Just Watch Me
Roman | Wie weit würdest du gehen? Eine Geschichte über Geldnot, Schuld und digitale Selbstvermarktung
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Erscheinungstermin 01.06.2026 | Archivierungsdatum 28.06.2026
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Zum Inhalt
Dell Danvers braucht dringend Geld. Ihre Schwester liegt im Koma, das Krankenhaus will die lebenserhaltenden Maschinen abstellen. In ihrer Verzweiflung startet Dell einen siebentägigen Livestream, um Spenden zu sammeln: schlagfertig, wütend, voller Schmerz und Schärfe - im wahrsten Sinne des Wortes, denn bald feiert das Internet ihre Chili-Challenges. Je größer die Aufmerksamkeit, desto mehr entgleitet ihr die Kontrolle. Wie viel kann man von sich preisgeben, ohne sich selbst aufzugeben? Eine intensive, witzige und tief bewegende Geschichte über Sichtbarkeit, Schuld und radikale Selbstinszenierung.
Dell Danvers braucht dringend Geld. Ihre Schwester liegt im Koma, das Krankenhaus will die lebenserhaltenden Maschinen abstellen. In ihrer Verzweiflung startet Dell einen siebentägigen Livestream, um...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783759600615 |
| PREIS | 22,00 € (EUR) |
| SEITEN | 352 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 515620
Süchtigmachend und absolut unhinged
Die Idee des Buches hat mich sofort neugierig gemacht. Die Protagonistin will unbedingt für ihre im Koma liegende Schwester da sein und beginnt aus purer Verzweiflung zu livestreamen, um Spenden zu generieren. Dabei gerät sie in die tiefsten, weirdesten Ecken des Internets und verliert sich dabei immer mehr.
Die Protagonistin ist definitiv keine einfache Persönlichkeit, extrem ironisch und absolut rücksichtslos. Ich habe sie ehrlich gesagt nicht mal gemocht, aber trotzdem, oder gerade deswegen, konnte ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Es ist so unhinged und crazy, es hat mich in einen richtigen Sog gesogen.
Zwischendurch blitzen durch die Thematik mit der Schwester immer wieder tiefgründigere Momente auf, aber insgesamt war es einfach nur verrückt.
Insgesamt ist es eine super schnelle Lektüre, die man regelrecht wegsuchtet. Es ist vielleicht nicht das tiefgründigste Meisterwerk, aber am Ende eben eine perfekte, unterhaltsame Story für zwischendurch und defintiv mal was anderes. Perfekt für Fans von weird girl lit.
Rezensent*in 407335
Ich habe mich so auf die Story so gefreut und habe sie regelrecht Inhaliert. Es war einfach die passende Story, zu passenden Zeit.
Super flüssig geschrieben und sehr verständlich.
Rezensent*in 1866102
Ich war von der ersten Seite an von der Dynamik dieser Geschichte gefesselt. „Just Watch Me“ ist für mich viel mehr als nur ein spannender Roman – es ist ein Statement über Stärke und Selbstbehauptung. Ich mochte die Entwicklung der Charaktere und die unvorhersehbaren Wendungen in der Handlung. Ein Buch, das mich emotional richtig gepackt hat und das ich jedem empfehlen würde, der nach einer intensiven Geschichte sucht.
Rezensent*in 1602709
Was tut man nicht alles für Geld ? Das ist die Realität für Klicks
Dell braucht Geld für Ihre Schwester die im Koma liegt. Aber auch für Ihre lfd. Fixkosten. Daher kommt Sie auf die Idee, zu streamen und damit Ihren Unterhalt und die Kosten für Ihre Schwester zu decken.
Die Geschichte hat mich ab der ersten Seite gepackt.
Das Porträt von Dell war so authentisch dargestellt, das mir das Angst gemacht hat. Sie stürzte regelrecht in den Abgrund und ich war mit dabei.
Ich war selber wie im Rausch. Ich kann nicht genau sagen, was diese Sogkraft in mir ausgelöst hat. Sie wollte immer mehr ihre Grenzen überschreiten für Geld. Ihre Selbstüberschätzung und der Drang nach Aufmerksamkeit, verschwomm zur Grenze Ihres Privatlebens. Sie verfällt in Zuschauerzahlen und den Einnahmen. Vielleicht verfällt Sie auch dem Wahnsinn.
Dieses Thema ist ja momentan auch sehr aktuell. Eine kritisierendes Buch an die Social Media Welt.
Mir gefällt unwahrscheinlich gut der Schreibstil der Autorin und die Aktualität des Themas. Es hat mich wirklich berührt und beschäftigt ein länger. Absolute Leseempfehlung.
