Ich bin Circe

Roman

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Erscheinungstermin 30.08.2019 | Archivierungsdatum 29.02.2020

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Zum Inhalt

UNSTERBLICH. UNVOLLKOMMEN. UNBEZÄHMBAR.

"Eine mutige und rebellische Neuerzählung der Göttinnengeschichte" New York Times

Der Welt-Bestseller endlich auf Deutsch

New-York-Times-Bestseller #1

Sunday-Times Bestseller

Buch des Jahres bei Time Magazine, Times Literary Supplement, Washington Post, Daily Telegraph, Guardian, Irish Times, Scotsman, Sunday Telegraph

Must-Read-Book des Jahres bei Guardian, Mail on Sunday, Sunday Express und Stylist

Gewinner des Big Book Award der englischen ELLE

Shortlist für den Waterstones Book of The Year 2018

Goodreads Choice Award Winner

Autorin ausgezeichnet mit dem Orange Prize for Fiction

Filmrechte hochkarätig verkauft 

Wir denken, schon alles zu wissen über Circe: Bei Homer verliebt sie sich in Odysseus und verwandelt seine Männer in Schweine. Und doch gibt es ein Davor und ein Danach im Leben dieser Göttin, das sie zu einer der faszinierendsten und komplexesten weiblichen Figuren der klassischen Mythologie macht. Circe ist Tochter des mächtigen Sonnengotts Helios und der Nymphe Perse, doch sie ist ganz anders als ihre göttlichen Geschwister. Ihre Stimme klingt wie die einer Sterblichen, sie hat einen schwierigen Charakter und ein unabhängiges Temperament; sie ist empfänglich für das Leid der Menschen und fühlt sich in deren Gesellschaft wohler als bei den Göttern. Als sie wegen dieser Eigenschaften auf eine einsame Insel verbannt wird, kämpft sie alleine weiter. Sie studiert die Magie der Pflanzen, lernt wilde Tiere zu zähmen und wird zu einer mächtigen Zauberin. Vor allem aber ist Circe eine leidenschaftliche Frau: Liebe, Freundschaft, Rivalität, Angst, Zorn und Sehnsucht begleiten sie, als sie Daidalos, dem Minotauros, dem Ungeheuer Scylla, der tragischen Medea, dem klugen Odysseus und schließlich auch der geheimnisvollen Penelope begegnet. Am Ende muss sie sich als Magierin, liebende Frau und Mutter ein für alle Mal entscheiden, ob sie zu den Göttern gehören will, von denen sie abstammt, oder zu den Menschen – die sie lieben gelernt hat.

"Dieses Buch ist göttlich. Ich war ganz traurig, als es zu Ende war. Große Leseempfehlung!" Gwyneth Paltrow

"Einfühlsam und überraschend modern." The Times

"Außerordentlich fesselnd." ELLE

"Ein fabelhafter Roman – vermutlich das beste Kompliment, das ein Mythos bekommen kann." The Daily Telegraph

"Eine großartige Liebesgeschichte." The Guardian

"Vergnüglich und leicht zu lesen." The Observer

UNSTERBLICH. UNVOLLKOMMEN. UNBEZÄHMBAR.

"Eine mutige und rebellische Neuerzählung der Göttinnengeschichte" New York Times

Der Welt-Bestseller endlich auf Deutsch

New-York-Times-Bestseller #1

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AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783961610686
PREIS 24,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

"Ich bin Circe" ist die Nacherzählung der griechischen Odyssee aus der Sicht von Göttin Circe, die als Kräuterhexe in die Verbannung auf die Insel Aiaia geschickt wurde. Circe erlebt eine interessante Charakterentwicklung im Laufe der Jahrhunderte, in denen sie auf der Insel lebt, Gäste begrüßt, Liebschaften unterhält und einen Sohn gebärt. Für Fans der griechischen Mythologie ist wahrscheinlich besonders interessant, wie Circe immer wieder auf bekannte Helden, Götter und Titanen trifft. Am bekanntesten etwa Odysseus, aber auch Götterbote Hermes spielt eine große Rolle in der Geschichte um Circe. Ich muss gestehen, ich habe mich in meinem Leben so wenig wie möglich mit den griechischen Klassikern beschäftigt, mich aber doch gut unterhalten gefühlt durch diese Geschichte. Auch ohne große Teile des Kontextes der Geschichte zu kennen, fesselt die Geschichte und Circe als Person. Ihre Darstellung als starke, unabhängige Frau, die nur das zu tun pflegt, was sie als richtig und gerecht empfindet, ohne dabei eine Überlegenheit an den Tag zu legen, die andere Gottheiten bei jeder Gelegenheit herausstellen, hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt würde ich das Buch allen Menschen empfehlen, die sich entweder für griechische Mythologie interessieren oder auch einfach eine komplexe Fantasygeschichte suchen, die sie gut unterhält und fesselt. Darüber hinaus kann ich mir gut vorstellen, dass junge Erwachsene (etwa zwischen 18 und 25, die berüchtigten "New Adult" Leser) großen Gefallen an der Geschichte um Circe finden werden, insbesondere die Leser, die bereits mit den Büchern von Rick Riordan aufgewachsen sind!

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Einer der Titel auf den ich mich besonders gefreut habe und ich wurde nicht enttäuscht! Circe, von ihrem Vater Helios auf eine kleine Insel verbannt, entdeckt ihre magischen Kräfte und übt sich im Hexenwerk. Mit kleineren Zaubereien, bis hin zu kraftvollen Flüchen macht sie sich bald einen Namen. Auch über die Grenzen ihrer Insel hinaus. Von Zeit zu Zeit landen Menschen an ihrem Strand und sie lernt ihre Gesellschaft zu schätzen. So sehr, dass sie sich bald gegen ihre göttliche Familie auflehnt und riskiert alles zu verlieren. Auch ihren größten Schatz - ihren Sohn! Federleicht erzählt, hat mich die Geschichte um die junge Nymphe von der ersten Seite an gepackt. Eine starke Frau, die uns an ihrer Angst, ihrer Freude und ihren Gedanken teilhaben lässt.

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Ein wirklich zauberhaftes Buch, hier stimmt Verpackung und Inhalt. Die Story war wirklich gut und ließ sich wundetbar lesen. Ich war wirklich TRAURIG als ich es fertig gelesen habe. Ein Buch, welches man sicher nicht nur einmal ließt. Klare Leseempfehlung!

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Klasse Cover und klasse Buch. Sehr interessant geschrieben und so ganz anders, allerdings eben ein Buch das zum Verlag sehr gut passt. Eine spannende Geschichte, die die Geschichte ;) etwas näher bringt.

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Ich liebe die griechischen Sagen, auch wenn ich es nicht immer einfach fand mit den vielen Namen und diversen Verwandschaftsverhältnissen der ganzen Götter, Halbgötter und menschlichen Helden. Gerade in dieser Hinsicht ist „Ich bin Circe“ deutlich flüssiger zu lesen. Circe wird von ihrem Vater, dem Sonnengottes Helios, auf eine einsame Insel verbannt. Dort feilt sie an ihren Fähigkeiten als Kräuterhexe und lebt in Einklang mit den Tieren und der Natur. Im Laufe der Zeit bekommt sie Besuch von verstoßenen Nymphen, Göttern und Helden wie Odysseus. Besonders interessant ist, dass die Geschichte aus Circes Sicht erzählt wird und so leidet und bangt man mit ihr mit, erlebt ihre Einsamkeit, ihre Leidenschaft und ihre Zweifel. Jedem, der die Percy Jackson Bücher mag, wird auch dieses Buch lieben.

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Circe war mir durch die Reise des Odysseus bereits vage bekannt. Ich bin aber ohne genaue Erwartungen an das Buch herangegangen und habe nach den vorliegenden Rezensionen der englischen Originalausgabe eine eher ruhige Lebensgeschichte erwartet. Positiv wurde ich also überrascht, dass es trotz wenig Action und keines durchgehenden Spannungsbogens so eine fesselnde Geschichte war. Circe ist die Tochter eines Gottes, also eine Halbgöttin. Als solche besitzt sie magische Kräfte und kennt jede Art von Giften und Kräutern. Diese Fähigkeiten werden ihr anfangs schon mal zum Problem, wenn sie es bei den falschen Gelegenheiten zum Einsatz bringt. Das führt auch dazu, dass sie von der Familie verstoßen wird und schließlich auf einer Insel leben muss. Aber im Laufe der Jahrzehnte wird sie reifer und gewinnt eine innere Stärke und Weisheit, die ihrer Herkunft durchaus angemessen erscheint. Der Roman ist wirklich ungewöhnlich. Angefangen beim Cover, welches herrlich schlicht und altertümlich daherkommt. Über den Rhythmus der Geschichte, der es wagt, mehr als ein Menschenleben zu umfassen und einen Hauch von Ewigkeit und griechischer Mythologie mit sich bringt. Aber auch über den Grundton, der einfach von einer jungen Frau erzählt, die erwachsen wird und durch ihre Erfahrungen, auch mit den Menschen, zu einer starken, selbstbewussten, klugen Göttin wird. Ein ungewöhnliches Leseerlebnis.

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Ein großartiges Buch, das eine neue Perspektive auf die griechische Mythologie wirft. Erzählt aus der Sicht von Circe, Tochter des Helios und Geliebten von Odysseus, werden die Götter und Helden uns aus der Perspektive einer "der ihren" näher gebracht.

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Großartiges Buch! Der weibliche Gegenpart zu Odysseus und die griechische Männer/Mythenwelt. Toll und spannend erzählt. Man kommt gut mit den verschiedenen Charakteren klar und ich bin Fan von Circe!

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Dieser Roman taucht unglaublich tief in die griechische Mythologie ein und hat mich ob der starke Frauenfigur doch sehr stark an "Die Nebel von Avalon" erinnert. Die Ich-Erzählerin Circe, Tochter des Gottes Helios und einer Nymphe, wächst im Schatten ihrer Geschwister im Palast ihres Vaters auf, doch als ihre einzigartigen Kräfte erwachen, wird sie zu einer Bedrohung für die Olympier, und als sie in einem Anfall von Eifersucht ihre Kräfte missbraucht, wird sie auf eine einsame Insel verbannt, wo sie schlussendlich auf Odysseus treffen wird. Ich bin begeistert von der kraftvollen Sprache der Autorin, die Schauplätze und Figuren werden lebendig und erstehen in einzigartigen Farben vor dem inneren Auge auf.

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Die Geschichte von Circe aus dem griechischen Mythos neu erzählt. Ein durchweg spannendes und sehr fesselndes Portrait einer sehr starken Frau. Toll ist auch, dass so viele andere Figuren der grichischen Mythologie und deren Sagen ebenfalls erwähnt werden, z.B.: Prometheus, Medea, der Minitaurus, etc. Sehr gut und anspruchsvoll geschrieben.

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Das wunderschöne Cover von „Ich bin Circe“ hat meinen Blick auf sich gezogen und der Inhalt hat mich als großer Fan der griechischen Mythologie natürlich sofort angesprochen. Ich habe das Buch in meinem Urlaub in Griechenland gelesen und eine bessere Umgebung hätte es dafür gar nicht geben können. Für Kenner der griechischen Mythologie ist Circe keine Unbekannte. Ich habe von Circe gelesen und gehört, als ich vor Jahren Homers Odysee gelesen habe. Die Zauberin, die Männer „bezirzt“ und in Schweine verwandelt. Der listige Odyseus kann sich natürlich aus ihrem Bann befreien. Ich war gespannt, wie die Autorin Madeline Miller ihr Vorhaben umsetzt, Circe eine eigene Stimme zu geben. Anfangs hatte ich ein wenig mit der doch recht distanzierten Sprache zu kämpfen, mit der Circe über ihr Leben erzählt. Im Verlauf der Lektüre hat diese Distanz zur eigenen Lebensgeschichte für mich aber immer besser zu der Existenz als Göttin gepasst, da auch andere Geschichten aus dem griechischen Mythos in einer ähnlichen Tonlage erzählt werden. Es gelingt der Autorin ganz wunderbar Circe aus ihrer bekannten, aber eher eindimensionalen Rolle in der Odysee zu befreien und eine Figur „aus Fleisch und Blut“ mit zahlreichen Facetten zu zeichnen, die lacht, leidet, liebt, hasst, grausam und liebevoll sein kann. Circe wird verraten, verletzt, begeht Fehler und hungert nach Zuwendung. Sie ist Kind, Tochter, Geliebte, Mutter und Göttin und wird durch die Summe ihrer Erfahrung zu einer starken & selbstbewussten Frau. Sie ist uns Menschen in ihren emotionalen Bedürfnissen sehr ähnlich, aber doch auch wieder völlig anders als wir. In ihrer langen Existenz begegnet sie bekannten und weniger bekannten Figuren aus dem Kosmos der griechischen Mythologie und spielt mal mit mehr Absicht, mal eher unbeabsichtigt immer wieder eine entscheidende Rolle. Durch die distanzierte Erzählweise ist mir Circe emotional nicht ganz so nahe gekommen, wie ich mir das gewünscht hätte, aber in der Zusammenschau passt der Erzählton wirklich gut zum Buch. Mir hat das Buch gut gefallen und ich vergebe deshalb 4,5 Bewertungssterne! Ich danke dem Verlag von Herzen für das Rezensionsexemplar.

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Ich fand die Geschichte wunderbar! "Ich bin Circe" versammelt verschiedene antike Quellen zu einer Art Autobiographie der Circe, die einen weiblichen und vor allem auch menschlichen Blick auf Götter, Göttinnen und Helden wirft. Erinnert mich im Ton an die "widerständigen Reden widerständiger Frauen" von Christine Brückner - ein Lesevergnügen mit Nachhall.,

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Ein sehr interessantes und gut recherchiertes Buch über die Göttin Circe. Geschrieben als Roman, enthält es doch viele Begebenheiten oder Geschehnisse, die mit der Geschichte übereinstimmen, dadurch das die Geschichte so spannend und der Schreibstil sehr flüssig ist, habe ich es in einem durch gelesen. Klare Kaufempfehlung !

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Was für ein wundervolles Buch mit einer liebenswerten Hauptfigur! Ich mochte besonders den angenehm unaufdringlichen Schreibstil aus der Perspektive von Circe, die nach und nach auf viele bekannte Figuren aus der griechischen Mythologie trifft und diese zu hassen und lieben lernt. Schade, dass es nur knapp 400 Seiten waren.

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Auf den ersten Blick erscheint einem das Buch vielleicht etwas unscheinbar, da das Cover so schlicht gehalten ist, doch fängt man erst an zu lesen, entdeckt man die Komplexität, mit der das Buch konzipiert ist. Generell interessiere ich mich sehr für Mythologie, vor allem auch die griechische/römische. Deshalb fand ich es sehr interessant, von diesem Standpunkt aus die Geschichte von Circe zu betrachten. Der Roman ist wunderschön klar und literarisch geschrieben. Die Sätze lassen sich flüssig lesen und man ist direkt in der Story gefangen. Die Figuren sind, eben weil die meisten Götter sind, manchmal etwas unnahbar oder ihre Taten nicht nachvollziehbar, aber genau deshalb kann man Circe auch so gut verstehen. Sie ist eine starke Protagonistin, die man einfach lieben muss. Wie im Flug habe ich den Roman verschlungen und kann ihn nur empfehlen!

