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Im Licht des neuen Tages

Roman

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Erscheinungstermin 26.08.2026 | Archivierungsdatum 25.10.2026


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Zum Inhalt

Eine Reise in das Herz einer vergessenen Geschichte vom Kampf um weibliche Freiheit. Dieses Buch wird Sie zutiefst berühren.

Eine Schriftstellerin auf der Suche nach sich selbst. Tief im märchenhaften böhmischen Wald verschränken sich die Schicksale zweier mutiger Frauen.

Als Elli Hajek sich zum Schreiben in ein abgelegenes Haus zurückzieht, erinnert sie sich an eine Figur, von der ihr einst ihre tschechische Großmutter erzählte: Viktorka, die junge Frau, die nach einem schwerwiegenden Ereignis für wahnsinnig erklärt wurde und fortan allein im böhmischen Wald lebte. Als Elli erfährt, dass Viktorka wirklich existierte, reist sie in das Land, aus dem sie selbst als Kind geflohen ist. Elli will mehr erfahren – doch tief im Wald, zwischen leuchtendem Farn und reißendem Fluss, wartet eine andere Aufgabe auf sie: Bevor sie die Wahrheit über Viktorka erfährt, muss Elli sich ihrer eigenen verdrängten Geschichte stellen.

Eine große, leuchtende Geschichte um Gerechtigkeit und Vergangenheit, weibliche Geschichtsschreibung und den Mut zur Wahrheit. Nach »Marschlande« der neue Roman von Jarka Kubsova. 

»Vielleicht war der Wald nicht bloß eine Zuflucht. Vielleicht war er ein Ort, an dem sie endlich frei sein konnte.«

Eine Reise in das Herz einer vergessenen Geschichte vom Kampf um weibliche Freiheit. Dieses Buch wird Sie zutiefst berühren.

Eine Schriftstellerin auf der Suche nach sich selbst. Tief im märchenhaften...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783103974973
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 304

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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5 stars

Als Elli in ein abgelegenes Waldhaus zieht, um endlich ihren Roman fertig zu schreiben, tritt sie unabsichtlich etwas in sich selbst los, dass sich bald nicht mehr aufhalten lässt.
Was mit der Suche nach Viktorka, einer Figur aus einem tschechischen Märchen, beginnt, wird bald zur Suche nach der eigenen Vergangenheit und Elli befindet sich mehr und mehr zwischen Erzählung, Erinnerung und eigener Vorstellungskraft.
Die Grenzen zwischen ihr jetzt und Viktorka damals verschwimmen, bestehen bleibt die Frage, wo die Wahrheit liegt und wer sie schreibt. Denn wer erzählt, bestimmt darüber, was erzählt und erinnert wird, das erkennt Elli schon bald.
Ein Buch, das mich mit jeder Seite tiefer in die tschechische Märchenwelt und Ellis Biographie hinein gezogen hat. Ich habe mich gern mitreißen lassen!

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Endlich ein neuer Roman von Jarka Kubsova!! Ich habe sehnsüchtig gewartet, die Vorgänger sind Lieblingsbücher von mir.. Auch in diesem Buch schafft es Jarka Kubsova mich zu überzeugen. Wie immer intensiv recherchiert, eine historisch verbriefte Figur, die Einfluss auf die Gegenwart nimmt. Die Hauptfigur Elli ist Schriftstellerin, und zieht für eine Zeit in ein abgelegenes Haus, um ihr Buch zu schreiben. Sie ist als Kind aus Tschechien geflohen und ihre Vergangenheit holt sie ein. Sie erinnert sich an die Märchen, die ihre tschechische Großmutter ihr früher erzählt hat und hier vor allem an eine tragische junge Frau namens Viktorka. Sie entdeckt, dass es sie wirklich gegeben hat und will mehr erfahren, reist nach Tschechien. Es beginnt eine Reise auch in ihre eigene Vergangenheit. Eine tolle Geschichte über Gerechtigkeit, weibliche Freiheit und Selbstbestimmung und wie sehr die Gesellschaft Einfluß darauf hatte ( und auch heute noch hat!) Unbedingt lesen.

