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Buchcover für Laura Clark ist dann mal weg

Laura Clark ist dann mal weg

Roman. Ein einfühlsamer Roman über Familie, Freundschaft und Selbstfindung - voller Wärme, Tiefe und Humor

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Erscheinungstermin 31.08.2026 | Archivierungsdatum 30.08.2026


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Zum Inhalt

Wo ist Laura?

Der Aufzug klemmt, die Kaffeemaschine tropft, im Büro stapeln sich die Beschwerden, aber niemand tut etwas. Laura Clark ist weg. Einfach so. Ihr Ehemann Mark kämpft mit Handwerkern, die sein Haus überrennen, Tochter Sian sucht verzweifelt in Wäschebergen nach Antworten, und im Büro geht alles drunter und drüber. Niemand, nicht mal ihre beste Freundin, weiß, wo Laura abgeblieben ist. Nur langsam kommt Lauras Umfeld ein unerhörter Gedanke: Könnte ausgerechnet Laura, die sich immer aufopferungsvoll um alles und jeden gekümmert hat, ihr Leben, ihre Familie und ihre Freunde einfach hinter sich gelassen haben?

Wenn Verschwinden die einzige Lösung ist - ein ebenso humorvoller wie nachdenklich machender Roman für alle, die zu oft an andere denken und zu selten an sich selbst


Wo ist Laura?

Der Aufzug klemmt, die Kaffeemaschine tropft, im Büro stapeln sich die Beschwerden, aber niemand tut etwas. Laura Clark ist weg. Einfach so. Ihr Ehemann Mark kämpft mit Handwerkern, die...


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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783757702762
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 416

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Der Fahrstuhl im Büro ist kaputt. Daheim stapelt sich das dreckige Geschirr. Der Hund muss raus. Und die Großmutter benötigt Eisbeutel. Um all das hat sich immer Laura gekümmert. Doch Laura ist nicht mehr da. Unauffindbar. Und ihre Familie und Kolleg:innen verzweifeln.

"Laura Clark ist dann mal weg" war mein erster Roman von Helen Russell und ich bin absolut begeistert. Die Autorin schlägt mit ihrer Faust in offene Wunden von Frauen, die Kinder (und ihre Ehemänner) groß gezogen haben, die im Büro die Mutti für alles sind und ein Danke nur aus Erzählungen kennen. Mit teils sarkastischem Humor und einer scharfen Beobachtungsgabe erzählt Russell von einer Welt ohne Laura. Und das hat mich zum Lachen gebracht, wütend gemacht und so manches Mal innerlich "HA!" rufen lassen.

Die Geschichte befasst sich kapitelweise mit Lauras Arbeitsstätte, ihrem Mann und ihrer 19-jährigen Tochter. Alle verzweifeln wenige Stunden, nachdem sie merken, dass Laura nicht da ist. Diese Hilflosigkeit aller hat mich rasend gemacht. Wie kann man so lebensunfähig sein? Jedoch war die Szenen in meinen Augen nicht übertrieben, sondern schmerzhaft realistisch.

Lauras beste Freundin Ruth war für mich ein Lichtblick, da sie ihren eigenen Alltag mit Zwillingen nicht beschönigt und die Missstände aufzeigt.

Mit jedem Kapitel wird die Geschichte im besten Sinne absurder und mysteriöser.

Ich habe es absolut geliebt!

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Wer kennt sie nicht, die Momente, in denen man das Gefühl hat, der unsichtbare Manager des alltäglichen Chaos für alle anderen zu sein? Genau das ist Laura Clark: Eine Mittvierzigerin im HR-Bereich, die im Büro die Snackboxen auffüllt, für ihren golfsüchtigen Ehemann und die pubertierende Tochter kocht, der meckernden Mutter zuhört – und von niemandem wirklich gesehen wird. Bis sie eines Tages einfach ihre „Abwesenheitsnotiz“ einschaltet und verschwindet. Was folgt, ist das herrlichste, befreiendste Chaos überhaupt.
Helen Russell hat hier eine Geschichte geschrieben, die mich gleichzeitig lauthals zum Lachen gebracht und mitten ins Herz getroffen hat. Es ist eine humorvolle, aber auch unglaublich bewegende Hymne auf die „Sandwich-Generation“ der Frauen, die einfach mal die Nase voll davon haben, es immer allen recht zu machen.
Es ist witzig, ein bisschen chaotisch, unfassbar nah am Leben.
Ein absolut herzerwärmendes Buch mit einem wahnsinnig befriedigenden Ende. Große Leseempfehlung!

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Was für eine grandiose Geschichte! Die Autorin erzählt aus verschiedenen Perspektiven von der Tatsache, dass Laura verschwunden ist. Sie wird in ihren Rollen als Mutter, Tochter, Ehefrau, Freundin und Kollegin betrachtet und es ist unglaublich, wie sehr man auf eine wohlwollende Auflösung hofft und trotzdem noch mehr - auch über die jeweilig erzählenden - zu erfahren. Die Hauptperson der Story tritt quasi selbst kaum in Erscheinung - ist aber der absolute Mittelpunkt, denn sie war immer und überall diejenige, die sich gekümmert hat und immer da war... Nun ist sie weg und alle stehen kopf! Die Menschen aus Lauras Umwelt sind wirklich interessant. Natürlich sind sie nicht gleichermaßen liebenswert, aber der Lesende kann sich ein Bild machen, herzlich lachen, betrübt oder mitfühlend, verärgert oder empört sein. Sind wir nicht alle ein bisschen Laura? Ein wirklich grandioses Buch - Pflichtlektüre für Frauen in den Wechseljahren!

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Dieses Buch hat mich komplett begeistert. Mit viel Wärme, Humor und Feingefühl erzählt Helen Russell eine Geschichte, die nicht nur unterhält, sondern auch die oft unsichtbare Arbeit von Frauen sichtbar macht – all die Verantwortung, das Organisieren und das ständige Kümmern, das so oft als selbstverständlich angesehen wird. Nachdenklich, berührend und gleichzeitig wunderbar leicht erzählt – für mich ein echtes Highlight.

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Großartig
"Laura Clark ist dann mal weg" von Helen Russell hat mich begeistert.

Die Autorin schreibt mit unglaublicher Leichtigkeit & guter Beobachtungsgabe über eine Frau, die nicht mehr wahrgenommen wird, deren Einsatz für den Mann, die Familie & im Job nicht gesehen wird und die keine Anerkennung & keine Wertschätzung erfährt.

Manchmal habe ich geschmunzelt und manchmal einfach nur ungläubig den Kopf geschüttelt - besonders über den Ehemann.

Ein Buch, dass ich uneingeschränkt allen empfehle, die humorvolle & warmherzige Geschichten mögen, die unterhalten und dabei auch gesellschaftsrelevante Themen aufgreifen.

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Ein grandioses Buch, das zeigt, was Frauen manchmal alles managen, ohne dass ihr Umfeld davon Notiz nimmt - bis Frau es eben nicht mehr tut.

Laura ist Ehefrau, Mutter einer 19-jährigen Tochter, Tochter einer alleinlebenden Mutter und Angestellte in einem Marketingunternehmen. Und Lauras Rolle ist klar: sie sorgt dafür, dass es läuft. Bis Laura von heute auf morgen verschwindet und ihr Umfeld in absolutes Chaos stürzt.

Diese Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Sie erzählt abwechselnd aus der Sicht von Ehemann Mark, Tochter Sian, bester Freundin Ruth und Arbeitskollege Ian, was passiert, als Laura plötzlich nicht wie gewohnt nach Hause/ zur Arbeit kommt. Anfangs ist es ziemlich amüsant, weil es zum Kopfschütteln ist, wie unfähig ihr Umfeld ohne Laura ist. Wie wäscht man Wäsche? Was könnte man bloß essen - der Kühlschrank ist leer? Warum geht niemand mit dem Hund raus? Wer kümmert sich um die Organisation im Büro? Wer hängt Mutter Carol ein Bild auf?
Doch schnell merkt man: hier geht es um so viel mehr. Niemand weiß, wo Laura ist und bis sich jemand Sorgen macht, dauert es einige Tage. Wie kann das sein? Warum wird die Mittvierzigerin als so selbstverständlich gesehen?

Die Aufklärung erfolgt Stück für Stück und gefiel mir wahnsinnig gut. Ich mochte auch die Charaktere - auch wenn nicht alle sonderlich sympathisch waren. Aber ihre Entwicklung ist der Autorin gut gelungen.

Ebenfalls erwähnen möchte ich das Ende, das mich irgendwie beseelt zurückgelassen hat.

Definitiv ein tolles Buch. Die perfekte Mischung aus Humor und nötigem Ernst - manchmal auch zwischen den Zeilen. Ein toller Schreibstil und eine wichtige Message. Absolute Empfehlung von mir.

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"Laura Clark ist dann mal weg" von Helen Russell ist ein unglaublich wichtiges und Augen öffnendes Buch.

Laura ist Mutter, Ehefrau, Tochter und Kollegin und ist auf einmal weg. Spurlos verschwunden. Noch nehmen das ihr Mann und ihre Tochter nicht ernst, werden aber schnell mit den Auswirkungen ihres Fehlens konfrontiert. Wachsende Wäscheberge, ein leerer Kühlschrank und Handwerker, die vor der Tür stehen. Ähnlich geht es Lauras Mutter, die die ganze Zeit ihre Hilfe braucht sowie ihren Kollegen, die ihre Arbeit immer auf Laura abwälzen. Aber was tun wenn sie fehlt und wer weiß für wie lange?

