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Buchcover für Winterschlaf

Winterschlaf

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Erscheinungstermin 19.08.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

Ein verblüffendes Debüt, eine literarische Entdeckung

Eigenwillig, urwüchsig, von mythischer Kraft

Winterschlaf ist ein Roman, den man nie wieder vergisst

Wenn der Schnee in den Alpen bis ins Tal hinunter schmilzt, ist es soweit: Die Mutter erwacht aus ihrem Winterschlaf, den Kopf voller Träume der letzten Monate. Erwartet wird sie vom Großvater, umsorgt von ihren Kindern, den Zwillingen. Schon bald reisen die ersten Besucher an, denn die Träume der Mutter versprechen Rat und spenden Trost. So geht es Jahr für Jahr. Doch in diesem Sommer, dem zehnten der Zwillinge, wird sich alles ändern – und was die Mutter weissagt, wahr werden.

Mit der Schneeschmelze werden die Zwillinge vom "Apo", dem Großvater, in den Keller geschickt, um die Mutter zu wecken. Dort ruht sie über die Wintermonate zwischen Essensvorräten, die sie durch den Schlaf gebracht haben. Mit dem Wecken beginnt das Jahr der Familie aufs Neue: Wieder kommt die Mutter langsam zu Sinnen, um ihrer Arbeit nachzugehen. Die Niederschriften der Träume aus ihrem langen Schlaf füllen Seiten über Seiten. Während der Großvater alles für die Besucher bereitet, die ins Tal kommen, um die Prophezeiungen der Mutter zu hören, lernen die Zwillinge, wie das Familiengeschäft zu unterhalten ist – und werden in diesem Jahr doch immer eigensinniger. Als sich eine Gruppe Fremder für das Geheimnis der Mutter interessiert und ein unangemeldeter Besucher die Geschäfte verwirrt, ist klar: Niemand schläft in diesem Jahr unverändert wieder ein.

»Petuzzi macht die Leser zu Freunden, Feinden, Partnern, Widersachern seiner Figuren, mit dem Zwang der Sprache. Das verzeihen wir ihm nicht, aber wir sind beglückt.«

Michael Köhlmeier

Ein verblüffendes Debüt, eine literarische Entdeckung

Eigenwillig, urwüchsig, von mythischer Kraft

Winterschlaf ist ein Roman, den man nie wieder vergisst

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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783257073942
PREIS 25,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Durchschnittliche Bewertung von 13 Mitgliedern


Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Träum weiter! Die Mutter zieht sich jedes Jahr in einen Winterschlaf zurück. In ihren Träumen reiht sie Leben an Leben, schaut tief hinein in die Existenz ihrer Mitmenschen. Und sie führt Buch darüber.
Später im Jahr pilgern dann Heerscharen von Menschen in die Alpen zur Mutter, um mehr über ihr Leben und ihre Zukunft zu erfahren. „Am Leben Kaputtgegangene“ nennt die Mutter sie. Oft liegen die Dinge auf der Hand, aber die Pilger können sie nicht selbst sehen. Erst das Gespräch mit der Mutter und der Glaube an ihre Prophezeiungen geben ihnen Hoffnung, Einsicht, manchmal auch Zuversicht.
Der Großvater führt die Geschäfte, nimmt das Geld ein, rechnet ab, seine Enkel versehen Hilfsdienste.
Als die Mutter ihre Verantwortung und die Last der anderen Leben nicht mehr tragen mag, gerät der schöne Familienbetrieb ins Rutschen.
Ein sehr ungewöhnliches Buch, von großer Kargheit und Poesie, das tief ins Leben schaut. Und Gefühle weckt, die wir nicht gerne wahrhaben wollen. Zuneigung und Abneigung plagen den Leser gleichzeitig, auch gegen sich selbst. Ein Debüt von erstaunlicher Wirksamkeit.