Danke an den POLA Verlag.
“hat das wirklich alles nur angefangen, weil ich zufällig eine jalapeño-pflanze in meiner wohnung stehen hatte?”
mit just watch me habe ich einen absoluten fiebertraum von einem buch gelesen; und ich habe jede sekunde davon geliebt. für mich war das genau die art von weird girl lit, die gleichzeitig verstört, fasziniert und vollkommen süchtig macht.
ehrlich gesagt fällt es mir schwer, meine gedanken zu diesem buch überhaupt in worte zu fassen. dell auf ihrem weg zu begleiten hat in mir die unterschiedlichsten gefühle ausgelöst. ich habe gelacht, mich immer wieder unwohl gefühlt, war verwirrt, komplett invested und vor allem unfähig, das buch aus der hand zu legen. stellenweise hatte ich das gefühl, selbst zuschauerin ihres streams zu sein und einfach nur dabei zuzusehen, wie sich alles immer weiter entfaltet.
dell ist dabei keine protagonistin, die man zwangsläufig sympathisch finden muss. tatsächlich liegt ein großer teil des reizes gerade darin, sie nicht zu mögen. trotzdem (oder vielleicht genau deshalb?) wollte ich ständig wissen, was sie als nächstes tun würde. ihre figur entwickelt eine regelrechte sogwirkung, der ich mich kaum entziehen konnte.
gleichzeitig steckt in der geschichte eine sehr pointierte gesellschaftskritik, die für mich an vielen stellen ins schwarze getroffen hat. dell ist ein komplettes mess, aber genau das macht sie auch so unfassbar faszinierend. gerade dadurch hält einem das buch den spiegel vor: man kann kaum wegschauen und ertappt sich dabei, wie man das leid anderer konsumiert und sich von ihrem absturz fesseln lässt.
4.5 stars
Rezensent*in 2103766
Ich habe nicht viel von dem Buch erwartet und es hat mich komplett umgehauen.
Zum Inhalt:
Wir begleiten Dell, wie sie mittels Livestream Geld sammeln möchte für ihre im Koma liegende Schwester. Sie erreicht immer mehr Reichweite und gerät in einen gefährlichen, selbstzerstörerischen Sog.
Besonders gefallen haben mir die Chats mit ihren Zuschauern. Die hatten etwas so realitätsnahes und waren dabei so skurril und witzig. Ich musste mehrmals wirklich laut loslachen. (Den Humor muss man aber mögen, er ist schon derb und zugegeben etwas stumpf). Im Gegensatz dazu stand aber der Selbsthass und die Selbstzerstörungswut, die Dell an den Tag gelegt hat. Das hatte etwas extrem düsteres und intensives. Ganz am Ende ist bei mir sogar ein kleines Tränchen geflossen.
So schnell werde ich das Buch wirklich nicht vergessen.
Dell Danvers Schwester liegt im Koma, das Krankenhaus will die lebenserhaltenden Maschinen abstellen. Sie braucht dringend Geld. In ihrer Verzweiflung startet Dell einen siebentägigen Livestream, um Spenden zu sammeln. Je grösser die Aufmerksamkeit, desto mehr entgleitet ihr die Kontrolle. Diese Geschichte hat mich sofort gepackt, weil sie kompromisslos ehrlich zeigt, wie dünn die Linie zwischen Selbstbehauptung und Selbstverlust werden kann, wenn das Leben einen an den Rand drängt. Dell steht unter einem Druck, der fast körperlich spürbar ist. Was als verzweifelter Hilferuf beginnt, verwandelt sich in ein Spektakel, das sie selbst kaum noch kontrollieren kann. Ich fand besonders eindrücklich, wie Dell ihre eigene Verletzlichkeit in scharfen Humor und Chili-Schmerz verpackt. Diese Challenges sind nicht nur Unterhaltung sie sind ein Ventil, ein Schutzschild, ein Versuch, die Kontrolle über eine Situation zurückzugewinnen, die längst ausser Kontrolle geraten ist. Und gleichzeitig spürt man, wie sehr sie sich dabei auszehrt. Je mehr das Internet sie feiert, desto mehr verliert sie sich selbst aus dem Blick. Die Geschichte stellt eine unbequeme, aber wichtige Frage: Wie viel von uns gehört uns noch, wenn wir uns öffentlich machen, wenn wir Klicks brauchen, wenn Sichtbarkeit zur Währung wird? Für mich ist das Buch eine intensive, witzige und tief bewegende Geschichte über Sichtbarkeit, Schuld und radikale Selbstinszenierung. Es zeigt, wie dünn die Haut wird, wenn Schuld, Liebe und Öffentlichkeit aufeinanderprallen.