Wir von der anderen Seite

Roman | »Ein großartiges Buch. Berührend und lustig, albern und unendlich traurig.« Sibylle Berg

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Erscheinungstermin 26.07.2019 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

»Anika Decker hat den Durchblick! Beinhart komisch, liebevoll bissig, zum Heulen melancholisch erzählt sie mit großer Liebe über dieses merkwürdige und unberechenbare Wesen: den Menschen.« Iris Berben

»Zum ersten Mal sehe ich mich im komplett im Spiegel. Ich bin dünn und bucklig, meine Muskeln sind verschwunden, meine Haut ist gelb von der angeschlagenen Leber. Irgendjemandem sehe ich ähnlich. Wem denn nur? Dann fällt es mir ein: Ich sehe aus wie Mr. Burns von den Simpsons! Immerhin noch Körbchengröße C. Ihr seid die echten Survivor!« 

Als Rahel Wald aus einem heftigen Fiebertraum erwacht, versteht sie erst mal gar nichts. Wo ist sie, warum ist es so laut hier, was sind das für Schläuche überall. Nach und nach beginnt sie zu verstehen: Sie ist im Krankenhaus, sie lag im Koma. Doch richtig krank sein, hatte sie sich irgendwie anders vorgestellt: feierlicher, ja, heiliger. Als Komödienautorin kennt sich Rahel durchaus mit schrägen Figuren und absurden Situationen aus, aber so eine Reise von der anderen Seite zurück ins Leben ist dann doch noch mal eine eigene Nummer. Vor allem, wenn der Medikamentenentzug Albträume und winkende Eichhörnchen hervorruft. Zum Glück kann sie sich auf die bedingungslose Unterstützung ihrer verrückten Familie verlassen, die immer für sie da ist. Und noch etwas wird Rahel immer klarer: Ihr Leben ist viel zu kostbar, um es nach fremden Erwartungen auszurichten. Von jetzt an nimmt sie es selbst in die Hand.

»Wäre ich ein Mensch, hätte ich beim Lesen mehrfach geweint. Ein großartiges Buch. Berührend und lustig, albern und unendlich traurig.« Sibylle Berg

»Was war das für eine Freude, Dein Buch zu lesen – ich habe laut gelacht und ins Papier geweint.« Katja Riemann 

»Das ist die Chronologie von zwei Kämpfen. Der Kampf um das Überleben und der Kampf um die eigene Unabhängigkeit. Hart und mutig und traurig und schön.« Helene Hegemann 

»Voller Kraft und Klarheit, voller Emotionalität und mit ihrem unvergleichlichen Humor nimmt uns Anika Decker mit auf eine sehr berührende Reise.« Alexandra Maria Lara 

»Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen Anika Decker hat ihr Leben lang die blumige, verschnörkelte, schonungslos entlarvende orientalische Literatur studiert, so sehr geht Rahels Geschichte unter meine Haut. Ich wollte mal drüberfliegen und gucken, was Anika so geschrieben hat, und stelle nach einer Stunde fest, dass mein Flat White längst kalt ist. So fesselnd, berührend und witzig, den Flat White schuldest du mir trotzdem.« Numan Acar

»Anika Decker und mich verbindet die Liebe zum Erzählen von Geschichten. Ihr erster Roman ist berührend, unterhaltsam und klug. Lacht laut und heult leise!« Bora Dagtekin 

»Puh. Und wow. Und puh. Und hahahaha. Und autsch. Und oh Mann, oh Mann, oh Mann. Wie sehr hast Du mich gerade mit deinem Wahnsinns-Buch im schweigenden Zug zum Lachen gebracht. Könntest Du nicht so gut schreiben, hätte ich die ganze Zeit durchgeheult! Danke!« Palina Rojinski 

»Anika Decker hat den Durchblick! Beinhart komisch, liebevoll bissig, zum Heulen melancholisch erzählt sie mit großer Liebe über dieses merkwürdige und unberechenbare Wesen: den Menschen.« Iris Berben
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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783550200373
PREIS 20,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Zum Glück habe ich mich von der Inhaltsangabe nicht abschrecken lassen, denn das Buch ist ganz toll! Die Autorin beschreibt die eigentlich doch dramatische Krankengeschichte lakonisch und auch witzig, aber nicht verkrampft witzig, sehr angenehm! Mir gefällt der Stil außerordentlich gut. Es ist auf subtile Weise unglaublich spannend. Auch die Personen sind gut geschildert, trotz ihrer Macken (z. B. Rahels Mutter) liebenswert und nachvollziehbar. Und eigentlich hätte ich gern eine Fortsetzung…???

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Eine junge Frau, die nach einem langen Koma und einer erschreckenden Diagnose, den Kampf um ihre Gesundheit aufnimmt und sich trotz Verzweiflung, Wut und Trauer nicht den Glauben an das Gute und vorallem an sich selbst nehmen lässt. Rahel sprüht vor Charme und Witz, eine ordentliche Portion Galgenhumor und eine erfrischende Ehrlichkeit, machen dieses Buch zu einem absoluten Muss!

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Zum Inhalt: Als Rahel erwacht, begreift sie nicht, wo sie ist, warum da so viele Schläuche sind. Langsam begreift sie, dass sie im Krankenhaus ist. Noch erschreckender als sie erkennen muss, dass sie im Koma lag und schwer krank ist. Und eine lange Reise liegt vor ihr, in der sie nicht nur körperlich gesunden wird. Meine Meinung: Erwartungshaltung und tatsächliches Buch gingen bei mir aber so was von in unterschiedliche Richtungen. Und das war keinesfalls schlecht. Man ist bei diesem Buch immer wieder zwischen lachen und weinen. Die Autorin schreibt einfach mitreißend und man kann sich schon in vieles sehr rein versetzen und leidet entsprechend mit. Die Protagonistin ist einfach herzerfrischend und hat mir richtig gut gefallen. Auch die Geschichte, die die Protagonistin wahrlich durch viele Täler schreiten lässt, ist richtig gut und wie bereits erwähnt, völlig anders als erwartet. Der Schreibstil ist richtig gut und lässt sich einfach sehr gut lesen, so dass ich das Buch in nicht mal einem Tag verschlungen habe. Fazit: Hin und her gerissen zwischen lachen und weinen.

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In einem sehr unterhaltsamen und mitreißenden Schreibstil erzählt die Autorin die Geschichte von Rahel Wald, die im künstlichen Koma lag und sich erst mal an nichts erinnern kann. Sie schreibt von den Höhen und Tiefen der Protagonistin und wie sie es schafft, langsam aber sicher wieder auf die Beine zu kommen. Man fiebert regelrecht von Untersuchung zu Untersuchung mit Rahel mit und hofft, es geht gut aus. Ihre Familie ist sehr liebevoll gezeichnet und unterstützt sie seelisch und moralisch hervorragend. Ihr Freund Olli war mir von Anfang an unsympathisch und ich hatte sofort das Gefühl, er versteckt irgendwas. Gut, dass es Rahel irgendwann auch gemerkt hat. Trotz dem eigentlich sehr ernsten Themas, kommt der Humor hier ganz und gar nicht zu kurz und die Autorin hält eine gute Balance, was den Spannungsfaktor betrifft. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und kann nach dem Beenden des Buches sagen, das Cover passt zu der Geschichte wie die Faust aufs Auge!

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Ich wusste nicht so recht was mich hier erwarten wird, und fand mich zwischen Mitgefühl und lautem Auflachen. Eine Geschichte über den Nahtod? Das schwierige Leben nach dem Koma? Rahel Wald, mittelmäßige Komödienautorin versucht nach einer anfänglichen einfachen OP, die doch tragischere Folgen mit sich bringt als gedacht, wieder zurück ins Leben zu finden. Mit Witz, frischer Ehrlichkeit und großartigem Humor erzählt die Protagonistin von ihrem Leben vor, während und nach ihren langen Krankenhausaufenthalten. Von einer Krankenstation zur Nächsten, bis zu einer Zeit in der Reha, schafft die Autorin Spannung, indem sie Andeutungen auf verdeckte Wahrheiten macht, sie aber nicht gleich auf den Tisch legt. Nach und nach erfährt man mit der Protagonistin, wie es zu ihrem Schicksalsschlag gekommen ist, hofft und fiebert mit jeder Untersuchung ihrer Genesung entgegen und dass sie bezüglich ihrer Beziehung die richtige Entscheidung trifft. In einem lockeren Stil beschreibt die Autorin nicht nur die Zustände und Gedanken der Protagonistin, sondern gewährt uns auch einen Einblick hinter die Kulissen der Filmindustrie. Mit Zielstrebigkeit und Kampfgeist bringt sie ihre Hauptfigur zurück ins Leben, und zeigt wie wichtig es ist, hinter sich selbst zu stehen und gegen Erwartungen Aller das zu tun, was einem gut tut. Rahel ist trotz ihrer traurigen Situation eine Figur, die sich treu ist, kein Blatt vor den Mund nimmt und ehrlich zu ihren Gefühlen ist. Authentisch, manchmal trotzig und doch liebenswert, kämpft sie sich zurück in ihren Alltag. Ihre spritzigen Bemerkungen und der kecke Humor den sie ihren Charakteren als Autorin zuschreibt findet sich auch in ihrer Person wieder. Sehr positiv empfand ich ebenfalls, wie offen und ohne Zögern sie sich ihre Macken und Maroden zugestehen konnte, und somit mit jeder Seite über sich hinauswachsen konnte. Die Nebenfiguren wie ihre tolle, liebevolle Familie ist großartig, sowie auch ihr Kumpel, der Kevster. Auch ihre langjährige Beziehung Olli war eine gut geschnittene Figur, die anfänglich reserviert war, doch zum Verlauf der Geschichte sehr entsprechend porträtiert wurde. Das Cover finde ich sehr gelungen. Das bunte Eichhörnchen, dass als Imagination immer wieder im Buch auftaucht, wird durch die Illustration sehr gut widergespiegelt. Auch die gelbe Typo auf dem dunklen Schwarz zeigt, dass am Ende des Tunnels immer ein Licht brennt.