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3 stars

Ein spannender Roman über eine mysteröse Frau, ihre Zwillinge und einen Msnn in einem Haus in den Alpen. Das Mysteriöse wird erst nach und nach,aber nur ganz vorsichtig, enthüllt. Bis zum Schluss bleibt man mehr oder weniger im Dunkeln

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Dieser sensible Debütroman handelt von der mythischen Kraft einer Mutter. Wärend der Wintermonate ruht sie und im Frühling beginnt sie wieder mit der Niederschrift ihrer Träume, die ihren Besuchern die Zukunft prophezeien. Ihre Zwillinge und der Grossvater kümmern sich derweilen um das Geschäftliche.

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4 stars

Ein halbes Jahr Winterschlaf halten, welche Mutter träumt nicht davon? Diesen Stoff fand ich wirklich ganz außergewöhnlich, obwohl er so viel im Dunklen lässt. Neben der inhaltlich spannenden Komponente hat mir auch die Geschwisterbeziehung sehr gut gefallen. Das Buch empfehle ich gerne weiter!

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Diogenes selber sagt, dass "Winterschlaf" auf sprachlicher Ebene Parallelen zu Robert Schneiders "Schlafes Bruder" zeigt. An den geschrieben Text in "Schlafes Bruder" kann ich mich zwar nicht mehr erinnern, aber an das Gefühl, das ich beim Lesen hatte. Und da gibt es tatsächlich Parallelen :-)

Die beiden Kinder in der Geschichte werden also angehalten, die Mutter, die ihren langen Schlaf im Keller verbringt, zu wecken. Ihre Schlafenszeit ist vorbei, nun beginnt die Schaffenszeit.

Zwischen Essensresten und Unrat, wecken sie, mehr oder weniger behutsam, ihre stark ausgemergelte Mutter wieder auf. Diese braucht natürlich eine gewisse Zeit, um im wahrsten Sinne des Wortes in Gang zu kommen.

Alsbald darauf beginnt sie, ihre Träume schriftlich festzuhalten. Und dafür nutzt sie nicht nur die von ihrem Vater bereitgestellten weißen Hefte, sondern alles, worauf es sich schreiben lässt. Sehr zum leidwesen des "Apo", der versucht, ihr Schriftwerk ordentlich beeinander zu halten.

Wie jedes Jahr besuchen die "Wintermutter" Menschen, die sich von ihr Rat und Trost erhoffen. Jedes Jahr läuft nach Schema F ab. Dieses Jahr kommt auch eine Gruppe seltsamer, esoterisch angehauchter Leute, die selbst den Kindern suspekt erscheinen. Aber auch ein Fremder, der "Deutsche", der keinen Termin beim "Apo" vereinbart hatte. Er bleibt dennoch. Und zwischen ihm und der Mutter entspinnt sich eine Art Liaison...

Und dann plötzlich verweigert sich die Mutter! Kein Festhalten mehr von Träumen, keine Termine. Ist es das Aufbegehren einer erwachsenen Tochter gegenüber ihrem geldgierigen Vater? Ist  es das Leben, das sie wieder spürt, seitdem der "Deutsche" da ist? Oder ist etwas anderes, etwas, dass sie geträumt hat, was sie daran hindert, weiterzumachen?

"Winterschlaf" ist ein sehr dichter, trotz der Kürze komplexer Roman. Schlicht im Setting und reduziert auf wenige Charaktere. Scheint die Geschichte zu Beginn noch wie aus einem Traum - ja, ich weiß, Wortspielerei ;-) - entwickelt sich nach und nach aus einem beklemmenden Gefühl ein unheilvolles Rumoren. Zieht sich die Handlung am Anfang, nimmt sie nun an Fahrt auf. Manche Szenen habe ich als unwirklich empfunden, wie verzerrt. Und mit diesem Ende hatte ich auch nicht gerechnet und weiß ehrlich auch nicht, was ich damit anfangen soll...

