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Gromzell
Ein Heimatroman
von Dirk Bernemann
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Erscheinungstermin 26.01.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Marie ist tot. Als die älteste Bewohnerin der kleinen Ortschaft Gromzell mit 108 Jahren verstirbt, ist die Dorfgemeinschaft schwer erschüttert. Der Tod ist zurück und er hat sich ausgerechnet Marie geholt, die ihm so lange von der Schippe gesprungen war. Die Trauernden suchen Trost bei Gott, doch als der Tod weiter um sich greift, wächst der Drang, selbst zur Tat zu schreiten und den Dorffrieden wiederherzustellen. Zu allem Überfluss kehrt auch noch Anna aus Berlin ins Dorf zurück und ein neugieriger Journalist will über Maries Tod berichten. Während zwischen Glaube und Aberglaube nach dem Schuldigen für all das Unheil gesucht wird, schwebt über dem Ort ein ungewöhnlich großer schwarzer Vogel mit seltsam menschlichen Augen.
»Gromzell« erzählt vom ewigen Widerstreit zwischen Leben und Tod sowie der Unfähigkeit des Menschen, aus freien Stücken zu verwelken, was bisweilen groteske Blüten trägt.
Marie ist tot. Als die älteste Bewohnerin der kleinen Ortschaft Gromzell mit 108 Jahren verstirbt, ist die Dorfgemeinschaft schwer erschüttert. Der Tod ist zurück und er hat sich ausgerechnet Marie...
Vorab-Besprechungen
»Dirk Bernemann ist bis heute ein literarischer Geheimtipp!« Erika Thomalla, Der Freitag
»Dirk Bernemann ist bis heute ein literarischer Geheimtipp!« Erika Thomalla, Der Freitag
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783949671241 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 177 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 427080
Marie ist tot
Einen Heimatroman lese ich sehr selten. Dieser hier ist ein sehr düsterer.
Gromzell ist ein Ort, in dem 1086 Menschen leben. Maria, die mit 108 älteste, ist gerade gestorben. Das bringt das Dorf aus der Ruhe und bewirkt eine Reihe von Eskalationen. Der Tod scheint allgegenwärtig.
Es ist ein kurzer, dichter Roman. Dirk Bernemann setzt auf symbolträchtige Elemente, z.B. der große schwarze Vogel. Vielleicht braucht es einen Gewaltausbruch, damit das Dorf wieder zur Ruhe kommt.
Dirk Bernemann enttäuscht seine Leser nicht.
3949671242
Rezensent*in 861419
Ein schöner, bitterböser Heimatroman;
Aus den verschiedenen Perspektiven seiner Bewohner und Bewohnerinnen schildert der Autor das Leben in einem Bergdorf namens Gromzell. Die Strukturen einer dörflichen Gemeinschaft werden mit Humor offengelegt und analysiert. Ausgehend vom Tod der ältesten Bewohnerin Marie werden die Charaktere treffend in einer Ausnahmesituation in der Enge des Dorfes beschrieben. Er demaskiert Aberglauben, Borniertheit und Beharrungswillen durch die bedrohlich wahrgenommene Veränderung aufgrund des Todesfalls. Dirk Bernemann gelingt es meisterhaft, Gromzell und seine Bevölkerung verdichtet aus Klischees, Vorurteilen, Glaube und Abhängigkeiten zu schildern. Das Ganze geschieht mit einer großen psychologischen Tiefe, ist nachvollziehbar, intelligent und aufgrund der guten Beobachtungs- und Analysegabe des Autors bitterböse und sehr unterhaltsam. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, die Charaktere fand ich glaubhaft und das auch manchmal absurde Verhalten in ihrer speziellen Gedanken- und Erlebniswelt nachvollziehbar.
Elke F, Rezensent*in
Hinter diesem so harmlos als "Heimatroman" bezeichneten Buch verbirgt sich eine bitterböse Abrechnung mit der kleingeistigen Dorfkultur. Als die 108-jährige Marie stirbt, setzt dies eine Lawine in Gang: nachdem die Menschen in Gromzell scheinbar ewig leben, wird nun die Sterblichkeit wieder präsent, der sichere Kokon platzt auf und die Saat sind Zweifel und Zwietracht. Es brodelt in der scheinbar so harmonischen Dorfgemeinschaft, Aberglaube greift um sich und beinah sieht man die Dörfler schon mit den Mistgabeln zum Schloss ziehen...aber nein, das ist ja eine andere Geschichte. Obwohl nicht viel fehlt, um diese Assoziation zu wecken, vor allem gegen Ende. Besonders erstaunt hat mich das Schicksal von Anna, die einst aus dem Dorf nach Berlin gezogen war, aber nun zur Beerdigung zurückkehrt. Ihre anfängliche Ablehnung gegen das kleinbürgerliche Brauchtum, dem sie einst nur zu gerne entflohen ist, gerät ins Wanken - ist es nicht auch schön, statt in der Anonymität der Großstadt hier in der Gemeinschaft behütet zu sein? Mich hat es jedenfalls total gegruselt, je weiter diese skurrile und makabre Geschichte voranschritt. Und richtig unheimlich wurde es dann ja auch noch. Fazit: ganz unerwartetes, daher besonders schönes Lese-Highlight.