Die Kapitel werden aus wechselnden  Perspektiven erzählt, man liest Kapitel aus der Sicht der Tochter, des Ehemanns, eines besorgten Arbeitskollegen und der besten Freundin. Zwischendurch gibt es am Anfang des Kapitels Ausschnitte aus einem Postkarten Wechsel zwischen Laura und ihrer besten Freundin, im Laufe der Jahre, mit kleinen Einblicken in ihre Gefühlswelt und was sich in Laufe der Jahrzehnte verändert.

Der Schreibstil ist angenehm und packend. Das Tempo ist genau richtig, durch die kurzen und wechselnden Kapitel kommt man schnell voran und hat immer mehr das Gefühl von Dringlichkeit, im Gegensatz zu den Protagonisten. Die Entwicklung der Handlung hat mir sehr gut gefallen und auch das Ende fand ich gut gelungen. Man fühlt sich danach erstmal etwas leer, ist aber ganz bei Laura und ihren Entscheidungen.

Man merkt wie sehr sich alle auf sie verlassen ohne Laura wirklich Wert zu schätzen oder ihr Arbeit abzunehmen. Sie wird für selbstverständlich gehalten und muss alles managen. Gerade die Kapitel aus der Sicht der Familie und des Jobs haben mich unfassbar wütend gemacht, da alle überhaupt nicht gemerkt haben, was Laura eigentlich alles leistet.

Diese Wut macht dieses Buch so unfassbar authentisch, weil es einfach die Realität in der Gesellschaft wiederspiegelt, wie mit Frauen, Müttern, Personen mit der Haupt-Care-Arbeit umgegangen wird und wie wenig man letztendlich selbst auf seine eigene mentale Gesundheit achtet.

Für mich war das ein wirklich packendes, emotionales Buch, was nicht näher an der Realität hätte sein können.
Ein sehr wichtiges Buch das jeder Ehemann, jede Ehefrau, jede Tochter und jeder Sohn gelesen haben sollte.

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"Laura Clark ist gehdann mal weg" von Helen Russell ist ein Roman, bei dem ich vor der Protagonistin Laura innerlich den Hut gezogen habe.

Laura Clark ist verschwunden, sie geht nicht ans Telefon, beantwortet keine Nachrichten, absolute Funkstille! Zu Hause geht alles drunter und drüber: Mark lark (!), der golfspielende Ehemann vermisst vor allem seine Bequemlichkeit, was soll er denn jetzt essen? Tochter Sian ist sauer, soll sie sich jetzt etwa um die Wäsche kümmern. Sie weiß doch nicht einmal, wie die Waschmaschine funktioniert. Auch in der Firma läuft nichts mehr, wie es soll, den Laura fehlt an allen Ecken und Enden, denn sie hatte für alle Probleme eine Lösung und alle haben sich auf sie verlassen.

Ich bin zunächst etwas schwer ins Buch gekommen, dann hat es mich aber gepackt und ich konnte es nicht mehr weglegen. Da wir Laura erst sehr spät kennenlernen, dreht sich alles zunächst um ihr Umfeld. Da ist zum einen ihr (mir absolut unsympathischer) Ehemann Mark, der sich keinerlei Sorgen um Laura macht, eher um sich selbst und sein leibliches Wohl. Die 19-jährige Sian ist auch nicht wirklich ein Sympathieträger, auch wenn sie schon eher ihre Mutter vermisst. Beide sind es gewohnt, sich um nichts kümmern zu müssen, Laura hat ja alles erledigt. Und jetzt soll Mark auch noch den Hund Rufus Gassi führen...In der Firma läuft es auch nicht anders, Chloe als >Lauras Stellvertreterin delegiert und lässt arbeiten. Diese Personen habe mich wirklich wütend gemacht. Dazu gibt es in der Firma noch merkwürdige Vorschriften, an die sich alle zu halten haben und die mich immer wieder breit grinsen ließen. Die Autorin beschreibt alle Charaktere (incl. Schwiegermutter Carol) sehr lebensnah. Ich habe einige von ihnen auch in meinem Umfeld erkannt. Die Dialoge sind witzig, aber regen auch zum Nachdenken an. Warum macht sich eigentlich niemand ernsthaft Gedanken über Lauras Verbleib? Bis Lauras Kollege Ian mit Mark telefoniert... Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Ja, Russell überzeichnet, aber genau das macht diesen Roman so eindringlich. Mit viel Humor und leichter Sprache bringt uns die Autorin das Thema Familie plus Beruf nah und dass nicht alles allein auf den Schultern einer einzigen Person lasten sollte. Ein Roman, der trotz seiner zum Teil komischen Situationen einiges an Tiefgang zu bieten hat.

Der Roman ist ein Aufruf an alle Frauen, sich Freiräume zu schaffen, sich nicht dauernd für andere aufzuopfern. Warum weiß eine 19-jährige junge Frau immer noch nicht, wie eine Waschmaschine funktioniert. Hier hat Laura eindeutig Defizite, vielleicht auch durch Überforderung.. Selber machen geht schneller als erklären?

Von mir gibt es eine Leseempfehlung und nicht nur für Frauen. Gerade Männer sollten den Roman lesen, sonst könnt eines Tages ihre persönliche Laura auch verschwunden sein. 5 Sterne trotz der Anfangsschwierigkeiten, die wohl aber eher an mir lagen....

5 stars
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Verlassener Mann

Laura Clark ist dann mal weg, ist ein interessanter Roman der Schriftstellerin Helen Russell.
Sie schreibt über eine Familie, in der der Mann sich bedienen lässt, obwohl Laura auch arbeitet.
Diese Frauen kann ich ncicjt richtig verstehen. Wenn sie auch berufstätig ist, hat der Mann gefälligst mit anzufassen.
Die neunzehnjährige Tochter hat sie auch ziemlich verwöhnt.
So stehen die Beiden ziemlich ratlos da, als Laura plötzlich weg ist.
Auch an der Arbeitsstätte wird sie vermisst.
Die Autorin lässt durchklingen, das alle Personen sich doch durchkämpfen. Dann ist da noch die Frage, was mit Laura passiert ist.
Das Ganze liest sich gut und ist unterhaltend.

4 stars
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Die Geschichte einer Frau, die sich soweit aufgegeben und an die Umwelt - oder die jeweilige Tapete - angepasst hat dass es beim lesen manchmal wehtut. Wenn ihr Mann überlegt, welche Kleidung sie trägt ("war da nicht mal ein Hut...?") oder ihre Arbeitskollegen erst bei ihrem Wegbleiben feststellen, dass die meisten Dinge in ihrer Abteilung nicht "von oben" gekommen sind sondern von Laura, ihrer Kollegin, organisiert wurden - und das jahrelang. Ich hatte beim Lesen manchmal den Wunsch laut zu werden vor Wut über soviel Ignoranz. Und gleichzeitig war ich wütend, dass es auch in diesem Jahr (hundert) immer noch so ist, dass Frauen funktionieren und nicht weiter auffallen. Die Welt ist immer noch eine Männerwelt, da kann soviel gegendert werden wie will. (Macht das eigentlich noch jemand außerhalb Berlins?) Ohne zuviel zu spoilern - lesenswert.

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Helen Russel nähert sich dem Thema "Mental Load" über die Darstellung aus Sicht der "Zurückgelassenen". Die Leserinnen erfahren von ihrem Mann, ihrer Mutter, ihrer Tochter, sowie der Arbeitskollegen, wie es sich für sie anfühlt, dass Laura auf einmal nicht mehr da ist. Zunächst ganz schleichend offenbart sich, wie viel Laura in ihrem Alltag gearbeitet und unterstütz hat, ohne die Wertschätzung ihres Umfelds. Ihr Verschwinden zeigt plötzlich überall Lücken. Bis zum Ende erfährt man nicht direkt, was mit Laura passiert ist, was eine angenehme Spannung erzeugt. Stellenweise war mir die Darstellung des Ehemanns und auch der Arbeitskollegen etwas überzogen, was allerdings den Lesefluss nicht beeinflusst hat. Wahrscheinlich ist die Überzeichnung hier auch ein wirklich gutes Stilmittel zum Aufzeigen der Problematik.
Wieviele Frauen in ihrem Alltag soviel stemmen ohne wirklich wahrgenommen zu werden oder ein Dankeschön zu erhalten, dass zeigt diese Buch sehr gut auf.
"Wer bin ich" als Frau im mittleren Alter und welche Wünsche und Träume "darf" ich noch haben, ist eine Fragestellung, der man beim Lesen nicht entgehen kann.
Ein wirklich gelungener Roman, der ein fragiles Gleichgewicht zwischen Ernsthaftigkeit und Humor hält und nachklingt.
Eine Leseempfehlung!

