Hana
Roman
von Elvira Dones
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Erscheinungstermin 05.12.2016 | Archivierungsdatum 24.02.2026
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Zum Inhalt
Mit 19 Jahren schwört Hana im Norden Albaniens ewige Jungfräulichkeit. Dabei folgt sie, weil sie eine durch ihren Onkel vorgesehene Ehe nicht eingehen will, dem alten albanischen Brauch Kanun . Umgeben von den Tieren, dem Wald, den Bergen und ihrem kranken Onkel wird sie zu Mark Doda. Nach dem Tod des Onkels - vierzehn Jahre später - fliegt Hana/Mark zu ihrer Cousine Lila nach Amerika. Das ist die einzige Möglichkeit, sich vom Gelübde loszusagen. Wie aber wird ein Raki trinkender, Kette rauchender Mark aus dem Norden Albaniens wieder zu Hana?
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Vorab-Besprechungen
Subtil und herausfordernd. Helen Brown, Sunday Telegraph
Ein ungewöhnlicher und bewundernswerter Bildungsroman. Marilia Piccone, Stradanove
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Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783906811048 |
| PREIS | 19,00 € (EUR) |
| SEITEN | 252 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 1863603
Bereits als junges, albanisches Mädchen erfährt, Hana mit dem Tod ihrer Eltern, der schlimmsten Schicksalsschläge in ihrem Leben. Sie wird von ihrer Tante Katrin und ihrem Onkel Gjergje großgezogen. Also nur noch diese beiden erkranken und zu sterben drohen, geht sie ein drastischen Weg: sie wird so genannten Schwurjungfrau und lebt ab, dann als Mann, Marc, um das Erbe ihres Onkels anzutreten. Ein Brauch, der im Norden Albaniens in den Bergen durchaus noch üblich ist. Als Hana nun 14 Jahre später zu ihrer Cousine in die USA auswandert, soll aus Mark wieder Hana werden, dass das gestaltet sich nicht zu einfach.
Ich finde, die Erzählung ist sehr flüssig geschrieben, sie ist sehr fesselnd und gewährt auch sehr viele Einblicke in das Albanien des 20. Jahrhunderts. Die politischen und kulturellen Veränderungen des Landes, sowie die Rolle und die Schwierigkeiten, die Frauen in diesem Land zu erleiden hatten und vielleicht auch in Teilen immer noch haben. Ich fand es sehr spannend und auch mitreißend, über Hanas Schicksal zu lesen.
Dieses Buch ist so eindringlich, weil es nicht nur die aussergewöhnliche Lebensentscheidung der Protagonistin, sondern die stille, fast schmerzhafte Intensität, mit der sie ihre Identität über Jahre hinweg in sich einschliesst. Der Norden Albaniens ist mehr als Kulisse. Er ist ein seelischer Raum, rau, archaisch, wortkarg, voller Schweigen, Regeln und Schatten, ein Ort, an dem Identität nicht gewählt, sondern zugewiesen wird. Hana wächst in dieser Welt zu Mark heran, und die Natur wird zu einer Art zweitem Körper, hart, klar, unnachgiebig. Der Moment, in dem Mark nach Amerika fliegt, ist kein Befreiungsschlag, sondern ein Sprung ins Ungewisse. Die Frage Wie wird Mark wieder zu Hana? Die Begegnung mit Lila ist dabei ein zarter, aber entscheidender Wendepunkt. Lila verkörpert das Leben, das Hana hätte haben können und vielleicht immer noch haben kann. Was mich beim Lesen besonders berührt, hat Hana/Mark ist ein Mensch, der zwischen zwei Sprachen, zwei Geschlechtern, zwei Welten hängt und in keiner wirklich zu Hause ist. Die vergessenen Wörter sind nicht nur albanische Begriffe, sondern die Worte für Gefühle, Wünsche, Sehnsüchte, die sie sich jahrelang verboten, hat. Das Lesen dieses Buches ist nicht einfach, aber sehr eindrücklich und hallt nach.
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