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Buchcover für Wo der Wind die Namen trägt

Wo der Wind die Namen trägt

Ungekürzte Lesung mit Ruth Reinecke, Tessa Mittelstaedt und Monika Oschek (1 mp3-CD)

Gesprochen von Ruth Reinecke; Tessa Mittelstaedt; Monika Oschek

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Erscheinungstermin 26.03.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

2023. Die 85-jährige Inge Sundermann folgt widerwillig einer Einladung zum Klassentreffen in die Lüneburger Heide. Mit dem Ort ihrer Kindheit verbindet sich eine furchtbare Schuld, die sie einst im Kindesalter auf sich geladen und tief in sich vergraben hat. Doch die Vergangenheit holt Inge nun ein in Gestalt der Tagebuchaufzeichnungen von Helga von Borcke, einer Frau, die bereits 1946 begonnen hat, die Chronik dieser idyllischen Landschaft im Schatten von Bergen-Belsen niederzuschreiben. 1946. Die 8-jährige Inge findet auf dem Weg zum Geigenunterricht im Wald die Leiche einer jungen Frau. Ein tragischer Prozess um Lügen, Vertuschung und menschenverachtende Verbrechen nimmt seinen Lauf, der Inge viele Jahrzehnte später noch einmal mit voller Wucht heimsucht. Die idyllische Lüneburger Heide wird zum Schauplatz für Kriegsverbrechen, deren Täter noch Jahrzehnte später unentdeckt in ihren Familien leben. Auf zwei Zeitebenen erzählt der neue Roman von Anja Jonuleit von den entsetzlichen Ereignissen in der Lüneburger Heide und deren Vertuschung, von alten Nazi-Seilschaften – und von zwei Frauen, die nicht bereit sind, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Ein aufrüttelnder, tief unter die Haut gehender Roman, genährt von der Wirklichkeit. Ungekürzte Lesung mit Ruth Reinecke, Tessa Mittelstaedt, Monika Oschek 1 mp3-CD | ca. 10 h 47 min

2023. Die 85-jährige Inge Sundermann folgt widerwillig einer Einladung zum Klassentreffen in die Lüneburger Heide. Mit dem Ort ihrer Kindheit verbindet sich eine furchtbare Schuld, die sie einst im...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hörbuch, Ungekürzt
ISBN 9783742437532
PREIS 25,00 € (EUR)
DAUER 10 Stunden, 47 Minuten

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Die Autorin hat sich wieder ein historisches Thema vorgenommen und erzählt auf zwei Zeitebenen. Das verbindende Element ist die heute 85jährige Inge, die eher widerwillig zu einem Klassentreffen in ihre alte Heimat, die Lüneburger Heide aufbricht. Ihre Erlebnisse dort vor allem gegen Ende des zweiten Weltkrieges, machen ihr immer noch zu schaffen. In Rückblenden wird von ihrer Jugend in dem kleinen Dorf erzählt und von einem Geigenlehrer, der plötzlich auftauchte und ihr Unterricht gab. Und von den anderen Bewohnern des Ortes und nicht zuletzt von ihrer Mutter, der Ärztin, die für das NS-Regime eine ganz andere Rolle gespielt hat, als Inge bewusst war.
Das Buch ist ein Generationenroman in dem die Frauen im Mittelpunkt stehen. Aber es ist auch ein Buch über Kriegsverbrechen und deren Vertuschung. Die Eckdaten sind historisch belegt, einige der Figuren ebenso. Das macht die Lektüre, bzw. das Hörerlebnis zu einer ergreifenden Geschichtslektion. Die Sprecherinnen lesen diesen Roman wunderbar emotional, aber nicht übertrieben. Ich war gefesselt von der Geschichte, deren Tragweite erst nach und nach klar wird. Der Vergleich mit den Romanen von Mechtild Borrmann ist durchaus angebracht und ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der eine Geschichte mit starken Frauenfiguren und einem historischen Kontext sucht!

