Töchter der verlorenen Heimat
Ein Geheimnis in den Bergen. Zwei Frauen. Eine Wahrheit, die alles verändert.
von Eva Grübl-Widmann
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Erscheinungstermin 01.11.2025 | Archivierungsdatum 02.11.2025
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Zum Inhalt
München, 1961: Paula hat erreicht, wovon viele Frauen nur träumen: Sie ist Ärztin an einer renommierten Frauenklinik - ein hart erkämpfter Erfolg in einer von Männern dominierten Welt. Doch als sie sich um eine begehrte Facharztstelle bewirbt, wird ein männlicher Kollege bevorzugt - trotz ihrer überragenden Qualifikationen. Tief enttäuscht beginnt Paula, ihre Zukunft in München infrage zu stellen.
Als die Nachricht vom Tod ihres Großvaters eintrifft, beschließt sie, gemeinsam mit ihrer Mutter Johanna zur Beerdigung in deren Südtiroler Heimatdorf zu reisen. Dort, umgeben von den schroffen Gipfeln der Dolomiten, stößt Paula auf eine Mauer aus Schweigen - und auf ein Geflecht aus Vorurteilen und schmerzhaften Erinnerungen, das bis tief in die Vergangenheit reicht.
Während Johanna gezwungen ist, sich längst verdrängten Erlebnissen zu stellen, begibt sich Paula auf eine Reise zu ihren eigenen Wurzeln - und deckt ein Geheimnis auf, das ihr Leben für immer verändert.
Ein berührender und fesselnder Familiengeheimnis-Roman über Heimat, Identität und den Mut, die eigene Geschichte zu hinterfragen.
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München, 1961: Paula hat erreicht, wovon viele Frauen nur träumen: Sie ist Ärztin an einer renommierten Frauenklinik - ein hart erkämpfter Erfolg in einer von Männern dominierten Welt. Doch als sie...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | E-Book |
| ISBN | 9783751775823 |
| PREIS | 9,99 € (EUR) |
| SEITEN | 424 |
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Als die Nachricht vom Tod ihres Grossvaters eintrifft, beschliesst sie, gemeinsam mit ihrer Mutter Johanna zur Beerdigung in deren Südtiroler Heimatdorf zu reisen. Dort stösst Paula auf eine Mauer aus Schweigen und auf ein Geflecht aus Vorurteilen und schmerzhaften Erinnerungen, das bis tief in die Vergangenheit reicht. Johanna ist gezwungen sich längst verdrängten Erlebnissen zu stellen. Paula begibt sich auf eine Reise zu ihren eigenen Wurzeln. Dabei deckt sie ein Geheimnis auf, das ihr Leben für immer verändert. Eva Grübl-Widmann hat einen wunderbaren Roman über Heimat, Identität und den Mut, die eigene Geschichte zu hinterfragen geschrieben. Das Lesen ist von Beginn weg sehr spannend und man verfolgt das Geschehen intensiv mit. Für mich als Leser ist die Geschichte von Paula und Johanna ist nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, sondern auch ein Aufbruch in ein neues Selbstverständnis. Ein feinfühliger, atmosphärischer Roman über weibliche Selbstbehauptung, familiäre Schatten und die heilende Kraft der Wahrheit. Ein Roman den ich empfehlen kann.
Rezensent*in 658031
Paula hat es geschafft. Sie ist Ärztin, arbeitet in einer Männer Domäne und das in den sechziger Jahren. Doch über die Vergangenheit ihrer Mutter weiß sie nichts, auch über ihren Vater redet die Mutter nicht. Als Jetzt die Beerdigung ihres Großvaters ansteht überredet sie ihre Mutter Johanna in deren Heimat nach Südtirol zu reisen.
Damit begeben sich die Beiden auf eine emotionale Reise. Johanna muss sich den Geistern der Vergangenheit stellen. Paula gräbt in den Geheimnissen der Familie.
Der Roman erzählt zum Einen die Geschichte einer Familie, die viel erlebt hat. Gleichzeitig erzählt er von der schwierigen Situation in Südtirol zwischen den Weltkriegen. Es geht um das Verhältnis zwischen den Italienern und den Deutschsprachigen die dort leben.