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Ein wunderbares Buch. Hat es in die persönliche Top 5 der Lieblingsbücher 2019 geschafft und wird da auch so schnell nicht wieder verschwinden 😊

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Eher Erlebnisbericht als Roman, was dem Lesegenuss und der Intensität jedoch nicht schadet. Knackige Dialoge sorgen für eine gelungene Abmilderung. Insgesamt fällt mir die Einordnung dieses Titels eher schwer.

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Gefühlvolle Geschichte über das Leben und "die andere Seite" "Mein Körper fühlt sich an, als hätte mich ein sehr schlechter Schreiner aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt und irgendwann mittendrin keinen Bock mehr gehabt." Dieser Gedanke geht Rahel während der Aufwachphase nach dem Koma durch den Kopf. Wenn sie die Augen öffnet sitzt oder steht jedesmal jemand anderes an ihrem Krankenbett. Sie nimmt alles schemenhaft wahr und dämmert immer wieder weg. Träume und Gedanken durchziehen diese Zeit. Und mehr und mehr auch Erinnerungen. Was war passiert? In lebendiger und bildhafter Sprache kreiert die Autorin eine Geschichte aus dem Leben, tragisch, schön und mit einer kräftigen Prise Humor. Die unterschiedlichen Charaktere werden beim Lesen vor dem inneren Auge lebendig, man spürt regelrecht die Achterbahn der Gefühle, in der sich Rahel, ihre Familienmitglieder aber auch Olli, Rahels Freund und Kevin ihr bester Freund befinden. Beim Lesen war ich den Figuren gegenüber oft ambivalent. Das Leid und Gefühl der Hilflosigkeit und den Stress um die plötzlich unerreichbaren Ziele, konnte ich in Bezug auf die Hauptprotagonistin sehr gut nachvollziehen. Aber eben auch wie schwer es ist sein eigenes Leben förmlich einzufrieren um für die auf "der anderen Seite" da zu sein. Rahel hat zumindest einen Fels in der Brandung, der bedingungslos an ihrer Seite steht, ohne zu fordern. Interessant fand ich die detaillierten Einblicke in die Welt der Filmbranche. Fazit: Ich denke dass jeder Leser etwas aus der Geschichte mitnehmen kann.

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Rahel Wald erwacht aus einem Alptraum. Um festzustellen, dass es gar kein Traum war, denn sie war schwer krank und findet gerade erst ins Bewusstsein und ins Leben zurück. Das klingt nach schwerer Kost und nach Krankheit, Krankenhaus und Beklemmung. Aber von Anfang an setzt die Autorin Anika Decker auf Humor und ein Augenzwinkern und lässt ihre Heldin mit sarkastischem Unterton erzählen, was ihr so alles auffällt und widerfährt in ihrer langwierigen Rekonvaleszenz. Es geht vor allem darum, wie Rahel, die so plötzlich aus ihrem Alltag gerissen wurde und die anfangs kaum fähig ist zu sprechen oder sich selbstständig zu bewegen, erkennt, was wichtig und überlebenswichtig ist und dass sie ihr Leben von Grund auf ändern will. Und es geht um den Zusammenhalt einer Familie und die Beziehung zu Freunden und geliebten Menschen, die plötzlich auf dem Prüfstand stehen und von denen nicht jede dem Druck stand halten kann und einige sich dadurch überraschend ändern. Das Cover passt eigentlich sehr gut zu dieser erfrischend abwechslungsreichen und unkonventionellen Geschichte. Die Autorin versteht zu unterhalten und ich werde sie sicher im Auge behalten.

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Rahel ist nun von der anderen Seite. Sie gehört nicht mehr zu den Gesunden, sie war sogar kurz tot! Daher kann man ihre anfängliche Verwirrung gut nachvollziehen, schließlich hat sie zusätzlich zu ihrem elenden Zustand auch noch einige Gedächtnislücken. Mit Rückblicken und einer guten Prise Humor erzählt Anika Decker die Geschichte einer Drehbuchautorin, die für so viele Dinge im Leben kämpfen muss. Um ihre Karriere, ihre Gesundheit und auch um die Liebe. Rahels Job steht auch bei generellem Erfolg mal auf der Kippe und sie muss sich immer wieder neu bemühen, um ihre Drehbücher auch zu verkaufen. Und Autoren werden absolut nicht genug gewürdigt! Dabei braucht sie nun das Geld noch dringender, da sie zig Arztrechnungen zu zahlen hat und das stresst sie nur noch mehr. Das Koma und ihr furchtbarer Zustand - körperlich am Ende, Halluzinationen und ständige Alpträume - sind unglaublich hart für Rahel, aber sie ist nicht bereit, aufzugeben. Auch wenn es viele tolle Ärzte gibt, sind sie auch nur Menschen und manche sind absolut furchtbar und erschweren einem das Leben zusätzlich. Und die Liebe ist schwierig. Rahels Familie unterstützt sie liebevoll und vor allem ihr Bruder ist für sie da, aber mit ihrem Freund ist die Lage seltsam und Rahel fühlt sich sehr unsicher. Bei so einer Zerreißprobe erfährt man erst, wer bereit ist, mit einem durch dick und dünn zu gehen. All diese Punkte und dazu die zurückkehrenden Erinnerungen haben das Buch sogar unerwartet spannend gestaltet. Ich habe mit Rahel gelitten und mich mit ihr empört. Daher kann ich wohl ohne Zweifel sagen, dass mich das Buch mitreißen konnte und gut gefallen hat! Fazit Das Leben kann von einem Moment auf den anderen einen ganz anderen Verlauf nehmen und in "Wir von der anderen Seite" zeigt Anika Decker mit Humor und Spannung, wie sich der Sprung von der anderen Seite zurück ins Leben anfühlen kann.

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Sehr berührend Wow, die Autorin schafft es mit ihrem Schreibstil, mit Rahel mitzufühlen. An ihren Gedankengängen und Gefühlen teilzuhaben. Es ist unheimlich berührend und traurig und dennoch ist es mit Humor bestückt, ohne dass es gezwungen wirkt. Rahel ist eine einzigartige Protagonistin, die man einfach ins Herz schließen muss Ein Tabuthema, dass wie ich finde, gut umgesetzt wurde. Absolute Leseempfehlung

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Ohne Larmoyanz, dafür mit viel Humor erzählte Geschichte einer tiefen Krise und ihrer Überwindung. Mir hat es gefallen!

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Rahel erwacht im Krankenhaus und kann sich nicht wirklich erinnern was passiert ist. Sie hatte doch bloß Bauchschmerzen. Und warum schauen sie alle so komisch an? Es dauert einen Moment bis sie realisiert, dass sie aus dem Koma erwacht ist und das es nicht bloß ein einfacher Nierenstein war. Allerdings kann sie sich immer noch nicht so richtig an alles erinnern. Dabei ist sie doch jung und endlich relativ erfolgreich, da kann man doch nicht krank werden. Anika Decker nimmt uns mit diesem Buch mit in eine Welt, die wir hoffentlich persönlich so nicht erleben müssen. Man leidet und lebt mit Rahel und möchte sie als Freundin bei ihren Problemen unterstützen. Trotz alledem habe ich lange nicht mehr so gelacht, während ich ein Buch gelesen habe. Eine absolute Empfehlung!

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Zu diesem Buch fehlen mir eigentlich die Worte. Es ist großartig, authentisch, so breit gefächert wie das Leben. Und gleichzeitig ist es so intensiv, dass es schwer zu ertragen ist. Ich habe das Glück, dass in meinem Verwandten- und Freundeskreis noch niemand so ernsthaft erkrankt ist. Ich weiß nicht, ob es hätte lesen können, wenn das anders wäre. Und deshalb würde ich das Buch von mir aus Kunden nicht empfehlen. Das ist einfach ein Buch, dass seine Leser von selbst findet...

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Rahel Wald, es war mir ein Vergnügen :) Seine Krankengeschichte mit so viel Witz und Esprit zu verkünden, grenzt schon fast an ein Märchen. Wobei die Autorin ja auch ihre negativen Emotionen nicht unterdrückte und sehr gut rüber brachte. Das Buch trägt autobiographische Züge und in dem Buch hat Anika Decker ihre eigenen Erlebnisse erzählt. Ich konnte mich – auch teilweise weil ich durch die Pflege eines Angehörigen ähnliche Erfahrungen in Krankenhäusern gemacht habe – sehr gut in die Situation hinein denken und habe mich nie gelangweilt. Deckers Humor mag vielleicht nicht jeder und teilweise war er mir auch zu derb, aber ich musste schon einige Male schmunzeln bei der Lektüre. Gerne hätte ich noch ein wenig mehr von Sarah gelesen. Denn auch die Nebenfiguren in Deckers Roman haben mir gut gefallen. Frau Rose, die 200kg Frau, oder die Krankenschwester Meral, von der ich hoffe, dass sie nicht erfunden ist. Auch Rahels Bruder Juri und die Sätze, die sich die beiden immer an die Ohren werfen – herrlich. Nur mit Rahels Freund wurde ich nicht warm, der war mir von Anfang an suspekt. Fazit: Kein Buch, das man leicht vergisst. Rahel kämpft und bringt das dem Leser auf humorvolle Art näher.