Mario Petuzzi hat mit "Winterschlaf" durchaus ein starkes Debüt hingelegt. Ein Buch, mit dem man sich auch im Nachhinein noch beschäftigt, ob man will oder nicht ;-)

Sprachlich interessant war, dass die Charaktere keine Namen haben! Die Kinder benennt der Autor "die Eine" und "der Andere" oder "der Eine" und "die Andere". Der Großvater wird nur der"Apo" genannt. Die Mutter "die Wintermutter". Der Fremde aus Deutschland "der Deutsche" usw. . Dadurch bekommt man nie einen direkten Zugang zu den Figuren, sondern bleibt die ganze Zeit über Beobachter oder Zuschauer. Auch sämtliche Emotionen bleiben weg, was aber durchaus gewollt sein kann, denn die "Familie" untereinander kommt auch sehr gefühlsarm daher!...

Ist die Handlung logisch? Ja und Nein! Ist jetzt ganz schwer zu erklären, aber es verhält sich genau so ;-) Ist aber wahrscheinlich ebenso gewollt.

Was bleibt am Ende zu sagen: "Winterschlaf" ist kein Buch für zwischendurch, man muss sich durchaus Zeit nehmen, es zu lesen. Es hat einen Hauch von Märchen, aber wie man weiß, gibt es helle, gute Märchen, aber auch dunkle, böse! Beides findet sich hier meiner Meinung nach wieder ;-) So fällt es mir auch durchhaus schwer zu sagen, ob mir das Buch gefallen hat oder nicht! Die erste Hälfte fand ich wirklich klasse, aber dann wurde es sehr abstrus und seltsam. Ich glaube, empfehle werde ich das Buch nicht, aber wer mal etwas anderes lesen möchte, sich selbst vielleicht herasufordern möchte, der mag "Winterschlaf" gerne lesen ;-)
3,5/5

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Zum Inhalt:
Erst wenn der Schnee schmilzt erwacht die Mutter aus dem Winterschlaf, den Zeitpunkt nennt der Großvater, der sich um die ihre Kinder, die Zwillinge kümmert. Dann wird das Haus auf Vordermann gebracht, denn schon bald kommen die Besucht, die Rat und Trost suchen. So geht das jedes Jahr, aber dann gibt es eine Änderung, denn eine der Prophezeiungen wird sich erfüllen.
Meine Meinung:
Was für ein sonderbares, aber auch wunderbares Buch, denn man fliegt förmlich durch das Buch, will wissen, was als nächstes passiert, warum die Mutter diesem Winterschlaf macht. Ich habe das Buch tatsächlich innerhalb weniger Stunden gelesen, weil ich so fasziniert war. Ein wenig ratlos lässt einen das Buch zwar zurück, aber die Geschichte hatte einfach etwas einnehmendes, etwas das einen in den Bann zieht.
Fazit:
Hat mir richtig gut gefallen

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Es braucht Mut, um Stufe für Stufe hinunter zu steigen, tief in den stockdunklen Keller. Irgendwo hinter den Regalen voller Einmachgläser und selbstgebranntem Schnaps, zwischen verdorbenen Essensresten steht ein Bett. Darin liegt die Mutter. Monate hat sie hier im Schlaf verbracht. Nun, mit den ersten Boten des Frühlings, ist es an der Zeit, sie aufzuwecken. Deswegen hat der Großvater ihre beiden Kinder in den Keller geschickt, wie jedes Jahr. Denn die Träume ihres Winterschlafs bilden die Existenzgrundlage der Familie.

„Fast hätten wir sie nicht erkannt. So verändert sieht sie aus. Ausgezehrt liegt die Mutter, mit eingefallenen Wangen und hervorstehenden Wangenknochen, als schmelze ihr Gesicht im Kerzenlicht dahin.” Wie abgestorbene Haut müsse man den Schlaf langsam von ihr lösen, so der Opa, den die Zwillinge Apo nennen. „Führt sie behutsam zurück, als würdet ihr einer alten Frau über die Straße helfen.”

