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Wir gehen mal los

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Erscheinungstermin 20.05.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

Nach dem Tod seiner Mutter geht Amedeo nicht mehr zur Schule. Er flüchtet sich in Videospiele, hört viel Musik und geht dem Vater aus dem Weg. Der besorgte Vater hofft, Amedeo auf einer Zweitageswanderung auf die Punta Liberté wieder näherzukommen. Doch es kommt alles ganz anders als geplant. Und bald ist es an Amedeo, in der Abgeschiedenheit der majestätischen, aber auch rauen Bergwelt Verantwortung zu übernehmen.

Nach dem Tod seiner Mutter geht Amedeo nicht mehr zur Schule. Er flüchtet sich in Videospiele, hört viel Musik und geht dem Vater aus dem Weg. Der besorgte Vater hofft, Amedeo auf einer...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783257073898
PREIS 24,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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4 stars

Jeder hat seine eigene Angst


Ich hatte zuletzt die Romane „Dieses ganze Leben“ und „Die Sterne ordnen“ von Raffaella Romagnolo sehr gemocht und mich daher sehr über ihre Neuveröffentlichung „Wir gehen mal los“ gefreut. Dies ist zwar ein kurzer, aber sehr intensiver Roman.

Erzählt wird die Geschichte von Amedeo. Nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter schwänzt er die Schule, flüchtet sich in Musik und Videospiele. Seinem Vater geht er aus dem Weg. In der Hoffnung, seinem Sohn wieder näherzukommen, brechen die beiden zu einer Zweitageswanderung auf die Punta Liberté auf. Doch Amedeo möchte nicht mit seinem Vater wandern:

„Wie lange sind wir schon unterwegs?, fragt sich Amedeo, aber stumm, nie würde er die Frage laut stellen. Niemals Schwäche zeigen! Nie ihm diese Genugtuung verschaffen.
[...]
Ohne Musik, in den Ohren nur das dumpfe Pochen seines rasenden Herzens und das Geschwafel seines Vaters, erscheinen ihm die vor ihm liegenden zweidreiviertel Stunden beängstigend wie ein aufgewühlter Ozean. Diese Folter geht nie zu Ende! Zu Ende geht es hier höchstens mit ihm selbst: Auf diesem steinigen Pfad wird er zusammenbrechen, hinsinken am Fuße einer Lärche, auf dem Bett ihrer welken Nadeln.
Unterdessen steigt der Ingenieur weiter bergan. Er steigt und erklärt, erklärt und steigt. Amedeo bemüht sich, nicht hinzuhören, lässt die Worte in der Luft verpuffen, Latschenkiefer, Fichte, Zirbel, Wacholder, Rhododendron, und versucht sich abzulenken, indem er seine Schritte zählt. Aber der Verstand lässt sich nicht bezwingen, gehässige Gedanken überrumpeln ihn, und prompt hat er sich verzählt. Also konzentriert er sich auf die Spitzkehren, eins, zwei, drei, und versucht sogar, sich die Markierungen zu merken, aber all diese Zählerei führt nur dazu, dass ihn eine unterschwellige, bissige Beklemmung erfasst, ein bitterer Ärger, der in seinen Augen brennt und ihm die Kehle zuschnürt. Genug! Genug! Genug!
Auf keinen Fall heulen, befiehlt er sich und wischt mit dem Handrücken eine Träne weg, die sich im rechten Augenwinkel gebildet hat.“

Doch am zweiten Tag passiert etwas – und Amedeo ist plötzlich gezwungen, sich in der abgeschiedenen, rauen Bergwelt seinen Ängsten zustellen und die Verantwortung zu übernehmen ...

„Noch mehr Dinge, die er Lucilla Colombo sagen möchte, wenn sie sich wiedersehen:
[...]
Dass jeder seine eigene Angst hat. Dunkelheit. Leere. Einsamkeit. Das Urteil der anderen. Dass es einfacher ist, durch die Angst zu gehen, wenn man sich bei der Hand hält. Dass er dazu bereit ist.“

Raffaella Romagnolo vermittelt auf wenigen Seiten meisterhaft die Ohnmacht des Vaters und Amedeos Schmerz über den Verlust der Mutter.
Am Ende ihrer Wanderung sind Vater und Sohn beide innerlich gereift - und erfüllt von Zuversicht und Dankbarkeit: „Es ist eine Art Urlaub. ‚Ein Feiertag‘, sagt Papa.
Wir feiern, dass wir am Leben sind.“

„Wir gehen mal los“ ist ein berührender, intensiver Roman über Verlust, Ängste, Mut und Hoffnung.

