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Ist doch schön hier
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Erscheinungstermin 29.07.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Als Liesel ihre Großmutter Emmi auf eine Reise in die ehemalige Provinz Ostpreußen begleitet, sucht sie mehr als nur einen Ort – sie sucht Antworten. Antworten auf die Fragen, die zwischen den Generationen stehen, auf die Geheimnisse, die sich in vergilbten Kalendern und in Emmis Schweigen verstecken. Zwischen Birkenalleen, alten Gutshäusern und dem Rauschen der Ostsee entfaltet sich eine Geschichte von Verlust und Hoffnung, von Schuld und Liebe. Doch je näher Liesel der Vergangenheit kommt, desto deutlicher spürt sie: Heimat ist kein Ort, den man auf der Landkarte findet. Heimat sind die Menschen, die bleiben, wenn alles andere verschwindet. Ein gewaltiger und zutiefst berührender Roman über das Erinnern, das Vergeben und die Sehnsucht, irgendwo anzukommen.
Als Liesel ihre Großmutter Emmi auf eine Reise in die ehemalige...
Marketing-Plan
Crossmediale Marketingkampagne
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Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Hardcover |
| ISBN | 9783896678010 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 384 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Delia S, Buchhändler*in
Mit Ist doch schön hier ist Miriam Burdelski ein einfühlsamer und atmosphärisch dichter Roman gelungen, der lange nach dem Lesen nachhallt. Die Geschichte verbindet persönliche Familiengeschichte mit den großen Fragen nach Herkunft, Erinnerung und Zugehörigkeit.
Besonders berührend ist die Beziehung zwischen Liesel und ihrer Großmutter Emmi. Während ihrer gemeinsamen Reise durch das ehemalige Ostpreußen entfalten sich nach und nach Erinnerungen, die über Jahrzehnte verborgen geblieben sind. Die Autorin erzählt diese Annäherung mit großer Sensibilität und zeigt eindrucksvoll, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind.
Die Schauplätze sind so lebendig beschrieben, dass man die Landschaften, die Ostsee und die Spuren einer verlorenen Heimat förmlich vor sich sieht. Gleichzeitig gelingt es Burdelski, schwere Themen wie Verlust, Schuld und Vertreibung mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit und Wärme zu behandeln.
Was diesen Roman besonders macht, ist seine stille Menschlichkeit. Er erzählt nicht nur von der Suche nach den eigenen Wurzeln, sondern auch davon, wie Familie über Generationen hinweg geprägt wird durch Erinnerungen, Geschichten und das, was unausgesprochen bleibt.
Ist doch schön hier ist ein bewegender, kluger und hoffnungsvoller Roman, der zeigt, dass Heimat oft weniger ein Ort als ein Gefühl ist. Eine klare Empfehlung für alle, die Familiengeschichten mit Tiefgang und emotionaler Kraft schätzen.
Wie viel Glück steht einem Menschen denn zu?
Schon mit den ersten Seiten, im Prolog, mit den Schilderungen einer Altbauwohnung, hat die Autorin mein Interesse und meine Aufmerksamkeit geweckt. Herrliche Ansichten zu den Vor- und Nachteilen haben mich schmunzeln lassen. Und die kurzen, knackigen, modern geschriebenen Sätze lesen sich leicht.
Es ist die Geschichte einer kleinen Familie, gefangen in Zwängen und belastet mit unausgesprochenes Gefühlen und einem Familientrauma aus der Vergangenheit. Drei Frauen und die Frage, was Familie bedeutet. Drei Generationen und keine hat es leicht.
Tochter Liesel, Mutter Melanie, Großmutter Emmi, leben in einfacher bescheidener Situation zusammen in einer sehr kleinen Wohnung. Liesel erzählt, wie sie aufgewachsen ist, von ihrer lethargisch, melancholischen Mutter und der Großmutter, die für alles sorgte und nun an Demenz ist. Für sie möchte Emmi nach Ostpreußen reisen und das Haus ihrer Kindheit suchen, um noch einmal die Vergangenheit aufleben zu lassen.
Liesel erzählt die Geschichte selbst, sie lässt uns an ihren Gedanken und Empfindungen teilhaben. Mit klaren, eindeutigen, nüchternen Worten nennt sie die Dinge wie sie sind. Und obwohl diese oft nicht gut sind, verliert Liesel nicht ihren Optimismus und trockenenHumor. Sie will über Grenzen gehen, über sich selbst hinausgehen, um Emmi etwas für deren Liebe zurück zu geben.
Liesel stellt sich unbequeme Fragen über viele Dinge im Leben und in der Vergangenheit. Es interessiert sie, ob man sich im zweiten Weltkiueg beschweren durfte, wie es war, als die ostpreußischen Flüchtlinge kamen, wer geholfen hat, wer nicht. Und sie stellt fest, dass diese Geschichten bald verschwunden sein werden. Liesel kritisiert, meckert nicht. Sie ist eine taffe junge Frau, die anpackt wo nötig, die Mitgefühl zeigt, Verantwortung übernimmt, die sich von familiäre Lasten befreien muss, um selbst zu leben und nicht noch nicht weiß wie. Dabei muss sie viel verkraften und es ist erstaunlich, wie gut es der Autorin gelingt, dies so glaubhaft und mitfühlend zu schildern.