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"Ihre Mutter hatte sie von klein auf mit der Vorstellung indoktriniert, dass, sobald man einmal verheiratet war, nichts mehr kam. Sobald man die Urkunde unterschrieben und das hübsche Kleid und Lachs oder Huhn bekommen hatte, war man aussortiert. Nach dem ersten Baby hatte man keine Freiheit mehr. Man hatte das Ziel erreicht. Mit solchen Erwartungen war Laura aufgewachsen. So hatte ihre Mutter sie erzogen. Alles andere, was passierte, war Bonus."
Wie farblos ist das Leben, wenn einem als Kind solche Dinge eingetrichtert werden. Wie einsam und leer muss man sich dann auch noch als junge Frau fühlen, wenn man diese Tristlosigkeit vor sich sieht. Und so ergeht es wohl auch Laura, die in ihrem Leben eigentlich alles nur über sich ergehen lässt. Diesen Kraftakt, daraus auszubrechen, vollbringt Laura auf eine so unglaublich starke Art und Weise, dass man sie dafür nur bewundern kann.
Der Autorin ist es auf eine magische Art und Weise gelungen, die Geschichte auf einem absoluten Spannungsniveau zu halten. Die Komplexität menschlicher Erfahrungen wird so dargestellt, als würden wir es aus nächster Nähe selbst beobachten. Mit viel Witz werden eigentlich tragische Elemente hervorgehoben, sodass es zu keinstem Moment eine Leidensgeschichte ist, sondern immer eine Lebensgeschichte bleibt. Der Schreibstil ist wirklich sehr angenehm und spiegelt Authentizität, vermittelt Vertrauen und bringt trotzdem einen frischen Charme mit sich.
Mir hat das Buch teilweise eine Gänsehaut gebracht, da es mich so sehr daran erinnert hat, wie wir manchmal alles andere über unsere eigenen Bedürfnisse stellen. Wie wir zur Normalität für unser Umfeld werden, und weder eigene Bedürfnisse haben noch solche überhaupt aussprechen . Es gibt einen Spruch der besagt : Mach dich rar, dann machs du dich beliebt! So falsch dieser eigentlich sein sollte, so richtig er in Wirklichkeit ist. Nur wenn uns etwas/jemand fehlt, werden wir uns dessen Wert bewusst!
Dies wird sicherlich nicht das einzige Buch sein, das ich von dieser Autorin lesen werde!
Ein unglaublich berührendes Buch, das es schafft uns mit viel Witz und trotzdem wunderbarem Tiefgang den Spiegel vorzuhalten.
Eigentlich 6 von 5 Sternen :)

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Laura ist die Frau für alle und alles. Wie man schon auf den ersten Seiten bemerkt, wird sie sofort vermisst, wenn sie fehlt. Ihre Nachbarn sind auf sie angewiesen, ihre Kollegen, ihre Familie und ihre schwer zu ertragende Mutter. Nach und nach lernt man Laura durch die Augen der anderen kennen. Das finde ich einen sehr guten Kniff, der Autorin und hat mir richtig gut gefallen, dass sie die Geschichte durch die Nebenpersonen erzählt, denn die Hauptperson, Laura, ist ja weg. Die Entwicklung, die viele (nicht alle) durch ihre Abwesenheit nehmen, finde ich glaubhaft und nicht an den Haaren herbeigezogen. Mir hat das Buch von Anfang bis Ende sehr gut gefallen.

4 stars
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Das Buch hat mich abwechselnd zum Lachen und Weinen gebracht - viele Szenen wirken wie aus dem Leben gegriffen und hatten einen großen Wiedererkennungswert. Das ist sowohl lustig als auch traurig, denn leider ist es ja wirklich so dass viele Frauen (und sicher auch Männer) sich selbst im Alltag verlieren - Familie, Job, da bleibt das Ich oft auf der Strecke. Und so bleibt auch Lauras Mann und Tochter und sogar ihrer eigenen Mutter nicht viel anderes übrig, als die alltäglichsten Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Auch im Büro müssen die Kolleg:innen ihre Komfortzone verlassen und viele der Arbeiten, die Laura stets so zuverlässig erledigt hat, übernehmen. Immer wieder musste ich schmunzeln, die Augen verdrehen, aber auch Mitleid, Verachtung und Unglauben gaben sich die Klinke in die Hand, denn wie sehr sich alle ganz selbstverständlich auf Laura verlassen haben, ist wirklich kaum zu glauben. Aber natürlich trägt auch Laura die Verantwortung für die Situation, in die sie sich hineinmanövriert hat bzw. hat lassen. Auf jeden Fall ist ihr plötzliches Verschwinden sehr lehrreich und heilsam für ihr gesamtes Umfeld, auch wenn es diverse Unannehmlichkeiten zu überwinden gilt. Mein Mitgefühl galt dabei vor allem dem armen Hund, der als einziger sein Frauchen von Anfang an herzlich vermisste, während alle anderen erst einmal nur ratlos waren, wie sie jetzt ohne Laura klarkommen sollten. Einige Stellen waren mir zu albern, aber ansonsten habe ich mich nicht nur köstlich amüsiert, sondern auch einige wirksame Denkanstösse erhalten.

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Helen Russell hat mit Laura Clark ist dann mal weg einen Roman geschrieben, der mich auf vielen Ebenen berührt hat. Hinter dem humorvollen Titel verbirgt sich eine tiefgründige Geschichte über die Erwartungen, die andere an uns stellen, und darüber, wie leicht man sich selbst aus den Augen verlieren kann.

Die Idee, dass Laura eines Tages einfach verschwindet, fand ich von Anfang an spannend. Während ihre Familie, ihre Freunde und ihre Kollegen versuchen herauszufinden, wo sie geblieben ist, wird nach und nach deutlich, wie selbstverständlich alle davon ausgegangen sind, dass Laura immer da ist und alles am Laufen hält. Erst durch ihre Abwesenheit wird allen bewusst, wie viel sie tagtäglich geleistet hat, oft ganz selbstverständlich und ohne dafür wirklich gesehen oder wertgeschätzt zu werden.

Helen Russell beschreibt sehr einfühlsam, wie schnell man in den Anforderungen des Alltags untergehen kann, wenn man ständig für andere da ist und die eigenen Bedürfnisse immer hintenanstellt. Laura ist eine Figur, mit der sich vermutlich viele Leserinnen und Leser identifizieren können. Ihr Wunsch, einfach einmal nicht funktionieren zu müssen, wirkte auf mich jederzeit nachvollziehbar und authentisch.

Trotz der ernsten Themen verliert der Roman nie seine Leichtigkeit. Es gibt viele humorvolle Szenen – sei es im chaotischen Familienalltag, im Büro oder durch die kleinen Missgeschicke, die plötzlich entstehen, weil Laura eben nicht mehr alles organisiert. Genau dieser feine britische Humor lockert die Geschichte immer wieder auf, ohne die emotionalen Momente zu schmälern.

Laura Clark ist dann mal weg ist weit mehr als ein unterhaltsamer Familienroman. Es ist eine kluge, emotionale und gleichzeitig humorvolle Geschichte über Selbstfürsorge, Wertschätzung und die Frage, wer wir eigentlich sind, wenn wir einmal aufhören, nur für andere zu funktionieren.

Ein Buch, das mich zum Nachdenken gebracht, mich oft zum Schmunzeln und an einigen Stellen auch sehr berührt hat. Von mir gibt es dafür verdiente 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

5 stars
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Was passiert, wenn die Frau, die immer für alle da ist, plötzlich verschwindet?

Laura Clark ist weg. Ohne Erklärung. Während ihr Mann, ihre Tochter, ihre beste Freundin und ihre Kollegen versuchen, das Chaos zu bewältigen, wird ihnen langsam klar, wie viel Laura Tag für Tag getragen hat oft, ohne dass es jemand wirklich bemerkt hat.

Laura Clark ist dann mal weg ist ein berührender Roman über Familie, Freundschaft und den Mut, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren. Mit viel Wärme, Tiefgang und einer guten Prise Humor erzählt Helen Russell die Geschichte einer Frau, die sich fragt, ob man manchmal erst verschwinden muss, um wieder zu sich selbst zu finden.

Ein Roman, der zum Nachdenken anregt und vielen aus der Seele sprechen wird, besonders allen, die sich im Alltag oft um alle anderen kümmern und sich selbst dabei vergessen. ❤️

5 stars
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Wenn unsichtbare Arbeit plötzlich sichtbar wird:
Gesellschaftskritik mit Witz und Leichtigkeit

"Bei Glühlampen war er gut. Er war gut darin, zu erkennen, wenn eine durchgebrannt war. Er war gut darin, nach oben zu greifen, sie aus der Fassung zu drehen und die Ersatzlampe hineinzuschrauben. Solange Laura daran dachte, die richtigen Glühlampen zu kaufen, hatte Mark den Laden fest im Griff."

Laura war immer da und hat sich um alle und alles gekümmert. Bis sie es eines Tages nicht mehr tut. Laura ist weg, spurlos verschwunden. Ihr Ehemann Mark, ihre Tochter Sian, ihre Mutter, ihre Kollegen und Kolleginnen – alle sind vollkommen aufgeschmissen ohne Laura, nichts läuft mehr ohne sie, alles geht den Bach runter: Ihre Familie hat nichts zu essen, keine gewaschene Kleidung zum Anziehen, der Hund wird nicht mehr Gassi geführt und erleichtert sich im Haus. Im Büro kümmert sich niemand um den defekten Fahrstuhl, die anfallenden Aufgaben werden nicht erledigt, der anstehende Betriebsausflug nicht vorbereitet.