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Wer kennt nicht 'Drei Nüsse für Aschenbrödel'....
In 'Im Licht des neuen Tages' erfahren wir viel über Bozena Nemcova, die hier eigentlich kaum bekannt ist.
Schriftstellerin Elli hat tschechische Wurzeln (die sie verdrängt) und eine Schreibblockade. Kurzentschlossen mietet sie sich in der alten 'Heimat' eine Unterkunft. Das Buch kommt nicht voran, doch sie erinnert sich an die Geschichten, die ihr die tschechische Großmutter erzählte und spürt deren Wahrheitsgehalt nach....
Diese teilweise etwas mystisch anmutende Geschichte hat mir richtig gut gefallen.

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Zeitlose Geschichte über Zugehörigkeit, Heimat und den richtigen Platz in der Welt.
Elli ist knapp dran mit ihrem neuen Manuskript. Um dieser Krise zu entkommen mietet die Autorin eine Hütte im Wald, um in der dortigen Ruhe konzentriert arbeiten zu können. Wider Erwarten hilft ihr der Ortswechsel jedoch nicht, ihre Disziplin wiederzufinden. Stattdessen drängen sich ihr Erinnerungen an die Märchen auf, die ihre Großmutter ihr früher erzählte, vor allem die Geschichte von Viktorka, einer "irren Kindsmörderin", wie es dort heisst.
Aber seit Ellis Familie einen Urlaub nutzte, aus Tschechien zu fliehen und in Österreich Asyl zu suchen, hat Elli alle Kraft genutzt, dieses Trauma zu verdrängen und sich ein neues Leben in Deutschland aufzubauen. Nun holen sie die Erinnerungen allmählich ein, und als sie erfährt, dass die Viktorka keinesfalls eine Erfindung der Autorin, sondern eine reale Person war, reist sie spontan nach Tschechien, um dieser tragischen Frau auf die Spur zu kommen. Dort angekommen trifft sie auf einem Spaziergang eine alte Frau, die sie mit der Frage "weisst Du denn, wer du bist?" unbewusst auf ihre eigenen bislang verdrängten Erinnerungen zurückführen- und zu einer erstaunlichen Lösung!
Märchenhaft, wunderschön, spannend und fesselnd erzählt Jarka Kubsova von einer jungen Frau auf der Suche nach ihrer Heimat, großartiger Lesegenuss!

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Dieses Buch habe lesen wollen weil es von Jarka Kubsova ist. Es war mir völlig egal um was es geht, es ist schließlich von Jarka. Doch das, was ich dann lesen durfte lässt mich auch nach dem Auslesen nicht mehr los. Eine Geschichte, die so tiefgreifend und trotzdem so unglaublich märchenhaft erzählt wird. Eine Sprache die mich sofort in ihren Bann zog. Jarka Kubsova erzählt wieder eine Geschichte von Frauen und ihren Schicksalen. Frauen, die erst ihre Wurzeln, ihre Heimat finden und Frieden damit schließen müssen um weitermachen zu können.

Ich war in den Wäldern mit Viktorka unterwegs. Habe den Kindern beim Planschen in der Aupa zugesehen und schlussendlich habe ich Elli angefeuert die Geschichte zu schreiben, die ihr Herz heilt. Meines ist nach dieser Lektüre wieder heil❤️❤️❤️.
Danke dafür.

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Im Licht der Leselampe bei Gewittergebrummel fertig gelesen und sehr gemocht! Die Schriftstellerin, die eine Schreibbarriere hat und in einem Waldhaus nach Inspiration sucht. Die findet sie nicht, dafür fliegt ihr ihr Leben um die Ohren, ihre Vergangenheit und ihre tschechischen Wurzeln holen sie ein, lassen sie auf den Spuren der tschechischen Schriftstellerin Božena Němcová wandeln und deren Figur Viktorka.
Wirkt selbst märchenhaft, hat für mich gut gepasst. Mochte die Sprache, viele schöne Sätze.
Keinen Realitätsbezug suchen, sondern eintauchen 🌳🍄‍🟫.