Der Schreibstil der Autorin hat mich sehr angesprochen. Leicht lesbar und inhaltsreich fliegt man durch die Seiten. Die Geschichte hat mich von der ersten bis letzten Seite gefangen genommen. Ein Roman, der mich beeindruckt und mein Herz erreicht hat.
Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezentionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
LINKS werden nach ERSCHEINUNGSTERMIN eingefügt
Bärbel K, Rezensent*in
Liesel, Mutter Melanie und Oma Emmi, leben schon so lange Liesel denken kann zusammen in einer kleinen Wohnung. Früher hat Emmi sich um alles gekümmert, für den Lebensunterhalt gesorgt, denn Melanie ist, wenn man ehrlich ist, allein nicht lebensfähig. Doch jetzt kämpft Emmi mit oder besser gegen das Vergesse, das ihre Demenzerkrankung mit sich gebracht hat. Sie ist ins Heim Alte Eichen gezogen und lebt in ihrer eigenen, mal mehr, mal weniger verwirrten Welt. Dabei hat Liesel noch so viele Fragen an Emmi. Vielleichtdenkt Liesel, findet sie Antworten an dem Ort, wo Emmi aufgewachsen ist - in Königsberg.
Recht abenteuerlich und nur mit sparsamem Budget beginnen Liesel und Emmi die Reise. Zum Glück fährt Jascha, der Hilfspfleger des Heims mit.
Es sind nicht nur die Beschreibungen von Emmis Demenz, die mich ans Buch gefesselt haben. Es ist auch der mitunter humorvolle Ton, der in die Sätze eingeflossen ist. Dabei ist es, das weiß ich leider aus eigener Erfahrung, eine sehr heimtückische, den Menschen, den man liebt, verändernde Krankheit. Aber vielleicht muss man auch so unvoreingenommen wie Jascha es tut, mit der Krankheit umgehen. Spannung hat sich bei mir lautlos eingeschlichen und zum Weiterlesen gezwungen. Genau wie Liesel wollte ich wissen, wie Emmis Leben wirklich war und warum sie die Liebe und Herzlichkeit, die sie ihrer Enkeltochter Liesel so freigiebig entgegenbringt, ihrer eigenen Tochter nicht geben konnte. Herrlich fand ich es, wie Emmi immer wieder für eine Überraschung sorgt. Ich sage nur Slipeinlagen.
Jascha, den Sohn reicher polnischer Eltern, fand ich als Figur sehr interessant und liebenswert. Wirkt er manchmal sehr oberflächlich, ist er es, der Liesel immer wieder neue Impulse für ihr Denken und Tun gibt. Denn eines ist klar, Liesel hat sich in ihrer Liebe, Dankbarkeit und im Verantwortungsgefühl gegenüber ihrer Omi und Mutter festgefahrenen. Sie selbst, ihr Lebensplan bleibt dabei auf der Strecke. Es ist wirklich ein sehr eindringliches Buch, dass ich genossen habe. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.
Heimat ist mehr als ein Ort auf der Landkarte
In Miriam Burdelskis Debütroman "Ist doch schön hier" begibt sich die zwanzigjährige Liesel auf eine Reise zu den Wurzeln ihrer eigenen Familiengeschichte.
Ihre Großmutter Emmi stammt aus Ostpreußen (das heutige Masuren). Die beiden haben ein sehr enges Verhältnis, Emmi steht Liesel schon immer viel näher als ihre lethargische Mutter Melanie, die sich nie um sie gekümmert hat.
„Melanie hat mich bekommen, als sie sechzehn war, und das hat sie mir niemals verziehen. Wie konnte ich es wagen, mich in ihrem damals so perfekten, jungen Körper einfach zu entwickeln, ohne nachzufragen, ob das der richtige Zeitpunkt sei. Ich bin ihr einziges Kind, das macht mich in ihren Augen nicht liebenswerter, ...“
Inzwischen ist Emmi dement und lebt im Pflegeheim, doch sie möchte unbedingt noch einmal „nach Hause“. Ursprünglich wollte Liesel sich alleine auf die Suche nach Antworten auf die alten Familiengeheimnisse machen.
