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Ist doch schön hier

Roman - SPIEGEL-Bestseller - ein bewegender und humorvoller Debütroman

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Erscheinungstermin 29.07.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

Familie ist nicht das, was bleibt, sondern das, was wir immer wieder neu erfinden

Als Liesel ihre Großmutter Emmi auf eine Reise in die ehemalige Provinz Ostpreußen begleitet, sucht sie mehr als nur einen Ort – sie sucht Antworten. Antworten auf die Fragen, die zwischen den Generationen stehen, auf die Geheimnisse, die sich in vergilbten Kalendern und in Emmis Schweigen verstecken. Zwischen Birkenalleen, alten Gutshäusern und dem Rauschen der Ostsee entfaltet sich eine Geschichte von Verlust und Hoffnung, von Schuld und Liebe. Doch je näher Liesel der Vergangenheit kommt, desto deutlicher spürt sie: Heimat ist kein Ort, den man auf der Landkarte findet. Heimat sind die Menschen, die bleiben, wenn alles andere verschwindet.

Der gewaltige und zutiefst berührende SPIEGEL-Bestseller über das Erinnern, das Vergeben und die Sehnsucht, irgendwo anzukommen.

»Ein Roadtrip in die Vergangenheit. Und obwohl wir dieses Setting schon hatten, hatte ich mit diesem Buch eine richtig gute Zeit, weil die Figuren so stark sind. Man möchte mit im Auto sitzen.« eat.READ.sleep, NDR Kultur

Familie ist nicht das, was bleibt, sondern das, was wir immer wieder neu erfinden

Als Liesel ihre Großmutter Emmi auf eine Reise in die ehemalige...

Marketing-Plan

Crossmediale Marketingkampagne

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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783896678010
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 384

Auf NetGalley verfügbar

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Durchschnittliche Bewertung von 36 Mitgliedern


Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Mit Ist doch schön hier ist Miriam Burdelski ein einfühlsamer und atmosphärisch dichter Roman gelungen, der lange nach dem Lesen nachhallt. Die Geschichte verbindet persönliche Familiengeschichte mit den großen Fragen nach Herkunft, Erinnerung und Zugehörigkeit.

Besonders berührend ist die Beziehung zwischen Liesel und ihrer Großmutter Emmi. Während ihrer gemeinsamen Reise durch das ehemalige Ostpreußen entfalten sich nach und nach Erinnerungen, die über Jahrzehnte verborgen geblieben sind. Die Autorin erzählt diese Annäherung mit großer Sensibilität und zeigt eindrucksvoll, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind.
Die Schauplätze sind so lebendig beschrieben, dass man die Landschaften, die Ostsee und die Spuren einer verlorenen Heimat förmlich vor sich sieht. Gleichzeitig gelingt es Burdelski, schwere Themen wie Verlust, Schuld und Vertreibung mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit und Wärme zu behandeln.
Was diesen Roman besonders macht, ist seine stille Menschlichkeit. Er erzählt nicht nur von der Suche nach den eigenen Wurzeln, sondern auch davon, wie Familie über Generationen hinweg geprägt wird durch Erinnerungen, Geschichten und das, was unausgesprochen bleibt.
Ist doch schön hier ist ein bewegender, kluger und hoffnungsvoller Roman, der zeigt, dass Heimat oft weniger ein Ort als ein Gefühl ist. Eine klare Empfehlung für alle, die Familiengeschichten mit Tiefgang und emotionaler Kraft schätzen.

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Wie viel Glück steht einem Menschen denn zu?
Schon mit den ersten Seiten, im Prolog, mit den Schilderungen einer Altbauwohnung, hat die Autorin mein Interesse und meine Aufmerksamkeit geweckt. Herrliche Ansichten zu den Vor- und Nachteilen haben mich schmunzeln lassen. Und die kurzen, knackigen, modern geschriebenen Sätze lesen sich leicht.

Es ist die Geschichte einer kleinen Familie, gefangen in Zwängen und belastet mit unausgesprochenes Gefühlen und einem Familientrauma aus der Vergangenheit. Drei Frauen und die Frage, was Familie bedeutet. Drei Generationen und keine hat es leicht.

Tochter Liesel, Mutter Melanie, Großmutter Emmi, leben in einfacher bescheidener Situation zusammen in einer sehr kleinen Wohnung. Liesel erzählt, wie sie aufgewachsen ist, von ihrer lethargisch, melancholischen Mutter und der Großmutter, die für alles sorgte und nun an Demenz ist. Für sie möchte Emmi nach Ostpreußen reisen und das Haus ihrer Kindheit suchen, um noch einmal die Vergangenheit aufleben zu lassen.

Liesel erzählt die Geschichte selbst, sie lässt uns an ihren Gedanken und Empfindungen teilhaben. Mit klaren, eindeutigen, nüchternen Worten nennt sie die Dinge wie sie sind. Und obwohl diese oft nicht gut sind, verliert Liesel nicht ihren Optimismus und trockenenHumor. Sie will über Grenzen gehen, über sich selbst hinausgehen, um Emmi etwas für deren Liebe zurück zu geben.

