Totensee
Thriller | Eines der aufregendsten Psychothriller-Debüts des Jahres 2026!
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Erscheinungstermin 01.09.2026 | Archivierungsdatum 04.10.2026
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Zum Inhalt
Eine Mutter, deren Tochter entführt wurde, ist verzweifelt.
Eine Ermittlerin, deren Tochter entführt wurde, ist bereit zu töten.
Gnadenloser Pageturn-Thriller , der dich nicht mehr schlafen lässt
Ada Sabel ist am absoluten Tiefpunkt: Niemand glaubt der suspendierten Kommissarin vom LKA Wien, dass ihre 14-jährige Tochter entführt wurde. Seit fünf Monaten muss sie die Ungewissheit ertragen, ob Mara noch am Leben ist. Und mit jedem Tag, an dem sie keinen Hinweis auf Maras Verbleib findet, wächst die Strichliste aus Schnitten an ihren Armen. Bis zu Tag 145, als am Ufer des Donaukanals eine kopflose Leiche auftaucht, auf deren Rücken Adas Name in blutigen Buchstaben eingeritzt ist.
Ada ist sich sicher: Die Botschaft stammt von Maras Entführer. Fieberhaft folgt Ada der Spur auf eigene Faust – nicht ahnend, dass sie mit jedem Schritt auch den Dämonen ihrer eigenen Vergangenheit näherkommt …
Nervenaufreibende Spannung aus Wien. Ein abgründiger Psychothriller für Leser*innen von Karin Slaughter, Bernhard Aichner und für alle Fans von Lisbeth Salander
Eine Mutter, deren Tochter entführt wurde, ist verzweifelt.
Eine Ermittlerin, deren Tochter entführt wurde, ist bereit zu töten.
Gnadenloser Pageturn-Thriller , der dich nicht mehr schlafen lässt
Ada...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783426568194 |
| PREIS | 16,99 € (EUR) |
| SEITEN | 448 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
⭐⭐⭐⭐⭐ Ein packendes Debüt, das unter die Haut geht
Was würdest du alles für dein Kind tun? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch Sophie Czernys Debüt-Thriller Totensee – und genau das macht die Geschichte so emotional und beklemmend.
Eine verzweifelte Mutter, deren Kind entführt wurde, und eine Suche, die immer tiefer in menschliche Abgründe führt. Die Handlung ist komplex, vielschichtig und wartet mit zahlreichen Perspektivwechseln und Zeitsprüngen auf. Man muss beim Lesen aufmerksam bleiben und die verschiedenen Puzzleteile zusammensetzen – doch genau das macht für mich den besonderen Reiz aus. Nach und nach fügt sich alles zusammen und irgendwann kann man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Die kurzen Kapitel tragen zusätzlich dazu bei, dass Totensee ein richtiger Pageturner ist. Ein Kapitel noch … und plötzlich sind wieder etliche Seiten gelesen. 😄
Besonders erschüttert hat mich, wie schonungslos die Geschichte menschliche Abgründe zeigt und was Kinder teilweise ertragen und durchmachen müssen. Dabei schafft es die Autorin, Spannung und emotionale Momente miteinander zu verbinden.
Für mich ein äußerst gelungenes und spannungsgeladenes Debüt, das mich überrascht, gefesselt und definitiv nicht so schnell losgelassen hat.
Klare 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung für alle, die spannende und komplexe Thriller lieben! ⭐⭐⭐⭐⭐
Sandra H, Rezensent*in
Das Cover und der Klappentext haben mich direkt gecatcht und so habe ich mich riesig auf das Buch gefreut :
Sophie Czerny´s Debüt lässt schon von Anfang an vermuten : das wird grandios ! Ihr flüssiger und einnehmender Schreibstil zieht einen direkt an und kaum hat man die ersten Seiten gelesen, ist man schon mitten im Geschehen.