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Das Buch mit dem schönsten Cover des Leseherbstes hat mich gefesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Die von Madeline Miller "zum Leben erweckte" Circe bewegte mich sehr. Besonders intensiv empfand ich das tiefe Verlangen Circes um die Aufmerksamkeit ihres Vaters Helios und ihre stete Hoffnung, er möge sie wahrnehmen, sie behüten und ihr seine Liebe zeigen (zB S. 195 ff" Aber ich dachte, er müsse sich einfach blicken lassen, und sei es nur, um mir Vorwürfe zu machen. ... Niemand kam.") und Circes immerwährende Liebe zu den Sterblichen. Diese "Leidensgeschichte" der Circe zu lesen, war sehr kurzweilig und spannend für mich, weil alles eigentlich immer nur auf den Wunsch, bedingungslos geliebt zu werden, hinausläuft. Selbst als Circe Odysseus Sohn Telegonos unter unsäglichen Schmerzen gebiert, wird ihr dieser Wunsch nicht erfüllt, denn Telegonos ist ein wildes, ein freiheitsliebendes Kind, dem die Gefahr, die von Athene ausgeht, nicht bewußt ist. Seitenlänge könnte man über diesen wunderbaren Roman schwadronieren, aber eigentlich reicht ein Wort dazu: "LESEN!"

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In „Ich bin Circe“ wird die griechische Mythologie neu nacherzählt, dieses Mal aus der Sicht von Circe, Tochter des Helios. Die Geschichte beginnt in ihrer Kindheit und beginnt meiner Meinung nach erst mit der Entdeckung ihrer Kräfte. Durch diese wird sie auf die Einsame Insel verbannt und wird somit die weit über die Insel bekannte Hexe von Aiaia, wo sie ihr restliches Leben verbringen soll. Dort macht sie eine charakterliche Verwandlung durch, vom schüchternen Mädchen wird sie zu einer starken Selbstbewussten Frau, die Fremde bewirtet, welche auf ihrer Insel stranden, Liebschaften unterhält und sogar einen Sohn gebärt. Sie durchkreuzt des Öfteren die Vorhersehungen der großen Götter und zieht somit ihren Zorn auf sich. Sie schafft es aber immer wieder sich durchzusetzen. Die eigentliche Geschichte rund um das Leben von Circe fand ich echt super, aber das ganze drum herum fand ich eher langweilig und mir kam es manchmal so vor, als hätte man damit versucht die Geschichte künstlich in die Länge zu ziehen. Vieles war für mich uninteressant in der Verbindung mit Circe und trug auch nichts zu ihrer Entwicklung bei. Der Schreibstil war für mich in Ordnung, klar durch die ganzen griechischen Namen und Städten war es nicht so flüssig zu lesen, aber das gab sich mit der Zeit und ich fand gut in die Story rund um die Insel Aiaia und die Götter hinein. Manche Wendungen waren für mich vorauszusehen, aber wiederum andere kamen völlig unvorhergesehen und das hat mir echt gut gefallen, dass ich nicht von Anfang wusste, wie die Geschichte ändern wird. Alles in allem fand ich das Buch aber trotzdem aber trotzdem lesenswert und ich denke für Fans der griechischen Mythologie ist das ein gutes neues Buch oder aber auch für diejenigen die gerne komplexe Fantasy Geschichten lesen.

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Circe, Tochter des Helios, wird wegen Ungehorsams verbannt. Doch das Exil schärft ihre Fähigkeiten und ihren Blick für das, was wirklich wichtig ist. Griechische Mythologie rocks!!

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Es ist schwer, treffende Worte zu finden für ein so besonderes Buch, das eventuell mein Jahreshighlight werden könnte – Madeline Miller hat mich mit ihrem wundervollen Roman komplett becirct. :-)) Schon der besondere Ort, an dem die Handlung einsetzt – der von Nymphen bevölkerte, wasserdurchflutete Palast des Titanen Okeanos – und seine Atmosphäre stellen ein ganz ungewöhnliches Setting für einen Roman dar und haben mich sofort gefangen genommen. Doch Circe ist keine gewöhnliche Nymphe. Was sie ist (und wofür es bei ihrer Geburt noch kein Wort gibt), wird zunächst nicht offengelegt. Stattdessen begegnet man einer jungen, rangniedrigen und nicht besonders wirkmächtigen, dennoch sensiblen und intelligenten Göttin mit gelben Augen und einer kratzig-schwächlichen Stimme, deren Mutter von Geburt an mit ihr unzufrieden ist und deren Vater ihr bestenfalls mit Gleichgültigkeit begegnet, ist sie doch nur eins von Dutzenden an Kindern. Dennoch sucht Circe lange nach der Nähe und dem Wohlwollen ihrer sie stets nur abweisenden und demütigenden Familie, bis sie zu verstehen beginnt, dass sie als Außenseiterin ihren eigenen Weg gehen muss. Aus der Begegnung mit Prometheus, einem – wenn auch ungleich mächtigeren – Seelenverwandten, der grausam bestraft wird, weil er den Sterblichen geholfen hat, schöpft sie erstmals die Kraft, sich von ihrem destruktiven Umfeld zu distanzieren. Doch auch Circe wird für ihren Ungehorsam und das Austesten ihrer Zauberkräfte büßen müssen… Mehr möchte ich über die Handlung jetzt nicht verraten und auch allen LeserInnen des Romans empfehlen, die eventuell vorhandenen eigenen Bildungslücken bezüglich der Götter- und Heldengeschichten des antiken Griechenlands nicht noch schnell bei Wikipedia zu schließen, sondern damit bis nach der Lektüre des Romans zu warten. Man würde sich, falls man nicht ohnehin schon ExpertIn für diese Themen ist, viel Spannung rauben. Außerdem ist es unnötig: die Autorin, von Haus aus Altphilologin, erweckt die griechischen Gottheiten und Helden gekonnter neu zum Leben, als das zumindest bei mir jedes Sachbuch vermocht hätte. Man begegnet olympischen und vorolympischen Gottheiten wie Helios, Athene, Medea und Hermes, menschlichen Helden wie Odysseus, Daidalos und Ikarus sowie HalbgöttInnen wie Ariadne, um hier nur einige wichtige Namen zu nennen. Ich habe mich seit meiner frühen Jugend nicht mehr intensiv mit der antiken Götterwelt beschäftigt und viele Erinnerungen waren nebulös, doch Madeline Miller ist es meisterhaft gelungen, diesen Figuren Seele und Charakter einzuhauchen. Dabei hält sie sich an die mythologischen Vorlagen, setzt aber durchaus ihre eigenen Schwerpunkte und Interpretationsrichtungen. Mit allen psychologischen Raffinessen werden die nicht immer ehrenhaften Figuren analysiert, dekonstruiert und dabei Götter- und Heldengeschichten neu zusammengesetzt. Besonders interessant fand ich die Perspektivwechsel: Eine Figur wie Circe, die sich in den mir aus meiner Kindheit und frühen Jugend bekannten Darstellungen nur am Rande des Geschehens bewegte oder eine Episode in der Geschichte eines bestimmten Helden darstellte, steht nun im Mittelpunkt, und wer sonst die zentrale Figur von Heldengeschichten abgab, ist nun teilweise nur noch eine Episode wert. Wie hier das Geschehen in einem einzigen chronologischen Erzählstrang aus der Sicht der tief reflektierten und selbstkritischen Ich-Erzählerin Circe dargestellt wird, hat mir überaus gut gefallen. Ihren Gedanken, Emotionen und seelischen Höhenflügen wie Abgründen konnte ich mühelos folgen und ihre persönlichen Entwicklungen und biografischen Wendepunkte werden mit atemberaubender Spannung und Intensität dargeboten. Es geht aber in diesem Roman nicht nur um das Wesen und emanzipatorische Werden der kleinen Nymphe hin zur mächtigen Göttin Circe in einem ihr oft feindlich gesinnten Umfeld, auch wenn dies als „Entwicklungsroman“ an sich schon spannend genug gewesen wäre. Vielmehr wird hier die olympische und vorolympische Hackordnung als allgemein gültiges Spiegelbild menschlicher Gesellschaften und ihrer oft willkürlichen und hintergründig vernetzten Gewalten entfaltet. Die scharfen Beobachtungen und bis ins letzte egoistische Motiv sezierten Verhältnisse in der antiken (Halb-)Götterwelt laden immer wieder zum Nachdenken über aktuelle private wie gesellschaftspolitische Verhältnisse und Verstrickungen ein. Menschliche Begierden z.B. nach Aufmerksamkeit und Macht werden gnadenlos aufgedeckt, aber auch Ängste und Hoffnungen, Lust und Liebe, eigenes und fremdes Glück und (dafür) Loslassenmüssen, Treue und Verrat, die oft schwierigen Verhältnisse von Kindern und ihren Eltern und sehr, sehr viel Mut und Hoffnung finden ihren Ort in dieser Geschichte. Dass dabei, vor allem gegen Ende des Buches, auch zahlreiche und zum Teil überraschende Reflexionen über Göttlichkeit und Sterblichkeit einfließen, ist angesichts der ProtagonistInnen aus beiden Welten durchaus naheliegend, bot aber auch mir als Leserin zahlreiche Momente des Nachdenkens über das Wesen von Tod und ewigem Leben – und die Überschreitung der Grenzen zwischen beidem. Bei alledem ist der Roman flüssig geschrieben, voll von pointierten Dialogen und stimmungsvollen Beschreibungen seiner Figuren, Orte und Handlungsverläufe. Beinahe jedes Kapitel stößt am Ende eine Tür auf, die eine verblüffende Wendung ins Geschehen bringt und im Folgekapitel entfaltet wird. So hat die Autorin bis zuletzt stets eine hohe Spannung und Erwartungshaltung bei mir aufrechterhalten, die auch niemals enttäuscht wurde – immer wieder fand ich die Entwicklungen überraschend, aber zugleich folgerichtig und stimmig. Ich habe den Reader sehr zufrieden zugeklappt, versöhnt mit Circe und ihrer Geschichte und nachdenklich, aber auch hoffnungsvoll, was den Zustand unserer heutigen Welt betrifft. Fazit: „Ich bin Circe“ war für mich ein rundum toller Roman, bei dem ich jede einzelne Seite genossen habe, der auch als Printbuch einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal bekommen wird und den ich mit Sicherheit noch oft zur Hand nehmen werde. Dem Eisele-Verlag danke ich sehr herzlich für das Rezensionsexemplar.

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Dieses Buch habe ich dank des hübschen Covers begonnen zu lesen. Ich wurde nicht enttäuscht! Die junge Circe wird von ihrem Vater, dem Titanen Helios, auf eine einsame Insel verbannt nachdem sie gegen ihre Familie aufbegehrt hat. Von da an begleitet man sie in ihrer Einsamkeit, im Aufeinandertreffen mit großen Persönlichkeiten in der Menschenwelt und entfremdeten Familienmitgliedern. Der rote Faden der Geschichte ist dabei Circes Entwicklung durch all diese Momente. Durch die leichtfüßige und ergreifende Sprache zieht es einen in den Strudel ihrer Gedankenwelt, die einen an einigen Stellen innehalten lässt. Aus ihrer Hilflosigkeit, Ängsten, Verzweiflung aber auch großen Freuden baut sie sich selbst neu auf, gewinnt zusehends an Stärke und entwickelt ihren eigenen Lebensweg. Das empfand ich als sehr inspirierend und das mythische Setting hat mir dabei großen Spaß bereitet. Eine aller wärmste Empfehlung, ich war traurig als es vorbei war freue mich aber es irgendwann erneut lesen zu können und ganz neue Dinge darin zu entdecken.

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Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt. Man liest so viel über die griechischen Götter- und Heldensagen doch dieses Buch zeigt tiefere Einblicke und man erfährt so manche Geschichte die sonst nicht zu Tage tritt. Die Autorin schafft ein beeindruckendes Frauenbild und zeigt uns deutlich wie kleine Entscheidungen bedeutende Einschnitte und Veränderungen hervorrufen können.

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Madeline Millers Debüt gehört nach wie vor zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und deswegen war ich unglaublich heiß auf ihren zweiten Roman. Dieser behandelt die griechische Titanin und Hexe Circe. Circe erzählt unter anderem Homers 'Odyssee' aus ihrer eigenen Sicht, Was unglaublich spannend und interessant war! Zusätzlich lernt man viel neues über die griechische Mythologie. Deswegen ist dieses Buch für jeden Percy Jackson Fan ein absolutes Muss! Mir hat es unglaublich gut gefallen und es könnte auch ein weiteres Jahreshighlight sein!

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Inhalt: Circe ist die Tochter des Sonnengottes Helios und der Nymphe Perse. Doch sie ist anders als deren andere Kinder. Sie hat die Stimme einer Sterblichen und einen schwierigen Charakter. Als Helios feststellt, dass sie Zauberkräfte hat, wird sie von ihm auf eine einsame Insel verbannt. Dort beschäftigt sie sich eingehend mit den sie umgebenden Pflanzen und wird eine mächtige Hexe. Immer wieder verirren sich andere Gestalten zu ihr auf die Insel. Hermes hält sie lang auf dem Laufenden, was in der Außenwelt passiert. Väter schicken ihre aufmüpfigen Töchter zu ihr. Männer stranden vor ihrer Insel usw. Auch Daidalos und Minotaurus begegnen wir. Und natürlich auch Odysseus und später dessen Frau und Sohn. Meinung: Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich mit der griechischen Mythologie nie wirklich beschäftigt habe. Nachdem ich aber schon einiges über "Ich bin Circe" gehört habe, war ich neugierig und wollte es ebenfalls lesen. Und ich freue mich über meine Entscheidung. Es war ein hervorragendes, flüssig zu lesendes und gut geschriebenes Buch. Die Autorin beschränkte sich auf die wichtigsten Namen und andere Götter wurden als Onkel oder Tanten bezeichnet. Auch gibt es am Ende des Buches ein Glossar, in dem alle vorkommenden Personen noch einmal kurz vorgestellt werden. Circe ist eine sehr interessante Persönlichkeit und ich finde ihre Entwicklung ganz enorm. Das Buch wird aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive erzählt. So kann man sich besonders gut in sie hineinversetzen, sich mit ihr freuen und mit ihr leiden., ihre Zweifel und ihre Einsamkeit spüren. Aber auch merkt man, dass sie stärker wird durch all ihre Erfahrungen und Erlebnisse und schlussendlich alles riskiert. Von Odysseus habe ich natürlich schon viel gehört, allerdings nur aus Erzählungen, ich habe nie etwas über ihn gelesen. So war es für mich sehr interessant, auch seine Geschichte hier zu lesen. Daidalus und Ikarus kennt man natürlich auch. Aber eigentlich konnte ich mich nur an den Ikarusflug erinnern. Die Geschichte davor und was mit Daidalus passiert ist, war mir entweder nicht bekannt oder ich habe es vergessen. Dieses Buch hat also zu meiner Allgemeinbildung beigetragen, war aber gleichzeitig so unterhaltsam, dass ich es in drei Tagen fertig gelesen habe. Fazit: Sehr zu empfehlendes Buch für Leser, die sich für die griechische Mythologie, starke Frauen oder einfach für eine gute Geschichte interessieren.