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Die Rückblicke der Frauen

Die Hauptpersonen in diesem Buch sind Frauen ganz unterschiedlicher Art, von der Ärztin bis zur einfachen Bauersfrau, von der Journalistin bis zur Sängerin. Teilweise sind sie miteinander verwandt, teilweise hat sie das Leben an einem Ort zusammengeführt. Die häufig wechselnden Stimmen, Zeiten und Orte machen es dem Hörer nicht so leicht, der Grunderzählung zu folgen. Ich glaube, dass ich dieses Hörbuch wohl als Buch noch einmal in Ruhe lesen werde, denn es birgt eine Vielzahl an interessanten Details ans Licht. Alles spielt sich ab in der Heidelandschaft Lüneburger Heide, immer im Hintergrund der Gedanke an Bergen-Belsen und die Außenlager des KZs.
Ausgangspunkt der Erzählungen sind die Erinnerungen von Inge, 1945 ein Kriegskind, das den Bombennächten aus Hamburg mit ihrer Mutter entfliehen konnte. Die Mutter, eine Kinderärztin, wird im und nach dem Krieg versuchen zu helfen, wo sie kann. Die Tochter Inge lernt einen geigenspielenden Eigenbrötler kennen, der ihr später auch Geigenunterricht geben wird. Jene Inge wird mit 85 Jahren mit ihrer Enkeltochter und ihrem Urenkel Paul noch einmal in die ehemalige Heimat reisen, dabei kommen ihr viele Erinnerungen wieder ins Gedächtnis, tragische und schöne und solche, über die sie ihr Leben lang mit niemandem gesprochen hat.
Eine andere Hauptperson ist Helga, eine Journalistin, die schon vor und im Krieg Lokalreporterin war. Nach Kriegsende ist es für sie schwierig, eine neue Stelle zu finden. Aber irgendwann erhält sie den Auftrag, eine Chronik zu erstellen; sie beginnt, die Einwohner zu interviewen und erfährt wohl auch mehr als ihr manchmal lieb ist. Ihr Tagebuch ist es Jahre nach ihrem Tod, das zu vielen Fragen führt, deren Antworten äußerst schmerzhaft sind.
Die Last der Zeit des Nationalsozialismus liegt wie eine schwere Decke über allem, immer sind die Verbrechen, die in der Lüneburger Heide geschehen sind, in den Gedanken und Erinnerungen aller Protagonisten in diesem Hörbuch unmittelbar präsent. Einzige Ausnahme ist wohl der kleine Paul, Urenkel von Hilde.
Gesprochen wird das Hörbuch von Ruth Reinecke, Tessa Mittelstaedt und Monika Oschek, die alle drei sehr einfühlsam und mit Empathie vorlesen.

Fazit: Eine interessante, mit historischen Tatsachen unterlegte Geschichte, die über viele Jahre hinweg ihre Protagonisten begleitet und in der es auch echte Überraschungsmomente gibt.

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2023. Die 85-jährige Inge Sundermann folgt widerwillig einer Einladung zum Klassentreffen in die Lüneburger Heide. Mit dem Ort ihrer Kindheit verbindet sich eine furchtbare Schuld, die sie einst im Kindesalter auf sich geladen und tief in sich vergraben hat. Doch die Vergangenheit holt Inge nun ein in Gestalt der Tagebuchaufzeichnungen von Helga von Borcke, einer Frau, die bereits 1946 begonnen hat, die Chronik dieser idyllischen Landschaft im Schatten von Bergen-Belsen niederzuschreiben.

1946. Die 8-jährige Inge findet auf dem Weg zum Geigenunterricht im Wald die Leiche einer jungen Frau. Ein tragischer Prozess um Lügen, Vertuschung und menschenverachtende Verbrechen nimmt seinen Lauf, der Inge viele Jahrzehnte später noch einmal mit voller Wucht heimsucht.

Die idyllische Lüneburger Heide wird zum Schauplatz für Kriegsverbrechen, deren Täter noch Jahrzehnte später unentdeckt in ihren Familien leben. Auf zwei Zeitebenen erzählt der neue Roman von Anja Jonuleit von den entsetzlichen Ereignissen in der Lüneburger Heide und deren Vertuschung, von alten Nazi-Seilschaften – und von zwei Frauen (1946 und 2023), die nicht bereit sind, die Vergangenheit ruhen zu lassen.
Meinung
Das Buch beginnt mit einer Einladung zum Klassentreffen und entrollt eine Geschicht um schuld, die grausamer nicht sein könnte.
Ich bin ein großer Fan von Geschichten rund um den Holocaust, gerade wenn sie nicht nur fiktionaler Natur sind. Inge und Helga waren sehr starke Protagonistinnen.
Ich fand die Vertonung gelungen.
Die Geschichte ist harter Tobak, eigentlich weiß man ja wie zu der Zeit verfahren wurde, aber es nochmal so deutlich vor Augen geführt zu bekommen hinterlässt beim Leser/Hörer Spuren.
Große Lese/Hör Empfehlung

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Von Anja Jonuleit habe ich Kaiserwald und Sonnenwende gelesen, mochte ihren Schreibstil und obwohl mich beide Geschichten nicht komplett überzeugten, wollte ich es noch einmal mit ihrem neusten Roman probieren.