Der Roman beginnt mit einem Tod, der eigentlich keiner Überraschung bedürfte, 108 Jahre sind ein langes Leben und doch wirkt Maries Sterben wie ein Riss im Gefüge eines ganzen Dorfes. Die Trauernden suchen Trost bei Gott, doch als der Tod weiter um sich greift, wächst der Drang, selbst zur Tat zu schreiten und den Dorffrieden wiederherzustellen. Je mehr der Tod um sich greift, desto stärker kippt die Gemeinschaft in eine Art moralische Panik. Der schwarze Vogel schwebt über dem Dorf wie ein schlechtes Gewissen, wie ein Mahner, wie ein Wesen, das mehr weiss als die Menschen selbst. Annas Rückkehr bringt eine zweite Ebene ins Spiel. Da taucht ein Journalist auf und verschärft die Spannung. Er bringt eine Aussenperspektive, die das Dorf nicht will. Er ist der Funke, der das fragile Gleichgewicht endgültig ins Wanken bringt. Meine persönliche Meinung zu diesem Buch ist. dass es kein Krimi im klassischen Sinn ist. Sondern ein psychologisches Dorfpanorama, das sich langsam, aber unaufhaltsam verdichtet. Es ist ein Roman über Menschen, die den Tod fürchten und dabei vergessen, dass das wahre Unheil oft aus ihnen selbst kommt. Ein eindrückliches Buch.
Am 26.01.2026 erscheint dieses Gebundene Buch mit 156 Seiten bei Edition W, geschrieben wurde das Buch von Dirk Bernemann.
Der Autor:
Dirk Bernemann, geboren 1975 im westlichen Münsterland ist Schriftsteller und Journalist. Seit 2005 schreibt er Romane und Kurzgeschichten, darunter den Bestseller »Ich hab die Unschuld kotzen sehen«. Derzeit sind fünfzehn Romane und Kurzgeschichtenbände von ihm erschienen, von zwei Titeln gibt es verschiedene Theaterinszenierungen. 2016 hatte sein erstes eigenes Theaterstück »Bella Noir, 2 Zigaretten Demut« Premiere in München. Außerdem moderiert er den Podcast UNTENDURCH. Dirk Bernemann lebt in Berlin
Inhalt:
Marie ist tot. Als die älteste Bewohnerin der kleinen Ortschaft Gromzell mit 108 Jahren verstirbt, ist die Dorfgemeinschaft schwer erschüttert. Der Tod ist zurück und er hat sich ausgerechnet Marie geholt, die ihm so lange von der Schippe gesprungen war. Die Trauernden suchen Trost bei Gott, doch als der Tod weiter um sich greift, wächst der Drang, selbst zur Tat zu schreiten und den Dorffrieden wiederherzustellen. Zu allem Überfluss kehrt auch noch Anna aus Berlin ins Dorf zurück und ein neugieriger Journalist will über Maries Tod berichten. Während zwischen Glaube und Aberglaube nach dem Schuldigen für all das Unheil gesucht wird, schwebt über dem Ort ein ungewöhnlich großer schwarzer Vogel mit seltsam menschlichen Augen.
Fazit:
Die Geschichte bzw. die Beschreibung des Buches hat mich interessiert. Normalerweise lese ich keine Heimatromane, obwohl ja Regionalkrimis auch irgendwie Heimatromane sind. Aber dieses Buch hat mich wirklich interessiert und so habe ich damit begonnen die Geschichte zu lesen und war fasziniert. Der Schreibstil, wir Dirk Bernemann alles beschrieben hatte und die Geschichte haben mich gleich in ihren Bann gezogen. Die Geschichte ist streckenweise recht brutal, deshalb wohl auch nichts für ganz schwache Nerven. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich habe sie in kurzer Zeit gelesen. Werde sich mal wieder eine Geschichte von diesem Autor lesen.
Wertung:
5/5 Punkte
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