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Um dieses Buch zu bewerten, muss ich kurz erzählen, welche Erwartungen ich daran hatte: Ich hatte mir eher ein Jugendbuch à la "Percy Jackson" vorgestellt, mit leichtem Erzählstil und starken Charakteren. Was ich bekommen habe, war... nun ja: anders. In dem Fall meint "anders" aber nicht schlecht, denn "Ich bin Circe" ist in jedem Fall ein besonderes Buch. Bis jetzt kann ich zum Beispiel nicht erklären, wie das Buch mich trotz Fehlen von Cliffhangern, krassen Höhepunkten und atemraubender Spannung trotzdem so fesseln konnte. Das ist dann wohl die höhere Kunst der Unterhaltung. Doch fangen wir nochmal von vorn an: "Ich bin Circe" ist im Grunde die wahre Geschichte des Olymps und der Götter verpackt in einer unterhaltsamen Story mit der Hexe Circe als Protagonistin. Wer - wie ich - schon immer mal dieses komplizierte Götter-Konstrukt in ihrer wahren Form entwirrt haben wollte, der bekommt in "Ich bin Circe" zumindest schon mal einen guten ersten Eindruck davon, denn "Ich bin Circe" ist wie die unterhaltsame Geschichtsstunde, die man nie hatte. Das ist einerseits toll, weil man so viel an Wissen daraus mitnehmen kann, ohne dass es einen Lehrbuch-Charakter hat, doch dafür zahlt es den Preis, dass sich der Leser (oder vielleicht auch nur ich) nicht richtig mit der Protagonistin identifizieren konnte. Der Schreibstil ist so distanziert gehalten, dass ein richtiges Mitfühlen und Mitfiebern nicht stattfindet - vielleicht aber auch gar nicht gewünscht ist. Wie bereits gesagt hat mich "Ich bin Circe" trotz allem sehr gut unterhalten und war lehrreich noch dazu, doch so richtig gepackt hat mich die Geschichte nicht, weshalb ich sie allen empfehlen möchte, die sich für die wahre Geschichte der Götter und etwas gehobenere Literatur interessieren.

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Ich bin Circe ist die (Neu) Erzählung der klassischen Geschichte um die Göttin Circe, aus ihrer Sicht. Wie schon die Geschichte Penelopes von Margaret Atwood, so ist auch diese klassische griechische Sage endlich einmal aus der Sicht einer weiblichen Protagonistin erzählt. Aus meiner Sicht ist es auch durchaus mit Atwoods Buch vergleichbar, zumal ja Penelope in diesem Buch auch eine Rolle spielt. Wer Sagen liebt und moderne Vorstellungen von Geschlechterrollen hat, wird dieses Buch mögen. Zu Beginn dauert es etwas, bis man sich in den Kosmos hineingefunden hat (wenn man sich sonst nicht so viel mit Sagen beschäftigt zumindest), dann aber nimmt die Geschichte Fahrt auf und entwickelt sich interessant weiter. Besonders überzeugt die Entwicklung der Protagonistin, die als Göttin dafür jedoch auch mehrere hundert Jahre zur Verfügung hat. Für die eher laienhaften Kenner/innen der griechischen Sagenwelt gibt es ein ausführliches Personenregister am Ende des Buches, das auch noch einmal die allgemein bekannten Versionen der Geschichten um die Personen und Götter und Göttinnen darlegt.

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Eine großartige Neuerzählung, die ihrem Ursprung treu bleibt und dennoch eindrucksvoll und einfühlsam die Hintergründe einer starken Frauengestalt der griechischen Mythologie beleuchtet. Klug und kraftvoll und keinen Moment lang eintönig.

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Die Biografie einer Frau, die sich ihrer Stärke nach und nach erst bewusst wird, vor der Hintergrund der griechischen Mythologie -eine grandiose Idee. Götter und die Sagen, die sich um sie ranken, sind voller Intrigen, Machtgier und Kampf um Ruhm, Ehre und Einflussnahme. Die Circe, die die Autorin erschafft, bildet den Gegenpol, die im Laufe des Romans ihre wahre Bestimmung und Identität findet. Ein etwas anderer Frauentomanl einer starken, selbstbestimmten Persönlichkeit.

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Eine tolle "Nacherzählung" der Sage um die griechische Göttin Circe. Ein Buch, dass ich jederzeit gerne weiterempfehle!

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Die Autorin entführt uns in die Welt der griechischen Mythologie, mit ihren vielen Göttern und Helden rund um den Göttervater Zeus. Eine berühmte Gestalt ist Circe, die uns hier ihre Geschichte erzählt. Sie schildert, wie sie als ungeliebtes Kind im Hause ihres Vaters, des Gottes Helios, aufwächst, die Bestrafung Prometheus miterlebt und wie sie, nachdem sie selbst in Ungnade gefallen ist, auf die Insel Aiaia verbannt wird. Dort perfektioniert sie ihr Wissen um die Herstellung von Elixieren, die ihr zusammen mit Zauberkräften zu viel Macht verhelfen. Auf Kreta hilft sie mit bei der Geburt des Minotaurus, und lernt Daidalos kennen. Und natürlich Odysseus, der auf der Rückreise von Troja ihre Insel ansteuert und sich von ihr becircen lässt, nachdem sie seine Mannschaft in Schweine verwandelt hat. Die interessante Geschichte hat mir gut gefallen. Sie ist kurzweilig und unterhaltsam, in einem angenehmen Schreibstil geschrieben, und läßt den Leser in die Welt der Mythen und Sagen rund um die Götter und Heroen eintauchen, ohne dass Langeweile aufkommt. Ideal für jeden, der sich für antike Mythen interessiert, die die Taten von Helden besingen.

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Griechische Mythologie mal anders. 'Ich bin Circe' ist ein anderer Einblick in die Welt der Götter und Titanen. Erzählt aus der Perspektive der Göttin Circe, welche unter anderem aus Homers Odyssee bekannt ist. Ein toller Titel für alle Mythologie Fans auch für Fans von Percy Jackson, welche gerne ein bisschen mehr wollen.

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Eine wunderbare süffige Geschichte. Griechische Mythologie geschrieben aus der Sicht der Frauenfiguren. Trotz der antiken Figuren eine moderne Geschichte. Man kann kaum aufhören mit Lesen.

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Ich bin Circe Roman von Madeline Miller Eisele Verlag Dieser Roman beschreibt das Leben der Göttin Circe aus ihrer Sicht. Aus der Odyssè von Homer ist sie ja bekannt, aber diese Sicht auf ihr Leben ist etwas vollkommen Neues. Daraus entstehen total neue Sichtweisen auf das Leben der Götter, Halbgötter und Menschen . Und dies ist spannend, abwechslungsreich und sehr interessant. Das Leben, die Entwicklung von Circe, ihre Handlungsweisen und ihr Denken ziehen einen regelrecht in das Buch hinein, sodass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Mir hat es Spaß gemacht, Helden meine Jugendlektüre wieder neu zu entdecken, aber aus einem neuen, besonderen Blickwinkel. Eine unbedeutende Göttin, die Männer in Schweine verwandelt, entwickelt sich zu einer selbstbewussten Frau, die Männern die Stirn bietet und am Ende des Buches einen ganz mutigen Schritt geht. Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen. Unterhaltung im besten Sinne des Wortes!

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Griechische Mythologie einmal anders! Ein außergewöhnlicher Roman, der eine der Nebenfiguren der Odyssee zur Hauptperson macht, und so alles in einem etwas anderen Licht dastehen lässt. Circe, die ungeliebte Tochter des Titanen Helios und einer Nymphe, entwickelt sich vom stillen und devoten Mädchen zu einer stolzen Frau und mächtigen Hexe. Und das zu einer Zeit, in der der Frieden zwischen den Titanen und den neuen olympischen Göttern noch ganz frisch ist... Man trifft auf Daidalos, den Minotaurus, natürlich Odysseus und noch viele weitere Götter & Helden der Antike. Alles aus Sicht einer (später) starken und selbstbewussten Frau. Großartig!!

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Ich bin eigentlich auf das Buch gekommen weil es in anderen Sprachen bereits so erfolgreich war und ich so viele begeisterte Stimmen gehört hatte, dass ich mich selber überzeugen musste. Ich mag Bücher über die nordische oder griechische Mythologie sehr gerne und somit war es beschlossene Sache. Das Buch beginnt mit Circes Leben im Palast mit all ihren Brüdern, Cousinen und so weiter. Da hat ja wirklich jeder mit jedem etwas. Man kennt ja die Geschichten rund um Circe, die Frau, die Männer in Schweine verwandelte. Doch warum hat sie das getan? Und warum war sie auf der Insel? So sehr habe ich mich dann doch nie mit der ganzen Geschichte befasst. Doch es wird alles von Anfang bis Ende erzählt. Vieles, was nicht direkt Circe betrifft, wird gelegentlich durch Dialoge schnell erzählt. So ist es ziemlich viel, was man aufnehmen und verstehen muss. Meiner Meinung nach ein bisschen zu viel. Gelegentlich kam ich etwas durcheinander mit den Namen und Verwandtschaftsgraden. Doch im Großen und Ganzen ist es sowohl eine schöne Geschichte als auch ein bisschen ein Verständnis, was man für sie aufbaut. Man kann vieles nachvollziehen und sich gut in Circe einfühlen. Andersrum muss ich auch sagen, dass es immer erstaunlich ist, wozu Götter so fähig sind und welche langwierige Konsequenz so eine Handlung manchmal hat. Sowohl für andere Götter als auch für die Menschen. Circe trifft ziemlich viele Menschen, Götter und Halbgötter auf ihrer Insel und ihrem Abenteuer. Ich denke, da hat die Autorin vieles richtig gut kombiniert, da man immer wieder auf Personen trifft, die man aus Geschichten kennt und man gespannt wartet was passiert. Klasse gemacht. Fazit Insgesamt ist dieses Buch eine lehrreiche und detailliert erzählte Geschichte über Circe und die griechischen Sagen, kombiniert in einem Band. Und genau das ist auch das größte Manko - es ist unheimlich viel, was mir ein bisschen den Spaß nahm, da ich so viel aufnehmen und verstehen musste/wollte. 4/5 Punkte

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Eine neue Sicht auf bekannte Sagen Zum Inhalt: Die Zauberin Circe ist aus der Odyssee des Homer bekannt, hier ist sie die mächtige Hexe, die ein weiteres Hindernis, eine zusätzliche Ablenkung auf dem langen Weg nach Hause nach Ithaka. Hier kommt Circe nun zu Wort und erzählt ihre eigene Geschichte. Geboren als Tochter des Titanen Helios und der Nymphe Perse, fällt sie bei den Olympiern in Ungnade und wird auf die Insel Aiaia verbannt. Mit der Zeit entwickelt sie ihre eigenen Kräfte und obwohl sie in ihrem Exil für sich alleine ist, nimmt sie doch am Schicksal vieler Einfluss. Die Geschichte wird in der Ich-Form von Circe selbst erzählt und der Leser erlebt ihren Werdegang, von der ungeliebten Tochter, zur Verbannten, zur mächtigen Magierin mit. Sie erzählt sehr flüssig und in einem fesselnden Erzählkunst, so wie Circe langsam die Spiele der Götter mit- und gegeneinander und mit den Menschen durchschaut, lernt auch der Leser eine neue Seite der griechischen Götter und Sagen kennen. Durch ihre ausdrucksstarken und bildlichen Beschreibungen hat man beim Lesen die Landschaften und sagenhaften Charaktere vor Augen. Fast jeder wird die Odyssee oder Gustav Schwabs Sagen des klassischen Altertums kennen, hier erfährt der Leser eine andere Seite der ruhmreichen Helden und listenreicher Götter, hier werden neue Zusammenhänge aufgezeigt und die wahren Enden ihrer Geschichten erzählt und das alles aus der Sicht einer Frau, die lange Zeit zum Zuschauen verdammt war. Wer Lust hat auf eine neue Sicht auf die griechische Mythologie ist mit diesem Buch bestens beraten, hier werden die Helden- und Göttersagen auf eine moderne und rebellische Art und Weise neu erzählt, von einer Frau, die lange als männerbetörende Verführerin verschriene war. Ich danke dem Eisele Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Die griechische Mythologie ist und bleibt Faszination pur. Circe's Leben ist geprägt von Romantik, Blut, Hass und Feminismus. Lesenswert. *** Romantisch, blutig, lehrreich: Griechische Mythologie. Die Tochter des Sonnengotts Helios und der Nymphe Perse passt eher zu den sterblichen Menschen als in ihre Götter-Familie. Trotz ihrer Verbannung lässt sie sich nicht ihre Leidenschaft nehmen. Auf der Insel auf der sie ihre Verbannung ausharrt begegnet ihr auch Odysseus auf seinem Heimweg nach Ithaka nach dem Trojanischen Krieg. *** Coverliebe! Ich habe mich innerhalb von Sekunden für das Buch begeistern können aufgrund des Covers. Nach ein paar Goodreads Recherchen hatte ich den Verdacht dass hier etwas ganz großartiges auf uns wartet! Und jetzt sitze ich seit Mai auf dieser Rezension und würde sie so gerne schon in alle Richtungen brüllen. Aber da das Buch erst jetzt Ende August erscheint musste ich mich gedulden. Die ersten Seiten muss man sich erst mal in eine komplett neue Welt einfinden. Die griechische Mythologie lässt viel Spielraum und meine Fantasie als Leser musste ganz schön arbeiten ein stabiles Bild aufzubauen. Mir half es mich an den Film Troja zu erinnern. Die Kostüme und Schauplätze waren gute Stützen. Jedes Kapitel erzählt eine Geschichte in der Circe eine Rolle spielt. Und nicht selten kennt man diese Geschichten. Wer hat nicht schon von Prometheus gehört oder dem Minotaurus? Immer wieder ist mir aufgefallen dass ich die Namen kenne, nicht aber die detaillierte Geschichte. Wer tiefe Emotionen sucht ist hier fehl am Platz. Das Buch ist eher wie eine Filmische Dokumentation geschrieben, als ein Roman. Ich fand das großartig, denn irgendwie geht es ja um Geschichte. Falls nicht ganz klar ist was ich meine, 'Liebesszenen' sind abgehandelt mit den Worten: 'Sie hat ihn mit ihn ihr Bett genommen.' oder 'Nach ihrem Liebesspiel.' oder 'Sie fanden zueinander.' Erwartet also keine dramatischen Kussszenen in denen euch das Herz stehen bleibt. Ich hatte eine großartige Zeit mit dem Buch, auch wenn ich aufgrund der Dicke ab und an eine kleine Leseflaute hatte, wenn mich die Erzählung, welche ich gerade las, nicht so richtig packte.

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Die Autorin hat wirklich ein Händchen für die Themenwahl ihrer Bücher. Wir alle kennen die großen Göttergeschichten von Zeus, Athene, Poseidon und co. Aber mit Circe tritt eine ganz andere art von Göttin ins Rampenlicht. Sie ist ehrlich, gebrochen und einsam und ich hab mich einfach in sie verliebt.

