mit dem einzigen Ziel, ein ruhmreicher Krieger zu werden, zieht Achill in den Feldzug gegen Troja. Getrieben aus Sorge um seinen Freund, weicht Patroklos ihm nicht von der Seite. Noch ahnen beide nicht, dass das Schicksal ihre Liebe herausfordern und ihnen ein schreckliches Opfer abverlangen wird. Autorin: Madeline Miller ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Miller wuchs in New York und Philadelphia auf. Sie studierte Altphilologie an der Brown University und schloss das Studium im Jahr 2000 mit dem BA und 2001 mit dem MA ab. Seitdem unterrichtet sie Latein und Griechisch an Gymnasien, zuletzt in Cambridge, Mass. Allgemeines: Erscheinungsdatum: 28. Feburar 2020 Seitenanzahl: 416 Verlag: Eisele Originaltitel: The Song of Achilles Nach dem sehr interessant geschriebenen Buch über Circe, freute es mich sehr, dass es auch ein weiteres Buch gibt. Diesmal geht es um Achill und seinen Geliebten. Tatsächlich ist das Buch aus der Sicht von Patroklos geschrieben und das sehr gut wie ich finde. Seine Gedanken und Beweggründe werden dadurch greifbar und man erfährt aus erster Hand, wie es zu dem Verrat in Troja kam. Dabei wuchsen mir die Charaktere sehr ans Herz. Madeline Miller beschreibt wieder sehr intensiv und anschaulich und lässt so griechische Mythologie für den Leser lebendig werden. Genau wie bei Circe lässt es sich gut lesen und nimmt den Leser mit. Auch wenn ich Circe einen Ticken besser fand, kann ich für Achill ebenso eine klare Leseempfehlung aussprechen. Fazit: Ein Buch, das alles hat. Liebe in jeglicher Form, Verrat und jede Menge Spannung.

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Ich bin einfach nur begeistert! Über dieses Buch wurde schon so viel gesagt und geschrieben, mir wurde es schon so oft empfohlen, dass ich kaum überrascht war, wie GUT es einfach ist! Ich schätze, jetzt bin ich die Nächste, die "Das Lied des Achill" all meinen lesefreudigen Freunden ans Herz legen wird. Also meine Empfehlung: Lasst euch nicht einschüchtern von den vielen positiven Kritiken, die eine Menge Druck auf den Leser aufbauen, das Buch zu mögen. Hier ist es wirklich berechtigt oder "der Hype ist real". Einfach das erste Kapitel anfangen zu lesen...danach hört man so schnell nicht mehr auf. Ich kann es kaum erwarten, "Circe" zu lesen. Dieses Buch ist für mich bereits jetzt ein Klassiker.

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Wer Circe gemocht hat, wird auch dieses Buch mögen. Madeline Miller schafft es wieder einmal, der Welt der Antike neues Leben einzuhauchen und bekannte Mythen aus einem anderen Blickwinkel zu erzählen. Wie auch schon bei Circe wird hier die Geschichte eines Helden aus der griechischen Mythologie - Achilles - erzählt. Allerdings geht es dabei wie sonst üblich nicht nur um Troja und seine Heldentaten, sondern auch um den Weg dorthin, die Welt, in der die Geschichte spielt und die Menschen und Götter, die sie bevölkern. Denn wie auch schon bei Circe sind die Götter hier allgegenwärtig und mischen sich gerne in die Geschicke der Menschen ein.

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Ein wunderbares Buch, das mich sowohl unterhalten als auch berührt hat. Ich habe beim Lesen gehofft und geweint und viel gefühlt. Großartiger Schreibstil, der Achills und Patroklos Geschichte neues Leben einhaucht.

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Großartige Neuinterpretation des Mythos um Achill. Auch wenn man sonst nicht in der griechischen Mythologie bewandert ist, ist die Geschichte um den Halbgott Achill und seinen Gefährten Patroklos so wie Madeline Miller sie erzählt, so spannend, fesselnd und bewegend, dass sie jeden Leser in den Bann zieht. Einfach göttlich!

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Wer kennt ihn nicht, Achill, Halbgott und Superhero der griechischen Mythologie, unbesiegbar, fast unverletzbar, Alptraum der Trojaner während des trojanischen Krieges? Im „Lied des Achill“ wird seine Geschichte neu erzählt, und zwar aus der Perspektive seines Gefährten Patroklos. Und die Geschichte beginnt in der Kindheit der beiden, als die zwei noch kleine Prinzen waren. Der Ansatz ist neu, und die Kindheits- und Jugendjahre des Achill kannte ich noch nicht, und somit hatte mich die Autorin schon in den ersten paar Seiten mit ihrem flüssigem Stil eingefangen. Die ersten 150 Seiten waren entsprechend interessant und packend. Ab etwa Seite 150 allerdings kommt dann Odysseus‘ Rekrutierung für den Krieg gegen Troja, und ab dann ist die Geschichte halt sehr bekannt und ich war nicht mehr ganz so gefesselt dabei. Und ich hatte noch ein anderes (Luxus)-Problem: bei allen Beschreibungen aller möglichen Personen und Begebenheiten hatte ich nun ständig einen Film vor Augen. Ihr wisst schon – Troja – the Brad Pitt Show? Was prinzipiell nicht schlecht ist, denn hey, Brad aka Achill war schon, ähem, extremst nice anzuschauen, aber ich hatte irgendwie das Gefühl, die Autorin hat den Film vielleicht ein paar mal zu oft gesehen. Ich gestehe, ich auch. Aber wer den Hollywoodblockbuster kennt und auch die Originalstory von Mr Homer kennt, der weiss auch, dass sich Hollywood damals ne Menge dichterische Freiheit rausgenommen hat, und leider ähnelt das Lied des Achill streckenweise mehr dem Lied Hollywoods als dem der alten Ilias. Könnte man jetzt im Detail aufbröseln, das wäre jetzt vielleicht aber nur für Fans der griechischen Mythologie wirklich interessant. Zum Ende wird’s dann aber doch noch mal spannend, denn die Autorin wählt tatsächlich ein etwas anderes Ende als Hollywood; nachdem Achill gestorben ist, übernimmt noch einmal sein Sohn das kriegerische Zepter. Und geht dann kurz darauf auch zugrunde. Neu an der Erzählung Millers ist, dass Patrokolos und Achill nicht nur beste Freunde sind, sondern auch auch lebenslang als Liebespaar verbunden. In einigen Rezensionen, die ich gelesen habe, löste das Empörung aus, ich fand diese Variante aber fürs antike Griechenland nicht wirklich spektakulär. Und warum auch nicht, sie waren ein Leben lang in aufrichtiger Zuneigung verbunden, und ohne Patroklos‘ Tod und Achills Rache hätte der Krieg um Troja wohl noch ein paar Jahre länger gedauert. Tja, nun mein Fazit: War gut zu lesen, hatte was, und wer noch nie Berührungspunkte mit der Mythologie Griechenlands hatte, ist hiermit gut bedient, das hier ist schon ein Who’s Who aller Könige, Helden und holden Damen, aber ich würde eigentlich Gustav Schwabs „Sagen des klassischen Altertums“ als erstes empfehlen, wenn mich jemand um ein gutes Buch zum Einstieg in die Antike Sagenwels fragen würde. Ansonsten hat mich das Lied des Achill leider nicht nachhaltig berührt.