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Mir hat ihr Vorgängerbuch etwas besser, um nicht zu sagen sehr gut gefallen,
Aber auch dieses Buch ist wieder sehr schön geschrieben.
Vielleicht war meine Erwartungshaltung zu hoch.
Ich werde es aber meinen Kunden ans Herz legen

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★★★★★

“Bewahre meine Geschichte. Und wenn der richtige Moment kommt, erzähle sie dem richtigen Menschen.“

Elli ist Schriftstellerin und mietet sich ein abgelegenes Haus im Wald, fest entschlossen, ihr nächstes Buch endlich fertigzustellen. Auf der Suche nach Inspiration begibt sie sich auf eine Reise in ihre Vergangenheit, die schon bald mit tschechischen Märchen verschmilzt und zu einer ganz eigenen Geschichte wird.

“Eine Schwebfliege stand scheinbar still in der Luft über einem der Heidekrautbüsche, als hinge sie an einem unsichtbaren Faden. Die gelb-schwarzen Streifen ließen sie wie eine Wespe aussehen - aber ich wusste, dass es eine Täuschung war. Mimikry.
Sie imitierte die Wespe nur, aus Selbstschutz. Sie besaß nicht einmal einen Stachel. Es war alles nur ein Schauspiel, um in Ruhe gelassen zu werden.
Sie gab sich als etwas anderes aus, als sie war. Um zu überleben. Die Lüge als Rettung.“

Elli erkennt, dass sie sich öffnen muss, dass ihre Geschichten mehr Herz brauchen und dass sie sich selbst besser verstehen muss. Wir begleiten sie auf einer magischen Reise durch alte Märchen, ihre Vergangenheit und ihre Heimat, immer auf der Suche nach einem Ort, der sich wie ein Zuhause anfühlt und an dem sie das Gefühl hat, dazuzugehören.

Im Licht des neuen Tages ist mein erstes Buch von Jarka Kubsova und hat mich vollkommen begeistert. Ihr Schreibstil besitzt eine ganz eigene Magie, die es mir fast unmöglich machte, das Buch aus der Hand zu legen. Die tschechischen Märchen und Traditionen, die wunderschöne Atmosphäre, die kunstvoll miteinander verflochtenen Zeitebenen, die Parallelen und die leisen Erkenntnisse ergeben zusammen eine wunderschöne Geschichte.

“Die Bäume sind meine Zeugen, sie kennen die richtige Geschichte. Sie haben sie aufbewahrt.”

Vielen Dank an NetGalley, S. Fischer und Jarka Kubsova für ein kostenloses Exemplar. Alle Meinungen sind meine eigenen.

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Im Licht des neuen Tages ein Roman von Jarka Kubsova. Damals (2021) als sie Bergland herausgebracht hatte, war ich von ihrer Schreiberei sehr angetan und konnte die Berge fast riechen. Ich mochte ihre Figuren und das Buch hatte ich schnell fertig gelesen. Jetzt nun halte ich ihr neues Buch Im Licht des neuen Tages in den Händen und habe es verschlungen!

Elli Hajek ist Schriftstellerin und sie sucht einen ruhigen Platz zum Schreiben. Ihr letztes Werk war ein Bestseller und das Nächste Buch soll noch besser werden. Ihre Tochter Klara ist erwachsen und in die Großstadt gezogen. Klara mag sich nicht mehr bemuttern lassen, hält Abstand zu ihrer Mutter Elli. Entschlossen verlässt Elli ihren Geliebten Jan, obwohl dieser sich eine Zukunft mit ihr aufbauen möchte. Sie zieht aus der Stadt in den Wald, weit weg von der Zivilisation und hofft auf die nötige Ruhe. Ruhe um ihr nächstes Buch zu schreiben (oder vielleicht auch um sich selber zu hinterfragen?).