Anhand von Paulas Familie wird die Geschichte der Region erzählt. Aber auch die Geschichte einer Familie, in der noch aehr auf Tradition gesetzt wurde.
Rezensent*in 595693
Südtirol im Zwiespalt
Im Jahre 1961 ist es auch in München noch schwierig, sich als Frau erfolgreich im Beruf zu behaupten. So wird die Ärztin Paula zum wiederholten Male übergangen, als es um die Neubesetzung einer Führungsposition im Krankenhaus geht. Anlässlich eines Todesfalles in Südtirol fährt Paula mit ihrer Mutter Johanna kurzerhand in deren Heimat, die die beiden seit knapp dreißig Jahren nicht mehr besucht haben. Wie wird die vergessene Familie auf den Besuch reagieren?
Ein großartiger Roman, der auf bewegende Weise das Schicksal der verbitterten Johanna erzählt und gleichzeitig die dramatische Geschichte Südtirols in Erinnerung ruft. Paulas Entschluss, Richtung Bozen aufzubrechen, bringt einen Stein ins Rollen, der nicht nur dem Leser aufregende Stunden beschert, sondern auch die Figuren im Buch vor schier unlösbare Fragen stellt. Höchst lebendig setzt Eva Grübl-Widmann alles in Szene, beschreibt grandios die einzelnen Geschehnisse und verknüpft auf außerordentlich gelungene Weise zwei Zeitebenen miteinander zu einem spannenden Stück Zeitgeschichte, in dem Johanna und Paula, aber auch alle anderen Figuren, tatsächlich solch ein Drama erlebt haben könnten. Der tiefgreifende Zwist zwischen Südtirolern und (Süd)Italienern wird plastisch herausgearbeitet, die unterschiedlichen Lebenswelten geschickt dargestellt. Viel Detailwissen packt die Autorin wie nebenbei in die fiktive Handlung und hält mit ihrem bildhaften Schreibstil die Spannung hoch. Die mächtigen Berggipfel des Alto Adige, das laute Leben in Italien, das umso lauter und wilder wird, je weiter man in den Süden kommt, die verführerisch duftenden Speisen, der knatternde VW Käfer und viele spürbare Emotionen, das sind die Besonderheiten, welche der Geschichte ihre Glaubwürdigkeit verleihen.
Identitätsverlust, eiskaltes Schweigen innerhalb der Familie und wohlgehütete Geheimnisse vor dem Hintergrund der politischen Wunden, Probleme, welche mitunter bis heute ihre Schatten werfen, stehen im Mittelpunkt dieses stellenweise eher traurig stimmenden Romans. Trotz allem steckt aber auch ausreichend Mut und Hoffnung zwischen den Zeilen, sodass ich die letzte Träne aus den Augenwinkeln wischen und das Buch mit einem Lächeln im Gesicht beenden kann. Uneingeschränkte Leseempfehlung!
Titel Töchter der verlorenen Heimat
Autor Eva Grübl-Widmann
ASIN B0D9DP69CV
Sprache Deutsch
Ausgabe ebook, ebenso erhältlich als Taschenbuch (424 Seiten, 2. Februar 2026)
Erscheinungsdatum 1. November 2025
Verlag beHEARTBEAT / BasteiLübbe
Rezensent*in 1502785
Ein wunderschöner, warmherziger Roman über Familie und die Liebe.
Die Geschichte über den Freiheitskampf um Südtirol wird hier sehr gut mit dem Schicksal von Johanna und ihrer liebe zu einem Walschen erzählt.
Falscher stolz und Engstirnigkeit werden zu ihrem los das sie mit ihrer Tochter Paula zu tragen hat.
Ich muss ja gestehen, obwohl ich schon ein paar Mal Urlaub in Südtirol gemacht habe, kenne ich mich mit deren Geschichte überhaupt nicht aus. Dieses Buch hat mich nun nicht nur geschichtlich weitergebracht. Es ist so wunderbar geschrieben, das ich komplett darin eintauchen konnte.