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Vielen lieben Dank an @NetGalleyDE und den @Eisele_Verlag, dass wir diesen bezaubernden Roman lesen und rezensieren durften! Madeline Miller nimmt uns im „Lied des Achill“, ihrer Neuinterpretation der homerischen „Ilias“ und des Sagenkreises rund um den Troianischen Krieg, mit auf eine fesselnde Reise in die antike Welt der großen griechischen Heroen. Der Erzähler dieser modernen Nacherzählung ist Patroklos, ein in Ungnade gefallener und nach Phthia verbannter Prinz, wo er als Junge Achill trifft, den Sohn der Meergöttin Thetis und des Königs Peleus. Achill, der Halbgott, ist stark, anmutig, selbstbewusst und schön. Die Jungen wachsen zusammen auf, werden vom Zentauren Cheiron erzogen und knüpfen ein unerschütterliches Band der Freundschaft, das mit den Jahren immer enger wird. Sie sind „Therápon“, Gefährten und Waffenbrüder; Seelenverwandte, die schlussendlich Liebhaber werden. Helena, die schönste Frau der Welt, wird von Paris nach Troia entführt und alle griechischen Helden werden aufgerufen, in den Kampf gegen Ilion zu ziehen. Die zehnjährige Belagerung und der Kampf um Troia beginnen. Achill, dem geweissagt wurde, dass er jung im Kampf sterben werde, aber dafür ewigen Ruhm als Kämpfer erlangen werde, fügt sich, begleitet von Patroklos, seinem Schicksal und zieht in den Krieg. Madeline Miller erweckt mit poetischer Sprache, bildhaft und mitreißend den bekannten mythologischen Stoff rund um die Zerstörung Troias zum Leben. Sie lässt die bekannten homerischen Akteure zu greifbaren und überzeugenden Persönlichkeiten werden und der Roman ist trotz bekannter, durch Miller nur wenig variierter, Rahmenhandlung spannend von Anfang bis Ende. Sie lässt uns hinter die Legende, auf die menschliche Seite, vor allem Achills schauen. Er ist ein strahlend schöner, vitaler Halbgott, aber noch mehr sticht er als friedliebend und gerecht, aber auch stolz und unnachgiebig hervor, belastet vom Gewicht seines Schicksals. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Patroklos und Achill von inniger Freundschaft zu tiefer, homoerotischer Liebe ist sehr einfühlsam und erfrischend beschrieben. In diesem Roman kommen allerdings nur wenige und wenn dann überwiegend negativ porträtierte Frauenfiguren vor, was der patriarchalischen Kultur der Zeit und natürlich auch dem Sujet geschuldet ist. „Das Lied des Achill“ ist die perfekte Lektüre für alle graecophilen Leser, aber auch für alle diejenigen, die sich der klassischen „Ilias“ zunächst von einer kurzweiligen Prosaebene heraus nähern möchten. Aus dieser Perspektive heraus 5 Sterne! Aber auch für Leser, die sich wenig für antike Mythen interessieren, eine klare Leseempfehlung, da der Roman zum einen grandiose Unterhaltung ist und zum anderen viele zeitlose Themen behandelt: Liebe und Freundschaft, Treue, Verbundenheit und Loyalität, Mut und Ehre, Pflicht und Stolz, aber auch Rache, Politik und Intrige, die Fallstricke der Macht.

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Das Lied der Achill von Madeline Miller ist eines der Bücher, die meiner Meinung nach jeder mal gelesen haben sollte. Miller hat einen wunderbaren Schreibstil, sehr interessant und angenehm zu lesen, und außerdem absolut passend zu der Geschichte. Die Geschichte um Achill und Patroklos werden sehr gut behandelt, es ist sowohl als alleinstehendes Buch als auch im Kontext der griechischen Sage schlüssig. Der wichtigste Aspekt des Romans ist die Beziehung zwischen Achill und Patroklos und man kann als Leser die Liebe, die die beiden füreinander empfinden, als auch die Achtung und Wertschätzung beinahe greifen. Die Dynamik der Charaktere war auch echt toll, die Interaktionen gut beschrieben und es erschien mir einfach sehr stimmig. Das Lied des Achill kann ich nur jedem empfehlen, der sich für die griechischen Sagen interessiert, aber auch für jeden anderen ist das Buch sicherlich eine wunderbare Lektüre.

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Von diesem Buch bin ich wirklich restlos begeistert! Die Figuren der griechischen Mythologie kommen einem ganz nahe und das gemeinsame Agieren von Menschen und Göttern wird ganz selbstverständlich. Die Zusammenhänge rund um die "Ilias" wurden mir noch nie so klar und deutlich erzählt. Der große Held Achill bekommt durch die Erzählung aus der Sicht des Patrokolos menschliche Züge, die Handlungen in der Geschichte werden verständlich und man lebt und leidet mit den Figuren, egal ob Menschen, Halbgötter oder Götter. Habe vor Begeisterung gleich noch "Ich bin Circe" der Autorin gelesen, das mir auf seine Art auch sehr gut gefallen hat. Absolute Leseempfehlung!

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EINFACH NUR GENIAL! Nachdem ich "Ich bin Circe" von Madeline Miller gelesen habe, konnte ich es kaum erwarten, dass dieses Buch wieder neu verlegt wird. Möchte auch behaupten, dass es sogar noch besser als Circe ist. Es ist einfach so wunderbar geschrieben und es hat meine Interesse für griechische Mythologie wieder geweckt und ich kann nicht aufhören daran zu denken! Ich wünschte, es gäbe mehr Bücher dieser Art und hoffe sehr, dass Frau Miller vor hat mir diesen Gefallen zu tun. Ich kann das Buch einfach jedem empfehlen. Ich liebe liebe liebe es.