Adas Tochter wurde entführt, doch niemand glaubt der suspendierten Kommissarin. Verzweifelt sucht sie überall, verfolgt alle Spuren, die sie findet, um ihre Tochter wieder zu finden. Vergeblich – bis an Tag 149 eine Leiche auftaucht, auf deren Rücken Ada´s Name eingeritzt ist und sie sicher ist : das ist eine Botschaft vom Entführer ihrer Tochter.
Sophie Czerny versteht es, den Leser/die Leserin mit auf einen Weg zu nehmen, der einen so großen Spannungsbogen hat, dass ich mich wirklich schwer getan habe, das Buch mal zur Seite zu legen.
Die Figuren sind allesamt authentisch und Adas Verzweiflung und ihr Schmerz sind so spürbar – das hat die Autorin perfekt transportiert.
Die schnellen Orts- und Zeitwechsel haben dafür gesorgt, dass das Buch sehr lebendig ist und ich hatte eine wirklich tolle Lesezeit.
Wer einen Thriller mit Spannung und fesselnden Wendungen sucht, der ist hier genau richtig – von mir gibt es dafür eine klare Empfehlung !
Rezensent*in 453119
Wow, was für ein Debüt! 😱
Kennt ihr diese Bücher, die einen von der ersten Seite an packen und einfach nicht mehr loslassen? Genau so eines war „Totensee“ für mich. Ganze drei Stunden Schlaf habe ich dafür geopfert, weil ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Und ganz ehrlich: Es hat sich mehr als gelohnt!
Ada Sabel ist suspendierte Kommissarin beim LKA Wien. Seit fünf Monaten ist ihre 14-jährige Tochter Mara verschwunden und Ada gibt die Suche einfach nicht auf. Da ihre Kollegen das Verschwinden ihrer Tochter nicht wirklich ernst nehmen, macht sie sich selbst auf die Suche. Dabei reist sie zwischen Österreich und Deutschland hin und her und folgt jedem noch so kleinen Hinweis.
Und einfach macht es Sophie Czerny ihren Lesern dabei nicht. Die Geschichte spielt auf verschiedenen Zeitebenen, zwischen denen immer wieder hin und her gewechselt wird. Nach und nach bekommt man neue Puzzleteile und Informationen, die zunächst vielleicht gar nicht zusammenzupassen scheinen.
Ada ist definitiv kein einfacher Charakter. Manches an ihrem Verhalten konnte ich nicht sofort nachvollziehen und manchmal hat sie mich auch ein bisschen ratlos zurückgelassen. Aber genau das fand ich spannend. Denn je mehr Puzzleteile man bekommt und je mehr man über ihre Vergangenheit erfährt, desto besser versteht man, warum Ada so handelt, wie sie handelt.
Und was man über ihre eigene Kindheit erfährt, ist teilweise wirklich grausam. Hier möchte ich euch aber auf keinen Fall zu viel verraten, denn gerade diese Enthüllungen sollte man selbst entdecken.
Ich habe mit Ada gelitten und mit ihr mitgefiebert. Immer wieder gab es für mich diese „WTF, was passiert hier gerade?!“-Momente und ich konnte mir teilweise kaum vorstellen, was Ada in manchen Situationen durchmachen musste.
Eine Triggerwarnung möchte ich trotzdem aussprechen: Gewalt an Kindern spielt in der Geschichte eine wichtige Rolle.
Was mir richtig gut gefallen hat, ist dieser Sog, den die Geschichte entwickelt. Durch die verschiedenen Zeitebenen und die immer wieder eingestreuten Hinweise wollte ich unbedingt herausfinden, wie alles zusammenhängt. Und natürlich hatte ich meine eigenen Theorien. Ob die allerdings richtig waren? Sagen wir mal so: Ich wurde das ein oder andere Mal ordentlich auf die falsche Fährte geschickt.
Der Schreibstil von Sophie Czerny ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Seiten sind bei mir wirklich nur so dahingeflogen und aus „Ich lese noch kurz weiter“ wurden gerade mal drei Stunden Schlaf.
Mein Fazit
„Totensee“ ist für mich ein richtig starkes Debüt und ein echter Pageturner. Eine düstere und spannende Geschichte, die mich mit ihren verschiedenen Zeitebenen, den vielen Puzzleteilen und einer alles andere als einfachen Protagonistin immer wieder überrascht hat.
