Zeilen der Zeit. Kolumnen aus einem Jahrhundert im Umbruch
George Orwell über Wahrheit, Krieg und Propaganda
von George Orwell
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Erscheinungstermin 11.02.2026 | Archivierungsdatum 06.02.2026
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Zum Inhalt
Klartext gegen die Lüge – George Orwell über Macht, Meinung und Moral
Was ist Wahrheit – im Krieg, in der Politik, im Alltag? 1943 beendete George Orwell seine Arbeit für die BBC und wurde Feuilletonchef bei der
Tribune
. In den folgenden Jahren entstanden nicht nur seine Meisterwerke
Animal Farm
und
1984
, sondern zwischen 1943 und 1949 verfasste er regelmäßig Kolumnen, in denen er mit klarem Blick und scharfem Verstand auf die drängenden Fragen seiner Zeit reagierte.
Erstmals ins Deutsche übersetzt, zeigen sie einen der bedeutendsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts als hellsichtigen Zeitdiagnostiker. Kompromisslos, menschlich und pointiert schreibt er über Fortschritt und Moral, Verschwörungstheorien, soziale Ungleichheit oder Faschismus. Und wie Orwell vor 80 Jahren politische Manipulation, medialen Alarmismus oder gesellschaftliche Spaltung analysierte, wirkt heute wie ein erschreckend aktueller Kommentar zur Gegenwart.
Klartext gegen die Lüge – George Orwell über Macht, Meinung und Moral
...Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783150115770 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
| SEITEN | 267 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 1321195
Zeilen der Zeit zeigt einmal mehr, was für ein unglaublich kluger, wacher und mutiger Kopf George Orwell war. Dieses Buch ist keine leichte Lektüre, aber eine ungemein lohnende – weil jede einzelne Seite davon zeugt, wie präzise Orwell denken, beobachten und benennen konnte.
Die hier versammelten Texte entstanden in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, als Orwell nach seiner Zeit bei der BBC als Kolumnist arbeitete. In kurzen, klaren Beiträgen setzt er sich mit Wahrheit und Lüge, Macht und Manipulation, Moral, Fortschritt, sozialer Ungleichheit und politischer Propaganda auseinander. Er schreibt über Faschismus, Verschwörungstheorien, über Sprache als Machtinstrument und darüber, wie leicht Menschen sich lenken lassen – und wie gefährlich das ist.
Was mich besonders beeindruckt hat: Obwohl diese Texte vor rund 80 Jahren entstanden sind, lesen sie sich erschreckend aktuell. Viele seiner Beobachtungen wirken wie ein Kommentar zur Gegenwart. Orwell analysiert nicht nur politische Systeme, sondern auch menschliche Schwächen – und tut das kompromisslos, aber immer mit einem zutiefst moralischen Kern. Er will verstehen, aufklären, wachrütteln.
Zeilen der Zeit ist ein Buch, das fordert, aber auch unglaublich bereichert. Es zeigt Orwell nicht nur als großen Schriftsteller, sondern als hellsichtigen Zeitdiagnostiker, der seiner Zeit weit voraus war. Für mich eine Pflichtlektüre – klug, unbequem, klar und wichtiger denn je. Verdiente 5 Sterne.
Rezensent*in 1863603
Mit seinen genialen Werken „1984“ und „Animal Farm“ George Orwell als einer der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Dass er auch vielfach für den Tribune, BBC und andere Kolumnen geschrieben hat, ist hierzulande kaum bekannt. In „die Zeile der Zeit“ werden einige seiner Beiträge aus den Kriegsjahren und Nachkriegsjahren kuratiert. Orwells Beiträge beschäftigen sich sowohl mit dem Krieg, mit Waffen, mit der allgemeinen Politik, aber auch mit gesellschaftlichen Themen, mit den Schwierigkeiten, beziehungsweise dem harten Leben der normalen Bevölkerung, und ganz alltäglichen Gedanken. Die ausgewählten Kolumnen sind zugleich spannend und interessant zu lesen. Sie bieten Einblicke in das Denken, eines im Patriarchat aufgewachsenen, jedoch weltoffenen Mannes. So formuliert er für seine Zeit sehr fortschrittliche Gedanken und um Gleichberechtigung, trägt aber gleichzeitig viele konservative Gedanken weiter.