Abwechselnd begleiten wir Mark, Sian, Lauras Kollegen Ian bei ihrem Kampf mit dem Alltag ohne Laura, was mich anfangs erheitert hat, mit der Zeit zu Kopfschütteln und Unglauben führte und schließlich Wut und Empörung auslöste. Laura hat sich für die Menschen in ihrem Umfeld aufgeopfert und doch nie ein Dankeschön erhalten, sie und ihr Engagement galten als selbstverständlich und wurden gar nicht erst gesehen; sie war eben immer da, „wie die Tapete.“ (ihre Kollegin Chloe über Laura).

Lediglich Lauras beste Freundin Ruth sieht und weiß, was Laura in den verschiedenen Bereichen ihres Lebens alles leistet, und kann ihr Verschwinden nachvollziehen: „[Sie] [h]atte es ein Jahr nach dem anderen hingenommen, übersehen und unterschätzt zu werden.“

Lauras Tochter Sian ist die erste, die irgendwann Einsicht zeigt und das Verschwinden ihrer Mutter mit der fehlenden Wertschätzung in Zusammenhang bringt, gefolgt von Lauras Kollegen Ian. Die Entwicklung der beiden Figuren hat mir gut gefallen und war ein kleiner Lichtblick bei den größtenteils doch eher unsympathischen Charakteren.

Der Schreibstil ist zugänglich und mitreißend, der Humor perfekt: voller Ironie, Sarkasmus und scharfer Beobachtungen. Die Reflektionen über Care Arbeit, mental load und Mutterschaft anhand von Zeitungsartikeln und durch Ruth sind mühelos und natürlich in die Geschichte eingebunden, ohne belehrend zu wirken, und haben mir gut gefallen.

Das Ende - das ich bis zum Schluss so nicht erwartet habe - war großartig und hat perfekt zur Geschichte passt

Die Idee, die Kritik an Rollenerwartungen an Frauen und Mütter sowie fehlender Wertschätzung und Anerkennung für Care Arbeit und mental load nicht explizit zu äußern, sondern durch das Ausbrechen aus und Wegfallen eben jener sichtbar zu machen, fand ich originell und genial. Dadurch kann das Buch möglicherweise auch solche Lesenden erreichen, die auf oben genannte Kritik eher ablehnend reagieren.

„Laura Clark ist dann mal weg“ war ein humorvolles Lesevergnügen mit einer klugen und wichtigen Botschaft, und ich kann es nur empfehlen!

5 stars
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Laura Clark ist nicht mehr da, aber das fällt zunächst niemandem auf. Erst als sich zuhause die Dreckwäsche und im Büro die Papiere stapeln, merkt ihr Umfeld, dass irgendetwas nicht stimmt. Den „Mensch Laura“ vermisst keiner, jedoch ihre Arbeitsleistung und all die Dinge, die sie im Hintergrund Tag für Tag erledigt, damit in ihrer Familie und im Job alles reibungslos funktioniert.
Von einem Tag auf den anderen müssen ihr Mann, ihre Tochter und die Kollegen für sich selbst sorgen – die heillose Überforderung ist zum Schreien komisch!
Einkaufen und kochen? Wäsche waschen? Mit dem Hund Gassi gehen? Lauras Ehemann und die Tochter sind absolut unselbstständig, bis das sonst so chice Haus im Mief erstickt.
Im Büro sind Aufzug und Klimaanlage kaputt und alle fragen sich, warum Laura sich nicht schon längst gekümmert hat, denn „die mit der Brille“ erledigt doch sonst immer alles, seit über 10 Jahren. Laura trägt keine Brille, hat sie nie. Mit einem Mal ist keiner mehr da, dem man ungeliebte, nervige Aufgaben aufdrücken kann, um selbst mehr Freizeit zu haben...

Der Klappentext verspricht einen „warmherzigen“ Roman, doch ich muss sagen, ich fand das Buch vor allem unglaublich witzig! Triggerwarnung: Familienwahnsinn und Büroidotie. ;-)

Eine klare Leseempfehlung für alle kleinen Alltagshelden da draußen, die wie Heinzelmännchen immer überall alles am Laufen halten, ohne jemals Lob oder überhaupt nur Beachtung dafür einfordern. Ohne die Lauras dieser Welt würde alles im Chaos versinken!

5 stars
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Ausbrechen aus dem System

Laura Clarke ist weg und keiner weiß wohin. Was aber alle feststellen ist, dass sie an allen Ecken und Enden fehlt. Ob im Büro beim organisieren der Aufzugreparatur oder des Betriebsausflugs oder zuhause, wo Mann und Tochter weder sich etwas zu essen machen können oder Wäsche waschen. Dass sie aber endgültig verschwunden sein könnte, darauf kommt zu Beginn niemand. Der Gedanke ist ja auch zu ungeheuerlich, dass die brave, stets hilfsbereite Laura abhaut.

Aber genau das passiert, denn Laura hat die Schnauze voll. Von was allem genau, erzählt die Autorin hier in akribischer Manier anhand der verschiedenen Figuren. Das ist zum einen zum aufregen, aber zum anderen regt es auch zum nachdenken an, wie man selbst mit Personen im Umfeld umgeht. Bedenkt man alle mit der gleichen Aufmerksamkeit oder nimmt man manche Handlungsweisen als zu selbstverständlich an. Ich gebe es auch zu. Manchmal habe ich mich in Laura auch wiedererkannt.

Mir hat vor allem die Vielschichtigkeit der Figuren gefallen. Während ihr Mann Mark und ihre Mutter Carol bis zum Ende eher Unsymphaten bleiben, war es schön zu sehen, wie ihre Tochter sich wieder selbst gefunden hat und ihre Kollge Ian über sich selber hinausgewachsen ist,
Zudem war der Schreibstil schon flüssig und der Storyaufbau stets spannend. Denn erst ganz zum Schluss wird aufgelöst, wo Laura ist. Und ich gönne ihr ihr Ende wirklich vom Herzen.

Female Rage ist nun keine Neuheit in der Buchwelt, aber ich fand es hier passabel umgesetzt und vor allem mit einer neuen Art und Weise. Genauso wie das thematisiert wurde, dass diese Wut meistens physiologisch und psychologisch als Depression o.ä. angesehen wird. Dabei ist und bleibt es ein Systemfehler.

Mein Fazit: Ein tolles feministisches Werk, was wirklich ein jeder UND jede lesen sollte.

5 stars
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"Laura Clark ist dann mal weg" - Der Titel ist hier Programm. Laura ist Freundin, Ehefrau, Mutter, Tochter, Kollegin und vieles mehr. Sie performanced all diese Rollen so perfekt, dass ein ziemlich großes Vakuum entsteht, als sie eines Tages einfach verschwindet. Zuerst bewegt sich nichts und das Chaos kann wachsen. Dann werden Erklärungen für ihr Verschwinden gesucht, nach einer gefühlten Leseewigkeit kommt endlich der Gedanke auf, es könnte ihr ja auch etwas zugestoßen sein. Obwohl sich alles um Laura dreht, tritt sie selbst erst spät in Erscheinung.
Mir hat besonder gut gefallen, wie es Helen Russel gelingt, beide Seiten der Medaille herauszuarbeiten. Da ist nicht nur eine Person, die sich um alles kümmert, die alles weiß und allen den Rücken freihält. Da ist auch eine Person, die keinen Raum für Entwicklung lässt, weder für ihre eigene noch für die ihres Umfeldes. Dann, nach dem totalenKolaps, findet das System zu einer neuen Ordung. Alle nehmen ihre neuen Plätze und Positionen ein, es wäre schön, würde das im echten leben einfach öfters geschehen.
So ist die Geschichte ein echter Mutmacher.
Der Roman ist klar gegliedert und liest sich leicht. Es ist einfach, die Übersicht über die handelnden Personen zu behalten, deren Eentwicklung ich mit Spannung verfolgt habe. Der Schreibstil ist sehr humorvoll und es gelingt der Autorin gut, eine gewisse Spannung zu erzeugen, so dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Natürlich würde ich gerne wissen, wie es weitergeht und hoffe es gibt einen Folgeband.

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Is that all there is?


Ich gestehe: „Laura Clark ist dann mal weg“ von Helen Russell hätte mich von der Cover-Gestaltung her nicht unbedingt angesprochen – zum Glück habe ich diesen Roman trotzdem gelesen, sonst hätte ich wirklich etwas verpasst!

Wer von uns (Frauen) kennt das nicht: Ob Familienorganisation, Haushalt, unbezahlte Care Arbeit, Zusatzaufgaben und unentgeltliche Mehrarbeit im Job ... Wären wir nicht gerne auch mal einfach „weg“?