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Ein ganz wunderbares Buch, das mich völlig in seinen Bann gezogen hat. Circe beginnt ihr Leben als geringste unter den Göttern, hässlich, ungeschickt und unbegabt. Vor allem jedoch hebt sie sich von ihnen durch ihre Fähigkeit zum Mitgefühl ab und durch ihre Sehnsucht nach Liebe statt Ruhm. Am Anfang ihrer Geschichte ist sie den Launen der mächtigeren Götter hilflos ausgeliefert, sie hat keinerlei Macht über ihr Schicksal und ihre Zuneigung wird von niemandem, dem sie sie anbietet, erwidert. Sobald sich herausstellt, dass sie doch nicht machtlos ist, wird sie auf eine Insel verbannt, auf der sie Jahrhunderte verbringen und in Kontakt mit Göttern und Sterblichen kommen wird, die es an ihre Ufer verschlägt. Über die Jahre findet sie zu sich selbst und widersetzt sich am Ende sogar den Göttern, indem sie die Macht über ihr eigenes Schicksal an sich reißt. Circe ist eine wunderbare Heldin, als Nichts geboren, von den Göttern verachtet und verstoßen, erkämpft sie sich durch schiere Willenskraft und Beharrlichkeit Zauberkräfte, denen am Ende sogar die Götter geschlagen geben müssen und ertrotzt sich so ein Leben, das ihren eigenen Vorstellungen entspricht. Dabei macht sie keinen Hehl aus ihren Schwächen und wird so eine facettenreiche Hauptfigur, in deren Geschichte man völlig eintaucht und die einen nicht loslässt. Mir gefiel besonders die langsame Entzauberung des Odysseus und die späte Freundschaft mit Penelope sowie die Erkenntnis, dass zur Hexenkunst nicht Göttlichkeit, sondern Willenskraft Voraussetzung sind. Auch wenn man die Mythen und Legenden bereits kennt, wird das Lesen nicht langweilig. Ich jedenfalls konnte das Buch nicht aus der Hand legen, nachdem ich einmal angefangen hatte.

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Für alle die keine Lust auf Einheitsbrei und Eintönigkeit haben! Klassik frisch und spritzig erzählt - Super!

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Dieses Buch ist mit eins der besten Bücher, die ich in den letzten Monaten gelesen habe. Dadurch bekommt die Göttin Circe ihre menschliche Seite, die ihr wohl immer lieber war als die göttliche. Wie ein Schmöker und ein Abenteuerroman in Einem!

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"Ich bin Circe" ist die Geschichte von Circe, der Tochter von dem Sonnengott Helios und der Nymphe Perse. Sie erzählt von ihrer Verbannung ins Exil und von den Ereignissen, die sie zu den Handlungen geführt haben, für die sie in der griechischen Mythologie bekannt ist. Circe ist ein komplexer Charakter voller Schwächen, was diese Geschichte extrem interessant zu lesen macht. Madeline Millers Schreibstil hat mich gepackt und an die Geschichte gefesselt und dafür gesorgt, dass mir Circe und ihre Lebensgeschichte für sehr lange Zeit im Gedächtnis bleiben wird.

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Ich bin kein Fan von griechischer Mythologie oder von Fantasy-Stoffen, aber dieses Buch habe ich verschlungen. Danke dafür!

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"Ich bin Circe" ist das erste Buch von Madeline Miller, das ich gelesen habe und ich bin sehr begeistert. Diese Frau kann so toll mit Sprache umgehen! Ihr Schreibstil ist wirklich sehr besonders und passt so gut zu der Geschichte von Circe. Miller erzählt die Sage von Circe auf ihre ganz eigene Weise. Circe ist eine Göttin der alten Griechen, die es in ihrem Leben alles andere als leicht hat. Unansehnlich und kratzbürstig wie sie ist, erfährt sie weder von ihren Eltern, ihren Geschwistern, noch von irgendwelchen anderen ihrer zahlreichen Verwandten Liebe, schlimmer noch, sie verhöhnen sie und trampeln auf ihr herum. Als ihre wahren Kräfte zutage treten, wird sie von ihrem Vater Helios auf eine einsame Insel verbannt - und findet dort ihre Bestimmung. Dieses Buch ist wirklich toll. Ich bin zwar in der griechischen Mythologie nicht wirklich bewandert (meine Kenntnisse beschränken sich auf ein paar Sagen, die damals im Lateinunterricht besprochen wurden), trotzdem hat das Buch einfach Spaß gemacht. Die Geschichte ist sehr langsam und trotzdem voller toller Momente. Die Autorin lässt einen die Einsamkeit und Verzweiflung von Circe richtig spüren. Sie wirft die Frage auf, ob ein unsterbliches Leben, in dem man all seine Liebsten überdauert, wirklich lebenswert ist. Mein Herz hat stellenweise sehr geblutet, wenn Circe wieder einmal einen Tiefschlag erlitten hat. Umso mehr freut man sich über die Entwicklung, die sie durchmacht, wie sie immer mehr zu einer ganz herausragenden Persönlichkeit wird, die erkennt, was im Leben tatsächlich zählt und so schlussendlich doch zu ihrem Glück findet (hoffe ich zumindest). Mir hat das Buch viel gegeben, ich fand es toll und einzigartig und fand die Idee, die griechische Mythologie für solch eine Geschichte heranzuziehen, wirklich grandios. Aufgrund von ein paar Längen im Buch, die das Lesen manchmal erschwert haben, kann ich zwar nicht die vollen 5 Sterne vergeben, 4,5 von 5 Sternen werden dieser schönen Geschichte aber wie ich finde völlig gerecht.

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Die meisten von uns kennen Circe wohl nur als Nebenfigur in der griechischen Mythologie, als Zauberin die Odysseus Gefährten in Schweine verwandelt und ihn mit Ratschlägen für die sichere Rückkehr nach Ithaka versorgt. Die amerikanische Autorin Madeline Miller rückt in ihrem zweiten Roman Circe – die Tochter des Sonnengottes Helios – ganz in den Mittelpunkt. Aus weiblicher Perspektive erzählt, wirken die alte Mythen plötzlich neu und frisch: Circe ist die ungebärdige Tochter des Sonnengottes Helios; eine Außenseiterin in der Götterwelt, die anfänglich wenig weiß über sich und ihre magischen Talente. Sie empfindet Mitleid mit den Sterblichen und hat wenig übrig für die Launenhaftigkeit und Selbstbezogenheit von Göttern und Titanen. Als sie endlich ihre Zauberkraft entdeckt und einsetzt, wird sie verbannt auf jene Insel Aiaia, auf die es viel später auch Odysseus verschlägt. Doch bis es zur Begegnung der beiden kommt, baut die Autorin geschickt verschiedene Erzählstränge ein, in denen Circes Verbindungen zu anderen Figuren der Mythen deutlich werden: zum Meeresungeheuer Skylla, zum Minotaurus auf Kreta, zur zauberkundigen Medea mit dem Goldenen Vlies. Wie sich Circe von einem naiven, gutgläubigen, oft missachteten und ausgegrenzten Mädchen in eine machtvolle Frau verwandelt, die ihre Ziele verfolgt und dabei lernt, ihre Macht heilsam zu gebrauchen und sich selbst nicht zu verlieren – das erzählt Madeline Miller sehr spannend, bilderreich und einfühlsam. Dass sie dabei einige vertraute Heldenfiguren und ihre Geschichten zwar nicht gänzlich abändert und umschreibt, aber dennoch gegen den Strich bürstet, trägt zum Lesevergnügen bei. Ein vielschichtiger Roman, der die Figuren, ihre Emotionalität und die Beweggründe ihres Handelns gekonnt ausleuchtet.

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Circe oder auch Kirke ist bekannt aus der Odyssee von Homer. Bisher habe ich sie nur mit Odysseus in Verbindung gebracht, der mit seinen Männern auf ihrer Insel gelandet ist und dort für einige Zeit blieb, bis er nach Ithaka weitergezogen ist. Madeline Miller füllt die Geschichte dieser Göttin mit Leben, begonnen mit ihrer Geburt als Tochter des Sonnengottes Helios und der Najade Perse. Sie wächst sich selbst überlassen in den prunkvollen Hallen ihres Vaters auf, mehr geduldet als geliebt, denn sie scheint keinerlei göttliches Talent zu besitzen und ist gestraft mit der Stimme einer Sterblichen. Sie sagt selbst über sich: „Ich war ein Nichts, ein Stein, ein Nymphenkind unter abertausend anderen.“ Die Autorin füllt die Welt der Götter mit Leben und macht sie fast menschlich, auch wenn dies das Letzte ist, was sie sein wollen. Circe ist anders. Sie fühlt echte Liebe und empfindet Mitgefühl, wobei ihr auch die niederen Gefühle wie Eifersucht nicht fremd sind, was der Mythos rund um Scylla mehr als deutlich macht. Schadenfreude und Sensationsgier sind die Würze eines endlosen Lebens als Gott. Die Götter haben nichts Gütiges oder Weises an sich. Nein, hier wird ein Bild von neidischen und eitlen Wesen gezeichnet, die abfällig auf die Menschen herabschauen. Allerdings wird dies in höchst unterhaltsamer Art und Weise beschrieben. Und so verwundert es nicht, dass Circes Familie davon ausgeht, dass es die schlimmste Bestrafung ist, Circe um ihre göttliche Gegenwart zu bringen, indem sie diese auf die Insel Aiaia verbannen. Doch die Götter täuschen sich, denn für Circe beginnt eine Zeit voller Zufriedenheit und Ruhe, bis die Einsamkeit sie einholt. Zu großen Teilen wirkt die Handlung wie ein Abenteuerroman, in welchem Circes Geschichte geschickt und mit viel künstlerischer Freiheit mit vielen Figuren aus der Odyssee und der Welt der griechischen Götter verknüpft wird, wie z.B. dem Minotaurus oder auch Daidalos. Dadurch wird die Lektüre sehr kurzweilig und der vergnügliche Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Sobald jedoch Odysseus in Circes Leben, wird die Handlung ruhiger und bleibt nach meinem Empfinden näher an den bekannten Mythen. Für mich gehört „Ich bin Circe“ zu meinen Highlights 2019! Der Schreibstil der Autorin und ihre kreative Fantasie, mit welcher sie die Mythen Griechenlands mit neuem Leben erfüllt, haben mich begeistert.

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EIn großartiger Roman aus der Sicht der Göttin Circe geschrieben. Wer Interesse an griechischer und römischer Mythologie hat, wird diesen Roman auf jeden Fall lieben. Es ist ein Fantasyroman der anderen Art, da er eben aus der Sicht einer Göttin geschrieben ist. Da sie unsterblich ist, verfolgt man ihm Roman ihr langes Leben und kann an all ihren Abenteuern aber eben auch an all ihren Gefühlen teilhaben. Packend geschrieben, spannend aber auch sehr gefühlvoll. Es war ein tolles Lesevergnügen.

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Circe, Tochter des Helios und einer Nymphe, die ihren Nachwuchs vor allem als Mittel zum Zweck ansieht, wird im Zuge göttlicher Politik geopfert und auf ein einsames Exil geschickt, wo sie erkennt, dass sie mehr Fähigkeiten besitzt, als sie bisher dachte. Ich muss zugeben, dass ich anfangs Probleme mit diesem Schreibstil hatte, aber das mag vor allem daran liegen, wie ungewohnt es ist, ursprünglich auf Englisch erschienene Texte auf Deutsch zu lesen. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase hörte ich endlich auf, mich zu fragen, wie diese oder jene Stelle wohl im Original formuliert sein mochten, und war in der Lage, mich auf die Handlung zu konzentrieren. Obwohl ich dachte, dass ich mich mit griechischer Mythologie einigermaßen auskenne, musste ich feststellen, dass ich von Circes persönlicher Geschichte nicht viel mehr wusste als Magierin, Insel, verwandelt Odysseus' Leute in Schweine. Auf der Insel wohnen Nymphen und sie ist recht eigenständig und versucht für sich zu bleiben - was bei dem olympischen Schmierentheater nicht schwer zu verstehen ist. Und ja, all diese Dinge finden sich in dem Buch wieder, aber noch so viel mehr. Anfangs war ich mir nicht sicher, was ich von der Protagonistin halten soll, denn einerseits habe ich ihre Handlungen verstanden, andererseits fand ich sie nervig, absurd naiv für einen absurd langen Zeitraum. Zum Glück für die Handlung und leider für die Person Circe wurde sie gezwungen, zu lernen, und was weiß ich schon von der geistigen Entwicklung einer griechischen Semigottheit? Der Kontrast zwischen der Zeit, die es braucht, bis ein göttlicher Nachkomme dem Säuglingsalter entwachsen und bis er schlussendlich geistig erwachsen ist, fiel sehr ins Auge. Das wird's wohl einfach sein, was mir merkwürdig vorkam. Sobald Circe auf Aiaia landet, und sie gezwungen war, aktiv zu werden anstatt sich hin und her werfen zu lassen weil außer ihr nur tierische Bewohner auf der Insel weilten, hat dieses Buch großen Spaß gemacht. Nun gut, vielleicht ist Spaß nicht der richtige Ausdruck, wir alle wissen, wie friedlich es vor allem für Frauen in der griechischen Mythologie zugeht. Sagen wir, ab dem Zeitpunkt hatte ich ein fesselndes Buch vor mir. Es war interessant, zu sehen wie Circe ihre Begabung für Zaubertränke entdeckt und herumexperimentiert, lernt, versucht, neugierig ist und auf ihre Intuition hört. Wie sie dazu steht, dass ihre Intuition nicht immer richtig lag, was aber nicht heißt, dass sie aus einer schief gegangenen Situation nicht lernen kann - was zeigt, wie weit sie als Person wächst, und sich von dem Wesen, das nur jammerte und selbst schlechtmachte, entfernte. Besonders spannend fand ich die wiederkehrenden Begegnungen mit Sterblichen, die von alten Erzählungen berichteten, die Circe wiederum in ihrem Tagebuch hätte nachlesen können, wenn sie ein solches geführt hätte. Ich würde gerne mehr von dieser Autorin lesen, und kann dieses Buch empfehlen wenn jemand mehr über griechische Mythologie wissen will, oder aber einfach Interesse an der Geschichte über eine selbstgelernte Hexe mit göttlichen Wurzeln in der Antike hat. Ich habe dieses Buch im Austausch für eine ehrliche Rezension erhalten. Werde diese Rezension am Erscheinungstag auf GR posten.

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Von ihrer Familie verstoßen, fristet die Götterstochter Circe ein Schattendasein. Auf der verzweifelten Suche nach Zuneigung begeht sie einen folgenschweren Fehler. Fortan wird sie dazu verdammt, auf einer einsamen Insel zu leben. Doch was anfangs wie eine Strafe schien, führt sie zu wahrer Größe. So groß war der Hype um dieses Buch. So groß, dass ich fast schon glaubte, es würde die Erwartungen nicht erfüllen können. Und wie so oft, wurde ich eines Besseren belehrt. Madeline Miller ist es auf einzigartige Art und Weise gelungen, die recht unspektakuläre Geschichte von Circe in eine moderne, fesselnde Form zu bringen und dabei die nicht immer klug handelnde Protagonistin sympathisch wirken zu lassen. Selbst die eintönigsten Szenen habe ich mit Freude verfolgt und gespannt jede weitere Seite umgeblättert. Vor allem deshalb, weil ich so unglaublich viel Neues über die Götter und ihre zahlreichen Beziehungen gelernt habe; und das ganz ohne Anstrengung. Denn der Schreibstil war eine perfekte Mischung aus dem damaligen Zeitgeschehen entsprechenden Formulierungen und lockerer Alltagssprache, wie wir sie heute verwenden. Etwas, wovon sich so mancher Geschichtslehrer eine Scheibe abschneiden könnte. Fazit: „Ich bin Circe“ ist in meinen Augen ein literarisches Kunstwerk, welches nicht weniger als die vollen 5 Sterne verdient. Jetzt werde ich mir wohl auch den Debutroman der Autorin zulegen.

