Kälter
Thriller | Ein spektakulärer Agententhriller rund um den Mauerfall | Deutscher Krimipreis 2025
von Andreas Pflüger
Dieser Titel war ehemals bei NetGalley verfügbar und ist jetzt archiviert.
Bestellen oder kaufen Sie dieses Buch in der Verkaufsstelle Ihrer Wahl. Buchhandlung finden.
NetGalley-Bücher direkt an an Kindle oder die Kindle-App senden.
1
Um auf Ihrem Kindle oder in der Kindle-App zu lesen fügen Sie kindle@netgalley.com als bestätigte E-Mail-Adresse in Ihrem Amazon-Account hinzu. Klicken Sie hier für eine ausführliche Erklärung.
2
Geben Sie außerdem hier Ihre Kindle-E-Mail-Adresse ein. Sie finden diese in Ihrem Amazon-Account.
Erscheinungstermin 14.10.2025 | Archivierungsdatum 03.12.2025
Sprechen Sie über dieses Buch? Dann nutzen Sie dabei #Kälter #NetGalleyDE! Weitere Hashtag-Tipps
Zum Inhalt
Einen Raubvogel wie mich hast du noch nie gesehen
Im Herbst 1989 führt Luzy Morgenroth auf Amrum das Leben einer Provinzpolizistin. Kaum jemand ahnt, dass sie vor langer Zeit eine Andere war. Als in einer Sturmnacht ein Einheimischer spurlos von der Fähre verschwindet, muss sie sich einem Killerkommando stellen, das auf die Insel kam, und verwandelt sich wieder in die Luzy von früher. Eine Waffe.
In einem spektakulären Agententhriller schickt Pflüger seine Heldin am Ende des Kalten Krieges als Racheengel um die halbe Welt. Sie tritt gegen ein Geheimdienstimperium an, das den Mann beschützt, der ihr Leben zerstörte. Und es wird sich zeigen, wer kälter ist: ihr Todfeind oder sie.
Einen Raubvogel wie mich hast du noch nie gesehen
Im Herbst 1989 führt Luzy Morgenroth auf Amrum das Leben einer...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783518432587 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
| SEITEN | 495 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Andreas Pflügers KÄLTER führt die Leserinnen und Leser erneut in eine Welt, die von Geheimnissen, Loyalität und moralischen Grenzgängen durchzogen ist. Ohne zu viel zu verraten: Die Handlung dreht sich um eine gefährliche Mission, in der Vergangenheit und Gegenwart unaufhaltsam aufeinanderprallen. Alte Wunden reißen auf, alte Rechnungen werden beglichen – und wie so oft bei Pflüger steht viel mehr auf dem Spiel als bloß das Leben der Figuren.
Es ist ein klassischer Pflüger-Roman, der sich nahtlos in das bestehende Universum einfügt. Fans seiner früheren Werke werden sich sofort zurechtfinden, denn man trifft auf viele vertraute Gesichter: Jörg und Jenny Aaron, Rem Kukura, Nina, Thrähne, Wolf und andere Weggefährten, die das Pflüger-Kosmos so einzigartig machen. Dieses Wiedersehen sorgt für ein Gefühl von Kontinuität und Vertrautheit, während die Geschichte zugleich neue Facetten offenbart.
Stilistisch bleibt Pflüger sich treu: Seine Sprache ist knapp, präzise, oft stakkatohaft – jedes Wort ein Schlag, jeder Satz ein Schnitt. Dieses typische, rhythmische Schreiben erzeugt eine intensive Atmosphäre und zieht die Lesenden tief in die Psyche seiner Figuren hinein. Gleichzeitig verlangt es Aufmerksamkeit; Pflüger schreibt nicht zum Nebenbei-Lesen.
Die Handlung ist – wie gewohnt – bis zum Schluss spannend, temporeich und durchdacht konstruiert. Doch trotz aller Dynamik bleibt wenig Überraschendes: Die Guten siegen, die Bösen sterben, das moralische Gleichgewicht wird wiederhergestellt. Wer Pflüger kennt, weiß, dass es weniger um das „Was“ geht als um das „Wie“.
Unterm Strich ist KÄLTER solide Unterhaltung für Pflüger-Fans: handwerklich stark, sprachlich markant und emotional dicht – vielleicht ohne große Überraschungen, aber mit der Verlässlichkeit und Intensität, die man von Andreas Pflüger erwartet.