Liesel stellt sich unbequeme Fragen über viele Dinge im Leben und in der Vergangenheit. Es interessiert sie, ob man sich im zweiten Weltkiueg beschweren durfte, wie es war, als die ostpreußischen Flüchtlinge kamen, wer geholfen hat, wer nicht. Und sie stellt fest, dass diese Geschichten bald verschwunden sein werden. Liesel kritisiert, meckert nicht. Sie ist eine taffe junge Frau, die anpackt wo nötig, die Mitgefühl zeigt, Verantwortung übernimmt, die sich von familiäre Lasten befreien muss, um selbst zu leben und nicht noch nicht weiß wie. Dabei muss sie viel verkraften und es ist erstaunlich, wie gut es der Autorin gelingt, dies so glaubhaft und mitfühlend zu schildern.

Der Schreibstil der Autorin hat mich sehr angesprochen. Leicht lesbar und inhaltsreich fliegt man durch die Seiten. Die Geschichte hat mich von der ersten bis letzten Seite gefangen genommen. Ein Roman, der mich beeindruckt und mein Herz erreicht hat.

Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezentionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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Liesel, Mutter Melanie und Oma Emmi, leben schon so lange Liesel denken kann zusammen in einer kleinen Wohnung. Früher hat Emmi sich um alles gekümmert, für den Lebensunterhalt gesorgt, denn Melanie ist, wenn man ehrlich ist, allein nicht lebensfähig. Doch jetzt kämpft Emmi mit oder besser gegen das Vergesse, das ihre Demenzerkrankung mit sich gebracht hat. Sie ist ins Heim Alte Eichen gezogen und lebt in ihrer eigenen, mal mehr, mal weniger verwirrten Welt. Dabei hat Liesel noch so viele Fragen an Emmi. Vielleichtdenkt Liesel, findet sie Antworten an dem Ort, wo Emmi aufgewachsen ist - in Königsberg.
Recht abenteuerlich und nur mit sparsamem Budget beginnen Liesel und Emmi die Reise. Zum Glück fährt Jascha, der Hilfspfleger des Heims mit.
Es sind nicht nur die Beschreibungen von Emmis Demenz, die mich ans Buch gefesselt haben. Es ist auch der mitunter humorvolle Ton, der in die Sätze eingeflossen ist. Dabei ist es, das weiß ich leider aus eigener Erfahrung, eine sehr heimtückische, den Menschen, den man liebt, verändernde Krankheit. Aber vielleicht muss man auch so unvoreingenommen wie Jascha es tut, mit der Krankheit umgehen. Spannung hat sich bei mir lautlos eingeschlichen und zum Weiterlesen gezwungen. Genau wie Liesel wollte ich wissen, wie Emmis Leben wirklich war und warum sie die Liebe und Herzlichkeit, die sie ihrer Enkeltochter Liesel so freigiebig entgegenbringt, ihrer eigenen Tochter nicht geben konnte. Herrlich fand ich es, wie Emmi immer wieder für eine Überraschung sorgt. Ich sage nur Slipeinlagen.
Jascha, den Sohn reicher polnischer Eltern, fand ich als Figur sehr interessant und liebenswert. Wirkt er manchmal sehr oberflächlich, ist er es, der Liesel immer wieder neue Impulse für ihr Denken und Tun gibt. Denn eines ist klar, Liesel hat sich in ihrer Liebe, Dankbarkeit und im Verantwortungsgefühl gegenüber ihrer Omi und Mutter festgefahrenen. Sie selbst, ihr Lebensplan bleibt dabei auf der Strecke. Es ist wirklich ein sehr eindringliches Buch, dass ich genossen habe. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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Heimat ist mehr als ein Ort auf der Landkarte


In Miriam Burdelskis Debütroman "Ist doch schön hier" begibt sich die zwanzigjährige Liesel auf eine Reise zu den Wurzeln ihrer eigenen Familiengeschichte.
Ihre Großmutter Emmi stammt aus Ostpreußen (das heutige Masuren). Die beiden haben ein sehr enges Verhältnis, Emmi steht Liesel schon immer viel näher als ihre lethargische Mutter Melanie, die sich nie um sie gekümmert hat.

„Melanie hat mich bekommen, als sie sechzehn war, und das hat sie mir niemals verziehen. Wie konnte ich es wagen, mich in ihrem damals so perfekten, jungen Körper einfach zu entwickeln, ohne nachzufragen, ob das der richtige Zeitpunkt sei. Ich bin ihr einziges Kind, das macht mich in ihren Augen nicht liebenswerter, ...“

Inzwischen ist Emmi dement und lebt im Pflegeheim, doch sie möchte unbedingt noch einmal „nach Hause“. Ursprünglich wollte Liesel sich alleine auf die Suche nach Antworten auf die alten Familiengeheimnisse machen.