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Dieser Roman hat mir ausgesprochen gut gefallen! Die Geschichte ist prallvoll mit Magie und Hexenkunst, mit Göttertreiben, Zauberei und Kräuterkunst. Circe ist die Tochter des Titanen und Sonnengottes Helios. Doch er hält sie für aus der Art geschlagen, weil sie kaum göttliche Fähigkeiten hat und eher ein mitfühlenden Wesen. Nach einem schlimmen Vergehen wird sie von ihm auf eine einsame Insel verbannt. Dort entdeckt Circe bald ihre eigenen besonderen Fähigkeiten als Hexe in der Magie und Kräuterkunde. Als Göttin ist sie unsterblich und genießt großen Respekt unter den Menschen - und ganz besonders die interessieren sie. Wie ist es, sterblich zu sein und irgendwann in der Unterwelt die wiederzusehen, denen man zu Lebzeiten verbunden war? Ihr als unsterblichen Göttin wird dieser Trost ja nie zuteil. Alle, die sie geliebt und überlebt hat sind für sie verloren und verschwunden. Dieser Roman ist ein bunter, lebendiger, brutaler und schonungsloser Götterreigen - weil Götter eben so sind! Toll! Noch einmal ein herzliches Dankeschön an den Verlag für das Leseexemplar.

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Das Cover von ‚Ich bin Circe‘ ist sehr vielversprechend, sehr schlicht und dennoch ist es ein Blickfang, der auf die griechische Mythologie schließen lässt. Der Anfang des Buches hat mir besonders gut gefallen. Hier war noch sehr viel spannende Abwechslung. Das Ende des Buches fand ich schleppend, es zog sich im Teil der Geburt Circes Sohnes in die Länge. Alles in allem war ‚Ich bin Circe‘ ein schönes, gutes und gut geschriebenes Buch. Besonders gut hat mir gefallen, dass viele griechische Heldengeschichten vereint werden. Sehr empfehlenswert für alle Mythologie Liebhaber.

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„Ich bin Circe“ ist eine Nacherzählung aus dem Leben der Göttin Circe, die aus der griechischen Mythologie bekannt ist. Circe ist die Tochter des Sonnengottes Helios, doch im Kreis anderer Götter ist sie nur eine Außenseiterin: Sie ist nicht so hübsch wie die anderen, ihre Stimme klingt seltsam und Kräfte besitzt sie auch keine. Circe fühlt sich oft zurück gewiesen und alleine. Die Zurückweisung führt sie jedoch auf einen Weg, der ihr zeigt was in ihr steckt, was sie besonders macht und lässt sie ihre eigene Stärke finden. Liebe, Rache, Reue, Entschlossenheit und Überzeugung machen die junge Frau aus und unterscheidet sie von ihren Familienmitglieder. Madeline Miller erzählt kraftvoll und atmosphärisch. Circes Ich-Perspektive gibt der Geschichte einen Sog, dem ich nur schwer entkommen konnte. Zudem ist es sehr interessant über die verschiedenen Charaktere zu lesen, die in Circes Leben treten und dort ihre Spuren hinterlassen: Daedalus und sein Sohn, Hermes oder auch Odysseus. Immer wieder tauchen Figuren aus der Mythologie auf, von denen ich schon gehört und nun wiedererkannt habe. „Ich bin Circe“ ist ein außergewöhnliches Buch, das einen tiefen Einblick in die griechische Mythologie gibt und vom Leben einer starken Frau erzählt. Mir hat es sehr gut gefallen!

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Ihr kennt Circe (Kirke)? Nein. Ihr habt Euch schon immer gefragt, wie die griechischen Götter alle zusamen hängen und von was eigentlich die Odyssee handelt? Ja Ihr mögt starke Frauenfiguren? Ja Dann ist dieses Buch genau das Richtige für Euch! Circe ist die Tochter des Sonnengottes Helios und Perses. Circe ist anders, sie ist eine Hexe und eckt oft an. Daher wird sie auf die Insel Aiaia verbannt. Dort lebt sie einsam und wird aber von verschiedenen Personen besucht, etwas vom Götterboten Hermes, von dem Künstler Daidalos (Vater des Ikarus), ihrer Nichte Medea und schließlich von Odysseus, dessen Männer sie in Schweine verwandelt und später mit ihm den Sohn Telegonos zeugt. All diese griechische Mythen werden unterhaltsam erzählt, so dass man wirklich viel lernt oder Lust hat dazu zu recherchieren (Zum Beispiel kommt das Wort bezirzen von Circe /Kirke/Zirze). Hinzukommt auch ein ausführliches Verzeichnis der Personen, wo man weitere Informationen findet. Und die Figur der Circe ist eigenständig, selbstbewusst, stark, aber auch verletzlich, was sie zu einer spannenden Figur macht und dank ihrer feministischen Ansätze gut in die aktuelle Zeit passt. Insgesamt also ein großes Lesevergnügen.

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Kurzbeschreibung / Klappentext: Circe ist Tochter des mächtigen Sonnengotts Helios und der Nymphe Perse, doch sie ist ganz anders als ihre göttlichen Geschwister. Ihre Stimme klingt wie die einer Sterblichen, sie hat einen schwierigen Charakter und ein unabhängiges Temperament; sie ist empfänglich für das Leid der Menschen und fühlt sich in deren Gesellschaft wohler als bei den Göttern. Als sie wegen dieser Eigenschaften auf eine einsame Insel verbannt wird, kämpft sie alleine weiter. Sie studiert die Magie der Pflanzen, lernt wilde Tiere zu zähmen und wird zu einer mächtigen Zauberin. Vor allem aber ist Circe eine leidenschaftliche Frau: Liebe, Freundschaft, Rivalität, Angst, Zorn und Sehnsucht begleiten sie, als sie Daidalos, dem Minotauros, dem Ungeheuer Scylla, der tragischen Medea, dem klugen Odysseus und schließlich auch der geheimnisvollen Penelope begegnet. Am Ende muss sie sich als Magierin, liebende Frau und Mutter ein für alle Mal entscheiden, ob sie zu den Göttern gehören will, von denen sie abstammt, oder zu den Menschen – die sie lieben gelernt hat. Meine Meinung: Ich bin ein großer Fan der griechischen Mythologie, somit musste ich dieses Buch selbstverständlich lesen. Ein weiterer Grund ist, dass über Circe bisher ziemlich wenig veröffentlicht wurde und meine Neugier daher groß war. In diesem Buch erfährt man auf sehr spannende und anschauliche Weise eine Menge über Circe, was man (zumindest ich) bisher noch nicht wusste und auch so nicht erwartet hätte. Besonders gut gefällt mir an Büchern wie diesen, dass Mythen und Sagen so locker und lebendig erzählt werden. Dadurch verlieren diese faszinierenden Geschichten ihren angestaubten Charakter, den sie definitiv nicht verdient haben. Ich hoffe dass die Autorin sich noch ein paar andere Gestalten der griechischen Mythologie vornimmt und auch ihre Geschichten neu verpackt, so dass wir auch in deren Genuss kommen. Denn das war es für mich wirklich. Jedem der auch nur ein wenig Spaß an griechischer Mythologie – oder an Mythologie im allgemeinen hat, kann ich dieses Buch nur empfehlen. Wobei ich vermute das auch viele Fantasy-Liebhaber an dieser Geschichte ihre Freude haben würden. Fazit: Eine wunderbare und vor allem sehr angenehm zu lesende Version über Circes Leben die gut unterhält und Spaß macht. Von mir gibt’s 4,5 von 5 Sternen. Das Buch wurde mir von NetGalley und dem Eisele Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung in keiner Weise beeinflusst hat.

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Die Geschichte der griechischen Göttin Circe in Romanform zeigt, dass auch sie nicht von menschlichen Problemen verschont bleibt. Ein sehr spannendes Buch das gekonnt Mythologie und Spannung verbindet. Absolute Leseempfehlung!

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Circe ist so ziemlich alles, was sich ihr Vater Helios nie gewünscht hat. Nicht nur hat die Göttin eine Stimme wie eine Sterbliche, nein, sie ist widerspenstig und eigensinnig und unfähig, die Regeln der Götter zu befolgen. Zur Strafe wird sie auf eine einsame Insel verbannt, wo sie ihr Talent zur Hexerei perfektioniert. Jahre gehen ins Land, nur selten kommt ein Schiff vorbei und sie entwickelt stetig ihre Zauber weiter. Irgendwann landet Odysseus auf seiner Irrfahrt bei ihr und sie verliebt sich in den Herrscher von Ithaka. Ihr gemeinsamer Sohn Telegonos stellt eine Herausforderung für sie dar, denn er ist kaum zu bändigen und sehnt sich nach dem Vater, den er nie kennenlernte. Nach ewigen Zeiten zufrieden in ihrer Einsamkeit wird sie schließlich doch wieder vor die Frage gestellt, zu welcher Welt sie gehören möchte. Madeline Miller erzählt die Geschichte der mythologischen Figur mit einer gewissen Freiheit, so dass sich ihre Circe nicht ganz mit der gängigen Überlieferung deckt. Weite Teile der Erzählung sind dennoch bekannt, was jedoch dem Lesespaß keinen Abbruch tut, denn „Ich bin Circe“ besticht weniger durch unerwartete Überraschungen als durch eine bezaubernd eigenwillige Protagonistin und einen herrlich lakonischen Erzählton, der mit feiner Ironie gepaart ist. Die griechischen Götter konnten schon immer begeistern und unterhalten und tausende von Jahren haben sie nichts an Faszination verlieren lassen. So findet sich auch bei Miller die ganze Bandbreite an menschlichen Empfindungen und Verhalten: Liebe, Hass, Rivalität, Hinterhalt, Freundschaft, Zorn, Rache – you name it. Circe ist eine außergewöhnliche Figur, ihre Eigensinnigkeit macht sie besonders interessant, aber auch fragil und verletzlich. Durch die einzelnen Begebenheiten hindurch lernt man alle Facetten ihres Charakters kennen und langsam baut sie eine der schillerndsten und faszinierendsten Persönlichkeiten auf. Sie ist nicht unbedingt liebenswert, aber ihr Ungehorsam bietet auch erheiternde Momente, insbesondere ihre Diskussionen mit dem Vater sind herrlich zu lesen und sprachlich wirklich gelungen. „Du warst immer das grässlichste meiner Kinder“, sagte er (...) „Ich habe eine bessere Idee. Ich mache, was ich will, und wenn du deine Kinder zählst, lass mich einfach weg.“ Sein ganzer Körper war starr vor Empörung. Er sah aus, als hätte er einen Stein verschluckt und würde gerade daran ersticken. Es ist verlockend den Roman unter feministischer Sicht zu betrachten, denn Circe passt nicht in das vorgesehene Muster und wird dafür bestraft. „Ich war ohne Begleitung, und ich war eine Frau, das allein zählte.“ Sie muss sich ihre Freiheit hart erkämpfen und teuer bezahlen. Egal wie stark und entschlossen die Frau ist, sie erntet häufig nur Hohn und Unglaube, ihre Macht und Kraft wird belächelt und unterschätzt – was ihr wiederum zum Vorteil gereicht. Es drängt sich die Frage auf, wie viel sich gesellschaftlich getan hat, seit der Herrschaft der Götter. „Ich bin Circe“ fällt sicher aus dem Rahmen der derzeitigen literarischen Trends und bietet allein deshalb schon eine gelungene Abwechslung. Aber auch unabhängig von anderen Romanen eine runde und überzeugende Geschichte, in die man gerne eintaucht.

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Beschreibung: Circe ist die göttliche Tochter des Titanen Helios und der Nymphe Perse, doch im Vergleich zu ihren Geschwistern ist sie weit weniger göttlich. Ihr Stimme ist leise und zaghaft. Ihre Erscheinung unscheinbar. Außerdem erscheint sie oft gleichermaßen unterwürfig wie temperamentvoll. Mit Anbetungen hat sich nichts am Hut und Menschen begegnet sie gerne auf Augenhöhe. Aufgrund dessen wird sie auf eine einsame Insel verbannt, was ihr sehr gelegen kommt, denn dort kann sie endlich ihr wahres Wesen entfalten. Sie beschäftigt sich mit den Kräutern der Natur, der Magie der Pflanzen und scheint ihren Frieden zu finden. Die Jahrhunderte ziehen ins Land. Trotz ihrer Verbannung muss sie sich mit dem Minotaurus, dem Seeungeheuer Scylla und anderen Tücken der Welt auseinander setzten. Irgendwann wird sie vor die Entscheidung gestellt ob sie lieber weiter den Gottheiten angehören möchte oder den Menschen, die sie über die ihre lange Lebensspanne so sehr lieben gelernt hat. Meinung: Was für ein Erlebnis! Ich bin ja immer etwas kritisch, ob mir solche Bücher nicht zu, äh, schwer sind. Doch ich bin absolut begeistert! Diese Abenteuer, diese Welt - einfach grandios. Ich habe mich direkt zuhause gefühlt. Die Seiten flogen einfach so dahin. Der leichte Schreibstil, die bildhafte Darstellung und die Erzählweise von Circe zogen mich einfach in ihren Bann. Schon als Kind schaute ich gerne Filme über die griechischen Mythologien. Im Alter wurde ich vorsichtiger, denn irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass dies einfach zu hoch für mich sei. Beim Lesen dieses Buches stellte ich jedoch fest, dass es gar nicht so wenig war, das ich noch wusste. So kam mir bei dem Namen Ikarus direkt die Geschichte des Jungen in den Sinn, die mich früher so traurig stimmte. Bei Scylla dachte ich an Seeungeheuer, die etliche unschuldige Seemänner auf dem Gewissen hatte und die Geschichte des Minotaurus, sowie sie Madeline Miller erzählte, lies mich erschaudern und ehrfürchtig die Seiten umblättern. Circe fand ich als Charaktere sehr interessant, auch wenn ich bisher lediglich die Geschichte mit der Insel und den Schweinen kannte. Für mich war sie stets eher ein bleicher Schatten, was sich mit diesem Buch jedoch ganz klar geändert hat, denn nun hat sich etlich Facetten und ein Gesicht. Sehr gelungen fand ich auch die Einführung als Circe noch am Hof ihres Vaters lebte. Hier hätte die Autorin durchaus zig Gottheiten aufführen können, beschränkte sich jedoch darauf diese einfach als Tanten und Onkel zu benennen. Trotzdem bekommt man noch mehr als genug bekannte wie auch unbekannte namentlich genannt. Ebenfalls sehr schön fand ich das Glossar am Ende, in welchem Miller auch die Parallelen zu Homers Odysee erwähnt. Wer Spannung von der ersten bis letzten Seite erwartet, der ist hier leider fehlt am Platz. Geliefert wird eine unterhaltsame, teilweise ironische sowie abenteuerliche Biografie von Circe, aber ohne jeglichen Lehrbuch-Charakter. Natürlich ist es es auch für Jugendliche schön zu lesen, aber beim besten Willen nicht auf dem Niveau von beispielsweise "Percy Jackson". Zudem werden die Taten nicht zwingend beschönigt, sodass es eben auch mal zum Blutvergießen kommt. Für mich war dieses Buch ein gelungener Ausflug in die alten griechischen Mythen. Zu Charakteren, die teils bekannt und teils unbekannt waren. Die ich dadurch besser oder überhaupt erst kennen lernen durfte. Die etwas mehr als 500 Seiten zogen an mir vorbei wie nichts. Erfüllt von Gefühl, Atmosphäre, Intrigen, Liebe und ganz viel Circe. Fazit: Eine wunderbare und atmosphärische Neuerzählung von Circes Gesichte, die es sich zu lesen lohnt.

