Nelka
Roman | »Von der ersten Seite an war ich verzaubert, so herzzerreißend, so traurig und doch federleicht ...« Kristine Bilkau | Longlist Deutscher Buchpreis 2026
Dieser Titel war ehemals bei NetGalley verfügbar und ist jetzt archiviert.
Bestellen oder kaufen Sie dieses Buch in der Verkaufsstelle Ihrer Wahl. Buchhandlung finden.
NetGalley-Bücher direkt an an Kindle oder die Kindle-App senden.
1
Um auf Ihrem Kindle oder in der Kindle-App zu lesen fügen Sie kindle@netgalley.com als bestätigte E-Mail-Adresse in Ihrem Amazon-Account hinzu. Klicken Sie hier für eine ausführliche Erklärung.
2
Geben Sie außerdem hier Ihre Kindle-E-Mail-Adresse ein. Sie finden diese in Ihrem Amazon-Account.
Erscheinungstermin 18.02.2026 | Archivierungsdatum 26.03.2026
Sprechen Sie über dieses Buch? Dann nutzen Sie dabei #Nelka #NetGalleyDE! Weitere Hashtag-Tipps
Zum Inhalt
Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden sie zu schwerer Arbeit gezwungen. Ihr Vater hatte Nelka früh im Obstbau unterrichtet, und schon als Kind hatte sie ihm beim Veredeln der Apfelbäume geholfen. Dank dieses Wissens kann sie sich anfänglich der Zudringlichkeit des Gutsverwalters erwehren. Sie plant den Apfelanbau für ihn, und die Plantagen bescheren ihm nach dem Krieg ein Vermögen. Jahrzehnte später kehrt Nelka an den Ort ihres Leidens zurück. Sie will, dass Marten sich an das erinnert, wovon sie selbst sich endlich befreien muss.
Welche Spuren die gewaltvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zwangsarbeit hinterlassen haben, bis in die Gegenwart und Landschaften hinein, das macht Svenja Leiber in ihrem neuen Roman sichtbar. Sie erzählt von Frauen, deren Wissen und Körper ausgebeutet wurden, die sich in Freundschaft verbanden und sich so gegen Erniedrigung und Brutalität stemmten. Nelka beleuchtet ihre Schicksale hellwach und sensibel – und bewahrt die Erinnerung an sie.
Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden sie zu schwerer Arbeit...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783518432761 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 200 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Carmen V, Rezensent*in
“Nelka” von Svenja Leiber handelt von der gleichnamigen Protagonistin, die während des 2. Weltkriegs als junges Mädchen aus ihrer Heimat Lwow auf einen Gutshof nach Norddeutschland zur Zwangsarbeit verschleppt wurde. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kehrt sie dorthin zurück, um den Gutsverwalter, unter dem sie gelebt und gelitten hat, zur Rede zur stellen.
“Nelka” ist ein Kammerstück, das in der erzählerischen Gegenwart mit ruhigen, klaren Sätzen auskommt und eine, aus Sicht des Verwalters, bedrohliche Atmosphäre aufbaut, das die Lesenden genau wie er selbst nicht wissen, was sie auf den kommenden Seiten erwarten wird. Dazu trägt die konsequente Verwendung des Präsens bei, während die Rückblenden, die die eigentliche Geschichte erzählen, in der Vergangenheitsform gehalten sind. Auch diese sind bedächtig, aber schlagkräftig, sodass auf den lediglich 200 Seiten eine große, universelle Geschichte erzählt wird, die Millionen Zwangsarbeitende betroffen hat und deren Schicksale in der zeitgenössischen Literatur oft nur am Rande erwähnt werden.
Ich bin begeistert vom sprachlichen Geschick der Autorin, die mit leisen, prägnanten Sätzen die Verzweiflung, den Überlebenswillen und die Schicksale ihrer Figuren zeichnet. Ein großartiges Buch, das unbestritten aus der Masse an Kriegserzählungen heraus sticht.