Ein böses Märchen, vermutet man nach dem finsteren Einstieg in den Roman „Winterschlaf”. Menschen halten bekanntermaßen keinen natürlichen Winterschlaf. Unser Körper kann Stoffwechsel und Körpertemperatur von alleine nicht genug drosseln. Tatsächlich schafft Mario Petuzzi eine unwirkliche, fast mystische Atmosphäre in bedrohlich wirkender alpiner Umgebung. Der Autor, 1989 in Hall in Tirol geboren, arbeitet als Bankangestellter und lebt mit seiner Familie in der Nähe von Innsbruck. Petuzzi studierte Wirtschaft und Management sowie Vergleichende Literaturwissenschaft in Innsbruck und São Paulo. Einen nicht unwichtigen Berlin-Bezug gibt es auch: Hier nahm der Österreicher an der Prosawerkstatt des Literarischen Colloquiums teil. Die Wannsee-Kontakte haben bei der Entstehung des Buches sehr geholfen, glaubt man den Danksagungen am Ende.

„Winterschlaf” wird vom Verlag Diogenes als Sensationsdebüt angepriesen, nicht zu Unrecht. Ungewöhnlich ist bereits die Perspektive: Petuzzi erzählt, durchgehend in der Gegenwartsform, aus Sicht der Zwillinge. Die beiden Zehnjährigen, von deren Erzeuger wir fast nichts erfahren, sind selbst vom Großvater kaum auseinanderzuhalten. Namen werden keine genannt. Dass es sich um Bruder und Schwester handelt, wird klar, wenn sie nicht in der Wir-Form berichten. Dann erzählt „der Eine” oder „die Andere”.

Haus und Hof sind nicht einfach zu erreichen. „Das letzte Haus im letzten Dorf. Den Hügel hinauf und dann hinunter”, beschreibt der Apo den Besuchern den Weg. Wegzukommen in dieser Gegend, in der vor nicht langer Zeit noch Wallfahrten stattfanden, ist fast noch schwieriger. In seiner Stube hat der Großvater den Winter über telefonisch oder per Mail Termine ausgemacht. Denn wie jedes Jahr sollen die Menschen aus den tiefgründigen Träumen der Winterschläferin Trost ziehen. Und dafür einen Obolus entrichten. So ist das Geschäftsmodell, Kindeswohl scheint in diesem illegalen Unternehmen für Erweckungserlebnisse ein Fremdwort zu sein. Die jungen Erzähler sind über den Winter praktisch Waisen. Danach haben sie eine Frühlingsmutter und eine Herbstmutter. zuerst total geschwächt, um mühsam aufgepäppelt zu werden, dann voller Lebensgeister und nach einem schwierigen Prozess der Wiederannäherung auch zu Mutterliebe fähig.

Nach anfänglichem Zögern beschriftet die Mutter mit einem Stift alles, was ihr unter die Finger kommt, mit ihrem Geträumten. Die Kinder sollen die Aufzeichnungen nicht zu lesen bekommen. Sie sollen sich nützlich machen, um Haus und Hof wieder auf Vordermann zu bringen, bevor die ersten Gäste erscheinen. „Auf die Atmosphäre kommt es an, erklärt uns der Apo. Dann geben die meisten gleich ein bisschen mehr.” Trotzdem erfahren die Geschwister mit zunehmendem Eigensinn, was die Mutter über die Träume erzählt, manches Blatt mit Aufzeichnungen nehmen sie heimlich an sich.

Dieses Jahr geht es mit dem Schreiben nicht wirklich voran. „Es ist anders diesmal, sagt sie.“ Die Mutter sieht sich in der Verantwortung für die teilweise Verzweifelten, die von ihr Hilfe erhoffen und sie wie eine Heilige verehren. Der Großvater hat kein Verständnis, dass sie Anwandlungen von Nächstenliebe für „am Leben Kaputtgegangene” zeigt. Dass er seine Tochter immer noch für den Unfall verantwortlich macht, bei dem er ein Bein verlor, sie sich umgekehrt von ihm als „Goldelse" missbraucht fühlt, verstärkt den Konflikt.