Ada ist nicht unbedingt eine Figur, die man sofort versteht – aber genau das macht sie interessant. Und wenn sich nach und nach die einzelnen Puzzleteile zusammensetzen, ergibt auch ihr Verhalten immer mehr Sinn.
Ich habe mitgefiebert, mitgelitten und mich mehr als einmal gefragt: WTF?!
Rezensent*in 1920138
„Totensee“ ist ein düsterer und stellenweise wirklich harter Thriller, der mich mit seiner spannenden Geschichte schnell gepackt hat. Durch die verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven muss man anfangs zwar etwas aufmerksam bleiben, dafür entwickelt sich die Handlung zunehmend zu einem echten Pageturner. Besonders interessant fand ich die komplexe und alles andere als perfekte Hauptfigur Ada. Insgesamt ein intensiver Thriller mit einigen heftigen Momenten, den ich Fans des Genres empfehlen kann.
Totensee von Sophie Czerny
Seit fünf Monaten ist die vierzehnjährige Mara verschwunden. Ihre Mutter Ada ist überzeugt, dass sie entführt wurde, doch niemand glaubt ihr. Die suspendierte LKA-Kommissarin verliert mit jedem erfolglosen Tag ein weiteres Stück Halt. Dann wird am Wiener Donaukanal eine kopflose Leiche gefunden. In den Rücken des Toten wurde Adas Name geritzt.
Schon die Ausgangssituation entwickelt eine enorme Wucht. Die Frage nach Maras Schicksal ist eng mit Adas psychischem Zustand verbunden. Ihre Verzweiflung zeigt sich in Selbstverletzungen und einem zunehmend rücksichtslosen Verhalten. Sie ist bereit, Gesetze zu brechen und sich selbst in Gefahr zu bringen, solange die geringste Hoffnung besteht, ihre Tochter zu finden.
Ada ist eine fordernde Hauptfigur. Sie handelt impulsiv, stößt Menschen von sich und überschreitet Grenzen. Gleichzeitig wird spürbar, dass ihre Härte aus einer kaum auszuhaltenden Ungewissheit entsteht. Sophie Czerny versucht weder, jede ihrer Entscheidungen zu rechtfertigen, noch Ada zu einer unfehlbaren Ermittlerin zu machen. Gerade ihre Widersprüchlichkeit trägt die Geschichte.
Auch Wien passt hervorragend zu diesem Thriller. Hinter den prachtvollen Fassaden öffnet sich eine düstere Welt aus Gewalt und verdrängter Vergangenheit. Besonders der Donaukanal entwickelt eine beklemmende Atmosphäre. Die Stadt bleibt mehr als eine austauschbare Kulisse und verstärkt das Gefühl, dass unter einer vertrauten Oberfläche etwas Bedrohliches lauert.
Kurze Kapitel und gezielt gesetzte Enthüllungen sorgen für ein hohes Tempo. Immer wieder verändert sich der Blick auf Ada und ihr Umfeld. Einige Wendungen wirken stark konstruiert, und die permanente Intensität lässt kaum Raum zum Durchatmen. Auch die Darstellung der Selbstverletzung wiederholt sich häufig und kann sehr belastend sein.
Totensee ist ein schonungsloser Psychothriller über die verzweifelte Suche einer Mutter und die Grenzen, die ein Mensch für sein Kind überschreiten würde. Düster, brutal und emotional schwer auszuhalten. Ein beeindruckendes Debüt mit einer Hauptfigur, die keine Sympathie einfordert und trotzdem im Gedächtnis bleibt.
Triggerwarnung: Das Buch thematisiert die Entführung einer Jugendlichen, Selbstverletzung, psychische Krisen und drastische Gewalt. Die ausführlichen Inhaltshinweise sollten vor dem Lesen beachtet werden.
Vielen Dank an NetGalley und Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar.