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"Das Lied des Achill" macht wie seine Vorgängerin CIRCE wirklich List auf die griechische Mythologie 😀 Besonders gut hat mir hier die Erzählperspektive gefallen! Die Geschichte wird nämlich nicht von Achill selbst, sonder von seinem Gefährten Patroklos erzählt! Sehr kurzweilig und bildhaft 😀

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Nachdem ich schon so viel Gutes über die Autorin Madeline Miller gehört habe und ich mich sehr für die griechische Mythologie interessiere, dachte ich mir, ich kann mit dieser Neuerzählung um Achill eigentlich nicht viel falsch machen. Zum Glück würde ich nicht enttäuscht (denn solche Neuinterpretationen lesen sich auch gerne mal trocken und verstaubt). Von dieser Interpretation der Geschehnisse um Achill und seinen Gefährten Patroklos wurde ich allerdings nicht enttäuscht. Durch die Augen von Patroklos verfolgt man Achills Weg von einem sehr zurückgezogenen Jungen zum größten Griechen der Geschichte. Die Erzählung ist vollkommen auf die Liebesgeschichte zwischen Achill und dem Erzähler Patroklos fokussiert, was die Handlung an der ein oder anderen Stelle ein wenig zu sehr ins Kitschige abdriften lässt. Ich lese gerne Romance, daran lag es also nicht, dass sich die Geschichte an diesen Stellen für mich zog. Allerdings gab es um diese Beziehung herum nicht viel anderes. Zu Gunsten der ausführlichen Beschreibung der Gefühle und Entwicklung der Liebesbeziehung wird sowohl das Worldbuilding vernachlässigt als auch die Beschreibung der Ereignisse rund um Troja und den Weg dorthin. Deswegen fiel es mir oft schwer, mir die Umgebung der Geschehnisse vorzustellen. Alles in allem las sich dieses Retelling des altbekannten, antiken Mythenstoffs aber gerade durch das erzählerische Geschick der Autorin sehr flüssig und leicht und ich bin trotz der kleinen Mankos sehr positiv überrascht. FAZIT Eine mitreißende Neuerzählung rund um Achill und den trojanischen Krieg.

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Gleich vorneweg: Ich bin ein großer Fan des Eisele Verlags! Alle Bücher, die hier erscheinen, sind etwas Besonderes - vor allem im Bereich LGBTQIA*. Das ist auch hier der Fall. Schon das Cover des ursprünglich 2011, im Eisele Verlag am 28.2.2020 erschienenen und von Michael Windgassen übersetzten Romans "Das Lied des Achill" von Madeline Miller ist außergewöhnlich schön gestaltet und bekommt allein deswegen einen Ehrenplatz im Bücherregal. Und auch der Inhalt konnte mich begeistern! Auf 404 Seiten schreibt Miller über den antiken Mythos um Achill - wem das zu trocken und zu langatmig klingt, sei beruhigt: Die Geschichte wird aus der erfrischenden Perspektive Patroklos' erzählt, dem treuen Begleiter an Achills Seite. Auch allgemeingültige Weisheiten des Zentauren Cheiron, bei dem Achill und Patroklos in Lehre gehen, hält der Roman parat. Insbesondere ein Zwiegespräch Cheirons mit dem 14-jährigen Achill hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. In griechisch-dialektischer Manier führt Cheiron hier die Absurdität des Nationengedankens und damit des Kriegs vor Augen ("Niemandes Wert ist größer als der des anderen"). Achill fragt daraufhin nach dem Wert eines Freundes oder Bruders im Gegensatz zum Fremden. Cheirons Antwort: "Darüber streiten die Philosophen. [...] Zugegeben, dein Freund oder Bruder besitzt für dich einen größeren Wert. Doch der Fremde ist auch eines anderen Freund oder Bruder. Wer also ist wichtiger?" Ich habe das Buch verschlungen. Von Anfang an war ich sehr begeistert von der Geschichte und hatte passenderweise vor Kurzem den Film Troja gesehen und dabei ständig gedacht, das sieht so sehr nach einer Liebesbeziehung aus, warum wird das nicht erzählt, sondern nur angedeutet (schon klar, Hollywood, Männlichkeitsideale, bla)? Das Lied des Achill hat mich deshalb sehr glücklich gemacht! Millers Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen - sie versteht es, Mythen lebendig werden zu lassen. Allerdings ist das Buch für mich zweigeteilt: Der Teil bis zum Krieg war für mich perfekt, ich hatte das Gefühl, Achilles und Patroklos persönlich kennenzulernen, hatte Gänsehaut wie Patroklos, wenn Achills Mutter auftauchte. Während des Kriegs wurden die real wirkenden Personen für mich wieder zu nacherzählten Figuren eines Mythos. Vor allem Achilles ist mir in diesem Teil fast vollständig entglitten. Patroklos' Innenleben hat mich weiterhin gefesselt und dranbleiben lassen, deshalb wurde ich mit einem sehr rührenden, sehr stimmigen Ende belohnt. Ich wollte, Patroklos spräche noch viele Seiten lang, konnte ihm dann aber doch seinen Frieden lassen. Und nach diesem Buch habe ich jetzt große Lust, Millers zweiten Roman "Ich bin Circe" zu lesen.

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Eine wunderbare Mischung aus bekanntem und neu interpretieren der Autorin gemischt mit fantastischem schreibstil und zum Leben erweckten Charakteren! Wer eine Geschichte erleben möchte wo es erscheint als wären alte Gotter und Mythen zum Leben erwacht und als wahre man mitten unter ihnen? Das ist das Buch für dich, da Miller ein großes Talent dafür hat den Leser direkt in ihre Geschichte hineinzuversetzen! Auf jeden Fall ein Buch das gelesen werden sollte!

