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Buchcover für John of John

John of John

Roman

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Erscheinungstermin 21.04.2026 | Archivierungsdatum 18.05.2026

Hanser Verlag | Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG


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Zum Inhalt

Der neue Roman von Booker-Preisträger Douglas Stuart: »Menschliche Wärme, die seltsam schöne Atmosphäre eines unwirtlichen Insellebens, eine große innere Spannung: Ein Roman, wie er nur alle zehn, fünfzehn Jahre vorkommt.« (Daniel Schreiber) Cal ist zurück und all das, vor dem er nach Edinburgh geflüchtet war, ist wieder da: das karge Leben auf den Hebriden, der windgepeitschte Kreislauf aus Schafzucht und Nächten am Webstuhl, die Enge der Inselgemeinschaft. Sein Vater John hat ihn nach Hause beordert, dem er all sein Wissen über Farben und Wolle verdankt, dessen Hingabe als Tweed-Weber er liebt und dessen presbyterianische Strenge er hasst. Sie sind einander so nah und kennen sich so wenig – blind für das wohlgehütete Geheimnis des anderen. Niemals könnte Cal dem Vater von seiner Sehnsucht nach einem Partner erzählen, wo dieser schon seine langen Haare als Sünde ahndet. Stattdessen sucht Cal immer mehr die Nähe von Innes, Johns sanftem bestem Freund ... Ein großer Roman über Verpflichtung und Verblendung, Liebe und Scham und die verwandelnde Kraft der Wahrheit.

Der neue Roman von Booker-Preisträger Douglas Stuart: »Menschliche Wärme, die seltsam schöne Atmosphäre eines unwirtlichen Insellebens, eine große innere Spannung: Ein Roman, wie er nur alle zehn...


Eine Anmerkung des Verlags

Bitte veröffentlichen Sie außerhalb dieser Plattform keine Rezensionen vor dem ET (21.04.2026).

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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783446285828
PREIS 26,00 € (EUR)
SEITEN 560

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Inhalt:
Nachdem Cal den Fängen der Hebriden eigentlich entkommen war und für sein Studium nach Edinburgh geflohen war, kehrt er nun auf die Insel zurück. Dort geht das Leben seinen gewohnten Gang - die Schafe, das Weben und vor allem die presbyterianische Strenge, die es verhindert, das Cal als schwuler Mann offen leben kann.

Meine Meinung:
Der Roman ist eine bewegende und ergreifende Erzählung über Scham, familiäre Verpflichtungen und Liebe. Zentraler Fokus ist die komplizierte Beziehung zwischen Cal und seinem tiefgläubigen und strengen Vater, dem es schwer fällt, aus seiner eigenen Haut zu kommen. Sie sind hin- und hergerissen zwischen tiefer Zuneigung, einem familiären Verpflichtungsgefühl und tief lodernder Wut.
In der Dorfgemeinschaft herrschen strenge Vorstellungen von Anstand und Sitte. Gleichzeitig wachsen einem die unterschiedlichen, teils skurrilen Charaktere schnell ans Herz. Wie man es bereits aus seinen anderen Werken gewohnt ist, gelingt es dem Autor auch diesmal, unglaublich einprägsame, greifbare und dennoch authentische Persönlichkeiten zu schaffen, mit denen man von der ersten Seite an mitfiebert. Teilweise können Cal und sein Vater unglaublich grausam und egoistisch sein. Sie machen dumme Fehler, sie sind wütend und manchmal auch irrational, aber ich konnte dennoch immer mit ihnen mitfühlen - allein das zeugt von dem unglaublichen Talent des Autors.
Die Geschehnisse werden teils sehr nüchtern beschrieben, ohne dass der Autor groß wertet. Gleichzeitig schildert er aber das Menschliche - auch die unschönen Seiten - mit einer solchen Präzision, dass man immer wieder das Gefühl hatte, dass der Gesellschaft der Spiegel vorgehalten wird.
Der Roman brilliert auch mit einer unglaublich schönen und ausdrucksstarken Sprache, welche die Landschaft der Hebriden und die teils erdrückende Stimmung nachdrücklich einfängt. Mit jedem Wort konnte mich diese Welt mehr in ihren Bann ziehen. Am Ende war ich richtig traurig, die Insel nun wieder verlassen zu müssen.
Wer sympathische Charaktere und unkomplizierte Lösungen braucht, um ein Buch richtig zu mögen, ist hier sicher nicht an der richtigen Stelle. Wer sich jedoch auch die komplizierte Reise einlassen kann, dem kann ich den Roman nur wärmstens ans Herz legen. Mich hat das Buch nachhaltig bewegt!

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*John of John* ist kein klassischer Liebesroman – und genau darin liegt seine besondere Stärke. Wer eine leichte, romantische Geschichte mit klaren Gefühlen und einem kitschigen Happy End erwartet, wird hier vermutlich enttäuscht. Stattdessen entfaltet sich ein rauer, atmosphärisch dichter Roman, der so unnachgiebig ist wie die Landschaft der Hebriden selbst.