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Was sich in diesem Buch an Beschreibungen von Ärzten, Schwestern und Pflegern nebst Leidensgeschichte findet, passiert tagtäglich überall in Deutschland. Traurig, aber wahr. Entmenschlichtes Deutschland. Da bleibt einem das humorvolle Grinsen sehr oft im Halse stecken.

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Ein sehr interessantes Buch, bei der Lektüre habe ich viel gelernt und gelacht. Die Autorin hat einen großartigen Humor und keine Hemmungen, auch peinliche Situationen ihrer Figur auszusprechen.

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MEINE MEINUNG ************************* Als ich gelesen habe, dass die Drehbuchautorin von Keinohrhasen, Anika Decker, ein Buch herausbringt, war ich zugegebenermaßen skeptisch. Der Film mit dessen Humor und Handlung waren gelinde ausgedrückt nicht wirklich mein Fall, aber als ich dann den Klappentext zu Wir von der anderen Seite gelesen habe, musste ich es einfach haben – denn er klingt anders, als alles, was ich vorher so gesehen habe. Irgendwas brennt auf meiner Haut, als würde jemand Zigaretten auf mir ausdrücken, falls sich das so anfühlt. Ich blinzle und sehe eine Frau in Weiß mit langem blondem Haar. Möglichkeit 1, das ist eine Ärztin. Möglichkeit 2, ich bin endlich im Himmel und mir ist ein Engel erschienen. Von einem auf den andren Tag ist die Welt von Drehbuchautorin Rahel Wald zweigeteilt. Auf der einen Seite leben die sorglosen Menschen. Die, die selbst noch nie im Koma lagen oder je ernsthaft krank waren. Auf der anderen Seite jedoch, ihrer Seite, leben die Wissenden, die Vorbelasteten mit einem metertiefen Einschnitt in ihrem Leben. Und nun, nachdem Rahel aus dem künstlichen Koma aufgrund einer schweren Blutvergiftung erwacht ist, treffen beide Seiten aufeinander und versuchen sich zu verbinden. Doch das ist alles andere als einfach, für alle Beteiligten. Bereits nach den ersten Seiten habe ich gespürt, dass diese Geschichte etwas ganz besonders ist und auch etwas, dass etwas besonders mit mir persönlich macht. Nicht im Entferntesten hätte ich mich jemals damit befasst, was es bedeutet, dem Tod gerade nochmal von der Schippe zu springen und vor allem was es bedeutet damit zu Leben. Doch Anika Decker beschreibt so anschaulich und detailliert, wie sich Hauptprotagonistin Rahel – abgemagert und schwach – im Krankenhaus, der Reha und dem Leben danach zurechtfindet. Zurechtfinden muss. Denn zwischen Pinkelpannen und drogenähnlichen Eichhörnchen-Träumen geben sich Rahels Familie und besonders ihr Partner alle Mühe ihr dabei zu helfen, aber es kreiselt dennoch gewaltig, gerade zwischen letzteren. Zudem kann er nicht verstehen, wie Rahel sich selbst nach der Reha noch so oft mit dem schweren Krankheitsverlauf auseinandersetzten kann und ist davon immer öfter genervt, da er doch einfach nur mit ihr glücklich sein will. Ich bin mit der humorvollen, selbstkritischen und leicht neurotischen Rahel sehr gerne ein Stück ihres Weges gegangen und habe den lockeren, leichten, aber auch flapsigen Schreibstil der Autorin geliebt. Es ist ein schwieriges und ernstes Thema, aber man hatte nie das Gefühl, dass es einen zu weit herunterzieht und unter der Last begräbt. Die Tiefschläge, aber auch die Höhen, mit denen Rahel immer wieder zu kämpfen hat sind glaubwürdig, ja geradezu greifbar und verständlich und selbst die Situationskomik wirkte nie überzogen. Man empfindet kein Mitleid mit ihr, egal wie lebensverändernd dieser Einschnitt auch war und Rahel will das auch gar nicht. Ebenso kommt Wir von der anderen Seite völlig ohne Kitsch und schnulzige Szenen aus und das ist etwas, was ich wirklich sehr zu schätzen weiß. FAZIT ********* Wir von der anderen Seite ist eine Geschichte für jeden. Für jeden, der Gefühle zulassen kann und verstehen möchte, wie es sich anfühlt, plötzlich nicht mehr hinterherzukommen. Mit viel Humor und Einfühlungsvermögen hat Anika Decker definitiv einen Volltreffer bei mir gelandet und ich hoffe, dass noch viele mehr dieses Buch lesen werden. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir!

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Gerade noch steckte Rahel in den Weihnachtsvorbereitungen, da findet sie sich plötzlich im Krankenhaus wieder. Tagelang hat sie im Koma gelegen, ihr Leben steht immer noch auf Messers Schneide. Wirre Fieberträume, medikamenteninduzierte Halluzinationen von freundlich winkenden Eichhörnchen bestimmen ihre kurzen Wachphasen genauso wie die Besuche ihrer Familie. Ich bin absolut kein Fan der geradezu inflationär auf den Buchmarkt geworfenen Ich-bin-ach-so-krank-Stories, aber Anika Deckers Roman ist einfach anders. Schonungslos ehrlich erzählt Rahel von ihren Ängsten, aber auch ganz pragmatisch von ihren Tagen im Krankenhaus. Man fühlt jederzeit mit, freut sich über den ersten gegessenen Löffel Joghurt, leidet mit beim Warten auf Ergebnisse, schämt sich bei den doch entwürdigenden Details wie Bettpfanne & Co. Die Autorin beschreibt all das sehr detailliert, gleichzeitig aber auf eine sehr flappsige, frische und humorvolle Art und Weise. Aber auch melancholische Töne kommen zum Tragen, je mehr Rahel ihre Situation versteht, desto mehr setzt sie sich auch mit ihrem alten Leben auseinander. Der Leser tut das natürlich auch, und fragt sich immer mehr, auf was es im Leben denn wirklich ankommt. Stoff zum Nachdenken, zum Lachen und Daumen drücken. Ein Roman, der wirklich mal anders ist. Ich mochte ihn sehr.

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Kurzweilig zu lesen. Regt zum Nachdenken über das Leben an und was im Leben wirklich zählt. Nachdenkliche Passagen wechseln sich mit humorvollen ab.

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"Wir von der anderen Seite" von Anika Decker ist bewegend, tragisch, komisch und wunderbar! Ein toller neuer Roman, toller Plot bzw, Wendungen , die nicht voraus geahnt werden können. Ich habe séhr gerne gelesen!

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Da ich nicht wirklich ein Fan der Filme Keinohrhasen und Zweiohrküken bin, deren Drehbuchautorin Anika Decker ist, war ich wirklich gespannt auf ihren Debütroman WIR VON DER ANDEREN SEITE. Und was soll ich sagen??? Dieser Roman hat mich sofort in seinen Bann gezogen und mitgerissen. Die ganz besondere Art, Dinge anzusprechen, die uns im Leben oftmals peinlich oder unangenehm sind, auf eine so natürliche Art, hat schon etwas. Mit einer Leichtigkeit über ein schweres Schicksal, welches jederzeit jeden von uns ereilen könnte, zu schreiben, macht Mut, sein Leben auch in schwierigen Situationen zu meistern. Danke, Anika Decker, für diesen tollen Roman! Mein Fazit: Unbedingt lesenswert!!!!

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Anika Decker ist ein hinreißend komisches und anrührendes Buch über ein schwieriges Thema gelungen: die lange Genesung nach schwerster Krankheit. Die Hauptfigur Rahel hat wirklich einiges durchzustehen doch zum Glück hat sie die Gabe, sich nicht zu ernst zu nehmen und die neurotische Persönlichkeit, ständig alles zu reflektieren. Trotz allerlei Krankenhaustraumata ist dieser Roman ist ein lebensbejahendes Lesevergnügen.

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Uff, gerade habe ich das Buch zu Ende gelesen und bin noch ganz beseelt von den Eindrücken. Frau Decker hat es geschafft, ein solch hartes Schicksal mit Witz, Humor und auch Melancholie zu beschreiben. Es liest sich wie ein Erfahrungsbericht, was es wahrscheinlich tatsächlich auch sein soll. Chapeau!