Erzählt wird abwechselnd aus den Jahren 1961 und 1927, so dass man so nach und nach in die Familiengeschichte eintauchen kann. Die ärmlichen Verhältnisse von damals werden genauso anschaulich geschildert wie die Gegebenheiten von 1961, als es in Italien kaum Autobahnen gab, was mich beim Lesen sehr verwundert hat. Aber ich konnte mich gut in Paula hineinversetzten, als sie mit ihrem Käfer ganz in den Süden Italiens gefahren ist und das eine oder andere Abenteuer erlebt hat.
Dies ist das erste Buch von Eva Grübl-Widmann für mich, aber bestimmt nicht das letzte. Sie versteht es meisterhaft, eine flüssige Erzählung zu schreiben und Charaktere und Umgebung so ausführlich zu schildern, als säße man daneben. Seien es die alten südtiroler Männer in ihrem grenzenlosen Hass oder die mit der Zeit verbittert gewordene Johanna. Aber auch Paula hat als Ärztin in einer männerdominierten Welt ihr Päckchen zu tragen. Mich hat das Buch sehr beeindruckt und ich kann es nur wärmstens empfehlen!
Heimkehr und Enthüllungen: Zwei Frauen, eine bewegende Geschichte
Eine ruhige und einfühlsame Familiengeschichte über Heimat, Erinnerung und die leise Annäherung zwischen Mutter und Tochter.
In diesem Roman wachsen die Figuren und ihre Umgebung schnell ans Herz. Die Geschichte entfaltet sich ruhig und warm, und es ist spannend, den Schicksalen von Paula und ihrer Mutter Johanna zu folgen.
Paula und Johanna machen sich auf den Weg in ihre Südtiroler Heimat, die beide viele Jahre nicht gesehen haben. Der Tod des Großvaters ist der Anlass, doch es bleibt nicht bei einem Pflichtbesuch. Für Paula wird es zu einer Gelegenheit, die eigenen Wurzeln zu verstehen und den Blick auf sich selbst neu zu ordnen. Johanna hingegen muss sich Erinnerungen und Erlebnissen stellen, die sie lange verdrängt hat. So entsteht Schritt für Schritt eine eindringliche Begegnung mit der Vergangenheit, die das Verhältnis von Mutter und Tochter spürbar verändert.
Paulas Zurückweisung im Beruf trifft sie tief und wird glaubwürdig erzählt. Sanft wird sichtbar, was diese Erfahrung in ihr bewegt. Die Autorin verknüpft die Gegenwart in München und in Südtirol mit den Zwanzigerjahren in Südtirol und bringt die verschiedenen Zeit- und Erzählstränge so zusammen, dass der historische Hintergrund lebendig wird. Die politischen und sozialen Spannungen jener Zeit, der Verlust der Heimat und die vielschichtige Unterdrückung werden anschaulich und nachvollziehbar dargestellt.
Südtirol wirkt so greifbar, dass man die Berge, die engen Gassen der Dörfer und die einsamen Höfe vor sich sieht. Die Landschaft bleibt nicht nur Kulisse, sondern trägt die Atmosphäre der Geschichte.
Der Roman verbindet Themen wie Identität, Familiengeheimnisse und das schwierige Verhältnis zwischen Mutter und Tochter einfühlsam und ohne Übertreibung. Trotz manch schwerer Momente bleibt ein leiser Hoffnungston bestehen. Am Ende stellt sich ein ruhiges Gefühl der Zufriedenheit ein.
Eine klare Empfehlung für alle, die berührende historische Familiengeschichten lieben. 5 Sterne.