Leiber erzählt von Zwangsarbeit nicht als historisches Faktum, sondern als körperliches und seelisches Trauma, das über Jahrzehnte nachwirkt. Nelka kehrt 50 Jahre später an den Ort ihres Leidens zurück — nicht zur Rache, sondern zur Heilung. Der Roman zeigt, wie Frauen ihre Würde bewahren durch das, was sie wissen (Nelkas Apfelanbau-Wissen), durch das, was sie teilen (Freundschaft mit Gonda), und durch das, was sie sich selbst geben (ein heimliches Bad im Teich als Akt der Selbstbestimmung). Das Buch ist eine Erinnerungsarbeit — gegen das Vergessen, gegen die Verwischung von Untaten, gegen die Auslöschung von Frauenleben, die ausgebeutet wurden. Gleichzeitig ist es ein Roman über Weiterleben, über die Kraft, sich selbst endlich befreien zu müssen. Herzzerreißend, poetisch und doch federleicht! Leseempfehlung!
Buchhändler*in 688650
Eine Kundin bestellte dieses Buch und wir kamen ins Gespräch. ich hatte nichts von diesem Buch gehört, war aber sehr neugierig.
Die Geschichte der Zwangsarbeiterin Nelka hat mich nicht losgelassen!
Tolles wichtiges Buch!
Sandra B, Buchhändler*in
Ich bin wirklich sehr beeindruckt, wie Nelka mit ihrer bloßen Anwesenheit, einen Mann zum Erzittern bringen kann. Wer ist Nelka und was ist ihre Geschichten. Voller Ungeduld wollte ich wissen, was ihr Wiederfahren ist und was sie als Mädchen und junge Frau durchmachen musste. Was hat ihr der Gutsverwalter damals angetan, so dass sie sich 50 Jahre später auf dem Weg nach Norddeutschland begibt, um etwas zu klären, um Ruhe für sich zu finden.
Der Erzählstil der Autorin und die Stimmung in dieser Geschichte hallt in mir immer noch nach. Was für ein besonderes Buch!!
Julia S, Buchhändler*in
Nelka ist eine von vielen, die verschleppt wurde, um für Gutsherren auf Ihrem Hof zu arbeiten. Durch ihre Augen bekommen wir hautnah mit, welche Dinge sie erlebt hat und wie sie durch diese zu der Frau wurde, welche wir im Buch kennen lernen dürfen. Schon von klein auf lernt sie, wie man Äpfel richtig anbaut um den höchsten Ertrag zu erhalten. Doch ob ihr das auf dem Gut so sehr geholfen hat? Das hinterfragt man lieber nicht. Mich hat dieser Roman sehr an mein Lieblingsbuch von Isabel Allende "Violeta" erinnert. Ich fand es sehr interessant zu Lesen und würde es immer weiter empfehlen.
Ich kann mich den ganzen Lobeshymnen über Nelka nur anschließen.Ein sehr eindringlicher Roman, der die Verschleppung von Menschen,die Zwangsarbeit der sie ausgesetzt waren und deren Missbrauch.
Christina M, Buchhändler*in
Ein ruhiger und dennoch tiefsinner Roman, der sich mit dem Thema Zwangsarbeit und Ausbeutung sehr einfühlsam auseinandersetzt. Die 16jährige Nelka wird 1941 in Lemberg auf der Straße angesprochen und sofort auf einen LKW zum Abtransport nach Deutschland verfrachtet ohne Abschied, Gepäck und Kenntnis, was dort auf sie zukommt. Sie kann glücklicherweise etwas deutsch und hat Kentnisse im Apfelanbau, was ihr hilft das Leben für sich und andere erträglicher zu machen. Der Willkür des Verwalters ausgesetzt, lässt sich nur durch eine starke Kameradschaft mit den anderen Gefangenen ertragen. Nach Jahrzehnten kehrt Nelka dorthin zurück, um die schwere Zeit doch noch zu verarbeiten und abzuschließen! Kein leichtes Thema, aber gerade deswegen eine klare Leseempfehlung!