„Neben meinem Bett stapeln sich Bücher und Ordner, die ich selbst zusammengestellt habe. Ich werde die Fluchtstrecke meiner Oma zurückreisen bis in ihr Heimatdorf. Ich werde Fotos machen und ihr im Anschluss alles erzählen. Ich werde meine Mutter allein in der vakuumierten Wohnung lassen und ein Abenteuer erleben. So wie alle jungen Menschen. Ich bin jetzt eine von ihnen. Kann sein, dass mir sowohl der Mut als auch die genaue Planung noch fehlen. Aber der Wille ist da. Wenn ich jetzt nicht gehe, dann nie.“

Doch irgendwie wird daraus gemeinsam mit dem polnischen Altenpfleger Jascha und Oma Emmi ein Roadtrip zu Dritt. Sie wollen die Strecke zurückverfolgen, die Emmi damals bei ihrer Flucht gehen musste.
„[...] wenn es noch die Möglichkeit gibt, diese Spur zu verfolgen, dann jetzt. Solange Emmi noch da ist. Eintausendsechshundert Kilometer ist sie damals bei Schnee und Eis zu Fuß gegangen. Und haben wir das jemals wirklich begriffen? Ich nicht.“
Liesel hofft, von Emmi Antworten zu bekommen. Wer ist die „andere Liesel“, von der sie immer redet? Wieso ist Emmi so abweisend zu Melanie? Und wer Liesels Großvater und Vater sind, wollte ihr auch nie jemand sagen. Doch Emmi schweigt beharrlich und die Reise hält einige Herausforderungen bereit. Zwischen der unnahbaren Liesel, die noch nie verliebt war, und dem sympathischen Jascha entwickeln sich sich zarte Gefühle.

„Da ist etwas zwischen mir und Jascha, das mich rührt und unendlich traurig macht zugleich. Etwas, das ich noch nie für jemanden gefühlt habe. Vertrauen und Sicherheit. Jascha ist seit Tagen einfach da für mich. Und diese Gewissheit, nicht allein zu sein, habe ich seit Emmis Demenz vermisst. Aber da ist noch mehr. Es rumort in meinem Bauch und zwickt. Ist das Liebe? Zum Glück habe ich im Leben gelernt, das zu nehmen, was ich kriegen kann und dem anderen nicht allzu lange hinterherzutrauern. Ich nehme mir vor, das bei Jascha genauso zu handhaben.“

Doch dann zwingt ein Schicksalsschlag Liesel, die Reise abzubrechen.
Emmi versinkt zuhause in der Demenz und Liesel gibt die Hoffnung auf Antworten schon fast auf. Da wird ihr ein Päckchen mit Briefen überreicht. Was sie darin liest, hatte sie so nicht erwartet ...

„Ich hätte Emmi gerne davon erzählt. Dass ich die Sache zu Ende gebracht habe. Und dass es sich gut angefühlt hat. Und dass ich meinen Frieden gemacht habe. Ich brauche das, um neu starten zu können. Dieses Dorf offenbart keine Geheimnisse. Und es heilt keine Wunden. Aber es ist ein Abschluss. Der Abschluss meiner Reise.“

Die Handlung war zwar teilweise ein bisschen unrealistisch und klischeehaft, andererseits aber auch wieder sehr berührend. Miriam Burdelski hat einen wirklich bewegenden Roman über Kriegstraumata und Flucht, aber auch über das Erinnern und Loslassen geschrieben.

Vielen Dank an den Blessing Verlag (Penguin Random House Verlagsgruppe) und an NetGalley für das Rezensionsexemplar! 📚💚

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Liesel liebt ihre Großmutter Emmi über alles. Jeden Tag besucht sie die demente, alte Frau im Pflegeheim. Was Liesel umtreibt, sind aber auch Fragen. Fragen über die Geheimnisse, die Emmi mit aller Macht zu bewahren sucht. Wie war das damals in Ostpreußen? Und warum hat Emmi solch ein unterkühltes Verhältnis zu Liesels Mutter? Antworten sucht Liesel auf einer Reise nach Ostpreußen, von der sich auch Emmi nicht abbringen lässt. Mit dabei ist Pfleger Jascha, ein unkomplizierter Typ, der Großmutter und Enkelin im Lada kutschiert. Dieses Trio ist unschlagbar.

Vordergründig hat mich Neugierde durch das Buch getrieben. Aber da war so viel mehr. Vor allem Liebe und Warmherzigkeit. Gefallen hat mir auch der oft selbstironische Humor, der bei Liesel als Ich-Erzählerin immer wieder aufblitzt. Liesel ist als Figur nahbar, war noch nie verliebt und hat keine Freunde. Ich mochte sie sehr. Durch die Reise nach Polen fängt sie an, das Leben aus anderen Blickwinkeln zu sehen. Sie wird lebendig, und Jascha gefällt ihr immer besser.