Lucie M, Rezensent*in
Als großer Fan von Orwells 1984 und Farm der Tiere musste ich dieses Werk lesen und erfahren, was dieser intelligente Mann auch außerhalb seiner fiktiven Welten zu berichten hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht! Es gab zwar auch Kolumnen, mit denen ich weniger anzufangen wusste, aber generell finde ich seine Analyse der Zeit und seinen Blick auf die Welt wahnsinnig tiefsinnig. Tatsächlich habe ich mir auch einige Passagen markiert, wobei ich ein Zitat aufführen möchte, das ich sehr bewegend fand:
„Aber wenn wir alle Lebensfreude töten, was heißt das für unsere Zukunft? Wenn sich der Mensch nicht mehr über die Wiederkehr des Frühlings freuen darf, warum soll er dann glücklich sein, wenn ihm die Maschinen in Zukunft die Arbeit abnehmen?Was soll er mit der Zeit anfangen, die ihm die Maschinen verschaffen? [...] aber die Erde kreist immer noch um die Sonne, und - sosehr sie ihn auch hassen - weder die Diktatoren noch die Bürokraten können den Frühling verhindern.“ (S. 160 f.).
Somit kann ich denjenigen, die sich für die Zeit interessieren und an Schriftstücken aus der Epoche interessiert sind, dieses Buch ans Herz legen und eine große Empfehlung aussprechen.
Buchhändler*in 516281
Orwell, der Weltautor, bekannt durch "1984" und "Animal Farm", ein fantastischer Essayist und grandioser Stilist, ließ mich neugierig werden auf die "Zeilen der Zeit".
Es handelt sich um eine Sammlung von Kolumnen aus den Jahren 1943 bis 1949. Doch das Buch ist erschreckend aktuell. Pointiert und präzise schreibt Orwell über politische Manipulationen und Verschwörungen, alles gut beobachtet und klar benannt.
Ruben S, Buchhändler*in
Ein ganz großes Dankeschön an den Reclam Verlag und den Übersetzer Lutz-W. Wolff, dass sie dem Publikum die Lektüre dieser Kolumnen ermöglichen. Unfassbar wie weitsichtig George Orwell die weltpolitische Lage während des Zweiten Weltkriegs und kurz danach sezierte und durchschaute. Seine Erfahrungen mit den Kommunisten in Spanien gaben ihm schon eine Vorahnung was von Stalin und der Sowjetunion zu erwarten war und auch der Zustand der englischen Königreichs war für ihn klar ersichtlich. Aber auch wenn er über alltägliche Themen wie den Frühlingsbeginn schrieb, gelingt ihm das auf äußerst unterhaltsame Art und Weise. Ähnlich wie Aldous Huxley war Orwell seiner Zeit einfach weit voraus.
Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell: Hier schreibt keiner, der gefallen will hier schreibt einer, der aufklären muss. Zwischen vergilbtem Zeitungspapier-Gefühl und messerscharfer Analyse sitzt plötzlich George Orwell am Küchentisch und redet Klartext,
Natürlich sind manche Texte stark im Zeitkontext verankert. Manchmal blättert man kurz zurück, um den historischen Rahmen einzuordnen.
Unterm Strich bleibt ein Gefühl von Respekt. Für den Mut. Für die Klarheit. Für diesen unbequemen, aber notwendigen Blick auf Macht und Moral. Kein Wohlfühlbuch eher ein Buch, dass einen erschüttert und zum Nachdenken anregt
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