Zwischen Sturm und Stille
Wie ich der RAF entkam
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Erscheinungstermin 03.09.2026 | Archivierungsdatum 01.09.2026
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Zum Inhalt
»Sie kennen mich von einem Fahndungsplakat.« Astrid Proll wird die RAF nicht los. Als Gründungsmitglied der Roten Armee Fraktion gehörte sie zu den prägenden Figuren der frühen 1970er-Jahre. Nun erzählt sie erstmals ihre ganze Geschichte: die Geschichte eines jungen Mädchens, das sich zu anderen Mädchen hingezogen fühlt, früh spürt, dass es nicht der gesellschaftlichen Norm entspricht, und sich beharrlich ein eigenes Leben erfindet. Proll berichtet von ihrem Weg in die RAF, die ihr vorübergehend eine Wahlfamilie bietet, von Aufbruch, Radikalisierung, Illegalität und den Bildern, die politisch treffen können »wie Schüsse«. Sie reflektiert die Motive ihrer Generation, ihre Irrtümer und blinden Flecken, und erzählt zugleich von den Orten, an denen sie Halt fand: in London, wo sie untergetaucht als Automechanikerin arbeitete, und später, nach ihrer Haftzeit, als Bildredakteurin in der internationalen Fotoszene.
Astrid Proll erzählt von ihrem Versuch, die RAF hinter sich zu lassen, von Schuldgefühlen, Gewalt und Gerechtigkeitsempfinden. Ein beeindruckendes und aufschlussreiches Zeugnis deutscher Geschichte sowie eines Lebens zwischen Entschlossenheit, Erschöpfung, Solidarität und Neuanfängen.
»Sie kennen mich von einem Fahndungsplakat.« Astrid Proll wird die RAF nicht los. Als Gründungsmitglied der Roten Armee Fraktion gehörte sie zu den prägenden Figuren der frühen 1970er-Jahre. Nun...
Eine Anmerkung des Verlags
Mit zahlreichen, teils unveröffentlichten Fotos aus dem Privatarchiv von Astrid Proll
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783751821407 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
| SEITEN | 200 |
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 3 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Ein persönliches Stück Zeitgeschichte
„Zwischen Sturm und Stille“ hat mich wirklich nachdenklich zurückgelassen. Astrid Proll erzählt ihre Geschichte sehr offen und ohne sich zu schonen. Genau das hat mich beim Lesen immer wieder innehalten lassen.Ich fand es besonders spannend, wie sie ihren Weg in die RAF beschreibt und später auch den Blick zurück auf diese Zeit wagt. Dabei wirkt vieles sehr ehrlich und persönlich, manchmal auch unbequem, aber gerade dadurch so eindrücklich.
Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, nicht nur eine Autobiografie in der Hand zu haben, sondern ein Stück Zeitgeschichte, das aus einer sehr individuellen Perspektive erzählt wird. Das hat mich berührt und gleichzeitig zum Nachdenken gebracht. Auch wenn ich nicht alles nachvollziehen oder gutheißen kann, hat mich das Buch emotional sehr beschäftigt. Es zeigt sehr deutlich, wie komplex Lebenswege sein können und dass es selten nur einfache Antworten gibt. Für mich war es eine intensive, bewegende Lektüre.
Sabine K, Beschäftigte*r in der Buchbranche
Eine der wenigen, die (ein bisschen) redet. Alles in allem hat man das Gefühl, für sie war die Zeit so eine Art Abenteuer-Auszeit, der Verantwortung stellt sie sich so wenig wie die meisten anderen. Besonders was die Aufklärung der Verbrechen betrifft.
Überhaupt: das Wort "Verbrechen" will nicht so recht Eingang in ihre Erinnerungen finden.
Wenn man sich an späte Interviews erinnert, kommt einem das Buch wenig authentisch vor: zu anders kam sie in den Dokus rüber, lockerer, unbekümmerter und kein bisschen geläutert.
Vor dem Hintergrund der soeben verurteilten Klette dennoch ein interessantes Zeitdokument, besonders, was das Selbstverständnis der Täterinnen betrifft. Lässt mich als Leserin z.Tl. mit Befremden zurück.
Elaine L, Rezensent*in
Mit "Zwischen Sturm und Stille" liegt ein sehr persönliches Buch des ehemaligen RAF Mitglieds Astrid Proll vor. Unterstützt wird sie bei diesem Buchprojekt vom Kunsthistoriker, Kurator, Fotografen und Schriftsteller Boris von Brauchitsch. Der Untertitel des Buches "Wie ich der RAF entkam" beschreibt schon eindeutig die Richtung des Buches. Proll beschreibt eindringlich ihre eigene Entwicklung, was sie selbst während ihrer Zeit bei der RAF erlebt hat und wie sie sich von ihr wieder lösen konnte. Gerade die inneren Entwicklungs- und Loslösungsprozesse stehen im Mittelpunkt des Buches und maches es auf diese Art und Weise zu etwas persönlichen. Die Schreibweise des Buches ist lebendig, berührend und teilweise auch eindringlich, so dass es nicht schwer fällt, sich mit der Autorin und ihren Fragestellungen zu verbinden. Das Buch bietet einen guten Einblick in eine mögliche Sichtweise und kann durch andere Blickwinkel gut ergänzt werden.
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