Es Frühling und alles ist im Aufbruch. Und dann sieht sie zwischen den Bäumen die Märchengestalt Viktorka. Eine Figur die man in dem Märchen von der Babička (Die Großmutter) von Božena Němcová finden kann. Etwas berührt die Schriftstellerin und sie versucht mehr über diese Viktorka herauszubekommen. Als Kind hat Elli in der Tschechei gelebt aber sie hat mit der Vergangenheit abgeschlossen, sie verdrängt. Also macht sich die Schriftstellerin auf die Spurensuche und fährt kurz entschlossen nach Tschechien in das Tal der Großmutter. Aber aus der Suche nach Viktorka, wird die Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit.

"Aber dann sagte das Großmütterchen überraschend klar: "Kennst du die Wahrheit über dich selbst? ... bevor man die Geheimnisse von anderen lüftet, sollte man doch vielleicht seine eigenen kennen, findest du nicht?""
Seite 76

Der ganze Roman kam mir wie ein Märchen vor. Immer wieder tauchten Geschichten aus Tschechien auf. Ausschnitte von Rübezahl oder vom Wassermann. Oder eine ähnliche Geschichte wie die vom Rumpelstilzchen. Magische Momente im Wald, Blätterrauschen oder Waldelfen, -Kobolde und Tieren. Ein wunderschön geschriebener Roman über das Sehnen und Hoffen, vom Leben und dem Enttäuscht werden, von Zurückweisungen und Verletzungen. (Seite 204). Jarka Kubsova hat eine tolle Art ihren Figuren Leben einzuhauchen. Sie nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise und öffnet damit Herzen. Am Ende hatte ich kurzfristig ein paar Tränen in den Augen.

"Ich sah ein Leben. Mein Leben. Und ich wusste, dass es an der Zeit war, zu verzeihen - mir selbst und allen anderen."
(Seite 143)

Märchen und Sagen

Ich hätte gerne noch viel mehr Zitate hier in der Rezension untergebracht, aber dann würde ich niemals fertig werden zu schreiben. Ich liebe Märchenbücher und habe schon als Kind die Bücher aus aller Welt verschlungen. Jarka Kubsova hätte gut eine Märchensammlerin sein können und im gewissen maße, ist sie das auch. Am Ende des Buches wird alles gut, aber vorher muss der Hauptcharakter erst noch einige Prüfungen bestehen, so wie es in einem guten Märchen eben Pflicht ist. Das neue Buch von Jarka Kubsova hat mich nicht enttäuscht, ich bin wirklich froh es gelesen zu haben. Weshalb Rubi und ich diesem Roman gerne 🐭🐭🐭🐭🐭 geben werden. Märchen oder Roman, das entscheide selber.

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«„Es war die Geschichte eines Frauenlebens. Sie erzählte vom Sehnen und Hoffen, vom Lieben und Enttäuscht werden, von Zurückweisungen und Verletzungen. [...] Es war eine lange Geschichte. Eine alte Geschichte. Es war ihre – und die von vielen anderen.“»

Es gibt Bücher, die man zuschlägt und sofort wieder loslassen kann. Und es gibt Bücher wie Im Licht des neuen Tages, die sich still einen Platz im Herzen suchen und noch lange nachwirken.

Jarka Kubsova ist mit diesem Roman etwas Großartiges gelungen. Sie erzählt märchenhaft und zugleich so klar, dass sich Vergangenheit und Gegenwart, Erinnerung und Wirklichkeit wie feine Fäden miteinander verweben. Die Spurensuche nach Viktorka, jener Frau, die einst zur Legende wurde, ist weit mehr als die Suche nach einem vergangenen Leben. Sie wird für Elli zu einer Reise in die eigene Geschichte, zu ihren Wurzeln und schließlich zu sich selbst.