Kann Schuld vererbt werden oder wie geht man damit um? Diese Entscheidung muss Inge treffen. Die 1938 geborene Inge wird zum Klassentreffen in die alte Heimat, die Lüneburger Heide, eingeladen. Zunächst möchte sie nicht, doch dann fährt sie gemeinsam mit Enkelin und Urenkel. Dabei erinnert sie sich. Und so wird diese Geschichte, in die tatsächliche Ereignisse verwoben wurden, in zwei Zeitebenen erzählt.

Sehr interessant fand ich im Nachwort die Hinweise auf die tatsächliche gelebten Personen, die im Buch vorkommen und die vor, während und nach dem Krieg gelebt haben, sowie den Bezug auf ihre Taten. Erschreckend. Auch der Bezug zu dem Konzentrationslager Bergen-Belsen und dem Euthanasieprogramm der Nazis wird sehr gut beschrieben. Und auch von nach dem Krieg lebendig geblieben Nazi-Seilschaften wird erzählt. Das gibt dem Buch nochmals eine tiefere Bedeutung.

Anja Jonuleit erzählt flüssig und spannend. Besonders die Darstellung der Zeit nach dem Krieg wird nachvollziehbar und lebendig. Auch Inge wird entsprechend ihres jeweiligen Alters überzeugend als Kind oder alte Dame dargestellt.

Ich habe das Buch gehört. Es wurde gut, flüssig und melodisch von Ruth Reinecke, Tessa Mittelstädt und Monika Oschek gelesen. Probleme hatte ich beim Kapitelwechsel zu erkennen, in welcher Zeitebene oder Erzählstimme ich mich befand. Da hätte das Buch parallel gut getan.

Die Geschichte der Inge hat mich sehr berührt. Ein Roman, der unter die Haut geht und aufrüttelt.

Ich danke NetGalley und Der Audio Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs. Vielen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

#WoderWinddieNamenträgt #theagri_liest #AnjaJonuleit

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Inge Sundermann. 85 erfährt, wer ihre Mutter wirklich war, was ihre Mutter im Kinderkrankenhaus mit den Kindern gemacht hat die gebrechlich und behindert waren. „Euthanasie“Was auch ihr Onkel bei den Nazis so getrieben hat. Inge damals ein Kind. Ein dunkles Erbe, in Notizbüchern bleibt. Sehr interessant und gut erzählt. Eine fiktive Geschichte mit Historisch belegten Fakten. Empfehlung.

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Ich habe schon einige Bücher von Anja Jonuleit gelesen und bin jedes Mal wieder begeistert wie die Autorin mich mitreißen kann mit ihren Geschichten. Deshalb wollte ich auch unbedingt mehr über ihr neuestes Werk erfahren und kann wieder einmal sagen, dass die Autorin mich mit ihrer Geschichte gepackt hat und diese unter die Haut geht und einen so schnell nicht mehr los lässt!

Die Geschichte ist auf zwei Zeitebenen geschrieben, einmal geht es ins Jahr 2023. Hier folgt die 85-jährige Inge Sundermann widerwillig einer Einladung zum Klassentreffen in die Lüneburger Heide. Mit dem Ort ihrer Kindheit verbindet sich eine furchtbare Schuld, die sie einst im Kindesalter auf sich geladen und tief in sich vergraben hat. Doch die Vergangenheit holt Inge nun ein in Gestalt der Tagebuchaufzeichnungen von Helga von Borcke, einer Frau, die bereits 1946 begonnen hat, die Chronik niederzuschreiben.
Und die Handlung geht zurück ins Jahr 1946. Die 8-jährige Inge findet auf dem Weg zum Geigenunterricht im Wald die Leiche einer jungen Frau. Ein tragischer Prozess um Lügen, Vertuschung und menschenverachtende Verbrechen nimmt seinen Lauf, der Inge viele Jahrzehnte später noch einmal mit voller Wucht heimsucht. Die idyllische Lüneburger Heide wird zum Schauplatz für Kriegsverbrechen, deren Täter noch Jahrzehnte später unentdeckt in ihren Familien leben.

Der Schreibstil ist sehr leicht und ich wollte in jeder freien Minute weiterhören. Die Autorin schafft es über das Thema im Buch sehr bewegend und lebendig zu erzählen. Dadurch, dass das Hörbuch quasi auf drei Ebenen geschrieben ist, einmal in der Gegenwart, einmal in der Vergangenheit aus Sicht von der jungen Inge und einmal aus Sicht der Reporterin Helga, braucht es kurze Zeit um in die Geschichte hineinzufinden. Hier hilft jedoch sehr, dass alle Sichtweisen von unterschiedlichen Personen gesprochen werden und man deshalb gut unterscheiden kann in welcher Perspektive man sich gerade befindet.