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Ach, was ist das für ein schönes Gefühl, wenn man von einem Buch eigentlich nicht viel erwartet, es sogar eher mit einer gewissen Skepsis beginnt und dann so angenehm positiv überrascht wird! Ich muss zugeben, ich hatte durchaus Bedenken: Eine Drehbuchautorin, die sonst Stoffe für Schweiger- und Schweighöferkomödien schreibt? Und sich jetzt so eines ernsten Themas annimmt? Humor ist bekanntlich sehr subjektiv, und besagte Komödien treffen sonst eher nicht so meinen Geschmack - kann das gut gehen mit mir und diesem Buch hier? Oh ja, und wie! Frau Decker, ich muss aufrichtig Abbitte leisten. Das vorliegende Werk ist sehr an die eigene Lebens- und Leidensgeschichte der Autorin angelehnt, aber sie betont, dass es sich um kein autobiografisches Werk handelt. Die äußeren Fakten zumindest stimmen: Sowohl Anika Decker als auch die Protagonistin Rahel Wald sind Drehbuchautorinnen, die den Durchbruch geschafft haben und mit den Stars und Sternchen der deutschen Film- und Medienbranche arbeiten. Und beide vereint ein schwerer Schicksalsschlag: Eine durch einen Nierenstein ausgelöste Sepsis, die zu mehrfachem Organversagen, einen dadurch bedingtem künstlichen Koma, dem erfolgreichen Überlebenskampf und den mühevollen Weg zurück "auf die andere Seite" geführt hat. Ob nun Autobiografie oder nicht, Frau Decker weiß, wovon sie spricht, und das merkt man dem Buch auf jeder Seite an. Rahel kämpft sich nicht nur einfach zurück in ihr altes, sondern in ein ganz neues Leben. Die Erkenntnisse, die sie aus ihrer Krankheit, der drohenden stetigen Verschlimmerung und der Wiedergenesung zieht, sind schonungslos offen und kompromisslos echt dargestellt. Dabei umschifft die Autorin gekonnt jegliche Klischees, die sich so einer Erzählung in den Weg stellen könnten: Rahel erlebt keine komplette "vom Saulus zum Paulus"-Verwandlung, wird also nicht vom oberflächlichen Zicklein zum altruistischen Schwan. Auch ist die Gesichte nicht klamaukig bis an der Grenze zum Hysterischen erzählt, sondern wählt ihre (oft eher makabren) Pointen und komischen Szenen und Charaktere mit Bedacht. Ansonsten tummeln sich hier sehr viele, sehr kluge Gedanken, und das alles sehr straight, sehr direkt erzählt. Ob die eher oberflächliche Filmwelt oder die Beziehungen zu ihrer Familie, ihrem Freund und anderen Menschen - Rahel analysiert und hinterfragt alles. Dabei spart sie keinesfalls an Selbstkritik, dieses Buch ist erstaunlich selbstreflektierend: "Fast lustig, wenn ich daran denke, wie verzweifelt ich oft um die Liebe und Anerkennung irgendwelcher Idioten gekämpft habe. Wie anstrengend das war, permanent meine Unzulänglichkeit mit möglichst viel Aktionismus zu überdecken. Wie dumm ich doch immer war, zu denken, ich müsste Kunststücke vollführen und Eindruck schinden, um das zu bekommen, was ich offensichtlich schon immer hatte." Daneben kommen auch die "größeren" Themen wie Sexismus in der Filmbranche und allgemein, Fallstricke des Gesundheitssystems, Klassenunterschiede oder der Umgang mit schwachen, kranken und/oder alten Menschen zur Sprache - fast immer nebenbei, nie mit erhobenen Zeigefinger, sodass Menschen, die sich für derartige Themen sonst vielleicht nicht interessieren, trotzdem ein paar wichtige Botschaften mit aufnehmen. Beispiel: Da geht es in einer Szene um Rahels Wunsch nach Intimität, vor der sie sich aufgrund ihres Gesundheitszustands fürchtet (Sex bei schwachem Herzen und so), und dann versteckt sich mitten in diesem scheinbar eher halbtiefen Gedanken ein Satz wie dieser: "Die Altersheim sind voll von Menschen, deren Hand niemand hält und deren Kopf sich nirgendwo anlehnen darf." Hach! Und noch ein ganz besonderer Pluspunkt: Rahel hat einen besten Freund, Kevin, der wirklich sehr gut und lustig geschrieben ist - und der nicht schwul ist! Ich bin Frau Decker sehr dankbar, dass sie auf diese "best gay friend"-Stereotype verzichtet hat. Wie auch auf so viele andere Klischees. Dies wird nicht mein liebster Roman des Jahres sein, dafür gibt es schon jetzt zu viel Konkurrenz - aber auf den Titel für positivste Überraschung des Jahres ist "Wir von der anderen Seite" ein ganz heißer Anwärter! "Hier geht es aber nicht um mich, hier geht es darum, was Attila will. Sie wollen, dass der Star happy ist, und gehen davon aus, dass den Zuschauern die Geschichte egal ist, und sie sowieso ins Kino gehen. Ich halte die Zuschauer für nicht ganz so blöd." Und die Lesenden zum Glück auch nicht - vielen Dank dafür! Tl;dr: Äußerst authentischer Unterhaltungsroman mit ordentlich Tiefgang.

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Als die Drehbuchautorin Rahel Wald langsam erwacht, kann sie gar nicht einordnen, was los ist und wo sie sich überhaupt befindet. Es ist unfassbar laut, sie kann nicht sprechen und überall sind Schläuche. Ihr kommt der Gedanke, dass sie sich von einer kleinen Operation erholt, doch die Realität sieht anders aus. Denn Rahel war und ist krank. Und zwar richtig! Sie lag im Koma und schwebte tagelang zwischen Leben und Tod. Doch mit der Rückkehr aus dem Koma, hat Rahel es noch längst nicht geschafft. Denn sie muss sich von der anderen Seite aus wieder ins richtige Leben kämpfen. Einfache Handlungen, wie atmen, essen, stehen und gehen sind keine Selbstverständlichkeit mehr und müssen neu erlernt werden. Es gibt immer wieder Rückschläge. Auch wenn Rahel tief betroffen ist und lernen muss, worauf es im Leben wirklich ankommt, versucht sie, ihre Geschichte mit Biss und einem Augenzwinkern zu erzählen.... Die Geschichte wird in der Ich-Form, aus der Sicht von Rahel, geschildert. Auch wenn ihr Körper ihr nicht mehr gehorcht und man vom ersten Moment an das Gefühl hat, dass Rahels Leben gerade völlig auf den Kopf gestellt wurde, spürt man, was für ein sympathischer, kämpferischer und humorvoller Mensch sie ist. Man kann sich von Anfang an mit ihr identifizieren und sich deshalb ganz darauf einlassen, gemeinsam mit ihr in den Kampf um die Rückkehr in ein normales Leben zu ziehen. Der Schreibstil ist äußerst locker und humorvoll. Rahel versteht es, den Leser zu unterhalten. Obwohl das Thema sich normalerweise nicht dazu eignet, es so witzig darzustellen, trifft Rahel genau den richtigen Ton. Man kann gemeinsam mit der sympathischen Erzählerin ganz unterschiedliche Gefühle durchleben. Dabei schmunzeln, lachen, zornig oder fassungslos werden, aber sich auch manchmal verstohlen ein paar Tränchen aus den Augenwinkeln wischen. Auch wenn Rahel versucht, alles mit Humor zu nehmen, merkt man doch, dass es oft ganz anders in ihr aussieht und dass der Humor wohl nur ein Versuch ist, nicht ganz die vermeintliche Kontrolle zu verlieren. Rahel wirkt lebendig, sodass man sich ganz auf ihre Geschichte einlassen und mit ihr mitfiebern kann. Ich habe mich bei diesem Roman, der eigentlich ein recht ernstes Thema hat, ausgesprochen gut unterhalten. Denn ich konnte mich ganz auf Rahels Schilderungen einlassen. Ich habe mit ihr gelacht, geweint, bin wütend geworden und musste mir, zugegebenermaßen, dass ein oder andere Tränchen aus den Augen wischen. Dabei ist es der sympathischen Erzählerin außerdem gelungen, mich ganz nebenbei zum Nachdenken anzuregen und deshalb empfehle ich dieses Buch sehr gerne weiter.