Rezensent*in 2086544
Ein mega gutes Buch, das an den richtigen Stellen die Spannung perfekt aufbaut. Für mich ein sehr schönes Leserlebnis, das ich nur empfehlen kann. Neben einem spannenden Fall, gibt es auch eine bewegende Hintergrundstory. Die Protagonisten, sind sehr sympathisch und wachsen einem schnell ans Herz. Man fiebert der Lösung förmlich entgegen.
Inhaltsangabe (Quelle Amazon)
Eine Mutter, deren Tochter entführt wurde, ist verzweifelt.
Eine Ermittlerin, deren Tochter entführt wurde, ist bereit zu töten.
Gnadenloser Pageturn-Thriller , der dich nicht mehr schlafen lässt
Ada Sabel ist am absoluten Tiefpunkt: Niemand glaubt der suspendierten Kommissarin vom LKA Wien, dass ihre 14-jährige Tochter entführt wurde. Seit fünf Monaten muss sie die Ungewissheit ertragen, ob Mara noch am Leben ist. Und mit jedem Tag, an dem sie keinen Hinweis auf Maras Verbleib findet, wächst die Strichliste aus Schnitten an ihren Armen. Bis zu Tag 145, als am Ufer des Donaukanals eine kopflose Leiche auftaucht, auf deren Rücken Adas Name in blutigen Buchstaben eingeritzt ist.
Ada ist sich sicher: Die Botschaft stammt von Maras Entführer. Fieberhaft folgt Ada der Spur auf eigene Faust – nicht ahnend, dass sie mit jedem Schritt auch den Dämonen ihrer eigenen Vergangenheit näherkommt …
Nervenaufreibende Spannung aus Wien. Ein abgründiger Psychothriller für Leser*innen von Karin Slaughter, Bernhard Aichner und für alle Fans von Lisbeth Salander
Martin S, Rezensent*in
Sehr düsterer Thriller
Kommissarin Ada Sabel durchleidet gerade die Hölle. Ihre 14-jährige Tochter Mara ist spurlos verschwunden, aber niemand glaubt Ada, dass Mara entführt wurde. So macht sie sich selbst auf die verzweifelte Suche und mit jedem Tag schwindet die Chance, sie noch einmal lebend zu sehen. Nach 145 Tagen gibt es allerdings einen Hinweis, den Ada sehr ernst nimmt, einer kopflosen Leiche wurde der Name der Kommissarin eingeritzt. Eine neue Spur, die Ada in ihre eigene Vergangenheit katapultiert, die sie zum eigenen Schutz aus ihrem Gedächtnis verdrängt hat...
Die österreichische Autorin Sophie Czerny hat mit "Totensee" ihr aus meiner Sicht beeindruckendes Thriller-Debüt veröffentlicht. Sie erzählt die Geschichte in einem atmosphärischen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in den Bann ziehen konnte und das Buch für mich zu einem Page-Turner machte. Der Spannungsbogen wird mit der ungeklärten Situation um die 14-jähroge Mara und dem Auffinden der kopflosen Leiche sehr gut aufgebaut und über die folgenden Ermittlungen, welche mit überraschenden Wendungen gespickt sind, aus meiner Sicht stets auf einem sehr hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine immer komplexer werdende Geschichte, die von einer sehr düsteren Grundstimmung getragen wird. Die sehr interessant gezeichneten Protagonisten tragen zum Gelingen des Ganzen bei. Das fulminante Finale rundet das Buch dann mit einer überraschenden, aber auch gut nachvollziehbaren Auflösung gelungen ab.
Insgesamt ist "Totensee" ein überaus gut gelungener Thriller, der ohne große Brutalität ein sehr dunkles Szenario heraufbeschwört und somit den Leser von Beginn an fesselt. Das Thriller-Debüt von Sophie Czerny ist mehr als vielversprechend und lässt auf weitere Werke hoffen. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen.
Was würdest du tun, wenn dein Kind verschwindet – und niemand dir glaubt?
Das Cover ist von der Farbgebung her ja so gar nicht meins, aber zusammen mit dem Klappentext von „Totensee“ hat es mich schon neugierig gemacht. Und was ich dann zwischen den Buchdeckeln gelesen habe, war eine ganz starke Nummer. Dieser Psychothriller ist spannend, brutal, emotional und definitiv nichts für schwache Nerven.