Ruben S, Buchhändler*in
Auch über achtzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs gibt es immer noch Schicksale, die nur wenig oder gar nicht beleuchtet wurden, zumindest für die breite Öffentlichkeit. Dafür gehört für mich auf jeden Fall, dass Schicksal verschleppter ausländischer Zwangsarbeiter, die im Deutschen Reich während des Krieges in den verschiedensten Bereichen eingesetzt und ausgebeutet wurden. Exemplarisch für die 20 Millionen Menschen, denen das Schicksal widerfahren ist, erzählt Svenja Leiber die Geschichte von Nelka, einer jungen Frau aus der besetzten Ukraine, die verschleppt wird und auf einem norddeutschen Hof Zwangsarbeit leisten muss.
Eine eindringliche und bewegende Geschichte über Schuld, Verantwortung, Macht und auch etwas Menschlichkeit.
Nelka lernt viel von ihrem Vater. Bis er von den Aggressoren erschossen wird. Ohne Grund. Alle im Ort haben Angst vor den Deutschen. Die benehmen sich nämlich als seien sie die Herren der Welt. Auch Nelka wird verschleppt. In den hohen Norden des Deutschen Reiches. Als Zwangsarbeiterin. Auf einen Bauernhof mit vielen weiteren Menschen, die der Willkür fremder Machthaber ausgesetzt sind. Sie erlebt Grausamkeiten, die sie nie vergessen wird. Muss aber schnell feststellen, wie sie ihren Körper einsetzen kann, um Vorteile für sich und ihre Mitgefangenen zu erreichen.
Nelka merkt recht schnell, dass sie dem Gutsverwalter gefällt. Das liegt nicht alleine an ihrem Äußeren. Auch von ihrem Wissen um Apfelbäume will er profitieren. Sie führt ihn ein in die Kunst des Veredelns und erklärt ihm, wie er eine Obstplantage aufbauen sollte. Während ihrer Zeit auf dem Gutshof lernt sie auch Iwan kennen. Wenn er nicht wäre, hätte sie die Qualen und Ungerechtigkeiten wohl nie überlebt.
Immer wieder begegnen mir Bücher, die sich mit den Ungerechtigkeiten des Zweiten Weltkriegs beschäftigen. Auch dieser Roman lässt mich an der Menschheit zweifelnd zurück. Was versprachen sich die Herrscher damals, als sie Menschen aus dem Osten Europas als Zwangsarbeiter rekrutierten? Nicht nur junge Frauen wie #Nelka wurden aus ihrer Familie gerissen. Ohne Begründung verschleppt. Wie vogelfrei behandelt. Und dann gibt es wieder Menschen, die keinen Skrupel haben, wenn sie rechtsextreme Parteien wählen? Dieses Vergessen ist beängstigend und leider gibt es bisher keine wirksamen Maßnahmen, die dem entgegenstehen. #NetGalleyDE
Ulrike B, Buchhändler*in
Ein wunderbares Buch - Nelkas Geschichte hat mich von der ersten Seite in ihren Bann gezogen. Es ist ein sanftes Buch, das in literarischer Sprache von Gewalt und Verbrechen erzählt, die Zwangsarbeiter während des zweiten Weltkriegs erfahren mussten.
Nelka ist eines der besten Bücher, das ich je gelesen habe. Ein literarisches Antikriegsbuch, in feiner Sprache, so pointiert in seinen Formulierungen und dadurch so unglaublich entsetzlich. Es bricht einem das Herz und man versteht, dass, wenn Krieg herrscht, es kein Entrinnen gibt. Ganz furchtbar und gleichzeitig ganz großartig. Hat mich völlig geflasht.
LeserInnen dieses Buches mochten auch:
Alexandria Warwick
Fantasy & Science Fiction, New Adult