Vielen Dank an den Diogenes Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

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Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Raffaella Romagnolo schreibt realistisch, spannend und unheimlich einfühlsam.
Einfach ein tolles Buch über Trauer, den Sinn des Lebens und die Kraft der Natur.
Absolut lesenswert!

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„Wir gehen mal los“ von Raffaella Romagnolo ist ein leiser, berührender Jugendroman über Trauer und Sprachlosigkeit, in dem ein Vater-Sohn-Konflikt in ein spannendes Berg- und Überlebensabenteuer mündet.


Inhalt
Amedeo geht nach dem Tod seiner Mutter kaum mehr irgendwohin – er meidet den Weg zur Schule, trifft keine Freunde. Als sein Vater vom Elterngespräch kommt, entscheidet er, dass es so nicht weitergeht. Er zwingt Amedeo, auf die Punta Liberté zu wandern, nur Vater und Sohn – und all die unausgesprochenen Dinge zwischen ihnen. Ame versucht, seinen Vater und dessen Monologe auszublenden – bis er keine andere Wahl mehr hat, als sich zu erinnern – und das zu sehen, wovor er bisher weggelaufen ist.


Wir gehen mal los
Ich nehme es vorweg: Dieses Buch hat mich überrascht – und zwar sowas von positiv. Damit habe ich nicht gerechnet. Der Titel klingt so locker und wenig aussagekräftig, man sollte sich davon nicht abschrecken lassen. Dies ist kein rosaroter Familien-Wanderführer. Im Original heißt der Roman „Respira Con Me“ – Atme mit mir, nach einem Song, den der Protagonist ständig hört. Das verspricht eine emotionalere Geschichte und passt auch zu der Angst-Thematik, die eine große Rolle spielt. Atme mit mir. Ganz ehrlich: Ich habe mit Ame geatmet.


Vater-Sohn-Konflikt
Sie, Amedeos Mutter, war fürs Reden zuständig, das denken beide, Ingenieur Giandomenico Ghisleri und der 16-jährige Amedeo. Doch sie ist nicht mehr da – und seither herrscht Stille zwischen ihnen. Der Vater versucht, die Trauer zu verdrängen und weiterzumachen, stark zu sein für seine Söhne. Amedeo hingegen hängt fest, verliert sich in Erinnerungen – und weiß nicht, wie er den Alltag, dieses Theater des Weiterlebens, bewältigen soll.


Zitat
"Lügen, nichts als Lügen. Die Realität verschleiern, die bittere Wahrheit schönreden. Tatsachen verschweigen ist die Spezialität des Hauses."
Wir gehen mal los, eBook, Pos. 427/1561, 27 %

Er versteckt sich hinter seinen Haaren, will sich abschotten. Als Folter sieht er die Wanderung an, entsprechend ändert sich zunächst nichts, es wird geschwiegen, drumherum geredet, ausgewichen.


Gekonnt aufgebaut
Es überwiegt der Einblick in Ames Kopf, der vor allem an seine Mutter, die Schule, ein Mädchen namens Lucilla Colombo und sein Handy denkt. Ich finde, dass die Autorin die jugendlichen Gedankengänge gut rüberbringt. Dabei verzichtet sie auf künstlich eingesetzte Jugendsprache, setzt beispielsweise auf Sprunghaftigkeit. Daneben erfahren wir, was der Vater empfindet und versucht. Durch diese wechselnden Innensichten bauen wir Verständnis für die beiden auf, die ganz unterschiedlich mit ihrer Trauer umgehen: Für den Sohn, der nicht mehr funktionieren kann – und den Familienvater, der weiter funktionieren muss.

Es gibt eine Szene, die sehr viel Eindruck bei mir gemacht hat. Sie klingt banal: Die Decken in der Hütte, in der sie unterkommen, stinken. Es entwickelt sich ein kindliches Spiel daraus, eine Abwandlung von „Ich packe meinen Koffer“. Das Ganze wirkt fast albern – bis es das nicht mehr ist. Bis auch der Ingenieur merkt: Es ist kein bloßer Gedächtnistest, sie sprechen nicht über Gerüche, sondern über Gefühle. Über sie. Seine Frau, Amedeos Mutter. Ihren Tod.