Protagonistin Laura Clark hat immer perfekt „funktioniert“. Doch eines Tages sucht Ehemann Mark vergeblich nach seinem Mittagessen und Tochter Sian erfolglos saubere Kleidung. Auch im Büro fällt auf, dass sie nicht da ist, denn niemand kümmert sich um den kaputten Aufzug und andere Beschwerden. Mehr als eine „Out of Office“-Nachricht ist von Laura zu sehen.
Ihre Mutter wundert sich, das Laura nicht auf Ihre Wünsche und Bitten per Sprachnachricht reagiert. Auch die Nachbarn vermissen die hilfsbereite Laura. Und noch nicht einmal Lauras beste Freundin Ruth, frischgepackene alleinerziehende Mutter von Zwillingen, bekommt Antworten auf ihre Nachrichten an Laura.
Erst vermutet ehemann Mark seine Frau auf einer Beerdigung, die Kollegen denken, sie sei mit der Organisation des Büroausflugs beschäftigt – doch nach und nach wird allen klar: Laura Clark ist tatsächlich verschwunden!
Mark ist völlig überfordert mit dem Organisieren von Nahrung und Haushalt sowie dem Ausführen des Hundes, den Handwerkern und Lauras Mutter, die nun ihn statt Laura behelligt. Auch Sian, immerhin schon 19 Jahre alt, muss sich plötzlich selbst um Dinge kümmern, die bisher bequemerweise Mami aufgeladen werden konnten.
Erst spät gibt Ehemann Mark widerwillig eine Vermisstenanzeige auf, während ihr Kollege Ian auf Lauras Computer nach Antworten sucht, wo sie stecken könnte ...

Helen Russel hat es mit „Laura Clark ist dann mal weg“ geschafft, das Thema „Mental Overload“ sowie gesellschaftliche Erwartungen in einen Roman zu packen, der sowohl unterhaltsam als auch tiefgründig ist.

Der Schreibstil der Autorin und ihre Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Bei der Darstellung von Laura als permanent überlasteten Frau in Familie und Beruf war ich hin- und hergerissen zwischen Lachen und Wiedererkennen.

Der erste Teil des Romans fordert ein klein wenig Geduld, aber zum Ende hin hat mich die Story immer mehr gepackt - bis hin zum mehr als gelungenen Finale, in dem endlich Laura selbst zu Wort kommt.
Dieser Aufbau bzw. Perspektivenwechsel (dass andere berichten und Laura zunächst stummt bleibt) mag nicht allen gefallen, macht für mich den Roman aber gerade so besonders.

„Laura Clark ist dann mal weg. Und sie könnte eine Weile wegbleiben.“

Von mir bekommt das Buch 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung:

Für alle „Laura Clarks“ unter uns - für alle Frauen, die sich täglich aufopfern, die sich schonmal übersehen und nicht wertgeschätzt fühlten: Unbedingt lesen!

Vielen Dank an den Lübbe Verlag, NetGalley.de & Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar! 📚💚

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Laura Clark, Ehefrau, Mutter, Freundin, Kollegin und Vorgesetzte, hat jahrelang einfach funktioniert und alles geschultert, was an Aufgaben und Verantwortung auf sie zukam. Plötzlich ist sie weg – und erst jetzt wird deutlich, wie viele Lasten sie getragen hat, ohne dafür wirklich gesehen oder gewürdigt zu werden. Die Menschen in ihrem Umfeld müssen wohl oder übel lernen, auf eigenen Beinen zu stehen.
Die Idee, eine Figur durch die Lücke zu charakterisieren, die ihre Abwesenheit hinterlässt, fand ich originell und spannend. Gut gefallen haben mir Lauras kleine, zunehmend resigniert klingende Nachrichten an ihre Freundin Ruth und die Art, wie ihr Verschwinden bei ein paar Menschen – ihrer Tochter, ihrer Freundin Ruth und ihrem Kollegen Ian – eine Entwicklung auslöst.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und liest sich leicht, humorvoll und unterhaltsam. Allerdings fand ich die Botschaft stellenweise etwas zu plakativ und einige Figuren wirkten auf mich so überzeichnet, dass sie eher wie Karikaturen wirkten. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Glaubwürdigkeit gewünscht.
Insgesamt habe ich den Roman aber mit Vergnügen gelesen und fand vor allem den Schluss stimmig.

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Laura Clark ist Ende 40 und Mutter, Ehefrau, Tochter, Freundin, Büroangestellte, Nachbarin, Gassigeherin, Kuchenbackende und Geschenkeorganisatorin und immer für alle da. Sie denkt an alles und an jeden. Nein, nicht an jeden, denn nicht an sich selbst. Der Roman zeigt das Leben der Menschen um Laura herum, wie es weitergeht, wenn Laura plötzlichF nicht mehr da ist. Und wie alle merken, was sie vorher für selbstverständlich genommen haben. Und was nun fehlt. Und vielleicht auch, was Laura gefehlt haben könnte!

Mich hat das Buch anfangs etwas gefordert. Die außergewöhnliche Erzählsicht aus allen möglichen Perspektiven der Menschen, die nun ohne eine Laura Clark auskommen müssen, war für mich erst einmal gewöhnungsbedürftig. Aber ich habe mich gewöhnt. Und zwar schnell!
Offenbar ist Laura Clark nicht nur einfach verschwunden, sie hatte gute Grund dazu. Und sie hat Spuren hinterlassen. Nicht nur metaphorische, sondern auch ganz reale und die sind überaus witzig zu lesen. Sie wird mit der Zeit als Charakter immer greifbarer und das, obwohl sie abwesend ist und bleibt.
Helen Russel erzählt ehrlich von den Problemen einer Frau in der Lebensmitte, die sich fragt, ob das nun wirklich alles war. Ob das Leben, das sie bisher führte und das nun einmal das einzige ist, dass sie hat, sie überhaupt glücklich macht. Und es bringt auch alle anderen dazu, darüber nachzudenken, welches Glück sie hatten mit Laura, aber auch, ob diese vielleicht nicht glücklich war. Dabei bleibt der Stil von Helen Russel unerbittlich ehrlich, aber auch sehr lustig!

Laura Clark ist dann mal weg ist das perfekte Buch für Menschen, die sich für andere aufopfern und sich selbst dabei zu kurz kommen lassen. Es wird mit einem großen Augenzwinkern erzählt und mit viel Humor. Aber gleichzeitig regt es auch sehr zum Nachdenken an. Es behandelt mit Leichtigkeit sehr ernste Themen.
Für mich ein absolutes Lese-Highlight in diesem Jahr!

5 stars
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Oh wow. Was für eine Freude dieses Buch zu lesen. Am Anfang bin ich ein bissl schwer in die Charaktere reingekommen, aber dann konnte ich nicht mehr damit aufhören. Laura, du bist meine Heldin! :))

5 stars
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Laura Clark ist weg.
Ihre Familie bemerkt es, da kein Essen gekocht ist, die Einkäufe zur Neige gehen und sich nach und nach die Wäscheberge häufen und ein unschöner Geruch durch die Wohnung wabert.
In der Firma fehlt auf einmal diejenige, die sich um alles kümmert, die für jeden ein offenes Ohr hat und an die Geburtstage denkt.
Und auch ihre beste Freundin benötigt dringend ihre Hilfe.
Doch wo ist Laura Clark? Bei der Vorbereitung des Betriebsausflugs? Auf der Beerdigung einer Tante? Wie auch immer, sie wird bald wieder da sein. Und wenn nicht?
Ihr Ehemann, der alternde Golfprofi und ihre Tochter, die nach der Schule nicht so recht weiß, wie es weitergehen soll, wissen nicht viel über die Vermisste. Wohin könnte sie gegangen sein und warum? Und wie sieht sie eigentlich genau aus?
Teilweise ist es amüsant zu lesen, wie die Hausfrau, Mutter, Mitarbeiterin in der Personalabteilung einer großen Firma wohl alles am Laufen gehalten hat und Familie, Kollegen und Freunde ohne sie aufgeschmissen sind. Meist aber bleibt einem das Lachen im Hals stecken ob der Ignoranz der anderen und der Ausbeutung von Laura.
Auf jeden Fall bringt einen das Buch zum Nachdenken. Lasse auch ich mich zu sehr vereinnahmen? Achte ich genug auf meine eigenen Bedürfnisse? Und falls ja, vereinnahme ich gar eine andere Person komplett?
Das Leseerlebnis wird einzig durch Sprach- und Tippfehler getrübt.
Das relativ offene Ende bietet einen schönen Ausblick.

4 stars
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Humorvoll, ehrlich und überraschend tiefgründig

Mit Laura Clark ist dann mal weg beweist Helen Russell, dass humorvolle Unterhaltung und emotionale Tiefe wunderbar miteinander harmonieren können. Die Autorin erzählt ihre Geschichte mit viel Charme, einem feinen Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen und einer guten Portion Selbstironie. Ihr Schreibstil ist modern, flüssig und leicht zugänglich. Gleichzeitig schafft sie es, ernste Themen authentisch einzubinden, ohne dass die Geschichte ihre Leichtigkeit verliert.

Im Mittelpunkt steht eine Frau, die an einem Punkt angekommen ist, an dem sie ihr bisheriges Leben hinterfragt und sich fragt, was sie eigentlich wirklich glücklich macht. Dabei geht es nicht nur um Veränderungen im Außen, sondern vor allem um persönliche Entwicklung, Selbstfindung und den Mut, neue Wege einzuschlagen. Mit jeder neuen Begegnung und jeder Entscheidung entwickelt sich nicht nur die Geschichte, sondern auch die Hauptfigur sichtbar weiter. Der Roman lebt weniger von spektakulären Wendungen als vielmehr von seinen glaubwürdigen Figuren, den humorvollen Momenten und den emotionalen Entwicklungen.