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Wir von der anderen Seite" von Anika Decker ist mal wieder ein Buch das ich primär ausgesucht habe, weil mir das Cover ins Auge stach und gefiel (ich habe mit dieser Bücher-Auswahlmethode schon immer gute Erfahrungen gemacht). Das Buchcover zeigt ein comic-artig verfremdetes Eichhörnchen, garniert mit dem Buchtitel in knallgelber Schrift. Definitiv auffällig und ungewöhnlich. In dem Buch geht es um die finanziell mehr oder weniger erfolgreiche Drehbuchautorin Rahel, die am Anfang des Buches im Krankenhaus aufwacht, völlig verwirrt und ohne eine Ahnung zu haben was mit ihr passiert ist. Sie liegt auf der Intensivstation, zum Bewegen fehlt ihr die Kraft, ihre Familie benimmt sich merkwürdig, sie halluziniert in der Zimmerecke ein Eichhörnchen und wo ihr Freund ist, sagt ihr auch keiner. Mit der Zeit kristallisiert sich heraus, dass Rahel nach einer misslungenen Nierenstein-OP ein Multiorganversagen erlitt und einige Wochen im Koma lag, ihr Leben steht noch immer auf Messers Schneide und auch ihre Organe arbeiten nicht mehr richtig, ob ihr Herz je wieder gesund wird weiß man nicht. Eigentlich harter Tobak, aber das Buch bewahrt sich von Anfang an eine gelungene Mischung aus Humor, Ironie und Ernsthaftigkeit, die dazu führt, dass das Buch sehr leicht und mitreißend zu lesen ist. Bloß ganz am Anfang war ich zunächst etwas skeptisch, kam es mir doch etwas unrealistisch vor, dass Rahel schon kurz nach dem Aufwachen zu recht humorvollen Gedankengängen in der Lage ist...ob man in so einer Situation überhaupt auch nur einen halbwegs klaren Gedanken rauskriegt, halte ich für fragwürdig. Allerdings war das der einzige Teil des Buches wo ich am Realismus der Darstellung zweifelte, die Beschreibung der restlichen Monate bis Jahre von Rahels langsamer und mühsamer Genesung wirken für mich als Laie sehr glaubwürdig und realistisch dargestellt. Das Buch fokussiert sich weniger darauf sich mit dem Thema Krankheit und "schweres Schicksal" zu beschäftigen, sondern damit wie Rahel mit ihrer neuen Lebensrealität (Betablocker, lange Krankenhausaufenthalte, Reha, den Versuch im Berufsleben wieder Fuß zu fassen, Beziehungsprobleme und ganz normaler Alltag, Belastung für die Familienmitglieder und Geldsorgen ...) zurecht kommt und im Weiteren mit einer Aufarbeitung ihres Lebens vor der "Katastrophe". Zusätzlich zur Krankheit kommt nämlich noch dazu, dass Rahel so einiges komisch vorkommt, warum verhielt sich ihr Freund Olli so komisch und will nicht über die Zeit vor der Krankheit reden und warum hat sie schwammige Erinnerungen an einen Streit? Während Rahel langsam wieder ins Leben zurückfindet, versucht sie sich daran zu erinnern wie ihre Beziehung vor dem Krankenhausaufenthalt so lief, ihre Auseinandersetzungen mit ihrem Leben als Drehbuchautorin am Rande der schillernden Promi-Welt liefern dabei nebenbei auch noch interessante Einblicke ins Showbiz und die Welt der A- und B-Promis, die sehr unterhaltsam sind und die auch einen fundierten Hintergrund haben dürften, denn "Wir von den anderen Seite" ist Anika Deckers erster Roman, davor aber erlangte sie Bekanntheit durch Drehbücher für sehr erfolgreiche Deutsche Filme der letzten Jahre wie "Keinohrhasen" und "Rubbeldiekatz". Mich hat das Buch hervorragend unterhalten und ich kann es definitiv weiterempfehlen.

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Tolle Geschichte. Viel schwarzer Humor, aber manchmal bleibt einem das Lachen im Hals stecken. Einige Stunden unbeschwertes Lesevergnügen.

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,,Wir von der anderen Seite" handelt von einer Komapatientin, die von ihrer langwierigen Genesung erzählt. Es ist sehr realistisch, humorvoll und einfühlsam geschrieben. Da ich selber mal Nierenkoliken mitsamt Nierenstein hatte, konnte ich mich sehr gut in die Protagonisten und der Autorin selber hinein versetzen. Manchmal musste ich das Buch auch einfach weglegen, weil es mich zu sehr an meine Situation vor einem Jahr erinnert hat. Ich hatte jedoch sehr viel Glück. Zu lesen, was mir alles hätte passieren können, hat mich geschockt. Trotz allem ist das Buch unheimlich gut und trotz seiner Tragik sehr humorvoll. Ein Buch, das man gelesen haben muss!

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Roman über eine Komapatientin zum Heulen und Lachen Anika Decker mag einigen ein Begriff sein als Drehbuchautorin unter anderem von Kleinohrhasen oder Rubbeldiekatz. Weniger bekannt ist, dass die Autorin vor einigen Jahren an einer lebensbedrohlichen Sepsis erkrankte und einige Zeit im Koma lag. In dem Roman „Wir von der anderen Seite verarbeitet sie diese Zeit und ihren Kampf zurück ins Leben auf ihre ganz besondere humorvolle, aber auch sehr berührende Art. Jeder, der schon einmal im Krankenhaus lag, auch wenn es weniger dramatisch als hier in diesem Fall war, kennt aus dem Klinikalltag Situationen, in denen man jegliche Privatsphäre aufgeben muss, mitleidige Blicke erhält oder auch selbst austeilt und das eigene Körpergefühl verloren geht. Anika Decker schafft es, diese Situationen mit einem Schmunzeln und einer gehörigen Portion schwarzem Humor in Worte zu fassen. Nichtsdestotrotz vermittelt sie einem aber auch die Tragik in dieser Situation und zeigt auf, wie wichtig es ist, sich in diesem Fall die richtige Hilfe zu holen. Ein berührender Roman, bei dem man jedoch auch immer wieder herzlich lachen muss.

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Inhalt Als Rahel Wald, mehr oder weniger erfolgreiche Drehbuchautorin, eines Tages aufwacht, ist sie umgeben von piepsenden Maschinen, ihrer traurig-schockierten Familie und Ärzte mit ernsten Gesichtern. Nach und nach beginnt sie zu verstehen: Sie liegt auf der Intensivstation, ist gerade aus dem Koma erwacht, ihr Körper, ihr Herz sind schwach und ihr Leben schlagartig anders. Nur langsam kämpft sich Rahel zurück, begleitet durch ihre Familie, ihre Freunde und Olli - mit dem sie zusammen war, nur warum fühlt sich das so komisch an? Meine Meinung Das Buch gehört - und wer meinen Blog liest und mich kennt, weiss dies - so gar nicht in mein Beuteschema. Gleichzeitig habe ich beruflich viel mit Menschen zu tun, die in gerade so einer Situation stecken, wie die Protagonistin in Wir von der anderen Seite. Und vielleicht war es dieser Aspekt, vielleicht aber auch die Inhaltsangabe oder gar das Cover, das ich simpel aber toll finde, das mich dazu gebracht hat, zu diesem Roman zu greifen. Recht schnell war ich verliebt - verliebt in die Tragik, die Traurigkeit und die Schwere der Geschichte, in diesen doch humorvollen, selbstironischen Schreibstil, der irgendwie so gar nicht und trotzdem perfekt in diese Geschichte passt, in die Charaktere, die so echt wirken. Der Kampf des Lebens Rahel Wald wacht eines Tages aus dem Koma auf und kann sich an nichts erinnern. Ganz langsam kämpft sie sich zurück in ein einigermassen normales Leben. Kämpft mit ihrem zu schwachen Herzen, ihrem unbändigen Hunger - als Folge der Betablocker, die sie einnehmen muss -, mit ihrer Familie, die sie nicht mehr allein lassen will, mit dem ganz alltäglichen Ärger in den deutschen Kliniken, mit der Reha und eingebildeten Eichhörnchen, mit den nächtlichen Albträumen, die Komapatienten angeblich immer haben, mit Enttäuschung und Hoffnung, mit der Existenzangst, mit neuen und alten Freunden, mit Beziehungsproblemen - aber vor allem mit sich selbst. Die Autorin beschreibt diesen Kampf unglaublich feinfühlig und doch voller Humor. Ich habe schon lange nicht mehr so viele Stellen in einem Buch markiert, weil sie mir so nah gingen. Ich habe zwar nicht denselben Leidensweg hinter mir, aber viele Themen konnte ich trotzdem nachvollziehen, weil ich sie ähnlich erlebt habe. Charaktere mitten aus dem Leben Besonders auch die Charaktere haben es mir angetan. Zwar bin ich mit Rahel selber nicht unbedingt warm geworden - ich mochte sie als Protagonistin, konnte mit ihr leiden, aber ich kann mich nicht mit ihrer Art identifizieren - dafür sind die Nebenprotagonisten einfach bezaubernd. Allen voran die verrückte Mutter von Rahel - eine Dramaqueen wie sie im Buche steht, aber dennoch so herzlich, so rührend, ich würde sie gerne mal drücken. Der Vater, der sich um alles kümmert, obschon er selber fast daran zerbricht. Und der Bruder, Juri, der ein schlechtes Händchen für Frauen hat - aber für seine eigene Schwester die Welt bedeutet. Ganz besonders ins Herz geschlossen habe ich indes den Kevster, bürgerlich Kevin, Autorenkumpel und ziemlich abgedrehter Freund von Rahel. Man braucht im Leben nicht hundert Freunde, ein Kevster reicht! Der einzige Protagonist, den ich überhaupt nicht leiden konnte, war Olli, der Partner von Rahel. Er kam mir von Anfang an falsch vor, auch wenn seine Seite der Erzählung sehr wichtig ist in dieser Geschichte. Denn er leidet besonders darunter, dass sich Rahels Leben nun nur noch um ihre Krankheit und den Weg zur Genesung dreht, während seine alltäglichen Probleme nicht mehr berücksichtigt werden. Authentisch. Aber nicht sympathisch. Meine (kleine) Kritik Einen klitzekleinen Dämpfer bekommt meine Schwärmerei nur, weil mich persönlich (und es handelt sich hierbei wirklich nur um meine ganz eigene Meinung - ich bin gerne offen für Diskussionen) zwei Punkte gestört haben: Rahel wird Opfer eines ziemlich schmierigen Physiotherapeuten, der seine Finger nicht bei sich lassen kann. Ich finde es wichtig, dass solche Themen angesprochen werden, denn sie sind sicherlich auch heute noch Realität. Dass sie aber später nochmals auf einen anderen Arzt trifft, der ihr ebenfalls unpassende Avancen macht, fand ich an dieser Stelle zu viel. Ja, es mag sein, aber nein, einmal hätte gereicht - und hätte meiner Meinung nach die ernste und wichtige Thematik wesentlich besser dargebracht. Zweitens nimmt Rahel im Verlauf der Geschichte zu, als Folge der vielen Medikamente, die sie einnehmen muss, und die ihren Hunger ankurbeln. Aber nun ist sie bei einem Gewicht von 70 kg angekommen und nennt sich selber durch die Geschichte weg "fett". Das hat mich immens gestört. Sogar eine Frau (oder ein Mann) mit sagen wir 160 cm Körpergrösse ist mit 70 kg Körpergewicht nicht "fett" oder "dick". Das Buch legt viel Wert auf Bodypositivity, darauf, dass man seinen Körper lieben soll. Und dann sowas? Da war ich wirklich enttäuscht. Es mag wohl subjektive Empfindung der Protagonistin sein, aber als Leserin fand ich das stossend. Fazit Mit Wir von der anderen Seite hat Anika Decker eine tragische Geschichte voller Angst und Zweifel, voller Kämpfe mitten aus dem Leben und doch mit so viel Hoffnung und Humor geschrieben, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. 4.5 Sterne