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Aufmachung: Das Cover gefällt mir sehr gut. Es passt sehr in das antike Setting, ist gleichzeitig edel, aber auch schlicht und nicht zu aufdringlich. Der Titel ist sehr poetisch, aber durchaus passend, und wenn man die Handlung kennt, lässt sich einiges hineininterpretieren. Meine Meinung: Bücher über die griechische oder römische Mythologie finde ich immer super und muss ich sofort lesen. Denn auch, wenn man die Geschichten grob kennt, haben die Mythen so viel Potenzial für unterschiedlichste Interpretationen und Adaptionen. Als ich von dem Buch erfahren habe, musste ich es also zwischen meine Finger bekommen. Entsprechend waren dann auch meine Hoffnungen, eine schöne, spannende, kreative Neuerzählung der Saga rund um Achill und seinen Freund Patroklos zu erfahren. Nicht Achill, sondern Patroklos ist hier – anders als in so vielen anderen Adaptionen des Mythos – der Protagonist. Das an sich hat mich schon sehr gut gefallen. Wie viele Bücher kennen wir, in denen der Held die Geschichte erzählt? Man lernt Patroklos am Anfang noch als Kind kennen und erlebt dann mit, wie er älter wird, zum Hofe Peleus‘ verbannt wird und gemeinsam mit Achill aufwächst. Dabei hat mir sehr gut gefallen, wie deutlich man merkt, dass er älter wird. Während er anfangs noch ein verängstigtes Kind ist, das sich oft nicht zu wehren weiß, entwickelt er sich zu einem jungen Mann, der zwar durchaus immer noch seine Grenzen kennt, aber trotzdem dafür einsteht, was ihm wichtig ist. Besonders erfrischend fand ich, dass er einer der Protagonisten ist, die nachdenken bevor sie handeln, und nicht alles völlig unbedacht überstürzen. Zudem verändert er sich zwar, aber man merkt, dass er im Wesentlichen immer noch er selbst ist. Trotz seiner Veränderungen bleibt er also authentisch und dieselbe Person. Achill – wie viele andere aus dem Mythos bekannte Figuren – ist seine eigene Figur. Er ist gar nicht so, wie man ihn kennt und trotzdem noch der strahlende Held aus den Geschichten. Das hat mir an Das Lied des Achill wohl am meisten gefallen: Die Autorin interpretiert die griechische Mythologie neu und erschafft ihre eigene Geschichte, ohne dass dabei der Bezug zum Altbekannten verlorengeht. Das führt dazu, dass man, obwohl man auf die altbekannten Charaktere trifft und eigentlich weiß, wie die ganze Sache ausgeht, stets mit den Figuren hofft und bangt und gleichzeitig auch oft nicht weiß, wie man sie einschätzen soll. Man kennt zwar die Darstellungen rund um den Raub der Helena und die entgegenstehenden Seiten der Griechen und Spartaner, aber trotzdem weiß man in dieser Geschichte nicht, wer denn eigentlich der wahre Antagonist sein soll. Madeline Miller hat also einen ganz wunderbaren Mittelweg gefunden zwischen einer Nacherzählung und einer Neuerzählung, was bei solchen Adaptionen allseits bekannter Geschichten meiner Meinung nach essenziell eine Gute von einer Schlechten unterscheidet: Jeder kennt den Ablauf der Handlung, aber man erwartet trotzdem etwas Neues. Das ist Frau Miller gelungen, was sie zudem mit einem wirklich traumhaften, „antiken“ Schreibstil unterstreicht. In Das Lied des Achill liegt der Fokus allerdings hauptsächlich auf der Beziehung zwischen Patroklos und unserem Helden. Während es einerseits wirklich süß und unschuldig dargestellt ist, wie aus einer tiefen Freundschaft langsam mehr wird, und man viel Spaß daran hat, dies zu beobachten, fand ich es ein wenig enttäuschend, dass der ganze mythologische Aspekt eher in den Hintergrund gerät. Denn außer der Beziehung passiert in dem Buch nicht besonders viel. Natürlich läuft alles genauso ab, wie man es schon kennt, aber eben nur als kleine Randnotiz von Patroklos erzählt. Auch wenn die Beziehung zwischen den beiden Jungs also schön anzusehen ist, ist das Buch im Gesamten dadurch eher langatmig. Selbst als es auf das große Ende zugeht, wird man als Leser nicht wirklich gefesselt, und obwohl die Autorin, wie gesagt, durchaus kreativ war und etwas Neues geschaffen hat, bleibt die Handlung dennoch eher flach. Für mein Empfinden hat ihre Geschichte viel Potenzial, aber ich hätte mir gewünscht, dass sie ihre angedeutete Eigeninterpretation des Krieges – die mir, ich betone es noch einmal, wirklich sehr gut gefallen hat – noch ein wenig mehr ausbreitet und nicht nur hauptsächlich auf Patroklos und Achill eingeht. Die ganze Einbettung in den Raub von Helena, für die sie viel Vorarbeit geleistet hat, gerät, sobald man merkt, dass nicht mehr viel kommen kann, so sehr in den Hintergrund, dass die Beziehung zwischen den Protagonisten auch genauso gut in der Neuzeit hätte stattfinden können. Fazit: Mir gefiel wirklich gut, dass Madeline Miller aus einem Mythos etwas Eigenes geschaffen hat, ohne groß von dem Altbekannten abzuweichen. Allerdings hätte ich mich gefreut, wenn sie die ganze Geschichte rund um den Krieg noch ein wenig mehr ausgebaut hätte, und nicht hauptsächlich auf die Beziehung zwischen Patroklos und Achill eingegangen wäre. Diese ist allerdings sehr schön zu beobachten und mit viel Feingefühl ausgearbeitet. 3/5 Lesehasen.

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Vor etwa zwei Jahrzehnten habe ich schon einmal von ihm gelesen, von Achill, von „Achill, dem Vieh“. Ich erinnere mich nur noch vage an den Inhalt. Lediglich die Wendung „Achill, das Vieh“ ist mir in Erinnerung geblieben und die Sprachgewalt von Christa Wolfs Erzählung „Kassandra“. Nun aber zu Madeline Millers Achill. Der Leser lernt Achill mit den Augen des Ich-Erzählers Patroklos kennen. Das erste Drittel des Buches nimmt die Kindheit und Jugend der beiden Protagonisten ein. Die Autorin schreibt sehr lebendig, wie sich der Beginn einer Liebe anfühlt und der Leser spürt die homo-erotische Spannung zwischen Patroklos und Achill, noch ehe die beiden verstehen, was mit ihnen geschieht. Achill wird also zunächst als alles andere als „ein Vieh“ beschrieben. „Wenn du ihm ein guter Freund sein möchtest, sorg dafür, dass er sein weiches Herz hinter sich zurücklässt. Er fährt nach Troja, um Männer zu töten, nicht um sie zu retten.“, wird Patroklos von Odysseus erinnert. „Er ist eine Waffe, ein Totschläger. Vergiss das nicht. Man kann einen Speer als Wanderstab nutzen, aber das ändert nichts an seiner Natur.“ Patroklos möchte das nicht wahrhaben. Und doch wird Achill kämpfen und töten, ehe er selbst sein gewaltsames Ende findet. Interessant ist für mich nicht nur die griechische Mythologie, die Madeline Miller in ihrem Roman verarbeitet, sondern auch die gewählte Erzählperspektive, besonders ganz am Schluss. Der eigentliche Held ist für mich Patroklos, was mit Sicherheit der Erzählperspektive geschuldet ist. Er ist mir deutlich sympathischer als Achill, mit dem ich trotz der Gefühle des Ich-Erzählers nie so ganz warm geworden bin, auch wenn ich am Ende mit ihm gelitten habe. Aber als Halbgott und „Aristos Achaion“, als Bester der Griechen, ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass Achill mir ferner ist. Dennoch geht dem Leser die Geschichte nah. Wer also griechische Mythologie und interessante Liebesgeschichten mag, ist bei Madeline Millers „Das Lied des Achill“ mit Sicherheit gut aufgehoben!