Mich hat besonders berührt, wie Kubsova von Frauen erzählt. Von ihren Sehnsüchten, ihrer Freiheit, ihren Verletzungen und ihrer Kraft. Viktorkas Geschichte steht dabei nie nur für sich allein. Sie wird zu einer Geschichte, die viele Frauen miteinander verbindet – gestern wie heute.

Selten habe ich einen außerdem den Schauplatz einer Geschichte so eindrücklich beschrieben erlebt. Man riecht das feuchte Moos, hört das Rauschen der Bäume und das Wasser der Aupa, spürt die Stille und zugleich die Lebendigkeit dieses Ortes. Der Wald ist nicht bloß Kulisse, sondern trägt die Geschichte in sich. Er bewahrt Erinnerungen, Geheimnisse und Antworten für diejenigen, die bereit sind, ihnen zuzuhören.

Jarka Kubsovas Sprache ist poetisch, ruhig und voller Bilder. Sie drängt sich nie in den Vordergrund und entfaltet gerade dadurch ihre ganze Kraft. Der Roman nimmt sich Zeit, und genau das macht ihn so besonders. Er lädt dazu ein, langsamer zu lesen, sich auf die Atmosphäre einzulassen und den Figuren auf ihrer Suche zu folgen.

Schon "Marschlande" war ein starkes Buch, mit "Im Licht des neuen Tages" hat Jarka Kurbsova ihren Vorgänger in den Schatten gestellt. Es ist ein Roman, der historische Recherche, tschechische Märchenwelt und persönliche Selbstfindung auf beeindruckende Weise miteinander verbindet.

Ein Buch über Frauen, über Heimat, Erinnerung und Identität. Vor allem aber ein Buch über die Geschichten, die viel zu lange ungehört geblieben sind. Für mich ein weiteres Jahreshighlight!

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3.5 stars
Im Licht des neuen Tages verbindet Gegenwart, Familiengeschichte und tschechische Märchen zu einem Roman über Erinnerung, Herkunft und die Geschichten, die uns ein Leben lang begleiten. Besonders interessant fand ich den Gedanken, dass manche Erinnerungen und Erzählungen über Generationen weiterleben und unser Leben prägen, oft ohne dass wir es bewusst wahrnehmen.

Der Roman wirft immer wieder die Frage auf, wem Geschichten eigentlich gehören und wie sehr unsere Vergangenheit davon beeinflusst wird, wer sie erzählt. Gerade dieser Aspekt hat mich neugierig gemacht und hebt das Buch für mich von vielen anderen Familienromanen ab.

Wer eine actionreiche Handlung erwartet, wird hier vermutlich nicht fündig. Wer sich jedoch auf eine ruhige, atmosphärische Geschichte einlassen möchte, die zum Nachdenken über Herkunft, Identität und Erinnerung anregt, findet hier einen lesenswerten Roman.

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Ein wieder sehr gut lesbare Roman von der großartigen Jarka Kubsova. Als Leser tauchen wir tief ein in die tschechische Märchenwelt und erfahren viel über das Leben der böhmischen/tschechischen Bevölkerung. Einmal begonnen entwickelte der Roman eine ungeheure Sogwirkung und ich konnte ihn nicht mehr aus der Hand legen. Wieder eine sehr vielschichtige Erzählweise, einerseits das Leben der Autorin Elli und ihre Familiengeschichte und andererseits die märchenhafte Erzählung von Viktorka und andere märchenhafte Elemente. Klare Leseempfehlung!

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Mit Im Licht des neuen Tages aus dem Fischer Verlag erzählt Jarka Kubsova eine eindringliche Geschichte über familiäre Wurzeln, verdrängte Erinnerungen und Frauen, deren Schicksale über Generationen hinweg nachwirken. Feinfühlig verbindet sie historische Ereignisse mit einer persönlichen Spurensuche und zeigt, wie sehr die Vergangenheit das Leben der Gegenwart prägen kann.