„Neben meinem Bett stapeln sich Bücher und Ordner, die ich selbst zusammengestellt habe. Ich werde die Fluchtstrecke meiner Oma zurückreisen bis in ihr Heimatdorf. Ich werde Fotos machen und ihr im Anschluss alles erzählen. Ich werde meine Mutter allein in der vakuumierten Wohnung lassen und ein Abenteuer erleben. So wie alle jungen Menschen. Ich bin jetzt eine von ihnen. Kann sein, dass mir sowohl der Mut als auch die genaue Planung noch fehlen. Aber der Wille ist da. Wenn ich jetzt nicht gehe, dann nie.“
Doch irgendwie wird daraus gemeinsam mit dem polnischen Altenpfleger Jascha und Oma Emmi ein Roadtrip zu Dritt. Sie wollen die Strecke zurückverfolgen, die Emmi damals bei ihrer Flucht gehen musste.
„[...] wenn es noch die Möglichkeit gibt, diese Spur zu verfolgen, dann jetzt. Solange Emmi noch da ist. Eintausendsechshundert Kilometer ist sie damals bei Schnee und Eis zu Fuß gegangen. Und haben wir das jemals wirklich begriffen? Ich nicht.“
Liesel hofft, von Emmi Antworten zu bekommen. Wer ist die „andere Liesel“, von der sie immer redet? Wieso ist Emmi so abweisend zu Melanie? Und wer Liesels Großvater und Vater sind, wollte ihr auch nie jemand sagen. Doch Emmi schweigt beharrlich und die Reise hält einige Herausforderungen bereit. Zwischen der unnahbaren Liesel, die noch nie verliebt war, und dem sympathischen Jascha entwickeln sich sich zarte Gefühle.
„Da ist etwas zwischen mir und Jascha, das mich rührt und unendlich traurig macht zugleich. Etwas, das ich noch nie für jemanden gefühlt habe. Vertrauen und Sicherheit. Jascha ist seit Tagen einfach da für mich. Und diese Gewissheit, nicht allein zu sein, habe ich seit Emmis Demenz vermisst. Aber da ist noch mehr. Es rumort in meinem Bauch und zwickt. Ist das Liebe? Zum Glück habe ich im Leben gelernt, das zu nehmen, was ich kriegen kann und dem anderen nicht allzu lange hinterherzutrauern. Ich nehme mir vor, das bei Jascha genauso zu handhaben.“
Doch dann zwingt ein Schicksalsschlag Liesel, die Reise abzubrechen.
Emmi versinkt zuhause in der Demenz und Liesel gibt die Hoffnung auf Antworten schon fast auf. Da wird ihr ein Päckchen mit Briefen überreicht. Was sie darin liest, hatte sie so nicht erwartet ...
„Ich hätte Emmi gerne davon erzählt. Dass ich die Sache zu Ende gebracht habe. Und dass es sich gut angefühlt hat. Und dass ich meinen Frieden gemacht habe. Ich brauche das, um neu starten zu können. Dieses Dorf offenbart keine Geheimnisse. Und es heilt keine Wunden. Aber es ist ein Abschluss. Der Abschluss meiner Reise.“
Die Handlung war zwar teilweise ein bisschen unrealistisch und klischeehaft, andererseits aber auch wieder sehr berührend. Miriam Burdelski hat einen wirklich bewegenden Roman über Kriegstraumata und Flucht, aber auch über das Erinnern und Loslassen geschrieben.
Vielen Dank an den Blessing Verlag (Penguin Random House Verlagsgruppe) und an NetGalley für das Rezensionsexemplar! 📚💚
Buchhändler*in 405648
Liesel liebt ihre Großmutter Emmi über alles. Jeden Tag besucht sie die demente, alte Frau im Pflegeheim. Was Liesel umtreibt, sind aber auch Fragen. Fragen über die Geheimnisse, die Emmi mit aller Macht zu bewahren sucht. Wie war das damals in Ostpreußen? Und warum hat Emmi solch ein unterkühltes Verhältnis zu Liesels Mutter? Antworten sucht Liesel auf einer Reise nach Ostpreußen, von der sich auch Emmi nicht abbringen lässt. Mit dabei ist Pfleger Jascha, ein unkomplizierter Typ, der Großmutter und Enkelin im Lada kutschiert. Dieses Trio ist unschlagbar.
Vordergründig hat mich Neugierde durch das Buch getrieben. Aber da war so viel mehr. Vor allem Liebe und Warmherzigkeit. Gefallen hat mir auch der oft selbstironische Humor, der bei Liesel als Ich-Erzählerin immer wieder aufblitzt. Liesel ist als Figur nahbar, war noch nie verliebt und hat keine Freunde. Ich mochte sie sehr. Durch die Reise nach Polen fängt sie an, das Leben aus anderen Blickwinkeln zu sehen. Sie wird lebendig, und Jascha gefällt ihr immer besser.
„Ist doch schön hier“ ist mit Herzblut geschrieben. Lange hat mich kein Buch mehr so emotional für sich eingenommen. Es ist tiefgründig, tragisch, originell und spannend. Die Sprache angenehm, die Dialoge kraftvoll. Am Ende wird Emmis Geheimnis gelüftet, und mit dieser Auflösung ist Miriam Burdelski eine echte Überraschung gelungen. Das geht noch mal richtig unter die Haut.
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