Ada Sabel ist am Ende ihrer Kräfte: Ihre 14-jährige Tochter Mara ist seit fünf Monaten verschwunden, niemand glaubt der suspendierten Kommissarin, und dann taucht auch noch eine kopflose Leiche auf, auf deren Rücken Adas Name steht. Für sie ist klar: Das kann nur eine Nachricht des Entführers sein.
Ab diesem Moment gibt es für Ada kein Halten mehr – und für mich eigentlich auch nicht. Die kurzen Kapitel haben mich förmlich durch die Geschichte gejagt. Immer wenn ich dachte: Jetzt mache ich aber wirklich eine Pause, kam natürlich genau an dieser Stelle der nächste Happen, bei dem man unmöglich aufhören konnte.
Ada hat mich dabei immer mehr gepackt. Psychisch völlig am Ende, von ihrer Vergangenheit eingeholt und getrieben von der verzweifelten Suche nach ihrer Tochter, ist sie alles andere als eine klassische Ermittlerin. Gerade ihre Verletzlichkeit und ihre Abgründe machen sie unglaublich interessant.
Die vielen Wechsel zwischen Orten, Zeitebenen und Rückblenden haben mir den Einstieg zwar zunächst etwas erschwert, aber irgendwann war ich drin und dann gab es kein Entrinnen mehr. Dazu hat auch der Schreibstil beigetragen, denn der ist fesselnd, direkt und ungefiltert.
Eines sei noch gesagt: Für zarte Gemüter ist „Totensee“ eher nicht geeignet. Hier fließt Blut, es wird brutal und vor allem die Passagen, in denen Kinder betroffen sind, können richtig an die Nieren gehen.
Und dann dieser passende Titel … Denn warum das Buch „Totensee“ heißt, löst sich erst schlüssig am Ende auf. Mehr verrate ich nicht, sonst müsste ich spoilern.
Für diesen Thriller gibt es fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Bianka M, Rezensent*in
Das Verschwinden eines Kindes ist für jeden Elternteil der schlimmste Albtraum. Aber was passiert, wenn niemand glaubt, dass dieses Kind überhaupt entführt wurde?
Seit fünf Monaten ist Mara verschwunden. Ihre Mutter Ada Sabel, suspendierte Kommissarin beim LKA Wien, ist überzeugt, dass ihre vierzehnjährige Tochter nicht einfach weggelaufen ist. Doch Ada steht mit dieser Überzeugung allein da.
Dann wird im Donaukanal eine kopflose Leiche gefunden.
Auf ihrem Rücken steht Adas Name.
Ab diesem Moment gibt es für Ada kein Zurück mehr.
Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, folgt Spuren, die sie immer weiter in eine Vergangenheit führen, an die sie sich selbst nur bruchstückhaft erinnert. Und während die Zeit für Mara abläuft, wird immer deutlicher, dass Ada nicht nur nach ihrer Tochter sucht.
Sie sucht auch nach etwas in sich selbst.
Und genau das macht Totensee für mich interessanter als einen gewöhnlichen Thriller.
Ada ist keine dieser Ermittlerinnen, die zwar angeblich Ecken und Kanten haben, am Ende aber doch vor allem cool, schlagfertig und bewundernswert sind. Ada ist kaputt. Sie ist verzweifelt, selbstzerstörerisch, abweisend und oft schwer auszuhalten. Sie trifft Entscheidungen, bei denen man sie am liebsten schütteln würde.
Gleichzeitig sucht sie seit 145 Tagen nach ihrer Tochter.
Und man zweifelt keine Sekunde daran, dass sie für Mara alles tun würde.
Gerade dieser Widerspruch hat Ada für mich zu einer interessanten Figur gemacht. Denn Liebe allein macht einen Menschen nicht automatisch zu einer guten Mutter. Ada liebt ihre Tochter. Aber zwischen beiden steht trotzdem vieles, was nie ausgesprochen, nie aufgearbeitet und vielleicht auch viel zu lange verdrängt wurde.