Susanne B, Rezensent*in
Kalt, kälter, Pflüger
Von Andreas Pflüger habe ich bisher vier Bücher mit großer Freude gelesen, Unterhaltung in Stakkato-Sätzen. Aber „Kälter“ ist anders. Worum geht es?
Herbst 1989: Wir lernen Luzy Morgenroth kennen. Sie ist Inselpolizistin auf Amrum. Ein Sturm zieht auf - und Tamme, der Bruder ihrer besten Freundin Ali, verschwindet von einer Fähre, ihr Kollege und bester Freund Jörgen wird getötet.
Ein Killerkommando ist auf die Insel gekommen. Acht Jahre war Luzy in der Welt der Anderen, als sie von der Vergangenheit eingeholt wird. Wer ist kälter? Ihr Todfeind „Babel“, der die Killer geschickt hat, oder sie? Es kann nur eine/n geben…
„Kälter“ ist ein rasanter, actionreicher Agententhriller. Der Autor erzählt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven und auf zwei Zeitebenen, 1989 und acht Jahre davor.
Andreas Pflüger greift mit „Kälter“ ein brandaktuelles Thema auf: Der Nahostkonflikt. Ein Teil der Geschichte ist in Israel verortet. Krass fand ich die Szenen in einem Schabbat-Fahrstuhl. Ein Fahrstuhl, der automatisch in jeder Etage hält - und in jeder lauert der Tod.
Weitere Schauplätze sind Berlin zur Zeit des Mauerfalls - und Wien (siehe Cover!). Je größer die Gefahr, desto lustiger die Dialoge. Leseinseln, auf denen die Lesenden mal Luftholen, ja sogar Schmunzeln können.
„Kälter“ ist ein literarischer Thriller mit intensiven, starken Bildern. Ich habe mich sofort wieder in diese Zeit zurückversetzt gefühlt. Denn ich bin in etwa im selben Alter wie der Autor und erinnere mich noch gut daran, als Herrhausen quasi vor meiner Haustür von der RAF ermordet wurde.
Luzy erinnert ein wenig an Jenny Aaron aus Endgültig, Niemals und Geblendet. Sie ist ebenfalls eine Frau mit zwei Leben. Über das Wiedersehen mit Nina und „Pilger“ aus „Wie Sterben geht“ habe ich mich gefreut. Ich empfehle, dieses Buch vorher gelesen zu haben.
Fazit: Ein spannendes Stück Zeitgeschichte. Mein Thriller-Highlight des Jahres!
Beschäftigte*r in der Buchbranche 1276476
Kalt - Kälter - Pflüger ... Ein Wahnsinnsthriller, spannend von den ersten, fast beschaulichen Seiten bis hin zum (erhofften) Ende Furioso. Ein Buch, dass man an einem Stück weg liest - und das auch besser tun sollte, denn das Personal mit all den Alias ist doch nicht gerade klein. Aber, Leute, es ist Herbst/Winter. Und wann, wenn nicht jetzt, hat man die Zeit für durchgelesene Wochenenden?
Kennen sie den Unterschied zwischen einem kleinen und einem großen Besteck? Und wissen sie, was Sherpas oder Tango in der Welt der Geheimdienste bedeuten? Nein? Dann wird es Zeit, dass sie diesen atemberaubend spannenden Thriller lesen.
Andreas Pflüger nimmt uns mit auf eine actiongeladene Reise, die uns vom idyllischen Amrum über die Wüste Israels bis nach Berlin zur Zeit des Mauerfalls führt. Luzy, ehemalige Top-Agentin des Bundeskriminalamts und im Jahre 1989 Inselpolizistin auf Amrum, begibt sich auf einen gnadenlosen Rachefeldzug, als ihr Kollege ihrer Vergangenheit zum Opfer fällt. Der Autor ist ein Experte auf dem Gebiet der Geheimdienstwelt mit hervorragenden Kontakten- und das merkt man diesem fesselnden, perfekt recherchierten Roman an. Der gelungene Mix aus realen Ereignissen und fiktiver Geschichte erhöht den Reiz dieses ohnehin mitreißenden Buches. Top!
Buchhändler*in 405359
Absolut außergewöhnlicher Thriller: Starke Heldin, die ihre 20ige schon einige Zeit hinter sich gelassen hat. Besondere Sprache, an die man sich kurz gewöhnen muss, dann jedoch ist sie in der Lage einen voll in die Geschichte hineinzuziehen. Dieser Titel war mein erstes Buch von Andreas Pflüger und ich bin sofort zum Fan geworden.