„Ist doch schön hier“ ist mit Herzblut geschrieben. Lange hat mich kein Buch mehr so emotional für sich eingenommen. Es ist tiefgründig, tragisch, originell und spannend. Die Sprache angenehm, die Dialoge kraftvoll. Am Ende wird Emmis Geheimnis gelüftet, und mit dieser Auflösung ist Miriam Burdelski eine echte Überraschung gelungen. Das geht noch mal richtig unter die Haut.

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Ein bewegender Roman über Erinnerungen und Loslassen. Kriegstraumata und Flucht. Verschwiegenheit der Familiengschichten und der Suche nach den Antworten darauf. Wie Entscheidungen ein Leben prägen. Wie bei Demenz sich nicht nur das Vergessen sondern die gesamte Persönlichkeit eines Menschen quälend langsam vom Leben verabschiedet.

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Liesel kennt ihren Vater und den Großvater nicht. Sie ist in einer kleinen Wohnung mit ihrer depressiven Mutter und der Oma Emmi aufgewachsen. Jetzt ist Emmi dement und lebt im Pflegeheim. Da Liesel immer einen sehr guten Draht zu Emmi hatte, kommt sie fast jeden Tag zu Besuch und versucht an guten Tagen, mehr über die Vergangenheit zu erfahren. Emmi ist vor vielen Jahren mit ihren Eltern aus Ostpreußen geflohen. Liesel möchte die Fluchtroute von 1800 Km bereisen und spart schon länger für die Reise. Als der Pole Jascha ihr anbietet, sie in seinem Lada mit nach Danzig zu nehmen, ist Emmi auch mit dabei.
Das Cover ist jetzt nicht so der Hingucker. Der Titel passt zur Handlung. Die Protagonisten gefallen mir gut. Der Schreibstil und die Handlung haben mich nicht richtig fesseln können und manche Abschnitte sind sehr langatmig.

3 stars
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Ein melancholischer Familienroman mit einer sympathischen Protagonistin - Liesel, die zusammen mit ihrer demenzkranken Großmutter in die Vergangenheit und damit nach Polen reist . Begleitet werden sie von dem sehr positiv denkenden Jascha, der Liesel hilfreich zur Seite steht.
Liesel hat es nicht einfach mit einer depressiven Mutter, einer Großmutter im Altenheim, ohne Zukunftsperspektive und vielen offenen Fragen. Gute, dass es Jascha gibt …. Klare Leseempfehlumg für alle die keinen luftigleichten Sommerroman suchen, sondern etwas mit mehr Tiefe.

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Abschluss und Neuanfang

Der Debütroman der Autorin beschreibt die Familiengeschichte von drei Generationen aus der Perspektive von Liesl. Im Mittelpunkt stehen die Themen wie Heimat, Flucht, Erinnerungen, Verlust, aber auch Schicksale, Depressionen, Demenz und neben den ausgesprochenen oder angedeuteten Themen gibt es noch sehr viele verschwiegenen und ungesagten Aspekte im Leben von Emmi und Melanie. Emmi ist eine wichtige Bezugsperson in Liesls Leben und hat sich um sie gekümmert und sie aufgezogen, als Liesls Mutter Melanie dazu nicht in der Lage war. Mit dem Auftreten der Demenz und damit einhergehenden körperlichen und geistigen Abbau von Emmi, versucht Liesl so viel Zeit wie möglich mit ihrer Großmutter zu verbringen und mit ihr gemeinsam die Vergangenheit aufzurollen und die Geheimnisse ihrer Familie herauszufinden. Dies gelingt ihr nicht so einfach, dann Emmi möchte über die damalige Zeit nicht mehr reden und agiert häufig aggressiv und ablehnend, bis sie sich gemeinsam mit dem Pfleger Jascha auf eine ungewöhnliche Reise nach Ostpreußen begeben. Ich finde es schön zu lesen, wie liebevoll Liesl mit ihrer Großmutter umgeht und wie erfüllt sie die letzte gemeinsame Zeit zusammen verbringen. Traurig macht mich, dass Melanie eine Außenseiterrolle in dem Dreiergespann innehat und auch erst im Nachhinein klar wird, wie es dazu gekommen ist. Die Autorin schreibt mit sehr viel Mitgefühl und Emotionen und verknüpft die Elemente aus der Vergangenheit sehr gut mit der Gegenwart. Der Einstieg ist mir nicht ganz so leichtgefallen, ich habe Zeit benötigt, um mich in die Personen und die unterschiedlichen Zeitebenen hineinzuversetzen, aber mit danach ist es mir leichtgefallen. Die Themen sind auch nahezu durchgehend anspruchsvoll und emotional, sodass man sich die Zeit und Ruhe zum Lesen und Reflektieren nehmen sollte. Die Dosierung der Highlights hätte etwas besser verteilt werden können, so ist zu Beginn recht wenig passiert und am Ende dann gehäuft alles auf einmal, sodass für mich ein paar Szenen vorhersehbar wurden.
Am Ende ihrer Reise hat Liesl zwar zwei sehr wichtige Menschen aus ihrem bisherigen Leben verloren, aber dafür ein paar neue Menschen, mit denen sie nicht gerechnet hätte, dazu gewonnen.

