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Buchcover für Die Auster

Die Auster

Roman

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Erscheinungstermin 21.07.2026 | Archivierungsdatum 17.08.2026

Hanser Verlag | Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG


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Zum Inhalt

Der Geschäftsführer eines legendären Kaufhauses wird ermordet aufgefunden. Doch bis die Polizei am Tatort eintrifft, hat Leonora Bloch alle Spuren beseitigt, so diskret und gründlich, wie sie schon seit 45 Jahren als Reinigungskraft bei Dr. Bronstett jeder Form von Unordnung begegnet. Als die Ermittlungen in die Austernbar in der fünften Etage führen, ist man schon mittendrin im Mikrokosmos dieses Kaufhauses, das von der paradoxen Sehnsucht nach vergangener Pracht und erschwinglichem Luxus lebt. Und niemand scheint sich in dieser Welt, wo Glanz und Elend, Armut und Reichtum so entwaffnend aufeinandertreffen, besser auszukennen als die 73-jährige Leonora. Doch kennt sie wirklich alle Geheimnisse und welche hütet sie selbst? Die gefeierte Stilistin Yael Inokai inszeniert eine Kriminalgeschichte, die ein feingefügtes Netz menschlicher Schicksale birgt.

Der Geschäftsführer eines legendären Kaufhauses wird ermordet aufgefunden. Doch bis die Polizei am Tatort eintrifft, hat Leonora Bloch alle Spuren beseitigt, so diskret und gründlich, wie sie schon...


Eine Anmerkung des Verlags

Bitte veröffentlichen Sie keine Rezensionen außerhalb dieser Plattform vor dem ET (21.07.2026).

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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783446284593
PREIS 23,00 € (EUR)
SEITEN 224

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Was für eine Heldin! Eleonora ist, als Reinigungskraft und auch sonst, nicht vom Leben verwöhnt und hat sich am Rand der Gesellschaft sehr gut eingerichtet. Als ihr Arbeitgeber ermordet wird, gerät die 73-Jährige in ihrem Sosein aus dem Tritt. Sie muss sich zwangsweise auf Neues einlassen. Das Buch begleitet Eleonora auf einem Weg, der nicht nur ihr Gespür für Menschen prüft, sondern auch das der Lesenden. Pflichtlektüre für Hobby-Soziolog:innen und alle, die wissen wollen, dass und wie Deutschland als Gesellschaft funktioniert. Ein literarisches Krimi-Kleinod.

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Dr. Bronstett, der Leiter eines großen Berliner Kaufhauses, liegt tot auf dem Boden, offensichtlich ermordet, als seine Reinigungskraft Leonora Bloch das schmucke Anwesen betritt. Dienstbeflissen sorgt sie erst einmal für Ordnung und putzt, bevor sie die Polizei ruft. Seit über 45 Jahren arbeitet Leonora für Bronstett, einige Jahre auch im Kaufhaus. Während sie als Putzfrau selbst für die meisten unsichtbar bleibt, hat sie ein Gespür für feine Nuancen und kleine Veränderungen, und sie macht sich ihre ganz eigenen Gedanken.

Auch wenn „Die Auster“ auf den ersten Blick wie ein Kriminalroman wirkt, ist es doch keiner, jedenfalls nicht im eigentlichen Sinne. Vielmehr liegt der Blick auf den kleinen und großen Geheimnissen des Lebens, den Sehnsüchten und verlorenen Illusionen. Im komplexen Geflecht eines Kaufhauses treffen die unterschiedlichsten Milieus aufeinander. Der schöne Schein, austernschlürfende Restaurantbesucher und kaufkräftige Klientel vor perfekt ausgeleuchteter Kaschmir-Ware stehen im Gegensatz zum kalten Neonlicht im Personaltrakt, wo vertrocknete Brötchen in der Kantine auf die Angestellten warten, die vom Aufstieg träumen, die Wegrationalisierung ihrer Jobs befürchten oder im Niedriglohnsektor vor sich hin schuften.

Yael Inokai beweist einen feinen, differenzierten Blick für die Details und stellt die Menschen ist Licht, die gerne übersehen werden. Sie zeigt, wie sich Hierarchien in Sprache und Haltung äußern, mit welcher Arroganz und Herablassung sich Status im persönlichen Umgang widerspiegelt. Und wie Einsamkeit, Verzweiflung, Leere, Ängste und Unsicherheiten hinter den Fassaden der Großstadt lauern, ungeachtet der sozialen Schicht.

Auch bei diesem Roman von Yael Inkoai ist Queerness wieder ein Thema, das hier, angesichts des bereits sehr facettenreichen Schwerpunkts und der Kriminalgeschichte, leider seltsam aufgepfropft wirkt. Weniger wäre da mehr gewesen.