Dass Mara verschwindet, zwingt Ada deshalb nicht nur dazu, nach ihrer Tochter zu suchen. Sie muss sich gleichzeitig mit einer Vergangenheit auseinandersetzen, die sie selbst offenbar lieber vergessen hätte.
Totensee erzählt seine Geschichte nicht geradlinig. Verschiedene Orte, Zeitebenen und Perspektiven greifen ineinander, und am Anfang muss man durchaus aufmerksam bleiben, um nicht den Überblick zu verlieren. Aber genau aus diesen zunächst verstreuten Fragmenten entsteht nach und nach ein Bild, bei dem man irgendwann versteht, warum bestimmte Dinge erzählt wurden.
Das Buch verlangt einem dabei einiges ab.
Es wird brutal. Teilweise verstörend. Und gerade weil Kinder in dieser Geschichte eine Rolle spielen, gibt es Momente, die wirklich schwer auszuhalten sind.
Aber Sophie Czerny verlässt sich nicht ausschließlich auf Gewalt und Schockeffekte.
Hinter der Suche nach Mara steckt eine Geschichte über Schuld, Erinnerung und darüber, wie lange eine Vergangenheit weiterwirken kann, selbst wenn man alles darangesetzt hat, sie hinter sich zu lassen.
Je weiter Ada kommt, desto mehr verschiebt sich auch der Blick auf die Geschichte. Wer ist Opfer? Wer Täter? Und wie viel von dem, was heute geschieht, hat seinen Ursprung längst in einer Zeit, die eigentlich vorbei sein sollte?
Ich mochte besonders, dass Totensee nicht versucht, Ada zur perfekten Heldin zu machen. Sie darf widersprüchlich sein. Sie darf Fehler machen. Sie darf verletzlich und gleichzeitig kaum erträglich sein.
Und vielleicht funktioniert die Geschichte gerade deshalb.
Denn am Ende geht es nicht nur darum, ob Ada ihre Tochter rechtzeitig findet.
Es geht auch darum, was von einem Menschen übrig bleibt, wenn er gezwungen wird, sich all den Dingen zu erinnern, vor denen er sein ganzes Leben davongelaufen ist.
Ein Thriller, der nicht nur wissen will, wer ein Monster ist. Sondern auch, wo ein Monster eigentlich beginnt.
Düster, spannend und voller Geheimnisse 🖤🔪
Totensee hat mich mit seiner düsteren Atmosphäre und der stetig steigenden Spannung schnell gepackt. Schon früh hatte ich das Gefühl, dass hinter der Geschichte mehr steckt, als zunächst zu erkennen ist – und genau dieses Misstrauen hat mich immer weiterlesen lassen.
Besonders gut gefallen haben mir die überraschenden Wendungen. Immer wenn ich dachte, ich hätte eine Ahnung, wohin sich die Geschichte entwickelt, kam wieder etwas dazwischen. Die Spannung bleibt dadurch lange erhalten und sorgt für einige richtig fesselnde Momente.
Für mich ein gelungenes Psychothriller-Debüt mit einer unheimlichen Stimmung, Geheimnissen und einigen Überraschungen. Ein Buch für alle, die es gerne düster, spannend und unvorhersehbar mögen. 🖤
Bärbel K, Rezensent*in
Ada Sabel arbeitet in Wien bei der Kripo, das heißt zurzeit ist sie suspendiert und recherchiert auf eigene Rechnung. Niemand glaubt ihr, dass ihre 14jährige Tochter, die seit 5 Monaten verschwunden ist, entführt wurde…
Am Anfang fühlte ich mich von der Autorin herausgefordert. Es fand ein steter Wechsel zwischen verschiedenen Orten - Wien, Berlin, Bad Reichenhall und einem Ort nahe von München - statt. Als wäre das nicht genug, gibt es dann auch noch Rückblenden bis ins Jahr 1988. Ich bin froh, diese Herausforderung angenommen und gemeistert zu haben, denn was die Autorin hier zu Papier gebracht hat, ist super spannend, wendungsreich und die Auflösung einfach unglaublich.