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Eine gelungene Drei-Generationengeschichte, die unter die Haut geht und noch lange nachhallt. Der historische Teil macht nurveinen Aspekt des Buches aus, im Mittelpunkt steht eine sensible Coming-to-Age-Entwicklung und vzrborgene Konflikte der drei Frauen.

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Miriam Burdelski erzählt ein gewaltiger und zutiefst berührender Roman über das Erinnern, das Vergeben und die Sehnsucht, irgendwo anzukommen. Was mich an dieser Geschichte sofort fesselte, ist Liesels stille Hartnäckigkeit. Sie reist nicht nur mit ihrer Grossmutter in ein Land, das geografisch fern ist, sondern in eine Vergangenheit, die emotional noch viel weiter entfernt liegt. Ostpreussen wird hier zu einem Resonanzraum, Birkenalleen, verlassene Gutshäuser, das raue Meer, wirkt wie eine Landschaft, die Erinnerungen konserviert, aber sie nicht freiwillig preisgibt. Emmis Schweigen ist dabei fast lauter als jede Erzählung. Man spürt, wie viel Schmerz, Schuld und vielleicht auch Scham in diesen vergilbten Kalendern stecken. Liesel sucht Antworten, doch eigentlich sucht sie Zugehörigkeit. Und genau darin liegt die Kraft des Romans. Er zeigt, wie brüchig familiäre Erzählungen sind, wie sehr sie von dem abhängen, was verschwiegen wurde. Je näher Liesel der Wahrheit kommt, desto deutlicher wird, dass Heimat kein Ort ist, den man betritt, sondern ein Gefühl, das man sich erarbeitet. Familie ist hier kein festes Fundament, sondern ein Gefüge, das man immer wieder neu zusammensetzt aus Erinnerungen, aus Mut, aus dem Willen zu vergeben. Für mich ist es ein Roman, der leise beginnt und tief nachhallt. Eine Geschichte über das Ankommen, das nicht in einem Ort endet, sondern in einem Menschen.

5 stars
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Die neunzehjährige Liesel und ihre Mutter Melanie haben kein einfaches Verhältnis zueinander. Zum Glück hat Liesel ihre geliebte Oma Emmi, die sie großgezogen hat und die sie nun regelmäßig im Pflegeheim besucht. Die alte Frau leidet an beginnender Demenz und so sollen vor dem Vergessen noch alte Erinnerungen ans Licht kommen. Emmi musste als Kind mit ihrer Familie aus Ostpreussen fliehen und sie hat nie über diese Erlebnisse gesprochen. Melanies Vater ist nicht bekannt und auch darüber wurde nie gesprochen. Auch Liesel weiss nicht, wer ihr Vater ist.
Diese Familiengeschichte mit drei bemitleidenswerten Frauen spart nicht an Dramatik und Emotionen. Das große Schweigen durchzieht die Generationen und statt Antworten gibt es immer neue Fragen. Zum Glück gibt es trotz der ernsten Themen immer wieder Hoffnung und Zuversicht.
Mich hat dieses Buch berührt, weil die Themen und Figuren so lebendig sind.

5 stars
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Heimat ist mehr als nur ein Ort
Eine Familiengeschichte über Erinnerungen, alte Geheimnisse und die Suche danach, was Heimat wirklich bedeutet.

Liesel begleitet ihre Großmutter Emmi in die frühere Heimat der Familie. Mit dieser Reise beginnt nicht nur die Suche nach alten Spuren, sondern auch ein Blick auf vieles, worüber in der Familie lange nicht gesprochen wurde.
Schnell wird klar, dass nicht nur die Vergangenheit eine Rolle spielt. Viel wichtiger sind die Menschen und das, was sie mit sich tragen. Alte Erinnerungen kommen zurück und nach und nach wird verständlicher, warum manches verschwiegen wurde.
Die gemeinsame Reise verändert auch das Verhältnis zwischen Liesel und Emmi. Anfangs bleibt vieles unausgesprochen, doch langsam lernen die beiden Frauen einander besser kennen. Gerade diese Entwicklung wirkt natürlich und macht die beiden Figuren nahbar.
Die Gefühle der Figuren werden zurückhaltend beschrieben. Oft sagen kleine Gespräche oder kurze Augenblicke mehr als viele Worte. Dadurch entsteht eine Nähe zu den Menschen in der Geschichte, ohne dass die Handlung übertrieben wirkt.
Die Reise in die ehemalige Provinz Ostpreußen wird mit vielen kleinen Details beschrieben. Alte Gutshäuser, Alleen und die Nähe zur Ostsee geben den Erinnerungen einen Ort und machen die Vergangenheit greifbarer.
Die Frage nach Heimat begleitet die Geschichte immer wieder. Dabei geht es nicht nur um einen bestimmten Platz, sondern auch um Menschen, Erinnerungen und das Gefühl, irgendwo seinen Platz zu haben.
Besonders geblieben ist mir die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Manche Erlebnisse begleiten Familien über viele Jahre und beeinflussen auch die nächste Generation. Genau dieser Gedanke machte den Roman für mich interessant.
Die Geschichte von Liesel und Emmi erzählt von Erinnerungen, Familie und dem Umgang mit Dingen, die lange verborgen waren. Die ruhige Erzählweise und die persönlichen Einblicke haben mir sehr gut gefallen. 5 Sterne.