Im Mittelpunkt steht die Schriftstellerin Elli Hajek, die sich in ein abgelegenes Haus im böhmischen Waldgebiet zurückzieht, um endlich ihren Roman zu schreiben. Doch anstatt Ruhe zu finden, wird sie immer wieder von hartnäckigen Erinnerungen an ihre Kindheit eingeholt. Besonders die Erzählungen ihrer tschechischen Großmutter über Viktorka, eine junge Frau, die nach einem schweren Schicksalsschlag von den Menschen im Dorf ausgegrenzt und als wahnsinnig abgestempelt wurde, lassen sie nicht los. Als Elli erkennt, dass hinter dieser Geschichte eine reale Frau steckt, beginnt sie nach ihren Spuren zu suchen. Dabei stößt sie nicht nur auf lange verschwiegene Wahrheiten über Viktorkas Leben, sondern auch auf Geheimnisse innerhalb ihrer eigenen Familie. Nach und nach entsteht ein bewegendes Bild von Verlust, Schmerz, Heimat und der Kraft, trotz allem weiterzuleben.

Elli ist eine vielschichtige Protagonistin, die mir jedoch von ihrem Wesen her, unsympathisch und fremd war. Ihre Unsicherheit, Neugier und Sehnsucht nach Antworten sind jedoch jederzeit nachvollziehbar. Man begleitet sie gerne auf ihrer Reise und spürt, wie jede neue Erkenntnis sie verändert.

Besonders berührt hat mich jedoch Viktorkas Geschichte. Obwohl sie in einer längst vergangenen Zeit lebt, wirkt ihr Schicksal erschreckend zeitlos. Ihre Einsamkeit, die Ungerechtigkeit, die sie erfährt, und ihr Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben gehen unter die Haut. Auch Ellis Großmutter bleibt als warmherzige, liebevolle, fürsorgliche Person und Erzählerin in Erinnerung und bildet die emotionale Brücke zwischen den Generationen.

Der Schreibstil ist ruhig, atmosphärisch und voller eindrucksvoller Naturbeschreibungen. Die Wälder, Dörfer und Landschaften werden so lebendig geschildert, dass man das Gefühl hat, selbst durch diese stille, geschichtsträchtige Gegend zu wandern. Leisen Momente entfalten eine große emotionale Wirkung und machen deutlich, wie tief sich Erfahrungen und Traumata in Familien einschreiben können.
Etwas Geduld sollte man allerdings mitbringen, denn der Roman nimmt sich viel Zeit für seine Figuren und ihre Gedanken. Die Handlung lebt weniger von Spannung als von ihrer emotionalen Tiefe und den nach und nach enthüllten Zusammenhängen. An einigen Stellen hätte das Erzähltempo etwas straffer sein dürfen.

Im Licht des neuen Tages ist ein bewegender und nachdenklicher Roman, der historische Realität und persönliche Schicksale auf eindrucksvolle Weise miteinander verbindet. Die Geschichte macht betroffen, regt zum Nachdenken an und zeigt, wie wichtig es ist, den Stimmen der Vergangenheit zuzuhören. Ein einfühlsames Buch über Verlust, Hoffnung und die Suche nach der eigenen Identität.