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Das Buch basiert nur darauf wie sich Circes Leben entwickelt und dementsprechend gibt es keine große Handlung, die wir verfolgen. Es geht eher darum wie Circe sich über die Jahrhunderte ihres Lebens entwickelt. Wie sie mit dem Göttern und Titanen und den Menschen in ihrem Leben umgeht. Wie sie heraus findet worin ihre Kraft liegt und wie sie die zu ihrem Vorteil nutzen kann. Circe entwickelt sich von einer naiven und zurückgewiesenen Nymphe zu einer mächtigen, den Göttern trotzenden Hexe. Und ich liebe diese Entwicklung. Sie ist voll von Frauenpower, Rückschlägen und hart erarbeiteten Erfolgen. Man leidet mit ihr und man fiebert mit ihr und wünscht sich, dass alles gut ausgeht für sie. Ich fand es sehr interessant mal wieder mehr über griechische Mythologie zu lesen. Gerade über Circe habe ich bisher kaum was erfahren. Ich bin begeistert davon wie alltäglich dieser ganze Götter und Titanenkram wirkt. Das meiste in dem Buch wird auch noch mal erklärt, man braucht also kein Experte auf dem Gebiet griechischer Mythologie zu sein. Es macht jedoch eine Menge Spaß, wenn man den ein oder anderen Nebencharakter schon kennt. Da die Mythologie ja sowieso immer auslegungs Sache ist, kann man auch nicht sagen ob die Fakten denn jetzt richtig sind oder falsch, aber insgesamt ist mir nichts auf gefallen, das ich als falsch bezeichnen würde. Den Schreibstil finde ich an sich ganz gut, doch leider hat sich das Buch in der Mitte etwas gezogen und es hat gefühlt ewig gedauert bis man aus endlich wieder zu etwas Abwechslung kommt. Mein Fazit Insgesamt ein sehr interessantes Buch über eine eher unbekannte Figur der griechischen Mythologie. Auch wenn sich das Buch etwas gezogen hat, gab es durchaus Stellen in denen ich das Buch gar nicht weglegen konnte. Fans der griechischen Mythologie sollten sich das buch auf jeden Fall anschauen.

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Einfach einmal becircen lassen Ich weiß nicht, ob ich dieses Buch angefangen hätte, wenn es nicht in einem meiner Lieblingsverlage erschienen wäre. Wahrscheinlich eher nicht, denn mit griechischer Mythologie und ihrer Sagen habe ich es nicht so. Aber zum Glück habe ich es gelesen, und ich kann Ihnen schon an dieser Stelle sagen, dass mir das Buch ausgesprochen gut gefallen hat. Zum Inhalt will ich hier dieses Mal gar nichts weiter schreiben, denn er ist ziemlich gut wiedergegeben. Dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt, kann man an Hand ihrer Vita erkennen – studierte Altphilologie und unterrichtet in Cambridge Latein und Griechisch! Also kennt sie die griechischen und römischen Sagen sicherlich aus dem Effeff. Und ein Wahnsinn, wie viele positive Kritiken von namhaften Zeitungen und Zeitschriften sie schon sammeln konnte. Sind sie in der griechischen Mythologie bewandert? Kennen Sie die alten Sagen? Haben Sie die „Odyssee“ von Homer gelesen? Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass es hilfreich sein würde, weil ich darin gar nicht bewandert war. Aber keine Angst – am Ende gibt es ein Verzeichnis der handelnden Personen. Als e-book-Leserin bin ich zwar zu faul, immer ans Ende zu springen, aber ich habe halt einfach nebenbei mit dem Handy immer mal kurz die Informationen gesucht, die ich brauchte. Das war aber sehr schnell vorbei, denn dann war ich drin in der Geschichte und mochte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich gebe zu, ich habe mich am Anfang mit der Geschichte etwas schwergetan. Diese ganzen unterschiedlichen Wesen, die die Sagenwelt der Griechen bevölkern. Ich kannte eigentlich nur Götter, Halbgötter und Menschen. Mir war nicht bewusst, dass es auch noch Titanen, Nymphen und vieles mehr gibt. Und dass es einmal einen großen Krieg zwischen den Göttern und den Titanen gegeben hat, bei dem Zeus und seine Olympier gewonnen hatten. Doch als Circe dann in Ungnade gefallen ist und auf ihre einsame Insel verbannt wurde, da hat mich die Geschichte nicht mehr losgelassen. Ich fand es ausgesprochen interessant, wie sie sich ihr Leben dort eingerichtet hat und nach und nach eine selbstbestimmte Frau wird, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Doch bis es dahin kommt, dauert es eine ganze Zeit. Während der Lektüre kommen wir mit ganz vielen alten Sagen in Kontakt und bekommen die Geschichten einmal anders erzählt. Einige erinnerte ich selbst noch vage aus der Schulzeit (den Minotaurus von Kreta) oder habe es im Rahmen meiner Ausbildung gelesen („Odyssee“ von Homer), aber ganz viel sagte mir nur vage etwas. Circe hat mir sehr gut gefallen in ihrer ganzen Vielschichtigkeit. Sie ist nicht nur gut, sie hat auch dunkle Seite. Aber sie ist eine Frau, die sich für selbst einsteht. Und dafür nimmt sie auch mehr als einmal den Unmut der Götter und Titanen auf sich. Circe ist eine Frau, die durchaus auch lieben kann. Aber als Tochter eines Titanen und einer Nymphe ist sie unsterblich. Die oberflächliche, intrigante und egoistische Welt der Titanen und Nymphen sagt ihr nicht zu. Sie faszinieren die Menschen. Aber Menschen sterben, und sie würde allein zurückbleiben. Dementsprechend versucht sie der Liebe aus dem Weg zu gehen. Das Ende des Romans hat mich ein wenig überrascht, denn dort weicht die Autorin von der Mythologie ab. Aber das können Sie selbst nachprüfen, wenn Sie es denn wissen wollen. Falls Sie nicht in der Mythologie bewandert sind, lesen Sie bitte nicht zu viel vorab in anderen Nachschlagewerken nach. Sonst nehmen Sie sich selbst die Spannung. Für mich war es ein ausgesprochen gut gemachter Roman über eine starke Frau und eine kleine Rundreise durch die griechische Mythologie. Es hat mich in der Art ein wenig an Marion Zimmer Bradleys Romane „Die Nebel von Avalon“ und „Die Feuer von Troja“ erinnert.

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Circe, Tochter des Helios und der Perse leidet sehr an der Verachtung, die ihr von ihrer Familie entgegengebracht wird. Sie sei zu hässlich und ihre Stimme zu dünn. In den Augen ihrer Familie, die aus Titanen und Nymphen besteht, ist sie eine Missgeburt. Durch Zufall findet Circe jedoch heraus, dass die Wirkstoffe von bestimmten Pflanzen jeden in seine eigentliche, wahre Gestalt verwandeln kann. Erst verwandelt sie damit ihren sterblichen Geliebten, um ihn an sich zu binden. Und später eine Cousine, aus Rache dafür, dass diese ihr eben diesen Geliebten weggenommen hat. So ist sie diejenige, die für das Entstehen des Monsters Scylla verantwortlich ist. Als Strafe dafür und aus Angst der Olympier vor dieser neuen erdgebundenen Kraft, der sie nichts entgegensetzen können, wird Circe auf eine Insel verbannt. Hier lebt sie ihr Leben meist alleine, doch gelegentlich treffen Seefahrer bei ihr ein, bis eines Tages auch Odysseus vor ihr steht. Dies dürfte der Teil der Geschichte sein, der den meisten bekannt ist, ist dies doch ein Teil aus Homers Odyssee. Doch Circe ist mehr als nur die Hexe, die Odysseus Männer in Schweine verwandelt hat. Madeline Miller gelingt es in ihrem Buch, die doch oft etwas trockenen Göttersagen und Heldengeschichten der griechischen Mythologie lebendig werden zu lassen. So begegnen wir nicht nur Odysseus, sondern auch Daidalos und wohnen der Geburt des Minotaurus bei. Indirekt erfahren wir, wie es Ariadne und Theseus erging, was Medea dazu brachte das goldene Vlies zusammen mit Iason von ihrem Vater zu entwenden und wie es am Hof des Titanen Okeanos zuging. Circe selbst lernt man sehr gut kennen, ihre Zweifel, ihre Wünsche. Alleine auf ihrer Insel und mit Unsterblichkeit gesegnet (oder vielleicht eher verflucht?) hat sie genügend Zeit sich und ihr Verhalten zu reflektieren. Und zu erkennen, dass sie den Sterblichen doch eher zugeneigt ist, als dem unsterblichen Götterhaufen, aus dem sie entstammt. Die Autorin lässt das Handeln der Götter teilweise wie Kindergartengehabe aussehen, in dem die Sterblichen einzig ein gesichtsloses Spielzeug sind, das man bei Gelegenheit einfach entsorgen kann. Circe hingegen entwickelt früh ein Gewissen, im Gegensatz zu ihrer Familie. Die griechische Mythologie wird hier einmal aus der weiblichen Sicht erzählt. Circe interessiert sich eigentlich nicht für Politik, sie ist an den Menschen und ihrer Umgebung interessiert. Dies wird ihr, alleinstehend auf ihrer Insel, aber auch zum Verhängnis. Da sie allein ist und keinen männlichen Beschützer an ihrer Seite hat, ist sie für die schiffbrüchigen Seefahrer Freiwild. Nur mit ihrer Hexenkraft kann sie sich gegen die Übergriffe wehren, daher nennt sie bald eine Menge Schweine ihr Eigen. Erst Odysseus lehrt sie, nicht alle über einen Kamm zu scheren. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Die lebendige Erzählweise macht das Buch gut lesbar und Circe wächst dem Leser schnell ans Herz. Ihre Entwicklung ist gut nachvollziehbar und bringt sie dem Leser nahe, was bei den üblichen Mythologie Geschichten eher selten der Fall ist. Am Ende fällt es schwer das Buch zuzuklappen und sie zu verlassen. Vieles wird dem Leser sicher bekannt vorkommen, aber dieses Buch schafft es den vorhandenen, bekannten Rahmen mit Leben zu füllen. Daher kann ich das Buch nicht nur Lesern mit genauen Kenntnissen der griechischen Mythologie empfehlen. 9 von 10 Punkte

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Dieser Roman eignet sich hervorragend für den Einsatz in einer AHS Oberstufenklasse, da er viele bekannte griechische Sagen gekonnt miteinander verknüpft. Wenn man bekannte Figuren, Wesen und Geschichten aus der griechischen Mythologie kennt, ist es eine Freude, über diese zu lesen. Auch die Geschichte rund um die Hexe Circe war gekonnt erzählt und wirft ein völlig neues Licht auf diese sonst sehr negativ dargestellte Figur.

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Wenn Sätzen wie dieser Ihnen nicht aufstoßen: „Zu Füßen meines Vaters bestand die ganze Welt aus Gold. Das Licht erstrahlte auf einmal von überall her, seine hellgelbe Haut, seine funkelnden Augen, der lodernde Bronzeton seines Haars. Sein Körper glühte heißer als eine Feuerschale, und ich rückte so nah an ihn heran, wie er es zuließ, als wäre ich eine Eidechse, die sich in der Mittagshitze auf einem Felsen wärmt. Meine Tante hatte erzählt, dass einige der niederen Götter seinen Anblick kaum aushielten, aber ich war seine Tochter, sein Fleisch und Blut, und ich starrte sein Gesicht so lange an, dass es in meiner Fantasie weiterlebte, auch wenn ich längst weggesehen hatte. Es erstrahlte im Glanz des Bodens, der blanken Wände und der Intarsien der Tische. Ja, sogar auf meiner eigenen Haut.“ Dann dürfte Ich bin Circe von Madeline Miller für sie ein lesenswerter Roman werden. Aber warum um Himmels Willen sollte man mit diesem Satz ein Problem haben? Nun, es hat tatsächlich mit dem Himmel zu tun. Ich bin Circe ist ein in der Ich-Perspektive verfasster biografischer Roman über die berühmte Nymphe, die Odysseus liebte. Das ist an sich schon ein schwieriges Unterfangen. Haben Götter das denn, eine Biografie in diesem typisch bürgerlichen Sinne, die man von Geburt bis Ende erzählen kann? Eine Psyche, all diese sterblichen Kinkerlitzchen? Es ist verdammt schwer das zu verkaufen. Und Autorin Miller ist keine Dekonstruktivistin, keine Euphemistin oder ähnliches. Sie erkundet nicht, wie Götterbilder zu Stande kommen, beschäftigt sich nicht mit den gesellschaftlichen Voraussetzungen bestimmter Formen des Glaubens: Ihre Götter sind tatsächlich Götter. Sie sind unsterblich, sie können fliegen, sie können „zaubern“ usw. Ein unmöglicher Balanceakt Das sorgt dann eben immer wieder für solche Passagen, in denen göttliches Wirken sehr direkt beschrieben wird, um noch einmal deutlich klarzumachen: Hier handeln Götter. Das wirkt oft dick aufgetragen, und manövriert vor allem Circe in eine sehr zwiespältige Erzählerposition: Einerseits müsste sie von ihren Verwandten erzählen, so wie wir von unseren Verwandten erzählen. Andererseits aber erzählt durch sie die Autoren die Geschichte den sterblichen Lesern. Und deshalb lässt sie Circe sprechen, als müsste sie den ganzen Götterkram erst einmal sterblichen Lesern erklären, bei denen man zudem noch kaum ein tieferes Wissen von griechischer Mythologie voraussetzen kann. Deshalb hält Circe auch immer mal wieder Geschichtsstunden wie diese: Einst, als die Welt erwachte, gab es nur Titanen. Doch dann vernahm mein Großonkel Kronos die Prophezeiung, dass sein eigener Sohn ihn eines Tages vom Thron stoßen würde. Als seine Gattin Rhea ihr erstes Kind zur Welt brachte, entriss er es ihr, noch glitschig von der Geburt, und verschlang es. Vier weitere Kinder wurden geboren, und er aß sie auf, genau wie das erste. Bis die verzweifelte Rhea bei der jüngsten Geburt einen Stein in Windeln wickelte und ihn Kronos anstelle des Säuglings zum Verschlingen gab. Der Schwindel gelang, und das gerettete Kind, Zeus, wurde auf den Berg Dikti gebracht, wo es im Verborgenen großgezogen wurde. Als Zeus erwachsen war, erhob er sich tatsächlich gegen seinen Vater. Er holte sich den Blitzstrahl vom Himmel und zwang seinen Vater, giftige Kräuter zu schlucken. Seine Brüder und Schwestern, die im Bauch ihres Vaters gelebt hatten, wurden erbrochen. Sie schlugen sich auf die Seite ihres Bruders, nannten sich die Olympier nach dem hohen Gipfel, auf dem sie ihre Herrschaft errichteten Das liest sich gezwungen, aufgesetzt, es knirscht eben im Gerüst, auf das die Handlung gestellt ist. Das Epos stellt uns nicht zufällig die Götter zwar handelnd wie Menschen dar, lässt uns aber nicht in ihre Seelen blicken: Eine erblickte göttliche Seele ist keiner mehr. Abseits davon: Wer über diesen Grundwiderspruch hinweg lesen kann, bekommt ein gut geschriebenes, bildreiches, sprachlich gewaltiges und doch leicht dahinfließendes Buch, das mit einigen interessanten Entwicklungen aufwarten kann. Die Fähigkeit der Circe und ihrer Schwestern, mittels Pflanzen starken Zauber zu wirken hat das Potenzial, das Machtgefüge auf und unter dem Olymp umzukrempeln. Diese Ausgangslage nutzt Autorin Miller, unbekannte Mythen mit der Lebensgeschichte der Circe zu verweben. Besonders interessant ist die Bearbeitung der Frage, wie wir mit den Monstern, die wir geschaffen haben, umgehen, herausgearbeitet an der tatsächlich stark gestaltenden Beziehung Circes zu Scylla, die sie in ihrer Eifersucht in die bekannte monströse Form verwandelt hat, und später etwa Minos zum Minotaurus. Kein Anti-Odysseus-Pamphlet Auch positiv hervorzuheben: Dass der Aufenthalt des Odysseus tatsächlich nicht viel mehr Raum bekommt, als in der Oddyssee. Die Versuchung lag sicher nahe, hier eine Art „Gegenrede zu Homer“ zu verfassen, was schnell hätte ins Essayistische ausgleiten können. Miller erliegt der Versuchung nicht. Stattdessen werden die weniger bekannte Überlieferung der Geburt des zweiten Odysseus-Sohnes Telegonos durch Circe, und dessen Streit mit Athene, relativ breit und fantasiereich ausgearbeitet, wobei Circe zuerst mit den Schwierigkeiten zu ringen hat, einen Sterblichen aufzuziehen, und später mit dessen Freiheitsdrang konfrontiert wird, der schließlich Telemachos und Penelope auf Circes Insel lotst. Neben Scylla findet der Roman hier zu seinen interessantesten Passagen. Die oben diskutierte Problematik der Perspektive freilich lässt sich auch dort nicht auflösen, und immer wieder stören selten platte Sätze wie: „»Darf ich zusehen? Ich war noch nie bei Hexerei dabei.« (…) “Natürlich. Dieses Waschmittel ist hervorragend. Was ist da alles drin?« »Distel, Beifuß, Sellerie, Schwefel. Magie.« Bis zum Schluss hat Ich bin Circe mit der Unvereinbarkeit von Epik und bürgerlicher Psychologie zu kämpfen: Während alle Charakterbetrachtung psychologisch bleibt, ist der Verlauf der Handlung durch die Rahmendaten des überlieferten Mythos vorgegeben. Miller macht allerdings wirklich das Beste daraus, selbst die Scylla-Handlung wird schließlich mit der Telegonos/Telemachos-Handlung verknüpft, und stiftet so einen Zusammenhang zwischen den insgesamt doch eher lose verbundenen Hälften des Romans. Lesenswert ist Ich bin Circe also. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, für wen: wer sich mit griechischer Mythologie auskennt, wird der Handlung mühelos folgen können, aber vielleicht durch von der Anlage des Romanes eigentlich gar nicht verlangte schulmeisterlich Exkurse genervt sein. Wer sich aber kaum auskennt, dem dürften die Exkurse eher nicht reichen, um wirklich reibungslos in die Welt des Romans einzusteigen. Letztlich können beide Arten von Lesern es nur ausprobieren.