Ruben S, Buchhändler*in
Ich möchte mich ganz tief vor Andreas Pflüger verbeugen und ihm ganz herzlich für "Kälter" danken. Was ist das für ein sensationeller Thriller! Ich habe alle Titel von Andreas Pflüger gelesen, fand wirklich alle super und habe dementsprechend hohe Erwartungen, wenn etwas Neues kommt. Diese Erwartungen wurden pulverisiert und am Ende blieb ich atem- und sprachlos mit dem fertigen Buch zurück und musste mich erst einmal sammeln. Ganz klarer Favorit für den Deutschen Krimipreis.
Buchhändler*in 1493856
Ein sehr spannender Agententhriller mit einer wunderbaren einzigartigen Sprache. Sehr bildhaft und sonderbar poetisch sind die Kampfszenen beschrieben. Dadurch wirkte das Buch fast wie ein Film auf mich. Die Handlung spielt in der Zeit des Mauerfalls und ließ diese Zeit vor meinem inneren Auge wieder auferstehen. Eine kleine Herausforderung ist das Eintauchen in die Agentenszene mit den verschiedenen Geheimdiensten, Klarnamen und Pseudonymen, da muss man sich genau konzentrieren, um den Überblick zu behalten.
Mein erster Pflüger - ich war immer der Meinung, dass Spionagegeschichten nicht mein Fall sind. Andreas Pflüger hat mich vom Gegenteil überzeugt. Da muss ich wohl noch ein bisschen nacharbeiten.
Luzy Morgenroth arbeitet Ende der 80er des vorigen Jahrhunderts mit ihrem einzigen Kollegen Gunnar in der Polizeistation der Insel Amrum. Als sich bereits ein Herbststurm ankündigt, der die Insel vom Festland abzuschneiden droht, verschwindet der einheimische Tamme von seinem Arbeitsplatz auf der Fähre. Selbst wenn man es gewagt findet, dass die Fähre mit „Unterkante Achterdeck“ noch ein letztes Mal übergesetzt hat, fällt auf, dass ein Vermisster, ein geblitzter auswärtiger PKW mit falschem Kennzeichen und zeitgleich eine Gruppe von fünf Fremden auf der Insel kein Zufall sein können. Was kann Tamme beobachtet haben, das er nicht wissen durfte? Die Männer im Schrankformat entlocken Luzy ein Murmeln, das wie „kleines Besteck“ klingt und das sie als Frau mit Vergangenheit zu erkennen gibt.
Nach 8 Jahren auf der Insel und kurz nach ihrem 50. Geburtstag wird Luzy sich in Berlin von Yosef, ihrem früheren Krav-Maga-Trainer zurück in die körperliche und mentale Form ihrer früheren Karriere bringen lassen und es mit ihren Gegnern von damals aufnehmen. Schon einmal hatte sie an einem anderen Schauplatz einen fatalen Fehler begangen, der zahlreiche Tote forderte. Luzy gerät in Berlin mitten in den Fall der Mauer und die Verwerfungen, die das Ende der DDR auslöste. Plötzlich sind große Geldbeträge zu verschieben und Agenten mit exquisiten Spezialkenntnissen wechseln die Seiten.
Andreas Pflüger schreibt im Nachwort, dass er in seinen Thrillern aus den Scherben der Wirklichkeit etwas Neues schafft. In dem er wie in Kintsugi-Reparatur-Technik den Wendejahren einen Handlungsstrang anfügt, entsteht ein präzise recherchierter, komplexer Geheimdienst-Thriller mit zahlreichen Zitaten aus Musik, Literatur und Film. Schauplätze sind Amrum, Berlin, Wiesbaden, Marseille, Wien, eine Wüste. Figuren aus früheren Thrillern erhalten Cameo-Auftritte am Rande.
Fazit
Pflüger glänzt mit umfangreichen Kenntnissen aus der Welt der Geheimdienste und der Sicherheits-Branche. Indem er seine Leser:innen mitten in die Teams und ins Meister-Schülerin-Verhältnis zwischen Luzy und Yosef blicken lässt, zeigt er die verblüffende Entwicklung einer gealterten Agentin und an historischen Schauplätzen den womöglich letzten Auftritt der „Dienste“, die den kalten Krieg prägten.
LeserInnen dieses Buches mochten auch:
Marc-Uwe Kling; Johanna Kling; Luise Kling
Belletristik, Fantasy & Science Fiction, Krimis, Thriller, Mystery