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Lesenswerte Liebesgeschichte in den Wirren des Trojanischen Krieges; zwischen Heldenmut und tragischem Schicksal. Schon lange vor Percy Jackson konnte mich (griechische) Mythologie begeistern und immer wieder nach Erzählungen oder auch Adaptionen greifen lassen. Schon länger steht Circe daher auf meiner Wunschliste und als ich nun die Gelegenheit hatte, zu dieser anderen (Nach-)Erzählung aus der Feder Madeline Millers zu greifen, habe ich nicht gezögert. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, durch den ich förmlich durch die Seiten flog. Sowohl durch Vorwissen als auch durch ihr wiederholtes foreshadowing ahnte ich zwar das Ende mehr als; war dann aber doch über den genauen Ausgang überrascht und von ihm berührt. Die Haupthandlung ist durch die Liebesbeziehung zwischen Achill und dem Erzähler Patroklos geprägt, sowie später durch die Kampfeshandlungen. Während all´ der vergehenden Jahre durchlebt unser Protagonist einen erfreulichen Reifungsprozess, durch den aus dem unsicheren, abhängigen und schwächlichen Jungen ein Mann mit Charakter und Selbstbewusstsein wird. Die Unausweichlichkeit des Schicksals und wie sehr sich sowohl Patroklos als auch Achill dessen bewusst sind, ist von einer herzerweichenden Tragik, die mich letztlich Achills Verblendung und Ruhmbesessenheit verzeihen ließ. Die Darstellung von Frauen stieß mir beim Lesen sauer auf – wobei daran nicht die Autorin durch Unachtsamkeit oder Absicht Schuld trägt, sondern die nicht-so-demokratisch-freie Gesellschaft des Antiken Griechenlands. Egal ob die Tochter Agamemnons, Thetis, Achills Verlobte oder die armen Mädchen in den Heereslagern – sie alle sind Opfer der Männer, Spielfiguren ihrer Entscheidungen und Instrumente ihrer Machtausübung. Alles in allem hatte ich Vergnügen daran, einen Blick in die Welt griechischer Erzählungen werfen zu können; einen Ausschnitt des legendären Trojanischen Krieges zu erleben, unabhängig davon, dass mich der große KNALL nicht überraschen konnte und die Geschichte nicht vorrangig als aufregend bezeichnet werden kann. Klar im Vordergrund dieses Buches stehen Emotionen – ich würde es primär als Liebesgeschichte und erst sekundär als mythologisches/geschichtliches Buch kategorisieren. Zugleich hat die Autorin jedoch eine hervorragende Recherche betrieben und auf ihrer Website Informationen zusammengetragen für alle, die wie ich nach Beenden des Buches, mehr über Götter und Sterbliche im Trojanischen Krieg sowie ihre Quellen wissen wollen.

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Nachdem mich »Ich bin Circe« von Madeline Miller letztes Jahr restlos begeistern konnte, war ich sehr gespannt, ob sich »Das Lied des Achill« ebenso wunderbar lesen und genießen lässt …. Schnell hatte mich Madeline Millers Schreibstil wieder in seinen Bann geschlagen, auch wenn ich mir einbildete, den Übersetzerwechsel zu merken (nach Frauke Brodd darf hier Michael Windgassen sein Können zeigen). Ebenso gemächlich wie im Vorgänger und derart detailreich, dass man die Szenen beinahe vor Augen hat, beschreibt die Autorin die ersten Jahre von Patroklos‘ Leben, die nicht gerade angenehm verlaufen. Ein Highlight gibt es allerdings: Sein Vater König Menoitios nimmt ihn mit an den Hof von König Tyndareos, dessen Tochter Helena sich endlich vermählen möchte. Dort begegnet er zahlreichen anderen Freiern, darunter so gut wie jedem griechischen Helden von Rang und Namen, doch der Junge kommt als Ehemann natürlich nicht infrage, und so reisen sie wieder ab. Nachdem Patroklos jedoch mehr oder weniger versehentlich einen Jungen tötet, wird er ins Exil geschickt und landet in Phthia, wo König Peleus eine ganze Reihe von derart „verwaisten“ Jungen aufgenommen hat. Dort lernt Patrokolos Achill kennen, Peleus‘ Sohn mit der Nymphe Thetis – und wie die beiden Jungen sich näherkommen, zusammen aufwachsen und letzten Endes in den Krieg um Troja verwickelt werden, erzählt dieses Buch auf 416 Seiten, wobei man staunt, wie viele Informationen beiläufig eingestreut werden. Auch wenn mich dieser Roman nicht ganz so fesseln konnte wie »Circe«, habe ich ihn doch gern gelesen und fand es höchst interessant, mal diesen Aspekt der griechischen Geschichte (Achtung: Spoiler! Offenbar gab es bereits im Altertum die Vermutung, dass Achill und Patroklos nicht nur Freunde, sondern ein Paar waren) genauer kennenzulernen.

