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Buchcover für Eine einfache Wahrheit

Eine einfache Wahrheit

Roman.

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Erscheinungstermin 21.07.2026 | Archivierungsdatum 17.08.2026


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Zum Inhalt

Kurz vor dem Mauerfall flieht Janna mit ihren Eltern in den Westen. Drei Monate später nimmt sich ihr Vater, ein Schriftsteller, das Leben. In seinen Händen ein Zettel, auf dem nur fünf Buchstaben stehen: Janna. 30 Jahre später kehrt sie, inzwischen selbst Schriftstellerin, auf der Suche nach Antworten ins mecklenburgische Kohltal, das Dorf ihrer Kindheit, zurück. Niemand hat hier auf sie gewartet. Selbst Oskar, Sohn des SED-Ortssekretärs und damals ihr bester Freund, geht ihr aus dem Weg. Als Janna schon wieder abreisen will, stößt sie im baufälligen Bootshaus des Vaters auf dessen Tagebücher. Es scheint, als hätten Jannas Eltern die DDR damals nicht freiwillig verlassen. Und als hätte das ganze Dorf davon gewusst.

Kurz vor dem Mauerfall flieht Janna mit ihren Eltern in den Westen. Drei Monate später nimmt sich ihr Vater, ein Schriftsteller, das Leben. In seinen Händen ein Zettel, auf dem nur fünf Buchstaben...


Eine Anmerkung des Verlags

Bitte veröffentlichen Sie außerhalb dieser Plattform keine Rezensionen vor dem ET (21.07.2026).

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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783910372795
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 240

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Kurz vor dem Mauerfall fliehen Janna und ihre Eltern aus Kohltal in den Westen. Kurze Zeit später nimmt sich Jannas Vater das Leben. Die einzige Nachricht, die er hinterlässt: Janna. Jahrelang macht sich die Schriftstellerin Vorwürfe. Und begibt sich in Kohltal auf Spurensuche.

"Eine einfache Wahrheit" ist das Debüt von Corinna Krenzer und hat mich bewegt. Die Autorin verwebt eine Kindheit in der DDR mit dem Schweigen auch 30 Jahre nach dem Mauerfall. Sie zeigt, wie die Unterdrückung in der DDR bis ins Kinderzimmer wirkte und wie schwierig es war, ein Mensch zu bleiben.

Jannas Geschichte setzt sich aus Rückblenden in die Zeit der DDR und ihrer Flucht nach Kohltal in der Gegenwart zusammen. Ihre Eltern Bea und Ulli waren keine braven DDR-Bürger. Speziell Ulli hat sich aufgelehnt, widersprochen und damit das Leben seiner kleinen Familie schwerer gemacht, als es hätte sein müssen.

Die Hauptfigur bleibt trotz des Schmerzes, der Fragen und dem Drang, mehr zu erfahren, bemerkenswert blass. Sie war für mich nicht fassbar. Das fand ich schade. Denn hier wurde für mich Potenzial verschenkt.

Das drückende Schweigen des Dorfes und das Mauern der Bewohner hat Corinna Krenzer hervorragend eingefangen. Ich konnte die Beklemmung fühlen.

Ein lesenswertes Debüt, das bewegt.

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Hinter der Mauer des Schweigens


Die 44jährige Janna reist zurück in ihr Heimatdorf Kohltal in Ostdeutschland. Kurz vor dem Mauerfall war ihre Familie in den Westen geflohen. Drei Monate später nahm sich ihr Vater das Leben, in seinen Händen ein Zettel, auf dem nur „Janna“ stand. Seitdem gibt Janna sich die Schuld an seinem Suizid.
Ihr Vater war auch 44, als er in den Tod ging; nun möchte Janna Antworten über ihre Vergangenheit. Doch alle begegnen ihr dort sehr abweisend, selbst Oskar, der damals ihr bester Freund war. Als Janna eigentlich schon wieder abreisen will, findet sie die Tagebücher ihres Vaters. Und sie entlarvt Geheimnisse, mit denen sie nicht gerechnet hatte: Offenbar war es keine freiwillige Flucht damals – und alle im Dorf wussten davon.

„Was sie alle nicht sagten. Das war es gewesen. Das Schweigen zwischen ihnen, zwischen ihnen allen. Jannas Vater, der alles tat, um ihr die Welt zu erklären, und darüber schwieg, dass die Welt versuchen würde, sie zu entzweien, und dass sie es nicht zulassen dürften, sie beide nicht. Dessen Schweigen noch viel lauter wurde, als er die Welt selbst nicht mehr verstand. Jannas Mutter, die sich und Janna nicht eingestand, dass sie ihre Heimat nicht nur verloren hatten, ihr Zuhause, ihre Freunde, ihre Familie, ihr Leben, sondern dass ihre Heimat sie nicht mehr gewollt hatte. Janna selbst. Die schwieg, weil sie in den letzten Augenblicken, in denen in der Brust ihres Vaters noch sein Herz geschlagen hatte, zu viel gesagt hatte und ihre Worte so schwer auf ihrer Zunge lagen, ganz egal, wie viele Jahre vergingen, dass sie nichts mehr wollte, als sie zu vergessen.
Und Oskar, der Janna ansah und das Beste für sie wollte, und der die Frage nicht stellte, was das Beste war, und auch nicht, ob sie dasselbe wollte. Weil sein Vater ihm die Antworten längst gegeben hatte.
Oskar, der danach sah, dass es nicht gut war, und der Schuld und Scham tief in sich begrub in der Hoffnung, dass sie verrotten würden, weil er nicht stark genug war, sie zu tragen. Janna wusste genau, wie es sich für Oskar angefühlt haben musste. Sie hatte das Gleiche gefühlt. Dreißig Jahre lang.“

Janna hat mir als Protagonistin gut gefallen („Noch so eine charmante Charaktereigenschaft, wie Hannes es nannte, kein Verbot, von dem Janna sich nicht auf eine pubertäre Art herausfordern ließ, keine Regel, die sie nicht lieber brach, als sie zu beachten. Ihr Vater hatte es ihr so beigebracht. Ausgerechnet daran hatte sie sich lange gehalten. Als Kind hatte sie den Ärger, der darauf folgte, deshalb nie verstanden. Erst sehr viel später hatte alles für sie einen Sinn ergeben. Als sie im Westen die richtigen Worte dafür gefunden hatte, was im Osten ihr Leben gewesen war. Oder jedenfalls das ihres Vaters.“); auch die anderen Charaktere fand ich authentisch und gut getroffen.

Corinna Krenzers Debütroman „Eine einfache Wahrheit“ ist ein aufwühlendes, vielschichtiges Familiendrama über Lügen, Geheimnisse und unbewältigte Altlasten einer DDR-Vergangenheit, das mir sprachlich und inhaltlich sehr gut gefallen hat. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Vielen Dank an den Kjona Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

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