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Zum Inhalt:
Eigentlich ist für Liesel nur Oma Emmi wirklich Familie, denn ihre Mutter ist völlig lethargisch und kaum für sie da. Als sie sich eigentlich allein auf die Reise in die ehemalige Heimat der Oma machen will, kommt Pfleger Jascha die Idee, die Oma mitzunehmen und die beiden zu fahren. Es wird eine denkwürdige Reise für alle.
Meine Meinung:
Das ist so ein Buch, dass einen mehr packt als man es vielleicht erwarten würde. Mich hat es auf jeden Fall sehr berührt, denn ich kenne Demenz in der Familie auch aus eigenem Erleben. Ich fand die Reise mit Emmi und Jascha schon sehr berührend, aber was im Anschluss dann passierte noch mal mehr. Es ist ein Buch, dass auch zeigt, das manches einfach nicht so ist, wie es scheint und das man schon mal versuchen muss hinter die Fassade oder Gründe zu schauen, um wirklich zu verstehen, warum Menschen so sind wie sie sind. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und würde es uneingeschränkt empfehlen.
Fazit:
Berührende Geschichte

5 stars
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Liesel reist mit ihrer dementen Großmutter ins alte Ostpreußen – auf der Suche nach Antworten, die längst verloren scheinen. Was als Flucht vor dem eigenen Leben beginnt, wird zur Reise durch Generationen, Schuld und Liebe. Miriam Burdelski schreibt mit einer Frische und Leichtigkeit, die berührt, ohne zu beschweren. Ihre Protagonistin ist verloren und eigensinnig, ihre Großmutter voller Geheimnisse – und dazwischen ein junger Mann, der alles zusammenhält. Ein Debüt, das Humor und Melancholie so natürlich mischt, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Für alle, die Generationenromane lieben, aber auch für Leser, die sich nach ehrlichen, warmherzigen Geschichten sehnen.

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Liesels Oma, Emmi, hat Demenz und kann kaum eine Frage zu ihrer Vergangenheit in Ostpreußen beantworten. Genau deshalb macht sie sich auf die Reise um nach Antworten zu suchen. Doch diese wird anders als Liesel sich das vorgestellt hat. Ich war erst sehr abgeneigt von Liesel, weil sie so herablassend und voller Vorurteile war aber im Laufe des Buches kann man irgendwie nachvollziehen warum. Dann hatte ich nur noch Mitleid. Dieses Buch hat mich sehr berührt. Es hat mir gezeigt das, egal was und wen man im Leben verliert, man auch immer wieder dazugewinnen kann. Man kann immer von vorne anfangen, wenn auch mit traurigen Erinnerungen.

4 stars
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Das Haus in Kudern

Liesels Großmutter stammt aus Ostpreußen. Sie erzählt ihrer neunzehnjährigen Enkelin Geschichten aus der alten zeit, auch nach der Flucht nach Deutschland.
Noch im Pflegeheim spürt man der inzwischen alten, dementen Emmi die Sehnsucht nach der verlorenen Heimat an.
Gemeinsam mit einem Freund wagt Liesel die Reise mit ihrer Großmutter nach Polen.Es wird nicht einfach.
Es geht dann auch viel um Familie und Beziehungen und es gibt auch ein großes Geheimnis aus der Vergangenheit. Das hatte einfluß auf alle Familienmitglieder.
Miriam Burdelskis Erzählstil erlaubt ein starkes Mitfühlen. Nicht jedes Buch ist so emotional und dennoch ausgewogen.

In der Danksagung betont die Autorin noch, dass die Figuren dieses Romans nicht die ihrer Familie sind und dennoch hatte die Fluchtgeschichte ihrer Großmutter mit beeinflusst.