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Der neue Roman von Jarka Kubsova vermischt in meister(-innen)hafter Weise Naturdarstellungen, ungewisse Erinnerungen, tragische Frauenschicksale und entzauberte bzw. entzaubernde Märchen- und Sagen. Die Erzählerin geht auf die Suche und findet in der Geschichte Viktorkas einen neuen Antrieb. Ihre Reise führt sie auf Umwegen in die eigene Vergangenheit und letztlich in die interne Realität des Romans, welchem ein gewisses Maß an autobiografischer Prägung sicher nicht abzusprechen ist. Soweit so typisch romantisch (literaturhistorisch gesprochen). Insbesondere der Abschluss mit dem ersten Satz des Romans ist da beinahe stereotypisch. Aber auch die Themen Nacht, Natur und Dunkelheit werden aus diesem Themenpool aufgegriffen und damit jeglicher Kitsch kategorisch ausgeklammert. Die Erzählerin Božena Němcová und ihre Babička sind ebenso wichtige narrative Pfeiler wie die eigene Familiengeschichte. Damit schließt die Autorin thematisch an ihre bisherigen Arbeiten an.
Sprachlich besonders interessant ist die plötzliche Verschiebung des Ichs und der Umgang mit einer großen Leerstelle zwischen Kapitel 4 und 5, welche erst im Nachgang aus Sicht der Betroffenen selbst geschlossen wird, Das erste Ich ist Viktorka, welche die Autorin Božena Němcová, die ihre Geschichte in falscher Weise kanonisiert hat, ein zu diesem Zeitpunkt unbestimmtes du, anklagt. Der Kosename Betty wird erst später ergänzt. Das zweite Ich ist die Erzählerin Elli, welche nach dem Auszug der erwachsenen Tochter die Orientierung verloren hat und diese - metaphorisch gekonnt umgesetzt - durch eine Suche in ihrer Vergangenheit und ihrer einstigen Heimat wieder findet. Das Schreiben bietet ihr hier den entscheidenden Ausweg,
"Im Licht des neuen Tages" verarbeitet so viele Themen, dass sie schwer aufzuzählen sind und fängt den Leser sprachlich bereits mit den ersten Sätzen ein. Flucht und Heimatverlust, Erinnerung und Schweigen, Erzählung und Wahrheit, Märchen und Geschichte sind hier nur einige der relevanten Stichworte. Ansonsten ist der Text schlicht literarisch großartig und im besten Sinne romantisch wie zugleich modern in der Betrachtung der verschiedenen Frauenschicksale und Frauengenerationen. Ein echter Lesegenuss - und eine Anregung in die tschechische Märchenwelt fernab des Aschenbrödels einzutauchen.

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Ein beeindruckender, nicht leicht zu lesender Roman den ich gerne empfehlen werde. Es entführt einen im doppelten Sinn in eine Geschichte und das Thema Wald ist toll umgesetzt.

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Märchenhaft

Von der Schriftstellerin Jarka Kubsova habe ich schon Marschland faszinierend gefunden.
Der Roman „Im Licht des neuen Tages“ steht dem in Nichts nach.
In ihrer wunderbaren Sprache erzählt sie von der Schriftstellerin Elli, die in der Tschechei geboren wurde.
Als sie von der Sagengestallt Wiktorka erfährt, die vor fünfhundert Jahren in der Tschechei gelebt haben soll, fährt sie los, um mehr zu erfahren.
So entwickelt sich das zu einer fantasievollen Geschichte.
Das Buch hat mich wieder total gefesselt und gut unterhalten.

5 stars
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Wunderschön, wie die Autorin die Natur beschreibt. Man hat wirklich das Gefühl mit Elli in diesen beeindruckenden Wäldern unterwegs zu sein. Das Buch macht neugierig auf die tschechischen Märchen und Sagen.
Als ich die Szene gelesen habe, in der Elli und ihre Mutter Milch kaufen und sie aufgrund der Sprache als "anders" auffallen, musste ich an ein Buch denken, das bei Penguin erscheint. "Die Anderen" von Kobi Yamada hätte ich der kleinen Elli so gerne gegeben...

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Ein gutes Buch für Menschen, die Märchen mögen. Der Autorin gelingen hervorragende Beschreibungen des Waldes mit all seinen Bewohnerinnen und Bewohnern.

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Ich liebe einfach alles, was aus der Tastatur von Jarka Kubsova kommt.

Der Wald kann vieles bedeuten: Schutz, Verirrung, Furcht, Freiheit... In Jarka Kubsovas Roman hat der Wald eine Geschichte zu erzählen. Und endlich hat er eine Person gefunden, die bereit ist, zuzuhören.

5 stars
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