Laura ist eine sympathische Protagonistin mit Ecken und Kanten. Sie wirkt nie perfekt, sondern menschlich und authentisch. Ihre Gedanken, Zweifel und Unsicherheiten machen sie nahbar und sorgen dafür, dass ihre Entwicklung glaubwürdig wirkt. Im Laufe der Geschichte wächst sie an ihren Erfahrungen, lernt, Entscheidungen bewusster zu treffen, und gewinnt zunehmend an Selbstvertrauen. Auch die Nebenfiguren tragen viel zur Geschichte bei. Sie bringen unterschiedliche Perspektiven ein, sorgen für humorvolle oder emotionale Momente und verleihen der Handlung zusätzliche Tiefe.

Beim Lesen wechseln sich Schmunzeln, Mitgefühl und Nachdenklichkeit immer wieder ab. Manche Szenen bringen zum Lachen, andere regen dazu an, das eigene Leben und die eigenen Prioritäten zu hinterfragen. Besonders gelungen ist die Botschaft, dass Veränderungen zwar Mut erfordern, sich aber lohnen können. Genau diese Mischung aus Leichtigkeit und emotionaler Tiefe macht den Roman besonders lesenswert.

Besonders gut gefallen haben mir der angenehme Schreibstil, die authentischen Figuren und die gelungene Balance zwischen Humor und ernsteren Themen. Die Dialoge wirken natürlich und die Entwicklung der Charaktere ist nachvollziehbar erzählt.

Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass die Handlung stellenweise etwas gemächlicher voranschreitet. Wer ein sehr hohes Erzähltempo oder viele überraschende Wendungen erwartet, könnte einige Passagen als etwas lang empfinden. Zudem sind manche Entwicklungen recht vorhersehbar.

Laura Clark ist dann mal weg ist ein warmherziger, kluger und unterhaltsamer Roman, der Humor mit emotionalen Themen verbindet. Die authentischen Figuren, die sympathische Hauptprotagonistin und die lebensnahe Geschichte machen das Buch zu einer angenehmen Lektüre, die noch eine Weile nachhallt. Obwohl das Erzähltempo nicht immer hoch ist, überzeugt der Roman durch seine Botschaft, seine Atmosphäre und seine glaubwürdige Charakterentwicklung.

4 stars
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In dem Roman „Laura Clark ist dann mal weg“ geht es um das Gedankenexperiment, was passieren würde, wenn die Person, die im Hintergrund immer alles zusammenhält, plötzlich einfach verschwindet. Laura selbst bleibt im Roman über weite Strecken abwesend. Statt ihre Geschichte direkt zu erzählen, setzt sich nach und nach aus den Perspektiven der Menschen um sie herum zusammen, warum sie verschwunden ist. Dieses erzählerische Konzept hat mir richtig gut gefallen. Mit jedem Kapitel wird deutlicher, wie sehr Laura das Leben aller anderen organisiert, getragen und zusammengehalten hat und wie selbstverständlich ihre Arbeit für alle geworden ist.

Besonders unterhaltsam fand ich die Kapitel aus der Sicht ihres narzisstischen Ehemanns Mark. Das war vielleicht etwas überzeichnet, aber trotzdem steckt hinter dieser Karikatur eines Ehemanns eine kluge Auseinandersetzung mit unbezahlter Carearbeit, mentaler Last und den oft unsichtbaren Aufgaben. Gerade diese Mischung aus Witz und Tiefgang hat mich überzeugt. Der Roman hält niemandem belehrend den Spiegel vor, sondern zeigt durch seine Figuren und ihre Reaktionen, was passiert, wenn all die kleinen Dinge plötzlich nicht mehr erledigt werden.

„Laura Clark ist dann mal weg“ liest sich leicht und humorvoll, regt aber gleichzeitig zum Nachdenken über Rollenbilder und Wertschätzung an. Hat mir richtig gut gefallen!

5 stars
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Ich glaube als Mutter, Arbeitnehmerin, Freundin, Ehefrau, Tochter und Arbeitskollegin kennt man das gut. Für alle anderen da zu sein und es allen recht machen zu wollen ohne dabei einen Gedanken an sich selber zu verschwenden...

Genau so ergeht es Laura Clark. Ausser dass sie genug hat und abhaut... wie das alle anderen finden, das erfährt man in diesem lustigen, nachdenklich stimmenden und sehr unterhaltsamen Buch. Aus unterschiedlicher Sicht wird dargelegt was fehlt, wenn eine Laura Clark einfach geht...!

Dieses Buch hat mich laut lachen lassen aber auch mitten ins Herz getroffen!

Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar!!
Grosse Leseempfehlung!!

5 stars
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Laura Clark ist dann mal weg von Helen Russell

Laura Clark ist plötzlich verschwunden. Weder ihre Familie noch ihre Kolleg wissen, wo sie ist. Während ihr Mann, ihre Tochter und das Büro versuchen, ohne sie zurechtzukommen, wird ihnen nach und nach klar, wie viel Laura im Hintergrund eigentlich immer übernommen hat. Zum ersten Mal müssen sie sich mit der Frage beschäftigen, wer Laura überhaupt ist und ob sie sie jemals wirklich gesehen haben.

Die Grundidee hat mir sofort gefallen. Eine Frau verschwindet einfach aus ihrem Alltag und plötzlich merkt jeder, wie selbstverständlich ihre Arbeit, ihre Fürsorge und ihre Organisation immer gewesen sind. Das Buch zeigt sehr deutlich, wie viel unsichtbare Arbeit häufig einfach vorausgesetzt wird.

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte nicht nur nachdenklich ist, sondern immer wieder auch richtig witzig. Vor allem die Szenen im Büro und zu Hause haben mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht. Gleichzeitig steckt dahinter eine ernste Frage: Was passiert eigentlich, wenn die Person, auf die sich alle verlassen, plötzlich nicht mehr da ist?

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dadurch lernt man Laura vor allem durch die Menschen kennen, die sie zurückgelassen hat. Das fand ich einen spannenden Ansatz, weil sich erst nach und nach zeigt, wie unterschiedlich sie von ihrem Umfeld wahrgenommen wurde.

In der Mitte hat sich die Handlung für mich stellenweise etwas gezogen. Manche Situationen haben sich wiederholt und ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichte dort etwas schneller vorangeht. Das hat meinem Gesamteindruck aber keinen großen Abbruch getan.

Laura Clark ist dann mal weg verbindet Humor mit einem Thema, das viele wahrscheinlich aus ihrem Alltag kennen. Ein Buch, das unterhält, zum Nachdenken anregt und deutlich macht, wie schnell Menschen selbstverständlich werden, wenn sie immer für alle anderen da sind.

★★★★☆ (4 von 5 Sternen)

4 stars
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Laura Clark, eine Frau wie es viele gibt. Die perfekte Ehefrau, Mutter, Freundin und Kollegin – für alle da, alles funktioniert, jeder verlässt sich auf Laura. Sie hat alles im Griff und funktioniert einfach ohne zu klagen und zu mosern. Dann kommt der Tag an dem Laura merkt, dass es so nicht mehr weitergeht und sie verschwindet ohne ein Wort von der Bildfläche.
Ihr Umfeld ist überrascht und keiner kann es glauben – sie hat doch immer funktioniert. Sie kommt garantiert schnell wieder. Es kann gar nicht anders sein – schließlich muss sie dafür sorgen, dass hier alles läuft. Sowohl Mann, Tochter, Freundin als auch Arbeitskollegen können nicht glauben, dass ihr Verschwinden freiwillig ist. Nach einigen Tagen schalten sie die Polizei ein.
Auch im realen Leben ist es doch oft so, dass den Frauen bestimmte Tätigkeiten aufgedrängt werden und so manche Frau fühlt sich in der Rolle auch wohl. Dann ist es auch völlig in Ordnung so. Aber zu Laura muss ich sagen, ich finde ihre Geschichte ein wenig sehr weit hergeholt. Ich denke, keine unzufriedene Frau wird so viele Jahre abwarten ohne etwas zu sagen und zu versuchen die Situation zu ändern. Sie hat ihren Mann doch mal geliebt und die Tochter liebt sie immer noch – da hätte ich schon erwartet, dass Laura mit ihnen spricht und nicht einfach so verschwindet.
Allerdings habe ich auch das Gefühl, dass ihr Umfeld sich nicht gerade viele Sorgen um sie macht. Eigentlich geht es immer nur darum, was Laura gemacht hat und was sie jetzt selber machen müssen.
Dieses Buch erzählt die Geschichte von Laura und ihrem Umfeld mit sehr viel Ironie und lebt von ernsten und scharfen Beobachtungen. Ein gewisser Sarkasmus würzt den Schreibstil und macht ihn einfühlsam und gut lesbar. Ich hätte gerne noch mehr von Laura, ihren Beweggründen und ihrer Vorgeschichte erfahren – aber wahrscheinlich soll das Buch mehr ihr Fehlen thematisieren als ihre Beweggründe dafür.
Die Geschichte bewegt zum Nachdenken und die Botschaft kommt beim Leser an. Ich kann diese Buch nur empfehlen.