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Drei Frauen, drei Generationen.
Liesel ist 19 Jahre alt und hat ein wunderbares Verhältnis zu ihrer Großmutter Emmi die mittlerweile aufgrund von Demenz in einem Pflegeheim lebt. Liesels Mutter Melanie hat weder zu ihrer Mutter noch zu ihrer Tochter innigen Kontakt. Melanie ist mit sich selbst beschäftigt, kapselt sich ab und vegetiert vor sich hin. Liesel setzt sich in den Kopf, dass sie noch so viel über die Vergangenheit ihrer Oma erfahren möchte. Sie möchte ins ehemalige Ostpreußen reisen und sich auf die Suche begeben, nach Antworten. Die Reise wird allerdings ganz anders als gedacht, denn mit ihr zusammen reisen Emmi und ihr Pfleger Jascha.

Statt Antworten tauchen immer mehr Fragen auf. Und es wird deutlich, dass das Mutter - Tochter Verhältnis bei allen nicht besonders eng war. Nur die Verbindung zwischen Emmi und Liesel war innig. Melanie hat Liesel mit 16 Jahren bekommen, was auch zu einem großen Konflikt innerhalb der Familie führte.

Liesel lernt auf dieser Reise sehr viel über sich, ihre Familie und über Verlust und Vergebung. Und auch über ihre Gefühle gegenüber Jascha.

Die Kapitel sind angenehm kurz, sodass ich schnell durch die Seiten geflogen bin. Allerdings hatte ich beim Lesen leider nicht das Gefühl,dass es mich so richtig einsaugt. Das gesamte Buch wird hauptsächlich aus der Perspektive von Liesel geschrieben. Es war interessant die drei Frauen näher kennenzulernen, trotzdem blieb es für mich irgendwie eher "oberflächlich". Manche Aspekte und Aufenthalte hätte ich persönlich nicht gebraucht.

Die Grundthematik hat mich sehr interessiert, gerade wenn sich die nachfolgenden Generationen über die Vergangenheit ihrer Großeltern schlau machen. Gegen Ende des Buches ist noch viel passiert, und diese Leere, die Liesel verspürt hat, kam auch bei mir an.

Den Debütroman würde ich auf jeden Fall empfehlen, auch wenn er bei mir nicht komplett eingeschlagen ist.

⭐⭐⭐,5 | 5 Sterne

4 stars
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Ist doch schön hier verbindet Humor mit leisen Zwischentönen und erzählt vom Ankommen, Zweifeln und dem Wunsch, irgendwo wirklich dazuzugehören. Die Figuren wirken nahbar und die Sprache liest sich angenehm leicht.

An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, insgesamt war das aber ein kluger und unterhaltsamer Roman. 4 von 5 Sternen.

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Liesel ist ganz schön von der Rolle: lebt mit ihrer Mutter zusammen die nichts auf die Reihe bekommt, Liesel allerdings auch nicht. Die Oma Emmi, die sie aufgezogen hat, lebt im Altenheim und gleitet in die Demenz. Mit dem Pfleger Jascha, eine seltsame Gestakt, unternimmt sie die Reise entlang des Fussmarsches der Oma aus Ostpreußen. Wer der heutigen Leser*innen hat heute noch vor Augen aus den Erzählungen was Ostpreußen nach 45 war? Das sollte einem bewusst sein bevor diese recht desolate Familienkonstellation sich zu einer fesselnden Geschichte vor und in einem entwickelt. Die wenigen Personen darin werden einem immer näher.

5 stars
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Reise nach Ostpreußen

Miriam Burdelski hat für den Roman „Ist doch schön hier“ von der Flucht ihrer Großeltern inspirieren lassen. Allerdings ist es nicht biografisch, sondern sie hat alles aus ihrer Fantasie sprießen lassen.
Die Neugier der Liesel, wo ihre Großmutter Emma herkam, kann ich gut verstehen. Ich habe die Heimat meiner Mutter auch aufgesucht.
Liesel ist gerade neunzehn Jahre alt, als sie beschließt die Fluchtroute ihrer Oma zurück zu verfolgen.
Die Familie besteht aus der Großmutter Emmi, der Mutter Melanie und Liesel.
Von anderen Familienmitgliedern ist keine Rede.
Emmi wird dement und erzählt plötzlich von ein paar Personen. Anscheinend gab es eine andere Liesl.
Emmi will unbedingt nach Ostpreussen mit. Erst wehrt sich Liesel dagegen. Aber dann wird sie von dem polnischen Pfleger Sascha überredet, sie mitzunehmen. Er wird die beiden im Auto fahren.
Die Reise wird interessant und liebevoll geschildert.
Es macht Spaß, diese Geschichte zu lesen.

5 stars
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"Ist doch schön hier" eine Familiengeschichte voller ungesagter Worte und Geheimnisse. Wie wenig weiß die Enkelin über ihre Oma und deren Flucht aus Ostpreußen. Es bleibt nur noch wenig Zeit etwas zu erfahren, denn Oma ist Dement und hat nur noch wenige klare Momente.
Nur allmählich und bruchstückhaft erfahren wir die Geschichte der kleinen Familie.
Auf jeden Fall lesenswert.