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Manchmal ist es echt gut, wenn man ein Buch halb verschlafen wahrnimmt. Bei Anika Decker war das der Fall: Der Name sagte mir nichts, dafür klang die Kurzbeschreibung wirklich gut und das Cover fand ich herrlich spacig. Nicht lange gefackelt, besorgt. Das war gut so, denn hätte ich mehr mitbekommen, wäre möglicherweise mein “Hype-Sensor” angesprungen. Ich stelle bei Büchern nämlich gerne selber fest, ob sie gut sind oder nicht — im Fall von Anika Decker wollen mir unter anderem Sibylle Berg, und Iris Berben diese Aufgabe mit großen Lobesworten abknöpfen. Sowas mag ich überhaupt nicht! Ist ein Buch mit solchen “Testimonials” vollgestopft, lege ich solche Bücher sogar ziemlich schnell wieder weg. Decker erzählt von Drehbuchautorin Rahel Wald, die aus dem Koma erwacht. Das fühlt sich unheimlich komisch an. Die Frau, die sie jetzt ist, scheint ihr völlig fremd. So dünn, so hilflos und voller Schmerzen. Es ist seltsam, dass nur ihre Familie da ist, der Freund sich aber auf Bali amüsiert. Und was den Krankenhausaufenthalt überhaupt ausgelöst hat, ist verschüttet. Filmriss. Langsam begreift Rahel, dass sie Weihnachten verpasst hat, dank multiplem Organversagen richtiggehend verschlafen. Dass sie überhaupt lebt, grenzt an ein Wunder. Der Entzug der Koma-Medikamente löst fürchterliche Alpträume und merkwürdige Tagträume aus. Bisweilen winkt ihr sogar ein Eichhörnchen zu. All die Energie und Kraft, die sie früher einmal hatte, sind spurlos verschwunden. Rahel ist sich selbst so unglaublich fremd, begreift aber, dass sie sich mit diesem neuen Ich wohl oder übel anfreunden muss. Die Rückkehr ins selbstbestimmte Leben wird ein monatelanger Kampf. Decker findet für Rahel eine Stimme, die den täglichen Frust hervorragend transportiert, ohne ins Tränendrama abzustürzen. Nicht, dass Rahel das ohne schaffen würde, aber sie ist eine Frau, die sich ihre Situation mit herzhaftem Sarkasmus erträglich machen kann. Das mag ich, so ticke ich nämlich auch ganz gerne. Rahel Walds Weg durch die Rehabilitation ist ein ewiges Auf und Ab. Manchmal ist das Auf und Ab des Körpers sogar das kleinere Übel, weil es erwartbar ist. Mal klappen Übungen zum Muskelaufbau besser, mal schlechter. Was aber richtig wütend und fassungslos machen kann, sind die Personen, die Rahel auf ihrem Weg eigentlich sinnvoll begleiten sollen. Rahel erfährt von einem Physiotherapeuten sexuelle Belästigung, die sie schließlich beherzt anspricht. Die Sorge ihres Gegenübers konzentriert sich sofort darauf, dass der Therapeut die übliche Behandlungszeit weit überschritten hat. Die lässt sich nun nicht mit der Krankenkasse abrechnen. Ein Moment, in dem ich mein Entsetzen gerne für die kraftlose Rahel kanalisiert hätte! So, wie es ihre Mutter getan hatte, als Rahel vor Weihnachten ins Krankenhaus kam und der Arzt sie als hysterisch abgestempelt hatte statt als Notfallpatientin ernst genommen. Sofort fallen mir Artikel ein, die ich dazu schon gelesen habe und die Wut kommt, dass sich trotz des inzwischen besseren Wissen nichts geändert hat. Deckers Buch ist aber nicht als Spiegel der Medizin gedacht (auch, wenn ich zwischenzeitlich dahingehend beim Lesen abdriftete). Es ist ein intensives Stück über eine Frau, die sich ihr Leben zurückerobert. Schritt für Schritt holt sie sich ihre Erinnerungen zurück, sortiert ihr Leben und dabei sortiert Rahel auch ihre Prioritäten neu. Familie, Job, Freund — nach dieser Erfahrung kommt alles auf den Prüfstand. Die Kraft, die monatelang gefehlt hat, kommt nun mit ungeahnter Größe zurück. Letzten Endes macht das viel Mut.

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Rahel wollte gerade noch Weihnachten mit ihrer Familie feiern, fernab der Erwartungen und des Leistungsdrucks, denen sie sich in ihrer Rolle als Drehbuchautorin gegenübergestellt sieht, doch wacht sie plötzlich umgeben von Schläuchen, piepsenden Monitoren und den besorgten Gesichtern ihrer Familie umgeben auf. Mit Schrecken lernt sie, dass sie in ein künstliches Koma versetzt wurde, da sich ihr eigener Körper gegen sie gewandt hat. Stück für Stück kämpft sie sich in ihr altes Leben zurück. Doch ist dies wirklich das Leben, das sie führen möchte? Ich war sehr gespannt auf das Debüt der Autorin – wobei es sich bei „Wir von der anderen Seite“ in meinen Augen nur um ein halbes Debüt handelt. Denn Anika Decker ist Drehbuchautorin und auch von mir ihr Name bislang – leider! – vollkommen unbekannt war, so sagen mir Kinofilme wie „Keinohrhasen“ oder ihr Regiedebut „Traumfrauen“ doch immerhin namentlich etwas. Auch sah ich auf Instagram deutsche Schauspieler wie zum Beispiel Maria Ehrich das Buch lobend in Händen hielten und meine Neugier war geweckt. Schon am Klappentext ließ sich der Humor erahnen, doch wie lustig und unterhaltsam ich das Buch finden würde, war mir wirklich nicht bewusst. Immerhin handelt die eigentliche Geschichte von einem tragischen Krankheitsfall! Trotz allem Humors hat die Geschichte doch auch sehr nachdenkliche und ernste Züge, es ging in keiner Weise in eine lächerliche Richtung, sondern zeigte auch wiederholt auf, was in Verwandten und Bekannten vor sich geht, an die eine solche Nachricht herangetragen wird. Auch wie unfair das Leben sein kann, doch auch welche schönen Möglichkeiten es bereithält. Der stete Wechsel zwischen tiefer Traurigkeit, lautem Lachen und stillem Mitleiden war wirklich sehr gekonnt umgesetzt. Die Charaktere gefielen mir wirklich gut, sie alle waren toll gezeichnet, hatten Ecken und Kanten. Vor allem Rahel und ihr Bruder Juri sind mir im Gedächtnis geblieben, doch auch die nette Krankenschwester, der sorgende Arzt und auch Olli, der Freund von Rahel. Gespickt ist die Geschichte mit Einblicken in die Arbeit als Drehbuchautorin, was wirklich super interessant war. Es ist eine Welt für sich, von der ich kein Teil sein möchte, jedoch gerne mehr darüber erfahren würde. Von daher waren die wirklich authentischen Schilderungen eine echte Freude. Der Schreibstil ist sehr leicht, der Humor erinnerte mich sehr stark an „Keinohrhasen“. Die Geschichte rund um Rahel wirkt so authentisch, so dass ich mich beim Lesen wunderte, ob die Autorin ähnliches selber einmal erlebte. Tatsächlich erfuhr ich in einem Interview, dass sie selber bereits einmal in ein künstliches Koma versetzt worden sei. Doch „Wir von der anderen Seite“ ist keine autobiografische Schilderung, die Autorin bediente sich nur eigener Erfahrungen und Emotionen, was Seite für Seite spürbar ist. Einige Szenen fühlten sich aber für mich so an, als wären sie für eine große Leinwand geschrieben, manche funktionierten in reiner Textform für mich nicht ganz. Konkrete Beispiele kann ich leider nicht nennen, es war mehr ein dumpfes Bauchgefühl. Doch trotzdem ist es eine ganz wunderbare Lektüre gewesen, die mir unheimlich tolle Lesestunden bereitete. Ich wünsche mir sehr, dass die Autorin auch in der Zukunft neben Drehbüchern noch weitere Bücher schreiben wird!