4 stars
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Wann fällt es auf, wenn eine Person nicht mehr da ist? Ist es dann, wenn E-Mails, Nachrichten und Anrufe nicht mehr beantwortet werden? Oder wenn keiner kocht, die Wäsche macht oder den Hund rausbringt? Oder alle plötzlich Arbeiten erledigen müssen, die vorher jemand anderes erledigt hat? Genau das passiert in Lauras Familie, in ihrem Freundeskreis und in ihrem Büro. Und während manche sich noch fragen, wo Laura überhaupt ist, machen andere wie gewohnt weiter schieben die Arbeit nach wie vor liebend gern ab.

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven aus Lauras Umfeld erzählt. Dabei ist es faszinierend, auf welche Gedanken die Figuren jeweils kommen, bevor sie das wirkliche Verschwinden realisieren. Schön ist dabei jedoch zu beobachten, wie sich viele der Figuren weiterentwickeln und selbst innere Stärke aufbauen, vor allem Ian (und vielleicht Sian ein kleines bisschen) hat mich hier sehr beeindruckt. Aber ich glaube, dass fast jeder Mensch gerne aus diesem Umfeld von Laura verschwinden würde.

Spannend würde ich den Stil nicht nennen, da alle Antworten schnell in den Zeilen zu finden sind, aber für mich geht es auch weniger darum, das Verschwinden aufzuklären als die Charakterentwicklung mitzuerleben.

Besonders gut hat mir die Polizeiarbeit gefallen. Ich war schockiert, wie lange die Vermisstenmeldung aufgeschoben wurde, aber immerhin wurde diese dann sehr ernst genommen.

Ein weiteres Highlight waren für mich die Postkarten zwischen bester Freundin Ruth und Laura, die zwischen den Kapiteln beschrieben wurden.

Irritierend finde ich allerdings das deutsche Cover, was mich weder anspricht noch wirklich etwas mit der Geschichte zu tun hat.

Helen Russel ist ein ungewöhnlicher, aber umso eindrücklicher Roman vordergründig über eine aufopferungsvolle Frau gelungen, deren Fehlen alles ins Chaos stürzt und zeigt damit auf wem unsere Gesellschaft wirklich fußt.

4 stars
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Eine Abwesenheitsnotiz in ihrem beruflichen E-Mail-Account ist alles, was Laura hinterlassen hat. Sie ist weg und niemand aus ihrer näheren Umgebung hat eine Vorstellung, weshalb und wohin.
Im Büro wurde sie so selbstverständlich gehalten wie die Tapete, die an der Wand klebt und als Personalmanagerin für alle persönlichen Befindlichkeiten zuständig erachtet. Jetzt gibt es keine Snacks und der Fahrstuhl funktioniert auch nicht.
Ihr Ehemann, der nur Golf im Kopf hat, wähnt Laura bei einer Beerdigung, schafft es weder Essen zuzubereiten, noch den Hund rechtzeitig nach draußen zu bringen, bevor ein Malheur passiert.
Die erwachsene Tochter Sian ist nicht weniger hilflos und bedient sich an der Kleidung ihrer Mutter, als keine saubere Wäsche mehr da ist und die Waschmaschine sich nicht von selbst befüllt.
Lauras Mutter Carol hat ihre eigenen Anliegen, um die sich Laura kümmern soll, braucht aber vielmehr jemanden zum Zuhören, weshalb sie unaufhörlich Lauras Mailbox bequatscht. Einen Rückruf erhält sie nicht.
Lauras Freundin Ruth erhält ebenfalls keine Antwort auf ihre WhatsApp-Nachrichten an Laura und kämpft sich verzweifelt durch den Alltag als alleinerziehende Mutter von neugeborenen Zwillingen.

Der Roman ist erfrischend originell aufgebaut, denn die Hauptfigur ist nicht präsent. Das Rätsel um ihr Verschwinden erschließt sich aus den Perspektiven der Menschen aus Lauras Umgebung. Die erste Reaktion ihrer Kollegen oder Familienmitglieder ist nicht etwa Sorge wegen ihres untypischen Verhaltens, sondern vielmehr Irritation, dass Laura nicht zur Verfügung steht.

Es braucht nicht lange, bis offensichtlich ist, was - oder wer - alles dazu beigetragen hat, Laura in die Flucht zu schlagen. Durch die Sicht der anderen Personen wirkt die Szenerie noch erschütternder, als würde Laura selbst ihr Leid klagen. Denn Laura fehlt nicht als Mensch, sondern in ihrer Funktion als Köchin, Putzfrau, Einkäuferin, Wäscherin, Handwerkerin, Gassigeherin, Angestellte - Mädchen für alles.

Erst als die Menschen im Chaos versinken, merken sie, was Laura alles stillschweigend erledigt hat und spüren, dass sie Laura gar nicht richtig kannten.

Die Menschen aus Lauras Umfeld sind lebendig, aber hemmungslos überzeichnet dargestellt. Insbesondere ihr Ehemann wirkt komplett idiotisch, weshalb man sich fragen muss, warum Laura nicht schon viel früher die Reißleine gezogen hat. Dennoch steckt in der ganzen Ironie ein wahrer Kern. Auch wenn viele Szenen von einem scharfsinnigen Blick auf die Rolle einer "mittelalten" Frau zeugen und mit Humor inszeniert sind, bleibt einem das Lachen zumal im Hals stecken.

"Laura Clark ist dann mal weg" um sich eine wohlverdiente Auszeit zu nehmen. Sie hat sich stets um andere gekümmert und keinerlei Wertschätzung erfahren. Der Roman zeigt sehr deutlich, wie sich eine Frau ausnutzen lässt, bis ein Punkt erreicht ist, an dem sie ihrem Leben nur noch den Stinkefinger zeigen kann. Auch wenn am Ende Laura selbst zu Wort kommt, die man bisher nur direkt über Postkarten an ihre beste Freundin Ruth kannte, die über die Jahre immer weniger euphorisch wurden, ist das Ende ohne direkte Konfrontation mit allen Beteiligten etwas abrupt.

4 stars
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Wir kennen sie alle: Menschen, die alles irgendwie zusammenhalten, immer für alle da sind, und gleichzeitig für andere schnell zur Selbstverständlichkeit werden. Und machen wir uns nichts vor: Oft sind diese Menschen Frauen. Laura Clark ist genau so eine Frau, Mutter und Kollegin: Sie kümmert sich um alles. Doch jetzt: Kümmerte, denn sie scheint verschwunden zu sein. Aber hat sie wirklich ihren Mann Mark, ihre Tochter Sian, ihre Mutter Carol und ihre KollegInnen einfach so hinter sich gelassen?

Zumindest steigt man damit in die Geschichte ein: "Laura war nicht da." Abwechselnd schauen wir LeserInnen zu Lauras Arbeitskollegen, ihrer Familie und ihrer Freundin Ruth, die mit ihrer plötzlichen, späten Mutterschaft zu kämpfen hat. Und alle bekommen auf einmal Probleme, die sie vorher nicht hatten - einfach weil Laura sich wie selbstverständlich um alles gekümmert hat. Auf der Arbeit funktioniert der Fahrstuhl nicht, und es gibt Dinge zu planen, mit denen alle Anwesenden überfordert sind, egal ob sie sich selbst unfassbar wichtig nehmen (wie Chloe oder Tom) oder eher ein Rädchen im System sind (wie Ian). Lauras Mann Mark ist erst nur ob des fehlenden Essens empört, doch auch er merkt schnell, was Laura alles "einfach so" geregelt hat. Seien es Reparaturen im Haus oder sich um ihre doch recht anstrengede Mutter Carol zu kümmern - geschweige denn um Sian, ihre 19jährige Tochter, die noch kein richtiges Ziel im Leben gefunden hat. Besonders die Dynamik zwischen Mark und Sian zeigt, wie oft und viel Mütter, Ehefrauen wuppen und wie wichtig das ist. Und war der "Köter", den die Familie hat, nicht eigentlich mehr Lauraus Hund...? Um den müssen sie sich ja auch auf einmal noch kümmern. Und was hat es mit diesen Frauen-Newslettern auf sich, die Mark neuerdings bekommt?
Lauras Mutter Carol, die Mark (der passenderweise Golfspieler ist...) verwöhnt, an Laura jedoch immer hohe Ansprüche gestellt hat, kann kaum glauben, dass Laura "einfach nicht da ist". Und Himmel, was für eine anstrengende Person ist Carol bitte? Als Gegenpol und Spiegel der Ereignisse war Ruth, Lauras enge Freundin, eine erfrischende Abwechslung. Sie ist überraschend und spät Zwillingsmutter geworden. Doch auch ihr wird klar, was Laura alles geleistet hat, als Mutter, als Frau, als Freundin. Die Postkarten, die Laura Ruth früher geschrieben hat und die wir lesen, geben immer wieder einen Einblick in Lauras früheres (Er-)leben und dass sie viel mehr ist als einfach nur eine funktionierende Frau.

Die Figuren sind unterschiedlich sympathisch - Sian als Jugendliche, die ihren Weg sucht, hat mir sehr gut gefallen, Mark und Carol waren mir nicht wikrlich sympathisch, die KollegInnen von Laura mochte ich auch unterschiedlich stark - meine liebste Figur allerdings ist eindeutig Ruth, die im Verlauf der Geschichte eine Reise zu sich selbst beginnt. Es gab manchmal punktuell Längen in der Story, die aber dann rückblickend auch wieder ihre Berechtigung haben.