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Inhalt: Ein schreckliches Ereignis bringt Patroklos und Achill, Sohn der Meeresgöttin Thetis und des König Peleus bereits im Kindheitsalter zusammen. Über die Jahre kommen sich die beiden näher und können sich ein Leben ohne den anderen nicht mehr vorstellen, doch nicht nur Achills Mutter ist gegen die Verbindung und so werden ihnen immer wieder Steine in den Weg geworfen, bis sich Achill, bester der Griechen, am Kampf um Troja beteiligen muss und diese Schlacht das Leben der beiden für immer verändern wird ... Meinung: Nachdem ich mich am Anfang erst an den ruhigen Schreibstil gewöhnen musste, war ich dann doch recht schnell mitten im Geschehen! Die Geschichte um Patroklos und Achill zog mich total in ihren Bann! Die zarten Annäherungen, die dann langsam zu mehr wurden und die starke, alle Widrigkeiten bezwingende Liebe, die sie am Ende verband! Während man das Leben der beiden verfolgt, begegnen einem immer wieder bekannte griechische Sagen, die auf gewisse Weise auch mit Achills Leben verknüpft sind. Hier habe ich auch einen klitzekleinen Kritikpunkt, denn in einer Szene fand ich es sehr schade, dass bei einer Sage so viel weggelassen wurde, dass es diese Stelle total verfälschte und das Handeln der Personen ohne das zusätzliche Backgroundwissen in einem ganz anderen Licht erstrahlen ließ. Und auch gewisse Szenen aus Achills eigener Sage habe ich hier vermisst. Um nicht zu spoilern, werde ich jetzt jedoch nicht sagen, um welche Szenen es genau geht :) Natürlich kennt man Achills Geschichte grob und weiß vielleicht auch wie sie endet. Dennoch lässt die Autorin die Seiten nur so dahin fliegen & schaffte es immer wieder mich zu überraschen und zu begeistern. Und man leidet bei diesem Buch so sehr mit den Charakteren, vermutlich gerade, weil man merkt mit welcher Geschwindigkeit sich das drohende Ende nähert ... Für mich ist das Buch definitiv eine Empfehlung von Herzen, für alle, die sich gerne mit der griechischen Mythologie auseinandersetzen und die Liebesgeschichte von Patroklos und Achill kennenlernen möchten! 4,5 Sterne!

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Danke an NetGalley, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Das Lied des Achill wollte ich schon ewig lesen - über dieses Buch und das andere Buch der Autorin, Ich bin Circe, habe ich schon sehr viel Gutes gehört. Was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Das Lied des Achill orientiert sich stark an der "echten" Sage des Helden. Gepaart wird diese wunderbar spannende Geschichte mit einem poetischen Schreibstil, und der traumhaften Kulisse Griechenlands. Sommergefühle sind vorprogrammiert. Wir erleben die Geschichte aus der Sicht von Patroklos, dem besten Freund, dem Partner von Achill. Eine interessante Wahl. Aber wie ich finde, sehr passend. Nicht der Held erzählt die Geschichte, sondern eine ihm nahe stehende Person. Über die Handlung muss ich jetzt nicht viel sagen; es basiert auf einer "wahren" Geschichte (naja, so wahr wie Sagen halt sein können) und wenn man die Sage kennt, dann sind hier kaum Überraschungen vorprogrammiert. Trotzdem finde ich, das die Nacherzählung sehr gelungen ist. Einerseits werden Achill und Patroklos hier als homosexuelles Paar dargestellt - was sie vielleicht auch waren. Soweit ich weiß, wurde das in den meisten Nacherzählungen runtergespielt. Madeline Miller hat keine Angst vor Tabus. Und das Beste an diesem Buch: der Stil. Ich hab schon oben das Wort poetisch erwähnt. Nur wenige Autor*innen bringen solche Gefühle in mir hervor. Ich habe geliebt, und gelitten. Die Liebe zwischen Achill und Patroklos ist anders als jede, die ich in Büchern gelesen habe. Ehrlich und realistisch und unendlich. Auch das Ende hat mich unglaublich berührt. Ein Wort, um dieses Buch zu beschreiben: wunderschön. Ich gebe dem Buch 4,5 Sterne.

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“Das Lied des Achill” wollte ich schon ewig lesen, da ich über dieses Buch und die Autorin schon sehr viel Gutes gehört habe. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Das Buch war sehr schnell zu lesen, man ist nur so durch die Geschichte geflogen. Der Schreibstil passte perfekt zur Geschichte. Die Storyline orientiert sich stark an der "echten" Sage des Helden. Ich fand es schön, dass die Sage allerdings aus einer anderen Sichtweise erzählt wird, nämlich aus der Sichtweise von Patroklos. Das hat mich am Anfang etwas aus der Bahn geworfen, da ich damit nicht gerechnet hatte, aber das hat den Blickwinkel nochmal verändert. Ich fand es super, dass die Geschichte in der Kindheit der beiden beginnt, da man so die Entwicklung Achills von einem sehr schüchternen Jungen zu einem der größten Helden Griechenlands und der Geschichte mitverfolgen konnte. Die ersten rund 150 Seiten waren daher super spannend und ich war super gespannt, wie die beiden sich entwickeln. Allerdings hat es ab Seite 150 ziemlich an Spannung nachgelassen, was vor allem daran liegt, dass sich dieses Buch ziemlich auf die Liebesgeschichte zwischen Achill und Patroklos fokussiert. Die eigentliche Handlung ist für mich abhanden gekommen und deshalb zog sich das Buch ab Seite 150 leider sehr. Zwischenzeitlich kamen noch ein paar Informationen die mir nicht bekannt waren und da war ich dann nochmal gespannt, das kam aber leider nicht so wirklich oft zum Ende hin. Das Ende fand ich allerdings nochmal etwas spannender, da man erfährt, was nach dem Tod von Achill passiert und das war mal was Neues. Allerdings fand ich die Erzählweise/Sichtweise am Ende super komisch und das hat mich echt gestört. Für mich als Mythologiefan war das Buch leider etwas zu wenig. Das Buch bekommt von mir 3,5 von 5 Sternen.

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Ich war nicht so begeistert wie von Circe, dafür waren mir die Figuren "zu flach". Das Ende fand ich dann doch sehr berührend und hat das ganze Buch gerettet.

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Ein Buch, für jeden, der sich gern mit griechischer Mythologie befasst. Achills Geschichte wurde wunderbar aufgearbeitet und ist auch für etwas zartbesaitete Leser etwas, da der Trojanische Krieg vergleichsweise zahm beschrieben wird.

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Patroklos ist ein kleiner, unbeholfener Prinz, der nach einem Akt der Gewalt aus seinem Heimatland verbannt wird. Er kommt an den Hof des König Peleus und trifft dort auf dessen Sohn Achill, der mit dem göttlichen Blut Thetis gesegnet ist. Es entsteht ein Band der Freundschaft und Liebe zwischen den beiden. Doch als sie vom Raub der Helena erfahren, müssen sie in den Krieg gegen die Spartaner ziehen und ihre Liebe wird vom Schicksal herausgefordert. Madeline Miller bleibt dicht an der originalen Sage und schafft es doch sie auf ganz neue und gefühlvolle Weise zu interpretieren. Ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen und kann es wiedermal nur jedem Fan der griechischen Mythologie ans Herz legen.

