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Eisen
Roman
von Gusel Jachina
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Erscheinungstermin 18.02.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
1924 betritt Sergej Eisenstein zum ersten Mal einen Schneideraum. In Russland fehlt es an allem: an Drehbüchern, Regisseuren, vor allem aber an Filmmaterial. Stattdessen kauft man im Ausland. Hauptlieferant der Träume in Zelluloid sind Deutschland und die USA, aber diese Filme müssen erst »sowjetisiert« werden. Eisenstein beherrscht diese höchst anspruchsvolle Kunst bald wie kein Zweiter. Er weiß um die Mittel des Films: Was gezeigt wird, wird geglaubt und damit zur Wahrheit. Er schafft furchtbare Propagandafilme – und zugleich Meisterwerke von Weltrang. Doch sein ganzes Leben lang leidet er an einer inneren Zerrissenheit. – Gusel Jachinas literarische Biografie ist ein gründlich recherchiertes Panorama der Zeit, eine faszinierende Charakterstudie und eine augenöffnende Lektüre über das Verhältnis von Kunst und Macht.
»Gusel Jachina ist eine der bedeutendsten Autorinnen der russischen Gegenwartsliteratur.«
Ljudmila Ulitzkaja
1924 betritt Sergej Eisenstein zum ersten Mal einen Schneideraum. In Russland fehlt es an allem: an Drehbüchern, Regisseuren, vor allem aber an Filmmaterial. Stattdessen kauft...
Eine Anmerkung des Verlags
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Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783985682027 |
| PREIS | 32,00 € (EUR) |
| SEITEN | 576 |
Links
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Der Roman Eisen von Gusel Jachina erzählt vom Leben des sowjetischen Filmregisseurs Sergej Eisenstein. Die Handlung beginnt in den 1920er-Jahren, als Eisenstein zum ersten Mal im Schneideraum arbeitet und erkennt, welche enorme Wirkung Filme auf Menschen haben können. In der jungen Sowjetunion wird Film nicht nur als Unterhaltung gesehen, sondern als Mittel, um politische Ideen zu verbreiten.
Eisenstein entwickelt neue Schnitttechniken und schafft Werke, die ihn weltberühmt machen. Gleichzeitig gerät er immer stärker unter politischen Druck. Er muss entscheiden, ob er seiner künstlerischen Überzeugung treu bleibt oder sich den Erwartungen des Staates anpasst.
Im Mittelpunkt steht Eisenstein als widersprüchlicher Mensch: ein genialer Künstler mit großen Visionen, der zugleich in einem System lebt, das Kunst kontrolliert und für Propaganda nutzt. Nebenfiguren aus Politik und Film dienen vor allem dazu zu zeigen, wie stark Kunst und Macht miteinander verbunden sind.
Der Roman überzeugt durch seine dichte Atmosphäre und die anschauliche Darstellung der frühen Filmwelt. Man bekommt einen guten Eindruck davon, wie Filme entstehen und welche Wirkung Bilder haben können. Besonders interessant ist der Blick auf den kreativen Prozess und die Frage, wie weit ein Künstler gehen darf, wenn Politik seine Arbeit beeinflusst.
Teilweise wirkt der Text jedoch eher nachdenklich und erklärend als spannend, wodurch sich das Tempo verlangsamt. Die starke Konzentration auf Ideen und innere Konflikte wirkt emotional distanziert.
Insgesamt ist „Eisen“ ein ruhiger, anspruchsvoller Roman über Kunst, Macht und persönliche Verantwortung. Wer sich für Filmgeschichte und die schwierige Rolle von Künstlern in politischen Systemen interessiert, findet hier ein eindrucksvolles Porträt eines Mannes zwischen Genie und Anpassung.