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Was passiert wohl, wenn man eine Weile im Koma lag und wieder aufwacht? Diese Frage habe ich mir schon öfter gestellt, da es eine recht große Angst von mir ist. Rahel ergeht es so. Durch eine Sepsis mit Organversagen wird sie ins künstliche Koma versetzt und wacht eine Woche danach wieder auf. Nach zwei weiteren Wochen zwischen Wachen und Schlafen ist sie wieder vollkommen da und ein Reha Aufenthalt liegt vor ihr. Zuerst konnte ich gar nichts mit dem Cover und dem Titel anfangen. Aber im Laufe der Lektüre wurde alles etwas klarer. So kommt das Eichhörnchen auch in der Story vor und Rahel nennt sich selbst und andere Kranke, 'Von der anderen Seite'. Was man gut nachvollziehen kann, da sie erstens im Koma war und zweites ein Krankenhaus auch eher wie eine andere Seite ist. Auch den Klappentext finde ich super, er verspricht eine tolle Story ohne zu viel zu verraten. Rahel als Charakter fand ich sehr angenehm. Ich liebe ihre Art, wie sie mit anderen Spricht. Immer einen witzigen Spruch auf den Lippen ohne zu dumpf und pseudolustig zu sein. Man merkt auch schön, wie die ganze Familie zusammenhält, da immer jemand bei ihr ist. Nur ihr Freund Olli scheint sich etwas zu distanzieren und im Laufe der Geschichte wird auch schnell klar warum dies so ist. Das war auch eine der Sachen mit der ich nicht wirklich gerechnet habe. Aber zu viel möchte ich auch nicht verraten. Auch wenn ich sonst solche Bücher eher nicht lese, bin ich positiv überrascht worden. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch in einem Tag gelesen, da ich es so spannend und aber auch witzig fand. Ich kann es also nur empfehlen. Lest es!

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Ich wer ja nach den ersten Seiten ziemlich skeptisch und kurz davor das Buch wieder wegzulegen. Aus reiner Faulheit habe ich dann doch immer weiter gelesen und es hat sich gelohnt. Anfangs war mir der Ton einfach zu flapsig. Kurze Passagen und möglichst irgendwo ein Gag reingebastelt. Grade ist Rahel aus dem Koma erwacht und reißt schon wieder Sprüche. Ja gut, dass ist ihre Art mit der Situation umzugehen, ich fand es aber trotzdem anstrengend. zum Glück wird es irgendwann besser weshalb ich eine positive Bewertung aussprechen kann. Letztendlich fand ich Rahel dann doch ganz sympathisch. Ich hätte mir gewünscht, dass das Eichhörnchen von Klappentext und Cover eine größere Rolle spielt. Ansonsten ist das ganze aber eine recht solide Geschichte und hat die meiste Zeit über Spaß gemacht zu lesen.

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Breites Spektrum an Gefühlen Rahel wacht aus dem Koma auf und versteht zunächst überhaupt nicht, was passiert ist. Von diesem ersten Moment an habe ich mit ihr gelitten und gelacht, konnte mich in sie hineinversetzen und habe mich mit ihr ins Leben zurück gekämpft. Der Zustand zwischen ungläubigem Staunen, Schmerz, Angst, den Begegnungen mit winkenden Eichhörnchen und dem Aufeinandertreffen mit Familie und Ärzten sowie Schwestern ist einfach schonungslos und toll erzählt. Auch die Sorgen, das Mitleiden und die Hilflosigkeit der Eltern finde ich toll dargestellt. Plötzlich muss Rahel ihr Leben neu überdenken, nachdem alles Unwichtige keinen Platz mehr hat. Bei aller Ernsthaftigkeit bleiben aber auch Hoffnung und Humor nicht auf der Strecke. Ein tolles, bewegendes Buch, das zeigt, dass so etwas jedem zu jeder Zeit passieren kann, dass man an Schicksalsschlägen auch wachsen kann und dass alles mit einer Prise Humor besser zu ertragen ist.

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Sehr guter Roman mit wirklich tollen Dialogen. Weit entfernt von dem typischen Promigeschreibe. Der starke Impact der Story liegt in der raffinierten Erzählweise. Die erzählerische Pointe ist sehr stark und geschickt gesetzt. Das Ende evtl. etwas zu lang geraten. Insgesamt ein unbedingt empfehlenswertes Buch.

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Ich habe das Buch von der ersten Seite an verschlungen und in kürzester Zeit gelesen. Am liebsten würde ich jetzt sofort wissen, wie es mit Rahel weitergeht. Ein ganz tolles Buch, dass ich auf jeden Fall weiterempfehlen werde.

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Ein sehr ansprechendes Cover, die Inhaltsangabe hat mich jedoch nicht begeistern können, diese klang für mich zu weit hergeholt. Da dieses Buch aber auf diversen Plattformen gehyped wurde, wollte ich es auch gern lesen. Ich wurde positiv überrascht, hier laß ich ein wundervolles gefühlvoll geschriebenes Buch, welches mich tatsächlich stark berührte, allerdings nicht nur von düsteren Gefühlen, nein auch von positiven, heiteren Emotionen bekommt man hier eine Menge geliefert. Ein erstklassiger Roman!

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Hype, Hype, Hype – aber um was? Schauspieler, Regisseure, Drehbuchautoren, Autoren, Buchhändler. Alle spielen verrückt. Was ist passiert? Anika Decker ist passiert! Die Drehbuchautorin und Regisseurin Anika Decker veröffentlichte im Juli 2019 ihren Roman „Wir von der anderen Seite“. Das Cover ziert ein kleines, quirlig buntes Eichhörnchen. Im kleinen und überraschend kompaktem Hardcover-Format, welches #ohnefolie verkauft wird, lädt es quasi dazu ein, geöffnet und angelesen zu werden. Nach einem Blick auf die Rückseite und ins erste Kapitel ist meine Entscheidung gefallen: Das. Muss. Ich. Lesen. Vor der Lektüre hätte ich niemals gedacht, dass der Inhalt derart persönlich und gefühlvoll werden könnte. Es scheint häufig, als ob die Hauptfigur Rahel in Wahrheit Anika sei, nur eine falsche Haut übergezogen hat. Die Autorin betont, dass dem nicht so sei. Dennoch steckt viel Recherche in eigenen Krankenhausordnern in dem Buch, was ihm eine ehrliche, greifbare Seite verleiht. Manchmal etwas überzogen, auf die komödienhafte Spitze getrieben, klang es realitätsfern. Wahrscheinlich steckt selbst da eine feste Absicht hinter. Wem ist das denn überhaupt schon einmal passiert, dass man dem Tod so nahekommt? Ich wage zu vermuten, dass die wenigsten in so eine Extremsituation kamen. Und gerade aus diesem Grund zieht es so viele Leser an: Es ist ein Einblick auf eine andere Seite, auf das was passieren kann, aber mit dem man womöglich nie gerechnet hätte. Solch ein Buch ist mir noch nie untergekommen. Der Schreibstil von Anika Decker ist so dermaßen witzig, dass ich mehrere Male laut auflachen musste, wenn zum Beispiel beschrieben wird, dass Rahel sich wie Mr. Burns fühlt. Ihr Talent als Drehbuchautorin und Regisseurin diverser deutscher Komödien kommt ihr hier zu gute. Ihr Humor wird nicht auf der großen Leinwand laut ausgesprochen, keine Bilder, die dazu geliefert werden und trotzdem verliert er nicht an Wirkung. Danke Anika Decker, dass ich einen so persönlichen Einblick haben durfte, in das, was in deinem Autorenkopf vorgeht, aber auch womit du jahrelang zu kämpfen hattest. Auf eine amüsante Art brachtest du mir als Leser bei, wie man als Betroffener mit Veränderungen im Leben umgeht oder solchen Menschen im Umfeld zur Seite stehen kann.

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So wahnsinnige Geschichten kann nur das wahre Leben schreiben, das Romandebut von Anika Deker liest sich extrem spannend. Sprachlos las ich die “Odyssee“ durch Krankenhäuser, zitterte bei den anstehenden Untersuchungen, war fasziniert vom Wortwitz und Galgenhumor Rahels und überwältigt vom Zusammenhalt ihrer Familie und fieberte und haderte mit der Protagonistin. Berührend, überwältigend, geil (wie Rahels Mutter sagen würde)

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Als Rahel erwacht, weiß sie nicht, wo sie sich befindet. Ihr Gefühl sagt ihr aber, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Bald begreift sie, dass sie auf der Intensivstation liegt und gerade aus dem Koma aufgewacht ist. Doch wie ist sie dort hingekommen? Und wie kommt sie mit ihrer neuen Realität zurecht? Eigentlich ist Rahels Geschichte unglaublich tragisch. Doch Anika Decker erzählt sie mit einer Leichtigkeit und mit viel Humor, so dass sich der Leser immer wieder beim Schmunzeln ertappt. Und ausserdem fühlt man mit Rahel mit: ist mit ihr verwirrt, ärgert sich über so manchen Arzt, verzweifelt am Gesundheitssystem und schöpft auch immer wieder neue Hoffnung. Ein ungewöhnliches Lesevergnügen

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Diesen Roman habe ich als Hörbuch gehört, beeindruckend gelesen von Katja Riemann. Es ist ein Buch, dass mir schwer fällt, es zu rezensieren - bitte lesen sie trotzdem weiter! Die Geschichte ist so lebensecht, so lebensnah, dass es sich eher wie ein Erfahrungsbericht anhört denn ein Roman. Vom Thema her ein eher schwieriges: Rahel wacht nach einem künstlichen Koma auf und liegt auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Ihr fehlt die Erinnerung an das, was geschehen ist und auch für einige wichtige Ereignisse ihres Lebens davor. Sie kann nichts mehr alleine, halluziniert, sieht winkende Eichhörnchen, hat Albträume der übelsten Art und hat Fragen über Fragen. Sie gerät in einen Krankenhausalltag, der oft zu wünschen übrig lässt, erfährt allerdings auch viel Hilfsbereitschaft und ganz viel Liebe von ihrer Familie. Nur ganz, ganz langsam kämpft sie sich ins Leben zurück. Also, ein ernstes Thema! Doch die Art von Anika Decker zu schreiben, mit so viel Humor - oft auch Galgenhumor - so unbarmherzig offen, so empathisch macht aus diesem Thema eine Geschichte, die ich nur Jedem ans Herz legen möchte. Lesen sie dieses Buch, oder besser noch, hören sie diese Buch! Katja Riemann ist umwerfend gut. Ich kann nur sagen, dass mich diese Geschichte ganz tief berührt hat, ich habe Tränen gelacht und geweint - ungelogen!