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Madeline Miller describes trojan war in the book. It could sound a bit boring to everyone who is not really into history, BUT. I wasn't really hyped for this, because everyone loved it and most of the time really hyped book are really disappointing to me, but NOT THIS. I am not a history geek, in no way, but I enjoyed this book so much, so much, that it broke my heart into and left my eyes dangeroulsy wet! The way she describes is heaven and the way the characters engage with each other, their conversation is meaningful and the way she describes war is such a page turner, that I couldn't stop reading! What I really admired was the bond between Patroclus and Achilles. They deep love for each other, their friendship, it was just next level and really gave me the feeling of wanting such a friendship too.. One that seemed to come so naturally but is like deep bonded within our souls. If you are also a person, who does not have good experiences with hyped book, I can assure you, that this will leave you speechless

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Die Sage um Achill auf zutiefst berührende Weise neu erzählt. Lange habe ich überlegt, ob ich diese Rezension überhaupt schreiben sollte, da ich befürchtete, einige Menschen würden sich von meiner Einleitung auf die Füße getreten oder gar beleidigt fühlen. Meine schiere Begeisterung für dieses Buch verbietet es mir jedoch, mit meiner Meinung hinterm Berg zu halten. Ich kann nur inständig hoffen, dass niemand mich an dieser Stelle falsch versteht und wenn doch, dann tut es mir leid. Tatsache ist, dass ich oftmals Schwierigkeiten mit Romanen habe, die eine gleichgeschlechtliche Liebesbeziehung thematisieren. Dies liegt keineswegs in einer mangelnden Akzeptanz begründet, sondern allein daran, dass es vielen dieser Geschichten -zumindest denen, die ich bisher gelesen habe - in meinen Augen an Romantik bzw. dem erhofften Tiefgang fehlte. Nie stellte sich bei mir einer dieser wundervollen Herzklopf-Momente ein, die von einem sehnsuchtsvollen Seufzer und schwärmerischem Augenschließen begleitet werden. Immer wieder habe ich es versucht, doch nie konnte mich eine der gelesenen Geschichten überzeugen. Bis heute. Denn Madeleine Miller hat geschafft, was bisher noch keinem Buch mit dieser Thematik gelungen ist: Sie konnte mich restlos abholen. Ich habe geweint. Ich habe gelacht. Ich habe gelitten, gebangt und mit Vergnügen die zutiefst berührende Geschichte von Achill und Patroklos verfolgt. Und obwohl ich wusste, welches Ende die beiden finden würden, habe ich stets gehofft, es würde anders kommen. Jedes Kapitel, jede Seite, jeder Satz war erfüllt von der Hingabe der Autorin für ihre Charaktere. Insbesondere die liebevolle Ausgestaltung von Patroklos und seine bedingungslose, selbstlose Liebe zu Achill haben etwas tief in mir berührt, sodass ich auch jetzt, beim Schreiben dieser Rezension, wieder Tränen in den Augen habe. Er war die Seele dieser Geschichte. Er hat aus dem verzogenen, arroganten und häufig egoistisch handelnden Achill das Beste herausgeholt und damit gezeigt, was wahre Liebe ausrichten kann und echte Helden ausmacht. Sein Blickwinkel hat der doch so altbekannten Geschichte eine völlig neue Perspektive verliehen, die mich nicht nur Weiteres über die griechische Mythologie lehrte, sondern auch menschlich bereicherte. Die besondere Erzählperspektive der letzten Kapitel verhalf der Geschichte zu einem würdigen Ende und bildete in meinen Augen das i-Tüpfelchen einer rundum stimmigen Geschichte, die wegen des besonderen Schreibstils den Charakter antiker Erzählungen perfekt einfing, ohne dabei altmodisch zu klingen. Ich bin noch immer überwältigt von diesem Konzentrat reinster Romantik und kann nur jedem wärmstens ans Herz legen, diesem Buch eine Chance zu geben. Ich bin auch eine Woche später noch immer randvoll gefüllt mit Liebe.

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Eine zarte Liebesgeschichte in einem wunderbaren Schreibstil verpackt. Madeline Miller versteht es sehr gut, die griechischen Mythen wieder lebendig werden zu lassen. Sie verpackt sehr einfühlsam die besondere Freundschaft von Patroklos und Achill in ihrem faszinierenden historischen Setting und lässt ihre Leserschaft in die Welt der Götter, Mythen und Legenden versinken. Eine grosse Leseempfehlung.

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Nachdem ich "Ich bin Circe"gelesen habe, musste dann dieses Buch her. Ich liebe die Mythologie, an sich egal welche aber die griechische, die am beliebtesten ist und die ich deswegen auch am besten kenne um zu sehen, ob die Geschichte auch richtig dargestellt wird. Und in dieser Geschichte hat Miller einiges aners gemacht. Diesmal sind nicht die Männer die Bösen, sondern Frauen wie zum Beispiel seine Mutter. Spannend ist auch, dass die Geschichte rund um Helenas Flucht vor Menelaos und den darauf folgenden Krieg nicht im Vordergrund steht, sondern Achill und Patroklos und deren Liebe. Natürlich, wird die Mythologie nicht einfach weggelassen aber es gibt eben einen anderen zentralen Punkt. Auch hier kann Madeline Miller mich sprachlich komplett überzeugen, gefühlt noch bildgewaltiger und spannender- vielleicht auch, wegen der absoult hinreißenden Liebesgeschichte der beiden. Sie wurde so wunderschön dargestellt, für den einen vielleicht zu kitschig oder zu breit gezogen aber für den anderen genau richtig. Man hat genau spüren können, wie sehr die beiden einander schätzen und was sie fühlen - und dass es echt ist. Die Geschichte warso spannend und fesseln, dass ich jedesmal traurig war, wenn ich das Lesen unterbrechen musste. Mythologische Geschichten richtig zu fassen, zu verstehen und wiederzugeben ist nicht leicht, aber Miller schafft dies mit Leichtigkeit und verzauberte mich von vorne bis hinten.

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Ein ganz wunderbares Buch, spannend, traurig, ergreifend. Griechische Mythologie in einem wunderschönen Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.

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Dieses Buch ist einfach großartig! Ich liebe den Schreibstil der Autorin! Und wie auch schon bei Circe hat sie mich in ihre wunderbare Welt der griechischen Götter hineingezogen. Eine uralte Sage mit so modernen Themen wie Homosexualität zu verbinden und dabei alles so glaubhaft zu vermitteln ist einfach grandios! Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen.