Im Mittelpunkt steht Ada Sabel, eine Frau Ende 30, die kein einfaches Leben hinter sich hat, die nachts aus Alpträumen aufwacht, die sich mittels Tabletten über den Tag rettet. Dabei lässt Ada keine Nähe zu. Sie ist nicht einmal in der Lage ihre Tochter, die sie ohne Zweifel innig liebt, zu umarmen. Wen wunderts da, dass Mara ihre Mutter abwertend nur Erzeugerin nennt. Sieht Mara die fehlende Nähe und Zuwendung doch als Ablehnung gegen sich. Adas wagen Erinnerungen lassen sie nicht los und nun ist auch noch ihre Tochter verschwunden. Ich fand die Beschreibungen zu ihrem Verhalten, zu ihrer kranken Seele als sehr eindringlich. Auch wenn Ada jede Hilfe ablehnt, so hat sie mir unwahrscheinlich leidgetan. Wie die Autorin aus den verschiedenen Orten, Zeiträumen und Personen schlussendlich diesen wendungsreichen Thriller zusammengesetzt hat, hat mich überzeugt. Es war, als würden am Ende alle Puzzleteile an die richtige Stelle legen. Spannungsgeladen bis zum Schluss. Darum gibt’s von mir 5 Lese-Sterne und eine absolute Leseempfehlung.
Buchhändler*in 1449023
Eine Mutter, deren Tochter entführt wurde, ist verzweifelt.
Niemand glaubt ihr. Seit Monaten lebt sie in der Ungewissheit, ob Mara noch am Leben ist.
Ada Sabel ist suspendierte Kommissarin beim LKA Wien.
Als eine Leiche ohne Kopf auftaucht, auf deren Rücken Adas Name in blutigen Buchstaben eingeritzt ist, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln.
Ada ist sich sicher, die Botschaft kommt von Maras Entführer.
Ein absolut spannender Thriller, düster, erbarmungslos und fesselnd.
Buchhändler*in 1544752
Mich hat noch nie ein Thriller von der ersten Seite an so gepackt wie dieser. Spannend vom Anfang bis zum Schluss, mit kurzen Kapiteln und verschiedenen Perspektiven. Gefühle werden so gut beschrieben, dass man sich super in die Personen hineinversetzen kann und unglaublich mitfühlt. Immer passiert etwas, man kann gar nicht aufhören zu lesen.
Totensee ist ein Thriller, der einen nicht einfach mitreisst, sondern regelrecht verschlingt. Ada Sabel ist eine Figur, die man kaum erträgt und doch nicht loslassen kann. Ihre Verzweiflung ist so roh, so ungeschönt, dass man beim Lesen fast den Atem anhält. Fünf Monate Ungewissheit und niemand glaubt ihr. Diese Isolation, dieses Gefühl, gegen eine Wand aus Ignoranz und Misstrauen zu rennen, macht Ada zu einer der eindringlichsten Ermittlerinnen, denen ich in einem Thriller begegnet bin. Die Strichliste an ihren Armen ist ein schmerzhafter, aber wirkungsvoller Spiegel ihrer inneren Zerrissenheit. Und dann die kopflose Leiche am Donaukanal, mit ihrem Namen in die Haut geritzt. Ein Moment, der wie ein Schlag ins Gesicht wirkt. Plötzlich ist klar. Der Täter spielt nicht nur mit ihr, er kennt sie, er verfolgt sie, er will sie brechen. Der Roman lebt von dieser gnadenlosen Nähe zur Abgrenzungslosigkeit. Ada jagt nicht nur den Entführer ihrer Tochter, sie jagt ihre eigenen Dämonen, ihre Schuld, ihre Vergangenheit. Jeder Schritt bringt sie näher an die Wahrheit, aber auch näher an den Abgrund. Die Spannung entsteht nicht nur aus der äusseren Gefahr, sondern aus der Frage, wie viel ein Mensch ertragen kann, bevor er selbst zur Waffe wird. Dieser Roman ist ein gnadenloser Thriller. der den Leser fast nicht mehr schlafen lässt.