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Schon lange habe ich ein Buch nicht mehr so gerne gelesen wie "Wir von der anderen Seite". Ein Grund ist auf alle Fälle der angenehm flüssig zu lesende Schreibstil von Anika Decker. Obwohl es ja wirklich um kein schönes Thema geht gelang es der Autorin so oft, mir ein Lächeln oder ein Lachen ins Gesicht zu zaubern. Auch wenn wirklich unangenehme Dinge wie körperliche Versehrtheit, Koma, Tod und Lebenskampf angesprochen sind ist es ein Wohlfühl- und Mutmachbuch! Ich bin restlos begeistert und werde es gerne weiter empfehlen.

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Rahel Wald erwacht und muss mitansehen, wie ein abgemagerter und knochiger Körper gewaschen wird. Als sie sich angeekelt wegdrehen will, begreift sie, dass es ihr Körper ist, der gerade von einer Pflegekraft mit einem Waschlappen bearbeitet wird. Extrem langsam reihen sich Bruchstücke der letzten Zeit aneinander; Rahel hatte aufgrund eines Ärztefehlers ein Multiorganversagen, lag im Koma und gehört zu den wenigen Patienten, die so etwas gut überstanden haben. „Gut“ – das ist allerdings nur die Meinung ihrer liebenswert chaotischen Familie, denn Rahel fühlt sich alles andere als gut; sie bekommt in ihrem Krankenzimmer regelmäßig Besuch von einem winkenden und tanzenden Eichhörnchen, ihr Lebensgefährte ist irgendwie komisch drauf und ihr Körper ist auch nicht mehr das, was er einmal war… Rahel erkämpft sich den Weg zurück ins Leben und in ihre Unabhängigkeit. Über das Thema ließe sich ein weiterer langweiliger Roman über eine „starke Frau“ auf einem Selbstfindungstrip schreiben, doch Anika Decker hat diesen Stoff so humorvoll umgesetzt, dass man trotz des eigentlich traurigen Themas das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommt. Der Stoff wird so realistisch erzählt, dass man beim Lesen alle Figuren vor sich sehen kann und schnell ahnt, dass die Autorin eigene Erfahrungen mit Koma, Klinik und Ärzten eingebracht hat. 2010 ist ihr genau das passiert, was nun Rahel im Roman zustößt. Zufälligerweise hat Rahel auch denselben Beruf wie Anika und so bekommt man nebenbei noch einen kleinen Einblick, wie es bei einer Drehbuchautorin so zugeht. Selten habe ich mich bei einem Roman so amüsiert, wie bei „Wir von der anderen Seite“. Anika Decker trifft genau meinen Humor und ich hoffe, dass dieses Buch nur das erste von vielen weiteren Büchern sein wird. Danke für dieses intensive, traurige, urkomische und absolut unterhaltsame Leseabenteuer.

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Ein empfehlenswertes Buch! Mir hat das Buch gut gefallen und obwohl es um das Thema Krankheit und Tod geht, war es teilweise humorvoll geschrieben. Ich habe mit der Protagonistin mitgefiebert, habe sie regelrecht bei ihren Untersuchungen und Behandlungen begleitet und mit ihr auf positive Befunde gehofft. Ich stelle es mir sehr schlimm vor, wenn man aus einem Koma erwacht und nichts mehr ist wie vorher. Wie man kämpfen muss, um wieder zurück ins Leben zu finden. Aber schön ist es, wenn man dann eine Familie hat wie Rahel, die sich kümmern und auch da sind, wenn man sie braucht.. Ich empfehle das Buch gerne weiter und möchte mich beim Verlag und auch bei NetGalley recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken!

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Mit soviel Ironie und Wortwitz nimmt uns Anika Decker mit auf die andere Seite: die Seite der Kranken, Krankenhäuser, Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Angst, Unverständnis, Dramen, Gefühle...und schildert den Weg einer Krankheit, einer Familie und einer Liebe. Bei einem so ernsten Thema so viele Lacher parat zu haben, wie sie in diesem Buch vorkommen ist schon bemerkenswert. Toll geschrieben!!

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Rahel wacht aus dem Koma auf und sie weiß nicht wo sie ist. Warum gucken Schläuche aus ihr raus und wie kommt sie hier her? Ihre Erinnerungen sind verschwommen. Von nun an ändert sich ihr Leben grundlegend, denn Rahel ist wirklich krank. Doch so hatte sie sich das nicht vorgestellt. Niemand, bis auf diejenigen die selbst schon auf der anderen Seite waren, können verstehen wie es ihr wirklich geht. Trotzdem hält ihre Familie zu ihr und versucht das Beste aus der Situation zu machen, während Rahel versucht zu leben und wieder in ihren Alltag zurückkehren zu dürfen. Dieses Buch ist ein Mutmachbuch, denn unsere Protagonistin erlebt in ihrem Krankheitsverlauf ähnliches wie die Autorin und wir erleben wie sich Rahel zurück ins Leben kämpft. Nach so langer Krankheit ist ihre Karriere und ihre Beziehung in Gefahr. Doch auf ihre Familie kann sie sich immer verlassen sie steht die ganze Zeit an ihrer Seite und stärkt ihr den Rücken. Das Thema des Buches ist ein ernstes Thema Tod und Krankheit machen den meisten Menschen Angst und es ist angenehm mit wie viel Humor Anika Decker sich diesen Themen widmet. Auch der Schreibstil lässt sich sehr angenehm lesen. Einige Stellen haben sich ein wenig gezogen, aber eine Heilung zieht sich auch und so ist es okay. Leseempfehlung. Ich habe das Buch von netGalley bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.

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Ich war ja sehr skeptisch aber ich wurde eines besseren belehrt. Zuerst dachte ich, naja ein Buch über Krankheit, will ich das überhaupt lesen ? Aber der Schreibstil ist einfach umwerfend und man kann gar nicht mehr aufhören. Ein super Buch.

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Anika Decker ist hier eine wirklich zauberhafte, emotionale, traurige, nachdenklich stimmende, Geschichte gelungen. Ehrlich gesagt, ist das Cover im Nachhinein zwar sehr passend, allerdings hat es mich überhaupt nicht angesprochen. Zum Glück habe ich mich davon nicht abhalten lassen! Rahel lag nach einer Sepsis mit multiplem Organversagen im künstlichen Koma und kämpft sich langsam wieder zurück ins Leben. Und genau darum geht es in der Geschichte. Nicht um die Krankheit, sondern darum, wie Rahel sich im Alltag wiederfindet. Rahel muss mit der ständigen Angst leben, dass ihr Herz vielleicht nie wieder richtig arbeiten wird. Sie muss sich im Arbeitsleben beweisen, obwohl sie eine erfolgreiche Drehbuchautorin war. Sie ist dem Mitleid von fremden Leuten ausgesetzt, wenn sie erzählt, was ihr für Stolpersteine in den Weg gelegt werden. Hilfe bekommt sie nur von ihren Eltern und ihrem Bruder, der extra aus den USA angereist ist. Zusätzlich zu den Schwierigkeiten, die sich auftun, verhält sich auch ihr Freund sehr merkwürdig. Die Darstellung der Charaktere fand ich sehr gelungen. Einige empfinden das Buch als zu humorvoll für ein so ernstes Thema, aber jeder geht nun einmal anders mit solch einem Schicksalsschlag um. Rahel kann nicht anders, als alles mit einer Portion Humor zu würzen. Dazu muss man sagen, dass Rahels Geschichte im Wesentlichen mit der der Autorin übereinstimmt, und vielleicht ist dies einfach ihre Art, diese Zeit zu verarbeiten. Mir hat es sehr gut gefallen., wie die Autorin – die übrigens die Drehbuchautorin von z.B. Keinohrhasen ist – Rahels Gefühle wiedergegeben hat. Oft habe ich beim Lesen zwischen Lachen und Weinen geschwankt, wollte mich an Rahels Bett setzen und ihr das Gefühl geben, nicht alleine zu sein. Sie ist eine durchweg sympathische und realistische Protagonistin. Der Kevster und Rahels Mutter haben mir übrigens auch sehr gut gefallen, und ich habe mich für Rahel gefreut, dass sie solch positive Menschen an ihrer Seite hat. Alles in allem kann ich guten Gewissens eine Leseempfehlung für dieses Highlight aussprechen. Mit viel Charme kann die Protagonistin Rahel trotz ihrer schwierigen Situation über sich lachen und das sollten wir alle viel öfter!

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