Die einzelnen Personen sind nicht einfach schwarz-weiss gezeichnet, jeder hat sein Päckchen zu tragen und alle handeln im Buch sehr lebensnah, genauso wie es eben auch gewesen sein könnte. Man kommt den Protagonisten auf jeden Fall sehr nah und kann ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen.

Die Geschichte ist sehr erschütternd, vorallem weil so viel wahres in dieser Geschichte zu finden ist. Das Hörbuch ist wirklich nur etwas für Leute die Schlimmes auch aushalten können, denn es wird nichts geschönt und das macht die Geschichte aber auch so wichtig. Im Nachwort erklärt die Autorin nochmal welche Personen und Ereignisse es damals wirklich gegeben hat, deshalb ist es sehr interessant zu hören.

Die Sprecherinnen haben alle sehr gut in ihre Rollen gepasst und angenehm vorgelesen. Sie haben die Geschichte richtig lebendig werden lassen und ich hatte sehr viel Freude beim anhören.

Ein Hörbuch, dass mich wieder einmal mitgerissen hat und so schnell nicht loslassen wird. Es regt zum Nachdenken an und wird noch eine Weile in mir nachhallen. Ich empfehle es an alle interessierten Leser weiter und gebe die volle Punktzahl. Die Autorin ist wirklich eine meiner Lieblingsautorinnen, mittlerweile.

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Eigentlich hatte ich nicht so viel Lust auf eine (Nach)Kriegsgeschichte. Das ich mich doch für dieses Buch entschieden habe, liegt an der Autorin. Und auch mit diesem Titel hat Anja Jonuleit mich nicht enttäuscht. Wie immer gut recherchiert und spannend umgesetzt! Auch die Lesung von drei hervorragenden Sprecherinnen hat diese Geschichte noch einmal zu etwas ganz besonderen gemacht!

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Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von Inge Sundermann. Die 85-jährige fährt widerwillig zu einem Klassentreffen in die Lüneburger Heide. Der Ort weckt Erinnerungen an eine Schuld aus ihrer Kindheit, die sie jahrzehntelang verdrängt hat. Denn nach dem Krieg entdeckt die damals achtjährige Inge im Wald die Leiche einer jungen Frau und darf darüber nicht reden. Als sie später mit den Tagebuchaufzeichnungen von Helga von Borcke konfrontiert wird, die das Geschehen rund um Bergen-Belsen dokumentiert hat, holt sie die Vergangenheit ein.
Der Roman erzählt auf zwei Zeitebenen von Vertuschung, verdrängter Schuld, verankerter Nazi-Seilschaften und Tätern unter uns. Die Geschichte ist beklemmend und manchmal schwer auszuhalten.Die Protagonistinnen fand ich stark und glaubwürdig. Die Sprechstimmen der drei Vorleserinnen fand ich sehr angenehm. Insgesamt ist es eine harte, aber sehr empfehlenswerte Geschichte. Von mir eine eindeutige Lese- und vor allem Hörempfehlung.

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Dieses Hörbuch spielt auf zwei Zeitebenen in der Lüneburger Heide. In der Vergangenheit spielt die Handlung 1946 und der andere Erzählstrang spielt 2023, als die Hauptprotagonistin Inge Sundermann 85 Jahre alt ist. Sie kam mit ihrer Mutter nach dem Krieg in die Lüneburger Heide, wo ihre Mutter als Ärztin tätig war. Ihre Mutter war gut angesehen, weil sie viele Kinder aus dem brennenden Krankenhaus in Celle gerettet hat. Als die junge Inge durch die idyllischen Wälder der Lüneburger Heide streift, trifft sie auf einen Geigenmann, der sie im Geigenspiel unterrichtet. Als sie eines Tages ein Verbrechen beobachtet, kann sie dies nicht einordnen. Als Inge wegen einer Einladung zum Klassentreffen in die Lüneburger Heide zurückkehrt, liest sie die Aufzeichnungen der Chronistin Helga und muss sich einer neuen Wahrheit stellen, hat sie bisher ihre Erinnerungen zum größten Teil verdrängt. Ich fand das Thema Vergangenheitsbewältigung sehr gut dargestellt. Das Schweigen über die Zeit des Nationalsozialismus ist sehr deutlich. Die Gefühle der Protagonistinnen konnte ich gut nachvollziehen.
Das Hörbuch wird von drei Sprecherinnen vorgelesen, was für Abwechslung sorgt.