In jeder Zeile, in jedem Kapitel des Buchs wird immer klarer und klarer, wie sehr man sich oft auf andere Personen verlässt - und wie "in Ordnung" das ist, solange die anderen funktionieren. Gleichzeitig hinterfragt Helen Russell viele patriarchalische Strukturen und die Selbstverständlichkeit, mit der wir oft die immensen Leistungen anderer hinnehmen. Ebenso in Frage stellt die Geschichte, ob wir es wirklich schaffen, eine Person wirklich einzuschätzen. Denn alle haben ein bestimmtes Bild von Laura. Aber stimmt es auch?

"Laura Clark ist dann mal weg" ist ein gleichzeitig amüsantes und nachdenklich machendes Buch, das mir sehr gut gefallen hat und das ich absolut weiterempfehlen kann! Es bekommt verdiente 4 / 5 Leseratten

4 stars
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„Sie hatte zu lange zu viel gegeben, und nun hatte sie nichts mehr zu geben.“

Der Anfang kommt herrlich witzig daher. Im Büro geht alles drunter und drüber: Der Fahrstuhl klemmt, die Klimaanlage funktioniert nicht mehr, und keine Laura ist da, die sich darum kümmert.

Ian ist eigentlich der Einzige, der sich ernsthaft Sorgen um Laura macht und etwas unternimmt. „Ist Laura auf der Flucht? Wenn Laura Harrison Ford war, machte das ihn dann zu Tommy Lee Jones?“ Solche Gedanken sorgen immer wieder für ein Schmunzeln.

Mark, der Ehemann ... na ja, ihm ist so ziemlich alles egal, wirklich alles, außer er selbst. Und die Tochter kann sich eigentlich nur noch an einen Umriss ihrer Mutter erinnern. Autsch.

Sogar Ruth, Lauras beste Freundin seit Ewigkeiten, weiß nicht, wo Laura abgeblieben ist, und auch sie erhält keine Antwort auf ihre Nachrichten. Sie ist die Einzige, die mir wirklich leidtat. Völlig überfordert mit ihren neugeborenen Zwillingen, könnte sie Lauras Unterstützung gerade jetzt gut gebrauchen.

Obwohl das Buch viele witzige Passagen hat, hat es mich persönlich auch ziemlich mitgenommen. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Frauen sich mit Laura identifizieren können. Wütend wurde ich jedes Mal (und das passiert ja nicht nur in Büchern), wenn darüber spekuliert wurde, ob Laura wohl "dieses Frauending“ habe. Besonders geärgert hat mich dabei Lauras Mutter. Sie müsste diese "spezielle Zeit“ doch selbst erlebt haben und sollte eigentlich mehr Verständnis zeigen.

Der Schluss hat mir richtig gut gefallen! Überhaupt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Und Laura als Figur ebenfalls! Obwohl man in 95 % des Romans gar nicht direkt von ihr, sondern nur über sie erfährt. Ich finde, das ist eine geniale Idee und macht den Roman zu etwas Besonderem. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

5 stars
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Ganz nach dem Motto "Ich bin dann mal weg......" zeigt uns das Buch was es wirklich heißt wenn "working Moms" sich aus dem Staub machen und eingefahrene Lebenswege verlassen. Besonders interessant fand ich die Darstellung der einzelnen Lebensbereiche die betroffen waren, als Laura einfach mal weg ist.

Im Job - ihr bester und auch treuerster Kollege Ian. In der Familie - ihr Mann Mark und die Tochter Sian. Nicht zuletzt die übergriffige Mutter, die nur ihr Eigenwohl im Kopf hat.

Alle diese Figuren erfahren im Roman wie es ist, wenn ein wichtiger Mensch im Leben plötzlich fehlt. Ein Mensch der Verantwortung und Pflichten übernommen hat. Ein Mensch auf den "Verlass" war, der immer da war und das Essen gekocht, die Wäsche gebügelt oder die Kollegen im Job unterstützt hat.

Einzig und alleine ihr Kollege Ian hatte ein ernsthaftes Interesse Laura wieder zu finden. Ihr Ehemann Mark hat sich mit dem eingefahren Eheleben arrangiert und durchaus die Freuden des Fremdgehens für sich entdeckt.

Also wenn wundert es, das Laura "die Schnauze voll hat" und geht. Ich denke viele Frauen werden sich in diesem Roman wiedererkennen. Er hält einem den Spiegel vor um über sein eigenes Leben nachzudenken.

Von mir ein Daumen hoch - absolut lesenswert!!

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Also ehrlich, dass Laura Clark von einem Tag auf den anderen weg ist, nimmt nicht wunder, sondern freut den Leser sogar. Verständnislos zurückbleiben ihr Mann Mark, ein mittelmäßiger Golfprofi, der vergessen hat, erwachsen zu werden; ihre Tochter Sian, deren Sabbatjahr nach der Schule fast zu Ende ist, ohne dass sie weiß, was sie nun machen könnte; ihre Arbeitskollegen im Personalbüro einer Firma, die sich fragen, wie die Kaffeemaschine funktioniert. Da Laura Clark für jeden von ihnen eine feste Bank ist, wenn es darum geht, alles zu regeln, den Haushalt alleine zu schmeißen, alle Arbeiten, die niemand machen will, zu übernehmen, jedem zuzuhören, keinen Geburtstag zu vergessen usw., können es sich alle Beteiligten gar nicht vorstellen, dass Laura verschwunden ist. Somit wähnt sie ihre Familie auf der Beerdigung einer Tante, wogegen die Arbeitskollegen glauben, dass sie – wie üblich – den anstehenden Betriebsausflug vor Ort vorbereitet. Als Laura aber nicht mehr auftaucht, ist die Ratlosigkeit groß.
Laura ist im gesamten Roman sehr präsent, obwohl sie ja nicht direkt in Erscheinung tritt. Man muss gar nicht den einzelnen Leuten in ihrer Familie oder ihrem Umfeld zuhören, um nicht zutiefst Sympathie für ihr Verschwinden zu empfinden. Auch wenn man das Gefühl hat, dass Laura durchaus aus dem Verborgenen agiert, ist es schön zu sehen, dass einzelne Menschen in der Lage sind, ungeahnte Fähigkeiten zu entwickeln und Kräfte zu mobilisieren, durch die sie längst überfällig über sich selbst hinauswachsen.
Es hat mir großen Spaß gemacht das Buch zu lesen, das auch sprachlich gut geschrieben ist. Ich werde es sehr gerne empfehlen.

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"Laura Clark ist dann mal weg" von Helen Russell ist ein humorvoller und zugleich nachdenklicher Roman über die oft unsichtbare Last des Alltags und die Erwartungen, die an Frauen gestellt werden. Durch die unterschiedlichen Perspektiven wird eindrucksvoll gezeigt, wie sehr Laura das Leben aller anderen zusammenhält – und was passiert, als sie plötzlich verschwindet. Mit viel Witz, Gefühl und einer wichtigen Botschaft regt das Buch zum Nachdenken über Selbstfürsorge, Wertschätzung und mentale Belastung an. Eine unterhaltsame und zugleich tiefgründige Lektüre.
Ich hatte eine tolle Zeit beim Lesen!

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Mir haben das Cover und der Titel von Anfang an gut gefallen und schon die ersten Kapitel waren extrem spannend. Laura ist 40+, hat einen Ehemann (Mark) und die 19jährige Tochter Sian. Achja, einen Hund hat die Familie auch. Als Laura von einem Tag auf den anderen plötzlich verschwindet, können es die Menschen in ihrem Umfeld nicht glauben. Oder wellen es nicht wahrhaben, da Laura einfach immer da war und die zuverlässigste Person überhaupt ist.
Mit viel Spannung und subtilem Hummer tauchen wir in die Welt von Laura Clark beziehungsweise in ihr Umfeld ein. Wir lernen nicht nur die Familie kennen, sondern auch ihre Arbeitskollegen und -kolleginnen sowie die beste Freundin Ruth. Ein sehr empfehlenswerter Roman über die Lebenswelt einer Frau über 4o mit einem sehr zufriedenstellenden Ende.

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Laura Clark ist dann mal weg konnte mich auf der ganzen Linie begeistern. Ich glaube, dass es viele Frauen insgeheim den Wunsch hegen, einfach mal allem, der Familie, dem Job, dem Alltag den Rücken zu kehren. Laura tut dies, zumindest ist sie irgendwann weg und niemand weiß, wo sie ist. Aber bald wissen alle, was Laura eigentlich alles geleistet hat, was für die anderen, ihren Mann, ihre Tochter, ihre Mutter und auch ihre Arbeitskollegen selbstverständlich war. Schnell wird klar, dass Laura an allen Ecken fehlt. Aber als ihre Familie und ihre Kollegen ohne sie auskommen müssen, wachsen einige über sich hinaus.

Für mich eine wunderbare Geschichte mit viel Tiefgründigkeit und auch viel Humor. Eine Geschichte, die vor allem diejenigen lesen sollten, die solch eine Person, die sie für selbstverständlich halten, in ihrer Nähe haben.

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