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Ungewöhnliches und spannendes Schicksal, erzählt im griechischen Götterkosmos Madeline Miller erzählt uns die Geschichte von Circe, einer niederen Göttin, Tochter von Helios und einer Nymphe. Circe erzählt in der ersten Person und lässt uns damit auch direkt an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben, sie denkt und fühlt manchmal menschlich, wofür sie von den anderen Göttern verachtet wird und wodurch sie das ganze Tun und Leben der anderen Götter gewissermaßen von außen betrachtet. Die Autorin eröffnet uns durch die Erlebnisse Circes den ganzen Kosmos des griechischen Götterreigens und jeder von uns wird viele Namen erkennen und die eine oder andere Geschichte auch. Die Sprache ist gut, die Geschichte spannend. Wer also, in einer unterhaltsamen Geschichte verpackt, mal die ganzen Mythen und Erzählungen um die griechischen Götter und menschlichen Helden (z.B. Odysseus) kennenlernen will, dem kann ich diesen Roman empfehlen. Wer kennt nicht Demeter, als Biomarke, Hermes, als Zustelldienst, wer kennt nicht den Spruch vom Zeus'schen Grimm, das Verb "becircen" und so weiter und so weiter. Die griechische Götterwelt reicht weit in unsere heutige Sprache hinein. Dadurch, dass Madeline Miller sich an die griechischen Mythen hält, hat das Buch für mich ein großes Handicap – es wurde mir gegen Mitte der Geschichte einfach zuviel, andauernd von Grausamkeiten und Gemeinheiten bis zu widerwärtiger Bosheit zu lesen. Ich war dicht davor abzubrechen, doch die Geschichte um Circe war so interessant und spannend gewoben – und hier hat die Autorin viel Eigenes um den vorhandenen Mythos gesponnen – dass ich nicht davon loskam. Die Autorin überzeugte mich dann doch vollständig von diesem Buch, denn, was sich erst ganz vorsichtig andeutete, Circe wird immer eigenständiger und freier in Denken und Handeln, wächst über ihr scheinbar so festgelegtes Schicksal hinaus und erhebt sich darüber. 5 Sterne für einen spannenden und ungewöhnlichen Entwicklungsroman, bei dem man nebenbei eine Menge über die griechische Götterwelt lernen kann. Dank an den Verlag für ein Rezensionsexemplar.

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Madeline Miller hat mich ein weiteres Mal verzaubert. Ich liebe ihre Versionen der griechischen Mythen, sie schreibt diese mit viel Gefühl und kreiert atemberaubende Atmosphären. In diesem Buch geht es um Circe, die von ihrem Vater Helios als Bestrafung auf eine Insel verbannt wurde. Es handelt sich um eine gut geschriebene und spannende Darstellung einer starken Frau, die sich in einer von Männern dominierten welt behaupten muss.

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Ihr Vater ist der mächtige Sonnengott Helios, ihre Mutter die wunderschöne Nymphe Perse und doch unterscheidet sich Circe deutlich von ihren göttlichen Geschwistern. Ihr Haar ist scheckig, ihre Stimme klingt wie die einer Sterblichen, zu denen sie ohnehin viel besser zu passen scheint als zu ihresgleichen. Im Gegensatz zu anderen Göttern nimmt sie Anteil an deren Schicksal, ist empfänglich für ihr Leid – und für ihre Liebe. Eine besondere Begabung, die sogar Zeus das fürchten lehrt, beschert ihr eine lebenslange Verbannung auf die Insel Aiaia. Doch was für ihre Geschwister und andere Götter wie das Ende ihrer Geschichte klingt, ist für Circe erst der Anfang: ihr Weg, der trotz der Verbannung den bedeutender Helden wie Odysseus oder Daidalos kreuzen wird, hat gerade erst begonnen. Wer an den Namen Circe denkt, der denkt automatisch auch an den Namen Odysseus. Sie war in der Sage die Hexe, die seine Männer in Schweine verwandelt und den großen Helden des trojansichen Krieges auf ihrer Insel festgehalten hat, um seine ohnehin schon schwierige Heimkehr nach Ithaka noch weiter zu verzögern. Nie habe ich mich gefragt, wie sie zu dieser Hexe geworden ist. Wer sie vor der Verbannung und wer sie nach Odysseus war. Madeline Miller, die mich bereits mit ihrem Roman „Das Lied des Achill“ schwer beeindruckt und nachhaltig geprägt hat, hat sich erneut eine wunderschöne Sage aus der griechischen Mythologie ausgesucht und sie neu erzählt. Aber dieses mal nicht aus der Sicht des Helden, Odysseus, sondern aus der einer vermeintlichen Nebenfigur, von der ich vor diesem Roman nicht einmal wusste, dass sie so interessant sein könnte. Madeline Miller erzählt die Geschichte von Circe, einer Göttin und Frau, die nicht zur Welt der Götter, aber auch nicht richtig zu der der Menschen zu gehören scheint. Von der ersten Seite an war ich in denselben Bann geschlagen, den ich empfunden habe, als ich Patroklos und Achilles begleitete. Es fühlte sich fast schon ein bisschen heimelig an, wieder in die Mythologie abzutauchen, bei diesem Gott oder jenem Helden zu denken „Ah, ja! Den gab es ja auch!“ und sich einfach durch die vielen Wunder der Götterwelt treiben zu lassen. In diesem Zusammenhang ist mir wieder einmal aufgefallen, wie leicht Miller mich um den Finger wickeln kann. Sie schafft es, eine neue Figur einzuführen und sie mir so sympathisch zu machen, dass ich Circes Zuneigung beinahe selbst greifen kann. Dann, nur wenige Seiten später, schafft sie es aber mit genau derselben Leichtigkeit diese Figur in meiner Gunst so drastisch fallen zu lassen, dass es kein Zurück mehr gibt. Nicht jedes Kapitel war einfach für mich. Nicht nur, dass es in Circes Leben viele sehr hässliche Episoden gab – nur so viel, sie hat nicht aus Vergnügen damit angefangen Männer in Schweine zu verwandeln -, sie war auch an vielen Stellen eine überaus schwierige Protagonistin. Ihre Gefühle waren widersprüchlich, mal unglaublich stark, im nächsten völlig irrational erkaltet. Aber letzten Endes war diese Widersprüchlichkeit, dieses manchmal Unangenehme genau das, was sie ausgemacht hat, als Göttin, als Frau und auch als Mutter. Und es hat mir ausgesprochen gut gefallen, dass es nicht um Daidalos, nicht um Odysseus, nicht um Glaukos oder Hermes ging, sondern immer um sie. Es ist ihre Geschichte, nicht die der Männer, die ihr Leben berührt haben. Trotz einiger etwas zäger Kapitel war es für mich ein auch emotional sehr intensives Leseerlebnis. Ich liebe Madeline Millers Figuren und ihren Schreibstil so sehr, dass ich gar keine andere Wahl habe als ihrem neuesten Roman die volle Punktzahl zu geben.

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Ich bin Circe von Madeline Miller wollte ich schon unbedingt lesen, als es vor 1,5 Jahren auf Englisch erschienen ist, war dann aber doch irgendwie nicht dazu gekommen. In der Übersetzung von Frauke Brodd habe ich es jetzt endlich geschafft und fand es richtig, richtig gut! Wie der Titel unschwer erkennen lässt, geht es um Circe, Tochter des Sonnengottes Helios und der Nymphe Perse. Doch anders als Homers Epen kommt Circe hier selbst zu Wort, darf ihre eigene Geschichte erzählen und hat mich dadurch endlich mal neugierig auf griechische Mythologie gemacht. Denn so richtig durchgeblickt habe ich da ehrlich gesagt nie… außerdem habe ich sie immer mit Krieg und übertriebenen Männlichkeit in Verbindung gebracht. Doch hier wird der Spieß mal umgedreht und durch Gefühle ergänzt. Recht früh entdeckt sie ihre magischen Fähigkeiten, in dem sie zunächst einen Sterblichen zu einem Gott macht und anschließend aus Eifersucht eine Widersacherin in ein Meeresmonster verwandelt hat – weshalb sie dann auch von ihrem Vater auf eine einsame Insel verband wird. Der größte Teil der Handlung und ihrer charakterlichen Entwicklung spielt daher auf dieser Insel, wo sie Tiere zähmt und Seefahrer in Schweine verwandelt, aber eben auch ihre Schwächen zeigt und mir extrem sympathisch geworden ist. Und nicht nur die Nacherzählung aus einer weiblichen Perspektive hat mir gefallen, sondern auch sprachlich fand ich das Buch ganz große Klasse! Es liest sich wie eine autobiographische Coming-of-Age-Geschichte einer Unsterblichen, die mit ihrer Rolle in dieser Welt erstmal klarkommen muss. Aus dem Bauch heraus hatte ich Circe eigentlich erst einmal 4 Sterne gegeben, aber weil mir absolut gar nichts Negatives einfallen mag, erhöhe ich das jetzt einfach mal auf 5 😊 Als nächstes will ich jetzt unbedingt auch noch The Song of Achilles von der Autorin lesen.

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Das Buch startet mit Circes Leben im Palast mit ihren Verwandten. Man kennt Circe aus der Geschichte als die Frau, die Männer in Schweine verwandelte. Doch warum hat sie das getan hat wusste man bisher nicht. In der Geschichte werden vereinzelt auch Aspekte welche nicht Circe behandeln erklärt, allerdings immer nur kurz. Zum Teil bekommt man ziemlich viele Informationen auf einmal die Verwandschaftsgrade sind ziemlich kompliziert, aber ist man erstmal drin ist es sehr spannend. In der Geschichte bekommt man ein wenig Verständniss über Circes Leben, wozu Götter fähig sein können und was die Konsequenzen sind. Circe trifft viele Menschen, Götter und Halbgötter auf der Insel und bei ihrem Abenteuer. Ich finde die Autorin hat hier vieles richtig kombiniert,. Man trifft immer wieder auf Personen , die man aus Geschichten kennt und man ist gespannt was passiert. Das ist wirklich Klasse gemacht. Fazit: Insgesamt ist das Buch eine detaillierte Geschichte über Circe und die griechischen Sagen.und liest sich sehr gut.