Die Autorin hat hier sehr klug konstruiert, die Eskalation wirkt stark. Und sie kann noch etwas anderes richtig gut:


Spannend
Raffaella Romagnolo schafft es, echte Spannung aufzubauen. Sie bahnt die Katastrophe an, man sieht sie kommen, ganz langsam. Sie erzeugt das Gefühl, als würde alles in Zeitlupe passieren – man kann nur zuschauen, nicht eingreifen. Es ist selten, dass mich ein Roman gleichzeitig berührt und mir Herzklopfen beschert, weil ich die Angst des Protagonisten spüre. Ich habe das Abenteuer, in das Amedeo gerät, gerne verfolgt, insbesondere da er, der innerlich blockiert ist, gezwungen wird, Verantwortung zu tragen – und über sich hinauszuwachsen. Es gibt am Ende kein 0815-in-die-Arme-Fallen, sondern – wie davor – sorgsam ausgewählte Gesten und Worte – und das ist der beste Abschluss für dieses Buch, denn ich habe ihm die ganze Zeit über geglaubt.


Fazit
Raffaella Romagnolo gelingt es, Trauer und Abenteuer in einem dichten Roman zu verbinden, der sich als überraschend spannend entpuppt. Indem wir Einblick in Amedeos und Giandomenicos Gedanken kriegen, ist „Wir gehen mal los“ zu einem echten All-Age-Jugendbuch geworden, das ich mit großer Ernsthaftigkeit gelesen – und gespürt habe.

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Einfach spannend

Die italienische Schriftstellerin Raffaella Romagnolo hat ein besonderes Talent, ergreifende Romane zu schreiben.

Wir gehen mal los, ist der zweite Roman, den ich von ihr gelesen habe. Es ist fesselnd und spannend.

Amedeos Mutter ist gestorben und er hat keine Lust mehr zur Schule zu gehen. Sein Vater nimmt sich Zeit für ihn und sie machen eine Bergwanderung. Amadeo hat eigentlich keine Lust und er ist auch ängstlich. In Gedanken spricht er mit der Mutter, sie hat ihm immer Mut gemacht.
Sie erreichen das Gipfelkreuz. Beim Abstieg gibt es einen Erdrutsch und der Vater ist unter einem Fels eingeklemmt.
Trotz seiner Ängste geht Amadeo los. Es ist eine gefährliche Partie, aber er macht alles so, wie der Vater ihm beim Aufstieg gesagt hat
Erst das linke Bein, dann den linken Arm, dann das rechte Bein und die rechte Hand.
Die Autorin hat ihn dabei eine besondere Atmosphäre gegeben.
Ich zitterte mit Amadeo mit.
Der Roman ist einfach grandios geschrieben und umgesetzt.

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Raffaella Romagnolo erzählt in Wir gehen mal los eine Geschichte vom Vater und Sohn. Es geht um Trauer um die Mutter und um die Frage, was im Leben wirklich zählt. Die Autorin kreiert die Mischung aus Trauer und Abenteuer auf eine einfache, aufrichtige und einfühlsame Weise. Eine absolute Weiterempfehlung.

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Ein wubderbar feinfühliger Roman über den Trauerprozess eines Teenagers, der seine Mutter verloren hat. Lesenswert!

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Angesichts des unscheinbaren Titels „Wir gehen mal los“ wäre dieses Buch beinahe an mir vorbeigegangen – und damit auch eine sehr eindrückliche und berührende Geschichte. „Respira con me“ ist der Originaltitel, und „Atme mit mir“ hätte auch im Deutschen sehr gut gepasst. Amedeo hat sich nach dem plötzlichen Tod der Mutter völlig zurückgezogen, die Augen hinter einem Vorhang aus Haaren verborgen, auf den Ohren Kopfhörer, aus denen der Heavy-Metal-Song „Just breathe“ tönt. Er hält sich vom Leben, von seinen Mitmenschen fern, kämpft mit Angstzuständen und reduziert sein Dasein auf das Minimum: Atmen, weiteratmen. Als sein Vater ihn zu einer Bergtour nötigt, sträubt er sich innerlich dagegen, ignoriert das angestrengte Geplauder des Vaters bei Aufstieg und bemüht sich, seine Höhenangst unter Kontrolle zu halten. Doch dann passiert etwas, das Amedeo zwingt, sich mit der Realität zu konfrontieren, eine Entscheidung zu treffen und seine Ängste zu überwinden.