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Zwischen Wahrheit und Verdrängung – historisch fundiert und berührend
Das Hörbuch „Wo der Wind die Namen trägt“ von Anja Jonuleit, gesprochen von Ruth Reinecke, Tessa Mittelstaedt und Monika Oschek, hat mich nachhaltig beeindruckt und emotional sehr bewegt.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen und entfaltet ihre Wirkung langsam, aber eindringlich. Erzählt wird aus drei Perspektiven, die kunstvoll miteinander verwoben sind: Inge – einmal als achtjähriges Mädchen im Jahr 1946 und dann als 85-jährige Frau in der Gegenwart – sowie Helga, die den Auftrag hat, eine Chronik der Kreisbauernschaft zu erstellen. Ihre Gespräche mit Zeitzeugen und insbesondere ihre Tagebucheinträge werden dabei zu einem wichtigen Schlüssel für das Verständnis der Vergangenheit.
Gerade diese Rückblicke haben für mich deutlich gemacht, wie trügerisch Erinnerungen sein können – vor allem, wenn man sie aus der Perspektive eines Kindes erlebt. Vieles wirkt zunächst wie eine fast idyllische Kindheit in der Lüneburger Heide, mit all ihren Bildern, Gerüchen und scheinbar vertrauten Menschen. Doch nach und nach bricht diese Fassade auf und macht Platz für eine Wirklichkeit, die von Schweigen, Verdrängen und erschütternden Wahrheiten geprägt ist.
Was dieses Hörbuch für mich so besonders macht, ist die Kombination aus sorgfältiger Recherche und emotionaler Erzählweise. Man spürt in jeder Szene, dass hier reale historische Hintergründe eingeflossen sind. Besonders eindringlich fand ich, wie das Thema der Nachkriegszeit aufgearbeitet wird – nicht nur das offensichtliche Leid, sondern auch die Strukturen, die im Verborgenen weiterbestanden haben. Dass vieles auf wahren Begebenheiten basiert und im Nachwort noch einmal eingeordnet wird, hat den Eindruck bei mir zusätzlich verstärkt.
Die Figuren sind dabei sehr lebensnah gezeichnet. Niemand ist einfach nur gut oder böse, vielmehr tragen alle ihre eigenen Geschichten und Verstrickungen mit sich. Gerade diese Vielschichtigkeit hat es mir leicht gemacht, mich in die Charaktere hineinzuversetzen und ihre Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen.
Die drei Sprecherinnen machen das Ganze zu einem echten Erlebnis: Jede Stimme bringt ihre eigene Farbe und Tiefe mit, sodass die unterschiedlichen Perspektiven klar voneinander abgehoben sind. Besonders gelungen fand ich, wie die kindliche Sicht von Inge und die reflektierte Stimme der alten Inge umgesetzt wurden – das hat mich oft richtig mitgerissen.
Auch wenn ich anfangs einen kleinen Moment gebraucht habe, um vollständig in die Struktur mit den wechselnden Perspektiven hineinzufinden, hat mich die Geschichte dann umso mehr gepackt. Zwischendurch gibt es ruhigere Passagen, die für mein Empfinden aber gut zur Atmosphäre beitragen und den Raum geben, das Gehörte wirken zu lassen.
Der Roman ist kein leichtes Hörbuch für zwischendurch. Er ist aufrüttelnd, stellenweise schwer auszuhalten und regt stark zum Nachdenken an. Gerade weil nichts beschönigt wird, entfaltet die Geschichte ihre ganze Wucht. Themen wie Schuld, Verantwortung und das Weiterwirken von Vergangenheit in die Gegenwart werden hier eindringlich und sehr nahbar vermittelt – und wirken erschreckend aktuell.
Für mich ist „Wo der Wind die Namen trägt“ ein Hörbuch, das lange nachhallt und einen nicht so schnell loslässt. Ich habe jede Minute intensiv erlebt und kann es uneingeschränkt empfehlen – besonders allen, die sich für historische Zusammenhänge interessieren und bereit sind, sich auch mit den dunkleren Kapiteln auseinanderzusetzen.

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„Wo der Wind die Namen trägt“ ist ein aufrüttelnder Roman, der vor allem durch seine emotionale Tiefe und die authentische historische Kulisse überzeugt. Es ist keine leichte Kost, aber eine sehr wichtige und fesselnde Lektüre für alle, die historische Romane mit Tiefgang lieben. Ein Nachwort, das reale Begebenheiten beleuchtet, rundet das Werk ab und lässt einen nachdenklich zurück.
Absolut empfehlenswert für Hörer:innen von historisch fundierten Familiengeschichten, die drei Sprecherinnen gestalten die Geschichte mit einer Feinfühligkeit und Intensität, dass die Vergangenheit zum Greifen nah scheint.

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