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»Nenn mir einen Helden, der glücklich war.« Achill, strahlender Held der griechischen Mythologie, Sohn der Meernymphe Thetis und Peleus, des Königs von Phthia in Thessalien. Ruhmreicher Krieger in Troja. „Ruhm ist etwas Sonderbares. Manche erringen ihn erst nach ihrem Tod, und bei vielen verblasst er schon zu Lebzeiten. Was die eine Generation bewundert, verabscheut mitunter die nächste.« Die Gestalt des Achill wurde oftmals in Götter- und Heldensagen besungen und wird in dieser neuen und zeitgemäßen Nacherzählung „Das Lied des Achill“ von Madeline Miller aus einem besonderen Blickwinkel beleuchtet. Es ist nicht nur die spannende und mitreißende Geschichte, die einen ins antike Griechenland katapultiert, nicht nur die Aufarbeitung des mythologischen Stoffes, die magischen Geschöpfe, die Parade der klassischen Helden, die Entführung der schönsten Frau und die Führung eines sinnlosen Krieges um die Ehre, sondern eine unverbrauchte Erzählperspektive, die verzaubert. Wer erzählt denn hier? Es ist Patroklos, Freund, Gefährte, Geliebter des Achill. Patroklos hat nun so gar nichts Heldenhaftes an sich. Ein schreckliches Ereignis hat Patroklos von Kindheit an geprägt, das ihm jegliche Ambition zu kämpfen und töten genommen hat. Aus Patroklos‘ sensibler, sanftmütiger und aus Liebe und Verehrung verklärter Sicht liegt hier der Fokus auf der Beziehung zwischen ihm und Achill. Achill, der Auserwählte, der Beste aller Griechen, ist in seiner Perfektion trotz allem nicht unfehlbar. Auch der Charakter des Patroklos entwickelt sich vom tollpatschigen Jungen zu einem reflektierten jungen Mann, der Achill durchaus auch Widerworte gibt. Wie es halt so ist in einer Beziehung. Madeline Miller hat mich mitgenommen in eine alte Welt im neuen Gewand. Liebe, Begehren, Hass, Leidenschaft, Eifersucht, Ehrgeiz, Stolz: Die Palette der Emotionen in diesem Buch ist bunt. Zusammengefasst: „Große Leseliebe!“

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Wunderschön und emotional - ein ganz anderes #Leseerlebnis !❤️ Das Lied des Achill hat mir unglaublich gut gefallen! Ich muss zugeben, dass ich ein paar Startschwierigkeiten mit diesem Buch hatte. Das lag zum großen Teil aber mit Sicherheit daran, dass Circe nicht nur einen unglaublich fantastischen Eindruck hinterlassen hatte als ich es damals gelesen hatte und meine Erwartungen dementsprechend groß waren, sondern auch daran, dass ich den Film #Troja mittlerweile wohl mitsprechen kann.😂 Ich kenne die Geschichte von Achilles in und auswendig und dementsprechend waren mir die Inhalte in diesem Buch nicht neu. Zudem gab es am Anfang auch ein wenig Verwirrung, denn ich wollte doch ein Buch über Achilles lesen - was also macht Patroklos da am Anfang?! (Dazu muss ich aber auch sagen, ich habe die Beschreibung des Buches vorher nicht gelesen. Ich bin blind in dieses Abenteuer hineingegangen, weil #MadelineMiller mich mit #Circe total von den Socken gehauen hatte und ich demnach vertraue.😋Hätte ich die Beschreibung jedoch gelesen, wäre es mir klar gewesen, dass das Buch aus Sicht von Patroklos erzählt wird und eben nicht - wie ich fälschlicherweise annahm - aus Achilles’ Sicht. Daher werde ich diesen Punkt auch nicht negativ in meine Bewertung mit einfließen lassen.) Trotz der anfänglichen Verwirrung und der Tatsache, dass mir die Geschichte nicht neu war, hat mich das Buch an einigen Stellen jedoch überrascht - und das sehr positiv. Ich mochte die Geschichte der beiden, die Madeline Miller in ihrem schönen Schreibstil einfach so wunderbar erzählt sehr. Richtig umgehauen haben mich jedoch erst die letzten Kapitel. Denn obwohl ich wusste was kommen würde, obwohl ich die Szenen auf dem Schlachtfeld mit am besten kenne, hat Madeline Miller es hier geschafft Emotionen rüberzubringen. Wahnsinnig viele Emotionen. Obwohl ich also die ganze Zeit bereits auf die “schlechten Nachrichten” gewartet habe, war ich am Ende doch nicht genügend vorbereitet und habe schlussendlich geheult wie ein Baby. Besonders diese letzten Seiten, die aus Patroklus’ Sicht erzählt wurden, haben mich tief getroffen. Emotionen und Gefühle schreiben? Das kann die Autorin. Aus diesem Grund ist das Buch meiner Meinung nach absolut gelungen und ich möchte es jedem wärmstens ans Herz legen. Eine ganz klare #Leseempfehlung von mir!❤️

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"Achill, Sohn der Meeresgöttin Thetis und des König Peleus, ist stark, anmutig und schön – niemand, dem er begegnet, kann seinem Zauber widerstehen.“ Natürlich war ich gleich hin und weg als ich hörte, dass Madeline Millers erster Roman nach langer Zeit wieder neu aufgelegt werde. Und das bei dem wundervollen Eisele Verlag! Worum geht es dieses Mal? Die amerikanische Autorin M. Miller hat sich, wie auch schon in „Ich bin Circe“, des Stoffs der griechischen Mythologie angenommen und ihn für ein breites Publikum lesbar gemacht. Aus Sicht von Patroklos erzählt sie die Geschichte seines Cousins Achill, wie er aufwächst, bei seinem Lehrmeister Cheiron erzogen wird und schließ-lich als Königssohn und geweissagter größter Krieger seiner Zeit in den Krieg nach Troja zieht.Madeline Miller schafft mit „Das Lied des Achill“ eine gelungene Atmosphäre, die spannend, mitreißend und lebendig ist und uns Leser in die das antike Griechenland führt.Mein Lesejahr 2o2o hat mit diesem Roman schon su-per begonnen, er gehört definitiv in mein Lieblingsbuchregal!

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Ich habe dieses Buch geliebt, Die Geschichte ist herzzerreissend schön und hat mich zu Tränen gerührt.

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Dieses Buch stand lange auf meiner Liste zu lesender Bücher. Um so schlimmer eigentlich, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte, als ich erst einmal angefangen. Die Geschichte hat mich sehr gefesselt und auf eine Achterbahn der Gefühle mitgenommen.

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