Nicht alle Besucher sind so gutgläubig wie in den Jahren zuvor. Vor allem die, die unangemeldet erscheinen. Wie die sich erst ganz harmlos gebenden Aktivisten, die im Wald Messungen vornehmen, aber doch das Geheimnis der Mutter lüften möchten, und zwar mit Hilfe der Kinder. Wie der hünenhafte Mann, den sie „den Deutschen” nennen, mit dem die Mutter gar ein heimliches Verhältnis eingeht. Ganz allmählich fassen die sonst so zurückhaltenden Zwillinge Zutrauen zu ihm. Doch wirklich vertrauen möchte man auch als Leser eigentlich niemandem.

Selbst wenn die Handlung durch Drogengeschäfte und den unerwarteten Tod des Großvaters Züge eines Thrillers bekommt, wähnt man sich mit den Zwillingen die meiste Zeit wie Verlassene im finsteren Wald. Ein dunkler, virtuos erzählter Roman, der durchgehend Rätsel aufgibt, aber dann genau so verläuft, wie es die Mutter vorausgesagt hat. Am Ende ist klar, dass niemand mehr so einschlafen wird wie in den Jahren zuvor.

„Winterschlaf” ist alles andere als eine Gute-Nacht-Geschichte. Man muss hellwach dabei bleiben.

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Mario Petuzzi hat mit seinem Debut ein lesenswertes, ja fesselndes Buch geschrieben. Die Handlung verlegt er in ein abgelegenes Bergdorf. Anhand der Beschreibung kann man die Abgeschiedenheit förmlich spüren. Das Miteinander zwischen Mensch und Natur nimmt viel Raum ein. Winterschlaf kennt man von Tieren, aber bei Menschen ist dies schwer vorstellbar, Im Buch wird diesem Geheimnis einfühlsam nachgegangen. Die wenigen Protagonisten, sie tragen alle keinen Namen, agieren untereinander und treiben die Handlung voran.

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Erst, wenn der Schnee schmilzt, erwacht die Mutter aus ihrem Winterschlaf.
Der Großvater und ihre Kinder, Zwillinge, versorgen sie. Die Mutter hat visionäre Träume, die Menschen, Touristen und Sinnsucher, anlocken. Doch diesen Sommer wird alles anders, denn eine ihrer Prophezeiungen erfüllt sich.
Es ist eine sonderbare und fesselnde, faszinierende Geschichte. Sie hat mich in ihren Bann gezogen.

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Winterschlaf – Mario Petuzzi
Eine wirklich eigenwillige, besondere Geschichte, die sicherlich im Gedächtnis bleiben wird.
Jedes Jahr im Frühjahr erwacht in einem Haus in den Alpen die Mutter. Monatelang hat sie geträumt - nun muss alles zu Papier gebracht werden. Nicht nur ihre zehnjährigen Zwillinge und der Großvater, auch unzählige Besucher, die sich Rat und Trost von den Träumen erhoffen und der Familie so das Einkommen sichern, warten bereits ungeduldig. Doch dieses Jahr scheint alles anders zu sein.
Diese Geschichte liest sich wie ein Märchen. Auch Sprache und die knappe aber bildreiche Erzählweise sind speziell und passen zur Handlung. Die Mutter schläft monatelang im vermüllten Keller, isst und trinkt nur sehr sporadisch – erinnert ein wenig an Dornröschen.
Die beiden Kinder, ein Junge und ein Mädchen, scheinen ziemlich verwildert zu sein. Man kann sie kaum auseinanderhalten, auch ist nicht erkennbar, wer Junge, wer Mädchen ist. Namen erfährt der Leser nicht, sie werden immer bezeichnet mit der Eine, die Andere oder der Andere, die Eine. Dabei sind sie es, die diese Geschichte erzählen. Offensichtlich sehen sie sich als untrennbare Einheit – „wir“, die auch sämtliche Handlungen zusammen durchführt.
Ein eindringliches Leseerlebnis und ein ganz starkes Debüt.
5 Sterne

5 stars
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