4 stars
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Liesel wird sich auf den Weg machen um mehr über das Leben ihrer dementen Oma Emmi zu erfahren, die als 9. jährige mit ihrer Familie aus Ostpreußen fliehen musste. Sie muss das einfach machen um zu verstehen warum ihre Mutter Melanie so ist wie sie ist und warum sie selbst Liesel so gar keine Antworten auf ihr Leben findet. 3 Frauen, aneinander gebunden, als hätte das Schicksal gewürfelt und die 3 aus dem Würfelbecher ausgespuckt. Was passiert auf dieser Reise ist nicht das finden der Antworten sondern eher das finden der richtigen Fragen.
Der Weg ist das Ziel. Das macht dem Zauber des Romans aus. Keine klugen Sprüche, keine Weisheiten nein es ist das Scheitern das Liesel begleitet. Der Text hat mich anfangs nicht eingesogen ich fand ihn sogar langatmig aber das gab sich nach und nach so wie die Reise, die Liesel antrat. Sprachlich hat die Autorin mich überzeugt und die Charakterstudie einer jungen Frau geliefert, die sich schwer tut mit dem Leben aber auch weiß wie schön es ist seine kalten Füße an den Füßen eines anderen zu wärmen. Ich empfehle den Roman gerne welter.

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Liesels Großmutter wünscht sich nichts sehnlicher, als nochmal in ihre Heimat Ostpreußen zu sehen. Also fahren Liesel, Oma Emmi und der Altenpfleger Jascha nach Polen. Hier erfährt sie vieles über die Familie von Emmi und ihre Flucht. Langsam versteht sie ,warum sie und ihre Mutter Melanie Schwierigkeiten in ihrer Beziehung haben, aber auch warum Melanie so ist. Sie will einen Neuanfang mit ihrer Mutter .
Ein bewegender Roman über Verluste und das Schweigen, dass zerstört. Man wird unterhalten, aber auch zum Nachdenken angeregt. Sehr empfehlenswert

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Das Motiv ist kein neues: Eine Protagonistin begibt sich auf die Spuren ihrer eigenen Familiengeschichte, reist in die ehemalige Heimat ihrer Vorfahren und versucht dort, Familiengeheimnisse zu ergründen. Das kennen wir aus der jüngeren Vergangenheit unter anderem aus 'Elbland' von Christina Rikl oder 'Die Verlorene' von Miriam Georg. Auch Miriam Burdelskis Romandebüt 'Ist doch schön hier' greift dieses Motiv auf und erzählt daraus eine ebenso berührende wie atmosphärische Geschichte.

Im Mittelpunkt steht Liesel, die Anfang zwanzig ist und versucht, ihr Leben neu zu ordnen. Auf der Suche nach ihren familiären Wurzeln macht sie sich gemeinsam mit ihrer demenzkranken Großmutter Emmi und Jasha, einem Mitarbeiter des Pflegeheims, auf den Weg nach Ostpreußen, in Emmis alte Heimat. Auf diesem ungewöhnlichen Roadtrip vermischen sich Emmis verblassende Erinnerungen an Flucht und Vertreibung im Jahr 1945 mit der Gegenwart. Liesel versucht dabei, die Traumata und verschwiegenen Geheimnisse aufzudecken, die sich über drei Generationen von Frauen ziehen – bis ein Anruf alles verändert.

Mich hat der Roman schon im Vorfeld sehr interessiert, da auch meine Großeltern aus dem ehemaligen Ostpreußen stammen. Umso mehr hat es mich gefreut, dass das Buch meine Erwartungen erfüllen konnte.

Besonders lebt der Roman von seinen Figuren, die ich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen habe. Vor allem der Umgang von Liesel und Jasha mit Emmis Demenz ist unglaublich einfühlsam erzählt. Daraus entstehen viele berührende, aber auch überraschend humorvolle Momente. Mal musste ich schmunzeln, wenn Emmi mit ihrer ganz eigenen Logik auf die Welt blickt, mal schlucken, wenn ihre Erinnerungen an Flucht, Verlust und unerfüllte Träume wieder an die Oberfläche kommen. Das Buch ist eine echte Gefühlsachterbahn und hat mir mehr als einmal Tränen in die Augen getrieben.

Auch atmosphärisch konnte mich der Roman vollkommen überzeugen. Beim Lesen spürt man förmlich die Weite der Landschaft, hört das Rauschen der Birkenalleen und meint den Flügelschlag der Störche über den Feldern wahrzunehmen. Für meinen Geschmack hätte es die ein oder andere recht abrupt wirkende Wendung gar nicht gebraucht, die den Roman stellenweise etwas überladen wirkt, dennoch fügt sich am Ende alles zu einer schlüssigen und stimmigen Auflösung zusammen.

'Ist doch schön hier' ist ein warmherziger und bewegender Roman über Erinnerung, Familie und die Frage, wie sehr die Vergangenheit unser heutiges Leben prägt. Für mich eine absolute Leseempfehlung und ein Highlight dieses Bücher-Sommers.

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