Blood Grove
Kriminalroman
von Walter Mosley
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Erscheinungstermin 20.10.2022 | Archivierungsdatum 21.01.2026
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Zum Inhalt
Endlich wieder auf Deutsch: Eine der prägendsten Reihen der Kriminalliteratur meldet sich mit einem brandneuen Fall zurück
Los Angeles 1969. Ezekiel »Easy« Porterhouse Rawlins, schwarzer Privatdetektiv mit eigener Agentur , bekommt Besuch von einem weißen Vietnam-Veteranen. Der verstörte junge Mann erzählt Easy, er habe im Blood Grove vor den Toren der Stadt eine weiße Frau vor einem scharzen Mann beschützt und den Mann dabei möglicherweise getötet. Allerdings scheint niemand eine Leiche gemeldet zu haben. Easy erkennt, wie sehr der Krieg den Mann traumatisiert hat, und denkt an seine eigenen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg zurück. Trotz anfänglicher Bedenken übernimmt er den Fall , der ihn in die Wüste Kaliforniens, nach South Central, in Sexclubs, zu den Anwesen von Superreichen, zu Hippies, zur Mafia und, vielleicht am gefährlichsten, zu alten Freunden führt ...
Endlich wieder auf Deutsch: Eine der prägendsten Reihen der Kriminalliteratur meldet sich mit einem brandneuen Fall zurück
...Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Hardcover |
| ISBN | 9783747204245 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 326 |
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Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Ezekiel/Easy P. Rawlins arbeitet als Privatermittler in Los Angeles; er vereint Werte eines Schwarzen aus Louisiana mit der Schläue eines Veteranen, der an der Befreiung des deutschen KZs Dachau beteiligt war. Wer immer arm war, ist gewohnt, mit Gefälligkeiten zu zahlen. Im historisch interessanten 1969 (u. a. Bürgerrechts- und Vietnamkriegs-Demos) gerät Easy ein sonderbarer Fall auf den Tisch. Der traumatisierte Vietnam-Veteran Craig glaubt, in der Nähe einer Orangenplantage den Schwarzen Angreifer einer Frau getötet zu haben, doch der Fall scheint nicht angezeigt worden zu sein. Aus der Ichperspektive erzählt der circa 50-jährige Ermittler, wie er seine zahlreichen Kontakte nutzt, um hilfreiche Gefälligkeiten einzufordern, die ihm ehemalige Klienten noch schulden. All das geschieht einerseits auf der banalen Erfahrung von Polizeibrutalität und deren Desinteresse zu ermitteln, wenn ein schwarzer Verdächtiger doch genügen würde, um einen Fall für abgeschlossen zu erklären. Andererseits könnte die Erkenntnis, dass Schwarze ohnehin zuerst verdächtigt werden, dazu verführen, eben die Straftaten zu begehen, die einem unterstellt werden. Zur Erheiterung am Rande trägt bei, dass Easy von Schwarzen, die er nur am Telefon erlebt, einen blumigen Vornamen erwartet oder den typischen Südstaatenakzent, aber nicht unbedingt damit rechnet, dass seine Kontakte exakt diese Eigenschaften nicht bieten.
Inmitten einer gewaltigen Anzahl an Personen, persönlichen Empfehlungen und Kontakten sieht sich Easy schließlich der möglichen Verbindung des Falls Craig Kilian und einem Raubüberfall samt vermissten Sicherheitsleuten gegenüber. Die Information, dass Easy samt zwei Adoptivkindern im abgelegenen Brighthope Canyon in einem Wohnturm innerhalb eines alternativen Wohnprojekts lebt, (den Platz erhielt er einmal wieder als Gegenleistung für seine Hilfe aus schwieriger Situation) weckt nachvollziehbar meine Neugier auf den Beginn der Serie. Der erste Band von bisher 16 spielt 1949. Da Easy auf Houstons 5th Ward anspielt, in dem sein Großvater lebte, habe ich mich daher mit großen Interesse in die Geschichte des legendären Viertels der Ex-Sklaven, Emigranten und Katrina-Opfer eingelesen. Mit zahlreichen Bars, einem Schrottplatz und Easys Wohnturm kann Walter Mosley nicht nur mit der Vielzahl an Personen punkten, sondern auch mit atmosphärischen Schauplätzen.
Fazit
Easy Rawlins tritt als bestens vernetzter, liebenswürdiger Ermittler auf, der wie beim Aufribbeln eines alten Pullovers immer neue Kontakte ausgräbt, die ihm im aktuellen Fall nützlich werden. Easys Stärken sind sein militärisches Denken, Verbindungen aus früheren Zeiten und wie er seine Gegner stets mit Bauernschläue überraschen kann. Die Übersetzung des historischen Textes, in dem Easys Ermittlerwerkzeuge sich größtenteils auf Telefonbuch und Telefonauftragsdienst beschränken, finde ich gelungen. Einem Übersetzer, der die Vokabel Plunderteilchen beherrscht, lässt sich offenbar vertrauen.
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Serieninfo: Band 15 von 16, ab Band 1 deutsch unvollständig in verschiedenen Verlagen und von unterschiedlichen Übersetzern erschienen
4 1/2 Sterne
Los Angeles, 1969: Die Stadt brodelt zwischen Hippie-Träumen und dem Trauma von Vietnam. Mittendrin steht Ezekiel „Easy“ Rawlins, ein schwarzer Privatdetektiv, dessen Routine endet, als ein verstörter Veteran sein Büro betritt. Die Geschichte des jungen Mannes klingt nach einem Fiebertraum: ein Kampf im „Blood Grove“, eine gerettete Frau, ein Toter – doch die Leiche ist unauffindbar.
Easy erkennt das Kriegstrauma des Mannes nur zu gut und lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein. Seine Ermittlungen gleichen dem Aufribbeln eines alten Pullovers: Ein Kontakt führt zum nächsten, ein Gefallen zum nächsten Geheimnis. Die Suche führt ihn quer durch alle Schichten der Stadt – von den Villen der Superreichen und verrauchten Sexclubs bis hin zur Mafia und alten Weggefährten.
Dabei kämpft Easy nicht nur gegen ein Netz aus Raub und Mord, sondern auch gegen die allgegenwärtige Polizeibrutalität und den tief sitzenden Rassismus dieser Ära. Mit militärischer Präzision und „Bauernschläue“ navigiert er durch eine Gesellschaft im Umbruch. Zeitweise steuert Easy einen knallgelben Rolls-Royce durch die Stadt – ein Pfand für entgangenes Honorar, das für einen Undercover-Ermittler in dieser explosiven Zeit wohl kaum unpassender sein könnte.
Blood Grove ist ein atmosphärischer Noir-Krimi, der zeigt, dass die Wahrheit im L.A. der Sechziger oft so tief vergraben liegt wie die Narben des Krieges.
Annette S, Bibliothekar*in
Walter Mosley schreibt Krimis, die in den 60/70er Jahren spielen. Rassismus ist überall trotz der neuen Hippiebewegung.
Mosley schreibt in wunderbar schnoddriger Sprache, ganz in der Tradition der großen alten amerikanischen Krimiautoren. Eindrücklich führt er uns vor Augen, wie sehr die Rassentrennung in den südlichen Bundesstaaten noch vorherrschte.
Was ich schade finde ist, dass einige Bände zwar auf Englisch vorliegen, aber noch nicht übersetzt sind. So fehlt etwas, wenn man die alten Bücher kennt.
Nicht ganz so gut, wie die alten Bände, aber auf jeden Fall lesenswerte Unterhaltung
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