Im Zentrum steht Cal, der in ein Leben zurückkehrt, dem er eigentlich entfliehen wollte. Die Enge der Insel, die Härte des Alltags und vor allem die komplizierte Beziehung zu seinem Vater John prägen die Handlung. Diese Vater-Sohn-Dynamik ist das eigentliche Herzstück des Romans: geprägt von Nähe und Distanz zugleich, von Bewunderung und Angst, von unausgesprochenen Wahrheiten. Besonders eindrücklich ist, wie sehr beide Figuren an ihren eigenen Überzeugungen festhalten – und wie blind sie dabei füreinander bleiben.

Die Sprache des Romans spiegelt diese emotionale und geografische Rauheit wider. Sie ist klar, oft schonungslos, aber zugleich voller stiller Schönheit. Die Beschreibungen von Arbeit, Natur und Gemeinschaft erzeugen eine dichte Atmosphäre, die einen tief in diese Welt hineinzieht.

Cals innere Zerrissenheit, vor allem im Hinblick auf seine Identität und seine Sehnsucht nach Nähe, wird sensibel und glaubwürdig dargestellt.

Besonders bemerkenswert ist, dass der Roman sich nicht um ein klassisches Happy End bemüht. Stattdessen zeigt er, dass Wahrheit und Selbstakzeptanz oft schmerzhaft sind und Veränderung nicht immer Erlösung bedeutet. Gerade das macht die Geschichte so eindringlich und nachhaltig.

Fazit: *John of John* ist ein intensiver, bewegender Roman über Familie, Identität und die Last unausgesprochener Wahrheiten. Wer bereit ist, sich auf eine stürmische und emotional fordernde Geschichte einzulassen, wird mit einem ebenso herzergreifenden wie herzzerreißenden Leseerlebnis belohnt.

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Zärtlich-rohe Atmosphäre in einem ebenso wunderschönen wie erschütternden Vater-Sohn-Drama über verdrängte Liebe und schmerzhafte Sühne - ganz große Erzählkunst!

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Dieses Buch ist so wunderschön geschrieben. Die Protagonisten sind so toll geschrieben, dass man während dem lesen wirklich das Gefühl hat zwischen ihnen zu stehen und ihre Gefühle zwischen Leid und Freude mitzufühlen. Diese Zerrissenheit von John und auch Cal hat mich tief berührt. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und werde mir den Autor genauer ansehen, da ich noch nichts vorher von ihm gelesen habe.

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This was my most anticipated book of the year and it certainly met my expectations. We follow John-Calum (Cal) who moves back to a fictional island on the Outer Hebrides. There he is (once again) confronted with his father's strict presbyterian belief, his own sexuality and various other secrets that have remained buried. As many other reviewers have pointed out, the draw of this book is definitely the atmospheric writing and characterisation which is, for lack of a more creative word, stunning. Stuart has also done an excellent job of capturing Scottish humour and attitudes in the dialogues (or as a fellow reviewer wrote, "lots of dour Scots"). The plot is fairly meandering and comes to quite an abrupt conclusion. That being said, Stuart's books tend to be on the "quieter" side and therefore, definitely met the mark for me.

Compared to Stuart's previous books, the tone of this one is slightly more hopeful, however what stood out for me was that the three main characters were very unique and memorable. Highly recommend picking this up!

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Mal rau, mal zärtlich, mal tief religiös, dann schroff und vulgär, mal sinnlich, dann karg und hoffnungslos! Eine Geschichte voller Gegensätze, in einem Landstrich, der genau diese Widersprüche spiegelt!
Als der 22 jährige Cal nach einem Modestudium auf dem schottischen Festland zurück auf seine Insel Harris kommt, äußere Hybriden, muss er sich seinen Platz in der Gemeinschaft hart erkämpfen. Großmutter Ella, die dort eine Croft besitzt und Vater John, der diese bewirtschaftet und aus eigener Schafzucht den traditionellen Tweed herstellt, sind ebenfallls Gegensätze, zwischen denen Cal zerrieben wird. Die tiefe Religiösität seines Vaters, der in der presbyterianischen Gemeinde als Vorsinger fungiert, die strengen Regeln, nach denen das Leben in der Gemeinschaft aufgebaut ist, machen es dem jungen homosexuellen Mann alles andere als leicht. Hin- und hergeworfen zwischen Pflichtbewusstsein und dem Wunsch aus allem auszubrechen und zurück aufs Festland zu gehen, durchlebt Cal eine schwierige Zeit, die von der harten Arbeit und den Launen des Vaters bestimmt wird. Aber ist Vater John wirklich der Mann, der er vorgibt zu sein? Oder verbirgt sich hinter der rauen Schale ein ganz anderer Mensch?
Eine bewegende Geschichte, die von den schwarzen Schafen in der Herde erzählt, von denen, deren Anders-Sein Angst und Befremden auslöst. Aber auch ein Roman von der Gemeinschaft, die zusammenhält, von Traditionen, die das Leben formt, auch wenn Menschen dabei verformt werden. Für all das findet Douglas Stuart eine starke, bildhafte und sinnliche Sprache.
Ein Buch mit einer ganz eigenen Stimme, das mich angezogen, abgestoßen und am Ende einfach nur begeistert hat!