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Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, Leonora ist so eine tolle Heldin. Sie hat mich an Olga Tokarczuks "Gesang der Fledermäuse" erinnert und eine Weile dachte ich, der Text könnte eine ähnliche Wendung nehmen. Die Art wie hier über die Leben und Sorgen einfacher Angestellter eines Kaufhauses in einer charmanten Kriminalgeschichte erzählt wird, ist wirklich schön gemacht. Alle Einzelschicksale - finanzielle Abhägigkeit in Beziehungen, Wohnungsnot, queeres Leben in den 80ern und heute, Aidserkrankungen -, die uns die verschiedenen Personen näherbringen, werden erst nach und nach aufgedeckt.

4 stars
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In „Die Auster“ geht es um Leonora, die seit vielen Jahren für den Kaufhausleiter Bronstett putzt. Auch an dem Tag, an dem sie ihn in tot in einer Blutlache auffindet.
Was folgt, ist die Suche nach dem Mörder und die Suche nach einem neuen Job, die Aufarbeitung der Vergangenheit und von Trauer und das Wiedersehen mit alten Freunden. „Die Auster“ funktioniert genreübergreifend. Altersarmut und das Aussterben von Kaufhäusern sind nur zwei der vielen sehr aktuellen Themen, die die Autorin hier aufgreift. Yael Inokai hat das hier so gut umgesetzt. Es war spannend und hat sich super gelesen. Ich war gleich ab der ersten Seite gefesselt und wollte unbedingt mehr von Leonora erfahren. Die Kulisse und Atmosphäre des Kaufhauses haben mir sehr gut gefallen. Die einzelnen Abteilungen, Etagen, die Rolltreppen, das Restaurant und das Personal, ich sah alles beim Lesen vor mir.
Im letzten Drittel war das Buch für mich dann doch zu lang zu ruhig. Ich wollte nun unbedingt wissen, was geschehen ist und was geschehen wird.
An einigen Stellen fiel es mir leider schwer Leonora zu folgen. Vor allem dann, wenn sie von der Vergangenheit erzählte. Da geriet ich jedes Mal kurz ins Stocken, fand aber trotzdem immer gut und schnell wieder zurück in die Handlung.
In die Geschichte konnte ich eintauchen, sie ist spannend, sehr berührend und regt stark zum Nachdenken an. Eine große Empfehlung.

4 stars
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Yael Inokais „Die Auster“
Yael Inokais neuer Roman Die Auster nutzt die Hauptstadt als Bühne für eine Geschichte, die weit über die Grenzen des Kriminalromans hinausweist. Wer sich bei den Schilderungen eines traditionsreichen Luxuskaufhauses an das KaDeWe erinnert fühlt, liegt vermutlich nicht falsch – auch wenn der Name des Hauses nie fällt. Das Kaufhaus wird zum Mikrokosmos einer Gesellschaft, in der Reichtum und Armut, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit Tür an Tür leben.
Im Mittelpunkt steht die 73-jährige Leonora Bloch, die seit Jahrzehnten als Reinigungskraft arbeitet. Als sie eines Tages die Leiche ihres wohlhabenden Arbeitgebers in dessen Wohnzimmer entdeckt, beginnt eine Ermittlung, die weit mehr freilegt als die Umstände eines Mordes. Noch bevor die Polizei eintrifft, hat Leonora die Spuren beseitigt – eine Handlung, die ebenso rätselhaft wie konsequent erscheint. Von diesem Moment an entspinnt sich ein Geflecht aus Vermutungen, Erinnerungen und verborgenen Beziehungen, dem die Leserinnen und Leser mit wachsender Spannung folgen.
Die ermittelnde Kommissarin und der kriminalistische Plot bleiben stets präsent, dienen jedoch vor allem als Gerüst für eine vielschichtige Erkundung menschlicher Schicksale.
Sprachlich bleibt Yael Inokai ihrem Ruf als feinsinnige Stilistin treu. Ihre Sätze sind klar und zugleich von einer subtilen poetischen Kraft getragen. Sie schreibt mit großer Empathie für ihre Figuren, ohne sie jemals zu idealisieren. Der Kriminalfall entwickelt einen Sog, doch die eigentliche Stärke des Romans liegt in den Zwischentönen, im Ungesagten und in den Fragen nach gesellschaftlicher Zugehörigkeit.
Ein Buch, das Spannung erzeugt, ohne sich auf sie zu verlassen, und das lange nach der letzten Seite nachhallt.

5 stars
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