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Circe, Tochter des Sonnengottes Helios und der Nymphe Perse, ist von ihrer Geburt an anders als ihre Geschwister. Ihre sterbliche Stimme sowie ihre nachdenkliche Art, lassen sie als Außenseiterin da stehen. Als Circe ihren menschlichen Zügen zu sehr nachgibt, verbannt ihr Vater sie auf die Insel Aiaia. Dort soll sie zukünftig alleine leben. Circe merkt jedoch, dass ihr die Einsamkeit vorerst gut tut. Sie lernt, sich die Macht der Natur zu Nutzen zu machen. Pflanzen und Tiere lehren sie Magie. So wird Circe zu einer mächtigen Zauberin, deren Weg bekannte Persönlichkeiten kreuzen. Daidalos, der Minotaurus, Hermes oder Odysseus sind nur wenige Namen. Schicksalsschläge bestimmen Circes Weg, doch ist sie nicht nur eine mächtige Hexe, sondern auch eine kluge Frau, die sich letztendlich entscheiden muss, ob sie den Weg der Götter geht oder ein sterbliches Leben wählt. Wer die griechische Mythologie kennt, weiß, dass die Götter ein grausames Spiel betreiben. Die überhebliche Art zeigt, wie selbstverliebt, neidisch und herrschsüchtig sie sind. Circe jedoch, die als Tochter des Sonnengottes Helios und der Nymphe Perse geboren wird, ist anders. Sie hat eine menschliche Seite, eine Seite, die sie daran erinnert, wie sehr man leiden kann, wenn die Götter eine Zielscheibe gefunden haben. Durch Zufall findet Circe heraus, dass sie mit Pflanzen und deren heilsamen sowie auch giftigen Kräften Zauberei wirken kann. Als sie diese auf einen gewöhnlichen Menschen anwendet und ihm damit zum Gott macht, glaubt ihr keiner, dass sie ihre Hände im Spiel hat. Erst als sie ein Ungeheuer erschafft, welches in einer Meerenge sein Dasein fristen muss und unschuldige Reisende verspeist, wird Circe von ihrem Vater Helios auf Geheiß des Göttervaters Zeus verbannt. Hier nimmt die Geschichte Circes dann so richtig Fahrt auf. Sie bringt sich selbst bei, die einzelnen Pflanzen zu Tränken und Salben zu verarbeiten, trocknet Kräuter, mischt Zauberei bei und kann so z. B. ihrer Schwester dabei helfen, zu gebären. So trifft sie auf Daidalos und den später im Labyrinth gefangenen Minotaurus. Sie lernt Ariadne kennen, hat eine Beziehung zu Hermes, Daidalos und später auch Odysseus. Sie nimmt teil an den Leben verschiedener griechischer und mythischer Charaktere. Die Autorin schildert eingehend das Leben von Circe. Ihr Mut, sich ihrem Vater entgegenzustellen, die Leidenschaft zur Zauberei, ihre Kraft, ein einsames Leben auf einer Insel zu führen und ihre Voraussicht, eine ungewisse Zukunft zuzulassen. Als Göttin ist dies wohl etwas leichter zu handhaben, da man ja ein ewiges Leben führt. Mit der Zeit jedoch auch sehr langweilig und eben einsam. Circe hat jedoch Glück, auf Personen zu treffen, die ihr Leben in welcher Weise auch immer, stark beeinflussen. Daidalos gibt ihr die Kraft, sich Neuem zu stellen, während Hermes eher als Zeitvertreib gegen die Einsamkeit herhalten muss. Letztendlich ist es Odysseus, der bei Circe den Wandel herbeiruft. Ich habe Circe eigentlich eher als "schlecht" in Erinnerung, zumindest aus schulischer Sicht. Sie hat Seefahrer auf ihre Insel gelockt, diese in Schweine verwandelt und geschlachtet. Erst Odysseus konnte sie "überlisten" und von der Insel fliehen, nachdem er jedoch auch viel Zeit dort verbracht hat. Die Autorin gibt uns einen anderen Einblick. Circe wird oft missverstanden, weil sie eben nicht so denkt, wie ihre göttlichen Verwandten. Ihr Bezug zu den Menschen ist groß und so lässt sie auch die menschlichen Gefühle zu. Ihre Liebe ist echt, ihre Hoffnungen groß und gegen Ende des Buches ist es auch ihr Mut, der sie zu etwas Besonderem macht. Mit einem wunderbar leichten Schreibstil und einer Gabe, Mythologie lebendig werden zu lassen, hat die Autorin mich dermaßen in den Bann gezogen, dass ich nach Beendigung des Buches regelrecht enttäuscht war, nicht mehr über Circe erfahren zu haben. Mich hat Circe sehr berührt, ihre Art und ihr Leben ist faszinierend. Man wirft viel zu wenig einen detaillierten Blick auf Angelegenheiten und deshalb war es für mich eine wunderbare Abwechslung, einmal aus Sicht Circes die Geschichte erzählt zu bekommen. Meggies Fussnote: Eine etwas andere Liebesgeschichte.

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Ein ganz wunderbares Buch! Zum einen gefällt mir der Stil sehr, zum anderen ist es faszinierend, so vielen Figuren aus der griechischen Mythologie zu begegnen – und das aus einer ganz anderen Perspektive. Es war, als ob ich laufend „alten Bekannten“ wieder treffe. Eigentlich…. kennt man die Geschichten ja – aber hier ist man als Leser bei vielem „direkt dabei“. Circe als Hauptfigur ist mir sehr sympathisch – trotz, oder vielleicht wegen ihrer Fehler, die sie macht. Insgesamt ist es ein großes Vergnügen, dieses Buch zu lesen!

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Dies ist die Geschichte von Circe, Tochter des Helios und der Perse. Tochter eines Titanen und einer Nymphe, Herrin der Insel Aiaia, Hexe, Mutter und Geliebte. Schöpferin der Scylla, Hebamme des Minotaurus und einsam Verbannte... Was für eine Geschichte! Ich muss gestehen, ich habe nicht besonders viel von der Story erwartet. Mir war bekannt das die Geschichte im amerikanischen Raum große Erfolge gefeiert hat und ich besitze auch ein weiteres Buch der Autorin im Original (die deutsche Ausgabe ist leider nicht zu bekommen), dennoch konnte ich mir irgendwie nichts darunter vorstellen. Mit den mythologischen Figuren und Zusammenhängen der Geschichte bin ich soweit gut zurechtgekommen, da ich doch schon ein paar Bücher in dieser Richtung gelesen habe. Für alle die nicht so sattelfest sind gibt es hinten im Buch ein sehr aufschlussreiches Glossar. Für mich ausschlaggebend für den Erfolg der Geschichte ist aber die Hauptfigur Circe. Es wird aus ihrer Sicht erzählt und daher erlebt man hautnah ihre Gefühle, die so anders sind als die ihrer göttlichen Verwandtschaft. Sie erlebt Jahrhunderte des Leids und der Unterwürfigkeit, bis sie durch ihre Gefangenschaft erst lernt zu leben und sich selbst kennen zu lernen. Sie erkämpft sich mit Höhen und Tiefen Dinge, die ein menschliches Leben ausmachen und so gar nicht zu ihrer Göttlichkeit passen: Liebe, Mitleid, Trauer und Selbstzweifel. Dabei erkennt sie irgendwann dass sie auf ihre ganz eigene Art und Weise eine Macht besitzt die anderen das Fürchten lehren kann und lebt ein Leben, an dessen Ende sie die einzig wahre Entscheidung für sich trifft. Dabei ist sie nicht unbedingt die ganze Zeit ein Sympathieträger, sie hat schon auch ihre Schwächen und nervigen Momente, aber genau das hat sie mir näher gebracht. Ich persönlich kannte ihre Geschichte tatsächlich nicht und war daher begeistert wie ihr Leben mit den vielen verschiedenen Geschichten der Mythologie verwoben wurde. Das Buch war spannend und emotional und ich habe einige Zusammenhänge entdecken können die mir unbekannt waren. Auch der Schreibstil und die verwendete Sprache waren wunderschön und absolut passend zur Stimmung im Buch. Für mich ein Überraschungshighlight das mich neugierig macht auf "Das Lied des Achill", vielleicht ist hier ja mal eine Neuauflage möglich. Circe, Tochter des Helios und der Perse, erzählt ihre Geschichte und ihre vielen Berührungspunkte mit bekannten Szenen der Mythologie. Das Buch ist emotional und spannend und Circe als Charakter nicht perfekt, was sie umso sympathischer für den Leser macht. Dank einem Glossar ist die Geschichte auch für Leute geeignet die bisher noch nicht so viel mit dem Thema Mythologie zu tun hatten. Ich selbst kannte ihre Geschichte bisher noch nicht und bin absolut begeistert. Ich kann die guten Meinungen aus den USA daher tatsächlich verstehen. Für mich ein überraschendes Highlight.

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Circe ist die Tochter des mächtigen Sonnengotts Helios und der Nymphe Perse, doch sie ist ganz anders als ihre göttlichen Geschwister. Ihre Stimme klingt wie die einer Sterblichen, sie hat einen schwierigen Charakter und ein unabhängiges Temperament; sie ist empfänglich für das Leid der Menschen und fühlt sich in deren Gesellschaft wohler als bei den Göttern. Als sie wegen dieser Eigenschaften auf eine einsame Insel verbannt wird, kämpft sie alleine weiter. Sie studiert die Magie der Pflanzen, lernt wilde Tiere zu zähmen und wird zu einer mächtigen Zauberin. Am Ende muss sie sich als Magierin, liebende Frau und Mutter ein für alle Mal entscheiden, ob sie zu den Göttern gehören will, von denen sie abstammt, oder zu den Menschen – die sie lieben gelernt hat. [Quelle: Eisele Verlag] Mit 520 Seiten ist „Ich bin Circe“ kein Buch, das man mal eben zwischendurch liest. Aber ich habe jede einzelne Seite genossen und hätte wahrscheinlich auch noch 100 Seiten mehr gelesen! Die Geschichte von Circe ist absolut fesselnd. Ihren Namen haben viele sicherlich schon mal gehört, vielleicht im Zusammenhang mit Odysseus oder der griechischen Mythologie, aber so ganz genau kennt die Mehrheit ihre Geschichte nicht. Mir zumindest ging es so. Ich konnte Circe grob zuordnen, war daher sehr gespannt, wie eine mythologische Gestalt in Romanform spannend erzählt werden kann – und ich bin sehr positiv überrascht. Circe ist vieles. Sie ist eine Frau, eine Tochter, eine Schwester, eine Mutter, eine Zauberin, eine Liebhaberin, eine Kämpferin und noch vieles mehr. Oftmals konzentrieren sich Romane auf einen oder ein paar wenige Aspekte einer Figur, um sie rund zu erzählen. Hier findet allerdings jede einzelne von Circes Facetten ausreichend Beachtung. So, dass man beinahe das Gefühl hat, es gäbe sie nicht nur wirklich, sondern man kannte Circe auch selbst. Die Figur, der der Leser über Jahrhunderte hinweg folgt, setzt meiner Meinung nach ganz neue Maßstäbe, was eine umfangreiche Charakterisierung angeht. Zugegeben, hat man bei so viel Zeit, die vergeht, auch mehr Möglichkeiten, Charakterzüge zu zeigen, doch dabei besteht auch irgendwann die Gefahr, dass es langweilig oder unschlüssig wird. Langweilig wird es bei „Ich bin Circe“ definitiv nie. Das finde ich auch deshalb erstaunlich, da vereinfacht gesprochen, fast Circes gesamtes Leben einfach auf einer Insel stattfindet. Die Möglichkeiten der Erzählungen sind also begrenzt. Durch die Personen, die aber immer wieder die Insel besuchen, wird Circes Geschichte aus vielen verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, die den Lesespaß durchweg erhalten. Madeline Millers Schreibstil fand ich sehr schön, ich bin auch ab der ersten Seite sofort voll in die Geschichte eingestiegen. Die Mischung aus Circes Innenleben, ihren Beobachtungen, das Verhalten der anderen Personen und die allgemeine Atmosphäre hat mich schlicht begeistert. Was man allerdings bedenken sollte, bevor man sich in das Abenteuer stürzt, ist, dass die vorkommenden Figuren alle der griechischen Mythologie entstammen und sie nicht wirklich erklärt werden. Wer also nichts mit Prometheus, Athene und Daidalos anfangen kann, tut sich vermutlich relativ schwer. Eine Übersicht gibt es aber am Ende des Buchs, die helfen kann, den Überblick zu behalten. Ich habe Circes Geschichte geliebt, der Roman zählt auf jeden Fall zu meinen Jahreshighlights! Für jeden, der Mythologie richtig lebendig erzählt bekommen möchte, eine absolute Empfehlung! Vielen Dank an den Eisele Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar!

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Klappentext: Circe ist Tochter des mächtigen Sonnengotts Helios und der Nymphe Perse, doch sie ist ganz anders als ihre göttlichen Geschwister. Ihre Stimme klingt wie die einer Sterblichen, sie hat einen schwierigen Charakter und ein unabhängiges Temperament; sie ist empfänglich für das Leid der Menschen und fühlt sich in deren Gesellschaft wohler als bei den Göttern. Als sie wegen dieser Eigenschaften auf eine einsame Insel verbannt wird, kämpft sie alleine weiter. Sie studiert die Magie der Pflanzen, lernt wilde Tiere zu zähmen und wird zu einer mächtigen Zauberin. Vor allem aber ist Circe eine leidenschaftliche Frau: Liebe, Freundschaft, Rivalität, Angst, Zorn und Sehnsucht begleiten sie, als sie Daidalos, dem Minotauros, dem Ungeheuer Scylla, der tragischen Medea, dem klugen Odysseus und schließlich auch der geheimnisvollen Penelope begegnet. Am Ende muss sie sich als Magierin, liebende Frau und Mutter ein für alle Mal entscheiden, ob sie zu den Göttern gehören will, von denen sie abstammt, oder zu den Menschen – die sie lieben gelernt hat. Autorin: Madeline Miller ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Miller wuchs in New York und Philadelphia auf. Sie studierte Altphilologie an der Brown University und schloss das Studium im Jahr 2000 mit dem BA und 2001 mit dem MA ab. Seitdem unterrichtet sie Latein und Griechisch an Gymnasien, zuletzt in Cambridge, Mass. Allgemeines: Erscheinungsdatum: 30. August 2019 Seitenanzahl: 528 Verlag: Eisele Originaltitel: Circe Eigene Meinung: Es ist mal ein Roman über eine eher Randgestalt der griechischen Mythologie. Circe, die Tochter des Helios steht hier im Mittelpunkt. Sie wird dargestellt, als ein Kind, was nach Aufmerksamkeit strebt, diese aber nie bekommt… Ich fand daher sehr schön, wie die Autorin die ganzen Geschehnisse aus Circes Sicht entfaltet hat. Fast alle bekannten griechischen Sagen finden ihren Weg in die Handlungsstränge des Romans und bringen diese dem Leser näher. Zudem ist es ein richtiger Genuss, diesen Lesefluss zu behalten. Circe wird mit vielen Facetten glaubwürdig dargestellt. Auch die anderen Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und deren Verhalten wirkt authentisch. Einzig war mir gerade zu Beginn die Erzählweise Circes zu monoton und emotionslos. Das gab sich aber beim weiteren Lesen und ich vermute, dass das auch beabsichtigt war und zu Circes Entwicklungsprozeß gehörte. Dennoch empfand ich das zu Beginn etwas störend. Fazit: Zu Beginn etwas emotionslos zu lesen, doch danach hat mich das Buch richtig gepackt und mich in die Welt der griechischen Mythologie entführt!

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Einfach klasse! Das Buch hat mich regelrecht in seinen Bann gezogen. Circe ist ein vielschichtiger Hauptcharakter, dem zu Folgen auch nach 300 Seiten nicht langweilig wird. Ich hab mich im letzten Kapitel bei dem Gedanken "Schon vorbei?" erwischt. Sehr empfehlenswert!

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Circe ist eine Nymphe, Tochter des mächtigen Titanen und Sonnengotts Helios, und gehört für die unbedeutenden Menschen zu den Göttern. Und obwohl sie Göttlichkeit in sich trägt und in einem prächtigen Palast unter übermenschlichen Wesen aufwächst, wirkt sie zunächst unscheinbar und untalentiert. Die Autorin schildert in diesem Buch die wahre und vollständige Geschichte von Circe, die aus der griechischen Mythologie als mächtige Hexe bekannt ist, von Anfang an und lässt kein Detail – auch nicht ihre Schwächen oder Fehlentscheidungen – aus. Dabei schafft es die Autorin die Charaktere – allen voran Circe – packend zu gestalten und eine lebendige Welt aufzubauen. Dieses Buch ist vor allem für Fans der griechischen Mythologie ein Muss, sollte aber auch von allen gelesen werden, die liebevoll gestaltete Charaktere mögen.