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„John of John“ von Douglas Stuart hat mich sehr berührt. Die Geschichte ist roh, ehrlich und gleichzeitig unglaublich feinfühlig erzählt. Beim Lesen war ich oft ganz nah an den Figuren, habe ihre Verletzlichkeit und ihre Sehnsucht nach Zugehörigkeit regelrecht gespürt.
Besonders beeindruckt hat mich die schonungslose Ehrlichkeit, mit der schwierige Themen dargestellt werden, ohne dabei kalt zu wirken. Es ist eine intensive, manchmal auch schmerzhafte Lektüre, die einen nicht loslässt.
Für mich ein sehr starkes, emotionales Buch, das lange nachhallt und mich nachhaltig bewegt hat.

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Väter und Söhne
"John of John" ist der Titel des neuen Romans von Douglas Stuart, erschienen im Verlag Hanser Berlin. Der Roman wurde von Sophie Zeitz aus dem Englischen übersetzt.
Ein kleiner Ort auf einer Insel in den Hebriden; wo jeder jeden kennt. Das Leben ist geprägt von Schafzucht, Fischfang,  Weberei und von der Religion. John Macleod lebt zusammen mit seiner Schwiegermutter Ella auf einem kleinen Hof, einem Croft. Seine Frau hat ihn vor vielen Jahren verlassen und sein Sohn John-Calum, genannt Cal, wurde von Ella groß gezogen. Cal hat in Edinburgh auf der Kunsthochschule studiert. Nun ist es nach Johns Auffassung an der Zeit, dass er zurückkehrt. John liebt seinen Sohn und ist stolz auf ihn, aber das kann er nicht zeigen. Stattdessen ist das Verhältnis angespannt und das Zusammenleben ist geprägt von Streit, verletzenden Worten und von Härte. Nur über ihre geheimen Wünsche, ihre Zerrissenheit und das, was sie beide umtreibt, können sie nicht reden.
Douglas Stuart hat die Protagonisten mit ihren Emotionen und das harte Leben auf der Insel so detailliert beschrieben, dass man beim Lesen immer mehr in diesen Roman eintaucht. Es ist eine ruhige, unaufgeregte  Geschichte, die über das Inselleben mit Freud und Leid und seinen Spannungen und Konflikten erzählt.
Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!

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Douglas Stuart hat die schwierige Aufgabe nach zwei aufsehenerregend gut geschriebenen Dramen in Romangestalt einen adäquaten Nachfolger zu schreiben. Nachdem in "Shuggie Bain" das Leben eines Sohnes mit seiner Alkoholiker-Mutter und in "Young Mungo" Gewalt wie Homophobie gegenüber einem schwulen Jugendlichen in seiner Hooligan-Familie im Fokus standen sieht sich der schwule Protagonist des neuen Romans "John of John" weniger körperlicher Gewalt, denn den Folgen eines Schweigens und einer erdrückenden Einsamkeit ausgesetzt.
Nach dem Uniabschuss steht er ohne Arbeit aber mit vielen Schulden da. So kehrt er nach Hause in eine kleine, gläubige Inselgemeinschaft zurück. Auch hier ist der Niedergang schon spürbar und die Bevölkerungsdichte stetig schwindend. Nach seiner Rückkehr wird er mit seiner ersten Liebe konfrontiert sowie vom Vater in die Arbeit mit Schafen und am Webstuhl gezwungen. Der Leser erfährt zusätzlich vieles aus der Vergangenheit des strengen Vaters und die Gründe für die Trennung der Eltern. Die "Wahrheit" scheint man als Lesender damit am ehesten sehen zu können - vermeintlich. Cal reiht sich damit gleichwertig neben Shuggie und Mungo ein, ein weiterer junger Mann, welcher sich von Zwängen der Familie und der Vergangenheit zu befreien versucht - sich gegen ein Schicksal wehrt.
All diese Stränge haben viel Drama zu bieten und auch einen großen Grad an Hoffnungslosigkeit aufzuweisen. Und dennoch gelingt es Stuart - erneut - in diese Kulisse leise Momente der Hoffnung aufkommen zu lassen. Er eröffnet die Möglichkeit von Veränderungen ohne diese als sicheren Ausgang zu erzählen. Und die Sprache schwankt dabei zwischen poetischen Momenten und sehr harten Worten. Besonders hervorzuheben ist der Einsatz der gälischen Sprache, der vermeintlichen Geheimsprache für John und Cal. Auch in der deutschen Übertragung von Sophie Zeitz werden diese Passagen hervorgehoben.
Der Roman mag groß ausholen und ein Lebensdrama in auffallend vielen Facetten erzählen, aber vor allem ist es ein fesselnder Text über eine große Lebensgemeinschaft mit komplexen familiären wie emotionalen Beziehungen. Und diese Welt ist äußerst spannend und auch erschütternd. Stuart bleibt seinem Stil und seiner Sprachqualität treu - eine wahrlich erstaunliche Leistung.

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