Ada Sabel ist am Tiefpunkt angekommen: Niemand glaubt ihr, dass ihre 14jährige Tochter Mara entführt worden ist; ihre kompromisslose Suche hat der Kommissarin beim LKA Wien sogar noch ihre Suspendierung und einen anstehenden Gerichtsprozess eingebracht, bei dem sie – zunächst widerwillig – von ihrer ehemals besten Freundin Heidi vertreten werden soll. Als im Donaukanal ein Boot mit einer darin liegenden kopflosen Leiche aufgefunden wird, in deren Rücken Adas Name eingeritzt ist, sieht Ada sofort den Zusammenhang mit ihrer entführten Tochter. Ihre Nachforschungen führen zu einem katholischen Kinderheim und in ihre eigene Vergangenheit ….
Die freie Autorin und promovierte Rechtswissenschaftlerin Sophie Czerny legt mit „Totensee“ ihr Thriller-Debüt vor, das viele Vorschusslorbeeren erhält und auch mich restlos überzeugen konnte.
Das Setting beginnt und endet in Österreich, der Heimat der Autorin, führt die Leser*Innen aber auch nach Deutschland.
Sophie Czernys düsterer Schreibstil geht auf in einer bedrückenden Atmosphäre, psychologischer Tiefe und einer Sprache, die das Unbehagen greifbar macht. Kurze Kapitel, zahlreiche Orts-, Zeit- und Perspektivwechsel treiben die Handlung voran und erzeugen eine atemlose Spannung; allerdings muss man sich hierauf einlassen, da sonst leicht der Überblick verloren gehen kann. Nachvollziehbare, überraschende Plottwists und ein Ende, in dem alle Fragen beantwortet werden, konnten mich vollauf überzeugen.
Die Handlung lebt von der Hauptfigur Ada Sabel. Mit ihr hat Sophie Czerny eine mehrdimensionale, tief traumatisierte und verzweifelte Figur erschaffen, die absolut glaubhaft ist, aber oftmals auch verstört, wenn Ada alle Grenzen überschreitet und wirklich alles dem Auffinden ihrer Tochter unterordnet. Es ist beeindruckend, wie Ada sich niemals mit einfachen Antworten zufrieden gibt und hartnäckig ihr Ziel verfolgt. Czerny lässt sie nicht als strahlende Heldin erscheinen, sondern mit all ihren Schwächen und Widersprüchen lebendig werden: Sie darf Fehler machen, teils selbstzerstörerisch und abweisend sein, aber auch nachdenklich und verletzlich. Viele ihrer Handlungen sind nur schwer auszuhalten und machen Ada zu einer herausfordernden Figur. Ihr zur Seite hat die Autorin die Anwältin Heidi gestellt, bei der nicht nur ihre rechtswissenschaftlichen Fähigkeiten, sondern vor allem ihre unerschütterliche Loyalität und Freundschaft zu Ada wohltuend sind in einer höchst beklemmenden Atmosphäre. Und so lockert auch die Geschichte von „Hund“, die für die Handlung nicht zwingend nötig gewesen wäre, die Schwere etwas auf.
Sophie Czerny befasst sich in „Totensee“ mit den Themen von Traumata und ihren psychischen Folgen. Es ist folgerichtig, dass dabei bestimmte Aspekte nur schwer auszuhalten sind; dabei ist die Vorstellung, dass dem eigenen Kind etwas zustoßen könnte - und damit zu den schlimmsten Ängsten überhaupt zählt - , objektiv noch nicht einmal das schlimmste Grauen in diesem Thriller – doch mehr will ich hier nicht verraten.
„Totensee“ ist ein ungewöhnlicher und rasanter Thriller, der unter die Haut geht und noch lange nachhallt. Obgleich er für mich ein Jahreshighlight des Genres ist, kann ich ihn nur Leser*Innen empfehlen, die den aufwühlenden Themen und der damit zusammenhängende Brutalität und Düsternis standhalten können.
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