Bärbel K, Rezensent*in
Paula hat sich im Gegensatz zu ihrer Mutter Johanna ihren Lebenstraum erfüllt. Sie ist Ärztin geworden und arbeitet an einer Münchner Klinik. Auch wenn bereits das Jahr 1961 geschrieben wird, hat Paula als Frau noch immer härter um berufliche Anerkennung zu kämpfen. Trotz geringer Aussichten hat sie sich auf die ausgeschriebene Facharztstelle beworben. Wie zu erwarten, erhält die jedoch ein weitaus weniger geeigneter und qualifizierter männlicher Kollege. Als dann die Nachricht vom Tod ihres Großvaters eintrifft, fährt sie gemeinsam mit ihrer Mutter in deren Südtiroler Heimatdorf. Paula hat ihre Verwandtschaft dort nie kennengelernt. Nie hat ihre Mutter über ihr Leben vor dem Umzug nach München gesprochen. Und wenn Paula ehrlich ist, ist ihr Mutter-Tochter-Verhältnis nicht sehr herzlich. Wie die Autorin dann, immer im Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, die Lebensgeschichte von Johanna, von allen nur Hanni genannt, beschreibt, hat mich unwahrscheinlich kurzweilig unterhalten. Bisher war mir gar nicht bewusst, wie schwer es die Menschen in Südtirol gehabt haben. Dass das Leben der deutschsprechenden Bevölkerung entrechtet, die Sprache verboten, selbst Namen geändert werden mussten und Zuwiderhandlungen mitunter hart bestraft wurden. Und das bereits nach dem ersten Weltkrieg. Ganz ehrlich, von diesem Teil der europäischen Geschichte hatte ich bisher noch nie etwas gehört. Insofern finde ich es gut, dass es in diesem Buch thematisiert und durch die Lebensgeschichte von Johanna Gruber zum Thema gemacht wurde. Ich habe Hannis Lebensweg als sehr traurig empfunden und konnte verstehen, warum sie in München so resigniert und ihrer Tochter gegenüber so distanziert gewesen ist. Ein wirklich berührendes Frauenschicksal. Von gibt’s 5 Lese-Sterne und eine 100%ige Leseempfehlung.
Bibliothekar*in 1036346
Dieser Roman spielt auf zwei Zeitebenen, in den 1920er und 1930er Jahren und 1961. Johanne wächst in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen in einfachen Verhältnissen in Südtirol auf. Sie hat mit 14 Jahren ihre Mutter verloren und musste Verantwortung für die Familie übernehmen.
Ihre Tochter Paula arbeitet 1961 als Ärztin in einer angesehenen Klinik in München. Als Frau muss sie sich hier in einer männerdominierten Welt behaupten. Bei Beförderungen wird sie übergangen, weil sie eine Frau ist. Als Paulas Großvater stirbt, fährt sie mit ihrer Mutter Johanna nach Südtirol zur Beerdigung. Doch in ihrem Heimatort sind sie nicht willkommen und erfahren Ablehnung und Schweigen. Als Paula diesem Schweigen auf den Grund gehen will, stößt sie auf ein Familiengeheimnis, das lange zurückliegt und trotzdem Auswirkungen auf ihr Leben hat.
Mit hat gut gefallen, wie die Rollen der beiden Frauen in der jeweiligen Zeit dargestellt wurden. Zum Teil ist die Stimmung düster und die Handlung hat mich auch wütend gemacht, aber ich fand die Erzählweise auch sehr spannend und fesselnd. Ein Buch für alle, für die es nicht immer die heile Welt und Romantik sein muss.
Rezensent*in 1052506
Paula, Johanna und das Geheimnis der Berge
Es wird das Jahr 1961 geschrieben, Paula ist Ärztin und wohnt mit ihrer Mutter Johanna in München. Sie arbeitet in einer Frauenklinik, hat es als Frau aber nicht leicht, in einer von Männern bestimmten Welt. Sie bewirbt sich um eine Facharztstelle, diese wird aber von einem männlichen Kollegen besetzt. Darauf stellt Paula ihre Zukunft in Frage. Da kommt die Nachricht vom Tod ihres Großvaters in Südtirol. Sie beschließt mit ihrer Mutter zur Beisetzung zu fahren. Dort stößt sie auf Vorurteile und schmerzhafte Erinnerungen. Johanna muss sich verdrängten Erinnerungen stellen. Der Roman ist in zwei Zeitebenen geschrieben. Es geht um die Jahre nach dem ersten Weltkrieg und 1961. Die Autorin hat die Geschichte von Johanna und Paula sehr gut beschrieben, auch die politische Situation zwischen Südtirol und Italien. Diese Situation der beiden Staaten war mir bisher nicht so ausführlich bekannt. Ich war sehr beeindruckt vom Roman und empfehle ihn gern weiter.
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