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Was zum Tode führt
Kriminalroman
von Nicole Eick
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Erscheinungstermin 01.05.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Während Alfred mit privaten Turbulenzen kämpft und seine taffe Kollegin Dominique emotional ins Schleudern gerät, tauchen widersprüchliche Hinweise auf. Ist der Tote ein vor Jahren als vermisst gemeldeter Mann aus Thüringen? Doch warum wird dessen DNA in den Polizeiakten einem Obdachlosen aus Franken zugeschrieben?
Nach und nach offenbart sich ein deutsch-deutsches Familiendrama.
»Was zum Tode führt« stellt die Geschichte des Mordopfers in den Mittelpunkt und fragt: Hätte das Opfer mit seiner schwierigen Biografie nicht auch Täter werden können?
Was in der DDR hinter Mauern und Stacheldraht in den Jugendwerkhöfen passierte, ist noch nicht umfassend aufgedeckt worden und im Westen der Republik so gut wie unbekannt.
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Paperback |
| ISBN | 9783944936871 |
| PREIS | 20,00 € (EUR) |
| SEITEN | 324 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Ich bin immer wieder auf der Suche nach authentischen historischen Geschichten, die in Romanform erzählt werden. Doch was ich in „Was zum Tode führt“ von Nicole Eick gelesen habe, hat mich wirklich überrascht … durchweg positiv!
Der packende Krimi spielt in Bamberg und ist bereits der dritte Band um Kriminalhauptkommissar Alfred Meister und seinem Team. Ein Dackel findet im Hauptsmoorwald Skelettteile. Die Ermittlungen führen zu einem seit zwei Jahren vermissten Mann aus Gotha. Jedoch gehört die DNA am Fundort nicht diesem Maik Frieling, sondern einem Obdachlosen. Die Spur führt weit zurück in die DDR-Vergangenheit und in ein dunkles Kapitel der Jugendwerkhöfe. Und genau hier liegt die Stärke des Buches. Nicole Eick hat zu diesem Thema nicht nur sehr gut in der Literatur recherchiert, sondern auch Zeitzeugen befragt. Mit einer sehr emphatischen Erzählhaltung gelingt es ihr, den Opfer Gehör zu verschaffen. Eick nutzt den Wechsel zwischen der präzisen Ermittlungsarbeit in der Gegenwart und den wirklich beklemmenden Rückblenden in die Vergangenheit. Dieses Zusammenspiel macht den Krimi wirklich zu einem beeindruckenden Leseerlebnis. Sehr gut hat mir auch das atmosphärisch beschriebene Bamberg mit seinem Protagonisten Alfred Meister gefallen. Man erlebt als Leser nicht nur seine Suche nach der Wahrheit, sondern erlebt auch seine menschlichen Ecken und Kanten. Das macht ihn so sympathisch und authentisch. Auch wenn der Mittelteil etwas an Tempo verliert, ist „Was zum Tode führt“ ein absolut packender und emotional fordernder Sozialkrimi, der über die bloße Tätersuche hinausgeht.
Wer Krimis mit Tiefgang und Zeitgeschichte genauso liebt wie ich, muss dieses Buch unbedingt lesen.
Man liest ein Krimi, der sich nicht mit schnellen Schockmomenten begnügt, sondern tief in die historischen und seelischen Schatten hineinleuchtet. Was mich sofort gepackt hat, ist diese Mischung aus Gegenwartsermittlung und dem dunklen Echo der DDR-Vergangenheit. Die im Hauptsmoorwald gefundenen Skelettteile wirken wie ein stummer Hilfeschrei aus einer Zeit, die viele verdrängt haben und genau darin liegt die Kraft des Romans. Alfred Meister ist ein Ermittler, der selbst ins Straucheln geraten ist. Seine privaten Turbulenzen machen ihn verletzlich, und gerade deshalb wirkt seine Suche nach der Wahrheit so glaubwürdig. Dominique, die taffe Kollegin, gerät emotional ins Schleudern und auch das zeigt, wie sehr dieser Fall alle Beteiligten an ihre Grenzen bringt. Die Ermittlungen sind kein nüchternes Puzzle, sondern ein moralisches Minenfeld. Besonders eindrücklich fand ich die Frage, die der Roman stellt. Was macht ein Leben mit einem Menschen, der hinter Mauern, Stacheldraht und Gewalt aufgewachsen ist? Die Verknüpfung von deutsch-deutscher Geschichte, familiären Verstrickungen und Identitätsbrüchen macht den Roman zu mehr als einem Krimi. Er ist ein Stück Aufarbeitung, ein Blick in Wunden, die nie richtig verheilt sind. Die Geschichte bleibt nach dem Lesen im Kopf, weil es zeigt, wie lange die Schatten der Vergangenheit reichen und wie schwer es ist, ihnen zu entkommen.
Ein solider, gut geschriebener Krimi überwiegend aus der Sicht des Opfers vor dem Hintergrund eines weiteren düsteren Kapitels deutsch-deutscher Geschichte.
Es beginnt als Kriminalfall und wird mehr und mehr zur qualvollen Lebensgeschichte des Mordopfers.
Weniger ein spannender Krimi als ein bedrückendes Dokument staatlicher "Umerziehung" zu DDR Zeiten.
Breiten Raum nimmt auch das Privatleben der Ermittler ein.