Raffaella Romagnolo gelingt es, mit präzisen, leisen Worten Amedeos Gefühlswelt spürbar zu machen. Auch die Hilflosigkeit des Vaters und die Unfähigkeit der beiden, miteinander zu kommunizieren und ihren Schmerz zu teilen, wird deutlich. Wie sie in Amedeos Gedanken Gegenwart und Erinnerungen miteinander verwebt, ist grandios. Ich habe in jedem Satz mit Amedeo mitgefühlt, mit ihm mitgeatmet und bin mit ihm Schritt für Schritt mitgegangen. Besonders beeindruckt hat mich, wie in Rückblicken auf den Schulalltag deutlich wird, dass Amedeo, hinter seiner Haarlocke verborgen, seine Umwelt durchaus sehr sensibel wahrnimmt und, durch die Beobachtung seiner Mitschülerin Lucilla Colombo, einen differenzierten Blick auf seine Klassenkameraden entwickelt.

Ich möchte dieser Roman nicht nur Erwachsenen, sondern auch Jugendlichen ab ca. 16 Jahren wärmstens empfehlen.

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Bergtour zur Trauerbewältigung
Seit dem Tod seiner Mutter hat sich Amedeo in sich selbst zurückgezogen, hat Angstzustände und hält sich von allem fern. Stets hat er Kopfhörer auf den Ohren, die Augen verbirgt er hinter seinen langen Haaren, vernachlässigt die Schule und geht seinem Vater aus dem Weg. Dieser hofft, nach einem Gespräch in der Schule, auf einer Zweitages- Bergtour seinem Sohn wieder näher zu kommen. Zunächst versucht Amedeo während des Aufstiegs zum Punta Liberté das Gerede des Vaters zu überhören, seine Höhenangst zu vergessen und ist in seinen Gedanken bei seiner Mutter. Doch dann passiert etwas das ihn zwingt über sich hinauszuwachsen, seine Ängste zu überwinden, hellwach zu sein und Verantwortung zu übernehmen …
„Wir gehen mal los“ (2026 Diogenes) ist ein Roman, in dem es um einen Vater-Sohn-Konflikt geht. Beide, Ingenieur Giandomenico Ghisleri und sein Teenagersohn Amedeo, sind gefangen in der Trauer um die tote Ehefrau und Mutter, den einstigen Mittelpunkt der Familie. Sie haben keine Gemeinsamkeit mehr, bis der Vater seinen Sohn auffordert, mit ihm eine Bergtour zu unternehmen, bei der er hofft, dass sie wieder zueinander finden.
Der Autorin gelingt es großartig, auf einfühlsame Weise die Trauer und Verzweiflung zu vermitteln und diese in eine überraschend spannende Geschichte einzubinden. Es wird wenig gesprochen zwischen den beiden, umso mehr erhalten wir jedoch Einsicht in ihre Gedanken und Gefühle. Man ahnt während des Lesens die nahende Katastrophe, kann sie aber nicht abwenden. Das Ende ist wunderbar passend, still und verhalten wie die ganze Geschichte.
Fazit: Ein großartiges Buch, das ich gerne weiterempfehle!

5 stars
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Man könnte den Roman von Raffaella Romagnolo 'Wir gehen mal los', mit wenigen Worten zusammenfassen. Vater zwingt jugendlichen Sohn, der sich nach einem Familienunglück komplett eingekapselt hat, zu einer Bergtour zu Zweit. Natürlich verbietet der Vater eine Handymitnahme. Beim Abstieg passiert ein Unfall und der Sohn wächst über sich hinaus. 106 Seiten beschrieben mit einer nicht unbedingt neuen Geschichte. Damit würde ich diesem Kleinod aber überhaupt nicht gerecht werden. Denn Raffaella Romagnolo beschreibt, in diesem schmalen intensiven Roman, auf sehr sensible Weise, was Trauer mit einer Familie anrichten kann. Das Erwachsensein nicht gleichbedeutend mit 'Herr der Lage' ist. Das Reden oft schwierig und Umarmen und Halten in manchen Momenten unmöglich ist. Erst weit weg vom Alltag und zurückgeworfen auf Ängste, kann manchmal Nähe entstehen. Daneben wird das Erleben in der Natur so poetisch beschrieben, dass man auch als Leserschaft darin Trost finden kann. Dabei ist dies durchaus kein trauriges Buch, steckt es doch voller Hoffnung und Leben.

4 stars
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